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rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich
  • »rodolfo39« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 199

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

1

Donnerstag, 5. April 2018, 11:20

ROH im Kino grandioser Macbeth aus London

Gestern Abend war man bei dem trüben Wetter im muckelig warmen Kino bestens aufgehoben. Außerdem gab es vor und während der Pause kostenlosen Sekt. Der Kinosaal war voll. Die Inszenierung von Phyllida Lloyd war zeitlos und die verstand es den Macbeth packend und glaubhaft zu erzählen. Anna Nebtreko dürfte wohl zur Zeit die beste Lady Macbeth sein. Mit ihrem vollen Sopran hat sie keinerlei Schwierigkeiten bei den dramatischen Passagen. Auch darstellerisch nimmt man ihr die auf Macht besessene Lady ab. Ihr Ehemann Ist da eher ein Pantoffelheld, was aber aber auch daran liegt, daß Zeljko Lucic kein begnadeter Darsteller ist und sein Bariton auch eher schwerfällig wirkt. Der Banquo war mit Ildebrando D'Arcangelo sehr jung besetzt. Er hat aber einen schönen warmen Bass und ist auch ein glaubhafter Darsteller . Der Macduff wurde leider von Yusif Eyyazov gesungen. Es war zum Glück eine Nebenrolle, obwohl er die schönste Arie zu singen hat. Sängerisch übertraf ihn noch Konu Kim , der den Malcom gesungen hat und der über einen schön klingenden Tenor verfügt. Ich hätte mir gewünscht, bei den beiden Herren wäre der Rollenverteilung andersherum gewesen. Auch der Chor sang ganz hervorragend und gaben auch darstellerisch ihr Bestens. Antonio Pappano atmete mit den Sängern und dirigierte düster und schwelgerisch. Am Ende gab es kurzen, aber heftigen Applaus.

  • »Ralf Reck« ist männlich

Beiträge: 219

Registrierungsdatum: 23. November 2013

2

Freitag, 6. April 2018, 01:11

Der Macduff wurde leider von Yusif Eyyazov gesungen

Lieber Rodolfo, danke für die Beschreibung der Met-Übetragung. Macbeth gehört zu meinen liebsten Verdi-Opern. Wenngleich der Macduff nicht viel zu singen hat, ist für mich die gute Besetzung dieser (positiven Gegenspieler-)Rolle wichtig, ebenso die des Banquo. Leider scheint man Frau Netrebko nicht ohne ihren Ehegatten engagieren zu können. Ich habe ihn einmal als Manrico in Wien gehört, kein schönes Erlebnis. Als Manrico mag er viellleicht gerade noch gehen (wenn Frau Netrebko als Ausgleich die Leonora singt, was damals leider auch nicht der Fall war), aber als seine toten Angehörigen betrauernder Macduff zieht das die ganze Oper runter. Dovlet Nurgeldiyev hat übrigens in Hamburg zuletzt einen herausragenden Macduff gesungen. Viele Grüße und auch noch einmal mein Dankeschön für die zahlreichen von Dir immer wieder besprochenen Live-Aufführungen, Ralf Reck
Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv

3

Freitag, 6. April 2018, 08:55

Antonio Pappano atmete mit den Sängern und dirigierte düster und schwelgerisch. Am Ende gab es kurzen, aber heftigen Applaus.


Lieber rodolfo39, vielen Dank für den Bericht! "Antonio Pappano atmete mit den Sängern und dirigierte düster und schwelgerisch." Ein schöner Satz! Es grüßt Hans.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

rodolfo39

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Beiträge: 3 199

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

4

Freitag, 6. April 2018, 09:03

Lieber Ralf,
den Dank gebe ich gerne zurück, da ich deine Berichte auch immer gerne lese.