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Caruso41

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31

Sonntag, 23. Oktober 2016, 19:13

Schief gelaufen!

Caruso41
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Caruso41

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32

Sonntag, 23. Oktober 2016, 19:14

Wenn wir schon in der Nacht sind, dann schiebe ich "Nacht und Träume" hinterher!
Und zwar in der Interpretation von Christoph Pregardien und Michael Gees. Leider ist diese phantastische Aufnahme nicht bei YouTube. Nur andere Einspielungen von Pregardien, die da einfach nicht mithalten können!





Morgen schiebe ich noch eine Begründung nach, warum ich diese Aufnahme vorschlage!
Hier kann man die Aufnahme kostenlos hören:
http://www.warnerclassics.com/shop/32515…ture-and-voyage

Caruso41
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Caruso41

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33

Montag, 24. Oktober 2016, 11:00

Begründung für "Nacht und Träume" in der Pregardien/Gees-Aufnahme

Ich habe die Pregardien/Gees-Aufnahme vorgeschlagen, weil hier eine so ungemein weit gespannte Ruhe ausgebreitet wird, in der die eigentümliche Verschränkung von strophischer und durchkomponierter Anlage einfach aufgelöst wird. Die gleichmäßig durchgehende Begleitung mit Sechzehnteln und die Schlichtheit der Melodie haben nichts Simples in dieser Aufnahme sondern evozieren eine Feierlichkeit, die durch die chromatischen Schärfungen und mediantische Rückungen ("Die belauschen sie mit Lust") Tiefe und Geheimnis erhält.
Phantastisch!
Pregardien hat andere Aufnahmen des Liedes gemacht, die da nicht mithalten könne. Sollte der Pianist den Unterschied ausmachen? Gerade bei einem Lied, das so gar keine besonderen Anforderungen an ihn zu enthalten scheint?

Caruso41
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Stimmenliebhaber

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34

Montag, 24. Oktober 2016, 12:59

Ein wunderbarer Liedsänger fehlt noch, der meines Erachtens bei einem TAMINO-Schubert-Liederabend nicht fehlen sollte: Thomas Quasthoff, der aus den bekannten Gründen kaum Oper, aber viel Konzert und auch viel Lied gesungen hat.

Nachdem ich Siegfried Lorenz für die "Nebensonnen" vorgeschlagen habe, schlage ich in Anknüpfung daran Thomas Quasthoff für "Der Leiermann" war, weil er das Fahle und Trostlose stimmlich ganz wunderbar vermittelt.



oder



Wie schon bei Lorenz versteht man bei ihm jedes Wort und bekommt eindrücklichen Ausdruck geboten.

Falls jetzt jemand meckert, dass einzelne Lieder aus der "Winterreise" in keinen Gemischtliederabend passen: Das war früher üblich, dass auch einzelne Lieder oder Liedgruppen aus geschlossenen Liedzyklen in gemischten Liederabenden erklangen- und ich finde, dass "Die Winterreise" zumindest teilweise in einem Best-off-Schubert-Liederabend nicht fehlen sollte. Und da "WoKa" die "Nebensonnen ohnehin schon aufgenommen hatte, könnte wie im Original "Der Leiermann" direkt darauf folgen.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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sagitt

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35

Montag, 24. Oktober 2016, 15:21

Ich hatte Quasthoff schon vorgeschlagen(Nr 12 und 16);er wurde aber nicht berücksichtigt.Mit der Winterreise habe ich ihn live auf Elmau gehört.Es war ergreifend.

Caruso41

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36

Montag, 24. Oktober 2016, 16:01

Nicht im Wettbewerb: Erlkönig von Georges Thill

Die erwähnte Aufnahme von Georges Thill gib es tatsächlich auch bei Youtube:

;) - ;) - ;)

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Dr. Holger Kaletha

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37

Montag, 24. Oktober 2016, 16:33

Lieber Caruso,

auf Deine Anregung hin: Warum nicht mal einen Interpretationsvergleichs-Thread machen zum Thema Erlkönig? Bei Beethoven-Sonaten ist das ja auch ungemein spannend und bereichernd lehrreich, besonders wenn es verschiedene Meinungen gibt. Man lernt eben: so könnte man das auch sehen, worauf man selber alleine gar nicht gekommen wäre ... :hello:

Schöne Grüße
Holger

Bertarido

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38

Montag, 24. Oktober 2016, 17:15

Lieber Caruso,

auf Deine Anregung hin: Warum nicht mal einen Interpretationsvergleichs-Thread machen zum Thema Erlkönig? Bei Beethoven-Sonaten ist das ja auch ungemein spannend und bereichernd lehrreich, besonders wenn es verschiedene Meinungen gibt. Man lernt eben: so könnte man das auch sehen, worauf man selber alleine gar nicht gekommen wäre ... :hello:

Schöne Grüße
Holger

Das fände ich auch höchst interessant! Nun ist allerdings Caruso von Alfred schon zum Leiter des geplanten Projekts "Beurteilung von Sängern" ernannt worden. Auch wenn er die Ernennung noch nicht angenommen hat, sollten wir ihn wohl besser nicht mit weiteren Ideen in Beschlag nehmen. :untertauch:

WoKa

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39

Montag, 24. Oktober 2016, 19:05

Hallo!

Wo stehen wir?

Der Zwerg (Werner Hollweg)
Gretchen Am Spinnrad (Jessye Norman)
Im Abendrot (Matthias Goerne)
Des Baches Wiegenlied (Gérard Souzay)
Erlkönig (Elisabeth Söderström)
Mut (Dietrich Fischer-Dieskau mit Maurizio Pollini)
Hirt auf dem Felsen (Soile Isokoski)
Doppelgänger (Hans Hotter)
Die Nebensonnen (Siegfried Lorenz)


Neu:
Der Wanderer an den Mond (Carl Erb)
Nacht und Träume (Christoph Prégardien; Klavierbegleitung Michael Gees)
Der Leiermann (Thomas Quasthoff)

Bei den neu hinzugekommenen gab es keine Diskussionen um die Interpreten. Der Deckel ist noch nicht drauf - falls es Alternativvorschläge gibt. Außer Quasthoff, den möchte ich stehen lassen - da sagitt ihn schon mehrfach als hervorragende Alternative vorgeschlagen hat.

Ich denke, ich ziehe den Grundsatz, den ich voran gestellt habe und nach dem Lieder aus demselben Zyklus auch von ein und demselben Sänger dargeboten sein sollten, zurück. Es wäre schade, das jetzt glatt zu ziehen.

Der nächste Vorschlag kommt wieder von mir:

Für viele ist das Lied vielleicht "ausgeleiert", aber immer noch wunderschön: Der Lindenbaum.
Damit hätten wir 4 Stücke aus der Winterreise, die ich am Ende natürlich zusammen sortieren möchte.

Mein Interpretenvorschlag hierfür ist Hermann Prey


Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Stimmenliebhaber

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40

Montag, 24. Oktober 2016, 22:50

Ich hatte Quasthoff schon vorgeschlagen(Nr 12 und 16);er wurde aber nicht berücksichtigt.Mit der Winterreise habe ich ihn live auf Elmau gehört.Es war ergreifend.
Ja, das war er. Ich hatte nur die Übersicht der "Gewählten" gelesen, sorry! Schön, dass wir uns einig sind, dass er hier reingehört!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Caruso41

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41

Dienstag, 25. Oktober 2016, 17:20

Lindenbaum und Städchen



Der Lindenbaum......Mein Interpretenvorschlag hierfür ist Hermann Prey


Lieber WoKa, ich verzichte mal auf einen Alternativvorschlag. Das Lied ist schön gesungen. Für mein Gefühl zu schön. Man hört nicht den doppelten Boden, auf dem der Lindenbaum steht, und schon gar nicht die Abgründe, die sich auf dem weiteren Weg auftun werden, und von manche Sänger auch schon im Lindenbaum eine Ahnung hören lassen.
Viele werden aber das Lied so lieber hören!

Damit habe ich vielleicht einen weiteren Vorschlag frei?

Ich schlage deshalb das "Ständchen" aus dem Schwanengesang vor - und zwar von Fritz Wunderlich gesungen.
Nur leider scheint das nicht in Deutschland auf YouTube zu hören zu sein. Gesperrt!

Aber was soll's? Ich denke, dass das jeder im Ohr, im Kopf und im Herzen hat!
Eine Begründung? Ist die wirklich noch nötig?

Beste Grüße

Caruso41
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Stimmenliebhaber

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42

Dienstag, 25. Oktober 2016, 18:28

Fritz Wunderlich


Daran, dass er noch fehlte, hatte ich natürlich auch schon gedacht. Ich wollte ihn mit einem Lied auf der "Schönen Müllerin" nominieren, entschied mich wegen der Höhen für "Ungeduld", hörte mir das auf Youtube an und verzichtete anschließend auf diese Nominierung - es fehlte mir bei dieser "Ungeduld" die Ungeduld...
Das "Ständchen" ist da sicher eine bessere Wahl für ihn, und dass er hier reingehört, ist gar keine Frage!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Bertarido

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43

Dienstag, 25. Oktober 2016, 19:11

Ebenfalls nicht fehlen bei einem Schubert-Liederabend darf Christian Gerhaher, einer der m.E. besten Schubert-Interpreten, die wir zur Zeit haben. Ich nominiere eines meiner Lieblingslieder von der wunderbaren CD "Abendbilder": "Des Fischers Liebesglück". Ich finde ganz allgemein, dass Gerhaher die melancholischen, schwermütigen Stücke am besten gelingen. Am Klavier spielt sein ständiger Begleiter Gerold Huber.



Leider habe ich dazu nur ein YouTube-Video gefunden, das in Deutschland gesperrt ist. Diejenigen, die ProxTube / ProxFlow installiert haben, können es trotzdem hören ;)


Bertarido

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44

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20:06

Ich mache dann gleich weiter, wenn mich niemand stoppt :rolleyes:

Ich schlage hiermit FiDis Darbietung des "Doppelgängers" aus dem "Schwanengesang" vor. Dieses Lied ist einfach unfassbar, Schubert scheint hier jede Grenze des Liedgesangs gesprengt zu haben. FiDis Interpretation lässt mich nach jedem Hören atemlos und völlig zernichtet zurück. Ist das wirklich 1828 komponiert worden? Wahnsinn!

Gemeint ist die Aufnahme von 1972 mit Gerald Moore am Klavier, die - wenn mich nicht alles täuscht - hier zu hören ist:



FiDi ist zwar schon vertreten, aber wer, wenn nicht er, kann auch zweimal bei einem Schubert-Liederabend auftreten? Oder hat jemand eine bessere Alternative für dieses Lied, das in meinem "Lieder-Olymp" ganz nahe des Gipfels verortet ist? Das würde mich brennend interessieren.

Caruso41

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45

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20:42

Der Doppelgänger ist mit Hans Hotter bereits besetzt
;) - ;) - ;)

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Bertarido

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46

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20:44

Der Doppelgänger ist mit Hans Hotter bereits besetzt

Oh, das hatte ich übersehen, pardon. :untertauch:

Hotter gefällt mir hier gar nicht, aber ich will das Fass nicht wieder aufmachen.

WoKa

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47

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 18:49

Hallo!

Wir haben mittlerweile en Programm, das etwa 70 Minuten umfasst.

01 Der Zwerg Werner Hollweg
02 Gretchen am Spinnrad Jessye Norman
03 Im Abendrot Matthias Goerne
04 Des Baches Wiegenled Gérard Souzay
05 Erlkönig Elisabeth Söderström
06 Mut Dietrich Fischer-Dieskau mit Maurizio Pollini
07 Hirt auf dem Felsen Soile Isokoski
08 Doppelgänger Hans hotter
09 Nebelsonnen Siegfried Lorez
10 Der Wanderer Carl Erb
11 Nacht und Träume Christoph Prégardien mit Michael Gees
12 Der Leiermann Thomas Quasthoff
13 Der Lindenbaum Hermann Prey
14 Ständchen Fritz Wunderlich
15 Des Fischers Liebesglück Christian Gerharher

Diskussionen sind zugelassen.
Weitere Vorschläge natürlich auch.



Gruß WoKa
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Victor Hugo

Stimmenliebhaber

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48

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:20

09 Nebelsonnen Siegfried Lorez
Zwei Fehler in einer Zeile, das muss ja vielleicht nicht sein...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Bertarido

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49

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:26

04 Des Baches Wiegenled Gérard Souzay

"Wiegenlied" und

15 Des Fischers Liebesglück Christian Gerharher

"Gerhaher"
:untertauch:

WoKa

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50

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:52

01 Der Zwerg Werner Hollweg
02 Gretchen am Spinnrad Jessye Norman
03 Im Abendrot Matthias Goerne
04 Des Baches Wiegenlied Gérard Souzay
05 Erlkönig Elisabeth Söderström
06 Mut Dietrich Fischer-Dieskau mit Maurizio Pollini
07 Hirt auf dem Felsen Soile Isokoski
08 Der Doppelgänger Hans Hotter
09 Die Nebensonnen Siegfried Lorenz
10 Der Wanderer Carl Erb
11 Nacht und Träume Christoph Prégardien mit Michael Gees
12 Der Leiermann Thomas Quasthoff
13 Der Lindenbaum Hermann Prey
14 Ständchen Fritz Wunderlich
15 Des Fischers Liebesglück Christian Gerhaher

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operus

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51

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:07

Die Idee dieses Threads ist durch ihre Kreativität zu begrüßen. Es sind - wie nicht anders zu erwarten - ausgezeichnete Liedbeispiele mit bedeutenden Interpreten eingestellt worden. Ganz nebenbei das Programm, das bis jetzt mit diesen Sängern zusammen gestellt ist , wäre einzigartig und unbezahlbar. Insofern bereits ein Wurf.
Obwohl Gottlob Frick leider selten Kunstlieder gesungen hat und den Liedgesang als sein Schmerzenskind bezeichnete, wäre eine Aufnahme mit ihm interessant und bereichernd. Frick in dessen Zeit Sänger wie Schlusnus, Rehkemper und Hüsch für den Liedgesang prägend waren wußte, dass diese Kunstform einer Erneuerung bedurfte. Er sah seinen befreundeten Kollegen Hans Hotter immer als Wegbereiter dieses Paradigmenwechsels und Fischer-Dieskau, Schwarzkopf, Prey und später Fritz Wunderlich als die Erneuerer und Vollender an. Er selbst schaffte diesen Übergang nicht. Einige Sammler, der ehemalige Electrola-Redakteur Dieter Fuoß und vor allem der verstorbene legendäre Musikredakteur Gottfried Cervenka, dessen Musiksendungen im österreichischen Rundfunk fast Kultstatus besaßen, trugen jahrelang jede Liedaufnahme ,die sie von Frick fanden, zusammen. Ich selbst stand der Herausgabe einer Kunstlied CD - gesungen von Frick - anfänglich eher kritisch gegenüber. Sein großer Basskollege Kurt Moll war es dann, der die Veröffentlichung dringend empfahl und mich und die Kollegen im Präsidium der Gottlob-Frick-Gesellschaft umstimmte. Das Hamburger Gesangsarchiv, das sich um die Veröffentlichung von Raritäten sehr verdient gemacht hat, brachte die CD heraus, die dann letztlich viel Beachtung und Anerkennung gefunden hat. Auch ich wurde vom Saulus zum Paulus und finde diese Liedveröffentlichungen heute als eine wichtige Ergänzung des künstlerischen Erbes von Gottlob Frick. Ich empfehle für den Tamino-Liederabend aus Schuberts Goethe Liedern "Die Grenzen der Menschheit" mit Martin Görgen als Begleiter. In der Aufnahme strömt die unverwechselbare Stimme des basso profondo mit ihrem dunklen runden Klang, dem betörenden Timbre in perfektem weichen Mezza voce und vorbildlichem Legato. Berührend ist auch die immer natürliche Ausdruckskraft des Vortrags. Unser Tamino-Mitglied, Woka der Initiator und Gestalter des Tamino-Liederabends, besitzt die Frick-Liedaufnahmen und kann die "Grenzen der Menscheit"- wie auch von ihm bereits vorgeschlagen - in das Programm einfügen. Die Frick-Freunde werden ihre Freude an dieser Aufnahme haben, auch wenn die heute übliche scharfe Charakterisierung und die ausgefeilte, akzentuierte Wort-Textgestaltung noch kaum praktiziert werden..

Herzlichst
Operus



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52

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:10

Ein besonders berühmtes Schubert-Lied, das auch noch fehlt, gesungen von einer großartigen Sängerin (die Damen sind ja noch ein wenig unterrepräsentiert): Elisabeth Grümmer singt "Die Forelle":



Das helle Bächlein ist hier besonders hell wie überhaupt der Charakter des Liedes der Sängerin sehr entgegenkommt (Ich hatte zuerst "Auf dem Wasser zu singen" von ihr gehört, wollte sie damit dann aber doch nicht nominieren. "Die Forelle" finde ich von ihr hingegen rund und absolut überzeugend.)
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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53

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:28

Und jetzt würde ich als Kontrast dazu gerne noch einen sehr guten aktiven Liedersänger vorschlagen, noch dazu mit einem weniger bekannten, aber sehr interessanten Schubertlied: Der Bariton Timothy Sharp singt den Greisengesang D 778 von Franz Schubert auf einen Text von Rückert (ich kenne den Text in der Vertonung von Richard Strauss unter dem Titel "Vom künftigen Alter"):

Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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54

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 21:37

Hallo!

Zunächst Dank an Dich, Hans, für Deinen wertschätzenden Beitrag.

Bei der Auflistung, die ich vorhin gemacht habe, sind mir wohl zahlreiche Fehler unterlaufen. U.a. habe ich vergessen, Frick und "Die Grenzen der Menschheit" in die Liste aufzunehmen.

Also jetzt die aktualisierte Liste:

01 Der Zwerg Werner Hollweg
02 Gretchen am Spinnrad Jessye Norman
03 Im Abendrot Matthias Goerne
04 Des Baches Wiegenlied Gérard Souzay
05 Erlkönig Elisabeth Söderström
06 Mut Dietrich Fischer-Dieskau mit Maurizio Pollini
07 Hirt auf dem Felsen Soile Isokoski
08 Der Doppelgänger Hans hotter
09 Die Nebensonnen Siegfried Lorenz
10 Der Wanderer Carl Erb
11 Nacht und Träume Christoph Prégardien mit Michael Gees
12 Der Leiermann Thomas Quasthoff
13 Der Lindenbaum Hermann Prey
14 Ständchen Fritz Wunderlich
15 Des Fischers Liebesglück Christian Gerhaher
16 Die Grenzen der Menschheit Gottlob Frick
17 Die Forelle Elisabeth Grümmer
18 Greisengesang Timothy Sharp

Damit sind wir bei ca. 85 Minuten.
Schön wäre es, wenn Ihr damit einverstanden wärt, dass ich Christiane Karg mit "Herbst" in die Liste aufnehme. Leider gibt es keine youtube-Aufnahme. Ich kann lediglich auf Amazon verlinken, damit man "reinhören" kann:



Danach wäre sinnvollerweise noch ein Stück zu wählen. Hier dachte ich an Ganymed, wäre allerdings auf Interpretenvorschläge Eurerseits angewiesen. Alternativen sind natürlich zugelassen.

Gruß WoKa
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Victor Hugo

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55

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 21:44

Frau Karg ist sehr willkommen, zumal die Herren ja deutlich in der Überzahl sind (wobei ich sagen muss, dass ich einige Lieder, vor allem solche, die sich auf den Wanderer beziehen - und damit meine ich auch vieles aus der "Schönen Müllerin" und fast alles aus der "Winterreise" - wirklich deutlich lieber von einem Mann gesungen höre) und die nicht mehr aktiven Interpreten auch.

Hier kann man Frau Karg immerhin mit einem der schönsten Lieder von Richard Strauss hören (wobei sie mir hier stimmlich weit weniger gefällt als bei ihrem Münchner Ighino):



Also, ehrlich gesagt, jetzt , nachdem ich das Video komplett gehört habe, muss ich sagen, dass mir Frau Karg hier wirklich gar nicht gefällt!
Sollten wir vielleicht also doch noch nach Alternativen suchen?

Unabhängig davon großen Dank an dich, WoKa, für diese Liedrubrik. :yes:

Apropos Lied: Wo ist eigentlich Helmut Hofmann? ?(
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zweiterbass

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56

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 21:54

Nur 1 x Fi-Di - das entspricht seiner Bedeutung als der Liedsänger wohl in keiner Weise.
Erlkönig von einer Frau gesungen?
Leiermann Thomas Quasthoff?
Lindenbaum Hermann Prey?
Warum fehlt Ian Bostridge?
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

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57

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 22:04

Hier dachte ich an Ganymed, wäre allerdings auf Interpretenvorschläge Eurerseits angewiesen.

Ich hatte jetzt mal spaßesthalber bei Youtube nach Ganymed und einer mir sehr wichtigen Sängerin gesucht und bin zu diesem Ergebnis gekommen, dass ich zwar nicht ernsthaft als Nominierung für diesen TAMINO-Schubert-Liederabend vorschlagen möchte, dass ich aber dennoch so interessant finde, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte:

Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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WoKa

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58

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 22:22

Hallo!

Ich freue mich, dass kein Interpret mehrmals vertreten ist. Und wie zeiterbass erkennen lässt, könnten wir noch vieles ergänzen oder ändern.

Aber wie sagte der britische Schauspieler Noel Coward?

Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. :hello:

Wie wäre es mit Bostridge und Ganymed?

Gruß WoKa
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Victor Hugo

Caruso41

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59

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 09:53

Wenn das Programm noch nicht abgeschlossen ist, möchte ich gerne ein Lied von der legendären Einspielung von Schubert-Lieder mit Elisabeth Schwarzkopf und Edwin Fischer von 1952 vorschlagen. Da wäre eigentlich jede der Aufnahmen recht, denn sie dokumentiert einen einmaligen Stil. Keine Sopranistin unserer Tage würde so singen. Wie Schattierungen und Farben - fast für jedes Wort - eingesetzt werden, das ist schon hörenswert.
Ich schlage Im Frühling vor, oder alternativ An Sylvia, oder An die Musik, oder ......

Ich bin ja eigentlich kein Schwarzkopf-Verehrer, aber sie sollte in einem Schubert-Liederabend nicht fehlen.
In einer Rezension wird die Sache auf den Punkt gebracht

Zitat

Older listeners full of nostalgia for a time long since past will no doubt love it. Younger listeners with no tolerance for sentimentality may have trouble accepting it.


Hier sind sie alle., die Aufnahmen von 1952. Welche gewählt wird ist mir egal.



Caruso41
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WoKa

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60

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19:52

Hallo!

Dann würde ich den Vorschlag Carusos mit meiner Bitte nach Ganymed verbinden.

01 Der Zwerg Werner Hollweg
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16 Die Grenzen der Menschheit Gottlob Frick
17 Die Forelle Elisabeth Grümmer
18 Greisengesang Timothy Sharp
19 Herbst Christiane Karg
20 Ganymed Elisabeth Schwarzkopf

Damit wäre die 20 voll und die Länge des Programms wohl angemessen.

Bitte drüber schauen, ob noch grundlegende Einwände bestehen.

Viele, die sich hier beteiligt haben, haben offenbar einen tieferen Bezug zu den Liedern von Franz Schubert.

Deshalb eine konkrete Bitte an Dich, Stimmenliebhaber:

Wärst Du bereit, die Stücke in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, die 2 Sets ergibt? Es würde reichen, wenn Du die Nummern in der Reihenfolge aufführst, die Du Dir vorstellst. Die Lieder würde ich ergänzen. Das wäre sehr schön. :D

Was haltet Ihr von der Idee, jedes Set mit einem kurzen Schubert-Klavierstück, beispielswese einem Impromptu, beginnen zu lassen?

Gruß WoKa
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Victor Hugo