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lutgra

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  • »lutgra« ist männlich
  • »lutgra« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 851

Registrierungsdatum: 9. April 2013

1

Samstag, 19. Dezember 2015, 23:04

Fono Forum wird 60

Die wohl führende deutsche Zeitschrift für klassische Musik auf Tonträger - das Fono Forum - wird im Januar 60 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums wird mit dem aktuellen Heft ein Reprint der allerersten Ausgabe von 1956 ausgeliefert. Dieses dünne Heft enthält noch keine Schallplattenkritiken, sondern verschieden Artikel zur kulturhistorischen und soziologischen Bedeutung der Schallplatte. Diese Artikel wirken vermutlich auf heutige Leser teils recht skurril, sind aber zeithistorisch sehr interessant zumal für Generationsgenossen, die die 50er Jahre noch in Erinnerung haben. So findet sich dort eine ausgiebige Beschreibung über die grösste deutsche Musikbibliothek im Amerikahaus und deren Nutzer, die teilweise 2-3mal die Woche sich dort einen Termin geben liessen, um Schallplatten aus dem Bestand der Bibliothek abhören zu können. Was für ein weiter Weg bis zur Gegenwart, wo jeder zu jeder Zeit fast den gesamten Bestand an existierenden Musikaufnahmen online abrufen kann.
Auch wenn ich in den letzten Jahren zunehmend das Interesse an dieser Zeitschrift verloren habe (woran Tamino nicht ganz unschuldig ist), so kann ich doch nicht vergessen, dass für mich das Fono Forum in den Anfangsjahren meiner Klassikbegeisterung und Sammelleidenschaft ein wichtiger Ratgeber war.

Deshalb

HERZLICHEN GLÜCKWÜNSCH UND ALLES GUTE FÜR WEITERE 60 JAHRE.

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 212

Registrierungsdatum: 9. August 2004

2

Samstag, 19. Dezember 2015, 23:24

Lieber lutga, einmal mehr bist Du mir mit einem Thema zuvorgekommen. Fonoforum war in den siebziger bis Mitte der neunziger Jahre ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens. Danach folgt eine "Modernisierung" sowohl optisch als auch inhaltlich. Ich habe damals aufgehört die Zeitung REGELMÄSSIG zu kaufen. Nach einer Prostestwelle wurden dann einige Änderungen zurückgenommen, aber die große Liebe war dahin. Kurz danach gründeten dann ehemalige Redaktionsmitglieder und freie Mitarbeiter die Zeitschrift "Klassik Heute", die meinem damaligen Geschmack mehr entsprach. noch 3 oder 4 Jahren war dann das Ende auch für diese Publikation gekommen-zumindest in der Druckversion. Von da ab kaufte ich gelegentlich ein Exemplar des Fono Forum (ca 3-5 Exemplare im Jahr) Dabei konnte ich feststellen daß die Chefredakteure jener Tage bemüht waren, das alte Niveau wieder zu erreichen. Dass dies nicht völlig gelang, ist nicht Fono Forum anzulasten, sondern aktuellen Trends der Klassikszene. Die Anzahl von zu besprechenden Neuerscheinungen ist ja leider merklich gesunken. Ich persönlich lese das Fono Forum heute wieder öfter, zum einen, weil ich es für eine gute, erhaltenswerte Zeitschrift betrachte, die mich interessiert und ein interessantes Gegengewicht zum Tamino-Klassikforum darstellt, zum anderen weil ich irgendwie ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Blatt habe, ihm Leser zu entziehen. Das ist indes in keiner Weise beabsichtigt, denn ich sehe Tamino nicht in Konkurrenz zu Fono-Forum sondern als Ergänzung. Manchmal hole ich mir dort auch Anregungen.

In diesem Sinne auch von mir die allerbesten Wünsche zum Sechziger,
und ich verleihe der Hoffnung Ausdruck daß diese wunderbare Zeitschrift noch viele weitere Jahre erscheinen möge

Alfred Schmidt
Betreiber des Tamino Klassikforum Wien

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 4 676

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

3

Sonntag, 20. Dezember 2015, 10:19

Auch ich meine ein Musikfreund, der sich informieren will, kommt an Musikfachzeitschriften nicht vorbei. Dabei spielt Fono Forum eine führende und wichtige Rolle. Das Journal bietet ein breites Spektrum von Themen, der fachliche Inhalt - besonders bei Besprechung von Neuerscheinungen - ist informativ und selten tendenziös - die Zeitung ist modern und leserfreundlich in Desingn und Schriftbild. Also ist Anerkennung und Dank, besonders auch an den Herausgeber, Reiner H. Nitschke, für 60 Jahre wertvoller Kulturarbeit und Klassikjournalismus angebracht und voll verdient. Fachjournale haben finanziell einen schweren Stand. Es ist kein Geheimnis, dass häufig Verluste eingefahren werden. Warum hält der Herausgeber dennoch durch? " Aus Liebe zur Musik" antwortet Reiner H. Nitschke auf diese Frage - aus Liebe zur Musik sollten auch wir Fono Forum lesen. Ich wünsche denn Machern eine glückliches Händchen, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.

Herzlichst
Operus

Bertarido

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Beiträge: 2 628

Registrierungsdatum: 24. April 2014

4

Sonntag, 20. Dezember 2015, 11:20

Fono Forum war auch für mich jahrelang ein wichtiger Begleiter bei meinen ersten Erkundungen in der Welt der klassischen Musik. Wenn das neue Exemplar im Briefkasten lag, schlug ich stets voller Neugier den Mittelteil mit den Besprechungen neuer CDs auf; auf diese Weise habe ich viele Anregungen erfahren und zahlreiche neue Werke kennengelernt, wofür ich sehr dankbar bin. Irgendwann habe ich dann mein Abonnement trotzdem gekündigt. Mit dem Ausbau des Internet waren so viele andere Informationsquellen entstanden, dass mir der Kauf einer Zeitschrift nicht mehr nötig schien. Das Archiv der Rezensionen bleibt aber ein großer Schatz.

Was mich an Fono Forum häufig gestört hat, waren die oft aus dem Schwesterblatt Stereo übernommenen Testberichte von HiFi-Equipment in dem dafür typischen Jargon, den ich als naturwissenschaftlich geschulter Mensch nur als höchst unseriös bewerten kann.

Nichtsdestotrotz wünsche ich Fono Forum noch ein langes Leben, vielleicht bin ich irgendwann auch wieder als Leser dabei. Da die Zeitschrift inzwischen auch als epaper erhältlich ist, fällt das Problem der Aufbewahrung ja nicht mehr an.

allegro_assai

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  • »allegro_assai« ist männlich

Beiträge: 790

Registrierungsdatum: 31. März 2005

5

Samstag, 26. Dezember 2015, 19:32

Zitat

Was mich an Fono Forum häufig gestört hat, waren die oft aus dem Schwesterblatt Stereo übernommenen Testberichte von HiFi-Equipment in dem dafür typischen Jargon, den ich als naturwissenschaftlich geschulter Mensch nur als höchst unseriös bewerten kann.
... zumal diesen Test-Berichten auch immer mehr Platz in Fono Forum
eingeräumt wurde.

Man wechselte dann zur exzellenten FAZ Rubrik "Schallplatten und Phono", die aber dann leider im Frühjahr 2014 eingestellt wurde, vermutlich mit Abbau der Musikredakteure. Ein weiterer Sargnagel für die Musikkritik!

lutgra

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Registrierungsdatum: 9. April 2013

6

Samstag, 26. Dezember 2015, 21:12

Im Reprint von 1956 finden sich folgende Zahlen:

1955 wurden im Wirtschaftswunderdeutschland 31 Mio Schallplatten verkauft, davon ca. 27% mit klassischer Musik. Ca. 65% waren zu diesem Zeitpunkt noch Schellackplatten, aber die Absätze sind im Vergleich zum Vorjahr schon um 10% gesunken. Ca. 1,4 Mio Wiedergabegeräte wurden in 1955 verkauft, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 50%. Davon fielen 50% auf die beliebten (und aus heutiger Sammlersicht plattenruinierenden) Plattenwechsler (die Mehrzahl sicher im berühmten Musikmöbelstück, wir hüteten so etwas noch bis Ende der 60er Jahre im Hause).


teleton

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  • »teleton« ist männlich

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

7

Sonntag, 27. Dezember 2015, 11:57

Die FonoForum war früher auch immer ein gern gelesener Klassik-Begleiter.
Noch lieber waren mir allerdings die Zeitschriften HiFi-STEROPHONIE und der Nachfolger STEREOPLAY, weil diese auch technisch versierter und umfangreicher ausgerichtet waren.

Mit den Klassikrezensionen ging es bis ca 2000 dann aber in der Stereoplay immer weiter bergab, sodass am Ende (bei mir bis 2008) gerade mal 2 Doppelseiten dafür übrig blieben ..... zum Glück war dann TAMINO als Ergänzung da!

FonoForum, STEROPLAY, AUDIO, STERO lese ich heute nur mal sporadisch. Die Zeiten wo ich sogar Abbonnent war sind lange vorbei ....
;) und jetzt spare ich mir auch den sehr umfangreichen Schrankplatz, in der diese Blättchen aufbewahrt werden. :thumbsup: Den verwende ich lieber für CD´s!
Gruß aus Bonn, Wolfgang