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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 19 199

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Montag, 16. Januar 2006, 09:03

Lieblingswerke der Moderne

Liebe Forianer,

"Wenn es dem Esel zu gut geht , dann geht er aufs Eis tanzen"
sagt ein altes Sprichwort .
Und genau das mache ich jetzt:

Die Lieblingswerke-Threads sind nicht so harmlos und seicht, wie sie manchem scheinen - sie geben einerseits ein Abbild des derzeitigen Forengeschmacks - andererseits sind sie Anregung zu Käufen für andere Forianer UND - natürlich für die Mitleser.

Das heutige Thema ist ein wenig ungewöhnlich - und ich fürtchte der Thread wird sehr kurz :baeh01:

Gefragt ist nach Lieblingswerken der Moderne:

ACHTUNG:

Es sollen JE 3 Werke "Klassische Moderne" und "Moderne" (ab ca 1950)nominiert werden - insgesamt also 6 WERKE.

Wer auf Werke verzichtet, so dies birre duch einen Leereintrag: -------
kundtun.
Begründungen, WARUM man ein Werk gewählt hat , sind unterhalb möglich und erwünscht - aber nicht obligat.
Ebenso kann eine ganz bestimmte Aufnahme referenziert werden, ein Bestimmter Dirigent oder Interpret etc - sei es durch erwähnung oder (wenn die Aufnahme schon erwähnt wurde) durch einen Link innerhalb des Forums

Viel Spaß

und freundliche Grüße aus Wien

Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT

Cosima

Prägender Forenuser

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Beiträge: 1 110

Registrierungsdatum: 11. März 2005

2

Montag, 16. Januar 2006, 11:00

RE: Lieblingswerke der Moderne

Hallo Alfred,

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Das heutige Thema ist ein wenig ungewöhnlich - und ich fürchte der Thread wird sehr kurz :baeh01:


Das hättest Du wohl gerne :baeh01:

Klassische Moderne:

Strawinskij - Der Feuervogel (abwechselnd mit Sacre du Printemps)
Prokofiew - Skythische Suite op. 20
Ives - Sinfonie Nr. 2

Moderne (ab ca 1950):

Britten - War Requiem Op. 66
Messiaen - Turangalîla-Sinfonie

--------- Ein drittes Lieblings-Werk fällt mir nicht ein; in der Moderne kenne ich mich nicht so gut aus.

Weil das alles gängige Werke sind (bzw. ich schon Begründungen und Interpreten in den entsprechenden Threads genannt habe), lasse ich die Werke zunächst kommentarlos so stehen.

Gruß, Cosima

uhlmann

Schüler

  • »uhlmann« ist männlich

Beiträge: 157

Registrierungsdatum: 14. Dezember 2005

3

Montag, 16. Januar 2006, 12:05

hallo,

klassische moderne:

berg - violinkonzert
einer der klassiker der 2. wiener schule.

antheil - ballet mecanique
damals ein skandal (8 klaviere, schlagzeug, sirenen, etc. und ein flugzeugpropeller!), auch heute immer noch gut. leider oft in der "abgespeckten" version für orchester zu hören.

varese - ameriques
zukunftsweisendes werk. wenn man das heute hört, glaubt man kaum, dass das um 1920 komponiert worden ist.

moderne:

lachenmann - streichquartett nr. 2 "reigen seliger geister"
von lachenmann könnte ich hier mehrere werke anführen, aber das quartett beeindruckt mich bis heute immer noch am meisten. ich hab das mal bei wien modern mit dem arditti quartett gesehen, das war der nackte wahnsinn, die haben für ihr leben gespielt. die musik bewegt sich ja meist an der hörschwelle, und nachdem das stück aus war, war es zunächst ganz still im saal. und dann brandete ein jubel los, der wollte nicht mehr aufhören - eines der ganz großen konzerte meiner "klassik-karriere".

b.a. zimmermann - requiem für einen jungen dichter
zimmermann ist überhaupt ein ganz großer der moderne. seine werke sind auch aufgrund ihrer humanistischen grundhaltung zeitlos gültig.

schnittke - concerto grosso nr. 2
auch die anderen grossos sind coole stücke, aber das 2te gefällt mir am besten. ich hab da eine alte melodiya-cd mit roshdestwensky, die ist sehr gut.

greetings, uhlmann

Engelbert

Prägender Forenuser

  • »Engelbert« ist männlich

Beiträge: 897

Registrierungsdatum: 27. August 2005

4

Montag, 16. Januar 2006, 12:09

6 Musikwerke der Moderne

Als Opernfan wähle ich natürlich Werke des Musiktheater.

1. Korngold "Die tote Stadt"
Die irreale Geschichte aus dem pestverseuchten Brügge
enthalt den Knaller "Glück das mir verblieb."

2. Hindemith "Das Nusch-Nuschi"
Mit birmanesischen Marionetten hat sich bisher noch kein
Komponist auseinandergesetzt. Eine irre Orchestersprache!

3. Respighi "Semirama" Kompositorisch ein Äquivalent zur Strauss-Salome. Ein surrealistisch anmutendes Textbuch (CD-Einspielung mit Eva Marton)

-----------------------------------------

ab 1950

1. Wilfried Hiller "Der Rattenfänger" Ein Hamelner Totentanz
Michael Ende hat ein Libretto geschrieben, welches das Hausmärchen um Schwarze Messen erweitert. Für Martha Mödel ist die Partie des Abtes Lambert eigens komponiert

2. Philippe Hersant "Das Karpatenschloss"
Eine geheimnisvolle Geschichte um eine Primadonna, die auf rätselhafte Weise stirbt, aber trotzdem durch einen Zaubermechanismus weitersingt.

3. Magret Wolf "Kirisk" nach einer Novelle des Kirgisen Aitmatow. Ein Daseinskampf um den täglichen Fisch.
Untertitel: " Der Junge und das Meer."



Ergänzung zu 1 (Staffel 1)

4. Albeniz "Merlin" Neues vom keltischen Zauberer und Morgan le Fay in englischer Sprache

5. Prokofieff "Der feurige Engel" Eine Rocky Horror Picture Show auf Russisch

6. Roussel "Das Festmahl der Spinne" Das Ballett erzählt von einer Tragödie unter Insekten im Schrebergarten.



Ergänzung zu 2 (Staffel 2)

4. Von Einem "Der Besuch der alten Dame"
siehe Eintrag Alfred im Opernführer. Hommage an Christa Ludwig

5. Nicolae Bretan "Arald" Der Awarenkönig Arald erscheint mit seiner toten Geliebten
in der Unterwelt, und möchte, dass man sie wieder zum Leben erweckt.
Sie will schmusen, aber als der Hahn kräht ist der Spuk vorbei.

6. Poulence: "Dialog der Carmeliterinnen" ein Nonnenschicksal zur Zeit der französischen Revolution. Driftet ab ins Übersinnliche.

-------


Anmerkung:
Ich habe nicht danach geurteilt, wie schräg die Musik daherkommt,
sondern wie originell das Thema ist.


Alle Avantgardisten habe ich ausgeklammert


Engelbert

AcomA

Profi

  • »AcomA« ist männlich

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Registrierungsdatum: 8. Juli 2005

5

Montag, 16. Januar 2006, 14:20

hallo,

sektion I:

bartok: musik für saiteninstrumente, schlagzeug und celesta
bartok: konzert für orchester
strawinsky: le sacre du printemps

sektion II:

penderecki: violinkonzert nr.1
schostakowitsch: v'cellokonzert nr.1
schostakowitsch: v'cellokonzert nr.2

ich habe mich hierbei an orchestrale werke orientiert, also klavierwerke völlig ausgeklammert, auch klavierkonzerte, da diese schon bewertet wurden.

gruß, siamak
Siamak

GiselherHH

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6

Montag, 16. Januar 2006, 14:42

Hallo,

nach reiflicher Überlegung hier meine Favoriten:

Klassische Moderne

1. Oper: Ferruccio Busoni: "Doktor Faust" (eine "intellektuelle", etwas spröde Oper mit philosphischem Anspruch, unterlegt mit einfach großartiger Musik); alternativ: Alban Berg: "Wozzeck" (äußerst komplex und vertrackt komponiert, dabei aber auch für den Musiklaien unmittelbar sinnlich erfaßbare Musik mit großem Erschütterungspotential)

2. Orchesterwerk: Igor Strawinskij: "Le Sacre du Printemps" (sicher, ein vielgespieltes Stück, gleichwohl entfaltet es immer noch eine archaische Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann); alternativ: Witold Lutoslawski: "Konzert für Orchester" (auch hier Rhythmus, Pulsieren, magische Klangfarben, aber kühler serviert)

3. Kammermusik: Paul Hindemith: "Kammermusik Nr. 1" (Hindemith als "junger Wilder"); alternativ: Francis Poulenc: "Sextett für Klavier und Bläser" (Poulenc intim: Gefühle ohne Masken, dabei immer präzise und nie larmoyant)

Moderne

1. Oper: Benjamin Britten: "Billy Budd" (eine Geschichte von (Un-)Schuld und Sühne auf hoher See Britten fängt das Meer akustisch ein wie kein anderer; gehört eigentlich in die "klassische Moderne"); alternativ: Philip Glass: "Akhnaten" (hier läßt sich die oftmals repetitive Minimal Music at its best erleben: hypnotisierende Schönheit der Klänge)

2. Orchesterwerk / Vokalwerk: Bernd Alois Zimmermann: "Photoptosis" (Musik als "Kugelgestalt der Zeit", die angesichts von unterschiedlichen Belichtungen immer wieder neue, magische und faszinierende Texturen enthüllt); alternativ: György Ligeti: "Lux Aeterna" (nicht nur wegen "2001": eine Musik für die Ewigkeit)

3. Kammermusik: Olivier Messiaen: "Vingts régards sur l´enfant Jésus" (Bekenntnismusik, welche die Grenze zum Kitsch nicht überschreitet. Eine gewisse Offenheit des Zuhörers für Naivität im positiven Sinne natürlich vorausgesetzt); alternativ: György Ligeti: "Etüden für Klavier" (Transzendentale Anforderungen an den Pianisten, transzendentale Wirkung beim Publikum)

Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

(Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

Edwin Baumgartner

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7

Montag, 16. Januar 2006, 15:09

i wer' narrisch...!!!

Alfred, was ist denn mit Dir passiert? Ich hoffe, es geht Dir mittlerweile wieder besser! Aber wenn sich schon die Gelegenheit ergibt, mache ich natürlich gerne mit. (Wie stets bei mir in alphabetischer und damit nicht-wertender Reihenfolge.)

Klassische Moderne
Britten: "Billy Budd"
Messiaen: "Eclairs sur l'Au-delà"
Schostakowitsch: 8. Symphonie

Moderne
Boulez: "Sur incises"
Lutoslawski: 3. Symphonie
Schtschedrin: 2. Symphonie

Und bevor ich jetzt wieder geprügelt werde wie neulich bei den Klavierkonzerten, schließe ich meine Begründung gleich freiwillig an.

Wer im 19. Jahrhundert geboren wurde und sich im Repertoire durchgesetzt hat, ist für mich ein Klassiker, nicht Klassische Moderne. Daher kommen Strawinskij, Bartók, Hindemith, Orff etc. nicht vor.

"Billy Budd" ist eine der vielschichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts, Seemannsoper und Mysterienspiel zugleich. Die Musik ist von großer konstruktiver Dichte - und trifft doch mitten ins Herz.
In den "Eclairs" zieht Messiaen die Summe seines kompositorischen Werkes - und schreibt eine Musik, die noch viel inspirierter ist als die gefälligere "Turangalila".
Die 8. Schostakowitsch ist Klage und Anklage, für mich eines der erschütterndsten Werke, das je geschrieben wurde.

"Sur incises" ist brillant, klangschön, genau durchkonstruiert und wirkt doch spontan. Der rhythmische Drive ist unwiderstehlich. Musik, die intelligent und "süffig" zugleich ist.
Lutoslawskis 3. ist ein Weg zur Melodie, die dann, am Schluss, strahlend hervortritt. Spannender kann Symphonik nicht sein.
Schtschedrins Zweite ist Ausdrucksmusik pur und eine formal unglaublich eigenwillige Anlage. Dissonante Blöcke wechseln mit Kantilenen - ein Werk der Postmoderne, noch ehe sie in der Musik als Allgemeingut Einzug gehalten hat.
...

Cosima

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8

Montag, 16. Januar 2006, 15:28

Hallo,

im Beitrag von Siamak fiel mir eben Schostakowitsch auf. Den habe ich insgesamt – obwohl er ja bis 1975 lebte und natürlich nach 1950 komponierte – eher zur Klassischen Moderne gerechnet.

Aber da er sein Streichquartett Nr. 8 erst 1960 schrieb, gehört es wohl zur Moderne. Damit wäre die Lücke gefüllt.

Ganz streng genommen müsste man eigentlich Messiaen - Turangalîla-Sinfonie zur Klassischen Moderne zählen, weil schon 1948 komponiert. Wird hier eigentlich tatsächlich eine so strenge Grenze gezogen? Und dann noch: Was genau kennzeichnet die Klassische Moderne im Gegensatz zur Moderne? Die Jahreszahl, in der eine Komposition entstand, wird doch wohl nicht das einzige Kriterium sein.

Entschuldigt die vielleicht naiven Fragen, aber auf dem Gebiet habe ich noch viel Nachholbedarf.

Gruß, Cosima

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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9

Montag, 16. Januar 2006, 16:06

Zitat

Original von Cosima
im Beitrag von Siamak fiel mir eben Schostakowitsch auf. Den habe ich insgesamt – obwohl er ja bis 1975 lebte und natürlich nach 1950 komponierte – eher zur Klassischen Moderne gerechnet.

Aber da er sein Streichquartett Nr. 8 erst 1960 schrieb, gehört es wohl zur Moderne. Damit wäre die Lücke gefüllt.

Ganz streng genommen müsste man eigentlich Messiaen - Turangalîla-Sinfonie zur Klassischen Moderne zählen, weil schon 1948 komponiert. Wird hier eigentlich tatsächlich eine so strenge Grenze gezogen? Und dann noch: Was genau kennzeichnet die Klassische Moderne im Gegensatz zur Moderne? Die Jahreszahl, in der eine Komposition entstand, wird doch wohl nicht das einzige Kriterium sein.


Nein, da wird natürlich noch weniger eine enge Grenze gezogen als zwischen anderen Epochen. Dafür ist die Musik von 1900 bis heute viel zu vielfältig. Daher sind von der Abgrenzung abgesehen, die beiden Begriffe "klassische Moderne" und "Moderne" selbst viel zu vage.
In meinem Sprachgebrauch z.B. ist Moderne = Klassische Moderne und Werke lebendener Komponisten würde ich "Zeitgenössische Musik" nennen, auch wenn dei Stücke schon 50 Jahre alt sind. Aber besser ist das auch nicht.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

AcomA

Profi

  • »AcomA« ist männlich

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10

Montag, 16. Januar 2006, 16:38

hallo Cosima, Alfred et al.,

Cosimas intermezzo ist in jedem falle wichtig ! gilt es, werke des 20. jahrhunderts bis 1950 und ab 1950 zu berücksichtigen, oder ist damit ein noch spezielleres einschlusskriterium durch die begriffe klassische moderne und moderne gemeint ? was ist mit 'avantgarde# z.b.. liege ich mit meinen lieblingen, z.b. bartok oder penderecki oder schostakowitsch falsch ? wenn tatsächlich werke gemeint sind, wo z.b. auf helikoptergeräusche oder das ständige verwenden experimenteller klänge zurückgegriffen wird, so würde ich dazu nichts beisteuern können, da ich solcherlei nicht höre und als schmerzhaft empfinde !

gruß, siamak
Siamak

GiselherHH

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11

Montag, 16. Januar 2006, 16:59

Hallo,

ich hatte es grds. so verstanden, daß die Grenze zwischen "Klassischer Moderne" und "Moderne" bei ca. 1950 verlaufen soll (Alfreds musikalischer "Schmerzäquator" :D) Ich habe mich allerdings auch nicht konsequent dran gehalten (der Messiaen z.B. entstand ja 1944). Aber ich möchte noch eine Korrektur anbringen: ich nehme die "Mathis"-Symphonie raus (obwohl ich sie sehr liebe, war sie schon 1934 nicht gerade "modern") und ersetze sie durch Lutoslawskis "Konzert für Orchester", das zwar von 1954 stammt, musikalisch aber eher der Musik Bartoks und der "klassischen Moderne" verpflichtet ist.

Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

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observator

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12

Montag, 16. Januar 2006, 17:37

nachdem wir den ersten anfall von rätselitis mit glück ( :D ) überstanden haben, ist hier im forum jetzt die listose ausgebrochen. man kommt ja nicht mehr nach...


janacek: sinfonietta 1923

bartok: konzert für orchester 1943

schostakowitsch: konzert für violoncello und orchester es-dur op 107 1959

stockhausen: stimmung 1968

feldman: for bunita marcus 1985

grisey: 4 chants pour franchir le seuil 1998

:hello:
erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät

rappy

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Beiträge: 998

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13

Montag, 16. Januar 2006, 18:13

Klassiche Moderne:

Bartok - Klavierkonzert Nr. 3
Sibelius - Sinfonie Nr. 5
Sibelius - Violinkonzert

Drei Werke die sich durch in der zeitgenössischen Musik sehr seltene brillante Melodik auszeichnen.

Aus der Morderne kenn ich nix
"Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

Uwe

Moderator

Beiträge: 912

Registrierungsdatum: 11. August 2004

14

Montag, 16. Januar 2006, 18:42

bis 1950:

I. Stravinsky - Sacre
B. Bartok - Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug & Celesta
D. Schostakowitsch - Michelangelo-Lieder Op.145a (Suite op.145a - für Baß und Orchester)

ab 1950:

S. Gubaidulina - Johannes-Passion
A. Pettersson - Sinfonie Nr.6
K. Penderecki - Lukas-Passion


Gruß
Uwe

petemonova

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Beiträge: 4 186

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15

Montag, 16. Januar 2006, 18:53

Hallo,

1. Messiaen: Turangalîla-Sinfonie
2. Strawinsky: Petruschka
3. Bartók: 1. Klavierkonzert
4. Schostakowitsch: 1. Violinkonzert
5. Duruflé: Prélude, Adagio et Choral varié sur le thème "Veni, Creator"
6. Prokofjew: 3. Klavierkonzert


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Edwin Baumgartner

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16

Montag, 16. Januar 2006, 20:40

vermutungen über alfred

Zitat

1950 ... Alfreds musikalischer "Schmerzäquator" :D


Ich entdecke an Alfred immer neue und immer sympathischere Seiten!
Jetzt weiß ich, was er macht, wenn er nicht gerade bei Tamino blöde Forumsbeiträge irgendwo in einer Ecke deponiert.
Er hört
Pierre Boulez: 2. Klaviersonate (1947)
John Cage: Sonatas and Interludes (1948 )
Luigi Nono: Variazioni canoniche (1949)
Aber natürlich nur, wenn er sich nicht einen feschen Webern 'reinzieht... :baeh01: :hello:
...

tom

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17

Montag, 16. Januar 2006, 20:46

Nun denn, die Beschränkung fällt schon schwer, aber was soll's:


Klassische Moderne:

Alban Berg, Klaviersonate, op. 1,
Feruccio Busoni, Fantasia conappuntistica
Paul Hindemith, Klaviersonate Nr. 3

Richard Strauss lasse ich in dieser Auflistung mal völlig außen vor.


Moderne:

modern und wieder nicht modern, nämlich Arvo Pärt, Fratres aber auch Cantus in Memory of Benjamin Britten. Der Großteil des Pärtschen Werkes will allerdings noch entdeckt werden.

Benjamin Britten, War Requiem, op. 66.

Uwe Schoof

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Registrierungsdatum: 11. Dezember 2005

18

Montag, 16. Januar 2006, 20:47

Hallo Alfred,

sind hier lediglich Orchesterwerke gemeint (da Du in dieser Rubrik gepostet hast) oder sämtliche Werke?

Uwe
Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

tom

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Beiträge: 687

Registrierungsdatum: 17. November 2005

19

Montag, 16. Januar 2006, 20:56

Zitat

Original von Uwe Schoof
Hallo Alfred,

sind hier lediglich Orchesterwerke gemeint (da Du in dieser Rubrik gepostet hast) oder sämtliche Werke?

Uwe


Ich will nicht vorgreifen, aber Solowerke sind schließlich auch Instrumentalwerke.

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Registrierungsdatum: 9. April 2005

20

Montag, 16. Januar 2006, 21:01

Klassische Moderne

Leos Janacek: 1. Streichquartett

Maurice Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand

Serge Prokofjew: 7. Klaviersonate

Moderne

Steve Reich: Drumming

György Ligeti: Klavier-Etüden

Michael Gordon: I buried Paul
(stellvertretend für die Komponisten von Bang on a Can)

Viele Grüße,

Walter

Erna

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Registrierungsdatum: 15. Mai 2005

21

Montag, 16. Januar 2006, 21:24

Hallo zusammen!

Für mich sind folgende Werke die Schönsten der Moderne:

Klassische Moderne:

Schönberg: Verklärte Nacht (Fassung für Quartett)
Schönberg: Gurre-Lieder
Berg: Violinkonzert

Moderne:
Britten: Peter Grimes
Reimann: König Lear
Cerha: Der Riese vom Steinfeld
Herzlichst! Erni

Maik

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22

Montag, 16. Januar 2006, 21:36

Hallo,

dafü, dass Alfred die Beteiligung als sehr gering eingeschätzt hätte, sind ja doch schon ein paar Listen zusammengekommen...


Klassische Moderne:

1. Britten - Klavierkonzert op.13 (1938 )
2. Khachaturian - Violinkonzert d-Moll (1940)
3. Rachmaninoff - Symphonische Tänze

Oh weh...hier fehlt noch so einiges, was jetzt nicht genannt wurde.
Die klassische Moderne hat viele Schätze, von denen auch ich schon etwas kenne. Deshalb fiel hier eine Entscheidung sehr schwer!


Von der Moderne kenne ich noch sehr, sehr wenig.
Mir fällt eigentlich nur Meyer ein. Berg (VC) und Messian (Turangalila) hätte ich zwar auch zur Moderne geschätzt, aber da gehören sie ja nicht hin...Zudem konnte ich mich mit diesen Werken noch nicht so sehr anfreunden, dass ich sie zu meinen Lieblingswerken zählen könnte.
Deshalb eine sehr kurze Liste, aber dieses Werk gefällt mir - und zwar gleich von Beginn an, ohne groß den Zugang zu suchen.


Moderne

1. Meyer - Violinkonzert (1999)


Diese Erstellung fand ich für mich schon alleine deshalb hilfreich und nützlich, weil mir aufgefallen ist, dass mir ziemlich viele Werke aus der klassischen Moderne gefallen und mich begeistern...


Gruß, Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

Cosima

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23

Montag, 16. Januar 2006, 21:47

Hallo,

Rachmaninov hätte ich der Romantik zugeordnet. Bei Messiaen würde ich eher auf Moderne tippen, wen scheren diese 2 Jahre? Und was ist nun mit Schostakowitsch – Klassische Moderne also doch? Britten wird mal in die Klassische Moderne und mal in die Moderne gesteckt.

Ich blicke hier nicht mehr durch. Wo ist überhaupt Alfred, der etwas Ordnung in dieses Chaos bringen könnte? Er wird sich doch nicht aus Verzweiflung darüber, dass der Thread so gut läuft, verkrümelt haben? :D

Gruß, Cosima

Maik

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24

Montag, 16. Januar 2006, 21:53

Hallo Cosima,

da wir hier nach Kompositionsdatum gehen, ist ein Komponist, je nach Werk, mal Moderne oder klassische Moderne.
Deshalb habe ich auch (außer bei Rachmaninoff - da weiß ich nicht wann die Tänze komponiert wurden) die Jahreszahl der Komposition mit angegeben.

Vielleicht bringt das für dich etwas Licht ins Dunkel und vielleicht kann mir jemand sagen, wann Rachmaninoffs Tänze komponiert wurden!?
Dann tausche ich noch gegen ein anderes Werk...es gibt ja noch so einiges :yes:

Lieben Gruß, Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

Cosima

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25

Montag, 16. Januar 2006, 22:01

Zitat

Original von Maik
da wir hier nach Kompositionsdatum gehen, ist ein Komponist, je nach Werk, mal Moderne oder klassische Moderne.


Ach so.

Vielleicht hätte Alfred dann die Begriffe „Klassische Moderne“ und „Moderne“ ganz weglassen und stattdessen einfach formulieren sollen: Werke des 20 Jhds., die vor oder nach 1950 komponiert worden sind. Aber dann macht diese 1950-Grenze im Grunde auch keinen Sinn mehr.

Die Sinf. Tänze wurden 1940 komponiert.

So richtig erleuchtet fühlte ich mich aber immer noch nicht.

LG, Cosima :)

Caesar73

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26

Montag, 16. Januar 2006, 22:03

Liebe Taminos,

hier meine Liste:


Klassische Moderne:

1. Alban Berg, Violinkonzert

2. Arnold Schönberg, Klavierkonzert

3. Anton Webern, Fünf Orchesterstücke


Moderne:

1. Penderecki: Violinkonzert, No. 2

2. Rihm: Gesungene Zeit

3. Penderecki: Passio


Herzliche Grüße,:hello:

Christian
Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

tom

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27

Montag, 16. Januar 2006, 22:05

@ Maik

Hi,

auf jeden Fall vor 1950, da Rachmaninov 1943 verstorben ist; daher klassische Moderne.

Gruß

28

Montag, 16. Januar 2006, 22:07

Lieblingswerk der Moderne???

ich hätte nicht gedacht, daß mich diese Frage so in Verlegenheit bringen würde...

nun, mit Lieblingswerken bin ich sowieso vorsichtig, weil die Phasen "heißer Liebe" zu einem Stück wechseln sehr oft bei mir.

Stücke, die mich wirklich begeistern, sind im 20.Jh selten - meine nüchterne Erkenntnis lautet - ich bin daran interessiert, aber ich liebe es nicht wirklich!

Jedoch gibt es auch die "zeitweise heiß geliebten" Stücke, die ich dann wirklich dutzendemale gehört habe:

Strawinski: Sacre du printemps
Messiaen: Turangalila- Symphonie (hab ich wahrscheinlich an die 100 mal gehört)

Tja, und dann gibt es zeitgenössische Opern, bei deren Produktion ich positive Gefühle hatte:
F.Schreker: Irrelohe (eigentlich romantisch)
Thomas Adés: Powder her face (werde dieses Jahr mit meiner Freundin die Duchess studieren - sie singt das in der Schweiz- ich weiß noch nichts genaues..)

und eigentlich auch heuer bei
nicholas Maw: Sophie`s Choice - war unheimlich viel Arbeit, aber ein schönes Erlebnis

Aber den Großteil dieser Musik spiele ich nur aus Interesse (Schönberg, Boulez...)
Nur Kompositionen, die auch Emotionen vermitteln (OK, das kann Schönberg teilweise auch...), berühren mich und können einen Eindruck hinterlassen...

Meiner Einschätzung zufolge ist der "rein intellektuelle" Kompositionsstil des 20.Jh ohnehin passé...
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
(frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

Maik

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29

Montag, 16. Januar 2006, 22:15

Hallo Cosima,

danke für das Jahr.
Dann kann ich sie ja drin lassen :]

@Tom
Stimmt schon, dass er 1943 gestorben ist, aber auch 1873 geboren und somit blieben ihm noch 25 Jahre in der Romantik (bitte, bitte legt das nicht auf die Goldwaage ;))...


Lieben Gruß, Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

Uwe Schoof

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30

Montag, 16. Januar 2006, 22:36

Hallo,

meine Wertung:

Klassische Moderne:

- DMITRI SCHOSTAKOWITSCH - 4. Streichquartett
- DMITRI SCHOSTAKOWITSCH - 15. Streichquartett
- BENJAMIN BRITTEN - The Turn of the Screw


Moderne:

- KRZYSZTOF MEYER - Klarinettenquintett op. 66
- WITOLD LUTOSLAWSKI - Streichquartett
- GYÖRGI LIGETI - Requiem


Warum?

Die Schostakowitsch - Streichquartette wegen der Kombination: viel Technik - viel Emotionen

Brittens Oper, weil es da wegen der psychologischen Aura nur so kribbelt; nach der Oper bin ich richtig ausgepumpt und in einer anderen Welt

Meyers Klarinettenquintett ist richtig schön - elegant und klar

Lutoslawskis Streichquartett ist für mich ein Gemälde, auf dem Zeitverläufe zu sehen sind

Ligetis Requiem wegen der unvergleichlichen Sphäre - langsame Veränderungen von Klangwolken, ruhend und bewegend zugleich

Uwe
Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)