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Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 468

Registrierungsdatum: 7. April 2011

91

Mittwoch, 21. März 2018, 10:39

Lieber Kurzstückmeister,

du sprichst mir und vielen aus der Seele. Hätte ich als junger Mensch diesen "German trash" oder - wie er inzwischen manchmal auch heißt - "Euro- trash" gesehen, hätte ich niemals eine Beziehung zur Oper gefunden. Auch hier im Forum gibt es ja einige Leute, von denen ich weiß, dass sie noch jung sind (man braucht nur ihre Vorstellungen zu lesen), die ihre offene Abneigung gegen das - was ich nicht Regietheater, sondern "Regisseurstheater" nenne, weil der Begriff Regie ja auch bei der Darstellung der Werke in der vom Komponisten gewollten Handlung zutrifft, ganz offen kundgeben.
Du hast es auch sehr recht erkannt, was ich auch in vielen Beiträgen gesagt habe: Wir (wieder eine Steilvorlage für einige Mitglieder) wollen das Regisseurstheater nicht gänzlich abschaffen, wenn es denn Einige brauchen und es nicht als das Originalwerk deklariert wird, wir sind nur dagegen, dass alles fast nur noch Regisseurstheater ist, man kaum noch eine Chance hat, das echte Werk des Künstlers, der es geschaffen hat, zu sehen. Ich lese häufig (z.B. in Wagners Schriften bzw gerade z.Zt. auch im Briefwechsel zwischen Verdi und Boito) wie sehr die Komponisten unter Betrachtung des Bühnengeschehens und der Musik um jedes Detail gerungen haben. Und da kommt ein Regisseur daher, zerstört einfach alles und erfindet eine neue absurde Handlung, weil es es nicht mehr fertig bringt, das Werk im Rahmen des Librettos umzusetzen oder weil er glaubt, dem Trend des Zeitgeistes nachlaufen zu müssen. Wenn er ein eigenes Werk schaffen würde, würde ich das akzeptieren, was nicht heißt, dass ich es auch sehen möchte.
Es geht hier wahrhaftig nicht darum, den Befürwortern ihr Lieblingskind vollständig weg zu nehmen, sondern lediglich um gerechte Verteilung.
Du hast auch völlig recht mit dem Titel. Hier geht es nicht um einen Verständigungsversuch über moderne, in unserer Zeit neu geschaffene Werke, die ich - wie du - durchaus akzeptiere. Sondern hier wird über Werke aus der Vergangenheit, die zerstört werden, geredet und - wahrscheinlich - auch wieder ellenlang doziert, was ich wieder (dank der sehr nützlichen Ignorierfunktion) für mich abgeschaltet habe.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

92

Mittwoch, 21. März 2018, 10:47

Und da kommt ein Regisseur daher, zerstört einfach alles und erfindet eine neue absurde Handlung, weil es es nicht mehr fertig bringt, das Werk im Rahmen des Librettos umzusetzen oder weil er glaubt, dem Trend des Zeitgeistes nachlaufen zu müssen.
Sie machen das so, weil sie müssen, sie werden schon entsprechend ausgebildet und ein Abweichen würde zudem heftige Kritik von Presse, Intendanzen und Wissenschaft bzw. eher noch Auftragslosigkeit bedeuten. Trotzdem hast Du Recht, dass man auch die Regisseure kritisieren muss, schließlich müssen alle in dieser Verflechtung sich bewegen, sonst bleibt es, wie es ist. Allerdings wird jeder, der sich in "unsere" Richtung bewegt, mit "Strafe" durch das Establishment zu rechnen haben.

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich
  • »Dr. Holger Kaletha« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 6 884

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

93

Mittwoch, 21. März 2018, 11:28

Ich habe Holgers Ausführungen natürlich nicht gelesen, da er glaubt, hier Vorlesungen halten zu sollen, und so nicht meinen Vorstellungen von Internetforenbenutzung entspricht (darf er natürlich, nur braucht er sich nicht wundern, wenn ihn nur seine Fans lesen), aber ein Werk erschließt sich am besten, wenn man das, was der Schöpfer wollte, nicht ignoriert, das halte ich für eine "Weisheit", die ich nicht zu begründen brauche (da wir hier keine wissenschaftlichen Arbeiten schreiben).
1. Bemerkung: Wischniewski hält auch "Vorlesungen" zu diesem Thema, oft länger als meine, aber das sind wohl keine Vorlesungen, weil sie von Wischniewski stammen?

2. Bemerkung: Man braucht also nur einfach ohne jegliche Begründung jemandem unterstellen, dass er ignoriere, was der Schöpfer wolle, und das reicht dann schon! Sehr postmodern - anything goes halt.
Die Wissenschaft wird sich dieser Frage wohl verschließen, da nicht das herauskommen würde, was sie gerne hätte. Somit ist es billig, den Begriff RT als "unwissenschaftlich" zu bezeichnen - das ist letztlich eine politische Entscheidung der Wissenschaft, die ohnehin im Wanken ist (die Entscheidung meine ich). Und wer jetzt meint, "die Wissenschaft" gibt es nicht, bittesehr, dann gibt es auch Wissenschaftler, die den RT-Begriff verwenden, und alles wird gut.
3. Bemerkung. Da wird auch wieder einfach mal so unterstellt, die Wissenschaft politisiere nur. Das ist völlig unseriös, weil haltlos und völlig unbegründet. Der Begriff RT kommt nachweislich nicht aus der Wissenschaft, sondern ist ein journalistischer. Seit wann übernimmt die Wissenschaft in dieser Weise außerwissenschaftlich geprägte "Begriffe" einfach als gültig? Antwort: Seit 2500 Jahren, seit es Wissenschaft in Europa gibt, nicht!

Schöne Grüße
Holger

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

94

Mittwoch, 21. März 2018, 11:45

Wissenschaft politisiert natürlich nicht NUR, sonst würde sie nicht Wissenschaft sondern Politik heißen.
Aber - leider - lässt sie immer wieder durchblicken, dass klare politische Positionen vertreten und Kunstwerke entsprechend bewertet werden. Und zwar nicht in Zeitungskritiken sondern in wissenschaftlichen Publikationen.
Eigentlich ist es ja dabei sogar gut, dass die politische Motivation zu sehen ist, sonst würde man ja nicht verstehen, wie die Urteile zu Stande kommen.
Sollte jemand mir das jetzt nicht glauben wollen, empfehle ich Elsaessers Monographie über Fritz Langs Metropolis, in der die Rezeptionsgeschichte ausführlich dargelegt wird. Da reichen sich die Linken die Klinke :D und alle schäumen, dass der Klassenkampf nicht als Heilsmittel propagiert wird, also ist's ein schrecklicher Film.
Erst zu postmodernen Zeiten ;) begann man, Langs Intentionen zu berücksichtigen. Da ging's dann plötzlich, vielleicht "anything".
8-)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

95

Mittwoch, 21. März 2018, 12:13

Der Begriff RT kommt nachweislich nicht aus der Wissenschaft, sondern ist ein journalistischer. Seit wann übernimmt die Wissenschaft in dieser Weise außerwissenschaftlich geprägte "Begriffe" einfach als gültig? Antwort: Seit 2500 Jahren, seit es Wissenschaft in Europa gibt, nicht!
Das kann ja nur ein Scherz sein ...

m.joho

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  • »m.joho« ist männlich

Beiträge: 1 182

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

96

Mittwoch, 21. März 2018, 12:39

Was mich bei den Erörterungen hier zunehmend stört, ist die Tatsache, dass zunehmend auf einer abstrakten Ebene diskutiert wird.
Ich habe mir z.B. den Berliner Tristan von Tcherniakoff (nicht von Wagner!!) per Video angetan, was in mir den Wunsch entstehen liess, diese hervorragende Besetzung in einer dem Werk entsprechenden Inszenierung sehen zu können. Man stelle sich nur mal Folgendes vor: Tristan ist ein lustiger Spring ins Feld, er und Isolde sind dauerbesoffen, bzw. stehen unter Drogen usw. usw..Welche ein Wahnsinn!
Wenn ich nun von Sympathisanten des RTs Verteidigungen dieses Konzepts (das übrigens auch von den meisten Kritikern nicht verstanden wird) erhoffe - Fehlanzeige!
Dr. Kaletha z.B. geht nur in Inszenierungen in Münster, sonst interessiert ihn Oper offensichtlich nicht, da er nie zu einer ausgestrahlten (Beispiel Kosky-Meistersinger etc.) Inszenierung Stellung nimmt, während ich dagegen weiss, warum ich Vorbehalte gegen viele Neudeutungen habe.
Warum übrigens ausgerechnet die Theatertheorie von Brecht bis heute so weitreichende Folgen zeitigt, kann ich mir nur durch seine Vorrangstellung in der DDR erklären.

Amfortas08

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  • »Amfortas08« ist männlich

Beiträge: 1 452

Registrierungsdatum: 4. Juni 2008

97

Mittwoch, 21. März 2018, 13:21

@Gerhard Wischniewski
„Du hast auch völlig recht mit dem Titel. Hier geht es nicht um einen Verständigungsversuch über moderne, in unserer Zeit neu geschaffene Werke, die ich - wie du - durchaus akzeptiere. „

Du ignorierst Thread-Titel und Anfangspostings, was bei dir überhaupt nicht verwunderlich ist. .

@Gerhard Wischniewski
„Sondern hier wird über Werke aus der Vergangenheit, die zerstört werden“,

Erneut drängt sich die Frage auf, ob jetzt weltweit sämtliche Opernpartituren verbrannt werden?

@Kurzstückmeister
"Die machen das so, weil sie müssen, sie werden schon entsprechend ausgebildet und ein Abweichen würde zudem heftige Kritik von Presse, Intendanzen und Wissenschaft bzw. eher noch Auftragslosigkeit bedeuten. "

Das ist im Bereich der Legende zu verorten. Z.B. „konservative“ Inszenierungen wie Peter Steins Zauberflöte oder Oliver Tambosis „Falstaff“ erhielten sehr freundliches Feedback.

@Kurzstückmeister
"Trotzdem hast Du Recht, dass man auch die Regisseure kritisieren muss, schließlich müssen alle in dieser Verflechtung sich bewegen, sonst bleibt es, wie es ist. Allerdings wird jeder, der sich in "unsere" Richtung bewegt, mit "Strafe" durch das Establishment zu rechnen haben."

Ja ja nicht nur echte Liebhaber des Guten, Wahren und Schönen möchten sich in Opferpose durch weltweit operierenden RT-Mafia suhlen. Zu diesem Behuf sollen jetzt auch Regisseure dazu eingemeindet werden. Wenns euch Spaß macht.. ..

@M Joho
„er und Isolde sind dauerbesoffen, bzw. stehen unter Drogen usw. usw..Welche ein Wahnsinn!“

Selbst In Unkenntnis der Wiedergabe von Barenboimn/Tscherniakovs würde ich zunächst mal konstatieren, dass es zu Wagners Tristan + Isolde passt, wenn beide "unter Drogen" stehn (selbst wenn Tristan später seinen eigenen Anteil dabei einräumt) .

"..Des Trankes Geheimnis
entdeckt' ich dem König:
mit sorgender Eil'
stach er in See,
dich zu erreichen,
dir zu entsagen,
dir zuzuführen den Freund.

Marke:
Warum, Isolde,
warum mir das?
Da hell mir enthüllt,
was zuvor ich nicht fassen konnt',
wie selig, daß den Freund
ich frei von Schuld da fand! .."

Ohne dabei irgend etwas über die Qualität bzw. Gehalt dieser Aufführung aussagen zu wollen.

@M Joho
„Wenn ich nun von Sympathisanten des RTs Verteidigungen dieses Konzepts (das übrigens auch von den meisten Kritikern nicht verstanden wird) erhoffe - Fehlanzeige!
Dr. Kaletha z.B. geht nur in Inszenierungen in Münster, sonst interessiert ihn Oper offensichtlich nicht, da er nie zu einer ausgestrahlten (Beispiel Kosky-Meistersinger etc.) Inszenierung Stellung nimmt, während ich dagegen weiss, warum ich Vorbehalte gegen viele Neudeutungen habe. “

Das ist doch Okay, dass du das "weisst". Kein zwingt dich Vorbehalte abzubauen.
Aber wieso erwartest du von Usern, von denen du meinst, sie als RT-Sympathisanten identifizieren zu müssen, Verteidigung der Tristan-Regie bzw. der Kosky-MS.
Glaubst du etwa, dass aufgeschlossene Opernbesucher sämtliche zeitgenössischen Bühnenrealisationen gleichzeitig mit dem Kopf abnicken?

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

98

Mittwoch, 21. März 2018, 13:32

@Gerhard Wischniewski
„Du hast auch völlig recht mit dem Titel. Hier geht es nicht um einen Verständigungsversuch über moderne, in unserer Zeit neu geschaffene Werke, die ich - wie du - durchaus akzeptiere. „

Du ignorierst Thread-Titel und Anfangspostings, was bei dir überhaupt nicht verwunderlich ist. .
Der Eröffnungsbeitrag lässt sich in dem Satz zusammenfassen: "Wer Regietheater nicht mag, soll die Klappe halten". Und da steht tatsächlich RT.
:D

La Roche

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  • »La Roche« ist männlich

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

99

Mittwoch, 21. März 2018, 13:52

Hallo Holger,
Er sagte nur dem Sinne nach: Nein, eure deutsche Oper mit Aktenkoffern etc. auf der Bühne ist nichts für mich. Oper müsse wie in Georgien schön altmodisch sein! Dann haben wir gelacht! Natürlich käme ich nicht im Traum auf die Idee, ihn vom Gegenteil zu überzeugen! Er leidet auch nicht darunter, sondern nimmt die Realität so hin wie sie ist - mit Humor.
Dein Bekannter aus Georgien kann ja auch darüber lachen. Er leidet ja nicht darunter, wenn er in die Oper geht. Er sieht das, was er erwartet!! Er hat Grund zu Lachen!!

Es handelt sich hier schlicht nur um eine historisch gewachsene, legitime Form von Theater, die ihr weder verstehen könnt noch wollt, weil sie nicht Eure Bedürfnisse befriedigt.
Und schon muß ich fragen: Warum ist diese Form des Theaters, die ich nicht verstehen kann oder will nicht auch in Georgien gewachsen, warum besonders in Deutschland (nicht nur, aber hier hat diese Theaterform quasi ein Alleinstellungsmerkmal), und warum nennst Du sie legitim? Ist die Arbeit eines Regisseurs wie Schenk oder Zefirelli nicht legitim?

Meine Antwort: Man braucht sich doch nicht auf das Nicht-Mögliche zu versteifen! Verbitterung löst keine Probleme, man erneuert sie nur immer wieder!

was würde Dein georgischer Freund sagen, wenn er in der Tbilissier Oper nicht nur Aktenkoffer, sondern alle anderen Erfindungen des RT sehen müßte, mit denen wir in D bombardiert werden, alternativlos?

Warum also nicht anerkennen: Ein Bieito hat sein Publikum gefunden - das seid freilich nicht Ihr! Warum ärgert Ihr Euch also ständig darüber, dass Ihr nicht sein Publikum seid und "kämpft" dagegen und tut so, als ob er seine Kunst nur macht, um Euch zu ärgern?

Ich muß auf Gerhard Wischnewski zurückgreifen, auf Mme Cortese, auch auf mich: Nicht Bieito läßt uns verzweifeln, nicht Konwitschny u.a., sondern die Tatsache, daß fast alle Regisseure in D nur noch diesen Stil der Neudeutung aufgreifen und kaum noch Möglichkeiten bestehen, sich solchen Inszenierungen zu entziehen! Das ärgert mich und viele andere. Es fehlt an einer Ausgewogenheit, wobei jeder auf seine Kosten kommt!! Du und ich!! Nicht in ein und derselben Inszenierung, aber ein variantenreicheres Theater, dafür stehe ich ein, dafür steht Gerhard ein uva. Ich will nicht nach Liberec fahren, um eine Oper so zu sehen, wie es Chrissy kann! Ich gehe in Deutschland ins Theater, und was ich hier sehen muß, das will ich nicht sehen! Ist das so schwer?? Wo kann ich in D einen Ring sehen, wie ich ihn gerne sehen würde?? Nirgends!! Du könntest aber in was weiß ich 5-10 Inszenierungen des Rings gehen, wie Du ihn sehen möchtest!! Dagegen sind "wir"!!

Statt ständig Projektionen Eurer Unzufriedenheit mit der Welt zu machen und zu unterstellen, dass Künstler nicht für, sondern gegen ihr Publikum arbeiten (das seid dann Ihr), was völlig absurd ist, nehmt das von Euch ungeliebte RT doch einfach als Tatsache hin!

Lieber Holger, auch ich bin Publikum! Ich will entscheiden, was ich sehen will, und diese Entscheidung nicht dem Regisseur oder dem Zufall überlassen!!!

Denn Euer "Kampf" gegen RT ist nichts anderes als der Kampf des Don Quichote gegen Windmühlen - realistisch betrachtet zur Erfolglosigkeit verurteilt

Das sehe ich nicht so!! Dank Gilles, Weikl u.a. sehen wir uns vertreten!! Du solltest auch anerkennen, daß es Leute gibt, die ein Ziel haben, welches nicht das Deine ist!!
Ansonsten machen Diskussionen keinen Sinn und jeder ignoriert besser den Anderen. Dann - wenn Ihr Euch dem gegenseitigen Verstehen verweigert - müsst Ihr Euch schon die Frage stellen lassen: Warum seid Ihr überhaupt in einem Forum zusammen mit Andersdenkenden, wenn Ihr keinerlei Interesse an einer produktiven Auseinandersetzung mit Ihnen habt außer in unendlicher Wiederholung über Euer Leid zu klagen und Eure kategorische Abneigung und Euer Nichtverstehenwollen kundzutun? Warum gründet Ihr dann nicht ein eigenes Forum, wo Ihr unter Euch bleibt und Euch niemand stört, wo Ihr Euch dann wechselseitig in Eurem Leiden bestätigen und bemitleiden könnt?
Und dieser letzte Beitrag von Dir ist wieder ein echter Kaletha (Hervorhebung von mir). Deshalb muß ich auch die Frage stellen: Warum bist Du in einem Forum, in welchem Du mir nicht erklären kannst, warum Rigoletto ein Affe sein muß, warum Lohengrin in einer Schulklasse spielen muß usw!! Der letzte Satz Deines Beitrages grenzt schon mal wieder an eine Unverschämtheit!!! Dein erster Satz geht nicht davon aus, daß Du bereit bist, Andersdenkende zu akzeptieren. Gut, daß ich das nicht politisch sehe, denn Du hast ein seltsames Demokratieverständnis!!

Wir - die Anderdenkenden - können Euch nicht bemitleiden.

Und - damit höre ich auf - um Mitleid geht es nicht. Ich dachte, es geht um Verständnis. Habe mich wohl geirrt in Deiner Bereitschft auf einen guten Umgangston im Forum.

La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


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100

Mittwoch, 21. März 2018, 13:59

Um Verständnis geht es sicher nicht. Eher um Dominanz.

Amfortas08

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101

Mittwoch, 21. März 2018, 14:26

@Kurzstückmeister
Um Verständnis geht es sicher nicht. Eher um Dominanz.
„Der Eröffnungsbeitrag lässt sich in dem Satz zusammenfassen: "Wer Regietheater nicht mag, soll die Klappe halten". Und da steht tatsächlich RT.“

1. Ich postete nicht bloß vom Eröffungsbeitrag sondern vom Thread-TITEL und den AnfangspostingS

2. Ferner zu lesen von

Holger:
„Produktiv ist eine Diskussion, wenn man ein Gemeinsames sucht. Es gibt gutes und auch schlechtes RT - darüber kann man ganz sachlich am Einzelfall diskutieren, wenn man die generelle Ablehnung einmal auszuklammern bereit ist.“

und von

Bertarido:
„Genau das wäre die eigentlich interessante Diskussion. Denn in den Kämpfen pro und contra RT geht völlig unter, dass es in allen Bereichen gute und schlechte Inszenierungen gibt.“

Wo ist in diesen Zitaten was von Klappe halten zu finden ?

@Kurzstückmeister
„Um Verständnis geht es sicher nicht. Eher um Dominanz.“

Zustimmung. Vor allem diese Threadtitel inklusive Intros sprechen für diese deine Annahme:

Regietheater - letzte verbliebene Schrumpfform linker Ideologie ?

Widerstand gegen das Regietheater wächst unaufhörlich - ist das Ende nah?

Sammelplatz für absurde und lächerliche Inszenierungsideen...

Schach dem Regietheater !!!

Widerstand gegen das Regietheater wächst unaufhörlich - ist das Ende nah?

Buhkonzerte für Regietheather-Inszenierungen

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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102

Mittwoch, 21. März 2018, 14:33

abgesehen vom gewünschten "ausklammern" der RT-ablehnung steht im eröffnungsbeitrag auch
Also warum mischen sich RT-Gegner in Diskussionen über eine konkrete RT-Inszenierung überhaupt ein?

Amfortas08

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  • »Amfortas08« ist männlich

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103

Mittwoch, 21. März 2018, 15:04

Das Zitat ist in seinem im Zusammenhang zu berücksichtigen:

„Wenn man generell diese Form von Theater ablehnt, dann sollte man sich doch besser aus einer solchen Diskussion ganz raushalten, weil es schlicht keine gemeinsame Diskussionsgrundlage gibt.“

Das keinesfalls mit Klappe halten gleichzusetzen, sondern höchstens mit der Feststellung, dass eine Diskussion unter den aufgezählten Bedingungen sinnlos ist. Sonst wäre auch am Beitragsende keine Ermunterung zur „produktiven Diskussion“ zu lesen.
Somit widersprechen diese Fakten deiner Zusammenfassung „Klappe halten“

Dr. Holger Kaletha

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104

Mittwoch, 21. März 2018, 15:05

Wissenschaft politisiert natürlich nicht NUR, sonst würde sie nicht Wissenschaft sondern Politik heißen.
Aber - leider - lässt sie immer wieder durchblicken, dass klare politische Positionen vertreten und Kunstwerke entsprechend bewertet werden. Und zwar nicht in Zeitungskritiken sondern in wissenschaftlichen Publikationen.
Kannst Du belegen, dass die "wissenschaftlichen Publikationen" in den Theaterwissenschaften in toto politisieren, nur weil sie den Begriff RT für wissenschaftlich fragwürdig halten? Es gibt Publikationen, die versuchen den Einfluss von Max Reinhard oder Meyerholdt mit Blick auf aktuelle Inszenierungen aufzuzeigen. Das ist Wissenschaft.

Natürlich gibt es in der Ästhetik auch dogmatische Positionen - aber auch die sind metapolitisch. Georg Lukacs vertritt z.B. eine marxistische Ästhetik, ist aber von platter Politisierung weit entfernt. Thomas Mann hat ihn sehr geschätzt - die Hauptfigur seines Tod in Venedig trägt nicht zuletzt auch seine Züge.

(Dass Du meine langen Beiträge nicht liest, ist übrigens ein schönes Beispiel für das, was die Medienwissenschaftler eine "Filterblase" nennen :D .)
Sollte jemand mir das jetzt nicht glauben wollen, empfehle ich Elsaessers Monographie über Fritz Langs Metropolis, in der die Rezeptionsgeschichte ausführlich dargelegt wird. Da reichen sich die Linken die Klinke :D und alle schäumen, dass der Klassenkampf nicht als Heilsmittel propagiert wird, also ist's ein schrecklicher Film.
Erst zu postmodernen Zeiten ;) begann man, Langs Intentionen zu berücksichtigen. Da ging's dann plötzlich, vielleicht "anything".
Diese Linken waren aber keine Wissenschaftler!
Dr. Kaletha z.B. geht nur in Inszenierungen in Münster, sonst interessiert ihn Oper offensichtlich nicht, da er nie zu einer ausgestrahlten (Beispiel Kosky-Meistersinger etc.) Inszenierung Stellung nimmt, während ich dagegen weiss, warum ich Vorbehalte gegen viele Neudeutungen habe.
Die Behauptung ist erst einmal gewagt. Kürzlich habe ich einen schon eingeplanten Besuch der Düsseldorfer "Walküre" wegen einer Terminüberschneidung leider absagen müssen. Für den "Siegfried" habe ich aber bereits die Karte...

Kürzlich traf ich bei einem privaten Musikabend mit drei 100%igen Wagnerianern zusammen, die jede Wagner-Inszenierung seit Beginn der Aufzeichnung kennen. Sie alle hatten die Kosky-Meistersinger gesehen und keiner hatte Vorbehalte. "Verstörend aber genau deshalb unbedingt sehenswert" - meinte einer von ihnen.
Warum übrigens ausgerechnet die Theatertheorie von Brecht bis heute so weitreichende Folgen zeitigt, kann ich mir nur durch seine Vorrangstellung in der DDR erklären.
Bei uns auf der Schule war Brecht einer der zentralen Autoren - und das war im Rheinland und nicht in der DDR. Der Deutschlehrer war auch alles andere als ein Linker.
Dein Bekannter aus Georgien, kann ja auch darüber lachen. Er leidet ja auch nicht darunter, wenn er in die Oper geht. Er sieht, was er erwartet!! Er hat Grund zu Lachen!!
Missverständnis. Wir haben überhaupt nicht über RT gelacht, sondern über das "Problem" RT. ;)
Und schon muß ich fragen: Warum ist diese Form des Theaters, die ich nicht verstehen kann oder will nicht auch in Georgien gewachsen, warum besonders in Deutschland (nicht nur, aber hier hat diese Theaterform quasi ein Alleinstellungsmerkmal), und warum nennst Du sie legitim? Ist die Arbeit eines Regisseurs wie Schenk oder Zefirelli nicht legitim?
Wer spricht denn Schenk oder Zefirelli die Legitimität ab? Ich jedenfalls nicht! Und wenn man Deine Frage beantworten will, muss man sich mit der Kultur- und Theatergeschichte von Deutschland bzw. Georgien beschäftigen.
was würde Dein georgischer Freund sagen, wenn er in der Tbilissier Oper nicht nur Aktenkoffer, sondern alle anderen Erfindungen des RT sehen müßte, mit denen wir in D bombardiert werden, alternativlos?
Die Frage ist erst einmal fiktiv - und "alternativlos" ist wieder das typische Konstrukt...
Ich muß auf Gerhard Wischnewski zurückgreifen, auf Mme Cortese, auch auf mich: Nicht Bieito läßt uns verzweifeln, nicht Konwitschny u.a., sondern die Tatsache, daß fast alle Regisseure in D nur noch diesen Stil der Neudeutung aufgreifen und kaum noch Möglichkeiten bestehen, sich solchen Inszenierungen zu entziehen! Das ärgert mich und viele andere. Es fehlt an einer Ausgewogenheit, wobei jeder auf seine Kosten kommt!!
Das wiederholt Ihr immer wieder, aber außer Euch selbst nimmt Euch das keiner ab. Wenn man die Fachleute aus dem Bereich Theaterwissenschaften hört, dann sagen die, dass es das RT, dass ihr meint, schon lange nicht mehr gibt und es inzwischen jede Menge junger Regisseure mit ganz neuen Ansätzen gibt. Von diesem Pluralismus nehmt ihr nur nichts wahr, weil Ihr nicht mehr in die Oper geht.
Lieber Holger, auch ich bin Publikum! Ich will entscheiden, was ich sehen will, und diese Entscheidung nicht dem Regisseur oder dem Zufall überlassen!!!
Weder ich noch Du entscheiden, was in einem Opernhaus gespielt wird. Das entscheidet der Intendant. Es gibt anerkannte Regisseure, die Ihr dem RT zuordnet, die nach wie vor von den bedeutendsten Opernhäusern engagiert werden. Das gefällt Euch nicht. Sie genießen im Allgemeinen hohes Ansehen, werden mit Preisen bedacht. Und es ist eben nur ein Märchen, dass sich die Opernhäuser wegen RT leeren. Dafür gibt es keine wirklich stichhaltigen Belege. Solange eine genügend große Nachfrage nach dieser Art von Theater vorhanden ist, wird es dieses Theater geben. Ihr seid nur eine Minderheit und müsst das letztlich akzeptieren. Das ist Demokratie. Wenn tatsächlich ein Opernhaus nach dem anderen Pleite geht wegen RT, dann wird es auch ein anderes Theater geben. So einfach ist das.
Das sehe ich nicht so!! Dank Gilles, Weikl u.a. sehen wir uns vertreten!! Du solltest auch anerkennen, daß es Leute gibt, die ein Ziel haben, welches nicht das Deine ist!!
Die "Skandal"-Inszenierung des "Freischütz" in Hannover wird wieder aufgenommen. Offenbar konnte Frau Gilles im demokratischen Wettbewerb keine Mehrheitsmeinung mobilisieren. Und was habe ich für "Ziele"? :no:
Und dieser letzte Beitrag von Dir ist wieder ein echter Kaletha (Hervorhebung von mir). Deshalb muß ich auch die Frage stellen: Warum bist Du in einem Forum, in welchem mir keiner erklären kann, warum Rigoletto ein Affe sein muß, warum Lohengrin in einer Schulklasse spielen muß usw!! Der letzte Satz Deines Beitrages grenzt schon mal wieder an eine Unverschämtheit!!!
Erklärungen dafür - letztlich vergebliche, die Ihr nur nicht zur Kenntnis nehmen wollt (übrigens nicht muss (Notwendigkeiten gibt es - anders als in der Logik - in der Ästhetik nämlich nicht), sondern kann) - hat es doch immer wieder gegeben. Wenn Du die Aufforderung, Farbe zu bekennen, als "Unverschämtheit" wertest, dann weiß ich auch nicht weiter! Was soll denn unsere Diskussionsgrundlage sein? Das "ich will nicht...", also eine Verweigerungshaltung, ist doch keine Grundlage für einen Dialog. So redet man nur, wenn man sich eigentlich nichts zu sagen hat. Nur auf die immer gleiche Weise die allbekannten Standpunkte auszutauschen kann es doch nicht sein!
Und - damit höre ich auf - um Mitleid geht es nicht. Ich dachte, es geht um Verständnis. Habe mich wohl geirrt in Deiner Bereitschft auf einen guten Umgangston im Forum.
Worum geht es denn dann? Kannst Du das mal positiv formulieren als wirklich produktive Perspektive statt gleich wieder den Beleidigten zu spielen?

Schöne Grüße
Holger

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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105

Mittwoch, 21. März 2018, 15:28

Sollte jemand mir das jetzt nicht glauben wollen, empfehle ich Elsaessers Monographie über Fritz Langs Metropolis, in der die Rezeptionsgeschichte ausführlich dargelegt wird. Da reichen sich die Linken die Klinke :D und alle schäumen, dass der Klassenkampf nicht als Heilsmittel propagiert wird, also ist's ein schrecklicher Film.
Erst zu postmodernen Zeiten ;) begann man, Langs Intentionen zu berücksichtigen. Da ging's dann plötzlich, vielleicht "anything".
Diese Linken waren aber keine Wissenschaftler!
Hast Du jetzt in das Buch geschaut, oder schießt Du mal so ins Blaue?

m.joho

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106

Mittwoch, 21. März 2018, 15:39


Zitat von »m.joho«



Dr. Kaletha z.B. geht nur in Inszenierungen in Münster, sonst interessiert ihn Oper offensichtlich nicht, da er nie zu einer ausgestrahlten (Beispiel Kosky-Meistersinger etc.) Inszenierung Stellung nimmt, während ich dagegen weiss, warum ich Vorbehalte gegen viele Neudeutungen habe.
Die Behauptung ist erst einmal gewagt. Kürzlich habe ich einen schon eingeplanten Besuch der Düsseldorfer "Walküre" wegen einer Terminüberschneidung leider absagen müssen. Für den "Siegfried" habe ich aber bereits die Karte...
Kürzlich traf ich bei einem privaten Musikabend mit drei 100%igen Wagnerianern zusammen, die jede Wagner-Inszenierung seit Beginn der Aufzeichnung kennen. Sie alle hatten die Kosky-Meistersinger gesehen und keiner hatte Vorbehalte. "Verstörend aber genau deshalb unbedingt sehenswert" - meinte einer von ihnen.
Ich habe übrigens die Kosky-Meistersinger recht witzig gefunden!
Warum Sie sie aber ebensowenig, wie die diversen Lohengrine (Guth und Konsorten) gesehen haben, bzw. sich jetzt um den Tcherniakow-Tristan kümmern, wenn Sie derart an Opern interessiert bleibt für mich ein Rätsel.


La Roche

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107

Mittwoch, 21. März 2018, 15:41

Hallo. Holger
Das wiederholt Ihr immer wieder, aber außer Euch selbst nimmt Euch das keiner ab. Wenn man die Fachleute aus dem Bereich Theaterwissenschaften hört, dann sagen die, dass es das RT, dass ihr meint, schon lange nicht mehr gibt und es inzwischen jede Menge junger Regisseure mit ganz neuen Ansätzen gibt. Von diesem Pluralismus nehmt ihr nur nichts wahr, weil Ihr nicht mehr in die Oper geht.
ich widerspreche. Ich gehe in die Oper, auch jetzt noch und vielleicht sogar öfter als Du!!
Zitat von »La Roche«

Lieber Holger, auch ich bin Publikum! Ich will entscheiden, was ich sehen will, und diese Entscheidung nicht dem Regisseur oder dem Zufall überlassen!!!



Weder ich noch Du entscheiden, was in einem Opernhaus gespielt wird.
Dein letzter Satz stimmt. Aber meiner auch. Ob ich mir das ansehe, was ich vorgesetzt bekomme, das entscheide ich und niemand anders!! Kein Intendant, kein Regisseur und letztlich auch kein Komponist. Das ist allein meine Wahl!!

Und was habe ich für "Ziele"?
Du hast schon verstanden, was ich meine!

Das "ich will nicht...", also eine Verweigerungshaltung, ist doch keine Grundlage für einen Dialog.
Das sehe ich allerdings auch so. Wenn ein Dialog darin bestehen soll, daß ich zu allem was Du meinst "ja" sage, aber Du meine Abneigung gegen bestimmte Dinge nicht wahrnehmen willst, wäre das eine Grundlage? Für mich nicht.
Worum geht es denn dann?
Um die Achtung der Meinung anderer. Um nichts anderes.

La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Gerhard Wischniewski

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108

Mittwoch, 21. März 2018, 15:49

Zitat

Zitat von LaRoche: Warum bist Du in einem Forum
Im Forum wird schon seit frühen Jahren über das Regisseurstheater diskutiert. Ich vermute, dass wieder einmal jemand, der später ins Forum gekommen ist, uns sagen wollte, wir sollten doch gefälligst austreten. Auch ich muss fragen, warum dieses Mitglied, wenn ihm andere Meinungen nicht passen, selbst in das Forum eingetreten ist bzw warum es denn nicht selbst verschwindet. Es ist genau dasselbe, wie wenn ich in eine Wohnung - wie jetzt geschehen - am Kölner Zoo einziehe und dann klage, dass der Lärm der Seelöwen, oder in eine Wohnung an einer belebten Straße einziehe und klage, dass die Straße verschwinden müsse.

Zitat

Zitat von Kurzstückmeister: Um Verständnis geht es sicher nicht. Eher um Dominanz.
Genau das ist schon seit langer Zeit auch mein Eindruck.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

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109

Mittwoch, 21. März 2018, 16:09

Um das klar und deuitlich zu sagen: die Diskussion um Operninszenierungen wurde immer schon konträr geführt in diesem Forum; es mag vielleicht von Alfred einmal anders beabsichtigt gewesen sein, aber eine zeitlang waren die Verfechter des modernen Theaters in der Überzahl. Dies zum einen. Die Diskussion war in früheren Jahren durchaus auch intellektuell, insofern ist Holger hier keine Ausnahme. Aufgrund eines Aderlasses an Mitgliedern ist es zu einer Verlagerung, besonders auch im Bereich Oper gekommen. In das Forum 2008 wärest Du, lieber Gerhard, wahrscheinlich gar nicht eingetreten.

Grundsätzlich möchte ich doch bitten, es zu wertschätzen, wenn ein Mitglied sich die Mühe macht, Sachverhalte differenziert darzustellen. Es ist eine Unart zu sagen, "ist mir zu lang, lese ich nicht". Wenn das so ist, dann lasst doch auch bitte die Finger von den "Brüdern Karamasow", dem "Witiko", Zeuskes "Handbuch Geschichte der Sklaverei" oder Roecks Geschichte der Rennaissance. Oder der jüngst erschienenen Biographie von Claude Levi Strauss.

Eine andere Unsitte übrigens: der exzessive Gebrauch der Zitierfunktion oder copy&paste unter Veerwendung von Klammeraffe und Namen des Zitierten: in diesen Beiträgen (ich denke da an ein gewissens jünger wirkendes Mitglied) wird nie ein kohärenter Gedanke entwickelt, sondern vor allem auf die aus dem Zusammenhang gerissenen und oftmals fehlinterpretierten Zitate ein Sprüchlein abgesondert. Auch das empfinde ich nicht als sinnvollen Beitrag zur Diskussion.

Und es stimmt schon: wenn jemand sagt: "Das ist meine Meinung, die ist unveränderlich", dann ist keine Diskussion möglich. Dann ist in der Tat für diesen Diskutanten an der Stelle das Gespräch beendet. Gibt ja noch hunderte anderer hier.

In diesem Sinne hoffe ich auf den konstruktiven Austausch hier in diesem Thread, mit dem er angefangen hat.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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110

Mittwoch, 21. März 2018, 16:53

Grundsätzlich möchte ich doch bitten, es zu wertschätzen, wenn ein Mitglied sich die Mühe macht, Sachverhalte differenziert darzustellen. Es ist eine Unart zu sagen, "ist mir zu lang, lese ich nicht". Wenn das so ist, dann lasst doch auch bitte die Finger von den "Brüdern Karamasow", dem "Witiko", Zeuskes "Handbuch Geschichte der Sklaverei" oder Roecks Geschichte der Rennaissance. Oder der jüngst erschienenen Biographie von Claude Levi Strauss.
Ich lese ganz gerne schwierige Texte, auch wissenschaftliche, allerdings nur, wenn ich den Eindruck habe, dass es die Mühe Wert ist. In Internetforen lese ich keine schwierigen Texte. Ich bringe ihnen dort keine Wertschätzung entgegen. Internetforen sind zur Entspannung und zum Tratsch da - mal sehen, ob ich jetzt rausfliege.
8-)

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

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111

Mittwoch, 21. März 2018, 17:02

Lieber Kurzstückmeister,

Internetforen bieten die Möglichkeit zu beidem. Und das Thema "Klassische Musik" ist nicht immer sehr einfach. Mit Blick auf miene persönliche Lernkurve bin ich hier im Forum einigen Beiträgern dankbar, die sich nicht immer kurz fassen können. William B.A. gehört dazu, Dr. Pingel, Helmut Hoffmann und eben auch Holger. Zuweilen parke ich die Lektüre der Beiräge bis ich die Zeit dafür finde (wie eben mit Büchern und Platten auch). Nichts für ungut. ;)

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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Dr. Holger Kaletha

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112

Mittwoch, 21. März 2018, 18:26

Ich habe übrigens die Kosky-Meistersinger recht witzig gefunden!
Warum Sie sie aber ebensowenig, wie die diversen Lohengrine (Guth und Konsorten) gesehen haben, bzw. sich jetzt um den Tcherniakow-Tristan kümmern, wenn Sie derart an Opern interessiert bleibt für mich ein Rätsel.
Des Rätsels Lösung ist, dass sich bei mir inzwischen dutzende ungehörte CDs stapeln, meine versprochene Pollini-Rezension mangels Zeit zum Musikhören wohl erst nächste Woche erscheint. Opern sind leider noch länger als die Fassungskraft einer CD...
Hast Du jetzt in das Buch geschaut, oder schießt Du mal so ins Blaue?
Das brauche ich in diesem Falle auch nicht wirklich. Diese linke Kritik kommt mir durchaus bekannt vor; ich kenne nämlich die Rezeptionsgeschichte von Brecht/Weill "Mahagonny" ziemlich gut.

ich widerspreche. Ich gehe in die Oper, auch jetzt noch und vielleicht sogar öfter als Du!!
Das ist ja auch schön! Dann findest Du doch Deine Oper, die Du sehen willst. Also ist das Angebot vielfältig genug, dass auch für Dich das Richtige dabei ist.
Dein letzter Satz stimmt. Aber meiner auch. Ob ich mir das ansehe, was ich vorgesetzt bekomme, das entscheide ich und niemand anders!! Kein Intendant, kein Regisseur und letztlich auch kein Komponist. Das ist allein meine Wahl!!
Natürlich. Keiner von uns ist gezwungen, eine Opernkarte zu kaufen. Das tut er freiwillig.
Du hast schon verstanden, was ich meine!
Nee!!!
Das sehe ich allerdings auch so. Wenn ein Dialog darin bestehen soll, daß ich zu allem was Du meinst "ja" sage, aber Du meine Abneigung gegen bestimmte Dinge nicht wahrnehmen willst, wäre das eine Grundlage? Für mich nicht.
Deine "Abneigung" kann man glaube ich nicht nicht wahrnehmen, die formulierst Du deutlich genug. :D Und die Motive, die Du dankenswerter Weise dargelegt hast, kann ich auch voll verstehen. Aber eine Grundlage für eine Diskussion ist das eben noch nicht.
Um die Achtung der Meinung anderer. Um nichts anderes.
Das ist doch nicht das Problem! Achtung richtet sich auf die Verschiedenheit, reicht aber genau deshalb nicht für die Suche nach irgendeinem noch so kleinen Gemeinsamen, dass man miteinander über eine Sache (hier: eine konkrete Inszenierung) überhaupt ins Gespräch kommen kann. Darum geht es aber eigentlich in einem Forum und dafür fehlt mir von Deiner Seite ein praktikabler Vorschlag.

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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113

Mittwoch, 21. März 2018, 18:30

Wenn das so ist, dann lasst doch auch bitte die Finger von den "Brüdern Karamasow", dem "Witiko", Zeuskes "Handbuch Geschichte der Sklaverei" oder Roecks Geschichte der Rennaissance. Oder der jüngst erschienenen Biographie von Claude Levi Strauss.
Das ist doch mal eine interessante Lektüreliste, Roecks Geschichte der Rennaissance macht mich neugierig :-)
Und dass hier jemand den Witiko liest, mag ich gar nicht glauben.
Ein bisschen Duldsamkeit und Sanftmut im Sinne Stifters wäre an dieser Stelle aber vermutlich zu viel verlangt.

Viele Grüße
Christian

Thomas Pape

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114

Mittwoch, 21. März 2018, 18:34

Liegt ungelesen auf meinem Schreibtisch, lieber Christian. Ist allerdings auch gerade erst erschienen. Ich versuche immer, mir die gebundenen Ausgaben zu sichern (bei Zeuske war's das letzte im Verlag vorrätige Exemplar). Der Röck hat 1170 Seiten Text und 130 Seiten Anhang. Ich bin gespannt.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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Reinhard

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115

Mittwoch, 21. März 2018, 18:58

Roecks Geschichte der Rennaissance macht mich neugierig :-)


Mich auch. Bin letztens bei Thalia drum herum geschlichen. Bei dem Gedanken, was noch ungelesen zu Hause liegt, bin ich aber schweren Herzens weitergegangen... :wacko:
Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

m.joho

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116

Mittwoch, 21. März 2018, 20:12

All das heisst also, Dr. Kaletha, wie auch aus vielen Ihrerer früheren Beiträge, klar wird, dass es Ihnen gar nicht um das pro oder contra gegenüber RT geht, sondern dass es Ihnen rein theoretisch um die Freiheit der Kunst geht. Kunst soll alles können und dürfen!
Ich möchte mal sehen, wie sie protestieren würden, wenn bar jeder political correctness, es ein Regisseur wagen würde, Wagners Antisemitismus in einer Inszenierung darzustellen: Mime mit Schläffenlocken und Kippa etc..

Thomas Pape

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117

Mittwoch, 21. März 2018, 20:27

Ich glaube eher, dass er das Bedürfnis einer Teilmenge Publikum der Oper gegenüber übersieht. Ich bin heute über einen wahren Satz des großartigen Claude Levi Strauss gestolpert (und konnte mir nicht verkneifen, in direkt auf meine facebook-Seite zu packen): „Gegen­über dem Theo­re­tiker muss der Beob­achter das letzte Wort haben […] und gegen­über dem Beob­achter der Einge­bo­rene“.
Tauschen wir den Eingeborenen ruhig gegen Adressaten von Kunst aus, Hörern von Neutönern, Beuchern von Ausstellungen zeitgenössischer Kunst oder eben auch neu interpretierten Opern.

Otto Neurath hat in den 1920er Jahren in Wien das sehr erfolgreiche Museum der Arbeit eingerichtet. Und er hat zuvor mit den potentiellen Besuchern gesprochen, wie sie sich das Museum vorstellen würden, denn für sie sei es ja gedacht. Die Entwicklung der ISOTYPE's war bahnbrechend für die Kommunikation statistischer Inhalte, gerade in diesem Museum. Zudem versuchte er in einer Basis-Sprache zu kommunizieren.

Freilich, die Kunst wäre in diesem Falle endlich, aber hier ging es um die praktische Einrichtung für eine Adressatengruppe.

Und nochmal Claude Levie Strauss: "„Es würde einen modernen Geist erstaunen, welche Anstren­gungen wilde
Gesell­schaften unter­nehmen, dem Wandel zu wider­stehen.“ Eine Einschätzung, die wohl jeder Feldforscher bestätigen würde. Zu den sogenannten Wilden muss man da gar nicht erst reisen: das ließe sich auch hierzulande bestätigen.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:

PS: Bitte keine Ausführungen jetzt über die Wiener Schule und Rudolf Carnap, ja?
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Dr. Holger Kaletha

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118

Mittwoch, 21. März 2018, 21:30

Ich glaube eher, dass er das Bedürfnis einer Teilmenge Publikum der Oper gegenüber übersieht. Ich bin heute über einen wahren Satz des großartigen Claude Levi Strauss gestolpert (und konnte mir nicht verkneifen, in direkt auf meine facebook-Seite zu packen): „Gegen­über dem Theo­re­tiker muss der Beob­achter das letzte Wort haben […] und gegen­über dem Beob­achter der Einge­bo­rene“.
Du meinst diese Biographie hier, lieber Thomas:



Diese preisgekrönte Biographie interessiert mich auch sehr, denn mit Levi-Strauss habe ich mich eingehend beschäftigt. Sie kommt gleich auf meine Anschaffungsliste! :) Der Satz ist natürlich bemerkenswert, zeigt ein großes Spannungsfeld, denn der Strukturalismus ist natürlich hypertheoretisch. Übrigens war Levi-Strauss ein großer Musikliebhaber. Sein großes Werk "Mythologica" ist musikalisch wie eine Symphonie aufgebaut! :)

Kennst Du die "Grounded Theory"? Das ist die eigentlich fundierteste Theorie empirischer Forschung, finde ich.
„Es würde einen modernen Geist erstaunen, welche Anstren­gungen wilde
Gesell­schaften unter­nehmen, dem Wandel zu wider­stehen.“ Eine Einschätzung, die wohl jeder Feldforscher bestätigen würde. Zu den sogenannten Wilden muss man da gar nicht erst reisen: das ließe sich auch hierzulande bestätigen.
Dass die sogenannten "Primitiven" (so sagte man damals noch) "neuerungsfeindlich" sind, das war schon die These von Lucien Levi-Bruhl. Dessen - wie ich finde immer noch ungemein lehrreichen, lesenswerten Untersuchungen - kennt Levi-Strauss natürlich alle. Offensichtlich haben wir mit denen, die wir Europäer so gerne "Primitive" nennen, mehr gemeinsam, als wir zugeben. Der Titel "Wildes Denken" ist von Levi-Strauss natürlich ironisch gemeint. :)
All das heisst also, Dr. Kaletha, wie auch aus vielen Ihrerer früheren Beiträge, klar wird, dass es Ihnen gar nicht um das pro oder contra gegenüber RT geht, sondern dass es Ihnen rein theoretisch um die Freiheit der Kunst geht. Kunst soll alles können und dürfen!
Ich möchte mal sehen, wie sie protestieren würden, wenn bar jeder political correctness, es ein Regisseur wagen würde, Wagners Antisemitismus in einer Inszenierung darzustellen: Mime mit Schläffenlocken und Kippa etc..
Die Frage darf man ja auch stellen, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Frage "pro oder contra RT" in dieser Weise zu stellen. Und was die Kunstfreiheit angeht, liegt da für mich ein Missverständnis vor. Freiheit bedeutet Verantwortung und (Selbst-)Verantwortung. Was aber nun nicht heißt, dass die Freiheit nicht auch die falsche Entscheidung treffen kann und Schlechtes und nicht Gutes zur Folge hat. Das alles darf man kritisieren. Nur gilt hier grundsätzlich das, was schon der heilige Thomas über die Gewissensentscheidung festgestellt hat: Gerade auch eine "falsche" Gewissensentscheidung ist zu respektieren, denn sonst wird die Gewissensfreiheit aufgehoben, indem sich nämlich Andere anmaßen, Gewissen zu spielen für Jemanden. Damit wäre die konstitutive Unvertretbarkeit der Gewissensentscheidung suspendiert. Auch das künstlerische Gewissen ist wie jedes Gewissen unvertretbar. Das hat also nichts mit Beliebigkeit und anything goes zu tun. Die Alternative wäre, zu bestreiten, dass Künstler ein "Gewissen" hinsichtlich ihrer künstlerischen Entscheidungen haben dürfen. Dann sind wir aber bei totalitären Staaten wie China - Beispiel Ai Weiwei.

Schöne Grüße
Holger

m.joho

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119

Mittwoch, 21. März 2018, 21:44

Das beantwortet meine Fragestellung nicht einmal annähernd! Sorry!

9079wolfgang

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120

Mittwoch, 21. März 2018, 22:17

Zitat

Thomas Pape: ...In diesem Sinne hoffe ich auf den konstruktiven Austausch hier in diesem Thread, mit dem er angefangen hat.

Etwas so?:

Zitat

Dr. Kaletha: ...Warum gründet Ihr dann nicht ein eigenes Forum, wo Ihr unter Euch bleibt und Euch niemand stört, wo Ihr Euch dann wechselseitig in Eurem Leiden bestätigen und bemitleiden könnt?
W.S.