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reklov29

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1

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 22:20

Orgel - News

Hallo Orgelforum,

möchte hier einmal mit einem neuen Thread starten mit Neuigkeiten aus der Szene "Orgel"


Am 2. bis 5. November 2005 fand ein Orgelwettbewerb für Jung-Organisten in Westfalen-Lippe in Bochum statt.
Die Teilnahme-Bedingungen waren folgende:

--------------------------------------------------------------------
a) ausgefülltes Anmeldeformular
b) ein amtliches Dokument, aus dem Nationalität, Alter und Wohnort hervorgehen (Kopie)
c) Prüfungszeugnisse zur musikalischen Ausbildung (Kopie)
d) kurzer Lebenslauf e) Foto (z .B. 9 x 13 cm)
f) Anmeldegebühr: 50,- Euro; vor Beginn des Wettbewerbes auf das Konto "Orgelwochen" 340 65 342, Sparkasse Münsterland Ost (BLZ 400 501 50) einzuzahlen
g) CD oder Musikkassette mit der selbst eingespielten Triosonate II in c BWV 526 von J. Seb. Bach (alle Sätze) in einem gesonderten anonymen Umschlag h) Ehrenerklärung, dass die CD oder Kassette selbst eingespielt, nicht geschnitten oder manipuliert wurde.
-------------------------------------------------------------------

Der Wettbewerb besteht aus zwei Runden, die anonym sind. Erster Durchgang und Finalrunde finden an der Klais-Orgel der Ruhr-Universität in Bochum statt. Alle Durchgänge sind für Zuhörer zugänglich.

Es gibt drei Preise: 1. Preis: 5.000,- Euro 2. Preis: 4.000,- Euro 3. Preis: 3.000,- Euro Die Preisträger spielen am Abschlusstag ein Konzert.

Programm Erster Durchgang:
Joh. Seb. Bach: Trio "Allein Gott in der Höh sei Ehr" in A, BWV 664
F. Mendelssohn-Bartholdy: Praeludium III in d aus op.37
O. Messiaen: Dieu parmi nous ( La nativité du Seigneur, IX )
Das Finale: Joh. Seb. Bach: Passacaglia in c BWV 582
M. Reger: Choralfantasie op.40,2 "Straf mich nicht in deinem Zorn" oder Choralfantasie op.52,1 "Alle Menschen müssen sterben"
M. Kluge: Fantasie in 3 Rhythmen, Teil 2 Breitkopf 6282
-----------------------------------------------------------------------

Die Preisträger waren folgende:





Stehend, von links: Nowak, Blindow, Barenhoff, Uhl, Park, Rohlf, Haselböck, Hakim, Schneider, Kooiman 1. Reihe, sitzend, von links: Tarnawski, Traxler

:hello: 1. Platz: Erich Traxler, Linz/Österreich:hello:
Studium bei Michael Radulescu, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

2. Platz: Jaroslaw Tarnawski, Posen/Polen
Abschluss 2004 an der Paderewski Musikakademie Posen unter Prof. Elzbieta Karolak

3. Finalist: Markus Uhl, Weimar/Deutschland seit 2005 Konzertstudium bei Prof. Michael Kapsner, Weimar

4. Finalistin: So Youn Park, Freiburg/Deutschland seit 2005 Studium bei Martin Schmedding, Staatliche Hochschule für Musik Freiburg i. Br.

Dieser Orgelwettbewerb findet voraussichtlich in 2006 wiederum statt, bei Interesse
füge ich folgenden Link bei: hier klicken!!!!


Grüsse
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

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2

Sonntag, 4. Dezember 2005, 16:16

Sauer-Orgel in der Thomaskirche Leipzig restauriert

Hallo,
betrifft die Sauer-Orgel der Thomaskirche inLeipzig.

In den vergangenen neun Monaten wurde die 1889 von Wilhelm Sauer erbaute Orgel , die zu den wenigen nahezu original erhaltenen Instrumenten des ausgehenden 19. Jahrhunderts zählt, umfassend restauriert und gereinigt. Die Orgel mit ihren 88 Registern auf drei Manualen wurde am 7. / 8.Oktober 2005 feierlich wiedereingeweiht.



restaurierte Sauer-Orgel der Thomaskirche Leipzig




Thomas-Kirche Leipzig

Die Orgel wurde 1889 von Wilhelm Sauer gebaut. «Zusammen mit den historischen Orgeln in Freiberg, Naumburg und Merseburg gehört sie zu den bedeutendsten Orgeln im mitteldeutschen Raum.
Christian Scheffler, Orgelbauer, betreut die Orgel sei 1990 und leitete ihre Restaurierung. Während der Arbeiten wurden unter anderem alle etwa 600 Pfeifen ausgebaut und von Hand gereinigt. Die Restaurierung der Orgel und des neugotischen Gewölbes darüber kosteten
320 000 Euro, von denen 180 000 Euro Spendengelder waren.

Grüsse
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

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3

Montag, 5. Dezember 2005, 21:35

Organo del Sol Mayor (Sonnen-Orgel) in Marbella-Spanien

Hallo Orgelforum,

heute möchte ich dem Forum folgende grosse Sonnen-Orgel " Organo del Sol Mayor "
aus Marbella - Spanien vorstellen:




Vorab etwas zur Historie:

Überrascht von der hervorragenden Akustik der Hauptkirche von Marbella bekam Michael Reckling im Jahr 1969 als begeisteter Orgelspieler die Idee, in der Hauptkirche von Marbella eine große Orgel bauen zu lassen. Das Instrument sollte nicht nur ihren liturgischen Dienst erfüllen, sondern auch den Einheimischen und Touristen die klassische Orgelmusik nahebringen. Seine Idee wurde vom damaligen Pfarrer Monsignor Rodrigo Bocanegra mit wärmster Begeisterung aufgenommen.


Michael Reckling, Organist links mit dem span.Königspaar



Seit der Fertigstellung der Orgel im Jahre 1975 haben nationale und internationale Künstler bei mehr als 100 Konzerten an der " ORGANO DEL SOL MAYOR " (große Sonnen-Orgel) konzertiert. Michael Reckling wirkte von 1972 bis 1988 als hauptamtlicher Organist und Kurator der Orgel. Außerdem leitete er die Organisation aller Konzerte bis 1987 und oftmals trat er auch als Sponsor dieser Konzerte auf.

Im Jahre 1982 besuchte der Musiker aus Ronda, Javier Villero, zusammen mit
Pilar Cabrera das erste Mal die grosse Orgel von Marbella. Im gleichen Jahr, nach einem weiteren Besuch in Marbella und zu tiefst beeindruckt von der Grösse und dem ausser - ordentlichen Klang der Orgel entschied sich Javier Villero, seinen festen Wohnsitz nach Marbella zu verlegen. 1990 übernimmt er die Tätigkeit des hauptamtlichen Organisten und wirkt seit dem auch als Kurator dieses einzigartigen und wertvollen Instumentes.

Dieses einmalige Instrument ist die grösste neu erbaute Kirchenorgel des 20. Jahrhunderts in Spanien ! Michael Reckling ist der Promotor dieser Orgel.Das Projekt begann 1970 in Marbella. Die Orgel wurde von den berühmten spanischen Orgelbauern Gabriel Blancafort & Joan Capella in Collbató, einem Bergdorf in der Nähe von Barcelona, erbaut.

Meine Anmerkung dazu: den Link werde ich am Schluss des Threads anfügen, diese Orgel besitzt
ein unerhörtes fantastisches Klangvolumen zumal die Raumakustik für sie wie geschaffen erscheint.

:hello:
So eine unerhört sympathische Web-Seite habe ich noch nicht gesehen, kostenlose Downloads von Bachwerken etc. sowie Organisten die ihr künstlerisches Handwerk
verstehen.:baeh01: "Ein absolutes Kleinod im Internet."

z.B. die span.Organistin Ms. Pilar Cabrera

spielt die Triosonaten Nr.6 (BWV 530) von J.S. Bach an der Sonnen-Orgel von Marbella. Im Download
zu hören, ein Genuss.

Gerne hätte ich von dem Forum hierzu einmal Rückmeldungen, wie Euch die Web-Seite gefällt.

Hier angeklickt ist die spanische Web-Seite aufrufbar!


Grüsse
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

sebastian

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4

Dienstag, 6. Dezember 2005, 16:54

Hallo Reklov,
ich kenne diese Seite schon länger, muss aber gestehen, dass mir die Musik nicht allzu gut gefällt - die Orgeln sind alle irgendwie kalt, ohne diese Wärme, die ich an süd- und mitteldeutschen (...) Instrumenten so schätze und auch brauche. Dazu kommt noch, dass Carbrera als eine Art Genie vorgestellt wird ("spielt Triosonate G-Dur im Alter von 21) - bitte, dieses Stück spielen einige meiner Freunde, und von denen ist der Jünste 15.... Also etwas mehr Relation wäre nicht schlecht.
Aber ansonsten: um die Musik kennen zu lernen, sind die mp3s sicher sehr gut; um Bach als Bach kennen zu lernen, bleiben wir lieber bei Aufnahmen in Naumburg (muss ja nicht Menger sein) oder Bad Wimpfen etc...
Viele Grüße
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

reklov29

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5

Dienstag, 6. Dezember 2005, 22:51

Organo del Sol Mayor (Sonnen-Orgel) in Marbella-Spanien

Hallo sebastian,
Dein Zitat:
Also etwas mehr Relation wäre nicht schlecht.
Aber ansonsten: um die Musik kennen zu lernen, sind die mp3s sicher sehr gut; um Bach als Bach kennen zu lernen, bleiben wir lieber bei Aufnahmen in Naumburg (muss ja nicht Menger sein) oder Bad Wimpfen etc...
-------------------------------------------------
So unbeantwortet möchte ich diese Aussage nicht stehen lassen.
Ich bewundere den Enthusiasmus des Organisten Michael Reckling sich für Orgelprojekte in Spanien
stark zu machen und wie er es finanziell stemmt, seine eingespielten Orgelwerke zum kostenlosen
Download bereit zu stellen.

Eine für mich der sympathischten Web-Seite, die mir bisher im Internet aufgefallen ist.:rolleyes:


Folgendes Orgelprojekt in Valladolid's Kathedrale soll verwirklicht werden: Es dreht sich dabei um den Bau der gössten Orgel von Spanien, die einen stolzen und imposanten offenen 32' im Prospekt haben soll. (grösste Pfeife im Pedalturm wiegt ca. 200kg, ist 12m hoch und hat ein Durchmesser von ca. 40cm)

:hello:
Einen Wunsch habe ich an alle Taminos, tragt Euch doch bitte einmal in sein Gästebuch ein, je mehr Beteiligungen
am Gästebuch vorliegen, umsomehr kann sein neuestes Orgelprojekt verwirklicht werden, um Sponsoren
hierfür finden zu können!!!:hello:

Nochmals sein Link: hier anklicken für das Gästebuch!

Herzliche Grüsse
reklov29
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reklov29

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Samstag, 24. Dezember 2005, 15:19

Orgel im Berliner Dom

Hallo.

Die Orgel im Berliner Dom

muss bereits nach zwölf Jahren gereinigt werden, da nach der Wiedereröffnung noch zahlreiche Bauarbeiten in der Kirche stattfanden. In der Zeit vom 9. Januar bis zum 7. April 2006 stellt das Orgelzentrum Berlin in Zusammenarbeit mit der Firma Rodgers eine Digitalorgel zur Verfügung.

Diese Interimsorgel ermöglicht außergewöhnliche Konzerte, wie z. B. eine "Bach-Maschine" mit Hilfe eines Midi-Sequenzers. Das dreimanualige Instrument repräsentiert den derzeit möglichen Stand der "State-of-the-Art"-Technologie in der Klangerzeugung und er Ausstattungsmerkmale, die moderne Digitaltechnik heute ermöglicht.

Schönes Weihnachtsfest.

Grüsse
reklov29
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tongenerator

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7

Dienstag, 27. Dezember 2005, 02:45

Orgel in der Berliner Auenkirche

Für mich war es eine ganz besondere Entdeckung: In der neogotischen Auenkirche in Berlin-Wilmersdorf steht vermutlich das zweitgrößte Berliner Instrument: eine 1898 erbaute viermanualige Furtwängler-und-Hammer-Orgel mit 83 Registern und drei imposanten 32-Füßen (Pr 32, U 32 und Pos 32). Trotz mancher An-, Um- und Erweiterungsbauten im Laufe der Zeit scheint sie doch ihren ursprünglichen Charakter beibehalten zu haben - und das zusammen mit einer exzellenten Kirchenakustik.
Dispostion und Infos: http://www.orgelherbst-berlin.de/dokumente/grosse_orgel.htm

sebastian

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8

Dienstag, 27. Dezember 2005, 21:21

Ich habe diese Homepage nicht wirklich verstanden - ist sie denn nun restauriert oder nicht und wenn ja auf welchen Zustand? Da muss ich auf jeden Fall mal meine Freunde darauf ansetzen....

Viele Grüße
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9

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 18:45

Orgelwettbewerb Nov. 2006 in Herford

Hallo,

Evtl. etwas für unsere Jung-Organisten im Forum die sich in einem Wettbewerb stellen möchten.....

Vom 2. bis 6. November 2006 führt die Dieter-Ernstmeier-Stiftung erstmals einen Orgelwettbewerb in Herford/Ostwestfalen durch.
Teilnahmeberechtigt sind alles Organistinnen und Organisten, die nach dem 1. Januar 1972 geboren sind. Anmeldeschluss ist der 1. Juni 2006. Nähere Informationen bei er Hochschule für Kirchenmusik, Parkstraße 6, 32049 Herford, tel.: 05221 / 99 14 50, E-Post: info@hochschule-herford.de.


Grüsse
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tongenerator

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Donnerstag, 5. Januar 2006, 02:39

Orgelneubau in Harsewinkel

In Harsewinkel in der Nähe von Gütersloh ist 2004 eine interessante Orgel in Dienst genommen worden. Man staunt nicht schlecht, wenn man sich die Disposition der von Günther Claas (aus der gleichnamigen Mähdrescher-Dynastie) spendierten Muhleisen-Orgel in der verhältnismäßig kleinen St.-Paulus-Kirche anschaut: 45 Register mit Prinzipal 16' und Bombarde 16' im Hauptwerk und gleich zwei 32-Füßen (Bourdon 32' und Bombarde 32') im Pedal sind schon ziemlich beeindruckend. Auf den zweiten Blick ist das allerdings nur die halbe "Wahrheit". Denn tatsächlich borgt sich das vermeintliche Groß-Instrument viele Stimmen einfach nur aus und muss mit realen 35 Registern auskommen. So konsequent habe ich das allerdings bisher noch nicht gesehen: Der Bourdon 32' ist offenbar nur eine Quinte 10 2/3' ("akustisch CC - BB" aus Bourdon 16'/Recit zusammen mit Soubasse 16', wie es im Prospekt heißt), außer dem Soubasse und der 32'-Bombarde (immerhin!) hat das Pedal überhaupt keine eigenen Register. Montre 16' und Principal 8', Bourdon 8', Octave 4', Bombarde 16', Trompette 8', Clairon 4' - allesamt nur "geliehen" aus dem Hauptwerk. Zusätzlich muss sich auch noch das Positiv drei Register mit dem Recit teilen. Eine reichlich verwegene Konstruktion also - aber sie klingt. Wenn auch nicht übermäßig laut (ein bisschen "Stoff" vermisst man schon) aber eigentlich ganz rund. Mehr dazu unter: http://www.guenther-claas-orgelstiftung.…isposition.html

sebastian

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11

Donnerstag, 5. Januar 2006, 14:02

Solche Orgeln habe ich kennen und hassen gelernt - denn auf denen geht nur ein Zehntel von dem, was auf einer anders disponierten Orgel mit der gleichen Registerzahl möglich ist. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Pfeifen dann immer totintoniert sind...
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tongenerator

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12

Donnerstag, 5. Januar 2006, 14:18

Hm, dachte ich eigentlich auch immer. Aber hier scheint das Experiment offenbar doch einigermaßen geglückt zu sein. Immerhin geben sich bei den Konzertreihen namhafte Organisten die Klinke in die Hand (Wolfgang Seifen, Christoph Grohmann usw.). Transmissionen erinnern ja fast zwangsläufig an jene Mulitiplexorgeln, die zwar im Kino der 1920iger Jahre eine halbwegs gute Figur machten, aber für klassische Konzerte natürlich kaum zu gebrauchen waren (wobei mir der Unterschied zwischen Transmission und Multiplex schon bewusst ist). Ich war bei einem Konzert kurz nach der Inbetriebnahme und fand den Klang nicht schlecht. Werde aber auf jeden Fall noch mal hingehen und genau zuhören ... :-)

reklov29

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13

Samstag, 21. Januar 2006, 19:09

Organisten Bilder-Rätsel

Hallo Orgelforum,

zusätzlich möchte ich hier das Orgel-Forum auf mein gestartetes Organisten-Bilderrätsel verweisen.

Unter diesem Link in Tamino !!!

Die Beteiligung ist zur Zeit noch nicht weltbewegend, Preise sind zu gewinnen.

Grüsse
volker.
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14

Mittwoch, 5. Juli 2006, 16:39

43. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert 2006" in Freiburg

Hallo,

nach Durchsicht der Preisträger des 43. Bundeswettbewerbes 2006 "Jugend musiziert" in Freiburg/ Breisgau, sollte es dem Tamino-Forum nicht vorenthalten werden, daß im Orgelwettbewerb der Altersgruppe VI (1985-1987)
unser Mitglied "sebastian" wieder den 1. Preis (mit hervorragendem Erfolg) erzielen konnte.:angel:

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin schöne Stunden im Forum!

Grüsse
Volker.




P.S.
Aufgrund eines langwierigen Krankheitsfalles im familieren Umkreis, jetzt wieder mehr Zeit für das Forum!:hello:
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petemonova

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15

Mittwoch, 5. Juli 2006, 21:02

Na dann herzlichen Glückwunsch, lieber Sebastian! :jubel:

Was hast du denn gespielt?

:hello:


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

sebastian

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16

Mittwoch, 5. Juli 2006, 21:23

Oh, sorry, ich war zu lange nicht mehr im Forum - mir fehlte auch die Zeit...

Herzlichen Dank für die Glückwünsche - ich habe mich sehr über dieses Ergebnis gefreut (war das erste Jahr, in dem ich total unverkrampft an die Sache gehen konnte).

Ich habe gespielt:

Georg Muffat: Toccata Sexta

Manfred Kluge: Das Vater unser - Neun Strophen für Orgel: II und VII

Johann Sebastian Bach: Ach Herr und Gott (Neumeister) BWV 714

Max Reger: Langsamer Teil und Fuge aus der Fantasie über den Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme" op. 52, Nr. 2


Das Programm kam sehr gut an - von der Jury wurde allgemein bemängelt, dass das Niveau (der anderen Teilnehmer) wohl nicht allzuhoch bzw nicht so hoch wie früher schon gewesen sei, es gab "nur" 24 Punkte (mit denen ich total einverstanden bin), weil einfach etwas Inspiration gefehlt hat, das gewisse etwas, was Musik erst zu Musik macht, und weil es registriertechnisch und - sehr sporadisch - auch spieltechnisch (bei Muffat) einige Problemchen gab.
Ansonsten wars ein sehr schönes Erlebnis - für Rückfragen bin ich am einfachsten unter meiner Mail zu erreichen.

Viele Grüße
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Mittwoch, 2. August 2006, 18:44

Die geplante neue Chororgel in der St. Johanniskirche, Lüneburg

Hallo,

hier ist die geplante Chororgel auf dem Junkernlektor für die St. Johanniskirche in Lüneburg mit der Disposition und im Bild zu sehen.

Geplante Chororgel in St. Johannis, Lüneburg


Die Gestaltung übernimmt der Architekt Ralph Schweitzer aus Bonn.

Die geplante Disposition und Intonation orientiert sich am französischen Orgelbau des späten 19. Jahrhunderts und bringt damit eine bisher ungehörte Farbe in die schon ungemein großartige bestehende Orgellandschaft Lüneburgs mit ein.

Disposition:

Grand Orgue

Montre 16'
Montre 8'
Flûte ouverte 8'
Flûte douce 8'
Préstant 4'
Quinte 2 2/3'
Doublette 2'
Fourniture 4fach
Trompette 8'

Récit expressif

Bourdon 16'
Flûte harmonique 8'
Viole de gambe 8'
Voix céleste 8'
Flûte octaviante 4'
Nazard 2 2/3'
Octavin 2'
Tierce 1 3/5'
Basson 16'
Trompette harmonique 8'
Hautbois 8'
Voix humaine 8'

Pédale

Montre 16'
Soubbasse 16'
Octave 8'
Flûte 8'
Bombarde 16'
Trompette 8'

Grüsse
Volker.
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18

Montag, 7. August 2006, 01:38

Sorry, aber wenn es irgendwo etwas unnötiges gibt, ist es diese Chororgel - sie zerstört die Symmetrie des Raumes, hat keinen wirklichen liturgischen Sinn (wenn man solch eine tolle Hauptorgel hat, warum dann soll man auf eine solche Chororgel umsteigen, ganz zu schweigen davon, dass dieses französistische (war ja schon Thema) Modell hoffentlich bald Sendepause hat), kostet viel zu viel, ist zu Konzertzwecken (für die Literatur, für die es anscheinend erbaut ist) mangels Größe vermutlich nicht großartig zu gebrauchen und ist eben im falschen Stil erbaut. Eine wirklich moderne Orgel wäre in dieser Stadt sehr interessant, also eine "dynamische Orgel" (nach der Idee von Herrn Zacharias) oder was immer es geben kann...

Aber ok, wenn es da oben noch Geld für solche Späße gibt, warum nicht...
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19

Samstag, 12. August 2006, 15:11

Die geplante neue Chororgel in der St. Johanniskirche, Lüneburg

Hallo sebastian,

warum soll in Lüneburg nicht eine große Chor-Orgel verwirklicht werden, in Deiner näheren Umgebung in Weingarten ist in der Basilika ja ebenfalls eine große Chor-Orgel vorhanden - die Du sicherlich vorzüglich kennst - dort werden oder wurden viele franz. Orgelwerke mit ihr zu Gehör gebracht. (Messiaen, Boellmann, Widor, Dupre, Vierne, etc.)

Sie ist zwar in einem erbärmlichen Zustand, aber ein Förderverein ist ja bereits gegründet worden.

Wünsche der heutigen Organisten werden bei einem Neubau einer Chor-Orgel wie folgt berücksichtigt (nicht Kleckern sondern Klotzen):

eine möglichst kompakte Gehäusegröße
ein Orgelwerk mit reicher Disposition für künstlerische Interpretation
eine hochwertige Verarbeitung aus besten Materialien.

Baugeschichte der Chororgel in der Basilika Weingarten
1743 war Gabler mit der Chororgel fertig, sie hatte 22 Stimmen mit 2222 Pfeifen. 1934-37 Bau einer quasi neuen Chororgel durch die Firma Reiser, Um- und Ausbau auf 46 Register, verteilt auf 3 Manuale und Pedal mit weit über 3000 Pfeifen. 1966 Einbau einer Großmixtur.

Disposition der Chororgel der Basilika Weingarten
Von 1937, III/46 Hauptwerk (I) Grossprizipal 16’ Prinzipal 8’ Prästant 4’ Oberoktave 2’ Mixtur 4f 2’ Kornet 3-5f 8’ Hohlflöte 8’ Weidenflöte 8’ Kleinflöte 4’ Bärpfeife 8’ Tremulant (zus. mit III) Schwellwerk (III)
Hornprinzipal 8’ Lieblich Gedackt 8’ Gemshorn 8’ Nachthorn 4’ Musikgedackt 4’ Waldflöte 2’ Terz 1 3/5’ Oberquinte 1 1/3’ Nachthörnlein 1’ Kalomela 3f. 2/5’ Rankett 16’ Krummhorn 8’ Harfenregal 8’ Tremulant (zus. mit I)
Pedal
Subbass (Gabler) 16’ Subbass 16’ Oktavbass 8’ Gemshornbass 8’ Quintadenbass 4’ Flötbass 2’ Choralbass 10-15f. 4’ Posaunenbass 16’ Trompetenbass 8’ Regalbass 2’ Koppeln
6 Normalkoppeln III 4’ - Ped.
Spielhilfen
2 freie Kombinationen, Tutti, Hauptwerk ab, Zungen ab, Mixturen ab, Generalkoppel, Pedal-Tutti, Walze. Trakturen elektropneumatisch.

Also lassen wir auch Lüneburg zum Zuge kommen und gönnen ihnen ebenfalls eine
große Chor-Orgel. Über die Placierung in der dortigen St. Johanniskirche, (Junkernlektor), kann man sicherlich streiten, aber über die Größe des Neubaus und einer franz. Ausrichtung, ausgehend Ende des 19. Jahrhunderts, kann nur zugestimmt werden, wenn es von den Erbauern so gewollt ist.

Grüsse
Volker.
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20

Samstag, 12. August 2006, 18:30

Moment - Weingarten ist etwas total anderes als Lüneburg!!!

Früher hatte praktisch jedes Kloster (im Fall von Ottobeuren zumindest) eine Chororgel für die Begleitung des Chorgesangs der Mönche... Hierfür war sie konzipiert. Und was der liebe Organist dieser Orgel darauf bzw an der Basilika überhaupt abzieht, ist schlicht indiskutabel - ich werde mich dazu nicht äußern. Nur soviel: Die Architektur der Kirche rechnet geradezu mit einer Chororgel (es war in den damaligen Klöstern wie gesagt schlicht üblich), die Chororgel ist perfekt in das Chorgestühl und Chor-Ensemble hineinkomponiert. Ganz anders in Lüneburg: Dort soll - ohne liturgische Gründe - eine Orgel eingebaut werden, die die gesamte Architektur total stört (wie gesagt; ich war letztes Jahr dort und eine Chororgel ist alles andere als passend). Und inwiefern eine französische Ausrichtung in dieser Kirche (die eben nicht eine große Akustik wie eine französische Kathedrale hat) tatsächlich nötig ist, ist die Frage... Im Übrigen: Ginge es immer um die Wünsche der Erbauer, gäbe es die große Orgel in Weingarten in der jetzigen Form nicht, die Paulskirchenorgel eines Eberhard Friedrich Walcker wäre so nicht vorstellbar etc etc... Außerdem: Französische Chororgeln sind meist einmanualige - oder, wenn zweimanualig, zumindest sehr gering von der Registeranzahl her disponiert - Instrumete, die trotzdem die gesamte Kirche zu füllen vermögen (was das für den Organisten bedeutet, ist ja wohl klar;-) ). Das Modell, das uns in Lüneburg schmackhaft zu machen versucht wird, fände sich am ehesten noch in einer kleineren Stadtkirche, nie aber als Chororgel...
Also Obacht mit vielleicht etwas unglücklichen Vergleichen, aber ich denke, dass man hier Weingarten, Ochsenhausen, Neresheim, Rot an der Rot und all die vielen Klöster mit ihren zwei oder drei Orgeln nicht heranziehen kann...

Viele Grüße
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

Karsten

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21

Samstag, 12. August 2006, 19:47

Ich stimme mit Sebastian dahingehend überein, dass man Weingarten bzw. eine katholische (Kloster-)Kirche, in der eine Chororgel aus (vorwiegend) liturgischen Gründen notwendig ist, nicht als Argument bzw. rechtfertigenden Vergleich für die Installation einer Chororgel in einer evangelischen Kirche, wo gerade aus liturgischer Sicht in der Regel eben kein Bedarf für eine Chororgel ist, heranziehen kann.

Die Internetseite des Projekts http://www.st-johannis-2006.de/spricht dementsprechend auch nur von einer Anschaffung und Bedarf einer Chororgel zu konzertanten Zwecken.

In einigen Detailfragen halte ich das Konzept "auf dem Papier" auch für nicht perfekt bzw. fragwürdig, aber inwieweit das Projekt bzw. deren französische Tendenz tatsächlich "unnötig" oder überflüssig ist, wage ich nicht zu beurteilen.

Zitat

Original von sebastian
Und was der liebe Organist dieser Orgel darauf bzw an der Basilika überhaupt abzieht, ist schlicht indiskutabel - ich werde mich dazu nicht äußern.

Wieso erwähnst Du es dann überhaupt?!

Zitat

Original von sebastian
Außerdem: Französische Chororgeln sind meist einmanualige - oder, wenn zweimanualig, zumindest sehr gering von der Registeranzahl her disponiert - Instrumete, die trotzdem die gesamte Kirche zu füllen vermögen (was das für den Organisten bedeutet, ist ja wohl klar;-) ).
Das Modell, das uns in Lüneburg schmackhaft zu machen versucht wird, fände sich am ehesten noch in einer kleineren Stadtkirche, nie aber als Chororgel...

Man soll bekanntlich nie "nie" sagen ;)
Die "Serienmodelle" Cavaillé-Colls für Chororgeln sind in der Tat kleiner (etwa ein dutzend Register, oft nur angehängtes Pedal), dennoch gibt es auch Chororgeln, die den Lüneburger Dimensionen (23 Register + Transmissionen) nahe kommen (z.B: die Chororgeln im Sacré-Coeur oder in St.Vincent-de-Paul, beide Paris mit etwa 20 Registern).
Im übrgen: das Projekt soll eine Chororgel im Stile Cavaillé-Colls sein, keine Kopie einer seiner Orgue de Choeur.

Gruß
Karsten

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Sonntag, 13. August 2006, 22:32

Chor-Orgel in der Basilika Weingarten

Hallo
Zitat von sebastian:
Hierfür war sie konzipiert. Und was der liebe Organist dieser Orgel darauf bzw an der Basilika überhaupt abzieht, ist schlicht indiskutabel - ich werde mich dazu nicht äußern.
-----------------
Geanu darauf wollte ich mit meinem Beitrag als Beispiel von Weingarten abzielen, was mit der dortigen
Chor-Orgel verun- und veranstaltet wird oder wurde.

Grüsse
Volker.
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

sebastian

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Montag, 14. August 2006, 18:29

Moment - nicht von Orgelbauerseite aus, sondern von Organistenseite aus...

Freilich, das Instrument ist nicht mehr historisch, aber wer würde auf einer anderen Orgel in diesem Stil diese Werke spielen? Denn wirklich gut hört es sich mE nicht an, sorry...
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

Karsten

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24

Dienstag, 15. August 2006, 13:33

Neue Orgeöanlage für den Speyerer Dom

Hallo!

Der Speyerer Dom soll bis Weihnachten 2009 eine neue Orgelanlage bekommen. Sie soll aus einer Hauptorgel (75 Rgeister) und einer Chororgel (37 Register) bestehen, beide Orgeln werden von der deutschen Orgelbaufirma Seifert, Kevelaer erbaut.

Eine Besonderheit soll ein in der Chororgel integriertes Blockwerk sein, mit dem früheste Orgelmusik stilecht dargestellt werden kann.

http://www.dommusik-speyer.de/Seiten/art…neue_Orgel.html

Gruß
Karsten

25

Freitag, 18. August 2006, 21:38

Ein herzliches Hallo an die User des Tamino-Klassik-Forums! :)

Bin seit heute hier neu angemeldet und möchte mich bei dieser Gelegenheit kurz vorstellen:

Mein Name ist Bernhard und ich bin aus Mannheim. Ich stelle mich speziell im Orgelforum vor, da mein Interesse insbesondere der Orgelmusik des 17. und 18 Jhdts. gilt und hier v.a. natürlich die Werke von J.S. Bach, seine "Vorläufer" D. Buxtehude, G. Böhm, N. Bruhns, V. Lübeck und all die anderen norddeutschen Groß- und Kleinmeister :] aber auch die Bachschüler wie J.L. Krebs u.a. bis hin zu F. Mendelssohn-Bartholdy.

Ich habe mich schon sehr früh mit der Orgel und dem Orgelbau beschäftigt, weil es sich um ein faszinierendes Instrument handelt, sowohl in klanglicher als auch technischer Hinsicht. Leider haben meine organistischen Fähigkeiten nur dazu gereicht, die Orgel zur eigenen "GemüthsErgezung" :pfeif: und für gelegentliche gottesdienstliche Vertretungen :angel: zu "traktieren".

Doch nun genug der Vorstellung! :stumm:

Habe meinen Beitrag auch bewusst an diese Stelle des Orgelforum gesetzt, da ich die bisherige Domorgel zu Speyer kenne, auch schon darauf gespielt habe und deren technischen wie akustischen Unzulänglichkeiten etwas kenne.

Mit Unterzeichnung des Vertrags zwischen dem Speyrer Domkapitel und der Orgelbau-Firma Seifert darf man nun gespannt sein auf das Ergebnis eines seit längerer Zeit angedachten Projekts, das eine neue Hauptorgel auf der Westempore des Doms mit einem "Klangideal" des ausgehenden 18. Jhdts. bzw. beginnenden 19. Jhdts. vorsieht, sowie ein "Novum" nämlich eine offensichtlich rein mitteltönig gestimmte Chororgel, die als Blockwerk entsprechend den Beschreibungen von Praetorius konzipiert werden soll.

Wirklich ein interessantes Orgel-Neubau-Projekt! :yes:

Übrigens ist dieses Forum überaus informativ und ich habe schon einiges Neues und Anregendes mitnehmen können :yes:

Viele Grüße an die Liebhaber des schönsten Instruments aller Zeiten!

Bernhard

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26

Freitag, 18. August 2006, 22:46

Hallo Bernhard,

ein herzliches Willkommen im Tamino Orgel-Forum. Über frisches Blut freuen wir uns immer.:angel:

Zitat:
Übrigens ist dieses Forum überaus informativ und ich habe schon einiges Neues und Anregendes mitnehmen können
-------------------

Genau so sehe ich Deinen interessanten Beitrag über die Orgel-Neubauprojekte im Dom zu Speyer.

War dort schon persönlich im Dom und finde es ein imposantes Bauwerk. Zum damaligen Besuch wurde ein
Benefiz-Spiel von FCB gegen Kaiserslautern veranstaltet, um dem Dom in der Restaurierung finanziell zu
unterstützen, beide Vereine verzichteten auf ein Honorar.

Weiterhin viel Spaß im Forum und Grüße

Volker.
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Zitat: J.E.G.

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Freitag, 18. August 2006, 23:46

Hallo Volker,

danke für die nette Begrüßung :)

Imposant ist der Speyerer Dom gewiss und ich bin schon auf die mittelalterlich-mitteltönigen Klänge der Chor-Orgel gespannt, die ja schon an Ostern 2008 erklingen soll!

Die mitteltönige Stimmung, die ich überaus reizvoll - gerade bei Orgeln - finde, ist hier in der Region sehr selten zu finden, allenfalls in modifizierter Form. Umso mehr freut es mich, dass eine immerhin mittelgroße Orgel in dieser Temperatur gestimmt werden soll (sofern man den bisherigen Presseberichten Glauben schenken darf).

Gruß
Bernhard, dersichmalwiederöftersaneineorgelsetzensollte

Karsten

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28

Samstag, 19. August 2006, 01:48

Hallo!

Um einige Mißverständnisse vorzubeugen: meines Wissens wird die Chororgel nicht komplettes mitteltönigs Blockwerk konzipiert. Das mitteltönige Blockwerk ist "nur" ein Teilwerk der ansonsten "normalen" Chororgel. Das Blockwerk soll wohl nur von seinem eigenen Manual aus angespielt werden können. Eine Verwendung mit den anderen Teilwerken der Chororgel (durch Koppeln oder ähnliches) schließt sich schon aufgrund der verschiedenen Temperierungen aus.

Gruß
Karsten

MatthiasR

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29

Samstag, 19. August 2006, 11:20

Naja...
Das ist mal wieder typisch Speyer. Meinem lieben Arbeitgeber fehlt es an Geld um ein Übeklavier mit 200 € zu subventionieren, aber mehrere Hunderttausend für eine neue Orgel sind verfügbar.

Allerdings, aus Sicht des Musikers muss ich sagen: Spitze :hello:
Besonders freut mich dass die Firma Orgelbau Meyer nicht den Zuschlag bekommen hat, die hier in unserem Bistum eine quasi Monopolstellung hat. Einwenig Konkurenz schadet hier auf keinen Fall.

Was mich doch einwenig irritiert ist das mitteltönige Blockwerk. Wo hier der praktische nutzen sein soll, ist mir schleierhaft. Zumindest hat es keinen liturgischen Zweck. Wohl eine kleine Spielerei des Orgelbauers, um mal etwas "Neues" zu machen.

Insgesamt jedoch ein begrüßenswerter Beitrag zur deutschen Orgellandschaft, auch wenn ich die Euphorie nicht ganz teilen kann. Wer die Akkustik in Speyer kennt, wird sicherlich wissen warum :D
(Teilweise ist unser guter Herr Domorganist 2-3 Takte vor der Gemeinde, weil sie sich gegenseitig nicht hören)

sebastian

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Samstag, 19. August 2006, 15:10

Muss aber nicht an der Akustik liegen :angel:
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