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Joseph II.

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1

Samstag, 8. September 2018, 14:10

Franz Liszt: Sinfonische Dichtung Nr. 13: Von der Wiege bis zum Grabe


Mihály Zichy: Du berceau Jusqu'au Cercueil (Von der Wiege bis zur Bahre)

Mit einem zeitlichen Abstand von mehr als zwei Jahrzehnten hebt sich Franz Liszts letzte Sinfonische Dichtung Nr. 13 "Von der Wiege bis zum Grabe", S. 107, komponiert 1881/82 in Rom, bereits chronologisch deutlich ab von den zwölf vorherigen Tondichtungen des Komponisten. Inspiriert wurde sie von einer Zeichnung des ungarischen Malers Mihály Zichy.

Dieses späte Werk gliedert sich in drei Teile: I. Die Wiege; II. Der Kampf um's Dasein; III. Zum Grabe: Die Wiege des zukünftigen Lebens. Gleichwohl ist Geschlossenheit angestrebt. Die über weite Strecken beinahe kammermusikalisch anmutende Orchesterbesetzung unterscheidet sich stark von Liszts früheren Tondichtungen. Als Hauptthema fungiert das Wiegenlied, welches im 2. Teil klagend und im 3. Teil harmonisch sehr in die Zukunft weisend klingt. Das Werk wird beschlossen von einem Solo des Cello, welches eine merkwürdige Übergangsstimmung vom Leben zum Tode zeichnet.

Zunächst als "Irrung eines Greisen" (Peter Raabe, Präsident der Reichsmusikkammer) abgetan und lange nicht zu den eigentlichen Sinfonischen Dichtungen gezählt, erfährt "Von der Wiege bis zum Grabe" seit der Nachkriegszeit allmählich die ihm zustehende Würdigung.





»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

2

Samstag, 15. September 2018, 19:48

Nr.13 mit Solti

Hallo Josef,

deine umfangreiche Neuauflage der Sinfonischen Dichtungen von Franz Liszt gefällt mir ... das ist für mich pure Nostalgioe, weil das nach Beethoven, Tschaikowsky meine Klassik-Anfänge waren.

Natürlich sind die Aufnahmen von Masur (EMI) und Haitink (Philips) auch bei mir in meiner Gunst immer an vorderster Stelle gelagert.
Aber was die auf der abgebildeten CD befindlichen Liszt-Dichtungen angeht so ist Solti ganz grosse Klasse - so auch bei der Sinfonischen Dichtung Nr.13 "Von der Wiege bis zum Grabe", die er mehr als jeder Andere mit lebhafter Dramatik aufläd ... :hail: ... was gerade dieser wenig gespielten Nr.13 besonders gut bekommt.

Solti hat sich hier des Orchestre de Paris (und bei den anderen Sinf.Dichtungen des LSO) angenommen:

- Ich besitze diese Decca-CD in der Version aus der Decca-Serie Emotionen -


Decca, 1975/1978, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang