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rodolfo39

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

1

Sonntag, 7. Oktober 2018, 15:09

DOR Duisburg Verdi La Traviata am 6.10.2018 Ein Sängerfest

Gestern wurde ich zum Wiederholungstäter und habe noch mal eine Aufführung von Verdis La Traviata in Duisburg in der Inszenierung von Andreas Homoki besucht Das Haus war fast ausverkauft und es war ein sehr junges Publikum. Das ältere Ehepaar das neben mir saß war darüber begeistert, daß so viele junge Leute überhaupt in die Oper gehen Auch waren sie von der Inszenierung angetan, die fast ohne Requisiten auskommt, aber eine so hervorragende Personen = und Chor Regie hat, daß man diese auch gar nicht braucht. Eine tadellose Leistung bot wie immer der Chor der Rhein Oper. Luiza Fatyol war schon wie bei der Wiederaufnahme, wo sie ihr Rollen Debüt gegeben hat, eine hinreißende Violetta mit perlenden Koleraturen, konnte aber auch bei ihrer Arie im letzten Akt oder beim Duett mit Papa Germont berühren. Dieser wurde von Lucio Gallo gesungen, der einen raumfüllenden und warmen Bariton hat. Seine Arie "Di provenza del Mar" war ein Gänsehaut Moment und anschließend gab es zurecht einen Bravo Orkan. Der Grund warum ich noch mal in die Traviata gegangen bin war der neue Alfredo Alexey Neklyudov,, den ich bereits im März bei einem Konzert im Don Giovanni aus Moskau zum ersten Mal gehört hab. Er hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Er hat eine kräftige Mittellage, aber sobald es in die Höhe geht wird seine Stimme dünn und zittrig. Seine Stimme wirkt zumindest für mich noch etwas unfertig. Die Nebenrollen waren auch gut besetzt und eine sehr gute Leistung boten die Duisburger Philharmoniker unter dem Dirigat von Antonio Fogliani. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus, viele Zuschauer hatten sich auch von ihren Plätzen erhoben und lautstarke Bravos bekamen der Chor, der Dirigent und das Orchester und natürlich die Sänger der Haupt Rollen

2

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 11:05

Trailer

Ich verlinke einfach den Trailer der DOR, der einen kleinen Eindruck von der Inszenierung und natürlich von Luiza Fatyol korrigiert: Brigitta Kele gibt.



Dank für den Bericht!

Es grüßt Hans
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

Melomane

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3

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 12:02

Der Trailer gibt keinen Eindruck von Luiza Fatyol, sondern von der Premieren-Sängerin der Duisburger Premiere aus dem Jahr 2013, Brigitta Kele.

rodolfo39

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Beiträge: 3 222

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

4

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 12:09

Und Frau Kehle hatte leider bei der Premiere einen rabenschwarzen Abend da hat so gut wie nichts geklappt. Das ist leider das Schicksal von vielen jungen Sängern die zu früh große Rollen singen und dann noch den Vergleich mit den Kolleginnen bzw. Kollegen aus der Vergangenheit standhalten müssen.

5

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 12:45

mein Fehler

Der Trailer gibt keinen Eindruck von Luiza Fatyol, sondern von der Premieren-Sängerin der Duisburger Premiere aus dem Jahr 2013, Brigitta Kele.


Danke, das war mein Fehler, denn es stand auch korrekt dabei.

Ich habe es oben so korrgiert, daß man den Fehler, auf den sich Dein Beitrag bezieht, noch sieht.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

chrissy

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6

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 13:37

Hallo, lieber Rodolfo
Vielen Dank für Deinen informativen Bericht, den ich gern und mit Interesse gelesen habe.
Es freut mich für Dich, daß Du wohl, von kleinen Abstrichen abgesehen, doch einen überwiegend zufriedenstellenden Theaterabend erlebt hast.
Gestatte mir eine persönliche Bemerkung und Frage:
Wenn ich allerdings lese, daß es eine "Inszenierung" war, die fast ohne Requisiten auskommt und das noch in Verbindung mit dem Namen "Homoki",
dann werden bei mir sehr negative Erinnerungen wach, an die "Traviata", die ich mir vor gut sechs Jahren in der Dresdner Semperoper angetan habe.
Das war ein schlimmer, verunstaltender Klamauk, der alles andere als eine vernünftige, werkgetreue Darbietung war. Ich habe damals ausführlich im Forum davon berichtet.
Vielleicht liest Du Dir meinen Btr. nochmal durch. Mich würde interessieren, ob es bei Euch genau, oder annähernd so gewesen war.
Herzliche Grüße
CHRISSY

La Traviata in der Dresdner Semperoper
Jegliches hat seine Zeit...

La Roche

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7

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14:19

Lieber rodolfo,
ich wäre froh, wenigstens eine solche Traviata sehen zu können, wie sie Dir in Duisburg geboten wurde. Gesanglich wohl um einiges besser als das, was Chrissy und auch ich in Dresden erleben mußten.
Auf dem Wege, Inszenierungen wenigstens dem Inhalt und auch der zeitlichen Zuordnung den Regieanweisungen des Komponisten anzupassen scheint mir das ein kleiner Schritt nach vorn zu sein. Ich habe wesentlich Schlimmeres ertragen müssen, gerade bei der Traviata. Gerade als Georg habe ich in Chemnitz eine musikalisch tolle Aufführung mit dem Dir sicher bekannten Boris Statsenko erleben müssen, die mich wütend das Opernhaus verlassen ließ. Ich glaube, in der von Dir besuchten Vorstellung wäre auch ich wenigstens nicht wütend geworden

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


rodolfo39

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8

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:12

Lieber chrissy,,
die Duisburger Traviata, Inszenierung ist zum Glück um einiges besser und das es fast keine Requisiten gibt ist auch auch zu ertragen, wenn man eine so exzellente Personenregie hat. Man hat gemerkt, daß Homoki sich mit dem Stück auseinandergesetzt hat und es ernst genommen hat. Wenn du dir den Trailer anschaust, kannst du einen einen Eindruck zur Inszenierung und den Kostümen bekommen.

chrissy

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9

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17:15

Lieber Rodolfo
Vielen Dank für Deine Antwort. Den Trailer habe ich mir jetzt erst gerade angeschaut und ich will Dir gern bestätigen, daß das Ganze doch wesentlich besser ausschaut,
als ich es seinerzeit in Dresden erlebt habe. Du wirst meine Meinung bestimmt verstehen, wenn Du Dir noch mal meinen Bericht von damals durchgelesen hast.
Die Traviata ist ja auch eine meiner Lieblingsopern und ich war ins Nachhinein dann sehr froh, daß ich sie etwas später in meinem heimatlichen Theater rundum doch sehr
zufriedenstellend gesehen habe. Sogar mehrmals, weil es gegenüber Dresden richtig gut war.
Ja und dann habe ich sie inzwischen viele, viele Male in Liberec /Reichenberg gesehen - in sehr guter Inszenierung /Regie und mit einem hervorragenden großartigen Ensemble.
Dort gastierte mehrmals der Tenor "Ales Briscein" als brillianter Alfredo mit stimmlichem Wohlklang.
Und vor vier Jahren hatte ich das Glück "Marie Fajtova" als großartige, überragende Violetta zu erleben. Sie in dieser Partie zu erleben, war eine beglückende Sternstunde.
Beide kommen a. G. von der Staatsoper /Nationaltheater Prag.
Herzliche Grüße und weiterhin viele freudvolle Aufführungen wünscht
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...