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m-mueller

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1

Donnerstag, 27. November 2014, 14:00

Beliebteste Fugen der Taminos

Die Reihe "Beliebteste ..." gibt es ja schon in vielfältiger Hinsicht.

Hier sollen die Fugen im Mittelpunkt stehen, auch, oder gerade dann, wenn man vielleicht gar nicht so viel Barock hört. Was kommt bei Euch an? Eventuell auch: warum ist das jeweilige Stück beliebt?

Pro Mitglied bitte max. 5 Nennungen.

m-mueller

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2

Sonntag, 30. November 2014, 00:44

Meine erste Nennung:



Weissenberg spielt die Liszt-Transkription der Toccata und Fuge a-moll, BWV 543.

Fuge ab 3:08

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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3

Sonntag, 30. November 2014, 11:19

Contrapunctus 8 aus der Kunst der Fuge. Während das Haupthema (und die ersten vier Fugen) der KdF ein bißchen trocken sein können, finde ich die Themen dieser Fuge großartig und ebenso die Energie des Stücks.

Ich verlinke einfach mal den ersten Treffer, weil da auch die Noten dabei sind. Man findet leicht alternative Interpretationen (wobei die Contrapuncti manchmal unterschiedlich numeriert werden).


  • »Johannes Roehl« ist männlich

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4

Sonntag, 30. November 2014, 12:00

Beethoven, Sonate op.110. Die wohl lyrischste Fuge Beethovens beginnnt kurz nach 13 min, wird ca. 16 von einer "Reprise" eines vorhergehenden langsamen Satzes unterbrochen und beginnt ca. 18:50 wieder mit der "Umkehrung". Hier in einer romantisch-flexiblen Interpretation des beinahe vergessenen Schweizer Komponisten und Pianisten Ernst Levy (wiederum gibt es leicht findbare andere Optionen bei ytube).
Idealerweise solllte man auch den Rest der Sonate vorher hören. In jedem Falle ist das hier ein vielleicht deutlicheres Beispiel als die Extremfälle in op.106 und op.130/133 dafür wie sich Beethoven eine poetische Aneignung der "akademischen" Fugenform vorgestellt hat.


MSchenk

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5

Freitag, 5. Dezember 2014, 21:22

Wie wäre es mit etwas (groß-)orchestralem? - Ich liebe z.B. die Schlussfuge aus Brittens The Young Person's Guide to the Orchestra op.34; besonders wenn sich ganz am Schluß das Purcell-Thema über die Fuge "schiebt":



(Fuge ab 16'14'')
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

zweiterbass

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6

Freitag, 5. Dezember 2014, 23:08





Hallo MSchenk,
dem stimme ich voll zu; ich habe diese Aufnahme noch als Decca-LP. Als meine Kinder älter wurden, war es tatsächlich ein guter Instrumentenführer.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

m-mueller

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7

Freitag, 5. Dezember 2014, 23:13

Ist es nicht toll, wie unterschiedlich Fugen sein können?

Cartman

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8

Samstag, 6. Dezember 2014, 12:35

Fuge zum Nikolaus

Zitat

Ist es nicht toll, wie unterschiedlich Fugen sein können? m-mueller

Da hast Du völlig recht, lieber m-mueller! Und da ich nicht sooo viel Barockmusik höre, stelle ich hier mal eine Fuge vor, die mir geradezu tadellos zu sein scheint:


Einen schönen Nikolaus-Samstag und volle Stiefel wünscht euch
der Cartman
:D
Und das Allerentscheidende unserer ganzen Sache ist Merzn.
Otto Schenk

m-mueller

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9

Samstag, 6. Dezember 2014, 13:03

Ja Wahnsinn, wenn die Dübel in den Löchern verschwunden sind, gibt es sogar ´ne Doppelfuge. Hat sich Bach da mit seiner Art der Fugen nicht einfach zuviel Arbeit gemacht??

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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10

Samstag, 6. Dezember 2014, 13:42

Zwar steht der Thread im "Barockforum", aber Beethoven und Britten wurden auch schon angeführt. Außer Bach sind die interessanteren Fugen eher nicht aus dem Barock :untertauch:
Eines der berühmtesten Werke des 20. Jhds. beginnt mit einer Fuge; vielleicht eine Hommage an die Kirchensonate. Bartoks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta.
Hierzu existiert bereits ein längerer Thread mit vielen Eindrücken und Kommentaren.


zweiterbass

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11

Sonntag, 7. Dezember 2014, 00:19

Und da ich nicht sooo viel Barockmusik höre, stelle ich hier mal eine Fuge vor, die mir geradezu tadellos zu sein scheint:

Hallo Cartmann,

Deine Skizze enthält keine Fuge - wenn Du mir nicht glauben solltest, dann bitte frag' doch mal einen Schreiner, was er unter einer Nut- und Federverbindung versteht - die Nut könnte eine Laie als Fuge bezeichnen, aber nicht die Bohrung für eine Dübelverbindung.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

m-mueller

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12

Samstag, 27. Dezember 2014, 00:30

Die zweite Fuge, die ich benennen möchte, ist die aus BWV 538, Toccata und Fuge d-moll (Dorische).

, Fuge ab 5:40,

hier zur Zeit gebraucht für 1 Cent (+ 3 € Versandgebühren) zu erhalten



Die BWV 538 wird auf dieser CD von Miklos Spanyi gespielt (Pseudonym: Otto Winter), die weitaus beste mir bekannte Version.

Melante

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13

Sonntag, 28. Dezember 2014, 04:16

Lieber m-mueller,
Du bist ja ein rechter Fugen-Narr! Bist Du etwa mit Constanze Weber verwandt?!?

Scherz beiseite: meine liebsten Fugen finden sich hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Uuj5uzgmB5A

Warum? Sie müssen nicht gelehrig klingen, sie dürfen ganz entspannt daherkommen und Emotionen auslösen ohne Selbstzweck.

Zum Tischlerhandwerk: statt zu dübeln kann man auch zahnen.
Hält besser und ist der musikalischen Fuge noch näher.

Herzliche Grüße,
Mike
"Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, daß sie selbst denken." Voltaire

m-mueller

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14

Sonntag, 28. Dezember 2014, 22:33

Lieber Melante,

macht einen "vernarrt in..." zum Narren?

"Constanze Weber" sagt mir bedauerlicherweise nichts, muß ich mal googlen.

Die Shostakovich-Fuge ist gut, in der Reihe gibt es aber eine (m. E. nach) wirklich überragende Fuge, über die mich Deine Meinung interessieren würde:

Melante

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15

Montag, 29. Dezember 2014, 13:56

Lieber m-mueller,
nein, "vernarrt sein" heißt sicher nicht automatisch, ein Narr zu sein.

Hast Du Mme. Weber unterdessen gefunden? Mozarts Gattin, die sie war, war auch ganz verliebt in Fugen.

Auf Deinen link kann ich zur Zeit nicht zugreifen, YT gibt eine Fehlermeldung aus- ich hole es aber nach!

Bis dahin für Dich vielleicht noch von Interesse, dass nun gerade Maler wie Ciurlionis oder Lyonel Feininger sehr schöne Fugen verfasst haben:
https://www.youtube.com/watch?v=t99lh3fPSzQ

Bei Feininger passt das, dessen Bilder ja auch mit dieser fugenähnlichen Verzahnung arbeiten.

Herzliche Grüße,
Mike
"Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, daß sie selbst denken." Voltaire

m-mueller

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16

Montag, 29. Dezember 2014, 22:38

Lieber Melante,

Asche auf mein Haupt, daß ich das "Stanzerl" nicht erkannt habe.

Erstaunlicherweise gefallen mir Feiningers Werke ganz ausgezeichnet, auch wenn ich mit dem sonstigen Bauhaus-Umfeld nicht viel anfangen kann. Die beiden Fugen, die auf youtube zu finden sind, sind vielversprechend, die Hörschnipsel sind jedenfalls ein Tease.

Der Link funktioniert hier, probier es doch nochmal.

Grüße zurück
Noch´n "Mike"

Melante

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17

Dienstag, 30. Dezember 2014, 10:38

Lieber m-mueller,
bitte entschuldige, dass ich nur so sporadisch antworte.
Liegt an meinen Arbeitszeiten.
Wie versprochen: das Anhören Deines links hole ich nach.
Hab bitte etwas Geduld.

Ständig Nachtdienste, das bringt mich manchmal etwas "aus den Fugen".

Eigentlich sollte ich jetzt schlafen und eigentlich gehört das auch nicht hierher: befasse Dich mal intensiver mit dem Bauhaus-Umfeld, vor allem der Herkunft. Und stoße dabei auf anthroposophische Architektur. Das "erklärt" Feiningers Fugen und Bilder besser.
Treppen, die sich geschwunden nach oben hin verjüngen um quasi als Sog zum Eintritt einzuladen.
Oder aber Schränke, die wie ihren Inhalt behütend gebaut sind, beinah umarmend.
Sinn und Sinnlichkeit vereinend.

Herzliche Grüße von "noch'n Mike"
"Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, daß sie selbst denken." Voltaire

m-mueller

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18

Freitag, 2. Januar 2015, 23:46

Lieber Melante,

die antroposophische Architektur kenne ich aus eigener Anschauung ein wenig (wir haben hier in der Nähe ein solches Krankenhaus, wo zwei unserer Kinder zur Welt gekommen sind);

Expressionisten sagen mir manchmal was, der Blaue Reiter aber z.B. eher nicht.

Aus meiner Sicht ist Feiningers bestes (und vielleicht fugenartigstes) Bild Gelmeroda 9.
Wenn man sieht, was für eine Kathedrale Feininger aus der unscheinbaren Dorfkirche gezaubert hat, kann man nur staunen.

Herbert Henn

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19

Samstag, 3. Januar 2015, 08:18

Meine liebste Fuge ist der Schluss von Verdis Falstaff.

" Tutto nel mondo è burla "

:hello: Herbert
Tutto nel mondo è burla.

Gombert

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20

Samstag, 3. Januar 2015, 08:59

P.S. @ Herbert Henn

Toscanini, live
http://youtu.be/D2RirC4FLBU

Solti
http://youtu.be/7E4S-E2qAX8

Karajan, live
http://youtu.be/aKsyZrpnS3E


Zudem sei an dieser Stelle nicht die "Meistersinger"-Prügelfuge vergessen (idealerweise in der Aufnahme, die Rudolf Kempe in Berlin dirigiert hat)

P.P.S.: Dies ist ausdrücklich noch keine Nominierung meiner Lieblingsfugen... ^^

m-mueller

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21

Dienstag, 6. Januar 2015, 23:29



...Dies ist ausdrücklich noch keine Nominierung meiner Lieblingsfugen... ^^


Lieber Gombert,

nominiere doch mal eine.

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