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William B.A.

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1

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:57

Clara Schumann (1819 - 1896)

Ich sehe in diesen Tagen, dass das Thema "Schumann" wieder auf der Agenda steht. Drei Schumann-Threads sind alleine heute im Schwange, und dennoch bin ich der Meinung, dass noch etwas fehlt.
Ich kam darauf, als ich vorgestern zu einem Konzert in Köln weilte und mir für die Rückfahrt die neue Fono Forum kaufte. Gleich auf der Titelseite sprang mir dann die oberste Schlagzeile ins Auge: "Ragna Schirmer - Auf den Spuren von Clara Schumann. Ich erinnerte mich sofort an einen fesselnde Abend vor Jahren im Konzerttheater Coesfeld, als Dominic Horwitz (als Robert Schumann Texte (Briefe) von Robert Schumann verlas und Ragna Schirmer am Flügel (als Clara Schumann) Stücke von Robert Schumann spielte.
Und nun war das Thema wieder da: Clara Schumann, an deren 198. Geburtstag ich noch am 13. September erinnern durfte und deren 200. Geburtstag wir in zwei Jahren begehen. Es fehlt also nicht "etwas" sondern "jemand".
Gegenstand des Artikels im Fono Forum mit dem Titel "Pilgern zu Clara" war auch eine neue CD, die Ragna Schirmer herausbrachte mit dem Klavierkonzert a-moll op. 7 von Clara Schumann und dem Klavierkonzert Nr. 4 G-dur 58 von Ludwig van Beethoven mit einer Kadenz von Clara Schumann, die das Konzert selbst über 50mal aufführte.
Ein Untertitel des Artikels lautete: "Ragna Schirmer denkt das Beethovenkonzert von Clara Schumanns Kadenz aus neu".
Wie dem auch sei, denke ich, dass es an der Zeit ist, Clara Schumann selbst einen eigenen Thread im Tamino-Klassikforum zu widmen. Denn von Amy Beach über Nadia Boulanger bis hin zu Galina Ustwolskaja dürften wohl nicht die meisten Komponistinnen in die geheiligten Hallen des Tamino-Themenverzeichnisses Einzug gefunden haben. Höchste Zeit, dass es eine mehr wird:

Clara Josephine Schumann (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main; geborene Wieck) war eine deutsche Pianistin und Komponistin und ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns.

Clara Wieck wurde am 13. September 1819 in Leipzig geboren und am 6. Oktober in der dortigen Nikolaikirche auf die Namen Clara Josephine getauft. Ihre Eltern waren Friedrich Wieck und dessen Frau Mariane Wieck geb. Tromlitz. Der Vater war studierter Theologe. Wegen seiner Leidenschaft für die Musik ließ er sich auf dem Klavier ausbilden. Außerdem gründete er eine Klavier-Fabrik und eine Leihanstalt für Musikalien. Claras Mutter war Sängerin und Pianistin. Die erste Tochter Adelheid starb im Kindesalter. Dann folgten Clara und die Brüder Alwin, Gustav und Viktor. Zum Zeitpunkt der Geburt Viktors (1824) waren die Eltern aber bereits getrennt.
Friedrich Wieck heiratete 1828 die zwanzig Jahre jüngere Clementine Fechner und hatte mit ihr eine Tochter, Marie, die später Klavierunterricht bei ihm bekam. Aus der zweiten Ehe der Mutter Mariane Wieck mit Adolph Bargiel ging der Sohn Woldemar Bargiel hervor, der später Komponist wurde.
Friedrich Wieck, der sich der Erziehung seiner Kinder verschrieben hatte, galt als autoritär und streng, aber nicht ungerecht. Sein ganzes Augenmerk galt Clara, bei der er wegen ihres musikalischen Talents die Absicht verfolgte, sie so rasch wie möglich als Wunderkind und Klaviervirtuosin bekannt zu machen. So nahm er sie nach wenigen Jahren aus der öffentlichen Grundschule und ließ sie privat unterrichten, damit sie sich völlig auf das Klavierspielen konzentrieren konnte. Dadurch blieb die Ausbildung Claras weitgehend auf die Musik beschränkt.
Ab 1827 führte Friedrich Wieck ein Tagebuch für Clara – in der Ich-Form, als habe sie selbst geschrieben.[1] Später ließ er sich Claras Tagebuch-Eintragungen zum Lesen vorlegen. Ein solcher Tagebucheintrag der neunjährigen Clara lautete:
„Mein Vater, der längst schon vergebens auf eine Sinnesänderung von meiner Seite gehofft hatte, bemerkte heute nochmals, daß ich immer noch so faul, nachlässig, unordentlich, eigensinnig, unfolgsam etc. sei, daß ich dies namentlich auch im Klavierspiel sei, und weil ich Hüntens neue Variationen op. 26 in seiner Gegenwart so schlecht spielte, … so zerriß er das Exemplar vor meinen Augen, und von heute an will er mir keine Stunde mehr geben und ich darf nichts weiter spielen als die Tonleitern, Cramers Etüden und Czernys Trillerübungen.“
Wieck unterrichtete seine Tochter persönlich und mit Erfolg. Clara erntete mit ihren Auftritten großen Applaus. Für den Vater war sie das Aushängeschild seiner klavierpädagogischen Methode, die er auch Musikern wie Robert Schumann und Hans von Bülow angedeihen ließ. Das strenge pianistische Training war jedoch nicht kindgerecht. Laut Eva Weissweiler lässt sich der väterliche Einfluss sogar an ihrem Konzertprogramm ablesen. Zunächst bestand ihr Programm aus gefälligen Kompositionen von zum Beispiel Friedrich Kalkbrenner, Camille Pleyel, Ignaz Moscheles und Henri Herz. Erst nachdem sich der Einfluss des Vaters verringert hatte, spielte Clara Schumann in ihren Konzerten Werke von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Robert Schumann.
Wieck sah sich als Claras Impresario, der die oft mit Strapazen verbundenen Konzertreisen organisierte. Er trug Sorge dafür, dass Einladungen zu Konzerten ausgesprochen wurden und dass der Flügel am Veranstaltungsort funktionierte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es oft vor, dass sich ein Flügel nur schwer beschaffen ließ oder nicht gestimmt war. Vor jedem Konzert tat sich zudem die bange Frage auf, ob die Mechanik der Instrumente „mitspielen“ würde. Es konnte passieren, dass während des Spiels plötzlich Tasten stecken blieben oder Dämpfer sich nicht auf die Saiten zurücklegten, so dass der weiterklingende Ton das Spiel ruinierte. Wieck führte daher stets ein Arsenal an Klavierwerkzeugen mit sich und betätigte sich im Vorfeld des Konzerts meistens noch als Klavierstimmer und Reparateur. Später ging er dazu über, eigens ausgesuchte Instrumente an den Ort des Auftritts vorauszuschicken, damit Clara auf einem ihr vertrauten Flügel spielen konnte.

Weiteres in dem äußerst langen Artikel kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Clara_Schumann

Mit dieser CD:

auf der Ragna Schirmer, begleitet von der Staatskapelle Halle unter Ariane Matiakh, das a-moll-Klavierkonzert op. 7 von Clara Schumann und das 4. Klavierkonzert G-dur op. 58 von Ludwig van Beethoven spielt, ist nun ein Tonträger mehr mit Werken von Clara Schumann auf dem Markt.
Hier sind noch einige weitere:


Ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Taminos zum Thema Clara Schumann beitragen würden, da sie ja weit mehr als eine inspirierende Ehefrau von Robert Schumann und überragende Pianistin war.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Rheingold1876

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2

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 17:48

Lieber Willi, schön, dass Du auch ihr einen eigenen Thread eröffnest. Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich an einen Film, den ich vor vielen Jahren mit großer Anteilnahme gesehen habe.



Ich hätte wohl Lust, ihn wieder einmal anzuschauen, fürchte aber, dass der positve Eindruck von damals nicht gehalten hat. Das ist ja oft so. Inzwischen sind mir auch derlei Verfilmungen suspekt, weil sie ihre eigene - oft nur vorgegebene - Wahrheit haben. Kennt wer diesen Film mit dem jungen Herbert Grönemeyer als Schumann, Nastassja Kinski als Clara und Rolf Hoppe als Wieck?
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Dr. Holger Kaletha

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3

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:31

Ich sah diese aktuelle CD



setzte sie auf meine Anschaffungsliste und dachte: Ob es zu Clara Schumann einen Thread bei Tamino gibt? Lieber Willi, dafür besten Dank! :hello: In der kürzlich veröffentlichten großen Ashkenazy-Box



ist auch eine CD mit Liedern von Clara Schumann enthalten. Ich wusst gar nicht, dass Ashkenazy das gemacht hat und freue mich schon darauf, mich damit zu beschäftigen. :)

Die "klassische" Aufnahme der Lieder ist diese hier:



Schöne Grüße
Holger

Joseph II.

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4

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:46

Kennt wer diesen Film mit dem jungen Herbert Grönemeyer als Schumann, Nastassja Kinski als Clara und Rolf Hoppe als Wieck?

Ja, und auch bei mir ist es ewig her. Den haben wir seinerzeit im Musikunterricht angeschaut. Das dürfte circa 15 Jahre her sein. Ich war damals sehr positiv angetan, gerade auch von Grönemeyer als Schumann. Ich fand ihn als geradezu die ideale Verkörperung. Auch die restlichen Rollen sind ja sehr hochkarätig besetzt. War das deutsche Kino früher wirklich besser? Gerade dieser Tage sah ich nach langem "Nosferatu" (1922) von F. W. Murnau erneut und war noch immer fasziniert.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

William B.A.

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5

Freitag, 6. Oktober 2017, 00:01

Nach der heutigen Chorprobe und der anschließenden Trainingseinheit auf dem Ergometer finde ich Zeit, hier hineinzuschauen und mich zuerst bei euch für die Beiträge zu bedanken. In den nächsten Tagen (nach dem Coesfelder Citylauf) werde ich das Klavierkonzert anhören und, do gut es geht, einen Bericht dazu schreiben.

@ Rheingold1876: Den Film mit Grönemeyer und Kinski kenn ich nicht, aber ich erinnere mich dunkel an den Film "Träumerei" von 1944 mit Hilde Krahl und Matthais Wiemann, den ich mal im Fernsehen gesehen habe.
Liebe Grüße

@ Holger: Vielleicht kannst du ja mal deine Eindrücke von Ragna Schirmers Aufnahme hier kundtun, lieber Holger, wenn es denn so weit ist.

Willi :)
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Stimmenliebhaber

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6

Freitag, 6. Oktober 2017, 00:21

Kennt wer diesen Film mit dem jungen Herbert Grönemeyer als Schumann, Nastassja Kinski als Clara und Rolf Hoppe als Wieck?
Ich kenne ihn recht gut, habe ihn schon mehrfach gesehen, als Kind im DDR-Fernsehen (oder sogar im Kino) und inzwischen mehrfach auf DVD. Die liegt übrigens gerade ungelogen als einzige auf meinem Wohnzimmertisch und harrt dem Besuch eines Freundes entgegen, der ein großer Klaviernarr ist und diese DVD zusammen mit mir ankieken wollte.
Bei mir hat der Film auch bei mehrmaligem Sehen nicht verloren, im Gegenteil!

Ich hätte aber auch noch eine Buchempfehlung: Veronica Beci, Robert und Clara Schumann, erschienen 2006 im Patmos Verlag Düsseldorf, damals für 7.95€ bei Zweitausendeins gekauft und verschlungen, sehr viel über Robert Schumann und die Beziehung zwischen Robert und Clara erfahren, die eben alles andere als ein ungetrübtes Glück war.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Rheingold1876

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7

Freitag, 6. Oktober 2017, 18:30



Auf dieser CD fand ich mehrere Lieder von Robert Schumann auf dem Liederzyklus op. 39 und aus Frauenliebe- und leben - von Clara Schumann für Klavier solo bearbeitet. Das ist für meinen Geschmack natürlich grenzwertig, weil man im Geiste immer die Stimme mithört, die aber nicht da ist. Das kann auch daran liegen, dass diese Bearbeitungen doch nicht so genial und eigenständig sind. Auch der Vortrag gefällt mir nicht. Weiß jemand, ob es die kompletten Zyklen in dieser Form auf Tonträgern gibt?

Dank in die Runde für die Antworten auf meine Frage nach dem Film "Frühlingssinfonie". :)
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Rainer

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8

Freitag, 6. Oktober 2017, 19:58

Lieder-Transkriptionen

Hallo Rheingold,

es gibt eine Einspielung mit Cord Garben, erschienen auf Arte Nova, die ich auch habe. Ich müsste noch mal reinhören, aber sie ist sicherlich besser als die von Dir gezeigte.

Könnte es sein, dass hinter Claudio Colombo ein Computer steckt, bei den Unmengen, die von ihm eingespielt werden?

Die CD mit Cord Garben enthält alle Transkriptionen außer Freisinn, Schöne Fremde und eine der beiden Frühlingsnacht-Übertragungen, also 28 von 31.

Ich würde das Bild hochladen, wenn mir noch mal einer den Trick verrät.

Gruß,

Rainer

P.S. Ich sehe gerade, dass sie gebraucht ganz günstig zu haben ist.

William B.A.

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9

Freitag, 6. Oktober 2017, 21:54

Meinst du dieses Cover, lieber Rainer?



Es ist gar nicht so kompliziert:

1. auf amazon gehen und "cord garben" eingeben (darauf achten, dass du in der Eingabezeile alles klein schreibst);
2. Die Seite runterscrollen, bis das CD-Cover erscheint;
3. Mit dem Mauszeiger auf das CD-Cover gehen;
4. rechte Mastaste drücken und in dem neuen Dialogfeld mit der linken Taste den Befehl "Grafikinfo anzeigen" anklicken;
5. im neuen Dialogfeld auf die blau unterlegte Grafikinfo gehen und mit der rechten Maustaste anklicken;
6. dann mit der linken Maustaste den Befehl "Kopieren" anklicken;
7. Nun zurückgehen auf das geöffnete Dialogfeld in Tamino;
8. An die entsprechende Stelle (also die Stelle, wo das Bild beginnen soll) wieder auf die rechte Maustaste drücken:
9. Die nun erschienene Grafikinfo mit der linke Maustaste markieren, d. h. mit der gedrückten Maustaste von links nach rechts oder umgekehrt über den Befehl fahren und anschließend oben links mit der linken Maustaste auf die untergehende Sonne klicken!
Unter dem Dialogfeld kannst du nun mit der linken Maustaste auf den Button "Vorschau" klicken und im Vorschaufeld nachprüfen, ob das Bild richtig erschienen ist.


Wenn du alle 9 Punkte so ausführst, wie beschrieben, müsste es klappen. Dieses Procedere ist aber nur nötig bei CD's, die nicht über Amazon verkauft werden., wie in diesem Fall. Bei allen anderen CDs, die über Amazon (prime) verkauft werden und lieferbar sind, brauchst du mit der Maus nur die ASIN-Nummer kopieren (wie oben dnie Grafikinfo) und dann im Dialogefeld in Tamino plazieren (ebenfalls wie oben geschrieben).
Aber passe bitte auf, dass du immer die richtige Maustaste drückst. :D
Wenn in der Vorschau alles richtig ist, auf Absenden klicken, und dann müssten Text und eingebundene Bilder am richtig Ort sein.

Liebe Grüße

Willi :)
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Fiesco

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10

Freitag, 6. Oktober 2017, 22:34

Man kann doch auch zusätzlich das Bild verlinken .....

hier

LG Fiesco
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

Alfred_Schmidt

Administrator

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11

Freitag, 6. Oktober 2017, 22:35

Ich möcht auf eine weiter CD mit Klavierwerken von Clara Schumann hinweisen, die ich allerdings nicht selbst besitze.
Sie enztands in Zusammenarbeit von "Palladino" und dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Wie auf dem Cover vermerkt handelt es sich hierbei um ein Teilstück einer Serie, wo auf Instrumenten der Sammlung alter Musikinstrumente (KHM - Dependence Hofburg-Neue Burg) musiziert wird. Als ehemaliger Mitarbeiter dieses Museums ist mir bekannt, daß sich dort das Klavier von Clara Schuman befindet mit dem sie in Wien aufgetreten ist (soweit mir erinnerlich handelt es sich hier um eine Dauerleihgabe der "Gesellschaft der Musikfreunde in Wien" - Wenngleich es aus dem Cover nicht hervorgeht ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß speziell dieses Klavier für die Aufnahme der links gezeigten CD verwendet wurde.
Pesönlich habe ich- von anderen Instrumenten der Sammlung, die ich auf CD gehört habe, den Eindruck, daß die Instrumente sehr wohl gewartet werden, aber eher auf Erhaltung der originalen Substanz, als auf schönen Klang.
Viele restaurierte Instrumente, die wunderbar klingen wurden ja runderneuert, sind oft "neue " Instrumente in alter "Fassade". Das spräche dem Gedanken einer Museumssammlung zuwider. Die Kehrseite der Medaille ist daher oft wirklich ein "musealer" Klang.
Persönlich bevorzuge ich indes eher Nachbauten historischer Instrumente aber auch "moderne " Konzertflügel.
Die cpo DreierBox befindet sich inzwischen auf meiner Bestelliste für November

mfg aus Wien
Alfred

NACHSATZ: Wer lesen Kann ist klar im Vorteil
Was ich so intensiv im Kleingedrucken gesucht habe, steht GROSS als TITEL der CD: CLARA SCHUMANNS KLAVIER!!

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

William B.A.

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12

Samstag, 7. Oktober 2017, 00:49

Wenn du diese meinst, lieber Alfred:



die habe ich mir auch schon notiert.

Liebe Grüße

Willi :)
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Rheingold1876

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13

Samstag, 7. Oktober 2017, 08:53

es gibt eine Einspielung mit Cord Garben, erschienen auf Arte Nova, die ich auch habe. Ich müsste noch mal reinhören, aber sie ist sicherlich besser als die von Dir gezeigte.

Könnte es sein, dass hinter Claudio Colombo ein Computer steckt, bei den Unmengen, die von ihm eingespielt werden?

Die CD mit Cord Garben enthält alle Transkriptionen außer Freisinn, Schöne Fremde und eine der beiden Frühlingsnacht-Übertragungen, also 28 von 31.


Lieber Rainer, jetzt bin ich schlauer. Herzlichen Dank für Deine Hilfe. Ich werde mir den Cord Garden zulegen. Was nun den Claudio Colombo anbelangt, scheinst Du auf der richtigen Spur zu sein. Es klingt auch wie aus dem Computer, völlig seelenlos.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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WoKa

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14

Samstag, 7. Oktober 2017, 09:19

Hallo!

Einen tollen Film über das Dreieck Robert Schumann - Clara Schumann - Johannes Brahms hat die Urururgroßenkelin von Brahms, Helma Sanders-Brahms gedreht. Hier der gesamte Film:



https://www.youtube.com/watch?v=ZoY9FgeoS3c

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Rainer

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15

Samstag, 7. Oktober 2017, 10:23

Lieber Willi!

Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Beschreibung. Mit ihr kann eigentlich nichts schiefgehen. Ich werde sie bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

Liebe Grüße,

Rainer

Dr. Holger Kaletha

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16

Samstag, 7. Oktober 2017, 10:33

Ich werde mir den Cord Garden zulegen.
Das habe ich gerade gemacht, lieber Rüdiger - gebraucht bei Amazon bestellt (es gibt noch einige zum Preis von um die 4 Euro!). Cord Garben ist immerhin als Liedbegleiter bekannt und war zudem Schüler und Produzent von ABM. Die Aufnahme sollte also nicht schlecht sein. Zudem interessiert mich, ob Clara Schumanns Transkriptionen in die Region von Franz Liszts meisterhaften Schubert-Liedtranskriptionen kommen. :hello:

Schöne Grüße
Holger

Alfred_Schmidt

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17

Samstag, 7. Oktober 2017, 13:46

Ich habe nun begonnen - einzelne - Klavierwerke von Clara Schumann zu hören. Ich war den Kompositionen Clara schumans gegenüber immer ein wenig skeptisch und vertrat,die Annahme, sie habe nur unter dem sanften Druck Roberts komponiert, ich erinnere mich dunkel an einige Texte, die das implizit nahelegen. Und wenn man das glaubt und es hören will, dann glaubt man es auch.Robert Schumann musste sie immer "ermahnen" etwas zu komponieren.
Wie immer es sei, sie hat schon vor Schumanns Tod aufgehört zu komponieren und auch später nichts mehr geschrieben.
Dennoch besitze ich eine CD mit Werken für Klavier solo (ebenso das Klavierkonzert).
Im Rahmen dieses verdienstvollen Threads ist aber der Funke übergesprungen und ich habe mir eine Aufnahme mit sämmtlichen Kompositionen für Klavier solo von Clara Schumann auf meine Bestelliste geschoben, die dann so um den 10. November herum aktiviert wird. Bis dahin werde ich gelegentlich das eine oder andere Werk von der hier gezeigten Naxos CD anhören. Ich habe heute mit den Trois romances op.11 begonnen, den ersten drei stücken auf dieser CD. Interessant, daß man in jenen Tagen ähnlichen Moden frönte , wie heute. Wird heute fast alles mit einem englischen Modewort versehehen, so bekam damals alles französiche Titel, (Johann Nestroy hat sich schon damals darüber lustig gemacht)
Die drei Stücke entstanden 1839 in Paris und waren Robert gewidmet. Sie werden heute zur Salon- und Gelegenheitsmusik gerechnet, die einen zeitgenössischen Geschmack bediente. Immerhin konnten sie vor dem strengen Urteil ihres Mannes bestehen - aus welchen Motiven immer.
Wenn man sich mehr mit ihenen auseinandersetzt fällt das Urteil IMO günstiger aus, sie schrieb eben als Pianistin der damaligen Zeit für den Publikumsgeschmack der damaligen Zeit. Wer wollte ihr das verübeln ? Die zweite der drei Romancen hat Schumann sogar ausgewählt und sie den obligaten Notenbeigaben seiner Musikzeitung . darüber läuft ebenfalls ein Thread im Forum - hinzugefügt:
Sammlung von Musikstücken alter und neuer Zeit
Hier übrigens eine Photographie von Clara Schumann 1853, Da war sie 34 Jahre alt. Eine gewisse Resignation und "Altersweisheit" ist kaum zu übersehen, man könnte es auch "abgeklärt" nennen.


mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Dr. Holger Kaletha

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18

Sonntag, 22. Oktober 2017, 10:24



Das ist wirklich sehr empfehlenswert! Interessant ist der Vergleich mit Franz Liszt, der "Widmung" und "Frühlingsnacht" transkribierte:



Bei Schumann geht Liszt - anders als bei seinen Schubert-Liedtranskriptionen - mehr in Richtung freier Paraphrase, während Clara Schumann reine Transkriptionen schreibt. Beides hat etwas für sich. So schafft es Liszt bei "Widmung", gerade durch die Freiheit und den ausladenden Klaviersatz den romantischen Enthusiasmus zu treffen. In der Romantik war die Grenze von strenger Übertragung des Originals und Bearbeitung fließend, was die Transkriptionen eindrucksvoll belegen. Auch Clara Schumann gelingt es sehr schön, die tragende Singstimme durch den Klaviersatz hervorzuheben.

Schöne Grüße
Holger

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