Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 451

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Mittwoch, 28. Januar 2015, 21:59

Die wichtigsten Orgelwerke bis 1800

Mal ganz offen: Orgel ist nicht unbedingt mein Lieblingsinstrument. Ich erkenne im Blindtest lediglich BWV 565 von Bach, das aber vermutlich gar nicht von Bach ist. Wie auch immer e sei - ein schönes Stücm mit hohem Wiedererkennungswert. Da ich vermute daß es vielen so geht, starte ich diesen Thread, wo jeder Mitspieler jeweils DREI Orgelwerke vorstellen soll, allerdings jedes Stück in einem eigenen Beitrag. Ein oder zwei CD-Empfehlungen via Link wären angenehm.
Die Stück sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:

a) Wichtiges Stück im Repertoire
b) hoher Wiedererkennungswert

Im Falle von Tonbeispielen sollte begründet werden, warum man gerade sie ausgewählt hat.

Die Grenze liegt in diesem Thread bei 1800, allerdings würde ich Orgelwerke aus früheren Epochen bevorzugen.
Unter Umständen könnte man in einem Jahr den Threadtitel ändern, und auch modernere Werke erwähnen.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich

Beiträge: 3 287

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

2

Freitag, 30. Januar 2015, 22:14

Fangen wir mit BWV 565 an.

Eine der besten Kompositionen für Orgel oder sonst irgendwas, ich habe sie zwar lange nicht mehr gehört, was aber dem Umstand geschuldet ist, daß ich sie früher wohl zu oft gehört habe.

Daß sie nicht von Bach sei, ist eine ziemlich windige Spekulation, da sie, wie einige "Experten" meinen, den Qualitätsansprüchen eines Bach nicht genüge, hier sei etwas nicht auskomponiert, dort eine Engführung nicht eng genug....

Aus dem Begleittext zum youtube-Video:

Bach's signature work for organ solo, performed on a Flentrop organ by Rodney Gehrke, as part of the Voices of Music "Great Works" series, recorded in Ultra HD, 4K resolution. One of the most brilliant and creative compositions ever written for the organ, the Toccata and Fugue are characterized by a grand, cathedral-like architecture. Pedal points provide the foundation, strettos engrave recurring design motifs on the architraves that join immense columns of sound, quirky modulations form spandrels at the ends of phrases, blue notes spout from the gargoyles guarding the rails of free-form episodes--episodes that form a fan-vault over the chords; subject and counter-subject weave rood-screens between the main formal sections, the fugue rules square the structure in balanced harmony, and striking modal colors provide illumination through the clerestory windows of Bach's imagination.
The work is unique in many respects, and these unique qualities--for example, the solo statement of the fugue subject in the pedals is unprecedented in any work of the baroque--have led some musicologists (not us) to speculate that the work may not be by Bach, or that it is an arrangement drawn from a work for another instrument. But what instrument besides the organ could build a cathedral of sound?


Es gibt auf youtube reichlich Einspielungen, ich habe mich für diese hier entschieden



Die Aufnahme hat einen sehr guten Klang und ist m.E. mit den richtigen Tempi ausgestattet.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich

Beiträge: 3 287

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

3

Montag, 2. Februar 2015, 00:03

Mir noch wichtiger als BWV 565 und m.E. das wichtigste Orgelwerk überhaupt ist BWV 538, auch eine Toccata und Fuge in d-moll, genannt "dorische" (Zitat Wikipedia) "...Grund dafür ist die für d-Moll heute unübliche Schreibweise ohne Generalvorzeichen, die auf den ersten Blick den dorischen Modus vermuten lässt."

Die beste Version der Dorischen, die ich kenne, ist von Miklos Spanyi
,

bei amazon gebraucht ab 1 Cent (Otto Winter als Pseudonym für Spanyi)
,

- die hier gepostete Version mit Marie-Claire Alain ist nicht allzu weit dahinter:


m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich

Beiträge: 3 287

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

4

Sonntag, 22. Februar 2015, 00:18

Das m. E. drittwichtigste Orgelstück ist BWV 543, Präludium und Fuge in a-moll.



Das Stück ist auch in einer Version von Liszt erschienen, die Alexis Weissenberg grandios eingespielt hat.

Aber auch das dargestellte Orgelstück ist schon ziemlich gut...

seicento

Prägender Forenuser

  • »seicento« ist männlich

Beiträge: 2 019

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

5

Freitag, 9. September 2016, 19:47

Vielleicht ist der Beitrag am Thema vorbei. Aber die ältesten gedruckten Orgelnoten wären - wenn es denn zutrifft, was das Cover verspricht - sicher auch wichtig. Über Arnolt Schlick (vor 1460 - nach 1521) findet man bei Tamino fast nichts und die englische Wikipedia-Seite über ihn ist um ein vielfaches umfangreicher als die deutsche. Dort wird er als Vorläufer Sweelincks angesehen. Wie kommt das? Gilt der Prophet mal wieder nichts im eigenen Land?
Ich gebe zu, dass mich primär das Bild auf dem Cover interessiert hat. Es ist das Titelbild des Spiegel der Orgelmacher und Organisten (1511) von Arnolt Schlick.