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WoKa

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1

Dienstag, 9. Februar 2016, 20:07

Die Rose im Liedgesang

Hallo!

Da ich mich im vergangenen Jahr zunehmend dem Liedgesang zugewandt habe, habe ich Lust einen einschlägigen Thread zu erstellen.
Anlass ist der kommende 14.2. Ich gebe zwar nichts auf den Valentinstag, dennoch ist der der Jahreshaupttag aller Floristen! (Haben wir eigentlich Floristen unter uns:P?)
Natürlich spielt die Rose auch in der Poesie eine nicht gering zu schätzende Rolle. Und Gedichte werden bekanntlich vertont.



Rose is a rose is a rose is a rose (Gertrude Stein)

Welche Liedvertonungen zu dieser wunderschönen Schöpfung der Natur kennt Ihr?

Ich gehe auch gleich mal in Vorleistung mit einem der Zigeunerlieder op. 103 von Johannes Brahms nach einem ungarischen Gedicht:

Röslein dreie in der Reihe

Röslein dreie in der Reihe blühn so rot,
Daß der Bursch zum Mädel gehe, ist kein Verbot!
Lieber Gott, wenn das verboten wär,
Ständ die schöne weite Welt schon längst nicht mehr;
Ledig bleiben Sünde wär!
Schönstes Städtchen in Alföld ist Ketschkemet,
Dort gibt es gar viele Mädchen schmuck und nett!
Freunde, sucht euch dort ein Bräutchen aus,
Freit um ihre Hand und gründet euer Haus,
Freudenbecher leeret aus.


Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Tobias C.B.

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2

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:06

Welche Liedvertonungen zu dieser wunderschönen Schöpfung der Natur kennt Ihr?

Vermutlich ziemlich genau die eine, die jeder andere hier mit Sicherheit auch kennt: Franz Schuberts Heidenröslein nach einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe (hier singt Peter Schreier, begleitet von Rudolf Buchbinder):



Ob der Text nun sonderlich passend zum Valentinstag ist, darüber lässt sich vermutlich streiten: ;)


Heidenröslein

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden.“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Prima con brio || Plattenschrank

Stimmenliebhaber

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3

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:27

In diesem Lied aus dem Zyklus "Dichterliebe" von Robert Schumann auf Texte von Heinrich Heine kommt die Rose auch vor:

Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

WoKa

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4

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:28

Hallo!

Richard Strauss: Rote Rosen (Karl Stieler)



Rote Rosen

Weisst du die Rose, die Du mir gegeben?
Der scheuen Veilchen stolze, heisse Schwester;
Von Deiner Brust trug noch ihr Duft das Leben,
Und an dem Duft sog ich fest mich und fester.

Ich seh Dich vor mir, Stirn und Schläfe glühend,
Den Nacken trotzig, weich und weiss die Hände,
Im Aug noch Lenz, doch die Gestalt erblühend voll,
Wie das Feld blüht um Sonnenwende.

Um mich webt Nacht, die kühle, wolkenlose,
Doch Tag und Nacht, sie sind in eins zerronnen.
Es träumt mein Sinn von Deiner roten Rose
Und von dem Garten, drin ich sie gewonnen.


Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Tobias C.B.

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5

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:42

Lucia Popp, wie schön! :) Diese Strauss-CD findet sich auch schon geraume Zeit auf meinem Einkaufszettel...

Bei dem Namen Popp fällt mir tatsächlich noch ein weiteres Schubert-Lied ein, von dem ich eine Aufnahme mit ihr besitze:




Es heißt, ta-daah!, "Die Rose" (D. 745) und beschreibt zumindest vordergründig das Leben aus Sicht einer... Rose.
Der Text stammt von Friedrich Schlegel:


Die Rose

Es lockte schöne Wärme,
Mich an das Licht zu wagen,
Da brannten wilde Gluten;
Das muß ich ewig klagen.
Ich konnte lange blühen
In milden heitern Tagen;
Nun muß ich frühe welken,
Dem Leben schon entsagen.

Es kam die Morgenröte,
Da ließ ich alles Zagen
Und öffnete die Knospe,
Wo alle Reize lagen.
Ich konnte freundlich duften
Und meine Krone tragen,
Da ward zu heiß die Sonne,
Die muß ich drum verklagen.

Was soll der milde Abend?
Muß ich nun traurig fragen.
Er kann mich nicht mehr retten,
Die Schmerzen nicht verjagen.
Die Röte ist verblichen,
Bald wird mich Kälte nagen.
Mein kurzes junges Leben
Wollt' ich noch sterbend sagen.
Prima con brio || Plattenschrank

Stimmenliebhaber

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6

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:47

Dame Felicity Lott hat Mitte der Neunziger Jahre (1995?) an der Deutschen Oper Berlin einen ganzen Liederabend mit "Rosenliedern" (so der Titel des Abends) bestritten - das Repertoire ist also nahezu unerschöpflich.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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zweiterbass

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7

Mittwoch, 10. Februar 2016, 00:53

Hallo,

ich bin ein konsequenter Verweigerer, dem Valentinsbrauch zu huldigen.

Dafür diese CD




Auf den Tracks 8-11 gibt es die wundervollen Chorsätze "Les Chansons des Roses" (R. M. Rilke) zu hören - ein für Freunde/innen des Chorgesanges weitaus geeigneteres Geschenk.

https://www.youtube.com/playlist?list=PL…gqKMjHdIVvYm3Jp

Leider gibt es bei YouTube keine vernünftige Einspielung, dies also nur zur ungefähren Orientierung.


Viele Grüße
zweiterbass
Es fällt mir schwer, diese Musik nur 2 mal zu hören.
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

William B.A.

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8

Mittwoch, 10. Februar 2016, 01:39

Ich habe in meiner "Deutsche Schubert-Lied-Edition" ein Lied gefunden, dessen Text von Aloys Wilhelm Schreiber stammt:

Der Blumenbrief
Franz Schubert, D.622


Euch Blümlein will ich senden
Zur schönen Jungfrau dort,
Fleht sie mein Leid zu enden
Mit einem guten Wort.

Du Rose kannst ihr sagen,
Wie ich in Lieb' erglüh',
Wie ich um sie muß klagen
Und weinen spät und früh.

Du, Myrte, flüstre leise
Ihr meine Hoffnung zu,
Sag': auf des Lebens Reise
Glänzt ihm kein Stern als du.

Du Ringelblume deute
Ihr der Verzweiflung Schmerz;
Sag' ihr: des Grabes Beute
Wird ohne dich sein Herz.



Liebe Grße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Alfred_Schmidt

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9

Mittwoch, 10. Februar 2016, 05:31

Mein "Lieblinglied" ist "The Last Rose of summer.
Dieses Lied könnte einen ganzen Thread füllen
Der englische Text (1805) stammt vom irischen Dichter Thomas Moore (1779-1852)

The last Rose of Summer

'Tis the last rose of summer left blooming alone;
All her lovely companions are faded and gone;
No flower of her kindred, no rose bud is nigh,
To reflect back her blushes, to give sigh for sigh.


I'll not leave thee, thou lone one, to pine on the stem;
Since the lovely are sleeping, go, sleep thou with them.
Thus kindly I scatter thy leaves o'er the bed,
Where thy mates of the garden lie scentless and dead.

So soon may I follow, when friendships decay
and from Love's shining circle the gems drop away.
When true hearts lie withered and fond ones are flown,
Oh! who would inhabit, this bleak world alone?


Die Melodie folgt einem alten irischen Volkslied
eine deutsche Version konnte natürlich nicht ausbleiben.
Es gibt sogar mehrere

Hier jene von Friedrich Wilhelm Ries, die in Flotows Oper "Martha" verwendet wird:

Letzte Rose, wie magst du
So einsam hier blühn?
Deine freundlichen Schwestern
Sind längst, schon längst dahin.
Keine Blüte haucht Balsam
Mit labendem, labendem Duft,
Keine Blätter mehr flattern
In stürmischer Luft.

Warum blühst du so traurig
Im Garten allein?
Sollst im Tod mit den Schwestern,
Mit den Schwestern vereinigt sein.
Drum pflück ich, o Rose,
Vom Stamme, vom Stamme dich ab,
Sollst ruhen mir am Herzen
Und mit mir, ja mit mir im Grab.


Nicht nur Flotow hat sich der Melodie bedient, nein zahlreiche Fantasien, Variationen etc sind bei der englischen WIKIPEDIA gelistet, ich habe die "populären" und verbalhornten Versionen weggelassen, und nur die klassischen hierher kopiert.
Wikipedia schreibt hierzu (original in englischer Sprache)

Es gibt unzählbare Arrangements und Veröffentlichungen von "Thema und Variation" im Laufe des 19. Jahrhunderts.
Die folgenden sind nur eine Auswahl:


Ludwig van Beethoven used it twice: a) as no. 6 "Sad and Luckless was the Season" in volume 2 of his Irish Songs WoO 153 (written 1814, published 1816), and b) as no. 4 of his Six National Airs with Variations op. 105 for flute and piano (composed 1818, published 1819)
Ferdinand Ries: Grand sestetto ... in which is introduced the admired air 'The Last Rose Summer' op. 100, for string quartet, double bass, piano (1819)
Friedrich Kalkbrenner: Eighth Fantasia for the piano forte in which is introduced a favourite Irish melody op. 50, for piano (1821)
Charles Bochsa: Fantaisie et variations sur un air favori irlandais, for harp (1822)
Mauro Giuliani: No. 2 of Six Airs irlandois nationales variés op. 125, for guitar (c.1825)
Ignaz Moscheles: The Recollections of Ireland op. 69, for piano and orchestra (1826)
Felix Mendelssohn: Fantasia on 'The Last Rose of Summer' op. 15, for piano (c.1827)
Jean-Louis Tulou: Souvenir anglais op. 51, for 2 flutes and piano (1828)
Friedrich Kuhlau: Variations on an Irish Folksong op. 105, for flute and piano (1829)
Kaspar Kummer: Des Sommers letzte Rose, no. 6 in: Transcriptionen über beliebte Themen op. 57, for 2 flutes (1829)
Henri Herz: The Last Rose of Summer op. 159, for piano (1842)
William Vincent Wallace: The Last Rose of Summer (1846)
Friedrich von Flotow: aria "Letzte Rose" in the opera Martha (1847)
Charles Mayer: La Dernière rose. Fantaisie variée, for piano (mid-1840s)
Mikhail Glinka: Theme ecossais varie based on the Irish tune 'The Last Rose of Summer', for piano (1847)
Joseph Joachim Raff: The Last Rose of Summer. La Dernière rose. Impromptu op. 46, for piano (1849)
August Neithardt(de): Des Sommers letzte Rose op. 141 no. 3, for mixed choir (1850)
Brinley Richards: The Last Rose of Summer op. 45, for piano (1853)
Charles Oberthür: Fantaisie brillante, on motives of Flotow's Martha, introducing the air 'The Last Rose of Summer' op. 116, for harp (1854)
Sigismond Thalberg: The Last Rose of Summer. Air irlandais varié op. 73, for piano (1857)
Henri Vieuxtemps: No. 5 of Bouquet Americain op. 33 ("Dernière rose de l'été"), for violin and piano (1860)
Heinrich Wilhelm Ernst: No. 6 of Sechs mehrstimmige Etüden (Six Polyphonic Studies): Variations on 'The Last Rose of Summer', for violin solo (1865)
Joseph O'Kelly: La Dernière rose; no. 6 of Les Soirées enfantines, 2nd series, versions for piano solo and 4-hands (1866)
Jules Danbé: La Dernière rose. Mélodie irlandaise, fantaisie, for violin and piano (1870)
Charles Gounod: The Last Rose of Summer, for mixed choir (1873)
Sydney Smith: The Last Rose of Summer. Paraphrase de concert op. 173, for piano (c.1880)
Félix Godefroid: La Dernière rose d'été. Mélodie irlandaise, for harp (1891)
Max Reger: Vierstimmiger Kanon über das Lied 'Letzte Rose', for piano (1903)
Paul Hindemith alluded to both words and music in his On Hearing 'The Last Rose of Summer', part of Nine English Songs (1944)
Benjamin Britten: no. 9 of Folksong Arrangements, vol. 4: Moore's Irish Melodies (1958)

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Leider ist nur wenig davon auf CD erhältlich - aber für einen eigenen Thread dürfte es reichen (?)

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

lutgra

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Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:32

Mein mit Abstand liebstes Rosenlied stammt von Hector Berlioz "Le spectre de la rose" aus Nuit d'ete hier gesungen von der unvergleichlichen Janet Baker. Für mich eines der schönsten Orchesterlieder überhaupt. Den französischen Text sowie eine deutsche Übersetzung findet man hier.


Rheingold1876

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11

Mittwoch, 10. Februar 2016, 08:58

Mein mit Abstand liebstes Rosenlied stammt von Hector Berlioz "Le spectre de la rose" aus Nuit d'ete hier gesungen von der unvergleichlichen Janet Baker. Für mich eines der schönsten Orchesterlieder überhaupt.


:jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Tobias C.B.

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12

Mittwoch, 10. Februar 2016, 10:28

Mein mit Abstand liebstes Rosenlied stammt von Hector Berlioz "Le spectre de la rose" aus Nuit d'ete hier gesungen von der unvergleichlichen Janet Baker. Für mich eines der schönsten Orchesterlieder überhaupt.

Das Lied, wie die ganzen Nuits d'Eté waren mir bis heute Morgen unbekannt, Dein Video ließ mich allerdings ins Auge fassen, das beizeiten zu ändern. Danke! :)
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lutgra

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13

Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:23

Das freut mich :) . Neben der berühmten Aufnahme mit Janet Baker kann ich noch diese hier empfehlen.


dr.pingel

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14

Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:33

O rose, reine des fleurs

Obwohl das Thema das klassische Lied verlangt, möchte ich anführen, dass die Rose auch in der alten Musik vorkommt.
Hier kein Chanson, sondern ein unbegleitetes Madrigal von Claude le Jeune (1528-1600).

O rose, reine des fleurs,
quand je te vois,
qand je te sens,
en amour fin tu me confis.
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

Bertarido

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15

Mittwoch, 10. Februar 2016, 18:02

Mein liebstes Rosengedicht ist ein sehr dunkles, fast angsteinflößendes: "The sick Rose" von William Blake, der ohnehin zu meinen Lieblingsdichtern zählt.

O Rose, thou are sick !
The invisible worm,
That flies in the night,
in the howling storm,

Has found out thy bed
of crimson joy;
And his dark secret love
Does thy life destroy.

Kongenial vertont von Benjamin Britten als dritter Teil der Serenade für Tenor, Horn und Streicher, Op. 31. Sänger der Uraufführung war - natürlich - Peter Pears:


Caruso41

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16

Mittwoch, 10. Februar 2016, 19:38

Das freut mich . Neben der berühmten Aufnahme mit Janet Baker kann ich noch diese hier empfehlen.

Natürlich ist auch für mich das Berlioz-Lied ein Favorit - wie der gesamte Zyklus "Les Nuits d' Été".
Deshalb möchte ich noch eine Interpretin empfehlen, die mich am tiefsten berührt:



Ansonsten fiel mir ein, dass Oscar Wildes Märchen "The Nightingale and the Rose" ja auch viele Komponisten angeregt hat. Aber ich weiss nicht, ob es von dem einen oder anderen eine wirklich überzeugende Vertonung gibt.
Gegenwärtig zieht ja Frau Netrebko mit dem Lied "The Nightingale and the Rose "von Rimsky-Korsakoff durch die Galakonzerte aller Kontinente.
Das hat aber mit Oskar Wilde vermutlich nicht viel zu tun. Der Text stammt wohl von Aleksey Vasil'yevich Kol'tsov und wurde von etlichen russischen Komponisten vertont. Wie auch immer: es passt zum Thema und manche mögen das:



Caruso41

.
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WoKa

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17

Mittwoch, 10. Februar 2016, 21:23

Hallo!

Ich finde, auch die Interpretation der "Nuits d´été" von Agnes Baltsa ist nicht zu verachten!



Gruß WoKa
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Victor Hugo

WoKa

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18

Mittwoch, 10. Februar 2016, 22:17

Halo!

My love is like a red, red rose - ein englisches Volkslied, das sich u.a. in einer wunderschönen Version von Andreas Scholl auf dieser CD befindet:



Youtube hat den Zugriff leider gesperrt. Deshalb eine Version der Kings Singers:



My love is like a red, red rose,
That's newly sprung in June.
My love is like a melody,
That's sweetly played in tune.

As fair art thou, my bonnie lass,
So deep in love am I,
And I will love thee still, my dear,
Till all the seas gang dry.

Till all the seas gone dry, my love,
Till all the seas gone dry,
And I will love thee still, my dear,
Till all the seas gone dry.

Till all the seas gone dry, my dear,
And the rocks melt with the sun,
And I will love thee still, my dear,
While the sands of life shall run.

But fare thee weal, my only love,
Oh! fare thee weal awhile!
And I will come again, my love,
Though were ten thousand mile.

Though were ten thousand mile, my love,
Though were ten thousand mile,
And I will come again my love,
Though were ten thousand mile.


Außerdem habe ich eben das Orchesterlied Das Rosenband von Richard Strauss gehört:





Das Gedicht ist von Friedrich Gottlieb Klopstock:

Im Frühlingsschatten fand ich Sie;
Da band ich Sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt' es nicht, und schlummerte.
Ich sah Sie an; mein Leben hing
Mit diesem Blick' an Ihrem Leben:
Ich fühlt' es wohl, und wußt' es nicht.

Doch lispelt' ich Ihr sprachlos zu,
Und rauschte mit den Rosenbändern:
Da wachte Sie vom Schlummer auf.

Sie sah mich an; Ihr Leben hing
Mit diesem Blick' an meinem Leben,
Und um uns ward's Elysium.


Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Tobias C.B.

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19

Mittwoch, 10. Februar 2016, 23:28

@lutgra & WoKa: Baltsa und Norman sind beide auf meinem Merkzettel gelandet, ich danke vielmals! :)


Daneben kam mir heute das folgende Lied noch in den Sinn, in dem die Threadtitelblume zwar bestenfalls eine Nebenrolle spielt, aber:
sie hat "Röschen" gesagt! :P Von daher:



Wo wir schon bei Janet Baker waren...
Hier mit Leonard Bernstein und dem London Symphony Orchestra

Urlicht von Gustav Mahler
4. Satz aus der 2. Sinfonie, auf einen Text aus "Des Knaben Wunderhorn"



Urlicht

O Röschen rot!

Der Mensch liegt in größter Not!
Der Mensch liegt in größter Pein!
Je lieber möcht’ ich im Himmel sein!

Da kam ich auf einen breiten Weg.
Da kam ein Engelein und wollt mich abweisen.
Ach nein! Ich ließ mich nicht abweisen!
Ach nein! Ich ließ mich nicht abweisen:
Ich bin von Gott, und will wieder zu Gott!
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
wird leuchten mir bis in das ewig selig Leben!
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Caruso41

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20

Donnerstag, 11. Februar 2016, 10:44

Baltsa und Norman sind beide auf meinem Merkzettel gelandet, ich danke vielmals!

Lieber Tobias,

ich will Dich ja nicht arm machen, aber gibt unbedingt Régine Crespin auch eine Chance!
In diesen Liedern ist eine Aufnahme, in der die Sängerin in ihrer Muttersprache singt, einfach immer irgendwie im Vorteil. Baker und Norman singen ein gutes Französisch aber die natürliche Eloquenz der Crespin sollte man erlebt haben.
Am besten natürlich in der legendären Studio-Aufnahme unter Ernest Ansermet.
Es gibt sie in vielen Editionen:



-


Caruso41
;) - ;) - ;)

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Tobias C.B.

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21

Donnerstag, 11. Februar 2016, 10:50

Baltsa und Norman sind beide auf meinem Merkzettel gelandet, ich danke vielmals!

Lieber Tobias,

ich will Dich ja nicht arm machen, aber gibt unbedingt Régine Crespin auch eine Chance!
In diesen Liedern ist eine Aufnahme, in der die Sängerin in ihrer Muttersprache singt, einfach immer irgendwie im Vorteil. Baker und Norman singen ein gutes Französisch aber die natürliche Eloquenz der Crespin sollte man erlebt haben.
Am besten natürlich in der legendären Studio-Aufnahme unter Ernest Ansermet.
Es gibt sie in vielen Editionen:

Danke auch Dir, lieber Caruso! :) Die eine mehr werde ich bestimmt noch zu verkraften wissen!

Da ich diese ganzen Billigwiederveröffentlichungsreihen-Cover leider überhaupt nicht mag (jeder braucht einen Tick, oder? :P ), wird's in dem Falle vielleicht sogar mal wieder eine Vinyl-Platte. Ich werde die Augen aufhalten...
Prima con brio || Plattenschrank

Bertarido

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22

Donnerstag, 11. Februar 2016, 14:02

Die
Da ich diese ganzen Billigwiederveröffentlichungsreihen-Cover leider überhaupt nicht mag (jeder braucht einen Tick, oder? ), wird's in dem Falle vielleicht sogar mal wieder eine Vinyl-Platte. Ich werde die Augen aufhalten...

Die Decca Legends-Reihe ist nun allerdings keine Billigwiederveröffentlichungsreihe. Dort wurden besondere Highlights des Katalogs in einem 24/96-Remastering neu veröffentlicht. Die Booklets sind meist liebevoll gestaltet, mit Originalfotos der Aufnahmesessions, Angaben zur verwendeten Technik etc. Klanglich sind diese Fassungen den CD-Erstveröffentlichungen in allen mir bekannten Fällen vorzuziehen.

WoKa

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Donnerstag, 11. Februar 2016, 17:06

Hallo!

Diese CD enthält zwei Gedichtvertonungen, in denen besagte Pflanze eine Rolle spielt:



Henry Purcell: Sweeter than roses
Hier die Interpretation von Andreas Scholl:



Sweeter than roses, or cool evening breeze
On a warm flowery shore, was the dear kiss,
First trembling made me freeze,
Then shot like fire all o’er.
What magic has victorious love!
For all I touch or see since that dear kiss,
I hourly prove, all is love to me.


Außerdem
Les roses d´Ispahan von Gabriel Fauré

Hier interpretiert von Elly Ameling



Les roses d'Ispahan dans leur gaîne de mousse,
Les jasmins de Mossoul, les fleurs de l'oranger
Ont un parfum moins frais, ont une odeur moins douce,
O blanche Leïlah ! que ton souffle léger.

Ta lèvre est de corail, et ton rire léger
Sonne mieux que l'eau vive et d'une voix plus douce,
Mieux que le vent joyeux qui berce l'oranger,
Mieux quel'oiseau qui chante au bord du nid de mousse.

Mais la subtile odeur des roses dans leur mousse,
La brise qui se joue autour de l'oranger
Et l'eau vive qui flue avec sa plainte douce
Ont un charme plus sûr que ton amour léger !

O Leïlah ! depuis que de leur vol léger
Tous les baisers ont fui de ta lèvre si douce,
Il n'est plus de parfum dans le pâle oranger,
Ni de céleste arome aux roses dans leur mousse.

L'oiseau, sur le duvet humide et sur la mousse,
Ne chante plus parmi la rose et l'oranger ;
L'eau vive des jardins n'a plus de chanson douce,
L'aube ne dore plus le ciel pur et léger.

Oh ! que ton jeune amour, ce papillon léger,
Revienne vers mon coeur d'une aile prompte et douce,
Et qu'il parfume encor les fleurs de l'oranger,




Außerdem möchte ich (jedenfalls denen, die es nicht kennen) noch ein wunderschönes Stück von Morten Lauritsen vorstellen:

Les Chansons des Roses

Hier mit den Los Angeles Chamber Singers ich weiß jetzt selbst nicht so genau, ob eine Komposition für Chor unter die Überschrift "Liedgesang" passt - aber es ist einfach so traumhaft schön...




Gruß WoKa
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Tobias C.B.

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24

Freitag, 12. Februar 2016, 00:42

Die
Da ich diese ganzen Billigwiederveröffentlichungsreihen-Cover leider überhaupt nicht mag (jeder braucht einen Tick, oder? ), wird's in dem Falle vielleicht sogar mal wieder eine Vinyl-Platte. Ich werde die Augen aufhalten...

Die Decca Legends-Reihe ist nun allerdings keine Billigwiederveröffentlichungsreihe. Dort wurden besondere Highlights des Katalogs in einem 24/96-Remastering neu veröffentlicht. Die Booklets sind meist liebevoll gestaltet, mit Originalfotos der Aufnahmesessions, Angaben zur verwendeten Technik etc. Klanglich sind diese Fassungen den CD-Erstveröffentlichungen in allen mir bekannten Fällen vorzuziehen.

Ohja, ich möchte das gar nicht bezweifeln! :)

Allerdings ging und geht es mir tatsächlich wie geschrieben um das Cover (weswegen ich dieses ja nicht gerade musik-nahe Kriterium auch als 'Tick' bezeichnet hatte), und da sind die Originale in 95% aller Fälle die schönsten. Carusos Post mit den Crespin-Coverabbildungen möge mir da als schlagendes Beispiel dienen.
Prima con brio || Plattenschrank

WoKa

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25

Sonntag, 14. Februar 2016, 00:10

Hallo!

Rechtzeitig vor dem Valentinstag scheint dieser Thread zum Erliegen zu kommen.

Abschließend möchte ich doch noch einige Stücke nennen, die des Erwähnens wert wären:

Edvard Grieg - Aus seinen 6 Liedern op. 48 "Zur Rosenzeit"

Robert Schumann - Rose, Meer und Sonne

Robert Schumann - Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold

Antonin Dvorák - Wilde Rose

Gottfried von Einem - Rosenzeit, Rabenzeit

Alexander von Zemlinsky - Irmelin Rose

... und zum Abschluss dieses:



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

hart

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26

Mittwoch, 17. Februar 2016, 18:03

»Rose rot, Rose weiß« - Eine Volkslied-Bearbeitung



Wir sollten hier Fritz Wunderlich nicht vergessen, der zu diesem Thread auch einen Beitrag leisten kann; es handelt sich um Aufnahmen vom Mai 1963.
Der Text wird von Wunderlich so gesungen wie er da steht - er ist aus dem Booklet übernommen.

ROSE ROT, ROSE WEISS

Rose weiß, Rose rot,
Wie süß ist doch dein Mund
Rose rot, Rose weiß, dein denk´ ich alle Stund´.
Alle Stund´ bei Tag und Nacht,
Alle Stund´ bei Tag und Nacht,
Was dein Mund mir zugelacht, dein roter Mund.

Ein Vogel sang im Lindenbaum,
Ein süßes Lied er sang
Rose rot, Rose weiß, das Herz im Leib mir sprang,
Sprang vor Freude hin und her,
Sprang vor Freude hin und her,
Als ob dein Lachen bei ihm wär, so süß es klang.

Rose rot, Rose weiß,
Was wird aus mir und dir?
Ich glaube gar es fiel ein Schnee
Dein Herz ist nicht bei mir
Nicht bei mir, geht andern Gang,
Nicht bei mir, geht andern Gang,
Falsches Lied der Vogel sang von dir und mir.

Hermann Löns

Das schottische Volkslied beschäftigte um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert einige der führenden Komponisten Europas. Den entscheidenden Impuls dafür hatte der Volksliedenthusiast George Thomson aus Edinburgh gegeben. Für seine Veröffentlichungen - die sich in eine lange Tradition von gedruckten Sammlungen schottischer Volkslieder einreihen - schrieben Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber und etliche weitere Musiker Begleitsätze für Klavier, Violine und Violoncello.
Haydns Bearbeitungen stehen zeitlich im Kontext seiner Londoner Sinfonien, der großen deutschen Oratorien und der letzten Messen. Zu einem gewichtigen Teil seines Spätwerks werden sie allein schon durch ihre Anzahl: Haydn bearbeitete an die 400 Melodien (darunter auch walisische und irische), davon etwa die Hälfte für Thomson, die anderen für die Verleger William Napier aus London und William Whyte aus Edinburgh.

WoKa

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27

Mittwoch, 9. November 2016, 22:05

Hallo!

Auf dieser CD interpretiert Christiane Karg neben den in diesem Thread genannten Werken Rote Rosen (Richard Strauss) und Les roses D´Isphahan (Gabriel Fauré)



weitere "Rosenlieder":

Die Erwachte Rose (Richard Strauss)
Wasserrose (Richard Strauss) und
La rose (Gabriel Fauré)

Die Wasserrose findet sich in der Aufnahme mit Diana Damrau auch hier:



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo