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Alfred_Schmidt

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1

Dienstag, 2. September 2014, 00:46

Beethoven - Pianisten von heute und morgen

Und hier ist schon der Thread mit den Beethoven-Pianisten der Gegenwart - und ein vorsichtiger BLick in die Zukunft sei auch erlaubt.
Beethoven ist der einzige Komponist der bisher in dieser Serie vertretenen, wo ich mir von der Gegenwart mehr erwarte als von der Vergangenheit - weil nämlich Beethoven sozusagen ein Markstein ist, an dem sich jeder gute Pianist - und derer gibt es zur Zeit eine ganze Menge - auch heute - messen lassen muß.

Wie schon im Thread mit den Beethoven-Pianisten der Vergangenheit - sollen hier nicht einzelnen Werte analysiert, sondern ein grober Überblick vermittelt werden Mag sein, dass der eine oder andere Mitleser auf einen Pianisten aufmerksam wird, an den er gar nicht gedacht hatte....
Erlaubt sind - wie schon zuvor - alle heute noch aktiven Pianisten - ungeachtet ihres Alters. Bitte jeweils nur EIN Pianist pro Beitrag. Mehrere Beiträge sind gern gesehen. Das soll leere Aufzählungen ohne Kommentar verhindern
Auch wenn es hier um derzeit aktive Pianisten der Gegenwart geht - so sind Vergleiche mit der Vergangenheit kein Tabu.
Vorstellung von Talenten, wo man sich großes erwartet sind ein spannendes Thema - wo niemand prophetische Gaben bei den Autoren einfordert......

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

sagitt

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2

Dienstag, 2. September 2014, 09:15

Sagitt meint. Da, wo Beethoven leidenschaftlich ist, muss ich ihn als erste Adresse bezeichnen: Fazil Say. Wenn es um die Kreutzer oder die Appassionata geht, überzeugt er sehr. Bei op.111 gibt er der Struktur zu wenig Raum.
Als Beethoven Spieler jedenfalls mir der interessanteste.

Alfred_Schmidt

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3

Dienstag, 2. September 2014, 18:20

Eigentlich sollte auch ich hier meine Meinung schreiben, aber da gibt es doch ein Problem:
Es ist im speziellen Fall nicht so, daß ich sagen würde, die Pianisten der Vergangenheit seien besser, als die heutigen - im Gegenteil. Nach einer Ära von marktbeherrschenden Lichtgestalten (Schnabel - Gieseking - Cutner) folgte eine weitere (Kempff- Backhaus) und dann wieder eine (Gulda - Baduras-Skoda - Brendel), wobei es natürlich Überschneidungen gibt.
Anschliessend folgte eine Rehe von technisch perfekten, aber schwer zu identifizierenden Pianisten. In neuester Zeit finden sich wieder hervorragende Interpreten, die auch technisch makellos sind. Aber es fällt misch schwer, einen oder zwei, die herausragend sind, zu nominieren. Der allgemeine Level ist gestiegen - aber es gibt kaum mehr herausragendes.
Ich bin sicher, dass diese Betrachtungsweise Widerspruch auslösen wird - und das soll sie ja auch.....

mfg aus Wien
Alfred

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William B.A.

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4

Dienstag, 2. September 2014, 21:25

Ich will mal als ersten einen nennen, von dem ich glaube, dass er, ganz aus eigener Kraft, zielstrebig und hartnäckig sein Ziel verfolgte, Pianist zu werden, der 1955 in Köln geborene Michael Korstick, der nach dem Abitur bei Jürgen Tröster in Köln und Hans Leygraf in Hannover studierte. Schon mit 20 Jahren debütierte er mit den beiden Beethovenschen Schwerrstgewichten op. 106 und op. 111.
Ein Jahr zuvor begegnete er in einem Meisterkurs dem russischen "Schwergewiccht" unter den Beethoven-Pianistinnen, Tatjana Nikolajewa, mit der er in der Folgezeit immer wieder zusammenarbeitete. 1976 setzte er seine Studien in den USA in der Juilliard School in New York fort, wo ihn seine Kommilitonen bald "Dr. Beethoven" nannten und er sieben Jahre später bei Sascha Gorodnitzki abschloss.
Ebenfalls bereits 1976 debütierte er in New York mit der Hammerklavier-Sonate und den Diabelli-Variationen. Wie ich ihn kenne , hat er das bestimmt innerhalb eines Konzertes gespielt. Er hat ja auch vor einigen Jahren in einem Konzert in Essen die beiden ersten Klavierkonzerte von Beethoven gespielt, in einem anderen Jahr beim Klavierfestival Ruhr an einem Abend beide Brahms-Konzerte.
Korstick hat vor einigen Jahren seinen Beethoven-Zyklus abgeschlossen, den er dreißig Jahre zuvor in Konzerten mit den beiden schwersten begonnen hatte. Aber seine Aufnahme von op. 106 mit dem polarisierenden Adagio sostenuto (28:42 min.) stammt aus dem Jahre 2003.
Korstick gehört sicherlich, und damit will ich Alfreds negativer Ansicht: "...es gibt kaum mehr herausragendes" sanft widersprechen, zu denen, die auch heute noch herausragen. Meiner Ansicht nach ragen die bisher von mir besprochenen Aufnahmen Korsticks, zuletzt die Sonate Nr. 1 aus einer Vielzahl anderer heraus und ist Korstick heute einer der bedeutendsten Beethoven-Pianisten. Hier sind seine Sonaten zu finden:

Dabei hat Korstick nicht nur Beethoven aufgenommen, sondern da wären noch an Mainstream-Komponisten u. a. Schubert, Schumann, Strauss, Liszt, Debussy und Mendelssohn, an solchen etwas abseits des Weges Koechlin, Reger, Kabalewski und Eröd.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

wok

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5

Mittwoch, 3. September 2014, 17:17

Lieber Willi,

Deinen Elogen zur Person MICHAEL KORSTICK und dessen pianistischen Fähigkeiten kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Es ist einfach phänomenal wie er jedes Detail eines Werkes herausarbeitet, dieses zum Klingen bringt, und am Ende doch wie mit einer großen Klammer versehen das Ganze in wunderbarer Einheit und Geschlossenheit, und mit bestechenden pianistischen Mitteln darbietet. Dies trifft in besonderem Maße auf die späten BEETHOVEN-Sonaten, die Diabelli-Variationen und SCHUBERT's große B-Dur Sonate zu. Doch was immer er auch spielt - und er ist keinesfalls einseitig auf BEETHOVEN fstgelegt - dem Vernehmen nach soll er etwa 100 Konzerte in seinem Reperoire haben - das Ergebnis generiert fast immer Staunen und Bewunderung des fachkundigen Publikums. Wenn man bedenkt, daß KORSTICK sich bis zu seinem 43. Lebensjahr für sein Schallplattendebut Zeit ließ, und was er seitdem an musikalischen Glanzstücken produzierte, dann grenzt dies fast an ein Wunder.

Ich teile deshalb absolut Deine Meinung, lieber Willi, daß durch diesen Pianisten allein schon der Beweis erbracht sein dürfte, daß es auch in unserer Zeti noch Piansiten von dem Format der so oft und zurecht gerühmten und berühmten alten Garde gibt.

Viele Grüße
wok

William B.A.

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6

Donnerstag, 4. September 2014, 01:12

Ich möchte an dieser Stelle, lieber wok, einen zweiten Pianisten nennen, auf den ich große Stücke halte, einen Meistersschüler Alfred Brendels, Paul Lewis /Jg. 1972). Auch er hat eine, wenn es so weiter geht mit meinen Betrachtungen, m. E. eine hervorragende Gesamteinspielung der Beethoven-Snaten vorgelegt:



Paul Lewis stammt aus Liverpool (wie die Beatles), lernte als Kind zuerst Cello, erdst mit zwölf Klavier und begann mit 15 zu studieren. 1993 wurde er Meisterschüler bei Alfred Brendel. Wie Brendel, was ja durchaus verständlich ist, hat er eine Affinität zu den Werken Beethovens, Schuberts und Liszts. Es ist aber nach meiner ansicht und der Ergebnissen, die ich bisher bei den Besprechungen der Beethovensonaten erzielte, falsch zu glauben, er würde seinen großen Meister nachahmen. Er hat, wie ich finde, einen etwas weicheren Anschlag als Brendel, und seine lyrisch geprägte Auffassung der Beethoven-Sonaten führt zu langsamerem Tempo und längeren Satzzeichen, die er aber mit viel Spannung erfüllt.
Er wird usn, so glaube ich, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viel Freude bereiten.

Liebe Grüße

Willi :)
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wok

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7

Freitag, 5. September 2014, 01:52

Zitat

William B.A.: Ich möchte an dieser Stelle, lieber wok, einen zweiten Pianisten nennen, auf den ich große Stücke halte, einen Meistersschüler Alfred Brendels, Paul Lewis /Jg. 1972). Auch er hat eine, wenn es so weiter geht mit meinen Betrachtungen, m. E. eine hervorragende Gesamteinspielung der
Beethoven-Snaten vorgelegt:
Lieber Willi,

Danke für Deinen Hinweis auf den englischen Pianisten PAUL LEWIS, der mir bekannt ist. Er machte sich einem breiteren Publikum erstmals vor allem dadurch einen Namen, daß er 2001 in der LONDONER WIGMORE HALL sämtliche SCHUBERT-Sonaten aufführte, was er dann beim KLAVIERFESTIVAL VON LA ROQUE D'ANTHÉRON nochmals wiederholte. Die Aufführung und Einspielung sämtlicher BEETHOVEN-Sonaten ab 2005 konnte dann schon kaum mehr überraschen. Sein Spiel wird allgemein mit dem seines Lehrers ALFRED BRENDEL verglichen, wobei man seine Detailgenauigkeit, Ernsthaftigkeit und Kontrolliertheit rühmt, ebenso sein lyrisches Ausgestalten langsamer Sätze.

Man müßte eigentlich mehrere Leben haben, um all die zahlreichen hervorragenden Interpreten und deren Interpretationen, von denen es von fast ebenso zahlreichen Komponisten Tondokumente gibt, zu hören und genauer zu studieren, vor allem auch deren Wirken zu verfolgen und deren Leistungen gebührend zu würdigen. Es tut mir immer so leid für die vielen erstklassigen Interpreten aus allen Zeitepochen, die Großes geleistet haben, von denen man aber durch das internationale Überangebot von wahren Könnern auf ihrem Gebiet und deren Aufnahmen, oft schon vor deren Tod oder Karriere-Ende nichts mehr, oder kaum noch etwas hört. Bei Paul Lewis besteht diese Gefahr gewiß noch nicht, denn es dürfte ihm noch viel Zeit für seine weitere künstlerische Laufbahn bleiben.

Viele Grüße aus dem derzeit fast 40 Grad heißen Málaga!
wok

Alfred_Schmidt

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8

Montag, 8. September 2014, 12:05

Ich beziehe mich mit diesem Beitrag auf den Satz im Eröffnungsthread: Erlaubt sind alle noch aktiven Pianisten - ungeachtet ihres Alters. Paul Badura-Skoda (*6. Oktober 1927) ist im Gegensatz zum etwa drei Jahre jüngeren Alfred Brendel noch immer aktiv. Davon zeugt auch die 2014 erschienene Doppel-CD des Labels Genuin, welche die drei letzten Klaviersonaten Beethovens (Nr 30 - 32) in eine Neuaufnahme aus dem Jahre 2013 enthält - ergänzt durch eine ältere Aufnahme (1976) der Sonate Nr 29. Paul Badura Skoda ist immer noch aktiv, wie diese neue Aufnahme beweist....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

lutgra

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9

Montag, 8. September 2014, 12:19

Ich besitze auf Vinyl eine Reihe von GA von nicht mehr lebenden oder aktiven Pianisten (Kempff mono und stereo, Arrau, Gulda, Brendel), auf CD habe ich tatsächlich nur eine einzige und zwar die von Richard Goode:



Ein Grund ist, dass ich 1987 in New York mehrere Konzerte eines Zyklus besucht habe, bei dem er alle Sonaten gespielt hat und dass mich diese Konzerte nachhaltig beeindruckt haben.

Richard Goode wurde am 1. Juni 1943 in East Bronx, New York geboren. Er studierte am Mannes College in New York u.a. bei Claude Frank und holte sich später noch Rat und Unterstützung bei Rudolf Serkin und Mieszyslaw Horszowski. Daher sicher auch seine Vorliebe für das deutsche Repertoire. 1973 gewann er den Clara Haskil Wettbewerb. Neben Beethoven sind Schwerpunkte seines Repertoires Mozart, Schubert und Brahms. Seine Aufnahme mit Richard Stoltzman von Brahms Klarinettensonaten erhielt einen Grammy Award.

William B.A.

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10

Montag, 8. September 2014, 12:27

Als nächsten Beethoven-Pianisten von heute möchte ich Alfredo Perl nennen, der 1965 in Chile geboren wurde. Nachdem er seine Ausbildung bei Carlos Botto in Santiago begonnen hatte, setzt er sie in Köln bei Günter Ludwig und in London bei Maria Curcio fort. In den Jahren 1996 und 1997 führte er sämtliche Beethoven-Sonaten in der Londoner Wigmore Hall (in der auch Alfred Brendel oft konzertierte), in Santiago und in Mokaku auf. Etwa ab 1994 nahm er die Sonaten auch sukzessive für Arte Nova bei Radio Bremen auf. Nach Erscheinen der ersten Folgen der CD-Aufnahmen reihte ihn Joachim Kaiser schon unter die "zehn größten lebenden Beethoven-Pianisten" ein.
Seite 2007 ist er Professor für Klavier an der Detmolder Musikhochschule und auch Leiter des Detmolder Kammerorchesters.
Perls Aufnahmen der Klaviersonaten, dei ich in den 90er Jahren stets kurz nach Erscheinen erwarb, können sich m. E. in den vergleichenden Rezensionen in den Beethoven-Sonaten-Threads sehr gut im Spitzenfeld behaupten.

Liebe Grüße

Willi :)
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JLang

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11

Sonntag, 14. September 2014, 23:45

Nachdem hier bereits einige der mir gut bekannten Beethoven Pianisten der Gegenwart vorgestellt wurden, stelle ich einen Pianisten vor,von dem ich lediglich die Aufnahmen der Klavierkonzerte, nicht aber die Sonaten kenne, die mir für eine Beurteilung immer ein wenig wichtiger sind.
Aber dennoch: Leif Ove Andsnes sollte in diesem thread genannt werden.



Die Konzerte 1 & 3 sind nach meinem Wissen seine erste Einspielung von Beethoven überhaupt. Das ist kein ganz wilder, ungestümer Beethoven, sondern eher etwas kontrolliert, ohne dabei aber geglättet zu wirken. Aber in der Gesamtheit sind diese Aufnahmen ein großer Gewinn. Hält man sich vor Augen, daß Ansdnes seine Beethoven-Reise noch nicht beendet hat, ist er im besten Sinne ein Beethoven Pianist von heute und morgen.

Mit bestem Gruß
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
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William B.A.

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12

Montag, 15. September 2014, 11:30

Da kann ich dir nur voll zustimmen, lieber Jörn, und hiermit melde ich mich zum ersten Mal aus meinem Kururlaub, wo ich jetzt endlich auch online bin. Mit nebenstehender Aufnahme hat er nun die Konzerte durch, aber es liegen ja noch die ganzen Sonaten vor ihm. Dass er die auch kann, habe ich bei einem Recital im Winter in der Kölner Philharmonie erlebt und anschließend darüber berichtet.
Ich denke mal, dass er diese als Nächstes in Angriff nehmen wird.

Liebe Grüße

Willi :)
P.S. Ich habe gerade noch mal nachgeschaut, das Konzert war am 6. März, und er hat die Sonaten op. 22, 101 und 57 gespielt. Ich kann mich erinnern, dass Andsnes alle Sonaten mit großer Ruhe gespielt hat und sich dabei Zeit gelasssen hat. Vor allem die Appassionata am Schluss war höchst eindrucksvoll, in der er alleine für das Andante 7 1/2 Minuten verwendet hat, was mir Schauer über den Rücken gejagt hat, allerdings auch beim anschließenden Finale, in dem er auch den Mittelteil (quasi Durchführung und Reprise in einem = 190 Takte) wiederholt hat.
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sagitt

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13

Montag, 15. September 2014, 17:09

sagitt meint

Er macht diesen Zyklus bald in Bonn beim Beethovenfest. Ich musste leider wegen Krankheit meine Karten verschenken.

William B.A.

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14

Montag, 15. September 2014, 17:28

Danke für den Tipp, lieber Hans.
Da ich ja für Bonn keine Karten habe, warte ich auf die Ankündigungen der Aufnahmen. Wenn unser Wolfgang aus Bonn (teleton) gesund ist, wird er ja vielleicht in die Konzerte gehen und darüber berichten.
Bonn ist natürlich genau der richtige Ort, um so etwas auf die Beine zu stellen.

Liebe Grüße

Willi :)
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JLang

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15

Samstag, 4. Oktober 2014, 23:50

Zitat William B. A.

Zitat

Da kann ich dir nur voll zustimmen, lieber Jörn, und hiermit melde ich mich zum ersten Mal aus meinem Kururlaub, wo ich jetzt endlich auch online bin. Mit nebenstehender Aufnahme hat er nun die Konzerte durch, aber es liegen ja noch die ganzen Sonaten vor ihm. Dass er die auch kann, habe ich bei einem Recital im Winter in der Kölner Philharmonie erlebt und anschließend darüber berichtet.

Lieber Willi,

erst jetzt, nach meiner Dienstreise, habe ich mich durch die mittlerweile entstandenen Beiträge gelesen und komme dazu, zu reagieren. Ich hatte gehofft, daß Du die Sonaten erwähnst, die ich nämlich nicht vollständig kenne (und besitze). Nach Deinen Besprechungen ist auch das eine Lücke, die ich zu schließen versuchen muß. Deinen Konzertbericht hatte ich natürlich mit großem Interesse (und einem kleinen Quentchen Neid) gelesen.

Mit herzlichem Gruß
Jörn
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Schneewittchen

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16

Sonntag, 5. Oktober 2014, 09:58

Er macht diesen Zyklus bald in Bonn beim Beethoven fest.

Jetzt im WDR Konzertplayer abrufbar(Teil II und Teil III folgen):
Beethovenfest Bonn 2014
"The Beethoven Journey" I
Das Mahler Chamber Orchestra und Leif Ove Andsnes haben ihr Projekt The Beethoven Journey vollendet und präsentieren nun den kompletten Klavierkonzert-Zyklus beim Beethovenfest.
Ludwig van Beethoven
Konzert Nr. 2 B-dur für Klavier und Orchester
op. 19
Igor Strawinskij
Apollon Musagète, Ballettmusik für Streichorchester
Ludwig van Beethoven
Konzert Nr. 4 G-dur für Klavier und Orchester
op. 58
Mahler Chamber Orchestra
Klavier und Leitung: Leif Ove Andsnes
Aufnahme vom 25. September 2014 (Beethovenhalle, Bonn)
http://konzertplayer.wdr3.de/sinfonische…-bonn-04102014/
mfG
Michael

William B.A.

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17

Sonntag, 5. Oktober 2014, 14:51

Ich möchte an dieser Stelle den russischen Pianisten Grigory Sokolov nennen, der, was die Aufnahmetätigkeit betrifft, sicherlich noch zu den kommenden Beethoven-Pianisten gehört. Ich habe bisher von ihm die Sonaten Nr. 4, 7, 9, 10, 15, 27, 28 und 32 sowie die Diabellivariationen, alles großartige Aufnahmen. Da können wir noch auf weitere Großtaten hoffen.

Liebe Grüße

Willi :)
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