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1

Freitag, 16. Dezember 2005, 00:34

Wer von Euch hört sich eigentlich noch Klassische Musik von einer Langspielplatte an?

Hallo Zusammen,

das haben wir uns seit dem Tag gefragt, als Alfred den Thread " Fenster in die Vergangenheit" aufmachte. Wir sind damals wirklich davon ausgegangen, er meinte echte Schellack-Platten. (Haben uns mit unserer Antwort dort wohl ein wenig blamiert :O )

Wir haben es immer genossen, wenn wir uns mal einen schönen Abend machen konnten, und dabei die alten Platten aufgelegt. Bei einigen unserer Aufnahmen finden wir es sehr symphatisch, dass sie vom Klang her nicht so "perfekt" sind, und findet Ihr nicht auch, dass es ein gewisses Ritual bedeutet? Man windet die LP vorsichtig aus ihrer Kunststoff-Papierhülle, legt sie auf den Teller, dann wird der Plattenspieler eingeschaltet, die Platte wird mit einem Staubbürsten- oder Schwamm "entstaubt", die Nadel ebenso. Und bei jedem Abspielen weiß man: Irgendwann, wird es das letzte Mal sein, irgendwann ist die Platte so abgespielt das nichts mehr geht...

Liebe Grüße

Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

Selim

Guercoeur

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Beiträge: 1 845

Registrierungsdatum: 20. Februar 2005

2

Freitag, 16. Dezember 2005, 03:24

Hallo Bettina und Wilfried,

Ihr sprecht mir ganz aus dem Herzen. Meine Schallplatten-Sammlung habe ich seit Anfang der 80-er Jahre (als ich anfing Klassik zu hören) stetig aufgebaut, und auch heute besitze ich (noch) mehr LPs als CDs und höre sie mit größerem Genuß als die etwas kalt erscheinenden Silberlinge.

Das von Euch so schön beschriebene Ritual des Plattenauflegens begeistert mich nach wie vor und ist für mich nicht lästige Pflicht, sondern macht sehr viel mehr Spaß als einfach nur 'ne CD einzulegen und danach vom Abspielvorgang nichts mehr mitzubekommen.

Zitat

Und bei jedem Abspielen weiß man: Irgendwann, wird es das letzte Mal sein, irgendwann ist die Platte so abgespielt, daß nichts mehr geht ...


Diese Äußerung kann ich auf keinen Fall unkommentiert stehen lassen. Es mag vielleicht LPs geben, die aufgrund ihrer mangelhaften Pressung oder durch schlechte Behandlung nicht mehr ganz so taufrisch klingen, aber in der Regel lassen meine wohl behüteten, erstklassig gepreßten Schätzchen keinerlei Abnutzungserscheinungen erkennen. Die Platten, die lediglich verschmutzt sind, kann man durch eine Plattenwäsche (bei ausgewählten Hifi- / High-End- /LP-Läden) in einen einwandfreien Zustand zurückversetzen.

Natürlich hängt ein besserer Klang der LP unweigerlich von der hochwertigeren Qualität des verwendeten Spielers ab. Meine Schlager-Schellacks höre ich nach wie vor gerne mit den alten Dual-Wechslern der 60-er Jahre an. An die guten Klassik-LP-Pressungen darf allerdings nur mein Thorens TD 126 Centennial ran (obwohl der auch 78 Umdrehungen kann). :jubel:

Und da sind wir bei einem weiteren Thema des unheilvollen Sammeltriebes. Soll heißen: Ich sammle nicht nur LPs, sondern auch die dazugehörigen Geräte, nämlich Plattenspieler. In meinem bescheidenen Arsenal befinden sich derzeit ca. 50 Plattenspieler der unterschiedlichsten Marken und Modelle - jedes für sich ein eigenes reizvolles Individuum (bezüglich Klang, Design und Bedienung)!
Marken: Thorens, Dual, Philips, Perpetuum Ebner, Garrard, Lenco, Elac, Granat usw.

Analoge Grüße
Johannes

teleton

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  • »teleton« ist männlich

Beiträge: 4 974

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

3

Freitag, 16. Dezember 2005, 07:54

Hallo Bettina, Wilfried und Johannes,

meine Schallplattensammlung war vor der Einführung der CD mal gigantisch groß.
Die Einführung der CD war für mein Empfinden eine Revolution.
Inzwischen habe ich sehr sehr viele Aufnahmen, die als LP vorlagen in gleicher Aufnahme auf CD/ SACD gekauft, da die Störfreiheit der CD und das fehlende Knacken IMO einfach überwiegt.

Meine LP-Sammlung ist auf ein Minimum von ca.100LP geschrumpft. Das sind solche Werke, die ich nie in anständigen Aufnahmen auf CD oder SACD bekommen habe.
;)Ganz besondere LP-Schätze werden von mir mit dem PC auf CD-R gebrannt und so die LP-Qualität "eingefroren", denn durch die Lagerung werden die auch nicht besser. Über die Jahre kommt gerade bei Eurodisc-Platten ein dauernder Rauschknistereffekt dazu, der vorher nie da war.

Kurz: Ich gehöre nicht zu den HIFI-LP-Freaks - ich akzeptiere aber ihren Spleen !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 440

Registrierungsdatum: 9. August 2004

4

Freitag, 16. Dezember 2005, 09:06

Hallo ,

Ende 1983 bin ich auf die CD umgestiegen, nachdem ich schon ein paar Monat zuvor CDs gekauft hatte - obwohl noch kein CD Player im Hause war.
Grund war, daß auch die neusten Langspielplatten digital aufgenommen wurden. Ich hatte von diesen folgenden Eindruck:

Alle Nachteile der Analogtechnik, wie Nadelgeräusch, Knistern, eingeschränkte Dynamik, Abnützung, Alterung, etc waren nach wie vor vorhanden.

Dazu kam ein eigenartig flächiger, stumpfer Klang, man hatte offenbar versucht das schrille der Digitalaufnahme zu mildern.

Im Gegensatz dazu klangen die neuen Silberscheiben analytischer und spritziger, Violine war grauenvoll, Klavier ausgezeichnet.

Ein gewisser harter und gelegentlich auch schlecht auflösender Klang war zu bemerken, zudem klangen viele CDs im pianissomo eher stumpf, im Fortissimo grell und scharf.

Mit demUmstieg auf meinen NAD 541, im Jahre 2001 besserte sich das radikal. Die Aufnahmen klingen nun (fast) so röumlich wie auf LP und sind wesentlich "musikalischer" ("analoger") .
Auch hier muß gesagt werden, daß ein 150 Teuro Playernicht als Referenz herangezogen werden sollte, wenn man CD vs LP argumentiert.

Aktuell habe ich derzieit einen Verstärker ohne Entzerrer-Vorverstärker und einen Plattenspieler ohne Nadel. Wahrscheinlich gibt es gar keine mehr, ich müsste ein System kaufen, das hab ich aber nicht vor
Meine Analogsammling umfasst etwa 600 LPs und ca 50 Operngesamtaufnahmen. Ich habe jedoch kein Bedürfnis die noch zu hören....Das meiste was mich interessiert hab ich bereits auf CD - manches Uralte wird erst jetzt wieder aufgelegt - Die "Klassikkrise" machts möglich.... :yes:

BTW: Die LPS sind unverkäuflich...

LG

aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

CRC

Profi

  • »CRC« ist männlich

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Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

5

Freitag, 16. Dezember 2005, 09:40

Ich war einer der ersten Verrückten, die voller Sehnsucht auf die CD gewartet haben. Als die Standardpreise für alle damals erhältlichen Player von 2000 auf 1500 Mark fielen, habe ich mir am 30.September 1983 meinen ersten CD-Spieler (Hitachi DA 1000) gekauft und dazu 9 Klassik-CDs zu Preisen von 37 und 44 (!) DM. (Darunter z.B. die Brahms-Balladen op 10 mit Arturo Benedetti-Michelangeli) Wie ihr hieraus ersehen könnt, habe ich die Rechnung noch.

Bis dahin hatten sich etwa 900 LPs angesammelt, die ich nass gespielt habe. Wer auf meine Studentenbude kam, wurde von UFO-Geschwadern, bestehend aus LPs, die zum Trocknen auf Lenkoclean-Flaschen balancierten, empfangen.

Ich bin dann von einem Tag auf den anderen umgestiegen und habe nur noch CDs gekauft. Eine Weile standen die LPs noch im Regal, wurden aber immer seltener aufgelegt. Als Technik-Freak hat mich die CD auch theoretisch absolut begeistert und ich war froh, die Einführung eines so revolutionären Audio-Systems miterleben zu dürfen. Nach wenigen Jahren habe ich dann alle LPs verkauft.

Zum Klang der LP: Ihre angeblichen Vorteile gegenüber der CD halte ich für ein Märchen. Allerdings waren die ersten Player sicher noch nicht n der Lage, das Potential der CD voll auszuschöpfen. Das gelingt erst seit einigen Jahren und erfordert, wie Alfred sagt, ein gewisses Mindestniveau bei Preis und Qualität.

Die LP hatte sehr viel handfestere und störendere Macken: außer Knistern, Knacken und Rauschen (letzteres stört mich aber kaum) waren das vor allem Verzerrungen.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich schier verzweifelt bin, weil mein recht guter Thorens mit SME-Tonarm das Es-moll -Scherzo von Brahms mit Claudio Arrau nicht verzerrungsfrei abtasten konnte. Was habe ich getüftelt und ausprobiert.... vergebens.
Heute weiß ich, woran es lag: Die Produzenten hatten das kritische Stück ausgerechnet als letztes Stück auf die Innenseite der LP gelegt - also dorthin, wo die Verzerrungen am größten sind.
"Muss es sein? - Es muss sein!" Grave man non troppo tratto.

Theophilus

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6

Freitag, 16. Dezember 2005, 11:03

Hallo Wolfgang

Zitat

Über die Jahre kommt gerade bei Eurodisc-Platten ein dauernder Rauschknistereffekt dazu, der vorher nie da war.

Derartige Effekte sind allgemein bekannt. Sie verschwinden in der Regel bei mehrfacher Benutzung (oder gar regelmäßiger Nutzung). Das hilft dir aber auch nicht viel weiter...

Ciao

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Robert Stuhr

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7

Freitag, 16. Dezember 2005, 14:00

Es ist mir am Anfang schwer gefallen, auf meine LPs zu verzichten, aber ioch habe etwa 1995/96 alle an einen Sammler verkauft. Ihm konnte ich eine Freude machen, ich hatte endlich wieder Platz. Seitdem sammle ich nur CDs. Bis auf eine Kassette mit Liedaufnahmen des Reichsrundfunks (Michael Raucheisen - Edition) sind alle inzwischen auf CDs erhältlich. An der endlosen Diskussion, ob LP oder CD besser klingt, ob mit der Veräußerung der LP-Sammlung ein Verlust an Klangqualität verbunden war, möchte ich mich nicht beteiligen. Das hängt nicht nur von der HiFi - Anlage, sonder auch vom Mastering des Tonträgers und so vielen anderen Faktoren ab, daß die Diskussion nie zu einem befriedigenden Ende führt.

Ich jedenfalls vermisse die LP nicht.

Übrigens hatte ich bis vor wenigen Wochen das gleiche Problem bei meiner Filmsammlung. Das gab es DVD, VCD, VHS und LD, jetzt gibt es nur noch DVD. Und die Filme erscheinen irgendwann alle auf diesem Medium.
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
bach,
nicht
der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

Theophilus

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8

Freitag, 16. Dezember 2005, 17:33

Hallo Robert

Zitat

Bis auf eine Kassette mit Liedaufnahmen des Reichsrundfunks (Michael Raucheisen - Edition) sind alle inzwischen auf CDs erhältlich.

Die Raucheisen-Edition ist vor wenigen Wochen auf 66 CDs erschienen! (Über 1000 Lieder!)

Ciao

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D.Minor

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9

Freitag, 16. Dezember 2005, 18:21

das gute alte vinyl

also ich hab' da noch so eine ziemlich sentimentale bindung ans vinyl - auf diskussionen über klangtechnische vorteile oder nachteile würde ich mich allerdings auch nicht mehr einlassen.
tatsache ist allerdings, dass man gerade auf plattenbörsen oder flohmärkten noch echte schätze für ein paar euro heben kann.
ich besitze so ein bis zweitausend LP's und gerade in den letzten paar jahren ist meine sammlung beträchtlich gewachsen. hören tu ich vinyl allerdings wesentlich seltener als cd. die kleinen silberscheiben sind eben einfach praktisch.
interessant ist ja auch, dass es in der popmusik eine richtige vinylrenaissance gibt, klassikvinyl gibt's ja leider neu kaum mehr und wenn zu irrsinnspreisen.

lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

CRC

Profi

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10

Freitag, 16. Dezember 2005, 18:34

Oh doch! Auch in der Klassik tut sich eine ganze Menge bei der LP. Gerade erst hat die DG eine Reihe von alten Aufnahmen als LP neu herausgebracht.

In der Tat gibt es eine Art Renaissance der LP - meist aber im Hochpreissegment, was sich auch im Markt für Plattenspieler zeigt.
Heute haben wir die kuriose Situation, dass es noch nie so viele Hersteller für teure und teuerste Plattenspieler gab wie heute.
Als repräsentatives Luxus-Objekt hat der schnieke gestylte Vinyl-Dreher sicher in vielen Lofts und Wohnstudios seinen festen Platz.

Auch auf dem Zeitschriftenmarkt ist das zu spüren: Z.B. hat vor etwa 2 jahren Holger Barske, der bis dahin bei STEREO arbeitete, ein neues Blatt herausgebracht mit dem Titel LP. Es scheint sich am Markt zu behaupten.
"Muss es sein? - Es muss sein!" Grave man non troppo tratto.

D.Minor

Fortgeschrittener

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11

Freitag, 16. Dezember 2005, 19:00

ja aber

lieber CRC
eben, wie du schreibst es gibt nur alte wiederveröffentlichungen zu einem, entschuldige den saloppen ausdruck, schweinepreis. außerdem bietet die hier in wien keiner der klassikläden an. in budapest sah ich unlängst starker/kol nidrei im rerelease für ca. 50! Euro.
im gegensatz dazu habe ich hier keine schwierigkeiten im netten kleinen indie-laden "rave up" die neue depeche mode oder nick cave auf vinyl für ungefähr 18-20 Euro zu kaufen. da gibt es unmengen von pop-neuerscheinungen zum selben preis wie die cd's.
danke für den tipp mit der zeitschrift "LP" :yes:- muss ich mir mal besorgen.
lg
d.
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Robert Stuhr

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12

Freitag, 16. Dezember 2005, 19:46

Zitat

Original von Theophilus

Zitat

Bis auf eine Kassette mit Liedaufnahmen des Reichsrundfunks (Michael Raucheisen - Edition) sind alle inzwischen auf CDs erhältlich.

Die Raucheisen-Edition ist vor wenigen Wochen auf 66 CDs erschienen! (Über 1000 Lieder!)


Danke für den Tip, habe ich schon bei jpc gefunden :jubel: :].
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Pius

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13

Freitag, 16. Dezember 2005, 21:46

Hallo!

Meine ersten bewußten Musik-Erfahrungen überhaupt sowie meine ersten Berührungen mit klassischer Musik hatte ich durch den Plattenspieler meines Vaters.

"Mein" Medium ist dennoch die CD (bei meiner Altersklasse wohl nicht verwunderlich). Aber hin und wieder kaufe ich LPs auf dem Flohmarkt. Die liegen dann auch nicht nur rum, sondern werden auch gehört.
U.a. habe ich eine Komplettaufnahme der Mozart-Klavierkonzerte mit Baranboim auf LP, sowie die Beethoven-Symphonien mit Krips, einige sowjetische Platten (Gilels, Klein-Kissin, Oistrach), sowie einige DDR- (Eterna-) Platten (Masur, Konwitschny, ...), zwei tolle Bernstein-LPs, Schreier singt Schumann, Holliger spielt Oboe, Lohengrin unter Kempe, Brandenburgische mit Marriner, Oscar Staus dirigiert seinen Walzertraum, ...

Viele Grüße,
Pius
(der gerade unglaubliche Lust aufs LP-Hören bekommen hat)

  • »Walter.T« ist männlich

Beiträge: 424

Registrierungsdatum: 9. April 2005

14

Samstag, 17. Dezember 2005, 10:55

Hallo,

bei direktem Vergleich höre ich lieber LPs. Nachdem ich einige LPs durch identische CDs ersetzt hatte, musste ich für meinen Geschmack feststellen, dass die LPs einfach voller klingen. Ganz extreme Beispiele: Mahlers 9. mit Klemperer, Beethovens Pastorale mit Reiner, Bachs "Wohltemperiertes Klavier" mit Richter.

Das liegt vielleicht auch daran, dass mir ein Hifi-Laden in Heidelberg einen Arcam-Verstärker (Modell Alpha 7R) empfohlen hat, der einen sehr guten Vorverstärker hat.

Inzwischen gehe ich alle paar Monate in ein LP-Geschäft in Heidelberg, wo Platten von Sammlerauflösungen verkauft werden. Bisweilen gibt es dort auch Entdeckungen, die ich auf CD gar nicht gefunden habe, z.B. Beethovens 9. mit Markevitch, Prokofjews 1. Klavierkonzert mit Richter.

Viele Grüße,

Walter

Michael Schlechtriem

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Registrierungsdatum: 11. Dezember 2005

15

Samstag, 17. Dezember 2005, 12:47

Schönen guten Tag,
ich kann Walter T. nur zustimmen.Ich bin überhaupt kein CD-Gegner,aber die meisten meiner Schallplatten klingen im Vergleich zur selben Aufnahme auf CD einfach besser.Dazu kommt noch,daß es viele interessante Aufnahmen einfach nicht auf CD gibt.Ein Beispiel ist der riesige Melodya-Katalog.Komponisten wie Galynin,Taktakischwilli,Wlassov,Rewutzky,um nur einige zu nennen,sind bisher fast nicht oder gar nicht auf CD erhätlich.Natürlich stört mich auch das eine oder andere Knistern,deshalb besitze ich seit Jahren eine Schallplattenwaschmaschine.Obwohl recht teuer in der Anschaffung,möchte ich diese nicht mehr missen.Ich hatte noch nie einen Musikliebhaber bei mir zu Gast,der nicht nach einem A\B Vergleich der Schallplatte den Vorzug gegeben hätte.Aber wie schon angedeutet mache ich daraus keinen Glaubenskrieg,und hervorragend klingende CD's besitze ich auch in ausreichender Menge.
Viele Grüße,
Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Registrierungsdatum: 12. August 2005

16

Samstag, 17. Dezember 2005, 13:59

Es beruhigt mich sehr, dass es hier so viele Plattenhörer gibt. Dann werde ich demnächst mal Rat suchen. Ich habe nämlich einen Spieler, der aber z.B. ein neues System bräuchte, habe auch ein System, bin aber nicht sicher, ob ich das ohne weiteres montiert kriege...) Ich habe eine Zeitlang Platten auf Ebay gekauft, weil sie dort oft sehr billig sind oder eben von Sachen, die auf CD nicht erschienen sind. Seitdem die Versandpreise gestiegen sind (und eben weil ich keinen wirklich gut funktionierenden Spieler habe), schaue ich dort jedoch kaum noch und höre ich z.Zt. nur CDs
(Habe keine Meinung im "Was klingt besser?"-Streit)

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

musicophil

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17

Mittwoch, 30. August 2006, 01:07

Zitat

Original von Robert Stuhr
Es ist mir am Anfang schwer gefallen, auf meine LPs zu verzichten, aber ioch habe etwa 1995/96 alle an einen Sammler verkauft....

Ich jedenfalls vermisse die LP nicht.

Übrigens hatte ich bis vor wenigen Wochen das gleiche Problem bei meiner Filmsammlung. Das gab es DVD, VCD, VHS und LD, jetzt gibt es nur noch DVD. Und die Filme erscheinen irgendwann alle auf diesem Medium.


Lieber Robert,

Genausowenig wie alle LPs auf CD erschienen, genausowenig werden alle Filme auf DVD übersetzt.

Bevor ich meine Mutter betreuen mußte, hörte ich sehr oft LPs, und überspielte ich sie auf meiner Festplatte. Dort wurden die Geräusche, das Knister und Knacken, soweit möglich entfernt. Nachher brennte ich sie auf CD. Denn CDs sind viel bequemer als LPs. Damit schütze ich meine LPs.

Jetzt höre ich nur ab und zu LP. Musik, die ich noch nicht auf CD gebrennt habe. Das kommt noch.

LG, Paul
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Glockenton

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18

Mittwoch, 30. August 2006, 09:17

Zitat


Original von musicophil

Genausowenig wie alle LPs auf CD erschienen, genausowenig werden alle Filme auf DVD übersetzt.


Wie wahr :( :( :(

Ich kenne z.b. drei LPs:

Brahms:
Haydn-Variationen und f-moll Sonate für zwei Klaviere, Kontarsky-Brüder, DG
Diverse:
Frans Brüggen spielt 17 Blockflöten, TELDEC
Frescobaldi
Canzonen
Kees Boeke, Wouter Möller, Bob van Asperen, EMI

Seit Jahren durchkämme ich das Internet nach diesen mir sehr wichtigen Aufnahmen, aber es scheint völlig aussichtslos zu sein.
Wenn eine Aufnahme im wahrsten Sinne des Wortes sang und klanglos vom CD-Markt verschwunden, bzw. dort gar nicht erst erschienen ist, dann wird wohl kaum die musikalische Qualität den Ausschlag hierfür gegeben haben :motz: !

Einen Plattenspieler besitze ich schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr, da mein alter Thorens TD 115 von meinen Kindern kaputtgemacht wurde. (damals :angry: , jetzt: :( )

Um die Musik meiner wichtigen LPs auf CD zu brennen, müsste ich mir wieder einen Plattenspieler und ein Nassabspielgerät ( früher Lenco-Clean) kaufen ( alle meine Platten wurden nass "gefahren")

Den Umstand habe ich bisher gescheut, aber demnächst möchte ich es mit einem geliehenen Plattenspieler in Angriff nehmen....tja....demnächst...

Gruss :hello:
Glockenton
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Robert Stuhr

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19

Mittwoch, 30. August 2006, 09:31

Zitat

Original von musicophil

Zitat

Original von Robert Stuhr
Und die Filme erscheinen irgendwann alle auf diesem Medium.


Genausowenig wie alle LPs auf CD erschienen, genausowenig werden alle Filme auf DVD übersetzt.


Stelle die Frage in 10 oder 15 Jahren noch mal... =) Bisher sind jedenfalls fast alle Filme, die ich als VHS, VCD oder LD hatte, inzwischen auf DVD erschienen. Nur die Filme von Edward Yang noch nicht ;( (Aber selbst die gibt es auf Ebay als DVD, von der Laserdisks kopiert).

Ich mache mir da überhaupt keine Sorgen. :beatnik:
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Theophilus

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20

Mittwoch, 30. August 2006, 10:32

Hallo Robert

In 10 bis 15 Jahren? Du vergisst dabei völlig, dass du dann schon längst das nächste Problem gehabt haben wirst. Wo dann schon längst alles auf DVD erhältlich gewesen sein wird, schaut man keine DVDs mehr, sondern ausschließlich ein High-Density-Format. Und da wird es wieder einige Zeit dauern, bis alles im neuen Format verfügbar sein wird.

Keine Sorge, die Industrie wird immer wieder für neue "Probleme" sorgen und darauf achten, den Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen. ;)

Ciao

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Robert Stuhr

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21

Mittwoch, 30. August 2006, 11:01

Aber nur, wenn er sich ziehen läßt.... :D

Ob ich den nächsten "Großen Sprung" nach vorn in der Wiedergabetechnik überhaupt mitmache, ist sehr fraglich. Die aktuelle Lage bei HD-DVD und BluRay ist alles andere als ermutigend. Abgesehen von den vorhandenen Problemen (die sicher bald behoben sein werden) stört mich vor allem, daß die Fimindustrie mit Brachialgewalt versucht, die Kontrolle über mein Wohnzimmer zu übernehmen und bestimmen will, was ich auf welchem Gerät wann und wieoft sehen darf. Da spiele ich definitiv nicht mit.

Ich sehe weiter keine Notwendigkeit, von CD auf ein anderes Format zu wechseln, was die Musikwiedergabe betrifft. Ich habe kein Interesse an SACD, DVD-Audio und wie sie alle heißen. Bei zehntausenden von CDs, die noch in meiner Sammlung fehlen, ist auch kein Bedarf für einen Wechsel vorhanden. Bis ich die alle gekauft und als flac-Datei gespeichert habe, vergehen noch mindestens 200 Jahre 8)
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Paul?

Schüler

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22

Mittwoch, 30. August 2006, 12:20

hallo Leute! :)

gute Diskussion!

das nächste Problem steht doch eh schon längst an

ich hör "nozze" im Auto als mp3 - statt 3 CDs hab ich nur eine - und da passen 5 Komplettaufnahmen rauf

es ist bequem - wie schon die CD bequem war und ist

mit dem richtigen Plattenspieler ist Vinyl aber nachwievor das Beste für mich

LG Paul? :hello:

PS: DVD allerdings betrachte ich als Meilenstein gegenüber VHS - Menü/Mehrsprachig/Untertitel - bis zu Mehrfachgebrauch - Vorteile für VHS kann ich keine finden

musicophil

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23

Mittwoch, 30. August 2006, 12:29

Zitat

Original von Paul?
ich hör "nozze" im Auto als mp3 - statt 3 CDs hab ich nur eine - und da passen 5 Komplettaufnahmen rauf

(...)

mit dem richtigen Plattenspieler ist Vinyl aber nachwievor das Beste für mich


Als Du schon Vinyl das Beste findest, und eine CD ist also "schlechter", ist dann nicht mp3 noch viel schlimmer?
Obwohl, im Wagen hat mann fast immer eine schönere Klang (warum, Theophilus) als zu Hause.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Theophilus

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24

Mittwoch, 30. August 2006, 12:49

Hallo Paul

Zitat

Obwohl, im Wagen hat mann fast immer eine schönere Klang (warum, Theophilus) als zu Hause.

Eine gute Frage. Ich kann es dir nicht sagen, habe aber zwei mögliche Ansätze einer Erklärung.

Der erste ist allgemeiner Natur. Im Auto hast du ein wesentlich besseres Verhältnis zwischen Membranfläche und Raumvolumen. Damit erhältst du fast gratis eine bessere Dynamik bei gleichwertiger Elektronik. Das führt auch bei moderaten Lautstärken zu einem direkteren und lebendigeren Klangbild.

Zum zweiten dürfte der Fahrgastraum rein akustisch gesehen gar nicht so schlecht sein. Es gibt keine parallelen Wände und damit auch keine stehenden Wellen (in einem Wohnraum ganz schwer zu realisieren; aber Dachräume mit einer schrägen Wand klingen zumeist außerordentlich gut!). Weiters möglicherweise ein glückliches Verhältnis zwischen glatten Flächen und absorbierenden Elementen (Sitze und Sitzbänke). Und durch die geringen Raumdimensionen - Schall unter 150Hz kann keine Wellen mehr bilden, sondern arbeitet nach dem Druckkammerprinzip - hat man keine der im Wohnraum nur schwer in den Griff zu kriegenden Probleme mit dem Tieftonbereich.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Paul?

Schüler

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Registrierungsdatum: 17. Mai 2006

25

Mittwoch, 30. August 2006, 12:49

Hallo Paul :)

Zitat

Original von Paul?
hallo Leute! :)



das nächste Problem steht doch eh schon längst an
ich hör "nozze" im Auto als mp3 - statt 3 CDs hab ich nur eine - und da passen 5 Komplettaufnahmen rauf



ich weiss dass es schlechtere Qualität ist - darum schrieb ich ja auch dass es ein weiteres Problem ist und bequemer ist ;)

LG Paul?

Herbert Henn

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  • »Herbert Henn« ist männlich

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Registrierungsdatum: 24. März 2006

26

Mittwoch, 30. August 2006, 12:59

Langspielplatten

ich habe ca.1000 LP's.Die meisten habe ich auch auf CD's.

Aber viele sind garnicht auf CD.erschienen,und wenn ich

das Bedürfnis habe,eine davon zu hören,greife ich auf den

Plattenspieler zurück.

:hello:Herbert.
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Barezzi

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27

Donnerstag, 31. August 2006, 03:22

Zitat

Original von Glockenton
Um die Musik meiner wichtigen LPs auf CD zu brennen, müsste ich mir wieder einen Plattenspieler und ein Nassabspielgerät ( früher Lenco-Clean) kaufen ( alle meine Platten wurden nass "gefahren")


Hallo Glockenton,

wie geht denn das: nass abspielen? das kenne ich als "Nachgeborener" gar nicht ?(

:hello:
Stefan
Viva la libertà!

Glockenton

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28

Donnerstag, 31. August 2006, 08:44

Hallo Barezzi,

wenn Du in die Bildersuche von Google "Lenco clean" eingibst, dann solltest Du fündig werden.
Klick einfach auf das Bild mit der grössten Auflösung und schaue es Dir an.

In ein Plastikröhrchen, das etwas kürzer als ein Tonarm ist, wurde eine Reinigungsflüssigkeit eingefüllt. Wenn ich mich nicht irre, war es eine Mischung aus destiliertem Wasser und Alkohol ( es roch immer recht angenehm :D).
Am Ende des Röhrchens war eine weiche Kurzhaarbürste angebracht.
Durch diese floss die Reinigungsflüssigkeit auf die Schallplatte, und durch die Schallrillen wurde das Röhrchen wie ein Tonarm zur LP-Mitte geführt.

Der sich in den Rillen befindende Staub wurde aufgeschwemmt, und durch die Flüssigkeit gab es naturgemäss keine elektrostatischen Aufladungen.
Störendes Knistern gab es beim Nassfahren also nicht.
Die Reinheit des Klanges war für mich damals unübertroffen.
Hierzu gab und gibt es natürlich auch andere Meinungen, und letztendlich ist es heute wohl nicht mehr sehr populär.
Ein weiterer Vorteil war, dass die Reibung zwischen Nadel und Schallplatte durch das Wasser veringert wurde, was der Langlebigkeit von beiden erhöhte.

Es gab aber auch Nachteile:
Der Motor des Plattenspielers wurde stärker belastet.
Eine einmal nassgefahrene LP musste man immer wieder nassfahren.
Beim Trocknungsprozess hafteten sich die kleinen Staubpartikel in den Schallrillen fest, so dass der Klang wegen des sehr starken Knisterns unerträglich wurde. Man musste also weiter nassfahren.
Diverse Reinigungsprozeduren wurden zwar in Fachblättern empfohlen,
( z.B. eine Paste draufschmieren, warten bis die getrocknet war und zusammen mit dem Dreck wie eine Folie abziehen) aber funktioniert haben die bei mir jedenfalls nicht.
Nachteilig war natürlich auch, dass man am Wochenende keine Platten hören konnte, wenn einem ausgerechnet dann die Reinigungsflüssigkeit ausgegangen war...
Umständlich war es ja ohnehin.

Gruss :hello:
Glockenton
"Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

Robert Stuhr

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29

Donnerstag, 31. August 2006, 10:40

An die seligen Zeiten naßgefahrener LPs erinnere ich mich auch noch... (in-Nostalgie-schwelg) :)

Die meisten Argumente, wonach LPs angeblich besser klingen sollen als CD, halte ich für psychoakustische Phänome. IMHO sind das Master bzw. das Ausgangsmaterial und das Remastering entscheidend. Eine LP kann daher besser klingen als eine CD, idR - unter den Bedingungen eines üblichen Haushalts und seiner Musikanlage - aber nicht.
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
bach,
nicht
der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

MarcCologne

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30

Donnerstag, 31. August 2006, 10:53

Hallo Glockenton,

danke für die wirklich interessante Beschreibung des "Nassfahrens" (ich kannte bislang lediglich "Nassrasieren" :D ) - ich muss mich nämlich Barezzi anschließen: Ich hatte von einer derartigen Technik bis zur Erwähnung derselben hier im Thread auch noch nie was gehört und mich beim Lesen gefragt, was das denn nun sein könnte - und soooo jung bin ich mit meinen 35 Lenzen ja nun auch nicht mehr - ich habe meine Sammlung seinerzeit in den 1980ern zumindet mit LPs noch angefangen... :]

Klingt jedenfalls ziemlich kompliziert das Ganze und scheint sich ja nie so richtig durchgesetzt zu haben, oder?

Aber ob das dem Hörer nun klangtechnisch soooo viel bessere Ergebnisse als das herkömmliche Abspielen bescherte?? Wenn dem so gewesen sein sollte, wäre das Verfahren als überlegene Abspielmethode doch viel weiter verbreitet gewesen, denke ich mal...
"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)