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Gregor

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1

Donnerstag, 25. Mai 2017, 01:11

Ein Meistersänger aus Kärnten - Markus Werba

Markus Werba wurde am 14. November 1973 im kärntnerischen Villach in Österreich geboren. Nach einem Studium an der Musikhochschule in Klagenfurt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Meisterkursen bei Walter Berry und Robert Holl, sowie ersten Preisen bei diversen Gesangswettbewerben, war er von 1998 bis 2000 Mitglied im Ensemble der Wiener Volksoper. Danach eroberte der Bariton nach und nach die bedeutendsten Opernhäuser.
Darunter die Bayerische Staatsoper in München, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden in London, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Teatro La Fenice in Venedig, das Opernhaus Zürich, die Los Angeles Opera, oder das Teatro Colón in Buenos Aires.
Bereits 1997 wählte Giorgio Strehler ihn als Guglielmo für seine Produktion von Mozart's Cosi Fan Tutte am Nuovo Piccolo Teatro in Mailand aus.

An der Wiener Staatsoper debütierte er im Jahr 2010 mit seiner Paradepartie – Papageno in Mozart’s Die Zauberflöte. Im selben Jahr erfolgte auch sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York mit dem Harlekin in Strauss‘ Ariadne auf Naxos. Schließlich präsentierte er 2014 auch dem MET-Publikum seinen gefeierten Papageno.

Markus Werba, der ein Großneffe des Pianisten und Komponisten Erik Werba ist, verfügt über eine kernige, flexible Baritonstimme und gilt als Mozart-Bariton, und so findet man in seinem Repertoire neben dem Papageno weitere Erfolgspartien wie Figaro, Graf Almaviva, Don Giovanni, Guglielmo als auch Don Alfonso. Doch der vielseitige Bariton singt auch so unterschiedliche Rollen wie Barbier in Rossini’s Il barbiere di Siviglia , Belcore in Donizetti’s L’elisir d’amore, Ford in Verdi’s Falstaff, Marcello in Puccini’s La boheme, Wolfram von Eschenbach in Wagner’s Tannhäuser und Olivier in Strauss' Capriccio sowie die Titelrollen in Thomas‘ Hamlet, Tschaikowsky’s Eugen Onegin und den Pelleas in Debussy's Pelleas & Melisande.

Bereits 2005 debütierte Werba bei den Salzburger Festspielen – natürlich als Papageno – nachdem er kurzfristig für den erkrankten Simon Keenlyside eingesprungen ist. In Salzburg war er in der Folge auch Roberto in Mozart’s La finta giardiniera und der Sixtus Beckmesser in Wagner’s Die Meistersinger von Nürnberg, welcher für ihn zu einem großen Erfolg wurde.

Markus Werba hat sich zudem als einer der gefragtesten Liedsänger seiner Generation etabliert. So gab er Liederabende in der Wigmore Hall in London, im Wiener Musikverein, im Salzburger Mozarteum, in der Suntory Hall in Tokio und bei der Schubertiade Hohenems.


Markus Werba auf DVD:






Gregor

Gregor

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2

Sonntag, 28. Mai 2017, 01:20

Lassen wir Markus Werba einmal selbst zu Wort kommen - musikalisch als auch im Interview.


als Rossini's Barbier




als Sixtus Beckmesser in den Meistersingern




im Festspielinterview mit Barbara Rett




Gregor

  • »Hans Heukenkamp« ist männlich

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3

Dienstag, 26. September 2017, 14:02

Sixtus Beckmesser

Der Titel dieses Threads ist gut gewählt.

Markus Werba habe ich im Herbst 2015 in den Meistersingern (Insz. Andrea Moses) an der Berliner Staatsoper gesehen. Er gab einen überzeugenden Beckmesser, der schnell das Herz des Publikums gewann.

..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

wega

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4

Mittwoch, 27. September 2017, 08:24

Werba als Operettensänger

Hallo,
was nicht fehlen sollte: In einer DVD-Aufnahme aus Mörbisch singt Markus Werba den Grafen Boni. Da zeigt sich auch, dass er als Schauspieler mithalten kann.
Schöne Grüße
wega

Gregor

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5

Mittwoch, 27. September 2017, 20:33

was nicht fehlen sollte: In einer DVD-Aufnahme aus Mörbisch singt Markus Werba den Grafen Boni. Da zeigt sich auch, dass er als Schauspieler mithalten kann.

Er ist sicher das, was man einen Singschauspieler nennt. Sein Beckmesser in Salzburg galt als der Höhepunkt der Aufführung.
Den Sixtus hat er vor einiger Zeit auch mit großem Erfolg an der Mailänder Scala gesungen.

Welch ein engagierter Darsteller Werba ist, sollte man demnächst auch im Kino verfolgen können, wenn die Metropolitan Opera Mozart's Die Zauberflöte am 14. Oktober live aus New York überträgt, und man die Möglichkeit bekommt, Markus Werba in seiner Paradepartie als Papageno zu sehen.



Markus Werba habe ich im Herbst 2015 in den Meistersingern (Insz. Andrea Moses) an der Berliner Staatsoper gesehen. Er gab einen überzeugenden Beckmesser, der schnell das Herz des Publikums gewann.


Was ist denn das für eine Inszenierung? Beckmesser in historischem Kostüm umringt von Punkern? ?( :D

Gregor

  • »Hans Heukenkamp« ist männlich

Beiträge: 71

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6

Mittwoch, 27. September 2017, 20:57

Was ist denn das für eine Inszenierung? Beckmesser in historischem Kostüm umringt von Punkern?


Das war eine durchaus witzige und kluge - stellenweise sogar überzeugende - Inszenierung, die in Berlin angesiedelt ist. Das Foto stammt vom Schluß des zweiten Akts. Allerhand zwielichtige Gestalten treten da aus dem Schatten, und der gute Beckmesser wird gleich mit ihnen Bekanntschaft schließen.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

  • »Hans Heukenkamp« ist männlich

Beiträge: 71

Registrierungsdatum: 28. Mai 2017

7

Sonntag, 15. Oktober 2017, 22:09



Ich war gestern abend in der Übertragung der "Zauberflöte" aus der Met.
Markus Werba war ein sympathischer, spielfreudiger Papageno. Er hat mir sehr gut gefallen.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz