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Bertarido

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1

Donnerstag, 1. Juni 2017, 21:15

Der Spion, den ich liebte: Die persönliche Top Five und Bottom Five der James Bond Filme

Da sich gerade anlässlich des Ablebens von Roger Moore herausstellt, dass es hier im Forum etliche Fans der James Bond-Filme gibt, eröffne ich eines der allseits beliebten Rankings einmal zu diesem Thema. Welches sind Eure fünf liebsten James Bond-Filme? Und welches sind für Euch die fünf schlechtesten? Kurze Begründungen wären schön, müssen aber nicht sein.

Zur Erinnerung hier noch einmal eine komplette Liste mit originalen und deutschen Titeln und den jeweiligen Darstellern (nur die "kanonischen" Filme, die von EON produziert wurden):
  1. Dr. No / James Bond jagt Dr. No (Sean Connery)
  2. From Russia with Love / Liebesgrüße aus Moskau (Sean Connery)
  3. Goldfinger (Sean Connery)
  4. Thunderball / Feuerball (Sean Connery)
  5. You Only Live Twice / Man lebt nur zweimal (Sean Connery)
  6. On Her Majesty's Secret Service / Im Geheimdienst ihrer Majestät (George Lazenby)
  7. Diamonds Are Forever / Diamantenfieber (Sean Connery)
  8. Live and Let Die / Leben und sterben lassen (Roger Moore)
  9. The Man with the Golden Gun / Der Mann mit dem goldenen Colt (Roger Moore)
  10. The Spy Who Loved Me / Der Spion, der mich liebte (Roger Moore)
  11. Moonraker (Roger Moore)
  12. For Your Eyes Only / In tödlicher Mission (Roger Moore)
  13. Octopussy (Roger Moore)
  14. A View to a Kill / Im Angesicht des Todes (Roger Moore)
  15. The Living Daylights / Der Hauch des Todes (Timothy Dalton)
  16. Licence to Kill / Lizenz zum Töten (Timothy Dalton)
  17. GoldenEye (Pierce Brosnan)
  18. Tomorrow Never Dies / Der Morgen stirbt nie (Pierce Brosnan)
  19. The World Is Not Enough / Die Welt ist nicht genug (Pierce Brosnan)
  20. Die Another Day / Stirb an einem anderen Tag (Pierce Brosnan)
  21. Casino Royale (Daniel Craig)
  22. Quantum of Solace / Ein Quantum Trost (Daniel Craig)
  23. Skyfall (Daniel Craig)
  24. Spectre (Daniel Craig)

m.joho

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2

Donnerstag, 1. Juni 2017, 21:34

Da fehlt mir aber der nicht von EON produzierte letzte Film mit Sean Connery, der bezüglich Ironie alle Filme mit Roger Moore in den Schatten stellt (man denke nur an die Stelle mit dem Urin): Never say never again!

Joseph II.

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3

Donnerstag, 1. Juni 2017, 21:54

Ein schönes "Light-Thema" für den Sommer. Danke dir, Bertarido. :)

Ich stelle mal voran, dass mir die Musik der alten Bond-Filme durchaus sehr zusagt. John Barry hat da wirklich etwas ganz Unverwechselbares geschaffen. Leider verließ er die Reihe 1987. Kurz darauf brach m. E. auch die Qualität der Filme an sich ein (was nicht heißt, dass es nicht seither auch einige Ausreißer nach oben gegeben hätte).

Aber zum eigentlichen Thema. Ich kenne alle Filme außer den aktuellsten, daher kann ich den nicht berücksichtigen.

Top 5:

- "Goldfinger" (1964)
- "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" (1969)
- "Diamantenfieber" (1971)
- "Moonraker" (1979)
- "Der Hauch des Todes" (1987)

Das fällt mir doch recht schwer, da ich auch viele weitere der Connery- und Moore-Filme sehr mag. Aber irgendwo muss man eben abwägen.

Bottom 5:

- "Ein Quantum Trost" (2008)
- "Casino Royale" (2006)
- "Stirb an einem anderen Tag" (2002)
- "Der Morgen stirbt nie" (1997)
- "Dr. No" (1962)

Nun ja. Der übelste Bond-Film überhaupt ist für mich "Ein Quantum Trost". (Erstaunlich gut "Skyfall", nachdem mir die anderen Craig-Auftritte nicht gefielen. Vielleicht war die Erwartungshaltung aber auch gering.) Bei "Dr. No" erscheint mir die Serie noch nicht wirklich ausgereift. Der ist aber nur dabei, weil es fünf sein sollen.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Stimmenliebhaber

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4

Donnerstag, 1. Juni 2017, 21:58

Ein schönes "Light-Thema" für den Sommer.

Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt Themen geben könnte, die mich noch weniger interessieren könnte, als dieses...

"Ich kann sie nicht finden, so sehr ich auch suche."

(Da wird in der R.I.P.-Rubrik heute über den Tod eines bedeutenden Dirigenten, eines bedeuten Dramatikers und eines bekannten Rock-Musikers berichtet, und - schon in der dortigen Rubrik! - landet man am Ende wieder bei James Bond... :no: )
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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WoKa

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5

Donnerstag, 1. Juni 2017, 22:28

Hallo!

Wenn ich bei jedem Thread,der mir nicht gefällt, eine entsprechende Mitteilung machen würde, müsste ich das bei jedem RT-Streit tun
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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6

Donnerstag, 1. Juni 2017, 22:34

Hallo!

Wenn ich bei jedem Thread,der mir nicht gefällt, eine entsprechende Mitteilung machen würde, müsste ich das bei jedem RT-Streit tun

Ich verstehe, was du sagen willst, aber bitte verstehe auch mich, dass ich diese Mitteilung nicht auch noch in der R.I.P.-Rubrik machen wollte!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Bertarido

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7

Freitag, 2. Juni 2017, 00:01

Da fehlt mir aber der nicht von EON produzierte letzte Film mit Sean Connery, der bezüglich Ironie alle Filme mit Roger Moore in den Schatten stellt (man denke nur an die Stelle mit dem Urin): Never say never again!
Lieber Marcel, wenn Du "Never say never again" unbedingt in Deiner Top 5 dabei haben möchtest, dann soll es mir Recht sein. Ich tue mich immer noch schwer, den Film als echten Bond-Film anzuerkennen, zumal er nur ein Remake von "Thunderball" ist und ich das Original viel besser finde.


Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt Themen geben könnte, die mich noch weniger interessieren könnte, als dieses...
Schön, dass wir das jetzt alle wissen.

Bertarido

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8

Freitag, 2. Juni 2017, 00:51

Bevor ich meine Auswahl nenne, ein paar Worte zur Musik: Die Titel-Songs waren lange eine Stärke der Bond-Filme, man denke an Klassiker wie Shirley Basseys "Goldfinger", "Diamonds are Forever" und "Moonraker", Nancy Sinatras "You Only Live Twice", Sheena Eastons "For Your Eyes Only" oder Paul McCartneys "Live and Let Die". Auch viele andere Songs waren gute Hits (Duran-Duran, a-ha, Tina Turner, Sheryl Crow, Madonna etc.) Der große Einbruch kam mit dem Re-Launch der Bond-Filme durch "Casino Royal", erst mit Adeles "Skyfall" gab es wieder einen guten Titel-Song.

Meine Top 5:

1. The World Is Not Enough / Die Welt ist nicht genug
Der beste Bond mit Brosnan und mein liebster von allen. Eine gute Story, die einige Überraschungen birgt, und eine hinreißende Sophie Marceau, die eine Frau mit vielen Facetten spielt. Und die Schlusszeile von Bond: "I thought Christmas only comes once a year" ist genial (keine Ahnung, wie das in der deutschen Synchronisation geht, ich schaue die Filme nur im Original).

2. Goldfinger
Der Klassiker schlechthin, könnte auch Nr. 1 sein. Gerd Fröbe ist der wohl beste Bond-Widersacher aller Zeiten. Mein Lieblingsdialog aus dem Film: "Do you expect me to talk?" - "No, Mr. Bond. I expect you to die!"

3. The Spy Who Loved Me / Der Spion, der mich liebte
Für mich der beste aller Bond-Filme mit Roger Moore. Aufwändig gedreht, ohne es mit all den Gadgets und Special Effects zu übertreiben wie bei "Moonraker". Und auch der "Beißer" ist hier noch furchteinflößend und keine Witzfigur wie im Folgefilm. Schließlich ist Curd Jürgens ein Bösewicht, der Gerd Fröbe fast ebenbürtig ist.

4. The Living Daylights / Der Hauch des Todes
Auch hier hat mich die Story überzeugt, und das Bond Girl Maryam d'Abo, die eine tschechische Cellistin spielt, hatte es mir damals besonders angetan. Dass ich Timothy Dalton als Bond sehr gut fand, habe ich schon gesagt. Auch der zweite Film mit ihm ("Licence to Kill") könnte es in meine Top 5 schaffen

5. Skyfall
Trotz meiner grundsätzlichen Ablehnung der neuen Bond-Filme mit Daniel Craig hat mir dieser sehr gut gefallen.

Ebenfalls gut: "Thunderball", "Diamonds are Forever", "On Her Majesty's Secret Service" (trotz, nicht wegen George Lazenby), "For Your Eyes Only", "Die Another Day".

Und nun die fünf schlechtesten (ohne Reihung):

- Dr. No
Hier stimme ich Joseph II. zu, der erste Bond war noch nicht ausgereift, trotz einzelner guter Szenen und trotz Ursula Andress im Bikini.

- You Only Live Twice / Man lebt nur zweimal
Der erste Tiefpunkt der Reihe. Total alberne Story, die ihren Gipfel in der Idee findet, Bond zum Schein mit einer Japanerin zu veheiraten, um ihn auf die Insel des Bösewichts einzuschleusen. Die gefühlt mindestens 30 Minuten dauernde Hochzeitszermonie ist todlangweilig.

- The Man with the Golden Gun / Der Mann mit dem goldenen Colt
Die Idee, Bond einen Killer als ebenbürtigen Widersacher entgegenzusetzen, ist eigentlich nicht schlecht, und Christopher Lee ist eine gute Wahl als charismatischer Bad Guy. Aber die Story ist doch sehr konstruiert, und die Umsetzung ist nicht überzeugend.

- A View to a Kill / Im Angesicht des Todes
Gerade noch einmal gesehen, im Angedenken an Roger Moore. Sein letzter Bond-Film ist aber auch sein schlechtester, er wirkt dabei ebenso müde wie die ganze Handlung. Insbesondere im Vergleich mit der energiegeladenen Grace Jones sieht Moore ziemlich alt aus, er überzeugt weder als Liebhaber noch als Action-Held.

- Spectre
Nach "Skyfall" eine einzige Enttäuschung. Ein Film, bei dem ich hinterher wirklich voller Ärger das Kino verlassen habe.

Norbert

Moderator

  • »Norbert« ist männlich

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9

Freitag, 2. Juni 2017, 10:23

Ich finde auch, ein schönes Thema. Deswegen "ranke" ich ausnahmsweise auch einmal mit. ;)

Mich jeweils auf fünf Filme festzulegen ist nicht so einfach, zumal es bei mir nur drei Bond-Filme gibt, mit denen ich nichts einfangen kann: "Dr. No" und "Der Mann mit dem goldenen Colt", bei denen ich mir erlaube, Bertaridos Begründungen zuzustimmen und dann noch "Leben und sterben lassen", bei dem ich mit dem "Voodoo"-Thema nichts anfangen kann und eigentlich nur den genialen Titelsong mag.

Bei den Top-Filmen habe ich zwei, die herausragen: "Goldfinger" und "Der Spion, der mich liebte" mit den charismatischsten Gegenspielern, die Bond jemals hatte. Zudem war "Der Spion, der mich liebte" der erste Bond-Film, den ich im Kino sah.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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10

Freitag, 2. Juni 2017, 11:18

Ich habe von denen keinen einzigen im Kino gesehen und kenne auch keinen Bond-Film nach Dalton :untertauch: Sofern man aber nichts anderes zu tun hatte, habe ich die meisten der älteren, viele mehrmals im Fernsehen gesehen. Bei manchen aber zu wenig Erinnerung daran (z.B. Dr. No oder auch den Lazenby-Streifen mit dem Internat). Seltsamerweise war "Sag niemals nie" einer der ersten, den ich gesehen habe und daher fällt es mir auch schwer, den als nicht-offiziell auszuschließen (da der aber für mich weder Top noch extremer Flop ist, ist es auch egal)

Unter diesen Einschränkungen:

Top: Goldfinger, Liebesgrüße aus Moskau, Der Spion, der mich liebte, In tödlicher Mission (For your Eyes only), Der Hauch des Todes [von dem war ich sehr positiv überrascht, da ich mich auch an die schlechte Presse Daltons erinnert hatte, leider habe ich den anderen mit Dalton nie gesehen oder keine Erinnerung daran]

Flop: Der Mann mit dem goldenen Colt (total albern und eine Verschwendung des Potential von Chr. Lee), Octopussy (wirkt wie ein fader Aufguss mit allen möglichen abgelutschen Bond-Klischees)

  • »Joachim Schneider« ist männlich

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11

Freitag, 2. Juni 2017, 14:05

Ich finde, daß die Bond-Filme allesamt nichts taugen, noch nicht einmal eine gute Unterhaltungsware darstellen, mit Ausnahme vielleicht von "Goldfinger", und hier auch nur wegen Gert Fröbe.
"Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

Stimmenliebhaber

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12

Freitag, 2. Juni 2017, 14:59

:thumbsup:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Agon

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13

Freitag, 2. Juni 2017, 15:39

Lieber Bertarido,

ich finde es ja gut, daß Du Dich hier der James Bond-Filme annimmst - aber muß es ausgerechnet in Form eines dieser sinnlosen Rankings sein? Jeder hat natürlich seine Favoriten, auch ich, aber ich will das einfach nicht in Form eines Rankings abhandeln, dafür sind mir die Filme bis einschließlich "Lizenz zum Töten" zu wichtig, und ich finde eigentlich in jedem der Filme Nr. 1-16 etwas, das mir gefällt, das mich fesselt, interessiert oder begeistert. Es ist nämlich durchaus angewandte Filmkunst und auch vielschichtig, wenn man sich genauer damit beschäftigt.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Bertarido

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14

Freitag, 2. Juni 2017, 17:19

Lieber Bertarido,

ich finde es ja gut, daß Du Dich hier der James Bond-Filme annimmst - aber muß es ausgerechnet in Form eines dieser sinnlosen Rankings sein? Jeder hat natürlich seine Favoriten, auch ich, aber ich will das einfach nicht in Form eines Rankings abhandeln, dafür sind mir die Filme bis einschließlich "Lizenz zum Töten" zu wichtig, und ich finde eigentlich in jedem der Filme Nr. 1-16 etwas, das mir gefällt, das mich fesselt, interessiert oder begeistert. Es ist nämlich durchaus angewandte Filmkunst und auch vielschichtig, wenn man sich genauer damit beschäftigt.

Lieber Agon,

Rankings sind nun mal eine Methode, um schnell ein Meinungsbild zu gewinnen. Und wenn hier sogar Beethoven-Symphonien und Wagner-Opern gerankt werden, dann sollte das bei James Bond-Filmen doch erst recht gestattet sein.

Du kannst ja einen tiefschürfenderen Thread zum Thema James Bond eröffnen, wenn Dir Rankings zu flach sind. Ich freue mich übrigens, dass Du der abschätzigen Meinung von Joachim und Stimmenliebhaber etwas entgegensetzt, auch wenn ich die Beschränkung auf die Filme 1-16 nicht mitmachen würde und zumindest die Brosnan-Filme noch hinzunähme. Danach geht dann auch für mich das Bond-Spezifische verloren und es werden Action-Filme wie alle anderen, mal bessere (Skyfall), mal schlechtere (Spectre). Man könnte natürlich argumentieren, dass die Zeit für den "alten" Bond abgelaufen war und der Relaunch die einzige Möglichkeit, das Franchise überhaupt am Leben zu erhalten. Diskussionsthemen gibt es also genug, auch wenn diese vielleicht dann doch in einem Film-Forum besser aufgehoben wären. Nicht dass Alfred diese Film-Spielwiese am Ende noch zumacht, weil es ihm hier nicht hochkulturell genug zugeht. ;)

Agon

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15

Freitag, 2. Juni 2017, 18:28

Lieber Bertarido,

momentan werde ich wohl keinen "James Bond-Tiefschürf-Thread" eröffnen - aber vorstellen kann ichs mir durchaus.
Es gibt leider viele Leute, die James Bond-Filme geringschätzig abtun - das ist m.E. sehr falsch.
Seit Pierce Brosnan hat die Reihe für mich ihre alte Identität und Qualität verloren. Es ist nun mal so. Ich habe "Goldeneye" im Kino gesehen und fand ihn bemüht und gequält. Und so gings dann halt auch weiter. Daniel Craig hat irgendwie gar keine Ausstrahlung und schon gar keinen Witz. Also, "Casino Royale" kann ich durchaus noch was abgewinnen, v.a. wegen Mads Mikkelsen, einem hervorragenden Schauspieler. Aber dann "Spectre" - was soll das sein?
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Cartman

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16

Freitag, 2. Juni 2017, 19:11

Als Bond- und Connery-Fan MUSS ich hier einfach mitmachen:

Meine Favoriten:
- Liebesgrüße aus Moskau
Mit der Dechiffriermaschine wird hier immerhin noch ein echtes Spionagethema aufgegriffen.
- Im Geheimdienst ihrer Majestät
Wäre mit Connery wahrscheinlich DER Bondfilm neben "Goldfinger" geworden.
- Goldfinger
Der Klassiker, der alle Bondklischees in Perfektion beinhaltet.
- Casino Royal
Die härtere/"realistischere" Gangart tat der Serie nach "Stirb an einem anderen Tag" gut und Craig ist hier absolut überzeugend.
- Der Spion, der mich liebte
Überlebensgroßes Abenteuer & eine verbesserte Ausgabe von "Man lebt nur zweimal" mit dem besten Bondschurken Curd Jürgens.

...nicht so gut:
- Man lebt nur zweimal
Schlampig produzierte Tricks mit einem Connery, dem man seine Lustlosigkeit deutlich anmerkt.
- Moonraker
Eine verunglückte Kombination aus "Star Wars" und James Bond - das geht gar nicht!
- Der Hauch des Todes
Bis auf das Finale langweilig. Roger Moore ist inzwischen definitiv zu alt für die Rolle des Draufgängers.
- Stirb an einem anderen Tag
Schon allein das unsichtbare Auto ist ein Schlag ins Gesicht des Zuschauers und Brosnans Surfeinlage sorgt einfach nur für (ungewollte) Heiterkeit.
- Ein Quantum Trost
Bei diesem hektisch und unübersichtlich geschnittenen Film droht dem zuschauer Augenkrebs. Dabei ist die Story an sich gar nicht mal schlecht.
Das Tagtägliche erschöpft mich!
LUDWIG VAN BEETHOVEN in einem Brief an seinen Neffen Karl

m-mueller

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Freitag, 2. Juni 2017, 19:47

Ich habe so ziemlich alle Bond-Filme im Fernsehen mehrfach gesehen - inzwischen besitze ich eine Gesamtausgabe mit allen Filmen, habe sie aber noch nicht durchgesehen.

Mit dem Tod von Moore ist es an der Zeit, diese umfangreiche Durchmusterung mal durchzuführen, 2 Filme pro Abend, vermutlich etwa 1 Abend pro Woche - in wenigen Monaten werde ich hinsichtlich des Threads-Titels auskunftbereit sein...

aber ich kann zumindest schon eines sagen: Goldfinger (anscheinend einer der Lieblinge er meisten hier) finde ich ziemlich schwach.
Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.
(Alfred Polgar)

Bertarido

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18

Freitag, 2. Juni 2017, 19:59

Ich habe so ziemlich alle Bond-Filme im Fernsehen mehrfach gesehen - inzwischen besitze ich eine Gesamtausgabe mit allen Filmen, habe sie aber noch nicht durchgesehen.
Ich habe alle mindestens einmal im Kino gesehen, und natürlich besitze ich alle Filme auf Blu-ray. Die guten habe ich bestimmt sechs oder sieben mal gesehen, die schlechteren nicht ganz so oft.


, 2 Filme pro Abend
Zwei pro Abend ist sportlich ;) Mir wäre das zuviel des Guten.

Das erinnert mich an die langen Filmnächte, die es zu meinen Studentenzeiten immer mal wieder gab. Nicht mit Bond-Filmen, aber Star Trek, alle (damals) fünf oder sechs am Stück. Das war dann am Morgen irgendwann zu Ende.

m-mueller

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19

Freitag, 2. Juni 2017, 20:17

Captain Archer - davon kann ich mir auch zwei pro Abend reinziehen... bei allen anderen Star-Treck-Serien finde ich eine völlig ausreichend.
Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.
(Alfred Polgar)

Joseph II.

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20

Samstag, 1. Juli 2017, 18:02

- Der Hauch des Todes
Bis auf das Finale langweilig. Roger Moore ist inzwischen definitiv zu alt für die Rolle des Draufgängers.

Du meinst gewiss "Im Angesicht des Todes" (A View to a Kill), den letzten Bond-Film mit Moore. "Der Hauch des Todes" (The Living Daylights) war der erste mit Dalton (tatsächlich verwirrend, zumal rasch aufeinander folgend).

Nachdem ich mir in den letzten Wochen beinahe alle Bond-Filme noch einmal angeschaut habe (etliche wohl seit über zehn Jahren zum ersten Mal), wollte ich mir hierzu nochmal äußern.

Insgesamt gefallen mir die Filme mit Sir Roger Moore heute am besten. Für mich wird er wohl immer James Bond sein, sogar noch vor Connery, den ich als zweiten nennen würde. "Der Spion, der mich liebte" ist bei nüchternen Betrachtung tatsächlich sein bester Einsatz, für mich knapp vor "Moonraker", "Octopussy" und "In tödlicher Mission". Allerdings haben selbst seine schwächeren Filme ihre starken Seiten in Form der Bösewichte: Christopher Lee in "Der Mann mit dem goldenen Colt" und "Im Angesicht des Todes" mit Christopher Walken und Grace Jones. In letzterem Film wirkt Moore tatsächlich bereits etwas ältlich, zudem ist das Bond-Girl leider eines der unglaubwürdigsten. Gleichwohl ziehe ich persönlich sogar diesen "Schwanengesang" jedem neueren Craig-Film vor.

Was die Filme mit Sir Sean Connery angeht: Einen richtig schlechten mit ihm gibt es m. E. nicht. Die stärksten sind wohl das Trio "Liebesgrüße aus Moskau", "Goldfinger" und "Feuerball" (bezeichnenderweise jeweils im Abstand von nur einem Jahr erschienen). "Diamantenfieber" wirkt aus heutiger Sicht schon etwas unfreiwillig komisch, aber dennoch sehenswert (unvergessen das schwule Mörderpärchen!). "Man lebt nur zweimal" viel besser als sein Ruf, Donald Pleasence für mich der beste Blofeld.

Einer der allerbesten Filme ist tatsächlich der einzige mit George Lazenby: "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Leider hat man die neue deutsche Synchronisation unsagbar stümperhaft gemacht; da wechseln sich die gewohnten alten Sprecher ständig mit furchtbar unpassenden neuen ab. Wieso das überhaupt nötig war, fragt man sich. Dafür kann der Film natürlich nichts.

Timothy Dalton trat ja auch nur zweimal auf. Mir gefallen beide. "Lizenz zum Töten" sagte mir vor Jahren gar nicht zu. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: zu Unrecht. Sicherlich ein sehr brutaler Film (gemessen am sonstigen Maßstab der Reihe), aber gerade auch wegen des längeren Auftritts von Q sehenswert.

Von den Filmen mit Pierce Brosnan gefällt mit heute "Der Morgen stirbt nie" am besten. Das Szenario ist spannend und Jonathan Pryce ist für mich der wohl beste Bond-Schurke der letzten 30 Jahre. Auch die anderen Brosnan-Filme sind soweit durchaus sehenswert, auch wenn der letzte leider gerade in der zweiten Hälfte recht unterirdisch daherkommt.
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Agon

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Samstag, 1. Juli 2017, 23:16

Einer der allerbesten Filme ist tatsächlich der einzige mit George Lazenby: "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Leider hat man die neue deutsche Synchronisation unsagbar stümperhaft gemacht; da wechseln sich die gewohnten alten Sprecher ständig mit furchtbar unpassenden neuen ab. Wieso das überhaupt nötig war, fragt man sich. Dafür kann der Film natürlich nichts.

Ja, da wurde die alte Synchro zerstört und mit neuen Sprechern angereichert. Das Ergebnis ist schlimm und schrecklich. Da sollte man auf keinen Fall die neue DVD-Ausgabe kaufen, sondern muß versuchen, noch die alte zu bekommen. Auch die TV-Ausstrahlungen haben mittlerweile alle diese verschlimmbesserte Version. Zum Glück ist das der einzige Fall dieser Neusynchro. Ich weiß nicht, was die Leute da geritten hat.
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Agon

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22

Sonntag, 2. Juli 2017, 13:06

Timothy Dalton trat ja auch nur zweimal auf. Mir gefallen beide. "Lizenz zum Töten" sagte mir vor Jahren gar nicht zu. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: zu Unrecht. Sicherlich ein sehr brutaler Film (gemessen am sonstigen Maßstab der Reihe), aber gerade auch wegen des längeren Auftritts von Q sehenswert.

Zu "Lizenz zum Töten" muß ich sagen: ja, es ist wohl der brutalste James Bond-Film, den es gibt. Aber er spielt nun einmal im südamerikanischen Drogenmilieu, und da geht es eben so zu (heute noch viel extremer).
Aber er ist eben auch extrem spannend und sehr gut besetzt und Timothy Dalton ist hier noch wesentlich besser als in "Der Hauch des Todes".
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