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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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musikwanderer

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1

Dienstag, 29. Dezember 2015, 09:44

Weltfremd - aber zu Herzen gehend

Genau heute vor 60 Jahren wurde dieser Film im Kölner Filmtheater "REX am Ring" uraufgeführt. Dieses Kino war keines von den so genannten "Uraufführungskinos" der Bundesrepublik und zeigte damit, wie es im "Zeitzeichen" des WDR heute hieß, dass die Produktionsfirma bei diesen Filmtheatern "abgeblitzt" war: Man traute dem "Rührstück" keinen Erfolg zu - im Gegensatz beispielsweise zu den James-Dean-Filmen war Hauptdarsteller Gunnar Möller hier eine "Lusche". Das Blatt wendete sich dann aber doch noch: "Ich denke oft an Piroschka" wurde zu einem der erfolgreichsten Filme im Nachkriegsdeutschland...

Ach ja, um dem Thread-Titel einigermaßen gerecht zu werden, sollte ich noch erwähnen, dass die Filmmusik von dem unermüdlichen und unverwüstlichen Franz Grothe stammt...

:hello:
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MUSIKWANDERER

lutgra

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2

Dienstag, 29. Dezember 2015, 10:15

Als Heranwachsender war das einer meiner Lieblingsfilme, der ja in den 60ern auch öfter im Fernsehen lief. Lilo Pulver war vermutlich meine erste große Filmliebe. :rolleyes:
Un dies ist mein 3333. Beitrag.

moderato

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Registrierungsdatum: 14. November 2010

3

Dienstag, 29. Dezember 2015, 11:57



Und dann kommt in diesem Film mit der 50er Jahre Ästhetik dieser Zungenbrecher vor: Hódmezővásárhelykutasipuszta, der Name des Ortes, wo die Geschichte in Ungarn spielt, den der unvergessene Gustav Knuth am Bahnhof ausruft. Den Ort gibt es wirklich.


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Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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Siegfried

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4

Dienstag, 29. Dezember 2015, 12:03

Ja, durch "Hódmezővásárhelykutasipuszta" hat sich auch der als Bahnhofsvorsteher agierende Gustav Knuth ein Denkmal gesetzt.

Ein Film, der wirklich zu Herzen geht. Auch heute noch. :hail:
Freundliche Grüße Siegfried

musikwanderer

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Beiträge: 4 289

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

5

Dienstag, 29. Dezember 2015, 17:41

Ich habe kein Problem damit, diesen Kurt-Hoffmann-Film ebenfalls als eine gelungene Version des Romans von Hugo Hartung zu sehen. Wobei ich ürbigens heute gelernt habe, dass eben jenem Roman etliche Kurzgeschichten vorausgingen. Merkwürdigerweise ist mir Gustav Knuth (wie meinen Vor-Schreibern) nicht so in Erinnerung geblieben. Dafür aber heftiger Lieselotte Pulver, die, es wurde mit in der Rundfunksendung auch bestätigt, mit Charme den ungarischen Dialekt "hinbekam".

Ja, auch heute noch mit nostalgischem Rückblick sehenswert. Ob aber genarationsübergreifend - da habe ich meine Zweifel. Unsere Kinder haben mich etwas mitleidig angesehen, als sie mir heute morgen zusahen :no:

:hello:
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MUSIKWANDERER

Mme. Cortese

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Beiträge: 1 437

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6

Dienstag, 29. Dezember 2015, 21:32

Dazu kann ich noch ein kleines Erlebnis nachtragen, das ich vor langer Zeit hatte. An manchen, etwas romantischen Stellen des Films hört man aus dem Off eine etwas melancholische Melodie, gespielt auf einem Blasinstrument.
Unsere Abschlussfahrt vor dem Abi machten wir nach Wien, und von dort aus ging es für einen Tag an den Neusiedlersee nach Rust. Leider war es dunstig und neblig, und aus dem Nebel trat auf einmal ein älterer Mann mit einem Blasinstrument hervor, einer Tarogato, wie er sagte. Dann erzählte er uns, er sei derjenige, der in diesem Film auf diesem Instrument die genannte Melodie gespielt habe und spielte sie uns dann vor.
Ca. 8 Jahre später machte ich mit einer Bekannten eine Österreichrundreise mit dem Bus. Auch diesmal machten wir Station in Rust. Auf der Suche nach einer Weinprobe ohne die gesamte Busbesatzung klopften wir an die Tür eines Gehöfts. Ein älterer Mann öffnete, und während wir uns durch mehrere gute Tropfen probierten, erzählte er uns - na was wohl? Er holte auch gleich wieder seine Tarogato herbei und spielte uns die Melodie wieder vor. 75 Jahre alt sei er inzwischen, erwähnte er noch. Er begleitete uns dann noch zum Bus, wobei er wieder seine Melodie spielte und eine Geschichte wiederholte.
Es ist nur eine kleine Episode, aber immer, wenn ich den Film sehe und die Melodie höre, fällt mir das Erlebnis wieder ein - ein alter Mann, dessen größtes Erlebnis offenbar die Mitwirkung an diesem Film war, obwohl er ja nicht mal zu sehen war....
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Erich Ruthner

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Registrierungsdatum: 19. März 2009

7

Dienstag, 29. Dezember 2015, 21:35

Mich stört das Wort "weltfremd" in diesem Thread.
Man könnte sagen Schnulze, Rührstück, belanglose Geschichte (nach einem evtl. persönlichem Erlebnis/oder gehörter Erzählung), Kitsch und noch vieles mehr.

Bei dieser Abqualifizierung könnte man dieses Wort auch vor viele Werke, die uns alle gefallen setzen.

Erich
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.