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Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Samstag, 3. November 2018, 10:38

Interessante Geiger unserer Zeit (2018 ff)

Linus Roth ist sozusagen der Auslöser dieses Threads. Beim Anhören einer seiner, Aufnahmen, seiner Aktivitäten in Sachen Weinberg, etc etc kam mir der Gedanke, daß Pianisten relativ mehr Aufmarksamkeit geschenkt wird, als es bei Geigern der Fall ist.
Es gb zu diesem Thema bereits einen Thread, datierend aus dem Jahre 2004, wo "aktive Geiger" der (damaligen) Gegenwart vorgestellt werden sollten, mit Option, in späterer Folge den aktivsten davon jeweils einen eigenen Thread zu widmen.
Der Thread tröpfelte in gewisser Weise so vor sich hin und schaffte bis heute grade mal 23 Beitrge und 7756 Seitenaufrufe.
Der letzte Beitrag stammt von 2014, hat also 4 Jahre am Buckel
Aktive Geiger unserer Tage - Trailer
Ich schrieb damls im Einführungstext:

Zitat

Die heutige aktuelle Szene stellt sich mir so dar, daß man um heututage für die CD aufnehmen darf, vor alem 3 Kriterien erfüllen muß:

Man muß weiblich sein
Man muß jung und attraktiv sein
Man muß in Interviews erklären wie sehr man die Werke des 20. Jahrhunderts schätzt


Das ist natürlich schon sehr boshaft - und ich muß mich schon sehr wundern - denn Bosheit ist eine Eigenschaft, die mir völlig abgeht - ja meiner Wesensart geradezu zuwider ist. :untertauch: :stumm:

Da der Thread auf wenig Interesse stieß habe ich relativ kurz danach (2005) einen ähnlichen nachgeschoben - mit einem Titel der mir erfolgversprechender erschien

Haben den Bogen raus - Die jungen Geiger der Gegenwart.

dort fand ich dann SCHEINBAR einen Hinweis auf einen weiteren gescheiterten Thread dieser Thematik:
"Die großen Geiger der Gegenwart - eine Fata Morgana ?"
Bei näherem Hinsehen entpuppte sich dieser Thread aber als identisch mit
"Aktive Geiger unserer Tage - Trailer"
Scheinbar - hatt der Thread früher einen anderen Namen.

Eigenartigerweise schwebte der Titel "Große Geiger unserer Zeit" heute geraume Zeit um mich herum, aber das kleine grüne Männchen auf meiner Schulter (Hexen haben an dieser Stelle meist einen Raben oder eine Krähe sitzen) flüsterte mit zu: "Tus nicht - Der Titel ist blöd"
Und das ist er in der Tat.
Wie definiere ich HEUTE einen "großen" Geiger ?

Vermutlich so:
In Talkshows präsent
Crossover - affin
einem Massenpublikum bekannt
Showmaster-Qualitäten (die hatte schon Paganini - und deshalb haftet ihm unter Puristen - vermutlich ungerechterweise - ein Hauch des "Unseriösen" an.

Welchen Titel gebe ich also einem Thread, der mich persönlich zwar interessiert - aber vermutlich - wie frühere - Beispiele zeigen - a priori zum Scheitern verurteilt ist ?
Wer vermag schon die endgültige "Qualität" eines Geigers zu beurteilen ? Nur wenige. (wenn es ab einem gewissen Niveau überhaupt möglich ist)
Persönlich lehne ich einige als "Spitzengeiger" anerkannte Künstler ab - teilweise wegen ihres Programms, das mir nicht liegt (dafür können weder sie noch ich etwas) teils wegen eines Violintons der mir nicht liegt oder ihrer Grundeinstellung zur Interpretation. Persönlich liebe ich einen eher einschmeichelnden Geigenton. Brillianz ist durchaus willkommen - nicht aber eine spröder ungefälliger Ton.

Die hier vorgestellten Geiger müssen derzeit noch aktiv sein, sie dürfen jung oder alt sein, müssen nicht wirkliche "Weltstars" oder "erste Reihe" sein - es gibt wirklich interessante Leute, die - oft auf eigenen Wunsch - nur von "lokaler Bedeutung" sind oder sich von großen Plattenkonzernen keine Vorschriften machen lassen wollen, was sie zu spielen haben, was sie zu sagen haben, wie sie sich zu kleiden haben.....

Mancher Musiker liebt - wie ich selbst auch - Nischenrepertoire. Das kann einem eine gewisse Fangemeinde bescheren - Achtung - Respekt - Weltberühmt wird man damit nicht.
Ein gutes Beispiel ist her (anderes Gebiet, aber vergleichbar) WOLFGANG von Karajan.

Zurück zu den Geigern - Ich bin gespannt wer hier vorgestellt wird.

mfg aus Wien
Alfred





Wie dem auch sei. Die heutige Szene

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nemorino

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2

Samstag, 3. November 2018, 11:42

Daniel Hope

Blutjung ist er nicht mehr, aber zweifellos zählt er zu den interessanten Geigern unserer Zeit: Daniel Hope.




Er kam am 17. August 1973 in Durban (Südafrika) zur Welt und ist jüdisch-deutscher Abstammung. Seine Großeltern lebten in Berlin, als der Naziterror über Deutschland hereinbrach. Sie entkamen glücklicherweise der Verfolgung. Hopes Eltern lebten in Südafrika, zogen aber mit dem kleinen Daniel nach England, weil Daniels Vater Christopher sich gegen die Apartheid-Politik der damaligen Regierung wandte. Durch seine Mutter kam Daniel Hope früh mit Yehudi Menuhin in Verbindung, der die Begabung des Jungen erkannte und ihn als Schüler aufnahm. 2002 stieß er zum Beaux Arts Trio, das er aber bald wieder verließ, weil er eine Solistenkarriere anstrebte. Heute lebt Daniel Hope mit seiner zweiten Frau, der Malerin Silvana Hope, in Berlin. Und so schließt sich der Kreis …..

Mehrfach wurde Daniel Hope mit dem ECHO KLASSIK ausgezeichnet. Vor einem Jahr, im Oktober 2017, kam der Film "Daniel Hope - der Klang des Lebens" in die deutschen Kinos und machte den Künstler auch über die Klassikszene hinaus bekannt.

Hope setzt sich stark für die Musik des 20. Jahrhunderts ein. So hat er die Violinkonzerte von Alban Berg, Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitch in seinem Repertoire. Seit 2007 ist er Exklusivkünstler beim Label Deutsche Grammophon. Aus dieser Zusammenarbeit entstand u.a. auch diese CD:

MENDELSSOHN BARTHOLDY: Violinkonzert e-moll op. 64
mit dem Chamber Orchestra of Europe, Dirigent: Thomas Hengelbrock.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Daniel Hope bekannt durch seinen Auftritt am Holocaust-Gedenktag 2010, als er im Deutschen Bundestag in Anwesenheit des damaligen israelischen Präsident Simon Peres das Stück "Kaddish" von Maurice Ravel aufführte.

LG Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Alfred_Schmidt

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3

Sonntag, 11. November 2018, 09:37

CARMIGNOLA Giulio


Obwohl dieser Thread nicht nur den "berühmtesten" Geigern gewidmet sein sill, sonden auch allen, die sich um "Nischenrepertoire" und "undankbare" Werke verdient gemacht haben beginne ich mit einem ganz berühmten. Er verfügt im Forum bereits über einen eignen Thread, weshalb ich mich hier kurz fasse, aber natürlich gehört er hierher. Es handelt sich um den italienischen Geiger Giulio Carmignola (*1951)
Er ist einem breiteren (Klassik)Publikum vor allem als Vivaldi-Interpret bekannt, und hier (eher den Spezialisten) durch zahlreiche Ersteinspielungen später Vivaldi Violinkonzerte.
Erfreulicherweise widmete er sich auch mit einigen Aufnahmen den Zeitgenossen Vivaldis, aber auch - was mich anfangs verwunderte - Bach, Haydn und Mozart etc.
Heute werde ich noch im Thread
Meister der Barockvioline - Giuliano Carmignola
Ergänzungen anfügen.

mfg aus Wien
Alfred

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WoKa

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4

Sonntag, 11. November 2018, 09:59

Hallo

Ich möchte Mirijam Contzen einstellen:



Die SZ lobte den strahlenden intonationssicheren, hellleuchtenden Ton der 1976 geborenen deutsch-japanische Geigerin.

Website Mirijam Contzen

Ich habe ein sehr schönes Konzert mit ihr am 7. September dieses Jahres im Kloster Maulbronn erlebt:

Mirijam Contzen in Maulbronn



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

5

Sonntag, 11. November 2018, 10:38

Als kleinen Zwischeneinschub möcht ich auf einen Parallelthread mit anderer Gewichtung hinweisen der bislang noch zu wenig Beachtung gefunden hat.
Ein Thread gerät schnell in Vergessenheit, wenn er nicht regelmäßig frequentiert und gepflegt wird
Sucht man ihn dann nach Wochen oder Monaten ist er unauffindbar
Künftig werden wir versuchen durch Querverweise solche Threads gelegentlich in Erinnerung zu rufen

Violinwettbewerbe und ihre Gewinner

mfg aus Wien
Alfred

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lutgra

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Registrierungsdatum: 9. April 2013

6

Gestern, 11:09

Ich möchte Mirijam Contzen einstellen:

Kurze Zwischenfrage:
Soll es hier um männchliche Vetreter der Spezies gehen oder sind auch Damen zugelassen. Ansonsten könnte man ja einen Parallelthread eröffnen.

Maurice

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Beiträge: 5 549

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

7

Gestern, 12:02

James Ehnes | * 27. Januar 1976

James Ehnes, kanadischer Geiger, gehört zu den Gefragtesten weltweit und ist vor allem für seine atemberaubende Virtuosität, lyrische Ausdrucksweise und vorbehaltlose Musikalität bekannt.



Er wird von vielen der angesehensten Dirigenten wie Ashkenazy, Alsop, Sir Andrew Davis, Denève, Dutoit, Elder, Iván Fischer, Gardner, Paavo Järvi, Mena, Noseda, Robertson und Runnicles als Solist eingeladen und ist u.a. mit Orchestern wie den Boston, Chicago, London, NHK Symphony Orchestras, den Los Angeles, New York und Czech Philharmonic Orchestras, den Münchner Philharmonikern, Wiener Symphonikern, Cleveland, Philadelphia, Philharmonia Orchestras und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin aufgetreten.

Ehnes begann seinen Violinunterricht im Alter von vier Jahren. Mit neun Jahren wurde er Protégé des bekannten kanadischen Geigers Francis Chaplin, mit 13 gab er sein Debüt als Solist mit dem Orchestre Symphonique de Montréal. 1997 schloss er sein Studium an der Juilliard School ab und gewann den Peter Mennin Prize for Outstanding Achievement and Leadership in Music. Er ist Mitglied der Royal Society of Canada und wurde 2010 zum Mitglied des Order of Canada ernannt.

James Ehnes spielt die „Marsick” Stradivari von 1715.

Auszug aus seinen Aufnahmen:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)