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WoKa

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1

Sonntag, 27. August 2017, 22:56

Der Kammermusik-Kanon Teil I: Werke für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung

Hallo!

Dann will ich mal den ersten Teil des Kammermusik-Kanons an den Start bringen.

Im Folgenden habe ich alle bisherigen Nennungen zusammengetragen, die in den beiden eingangs erwähnten Threads erwähnt wurden. Meine Fragen und Ergänzungsvorschläge formuliere ich im nächsten Post.

Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Taminos mit all ihre Spezialinteressen und den damit verbundenen Repertoirekenntnissen beteiligen würden.

Die gemeinsame Erstellung des Kanons erfordert sicherlich die Bereitschaft zu Kompromissen.

Ziel ist es eine möglichst schlüssige Zusammenstellung aller für die Entwicklung der Gattung der Kammermusik bedeutenden Komponisten und Werke zu schaffen.

Hier die bisherige Zusammenstellung mit der Bitte um kritische Durchsicht und die Einbringung von Korrekturen und weiteren Vorschläge.

Gruß WoKa


Der Kammermusik-Kanon Teil I: Werke für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung

Luis de Milán (1500 – 1561)
Libro de música de vihuela de mano intitulado El maestro

Giovanni Gabrieli (1557 – 1612)
Canzoni e sonate

Ennemond Gaultier (1575 – 1651)
Pièces de luth sur trois différens modes nouveaux
Livre de tablature ... de Mr. Gaultier Sr. de Nève et de Mr. Gaultier son cousin

Dario Castello (1621 – 1658)
Sonate concertate in stil moderno

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)
Rosenkranzsonaten

Arcangelo Corelli (1653 – 1713)
Violinsonaten op. 5

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Sonaten und Partiten für Violine solo
Sonaten für Violine und Cembalo

Wolfgang Amadeus Mozart (1856 – 1791)
Violinsonaten

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Violinsonaten Nr. 5 + 9 ("Frühling", "Kreutzer") und/oder op. 30
Cellosonate Nr. 3

Robert Schumann (1810 – 1856)
Violinsonate Nr. 2

Franz Schubert (1797 – 1828)
Arpeggione Sonate
Notturno
Späte Violinsonaten

César Franck (1822 – 1890)
Violinsonate A-Dur

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Violinsonaten 1-3
Eine der Cellosonaten

Camille Saint – Saens (1835 – 1921)
Violinsonate Nr. 1

Sergej Prokofieff ((1891 – 1953)
Violinsonaten 1 und 2

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Cellosonate
Violinsonate

Luciano Berio (1925 – 2003)
Sequenza I – XIV für versch. Instrumente bzw. Stimme

Salvatore Sciarrino (* 1947)
Sei Capricci für Violine solo

Edgar Varèse (1883 – 1965)
Density 21.5 für Flöte solo

Iannis Xenakis (1922 – 2001)
Nomos Alpha für Violoncello
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

WoKa

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2

Sonntag, 27. August 2017, 22:58

Hallo!

Meine zusätzlichen Vorschläge / Anregungen (für deren Konkretisierung ich teilweise zu wenig Repertoirekenntnisse habe):

Bach: Cellosuiten
Oboesonaten von Telemann oder Händel?
Boccherini: Cellosonaten?
Brahms: Klarinettensonaten
Chopin: Cellosonate
Rachmaninov: Cellosonate
Bartók: Sonate für Solovioline
Copland: Violinsonate
Pärt: Spiegel im Spiegel
Cage: Six Melodies for Violin and Piano

- Wie sieht es aus mit Flötensonaten (Corelli, C.P.E. Bach, Richter, J.S. Bach, Scelsi)
- Wie gehen wir mit Orgelwerken um?

Gruß WoKa
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Victor Hugo

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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3

Montag, 28. August 2017, 11:50


Der Kammermusik-Kanon Teil I: Werke für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung

Luis de Milán (1500 – 1561)
Libro de música de vihuela de mano intitulado El maestro

Giovanni Gabrieli (1557 – 1612)
Canzoni e sonate

Ennemond Gaultier (1575 – 1651)
Pièces de luth sur trois différens modes nouveaux
Livre de tablature ... de Mr. Gaultier Sr. de Nève et de Mr. Gaultier son cousin

Dario Castello (1621 – 1658)
Sonate concertate in stil moderno

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)
Rosenkranzsonaten

Arcangelo Corelli (1653 – 1713)
Violinsonaten op. 5
[...]

Hallo,
welche Stücke bei Gabrieli hast Du da im Kopf? Welche Besetzung?
Castello würde ich durch Farina ersetzen.
Sonst habe ich bis ins 17. Jahrhundert nichts zu meckern.
:hello:

quodlibet

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4

Montag, 28. August 2017, 12:46

Lieber Woka, lieber Kurzstueckmeister
Sonst habe ich bis ins 17. Jahrhundert nichts zu meckern.
:hello:
Für mich stellt sich die Frage ob auch ältere für (Block- und/oder Travers-) Flöte komponierte Musik in den Kanon aufgenommen werden sollte.
Falls ja wäre fürs 17. Jh. vermutlich auch noch Jacob van Eyck (um 1590 - 1657) zu erwähnen.

Mit freundlichen Grüßen, quodlibet

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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5

Montag, 28. August 2017, 14:20


Der Kammermusik-Kanon Teil I: Werke für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung

Luis de Milán (1500 – 1561)
Libro de música de vihuela de mano intitulado El maestro

Giovanni Gabrieli (1557 – 1612)
Canzoni e sonate

Ennemond Gaultier (1575 – 1651)
Pièces de luth sur trois différens modes nouveaux
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Dario Castello (1621 – 1658)
Sonate concertate in stil moderno

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)
Rosenkranzsonaten

Arcangelo Corelli (1653 – 1713)
Violinsonaten op. 5
[...]

Hallo,
welche Stücke bei Gabrieli hast Du da im Kopf? Welche Besetzung?
Castello würde ich durch Farina ersetzen.
Sonst habe ich bis ins 17. Jahrhundert nichts zu meckern.
:hello:

Das vor Corelli und Biber waren alles Deine Vorschläge in dem alten Thread... ;)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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6

Montag, 28. August 2017, 14:38

Herrlich ...
:untertauch:
D.h. ich muss jetzt selbst die Besetzungen bei Gabrieli checken ...

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

7

Montag, 28. August 2017, 15:34

Gabrieli:
Das war nicht unter "Soloinstrument mit/ohne Begleitung" von mir gepostet sondern unter "Kammermusik".
Also das gehört hier weg.

Blieben: Milan (Vihuela), Gaultier (Laute), van Eyck (Flöte) und Castello/Farina (Geige).

harry

Schüler

  • »harry« ist männlich

Beiträge: 148

Registrierungsdatum: 9. Januar 2010

8

Dienstag, 29. August 2017, 02:29

Nicht zu vergessen: die 12 wunderbaren Fantasien für Querflöte solo von Georg Philipp Telemann in einer fantastischen Interpretation von Hans-Martin Linde, eingespielt auf Original-Instrumenten des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Ich besitze die LP von EMI-Electrola aus dem Jahr 1975; ob diese höchst interessanten Werke jemals auch auf CD erschienen sind, weiß ich leider nicht. Für Flötenfreunde und OPI-Spezialisten eine absolute Delikatesse; die Travers-Flöten (ist korrekter als "Quer"-Flöten) stammen aus 1715 bzw. 1775 und stehen in der Stimmung a' = ca. (!) 410 Hz.

Grüße aus dem Odenwald
harry

  • »Hosenrolle1« ist männlich

Beiträge: 436

Registrierungsdatum: 3. August 2017

9

Dienstag, 29. August 2017, 03:07

Nicht zu vergessen: die 12 wunderbaren Fantasien für Querflöte solo von Georg Philipp Telemann in einer fantastischen Interpretation von Hans-Martin Linde, eingespielt auf Original-Instrumenten des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Ich besitze die LP von EMI-Electrola aus dem Jahr 1975; ob diese höchst interessanten Werke jemals auch auf CD erschienen sind, weiß ich leider nicht. Für Flötenfreunde und OPI-Spezialisten eine absolute Delikatesse; die Travers-Flöten (ist korrekter als "Quer"-Flöten) stammen aus 1715 bzw. 1775 und stehen in der Stimmung a' = ca. (!) 410 Hz.

Grüße aus dem Odenwald
harry

Jetzt hast du mich neugierig gemacht! Welches Werk ist das genau? Ich möchte das gerne mal auf YouTube und Imslp suchen. Gibt´s da ein Booklet in deiner Aufnahme, wo mehr zu den verwendeten Flöten gesagt wird? Danke dir für die Informationen auf jeden Fall :)



LG,
Hosenrolle1
„Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.“ (Voltaire)

harry

Schüler

  • »harry« ist männlich

Beiträge: 148

Registrierungsdatum: 9. Januar 2010

10

Dienstag, 29. August 2017, 18:19

LP-Hüllen sind häufig informativer als CD-Booklets. Es handelt sich um "12 Fantaisies à Travers sans Basse", veröffentlicht um 1732. Der hochinteressante und kenntnisreiche Einführungstext von Hans-Martin Linde beschreibt die Stücke als 2 - 4sätzig, dann quasi kleine Sonaten.
Spannend auch, was er zu den Flöten schreibt: Das Instrument von Jacob Denner (1715) habe eine Tendenz zur mitteltönigen Stimmung, während das Instrument von Carl August Grenser eher zur pythagoreischen Stimmung drängt. Zu berücksichtigen sei bei der Interpretation (Intonation) außerdem ein bei Quantz beschriebener "Naturfehler" der Flöte: Einige mit Kreuzen bezeichnete Töne seien ein wenig zu tief, einige ein wenig zu hoch.
So könnte man bei der Zahl 12 auch auf die Idee kommen, dass die Tonarten des Quintenzirkels abgeschritten werden. Dem ist aber nicht so; einige auf der Traversflöte besonders heikel zu spielende Tonarten werden ausgelassen.
Für Freunde der Solo-Kammermusik findet sich im Hüllentext übrigens noch der Hinweis auf Solofantasien für die Violine und die Viola da Gamba (1735).

Viele Grüße
harry

  • »Hosenrolle1« ist männlich

Beiträge: 436

Registrierungsdatum: 3. August 2017

11

Dienstag, 29. August 2017, 19:01

Spannend auch, was er zu den Flöten schreibt: Das Instrument von Jacob Denner (1715) habe eine Tendenz zur mitteltönigen Stimmung, während das Instrument von Carl August Grenser eher zur pythagoreischen Stimmung drängt.
Ja, das ist das Schwierige dabei. Die Instrumente waren damals, im Gegensatz zu den heutigen Flöten, sehr unterschiedlich, und man sollte natürlich eine nehmen, für die Telemann komponiert hat, genauer gesagt, für dessen klangliche und intonatorische Eigenschaften er komponiert hat. Deswegen hat mich interessiert, ob sie da etwas dazu sagen, welche Flöten verwendet wurden, und ob die auch korrekt sind.

Zu berücksichtigen sei bei der Interpretation (Intonation) außerdem ein bei Quantz beschriebener "Naturfehler" der Flöte: Einige mit Kreuzen bezeichnete Töne seien ein wenig zu tief, einige ein wenig zu hoch.
Das stimmt, ich habe auch öfter gelesen, dass die Flöten von damals, je mehr Vorzeichen eine Tonart hatte, "unreiner" klangen. Stücke mit 3 oder mehr Vorzeichen waren sehr schwer zu spielen (Gabelgriffe etc.), die Töne klangen sehr unterschiedlich. Komponisten haben das gezielt ausgenutzt und kreativ verwendet (Mozart z.B.).

Harnoncourt schrieb dazu auch mal:

Zitat

Die Böhmflöte (kurz vor 1850 erfunden) ist eine radikale Neukonstruktion. Die wesentlichen Unterschiede zur damals üblichen Querflöte: bei der Querflöte (Traverso) klingt D-Dur brillant und rein, alle anderen Tonarten - je nach Enfernung zur Grundtonart - gedeckt, bunt, inhomogen (also jeder Ton hatte eine unterschiedliche Farbe).


Zitat

Bleiben wir bei den Flöten, für die Bach komponiert hat. Da hat er etwa Sachen geschrieben, die ein damaliger Flötist kaum spielen konnte, Bachs Musik bekam durch die Mühe, durch diese Nähe zur Unspielbarkeit, eine ganz andere Dimension. Auf einer chromatischen, modernen Flöte klingt jede Tonart gleich leicht oder gleich schwer. Wenn die komponierte Schwierigkeit plötzlich wegfällt, fehlt eben eine wesentliche Dimension eines Werkes.


Zitat

Jede Beschränkung, jedes spieltechnische, klangliche Problem ist eben auch eine Inspirationsquelle für den Komponisten. (...) Wahrscheinlich sind sie auch die
einzige Möglichkeit für den Komponisten, das Scheitern in die Komposition einzubeziehen. Denn der Komponist will ja nicht eine konfliktfreie Marmelade vor uns ausbreiten, sondern er will menschliche Situationen mit all ihren Abgründen und mit ihrem Scheitern darstellen. Wenn dieses Scheitern sozusagen vom heutigen Aufführungspraktiker ausradiert wird, dann wird die Komposition verändert.

Darum wollte ich mir das anhören, weil ich es spannend finde zu verfolgen, wie der Komponist diese Eigenschaften der damaligen Flöte für seine Kompositionen verwendet hat. Freut mich, dass auch du ein Interesse an diesen Dingen hast! :)



LG,
Hosenrolle1
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harry

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  • »harry« ist männlich

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12

Dienstag, 29. August 2017, 20:55

...ich habe auch öfter gelesen, dass die Flöten von damals, je mehr Vorzeichen eine Tonart hatte, "unreiner" klangen...


Ist jetzt ein wenig OT, aber trotzdem: Das betrifft nicht nur die Flöte, sondern eigentlich alle Instrumente, besonders die Tasteninstrumente. Erst die "Erfindung" der ("Wohl"-)temperierten Stimmung ermöglichte es, alle Tonarten gleich "gut" zu spielen. Dabei nahm man in Kauf, dass es eigentlich nur noch ein einziges wirklich "rein" gestimmtes Intervall gab, nämlich die Oktav. Das Geniale dieser Erfindung ist die Tatsache, dass das menschliche Ohr diese "Verstimmungen" i.d.R. nicht wahrnimmt und sich deshalb auch nicht beleidigt fühlt (Es gibt natürlich Ausnahmen, aber das sind ausgesprochene Gehörs-Spezialisten). Bach hat sich diese Erfindung zu eigen gemacht; exemplarisch dafür natürlich die 2 Bände des "Wohltemperierten K(C)laviers" und auch einige Orgelwerke in entlegenen Tonarten.

Grüße, harry

  • »Hosenrolle1« ist männlich

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13

Dienstag, 29. August 2017, 23:40

Ist jetzt ein wenig OT, aber trotzdem: Das betrifft nicht nur die Flöte, sondern eigentlich alle Instrumente, besonders die Tasteninstrumente.

Ich weiß, deswegen bin ich ja auch immer dafür, dass man Werke mit den Instrumenten aufführt, für die sie geschrieben wurden :)
Ich habe jetzt nur die Flöte alleine erwähnt, weil ich v.a. zeigen wollte, warum ich an der von dir genannten Aufnahme interessiert war.


LG,
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14

Mittwoch, 30. August 2017, 23:01

Lieber harry,

Es handelt sich um "12 Fantaisies à Travers sans Basse", veröffentlicht um 1732.


Ich habe die Noten jetzt mal grob überflogen, und mir die Tonarten angesehen (dabei aber nur dir Dur-Tonart aufgeschrieben, manche davon, etwa Nr. 8 in e-Moll, stehen in der parallelen Molltonart, was aber an den Vorzeichen nichts ändert)


1. A-Dur
2. C-Dur
3. D-Dur
4. B-Dur
5. C-Dur
6. F-Dur
7. D-Dur
8. G-Dur
9. E-Dur
10. A-Dur
11. G-Dur
12. B-Dur


C, D, G, A und B kommen jeweils zweimal vor, nur E und F nur einmal. E-Dur ist hier die Tonart mit den meisten Vorzeichen (4 Kreuze) - die müsste auf dem richtigen Instrument gespielt auch am "buntesten" klingen, im Vergleich zu den anderen, die weniger Vorzeichen haben. Man sieht hier auf jeden Fall, dass der Komponist Tonarten mit zu vielen Vorzeichen vermied, bzw. selten eingesetzt hat.
Wenn du dir die Platte wieder mal anhörst, dann achte mal auf den Klang der Flöte, vor allem im Vergleich Nr. 3 und Nr. 9!



LG,
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WoKa

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15

Freitag, 1. September 2017, 17:36

Hallo!

Bevor ich die Zusammenstellung jetzt aktualisiere, schaut bitte nochmal drüber - auch über meine Vorschläge und bringt ggf. Neues ein (oder kritisiert Genanntes)

Die Telemann-Sonaten nehme ich natürlich auf.

Gruß
WoKa
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16

Freitag, 1. September 2017, 19:00

guten Abend,

Bach (einschließlich Cello-Suiten): einverstanden
Händel und/oder Telemann Oboensonaten: einverstanden
Telemann Fantasien für Flöte: einverstanden

Corelli hat m.W. keine Werke für Soloflöte geschrieben (op. 5 wurde für Geige komponiert und später für Flöte eingerichtet)

Ggf stellt sich die Frage, ob auch Vivaldi in den Kanon aufgenommen werden sollte (opus 2, Geigensonaten)
die Liste würde vielleicht etwas sehr "geigenlastig", aus diesem Grund hab ich auch von der Nominierung von Telemanns Fantasien für Geige abgesehen.

Mit freundlichen Grüßen, quodlibet

WoKa

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17

Samstag, 2. September 2017, 18:35

Hallo!

Auch wenn der Kanon dadurch noch geigenlastiger wird - wäre es nicht angebracht, die Violinsonaten von Eugène Ysaye hinzuzufügen?
Die Frage ist dann natürlich auch - welche?

Kleine Anmerkung am Rande:

Diese Scheibe gibt es bei jpc gerade für einen Spottpreis:



Gruß WoKa
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Victor Hugo

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18

Samstag, 2. September 2017, 19:50

Lieber WoKa,
danke für den Hinweis auf die Einspielung Tai Murrays (kenne nur die Aufnahmen von Kremer und Ricci sowie einige Aufnahmen des belgischen Wettbewerbs) :) .
Derzeit bin ich immer noch mit dem 18. Jh. beschäftigt :untertauch: .
Ysaÿes Violinsonaten gehören mE auch auf die Liste (kann jedoch nicht beurteilen welche Sonate; vermutlich gibt es für jede Sonate gute Gründe, die Dritte ist technisch innovativ, persönlich spricht mich die Zweite am meisten an).
Mit freundlichen Grüßen, quodlibet

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19

Montag, 4. September 2017, 11:38

Tartini muss wohl rein, oder?

quodlibet

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20

Dienstag, 5. September 2017, 02:41

Lieber Kurzstueckmeister
Tartini muss wohl rein, oder?
seh ich auch so (kein Kanon ohne Teu :stumm: )

Für mich stellt sich noch die Frage ob Quantz (Flötensonaten) in den Kanon gehört (vermutlich eher nicht) ?
Vielleicht noch Telemanns Sonaten für Oboe ?

Mit freundlichen Grüßen, quodlibet

WoKa

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Dienstag, 5. September 2017, 22:12

Tartini muss wohl rein, oder?


Hallo kurzstueckmeister!

Machst Du einen Vorschlag?

Danke WoKa
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Victor Hugo

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22

Mittwoch, 6. September 2017, 12:13

Auch wenn ich mich aus schlichter Unkenntnis im Kammermusikbereich nicht wirklich beteildigen möchte, gehören für mich als ausübenden Musiker doch umbedingt Debussy's Syrinx für Flöte solo (1913) sowie auch Francis Poulenc's Sonate für Klarinette und Klavier (1962), wenn nicht sogar hinzukommend die Sonate für Flöte und Klavier (1957) von ihm ebenfalls in den Kanon.
Sehr gerne höre ich auch die Cellosonate von Edvard Grieg (1883), allerdings halte ich die oberen Werke für bedeutender. Für den nordischen/skandinavischen Raum fällt mir ac hoc auch nichts wirklich bedeutendes für diese Abteilung des Kanons ein...

LG
Christian

WoKa

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Montag, 18. September 2017, 21:54

Der Kammermusik-Kanon Teil I: Werke für Soloinstrumente mit und ohne Begleitung

Luis de Milán (1500 – 1561)
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Jakob van Eyck (1590 – 1657)
Der Fluyten Lust-hof

Carlo Farina (1600 – 1639)
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Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 – 1704)

Rosenkranzsonaten

Arcangelo Corelli (1653 – 1713)

Violinsonaten op. 5

Antonio Vivaldi (1678 – 1741)

Violinsonaten Op. 2

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001-1006
Sonaten für Violine und Cembalo BWV 1014-1019
Cellosuiten BWV 1007-1012

Wolfgang Amadeus Mozart (1656 – 1791)

Sonaten für Violine und Klavier

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Oboensonaten
Fantasien für Violine Solo

Giuseppe Tartini (1692 – 1770)

Teufelsrittersonate

Luigi Boccherini (1743 – 1805)

6 Sonaten für Cello und Klavier

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Violinsonaten Nr. 5 + 9 ("Frühling", "Kreutzer“)
Sonate für Cello und Klavier Nr. 3

Robert Schumann (1810 – 1856)

Sonate für Violine und Klavier Nr. 2

Franz Schubert (1797 – 1828)

Arpeggione Sonate
Notturno
Sonate für Violine und Klavier D 574

Frédéric Chopin (1810 – 1849)

Sonate für Cello und Klavier

César Franck (1822 – 1890)

Sonate für Violine und Klavier

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Sonaten für Violine und Klavier 1-3
Sonate für Cello und Klavier Nr.2
Sonate für Klarinette und Klavier Nr.1

Camille Saint – Saens (1835 – 1921)

Sonate für Violine und Klavier Nr. 1

Eugène-Auguste Ysaÿe (1858 – 1931)

Sonate für Solo-Violine Nr. 2

Claude Debussy (1862 – 1918)

Syrinx für Flöte solo

Sergej Rachmaninov (1873 – 1943)

Sonate für Cello und Klavier

Béla Bartók (1881 – 1945)

Sonate für Solo-Violine

Sergej Prokofieff (1891 – 1953)

Sonate für Violine und Klavier Nr.1

Francis Poulenc (1899 – 1961)

Sonate für Klarinette und Klavier

Aaron Copland (1900 – 1990)

Sonate für Violine und Klavier

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)

Sonate für Cello und Klavier
Sonate für Violine und Klavier

Luciano Berio (1925 – 2003)

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John Cage (1912 – 1992)

Six Melodies for Violin and Piano

Iannis Xenakis (1922 – 2001)

Nomos Alpha für Violoncello

Arvo Pärt (*1935)

Spiegel im Spiegel (für Violine und Klavier)


Teil II folgt...

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24

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 00:27

Hallo!

Wenn ich Teil II fertig habe, werde ich wohl auch hier nochmals drüber gehen.

Beispielsweise denke ich drüber nach, die Oboensonate von Charles Koechlin aufzunehmen. Zum Einen als weiteres Sonatenwerk des Impressionismus, zum Anderen, weil der Kanon bislang keine Sonate für Oboe vorsieht.

Gruß WoKa
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