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zweiterbass

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1

Samstag, 27. September 2014, 16:42

Französische Orgelmusik Tournemire, Charles






Hallo,

wegen seiner Lebensdaten etc. verweise ich auf Wikipedia.
Tournemire hat ein sehr umfangreiches Orgelwerk hinterlassen; daran gemessen
werde ich nur zu sehr wenigen Werken posten.





Die Daten zur Cavaille-Coll-Orgel können diesem Link entnommen werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame_d%E2%80%99Auteuil

Ich beginne mit:
Piece symphonique pour Grand Orgue, op. 16, h-Moll, 4/4, Lento/Allegro moderato (es finden häufige Tempowechsel statt, auf die ich nur im Sonderfall eingehe)
(Registrierung: Solostimme Fonds 8-Fuß + Vox Celeste (himmlische Stimme) + Rohrflöte, Positif Bordun 16-Fuß + Rohrflöte, Große Orgel Fonds 8-Fuß + Rohrflöte, Pedal Fonds 8-16 Fuß + Rohrflöte + Zungenregister Fagott 16-Fuß + Bombarde 16-Fuß (ähnlich Posaune)

Bis 0:04 /1/ das Thema, 0:05 – 0:10 /2/ das Thema leicht verändert, 0:11 – 0:19 /3-4/ das Thema erweitert und nochmals leicht verändert – dies Alles in tiefer Pedallage und Lento. Diese 3 Bausteine verarbeitet der Komponist zu einem 7 ½ -minütigen Werk, wobei das Thema (die 3 Themen) äußerst vielfältig variiert werden und viel Gewicht auf abwechslungsreichen Registrierungen, Tempi und Dynamik liegt. Von 0:20 – 1:06 /5-14/ erfolgt eine 1. Verarbeitung, das Thema liegt links in der Oberstimme, die Unterstimme hat das erweiterte Thema, das Pedal einen Orgelpunkt über 3 ½ Takte, rechts Oberstimme ein bereits in Sechzehntel zerlegtes Thema und die Unterstimme gibt Akkordhilfe, was bei 1:06 /14/ in einer langen Fermate endet. Ab 1:07 /15/ Allegro moderato, für die Verarbeitung pausiert das Pedal, es kommt zu einer Generalpause im Manual und das Pedal bereitet den Registerwechsel zu Vox Celeste ab 1:56 /38/ in der Oberstimme rechts vor und bis 2:54 /57/ geht die Verarbeitung in einer sehr ansprechenden, warmen, wohltönenden Registermischung weiter, was wieder in einer langen Fermate endet. Rechts hat nun Fond 8-Fuß und Rohrflöte, das Pedal hat nach 4 Takten als Register Große Orgel und Positiv und nach weiteren 2 Takten hat links Positiv und Solostimme. Bei 4:26 /54/ sind choralartige Akkorde im Manual, bei 4:40 /97/ kommt es zu einem großen rit. und in Allegro moderato schließt sich die Verarbeitung in ff an. 5 Takte vor 5:43 /122/ geht das ff in einem langen dim. zu pp über um eben dann rechts wieder nach Vox celeste zu wechseln, was in der Registermischung zu ruhig dahinfließend schwebenden, fast überirdischen Klängen führt (und in Folge ist mehrfach deutlich der Schweller zu hören). Bei 6:30 /133/ ein erneutes rit., das bei 6:40 /135/ zum Lento führt und mit sub. pp endet das Werk in lang ausgehaltenen Akkorden, die letzlich in H-Dur enden.

Im Vergleich mit Vierne hat dieses Werk einen spätromantischen Klang, ist auch weit entfernt von überladener Harmonik und schwierigem Kompositionsaufbau, geht deswegen leicht ins „Ohr“ und bereitet keine Verständnisprobleme. Es ist ein frühes Werk von Tournemire, der noch sehr von Franck und Widor beeinflusst war.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

zweiterbass

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Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

2

Sonntag, 26. Oktober 2014, 22:42

Hallo,

Triple Choral (Sancta Trinitas) pour Grand Orgue, op. 41, cis-Moll, 4/4- und ab 2/4-Takt häufiger Wechsel beider Taktarten.
(Registrierung: Solostimme, Positif, Große Orgel Grundstimmen 8-Fuß – Pedal Bombarde 16-8 Fuß (ähnlich Posaune).

Vorweg 1:Es finden sich in den Noten sehr ins Detail gehende und sehr oft wechselnde Anweisungen zu Metronom, Tempo, Dynamik und Registrierung betreffend; Tournemire hatte also sehr genaue Vorstellungen (die ich nur sehr teilweise wiedergeben kann), wie sein Werk zu klingen hat und demzufolge zu interpretieren ist. (Von den vielen Harmonik-Veränderungen, die häufig von dem/r grundsätzlich notierten Tongeschlecht, -art abweichen, ganz zu schweigen; dabei höre ich den Wechsel von cis-Moll zur Paralleltonart E-Dur als „natürlich“ an.)

Vorweg 2: Ich habe im Internet in Mensuralnotation einen Introitus zu „Sancta Trinitatis“ und div. Vertonungen (u. a. von H. L. Hassler) gefunden, deren „Themen“ ich aber weder in den Noten gefunden noch im Werk gehört habe. So vermute ich (die Vermutung kann schon deswegen völlig falsch sein, weil ich zu wenig Choralthemen kenne), dass Tournemire für seine Choralbearbeitung keinen Choral verwendet hat, sondern seine eigene/s Choralmelodie/Thema komponiert hat und diese unter das Motto „Heilige Dreifaltigkeit“ gestellt hat – 3 Choräle (viele frz. Orgelkomponisten haben für ihre „Choräle“ eigene Choralmelodien verwendet, weil ihnen die Vorgehensweise in Deutschland unbekannt war).

Im „Vorspiel“, bis 02:34 /30/, wird das musikalische Material der 3 Choräle vorgestellt in 4/4, Lento, Viertel =50, in p, rechts S, links S, P, Ped S, P, G (anfangs in sehr tiefer Lage, ohne Pedal, mit Pedal zugleich variiert). In diesen 2 ½ Minuten gibt es veränderte Angaben zum Metronom und zur Tempobezeichnung 3, zur Registrierung 12, zur Dynamik 3 (und 2 Generalpausen). Bis zur 2. Generalpause fließt das Werk sehr friedlich dahin, es nimmt dann an Ausdruckskraft zu durch Dynamik und viel Modulationen der Harmonik , um dann vor Beginn des Chorals 1 in Cis-Dur ruhig auszuklingen.

Choral 1 beginnt ab 02:35 /31/ in p, Largo Viertel=40, rechts S+P+G, links S+P, Ped Bourdun (Brummbass) 16-Fuß +G. Rechts hat sofort den Beginn des Pedals im Vorspiel, links und Pedal nehmen Variationen aus ihrer Lage im Vorspiel auf. Bis 04:12 /47/ hat nun rechts den Choral, mit (sehr langen) 3, 4, 5 Viertelnotenwerten, links ist in Unter- und Oberstimme bis zu dreistimmig, das Pedal gibt Akkordstütze; ab /39 /poco a poco cres. was sich bei /42/ zum f steigert und in /47/ geht es retardierend in p zu einer Generalpause. Ab 04:25 /51/in p Lento Achtel=84, ohne Pedal, rechts und links in hoher ruhig dahinfließender dreistimmiger Choralbearbeitung und ab 05:01 gleichfalls aber mit Pedal vier- bis 5-stimmig. Bei 05:17 /61/ Largo, Viertel=40; ab /70/ poco, poco cres. was bei /80/ mf erreicht. Ab /85/ dim. und rit. um bei 07:42 /86/ in p in einer lang ausgehaltenen Fermate zu enden.

Choral 2 /87/ beginnt in mf, 2/4-Takt, Largo Achtel=84, rechts S, links S 8, 4, 2-Fuß + Zungenregister 8, 4-Fuß, Ped S und einer Variation des Beginns des Pedals im Vorspiel; die Themen/Motive werden kleinteilig, rhythmisch, in der Harmonik verändert, auch in der Umkehrung, verarbeitet. ---Bei 08:38 /108/ weiter in p, Lento Achtel=46, links P + Brummbass 16-Fuß, Ped S + P, bei /118/ rechts P + Brummbass 16-Fuß, links S+P+G, bei /125/ rechts S+P+G, bei /129/ auch im Ped. Das cres. geht bei /135/ in ein mf über und ab
---09:44 /138 Taktwechsel 4/4, rechts P 4-Fuß+G und eine Erweiterung des Themas, sehr lebendig in Achtel- und Sechzehntelnoten, D-Dur (was in dieser Form immer wieder kommt). ---09:58 /142/ zurück 2/4 und cis-Moll, Largo Achtel=84, in f, links P+Brummbass 16-Fuß +Zungenpfeifen.---10:05 /145/ zurück zu 4/4, Achtel=108, Thema (wie bei 9.44/138/), D-Dur aber leicht verändert, Ped+Fagott 4-16-Fuß.---10:12 /148/ zurück zu 2/4 und cis-Moll.---10:28 /152/ Taktwechsel 4/4 mit vielen Modulationen.---10:41 /155/ zurück zu 2/4 mit weiter viel Modulationen.---10:49 /159/zurück nach 4/4 und weiter viel Modulationen.---11:09 /163/ zurück nach 2/4 , bei /164/ ff, links G+Trompete 8-Fuß und Zungenpfeifen 4-Fuß, Modulation zwischen cis-Moll und D-Dur.---11:28 /169 zurück nach 4/4, links G+Grundstimme 16-Fuß und viele Modulationen im Dur-Bereich.---11:57 /174/ zurück nach 2/4 und bei ---12:13 /181 in fff, Tutti-Orgel, Largo Achtel=84, cis-Moll.---12:19 /184/ zurück nach 4/4, Achtel= 100, Modulationen meist im Dur-Bereich.---12:52 /190/ in ff links G+Ped Zungenpfeifen, Pedal S+P.---13:24 /196/ in p, links S 8-Fuß+Oboe, Ped S+P+G, /197/ links G 8-Fuß, /198/rechts P 8-Fuß, links S+P, Ped S+P, /199/ rechts S+Oboe, links S, Ped S in mf. Der Choral strebt in p dem Ende in "ruhigem Fluss" zu, endet aber bei 14:13 /202/ mit dem Akkord e,gis,d,b,e und dem Schlusston h (ohne Auflösung).

Besonders im Choral 2 wird deutlich, dass Tournemire den Interpreten genau vorschreibt, wie seine Klangvorstellungen zu verwirklichen sind. Widor ist das genaue Gegenteil, der es dem Organisten überlässt, wie er auf der ihm zur Verfügung stehenden Orgel sein Werk registrieren kann/will/möchte.


Choral 3: Um den Leser (und auch mich) nicht zu überfordern, werde ich den Choral 3 nicht „zerpflücken“. Ich werde mich darauf beschränken, nur meine Höreindrücke zu posten, was insofern ganz einfach ist und dem Charakter dieses Chorals entspricht, weil:

Der etwas ungewöhnliche Schluss der Chorals 2 mit seinem letzten unaufgelösten Akkord und Schlusston geht fast übergangslos, ohne Generalpause bzw. Fermate, in diesen Choral über und wird sofort bei 14:21 /203/ in A-Dur aufgelöst. Rechts P+Flöte 8-Fuß, links S+ Gambe 8-Fuß, Vox celeste (himmlische Stimme)+menschliche Stimme (Vox humane)+Brummbass 8-Fuß, Pedal Brummbass 8-Fuß. Diese Registrierung wird kaum verändert (nur im letzten Drittel für den 11-taktigen Orgelpunkt Ped Brummbass 8-32-Fuß) und auch die Tempovorgaben schwanken nur zwischen Lento, Achtel=80 und Lento, Viertel=40. Damit ist der Charakter dieses Chorals beschrieben und festgelegt: Ein sehr ruhiger, friedlicher Choralsatz, mit kaum Dynamik, sehr bedächtigem Tempo und meist sehr naheliegenden (vertrauten) Akkordfolgen, meist in Dur und wenn selten Moll dann nur kurz und nahe am Quintenzirkel. Der lange 11-taktige Orgelpunkt trägt auch dazu bei, das Werk, nach dem Choral 2 und der Hälfte dieses Chorals, in ein „noch ruhigeres Fahrwasser“ zu führen und in E-Dur (Paralleltonart), menschlich+himmlisch (Registrierung) enden zu lassen.

Viele Grüße
zweiterbass

Nachsatz:
https://www.youtube.com/watch?v=tBPo9MSf2o0
Der YouTube-Link soll nur dazu dienen, eine ungefähre, grobe Vorstellung des Werks zu vermitteln für die Mitglieder/Leser, welche die CD nicht haben oder kaufen wollen: es handelt sich um eine elektronische Orgel, die selbst bei bestem (?) Sampling...???
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zweiterbass

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3

Sonntag, 9. November 2014, 19:22

Hallo,

Tournemire, Zitat:“…besaß ein kleines Haus auf der einsamen, sturmgepeitschten französischen Westküsten-Insel Ouessant, wo er sich gerne aufhielt… und auch in der Kathedrale von Amiens“. (Quessant kenne ich, aber nicht sturmgepeitscht; die Kathedrale von Amiens ist für mich von der Architektur her die beeindruckendste, schönste Kathedrale Frankreichs (soweit ich diese kenne).

Nach meiner Kenntnis hat Tornemire, von 2 Werken abgesehen (für die es keine Aufnahme auf einer Cavaille-Coll-Orgel gibt), keine in sich großen Orgelwerke geschrieben, außer L'Orgue Mystique (op. 55-57), Zitat: „Hier handelt es sich um einen Kompositionszyklus, der für jeden Sonntag im Jahreskreis fünf an die katholische Liturgie gebundene Stücke enthält, die von den entsprechenden gregorianischen Melodiekurven inspiriert sind und mit flexibler Agogik interpretiert werden müssen.“! Das gesamte Werk L'Orgue Mystique ist auf 10 Einzel-CDs erschienen; ich habe eine Auswahl von 12 Stücken, auf einer Cavaille-Coll-Orgel gespielt, auf die ich im nächsten Beitrag komme.

Nun also zu den noch verbliebenen Werken auf der vorgestellten CD:

1 Andantino op. 2 – das könnte auf Quessant entstanden sein – es lässt die Weite und Melancholie der Insel an einem ruhigen Sonnentag spüren.
2 Sortie pour Grand Orgue op. 16 – könnte in Amiens entstanden sein, inspiriert von dem hohen, langen, mächtigen Kirchenschiff der Kathedrale.

Suite de Morceaux pour Grand Orgue, op. 19/24
4 Adagio – eine beeindruckende Registrierung (von Tournemire?)
5 Scherzetto – vom Tempo ja, von der Registrierung eher nein, sehr verhalten
6 Toccata – die variationsartigen Veränderungen des Themas werden auf der großen Orgel gut hörbar
7 – 11 Cinq Interludes – genauso stelle ich mir kurze Stücke der frz. romantischen Orgelschule vor, auch sehr abwechslungsreich registriert
12 Pastorale – das knüpft, etwas anders in der Harmonik, an C. Franck an
13 Communion – ich wünschte, manche während der Austeilung des Abendmahles in ev. deutschen Kirchen gespielte Stücke wären ähnlich passend
14 Ite missa est-Sortie – zum Ausgang (eine Unsitte in deutschen ev. Kirchen, dass zur beendigenden Orgelmusik „die Leute“ bereits aufstehen und dem Orgelspiel keine Aufmerksamkeit (mehr?) widmen.

Viele Grüße
zweiterbass
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4

Sonntag, 15. Februar 2015, 19:38

Hallo,

wie sehr Tournemire in die Reihe der Komponisten der frz. Orgelschule eingebunden war: Er absolvierte in Paris seine musikalischen Studien bei César Franck (Orgel und Kontrapunkt), Charles-Marie Widor (Orgel), Vincent d’Indy (Komposition) und A. Toudou (Harmonielehre). Bekannte Schüler Tournemires waren Maurice Duruflé, Jean Langlais und Olivier Messiaen

Zitat aus Wikipedia: „…hinzu kommt sein gewaltiges Werk L'Orgue Mystique (op. 55-57); dabei handelt es sich um einen Kompositionszyklus, der für jeden Sonntag im Jahreskreis fünf an die katholische Liturgie gebundene Stücke enthält (also insgesamt über 260 Orgelstücke! - meine Einfügung), die von den entsprechenden gregorianischen Melodiekurven inspiriert sind und mit flexibler Agogik interpretiert werden müssen. Aufgrund der engen Bindung an die Liturgie werden sie kaum in Konzerten gespielt…Dieses Werk zeugt von dem tief empfundenen mystischen Katholizismus Tournemires…Alle Musik, die nicht zur Verherrlichung Gottes komponiert wurde, erschien ihm sinnlos.“

Auf dieser sind CD 12 Orgelstücke zu hören, also z. B. je 1 Stück (von insgesamt 5 für den entspr. Sonntag) für‘s Christfest, Sonntag Qiunquagesima, Allerheiligen, 12. Sonntag nach Pfingsten, 3. Adventssonntag usw.
M. E. unterscheiden sich die Stücke weniger nach dem Sonntag im Kirchenjahr für den sie geschrieben sind, sondern vielmehr nach der Verwendung in der Messe; Orgelstücke die während der Kommunion gespielt werden, haben einen sehr meditativen Charakter; Orgelmusiken bspw. zur Eröffnung der Messe usw. (in der ev. Kirche würde vom Eingangschoral gesprochen) dürften mit Sicherheit schon am Charakter des (Fest-) Sonntags ausgerichtet sein, das kann ich aber aufgrund von nur 12 Stücken und der Besonderheiten der kath. Messe nicht unterscheiden.

Allein schon diese kleine Auswahl macht deutlich, wie vielfältig diese Musik ist; hinzukommt, dass der Organist die vorgegebenen Registrierungsangaben mit der Cavaille-Coll-Orgel voll ausschöpfen kann. Ich höre diese Orgelmusik (es kann auch nicht die ganze CD sein, aber doch mehrere Stücke), wenn ich zur Ruhe gekommen bin und mich nur ganz auf diese Musik konzentrieren will und kann.

Viele Grüße
zweiterbass

Nachsatz: Auf YouTube gibt es eine (Gesamt?) Einspielung; eine Zuordnung zu den 12 CD-Stücken ist etwas aufwändig.
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