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Alfred_Schmidt

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1

Freitag, 8. September 2017, 13:45

Die Protagonisten der Alten Musik (O) ein etwas verspäteter Trailer

Nein - "TRAILER ist das nach so vielen Jahren des Bestehens dieser Threadserie wirklich keiner :)

Eher ein Resumé und ein Ausblick auf eine (eventuelle) Fortsetzung - denn "Renner" sind diese Threads allesamt nicht

Dieses Projekt . eine Serie über die Ensembles für frühe und alte Musik wurde vom Ex Mitglied "Salisburgensis" am Donnerstag. dem 14. Dezember 2006, um 21:28 Uhr begonnen und zwar mit den Worten:

Zitat

Mit der Vorstellung des Huelgas Ensembles möchte ich eine lose Reihe von Vorstellungsthreads über herausragende Ensembles verschiedenster Art aus dem Bereich der Alten Musik abseits der bekannteren wie Musica Antiqua Köln, Les Arts Florissants oder dem Concentus Musicus Wien beginnen (obwohl selbst die teilweise noch keinen eigenen Thread haben). Ich muß zwar befürchten, dass das wiedermal hauptsächlich eine Privatveranstaltung für BigBerlinBear, den Lullisten und mich wird, aber genau dagegen soll diese Serie u.a. auch Abhilfe schaffen, indem lohnenswerte Einspielungen und interessante Künstler bekannter gemacht werden. Und ich hege die leise Hoffnung, durch die etwas stärkere Präsenz dieses sehr weit gefassten Bereichs der Klassik ein wenig Verstärkung von schreibwilligen und -wütigen Liebhabern dieser Musik zu bekommen.


Das Mitglied hat dann eines Tages das Forum verlassen und dieser Threadserie blieb verwaist.
Ich habe mich dann bemüht mit meinen bescheidenen Kenntnissen die Serie fortzusetzen, wobei ich schon gegen eine der Intentionen des Projektstarters verstoßen habe, ich habe nämlich mit teilweise recht bekannten Ensembles fortgesetzt. Geschadet hat das indes nichts, denn was heisst im Bereich der Alten Musik schon "bekannt" ?

Die Prophezeihung des Projektstarters hat sich weitgehend erfüllt, die Threads blieben weitgehend einsam, eine Tendenz die im Laufe der Jahre eher verstärkt als verringert hat. Dennoch haben wir es bislang auf 14 Folgen gebracht.

Die Weiterführing wird schwierig, weil ich die Qualität einiger Ensembles (aus musikhistorischer Sicht) nicht wirklich einordnen kann.
Ich finde auch keinen Hinweis darauf ob HIP hier ein MUSS ist oder nicht, Neulich wollte ich mich mit der Oxford Camerata befassen, stellte dann aber fest, daß sie mit modernen Instrumenten spielen. Ich habe deshalb vorläufig davon Abstand genommen, sie in dieses Projekt aufzunehmen. Ein weiteres Problem ist, daß immer wieder Ensembles für Alte Musik "Programmerweiterungen" vornnehmen und plötzlich mit Aufnahmen von Werken aus Klassik und Romantik in ihr Progtam punkten wollen......

Dieser Thread soll dazu dienen, geeignete Ensembels zu erwähnen, oder sie als für unsere Serie als ungeeignet zu beurteilen
Die Ensembles selbst und ihre Aufnahem sollen hier NICHT besprochen werden - dazu sind die Einzelthtrads da, bereits bestehende und (hoffentlich) noch neu hinzukommende. Es steht übrigesns nirgendwo festgeschrieben, daß ausschliesslich ICH neue Threads mit interessanten Ensembles vorstellen soll.....

Bislang erschienen Folgen - sie sanf ab sofort komplett im Threead Directory (Allgemeine Klassikthemen) zu finden

Die Protagonisten der Alten Musik (I) - Das Huelgas Ensemble
Die Protagonisten der Alten Musik (II) - Roland Wilson und seine Ensembles
Die Protagonisten der Alten Musik (III) - Das Ensemble Weser-Renaissance Bremen
Die Protagonisten der Alten Musik (IV) - Concentus Musicus Wien
Die Protagonisten der Alten Musik (V) - Il Giardino Armonico
Die Protagonisten der Alten Musik (VI) - Europa Galante
Die Protagonisten der Alten Musik (VII) - Musica Amphion
Die Protagonisten der Alten Musik (VIII) L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg
Die Protagonisten der Alten Musik (IX) - Akademie für Alte Musik Berlin
Die Protagonisten der Alten Musik (X) - TAFELMUSIK
Die Protagonisten der Alten Musik (XI) Auser Musici
Die Protagonisten der Alten Musik (XII) - Thomas Binkley und das Studio der Frühen Musik
Die Protagonisten der Alten Musik (XIII) - Sequentia
Die Protagonisten der Alten Musik (XIV) - Das Ensemble Unicorn

mfg aus Wien
Alfred

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Reinhard

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2

Freitag, 8. September 2017, 15:01

Spontan einfallen würden mir jetzt noch:

Bell'arte Salzburg
Hamburger Ratsmusik
Voices of Music (San Francisco)

Vielleicht kennt jemand eines dieser Ensembles näher und fühlt sich berufen, etwas dazu schreiben?



 
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

dr.pingel

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3

Freitag, 8. September 2017, 17:48

Stile antico
Cappella de la Torre
Cappella Coloniensis
Schola Cantorum Basiliensis
verschiedene Ensembles von Herreweghe
verschiedene Ensembles von Jordi Savall
verschiedene Ensembles von Mark Minkowski
Les Arts Florissants (William Christie)
verschiedene Ensembles von René Jacobs
Collegium 1704 (Vaclav Luks)
The Clerks´Group (Edward Wickham)
Pro Cantione Antiqua
L´Arpeggiata (Christina Pluhar)
Orlando Consort
verschiedene Ensembles von John Eliot Gardiner
La Stagione (Michael Schneider)
Freiburger Barockorchester (G.v.d.Goltz)
verschiedene Ensembles von Thomas Hengelbrock
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).

Bertarido

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4

Freitag, 8. September 2017, 19:12

Mir fallen da spontan noch ein:

Hervé Niquet und Le Concert Spirituel
Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre
Hugo Reyne und La Simphonie du Marais
Philippe Pierlot und The Ricercar Consort
Ensemble Café Zimmermann
Chiara Banchini und Ensemble 415
Ton Koopmann und Amsterdam Baroque Orchestra
Alan Curtis und Il complesso barocco
Thomas Wimmer und Accentus Austria
Gunar Letzbor und Ars Antiqua Austria
Simon Standage und Collegium Musicum 90
The Orchestra of the Age of Enlightenment
The Raglan Baroque Players
Giovanni Antonini und Il Giardino Armonico
Arte Dei Suonatori

Es ist also noch viel zu tun :hello:

Reinhard

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5

Freitag, 8. September 2017, 19:12

Collegium 1704 (Vaclav Luks)

:thumbup: :thumbup: :thumbup:
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Alfred_Schmidt

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6

Freitag, 8. September 2017, 20:37

Ic befinde mich hier in der unangenehmen Lage, den Threadstarter vertreten zu müssen, sozusagen sein "Wollen" zu erahnen.
Natürlich kenne ich nur enen beschränkten Teil der hier genannten Ensembles, aber das ist nicht der Knackpunkt, denn ich keinne immerhin noch einige, die hier nicht genannt wurde,
Wenn ich aber - nur als Beispiel - das träfe auch andere auch zu - hernehme -und mir die verfügbare Discographie näher betrachte - dann frage ich mich, ob dieses Ensemble denn wirklich der "alten Musik"-Szene zuzurechnen ist. Ich sehe dort Barock, aber auch "Wiener Klassik"

Da dies eben ein "Grundsatzthread" ist, kann man ohne probleme auch drüber schreiben wo man die Grenzen zieht, wo die "alte Musik beginnt und wo sie endet.
Daß Wiener Klassik NICHT zur Alten Musik gehört ist ja wohl klar. Ich würde auch "Vorklassik" und Sturm und Drang nicht dazu zählen. Barock wöre meinem Veräsndins nach eine eigene Epoche.
Zur "Alten Musik" hätte ich die Musik der Renaissance gezählt, und die des Spätmittelalters, wobei ich mnich dann frage, was ist eigentlich "Frühe Musik" Das wäre bei mir dann das Mittelalter.

Hier weäre die Anwedenheit eines Spezialisten sicher kein Fehler, aber das dürfte dann natürlich nur einer sein, denn schon bei zwei Spezialisten dürfte das in einen veritablen Streit ausarten....
Die Übergänge dürften zudem recht schwammig sein.....

Ich habe inzwischen (d.h. während ich diesen Beitrag schreibe) bei Wikipedia nachgeschlagen und dort folgendes gefunden:

Zitat

Alte Musik bezeichnet europäische Musikstile aus verschiedenen Epochen etwa vor dem Jahr 1750. Sie umfasst die Musik des Mittelalters, die Musik der Renaissance und des Barocks, nicht jedoch die der Antike. (Für die Musik des frühen Mittelalters und davor wird die Bezeichnung „Frühe Musik“ verwendet.)


Demnach wäre Johann Sebastian Bach noch "Alte Musik"
Ich werde deshalb - so kein Widerspruch erfolgt mich an die Einteilung bei WIKIPEDIA halten, wenngleich ich sie für problematisch halte. Während im allgemeinen Bewusstsein der Öffentlichkeit J.S.Bach als Synonym der "Barockmusik" gesehen wird. so ist er tatsächlich jedoch ein (bedeutender) Vertreter des Spätbarock....

Sollte also meine künftige Einteilung falsch sein, so geniesse ich wenigstens den Schutz der allwissenden "WIKIPEDIA"

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Bertarido

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7

Freitag, 8. September 2017, 21:22

Wenn ich aber - nur als Beispiel - das träfe auch andere auch zu - hernehme -und mir die verfügbare Discographie näher betrachte - dann frage ich mich, ob dieses Ensemble denn wirklich der "alten Musik"-Szene zuzurechnen ist. Ich sehe dort Barock, aber auch "Wiener Klassik"

Welches Beispiel hast Du da im Sinn? Natürlich gibt es Ensembles, die neben Barock etwa auch Wiener Klassik aufgeführt haben, der Concentus Musicus mit seinen zahlreichen Mozart- und Haydn-Aufführungen und -Aufnahmen wäre hier ein Beispiel. Aber trotzdem gehört dieses Orchester mit seinen Maßstäbe setzenden Aufnahmen von u.a. Bach, Händel, Vivaldi und Monteverdi doch wohl zu den Protagonisten der Alten Musik, oder nicht?

m-mueller

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8

Freitag, 8. September 2017, 21:39

ich würde Barock auch rausnehmen, die alte Musik folgte m.E. anderen Kompositionsprinzipien.

Bertarido

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9

Freitag, 8. September 2017, 21:42

ich würde Barock auch rausnehmen, die alte Musik folgte m.E. anderen Kompositionsprinzipien.

Das widerspricht aber der gängigen Verwendung des Begriffs "Alte Musik", Barock wird hier immer dazugezählt. Schau Dir mal die Programme der zahlreichen Festivals für Alte Musik an.

dr.pingel

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10

Freitag, 8. September 2017, 21:44

Für mich privat habe ich eine andere Entscheidung gefällt, die sich bewährt hat, aber natürlich nicht verbindlich ist.
1. Gregorianik
2. Ars nova (Notre Dame, Paris, Machaut, Dufay usw.)
3. Vokalpolyphonie (Victoria, Palestrina und hunderte andere)
4. Renaissance (fängt bei mir mit Schütz an, dann Monteverdi und Cavalli)
5. Barock (Bach, Händel usw.)

In meiner persönlichen Wertung rechne ich den Barock ab Bach nicht mehr zur Alten Musik.
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).

m-mueller

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11

Freitag, 8. September 2017, 21:47

Lieber Dr. Pingel,

ich kann mich Deiner Systematik weitgehend anschließen, würde allerdings 3 und 4 zu "Renaissance" zusammenfassen.

Bertarido

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12

Freitag, 8. September 2017, 21:59

Für mich privat habe ich eine andere Entscheidung gefällt, die sich bewährt hat, aber natürlich nicht verbindlich ist.
1. Gregorianik
2. Ars nova (Notre Dame, Paris, Machaut, Dufay usw.)
3. Vokalpolyphonie (Victoria, Palestrina und hunderte andere)
4. Renaissance (fängt bei mir mit Schütz an, dann Monteverdi und Cavalli)
5. Barock (Bach, Händel usw.)

In meiner persönlichen Wertung rechne ich den Barock ab Bach nicht mehr zur Alten Musik.

Da werden wir uns nie einig werden ;) . Monteverdi und Schütz sind sicherlich Gestalten des Übergangs zwischen Renaissance und Barock, aber Cavalli hat nun mit Renaissance gar nichts mehr zu tun. Die Oper ist meiner Meinung nach ohnehin eine barocke Kunstform.

Unser Tamino Gombert hat an anderer Stelle einmal in Frage gestellt, ob der aus der bildenden Kunst entlehnte Begriff der Renaissance in der Musikgeschichte überhaupt Sinn macht.

Alfred_Schmidt

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13

Freitag, 8. September 2017, 22:22

Auch ich hätte PERSÖNLICH Barock weitgehend ausgeschlossen.
ABER wenn ich der Systematik Dr. Pingels folge, dann würden zahlreiche von Euch genannte Ensembles durch den Raster fallen.
Bei manchen ist die "Ausgrenzung" schon im Namen verankert:
"The Orchestra of the Age of Enlightenment" weist ja schon darauf hin, daß es sich dem Zeitalter der "Aufklärung" widmet.
Es wäre also nur logisch auf die meisten Ensembles zu verzichten, das wir sondt unter "falscher Flagge" segeln würden.
ANDRERSEITS ist es aber so, daß wenn wir uns sklavisch an die Systematuk halten, daß wir uns dann in die Nische einer Nische begeben, wo wir im deutschen Sprachraum vielleicht 100 Mitleser ansprächen, die uns dann jeden noch so kleinen sachlichen Fehlrt wie Prügel vor die Füsse würfen.
Abgesehen davon daß beispielseweise ich nicht über eine so große Sammlung "Alter und Früher Musik" verfüge.
AHA - wird jetzt mancher sagen, der hat 10 CDs mit alter Musik und will eine Threadserie eines Spezalgebietes betreiben. Sooo schlimm ist es auch wieder nicht. Ich habe etwa 130 CDS bis exclusive Vivaldi (meine Sammlung ist im wesentlichen nach Geburtsjahr des Komponisten geordenet) und anschliessend etwa 300 CD bis inclusice Lokatelli- Opern sind da nicht mirt dabei und es sollten sich nich einige CDs unter meinen 700 ungehörten befinden, icht hatte im Letzten Jahr an die 30 CDs mit mittelalterlicher und Renaissancemusik gekaufr-
ABER - das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. es müssen sich MEHERE Personen an diesem Projekt beteiligen, allein ist das nicht zu schaffen.
Warum ich mich dafür so einsetzt ? Ejrich gesagt - ich weiß es nicht
Es dürfte sich um eine meiner Marotten handeln - Denn Ruhm oder Dank werden wir damit nicht einheimsen - wir haben gesehen wie man den einstigen Betreiber von Prospero - Forum für alte Musik im Regen stehen ließ....
DENNOCH. Es gibt ein Zauberwort: ICH WILL !!!

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Alfred

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Bertarido

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14

Freitag, 8. September 2017, 22:56

Bei manchen ist die "Ausgrenzung" schon im Namen verankert:
"The Orchestra of the Age of Enlightenment" weist ja schon darauf hin, daß es sich dem Zeitalter der "Aufklärung" widmet.
Es wäre also nur logisch auf die meisten Ensembles zu verzichten, das wir sondt unter "falscher Flagge" segeln würden.

Das Orchestra of the Age of Enlightenment spielt auf "period instruments" und führt regelmäßig Werke von Händel, Cavalli, Rameau, Charpentier, Corelli und Purcell auf. Unter anderem in Glyndebourne. Selbstverständlich ist es damit auch ein Protagonist der Alten Musik. Dass es daneben auch noch Werke späterer Komponisten spielt, ändert daran nichts. Das hat, wie gesagt, auch der Concentus Musicus getan. Auch Pinnocks English Concert und Hogwoods Academy of Ancient (!) Music haben Mozart und Haydn aufgenommen, und vom hier schon besprochenen Tafelmusik Baroque Orchestra gibt es Aufnahmen von Beethovens Symphonien und Klavierkonzerten. In dieser Reihe nur Ensembles zuzulassen, die ausschließlich Alte Musik aufführen, wäre eine Einschränkung, die wenig Sinn macht.

Reinhard

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15

Freitag, 8. September 2017, 22:57

Ich war ja ein wenig erschrocken, als auf meine drei spontanen Nennungen gleich zwei größere Listen kamen.
Ich denke, die Idee dieser Treadreihe ist nicht die der Vollständigkeit, also eher Klasse als Masse.
Es sollten die Ensembles vorgestellt werden, die die Welle gemacht haben, und nicht die, die mehr oder weniger erfolgreich auf ihr mitschwimmen.
Il Giardino Armonico haben, denke ich, z.B. zurecht Ihren Eintrag bekommen (auch wenn ich sie nicht sonderlich mag).
Gefragt sind die Tamioianer, die sich näher mit der einen oder anderen Formation befaßt haben und Tips und Empfehlungen geben können. Oder seht Ihr Sinn und Zweck der Thread-Reihe anders?


 
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16

Freitag, 8. September 2017, 23:03

Es sollten die Ensembles vorgestellt werden, die die Welle gemacht haben, und nicht die, die mehr oder weniger erfolgreich auf ihr mitschwimmen.

Was heißt mitschwimmen? Es gibt Ensembles, die die HIP-Bewegung begründet haben, und andere, die jünger sind, aber dennoch wichtige "Protagonisten der Alten Musik" waren oder sind. Das Kriterium sollte doch sein, dass ein Ensemble einen Schwerpunkt (nicht notwendig den einzigen) im Bereich Alter Musik hat und hier wichtige Beiträge geleistet hat.

Alfred_Schmidt

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17

Freitag, 8. September 2017, 23:13

Zitat

Das Kriterium sollte doch sein, dass ein Ensemble einen Schwerpunkt (nicht notwendig den einzigen) im Bereich Alter Musik hat und hier wichtige Beiträge geleistet hat.


Das ist immerhin ein Standpunkt - ein Ratschlag auf den ich gegebenenfalls gern hinweisen werde, wenn die Hardlliner der "Alten Musik" uns mit Häme überschütten werden. Denn ich bin überzeugt davon (wenn ich den Einführungsbeitrag in Vol.1 lese, daß hier nur "Geheimtipps veröffentlicht werden sollten. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, daß man sich - wenn man in der (engen) Nische sitzt nicht auf Dogmen festlegen sollte.

Ich werde also in Kürze einen weiteren Thread über eines der von Euch vorgeschlagnen Ensembles starten. Ob das dann jemand liest ? Weiß ich nicht - ist auch nicht so wichtig -Ich mach es aus Lust und Tollerei.
Üblicherweise ist es in unserer Zeit der Selbstbewussten an dieser Stelle üblich zu schreiben:

Wer mich liebt - der folge meinem Beispiel !!

Also - DARAUF möchte ich es nicht ankommen lassen...... :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

mit freundlichen GRüßen aus Wien

Alfred

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Bertarido

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18

Freitag, 8. September 2017, 23:24

In der englischsprachigen Wikipedia gibt es eine Liste von Early Music Ensembles, die vielleicht hilfreich ist:

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_early_music_ensembles

Mir wäre es ein Anliegen, hier einige französische Ensembles vorzustellen, die bisher gar nicht repräsentiert sind. Ich habe nur leider momentan nicht die Zeit, das zu tun.

Gombert

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19

Samstag, 9. September 2017, 13:45

Es sollten die Ensembles vorgestellt werden, die die Welle gemacht haben, und nicht die, die mehr oder weniger erfolgreich auf ihr mitschwimmen. Il Giardino Armonico haben, denke ich, z.B. zurecht Ihren Eintrag bekommen.

Das Beispiel verstehe ich nicht. Die italienischen Gruppen schwimmen einerseits ohnehin auf einer Welle, die v.a aus Colonia kam (insb. Goebels Musica antiqua). Andererseits basiert Il Giardino Armonico wiederum auf älteren italienischen Gruppen wie Accademia Bizzantina, Modo Antiquo, Sonatori di gioiosa Marca etc.


Das Orchestra of the Age of Enlightenment spielt auf "period instruments" und führt regelmäßig Werke von Händel, Cavalli, Rameau, Charpentier, Corelli und Purcell auf. Unter anderem in Glyndebourne. Selbstverständlich ist es damit auch ein Protagonist der Alten Musik.

So ist es. Unter den prominenteren englischen PI-Ensembles ist nicht das OAE, sondern höchstens das ORR barockfrei (mehr Kürzel fallen mir kurzfristig nicht ein).



"The Orchestra of the Age of Enlightenment" weist ja schon darauf hin, daß es sich dem Zeitalter der "Aufklärung" widmet.

Mir hat ein Gründungsmitglied den Namen einmal mit verotteten Stromleitungen erklärt, die in einem alten Quartier - vor dem Umzug ins Southbank Centre - für Missstände sorgten...

Alfred_Schmidt

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20

Samstag, 9. September 2017, 13:58

Mir hat ein Gründungsmitglied den Namen einmal mit verotteten Stromleitungen erklärt, die in einem alten Quartier - vor dem Umzug ins Southbank Centre - für Missstände sorgten...


Das ist eine völlig logische,und zeitgemäße. quasi "einleuchtende" Erklärung des Namens.

Es ist immer gut wenn man einen Draht zur Quelle hat.
So was Abstruses, wie "Zeitalter der Aufklärung" konnte auch nur mir einfallen,,,,

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