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William B.A.

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Beiträge: 14 382

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

1

Sonntag, 26. März 2017, 14:51

Heinrich Isaac (1450 bis 1517), ein flandrischer Komponist und Sänger



Ich will es noch einmal versuchen und eine Thread eröffnen über einen Musiker, der heute vor 500 Jahren gestorben ist. Dies soll aber kein Erinnerungsthread sein, sondern ein allgemeiner Thread über Heinrich Isaac, an dem sich jeder beteiligen kann, dem Isaacs Musik schon einmal begegnet ist oder der sogar irgendetwas von ihm in seiner Sammlung hat.
Ich bin davon überzeugt, dass es eine ganze Menge Taminos sind, die seiner Musik schon einmal begegnet sind, vielleicht ohne es genau zu wissen.

Mir ging es jedenfalls so. Ich begegnete seiner Musik schon, als ich noch nicht wusste, wer Tamino ist, und noch lange bevor ich wusste, „was“ Tamino ist. Es war schon zu meiner Kindheit in der Kirche, wenn ich während langweiliger Predigten im „Laudate“ blätterte und seinen Namen im Liedteil fand.
Einem bekannten Gesang aus den Messproprien, den er auch vertont hat, begegnen wir jetzt bald wieder in der katholischen Liturgie (auch in der anglikanischen bekannt), wenn wir die Osternachtsmesse besuchen und dort Taufen mit dem geweihten Taufwasser vorgenommen werden.
Der Text stammt aus Versen des 51. Pslams und lautet:
„Asperges me, Domine, hyssopo, et mundabor: lavabis me, et super nivem dealbabor. Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam.“
Übers.: Entsündige mich (wörtlich: Besprenge mich) mit Ysop, dann werde ich rein; wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee. (Ps 51,9 EU) Erbarme dich meiner, o Gott, nach Deiner großen Barmherzigkeit. (Ps 51,3 EU)
Insgesamt sind allein im deutschen Wikipedia-Artikel gelistet:
35 Messen, 1 Gloria, 1 Sanctus, 13 selbständige Credo-Sätze,
Proprienzyklus nach Chroalis Constantinus Band 1: Messproprien zu den 23 Sonntagen nach Pfingsten, das Asperges me und das Sanctissimae Trinitatis, Proprien zu den Adventssonntagen, den Sonntagen nach Erscheinung, den Sonntagen Septuagesima, Sexagesima und Quinqugesima, Aschermittwoch, den Sonntagen in der Fastenzeit und den Sonntagen nach Ostern;
Dann der Proprienzyklus nach dem Choralis Constantinus, Band 2 E(25 Zyklen),
Choralis Constantinus Band 3 (26 Zyklen),
Einzelne Propirensätze (36 Sätze9
48 Motetten
Weltliche Werke:
23 französische und flämische Titel
22 italienische Titel
32 deutsche Titel
4 lateinische Titel
Ohne Text oder Sprache ungewiss:
10 Werke
Verlorene Werke:
5 Werke
Alle Werke, deren Urheberschaft Isaacs zweifelhaft ist oder die ihm irrtümlich zugeschrieben wurden, habe ich hier nicht einzeln aufgeführt. Es handelt sich um
12 Messen, 23 Motetten, 25 Lied- und Instrumentalsätze;

Es handelt sich also, wie wir hier sehen, um einen sehr produktiven Meister der Renaissance und, wie man aus der Lektüre des unten verknüpften Artikels leicht ersehen kann, um einen höchst qualifizierten dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Isaac

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich unsere Renaissancespezialisten für den Thread interssieren würden, zumal es aus diesem musikalischen Zeitalter Einiges nachzuholen gibt.

Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 450

Registrierungsdatum: 9. August 2004

2

Sonntag, 26. März 2017, 15:35

Die heute bekannteste Melodie von Isaak ist wohl "Innsbruck ich muß Dich lassen" - der Textdichter ist unbekannt.
Es geht hier um den Abschied eines Liebhabers von seiner Geliebten, der Innsbruck für eine längere Zeit verlassen muß
Ursprünglich vermutete man, dass Isaak eine ältere überlieferte Melodie erstmals in Noten gesetzt habe, heute gilt als (beinahe) gesichert, daß es sich um eine Eigenkomposition von ihm handelt



mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

William B.A.

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Beiträge: 14 382

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3

Sonntag, 26. März 2017, 20:12

Um mal ein wenig in die Gänge zu kommen, möchte ich mal diese CD hier posten,

mit der Missa paschalis, in der die Melodielinien der entsprechenden Messen in den Choralämtern, hier der österlichen, klar zu erkennen sind.
Da wäre mal die Fragen an unseren Dottore, ob er diese sechsstmmiige Messe von Heinrich Isaac schon einmal aufgeführt hat?
Ich finde, dass dies eine beeindruckende Messe ist.
Was meint ihr?

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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