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La Roche

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1

Donnerstag, 12. April 2018, 14:17

Oedipe von George Enescu in Gera

Am Freitag, dem 13.4.2018 (wenn das kein Omen ist!!) findet in Gera die Premiere der o.g. Oper statt. Ich werde diese Oper ansehen, da die Bühnenbilder von Duncan Haylor für meine Begriffe vielversprechend sind. Leider kann ich sie nicht einstellen, sie sind wohl noch geschützt. Ich habe besagten Duncan Hayler aber in allerbester Erinnerung durch seine Mitwirkung bei "Scharlatan" und "Jekyll and Hyde" in Gera, die für mich in der heutigen Zeit überirdisch schön und einfallsreich waren. Außerdem bin ich neugierig auf die Musik, wovon bei YT einige Beispiele zu sehen und zu hören sind. Es ist irgendwie eine Mischung aus Strawinsky und Wagner, aus Strauss und Schostakowitsch, also aus verrückt und spätromantisch. Musikbeispiele aus YT haben mich angesprochen.

Ich werde allerdings nicht zur Premiere gehen, sondern voraussichtlich am 21.4. in die zweite Vorstellung. Ich kollidiere da zwar mit der Bundesliga in der ARD, aber wozu habe ich eine Festplatte.

Als Gast für die Rolle des Oedipe wurde der Franzose Sebastian Soules gewonnen, der immerhin Meisterkurse bei Fischer-Dieskau, Walter Berry, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam belegte und der auch schon bei den Bregenzer Festspielen und mehrfach in Wien gastierte. Hier das Team:

Ich werde nach dem Besuch berichten.
Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Bertarido

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2

Donnerstag, 12. April 2018, 14:36

Lieber La Roche,

dann wünsche ich Dir einen gelungenen Opernbesuch und freue mich auf Deinen Bericht. Enescus "Oedipe" ist für mich eine der eindruckvollsten Opern des 20. Jahrhunderts, die immer noch viel zu selten aufgeführt wird, auch wenn es in den letzten Jahren erfreulicherweise einige Neuproduktionen gab. Ich habe dieses Werk bisher nur 2016 am ROH in London in einer musikalisch wie szenisch sehr überzeugenden Produktion erleben können.

La Roche

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

3

Gestern, 10:35

So, nun ist es bald so weit. Heute abend geht La Roche mit Frau in die Oedipe.

Was hat mich veranlaßt, eine total unbekannte Oper zu besuchen??

Da ist einmal die Neugier, etwas Unbekanntes zu entdecken. Forscherdrang sozusagen, eine Eigenschaft, die vielen Chemikern eigen ist. Aber warum gerade Oedipe? Warum gerade Enescu? Ein normaler Musikliebhaber (wie ich auch, ohne Musikstudium) kennt Enescu maximal von seiner rumänischen Rhapsodie, einem sehr volkstümlichen und virtuosen Stück mit hoher Publikumswirkung. Unser Orchester hat das auch schon einmal gebracht. Aber sonst einen Grund, in Oedipe zu gehen ? Ich, ein Fan von Strauss, Wagner, den Italienern? Musik von 1936?? Ich verbinde damit Musik, die nicht für jedermanns Ohren angenehm ist, Schönberg nach den Gurreliedern, Alban Berg u.a. Aber es ist doch auch die Zeit, in der Werke wie Daphne, Die Liebe der Danae u.a. auf die Bühne kamen, Musik, die meine Ohren mögen!!

Also ab ins Internet, Probehören. Einiges ist im Angebot, mein erster Eindruck ist "naja". Begeisterung klingt anders!! Dann stellte das Theater erste Fotos auf seine Website. Wenn das Bilder gewesen wären, wo man in Naziuniformen gekleidete und mit Kalaschnikows bewaffnete Menschen, vielleicht noch blutbesudelt gesehen hätte, wärs das gewesen. Aber da waren ästhetische Bilder, historisierend, und sie waren von Duncan Heyler, den ich von verschiedenen Inszenierungen in Gera sehr, sehr positiv in Erinnerung hatte (und der nächste Spielzeit Hoffmanns Erzählungen machen wird). Und so kommt es, wie es kommen muß. Die Bilder gaben den Anstoß, meine Vorsicht zu überwinden und Karten zu bestellen. Hier ist der Link zur Oedipe:

https://www.tpthueringen.de/stuecke-konzerte/oedipe-599/

Dazu kam eine fast euphorische Premierenkritik. Man sprach von "ständig Ovations", eine Reaktion, die in Gera in der Oper eher selten geworden ist. Nun ist es so weit. Heute nachmittag wird sich geputzt, 18.45 kommt das Taxi (mit dem eigenen Auto geht nicht, der Parkplatz ist gesperrt, da ist Rummel) und wir erleben etwas, was ich noch nicht kenne. Die Hemmschwelle wurde durch das Bühnenbild und den Presseartikel gesenkt.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


chrissy

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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

4

Gestern, 15:07

Lieber La Roche
Ich habe mir den Link angehört /angeschaut und wenn ich auch zugeben muß - das ist ganz sicher nicht "meine Musik",
sind die Kostüme und auch das Bühnenbild vielversprechend.
Und ich finde es richtig gut, daß ihr beide nach langer Zeit wieder mal live "Theaterluft schnuppern" werdet.
Ich wünsche Euch viel Freude und ein hoffentlich rundum tolles, beglückendes Erlebnis.
Bin dann schon mal auf Deinen Bericht gespannt und was mich auch interessiert - was habt ihr für Plätze, zu welchem Preis und ob das Haus gut besucht war.
Also dann, auf geht´s - beste Wünsche und Grüße an Dich und Hannelore

CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 423

Registrierungsdatum: 7. April 2011

5

Gestern, 17:01

Lieber LaRoche

ich kenne und besitze auch die Sinfonien von Enescu, die ich durchaus für hörenswert halte. Die Oper kenne ich leider auch noch nicht, und ich wäre bei den Bildern, die du eingestellt hast, sicherlich auch dort hin gegangen, weil auch ich begierig bin, Neues in angemessener Form zu erleben. Es wir sicherlich kein verlorener Abend sein. Ich freue mich auf deinen Bericht.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

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