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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Alfred_Schmidt

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1

Samstag, 22. April 2006, 20:59

Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Liebe Forianer

Bei der Einführung dies Schellack-Forums (wobei wir natürlich in erster Linei CD- Überspielungen aus der Schellack-Zeit meinen) habe ich wohl einige essentielle Fehler gemacht: Der gravierendste meiner Meinung nach ist - daß ich es verabsäumt habe das Terrain zu sondieren , was ist den allgemein bekannt und beliebt..?

Und genau das möchte ich nun nachholen:

Viele Musikfreunde lehnen ja Mono-Klang und erst recht Schellack-Klang ab - von akustischen Aufnahmen möchte ich erst gar nicht reden)
ABER es gibt Stimmen , die sind so einzigartig und Timbre und Diktion - da macht auch der ausgekochteste HIFI-Hardliner mal eine Ausnahme....

So und nun bitte ich Euch 5 Männerstimmen aus der Schellackzeit zu benennen, die ihr für unersetzlich für einzigartig haltet - nie mehr hat es etwas ähnliches gegeben....

Eventuell auch mit Beispiel.....

mfg
aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

musicophil

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2

Samstag, 22. April 2006, 23:09

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Hallo Alfred,

Eine schwere Frage. Nicht weil ich sie nicht nennen kann, sondern weil ich in kurze Zeit muß versuchen, aus meinem Gedächtnis fünf einzigartige Stimmen/Aufnahmen (m.E.) zu geben.

1. Paul Robeson - Old man river
2. Joseph Schmidt - Heut ist der schönste Tag
3. Jussi Björling (mit Robert Merril) - Das Duett aus Les Pêcheurs des Perles
4. Gottlob Frick - In diesen heilgen Hallen
5. Richard Tucker - The Holy City

Ich glaube, daß dies einmalige Interpretationen waren, von Stimmen die man nicht verkennen kann.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Robert Stuhr

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3

Sonntag, 23. April 2006, 08:48

In alphabetischer Reihenfolge:

Mattia Battistini - “La Gloria d’Italia - Il Re dei Baritoni”
Enrico Caruso - mit nahezu perfektem Gesang identisch
Marcel Journet - ein phänomenaler Bass
Lauritz Melchior - unerreichter Wagner-Gesang
Richard Tauber - und Mozart, undenkbar das eine ohne das andere (will auch die leichte Muse nicht verschweigen!)
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
bach,
nicht
der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

nala

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4

Sonntag, 23. April 2006, 09:30

heute 11h30...

... in Bayern Alpha ein Film über die Schellack-Aera
WHEN MUSIC FAILS TO AGREE TO THE EAR;
TO SOOTHE THE EAR AND THE HEART AND SENSES;
THEN IT HAS MISSED ITS POINT
(Maria Callas)

Herbert Henn

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5

Sonntag, 23. April 2006, 12:34

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Hier meine fünf Schellacksänger :
E.Caruso,
T.Ruffo,
A.Pertile,
E.Pinza,
H.Schlusnus.

Ich wüßte auch einige Frauenstimmen,aber die sind ja nicht gefragt.

(Björling und Warren ragen ja schon aus der Schellack-Ära heraus).

H.Henn.
Tutto nel mondo è burla.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Herbert Henn« (23. April 2006, 12:38)


musicophil

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6

Sonntag, 23. April 2006, 12:58

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Zitat

Original von Herbert Henn
Björling und Warren ragen ja schon aus der Schellack-Ära heraus.


O ja? Wir hatten dieses Duett damals noch auf eine 78 RPM PLatte.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Herbert Henn

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7

Sonntag, 23. April 2006, 15:12

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Hallo musicophil,
ich glaubte,es ginge um Sänger,die ausschließlich in der
Schellack-Ära Aufnahmen gemacht haben.
Es gibt ja viele Sänger,die in der Schellack-Zeit anfingen,
aber in der LP-Zeit auch gesungen haben(J.Björling,R.Merrill,
L.Warren,R.Tucker,G.Frick,J.Greindl,D.Fischer-Dieskau,R.Schock
u.v.a.).Das "Perlenfischer-Duett"(Björling,Merrill)ist vom 3.1.1951,
also auf Schellack erschienen.Da hast Du recht.

Gruß Herbert.
Tutto nel mondo è burla.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Herbert Henn« (23. April 2006, 15:35)


Alfred_Schmidt

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8

Sonntag, 23. April 2006, 22:04

Ja die Auswahl ist wirklich schwer zu treffen. Wer Sänger mit Schellakplatten in Verbindung bringt- die später auch auf Vinyl aufgenomen haben - der möge das ruhig tun.

Meine Favoriten sind

Karl Erb (vor allem seine Schubertlieder- aufgenommen um ca 1936)

Helge Roswaenge (Als Taminio -- aber auch als Lorenzo in Aubers Fra Diavolo )

Richard Tauber - das bedarf wohl keiner Erklärung

Alexander Kipnis - diese prägnante Färbung - diese perfekte Textverständlichkeit - einfach wundervoll


Jussi Björling - manche halten in ihm für den grössten Tenor nach Caruso... (auch ich schließe mich hier musicophils Urteil an - auch wenn
er aus der Schellack-Ära herausragt - seine Glanzzeit war genau dort.


Freundliche Grüße
mfg
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Beren_fox

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9

Montag, 24. April 2006, 09:17

Lauritz Melchior - Der faszinierendste Wagner-Tenor überhaupt
Friedrich Schorr - Als Helden-Bariton unerreicht
Enrico Caruso - Ich verharre in ehrfürchtigem Schweigen...
Alexander Kipnis - *sabber*
Jussi Björling - Eine wundervolle Stimme!
Elen Rusco caluva tielyanna!

Antracis

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10

Montag, 24. April 2006, 14:09

alphabetisch:

Jussi Björling

Für mich die schönste Tenorstimme und überhaupt eine der größten sängerischen Erscheinungen, die ich je gehört habe.

Aleksander Kipnis

Hat Alfred bereits hinreichend treffend beschrieben. Ich weise noch auf die Vielfalt seines Wirkens hin: Man höre nacheinander Schuberts Wanderer, König Heinrichs " Mein Herr und Gott" , Wotans Abschied und die "Heiligen Hallen".

Lauritz Melchior

Unerreicht in der Kombination von stimmlicher Qualität und sängerischer Subtilität.

Weitere Beispiele kann ich dann nennen, wenn ich noch mehr aus diesen Zeiten gehört gabe.

Gruß
Sascha

nala

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11

Dienstag, 25. April 2006, 11:34

am Sonntag war ein toller Bericht über den Beginn des Schellak-Zeitalters im TV:

es drehte sich alles um Caruso: er war DER Tenor der Schellak-Aera. Just zu dem Zeitpunkt als das Grammaphon populär wurde, stieg er in den Sängerolymp auf.

Der Hauptgrund seiner Beliebtheit war wohl, daß er das Intergrations-Paradebeispiel der italienischen Einwanderer in den USA war. In Neapel war er nämlich nicht sehr beliebt, er galt als vulgärer Sänger ohne Manieren.

In Amerika änderte er seine Gepflogenheiten und verkehrte nur mehr mit den Reichsten und Schönsten der Gesellschaft. Sein "Singen auf dem Atem" und das Halten der Stimme ohne das damals gängige und übertriebene Vibrato machte ihn zum Star. Und sein Talent zur Klangsteigerung, des Mezzo di Voce war unerreicht. Es war einfach etwas ganz neues und er bediente sich als einer der ersten des neuen Mediums. Sein größter 'Konkurrent' Ferdinando de Lucia starb auch noch weg.

1902 begann er mit den Grammophonaufnahmen - insgesamt sang er 260 Titel und verkaufte 60 Millionen Tonträger. 21 Angestellte standen in seinem Dienst. Er war auch ein begnadeter Karikaturist - er zeichnete ein Selbstporträt, das - auf den Kopf gestellt - den deutschen Kaiser zeigte.

Seine letzte Rolle war Eleazar. Während der Aufführung spuckte er bereits Blut. Die Ärzte sagten ihm, man müsse operieren, dann würde er wieder ganz gesund - jedoch würde er seine Stimme verlieren.

Er starb am 2. 8. 1921 mit nur 48 Jahren und hinter einem gläsernen Sarg in seiner Heimatstadt Neapel weinten tausende Menschen.

Meine fünf Favoriten:

1. Caruso (siehe oben)
2. Jussi Björling
3. Tito Schipa
4. Benjamino Gigli
5. und Richard Tauber (last but not least)

untereinander im Ranking austauschbar :)

dann hab ich noch einen, den ich mir oft anhöre: Lauritz Melchior mit Winterstürme wichen dem Wonnemond....Du bist der Lenz..... gemeinsam mit Lotte Lehmann unter Wiener Phil und Bruno Walter.....
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heldenbariton

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12

Dienstag, 25. April 2006, 19:21

Jussi Björling-"Nessun dorma"/1944
Joseph Schmidt-"Una furtiva lacrima"/1934
Michael Bohnen-"Vous qui faites endormie"/1930-DER Mephisto
Adam Didur-"Di sposo, di padre"/1916

Gruß Guido
Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
GB

Johannes_Krakhofer

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13

Donnerstag, 4. Mai 2006, 09:18

ich fass mich kurz:

Enrico Caruso- ein traumhaft schöner Tenor
Fjodor Schaljapin- DER Bass schlechthin
Jan Kiepura- obwohl er nicht viel für die Schallplatte gemacht hat (Turandot auf deutsch Wiener SO 1934) :jubel: :jubel: :jubel:
Francesco Tamagno- Othello
Giuseppe de Luca

LG joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Herbert Henn

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14

Donnerstag, 4. Mai 2006, 12:50

Die unverzichtbare männliche Stimme

Hallo Don Basilio,
ich möchte nur darauf hinweisen,daß Kiepura bereits 1926
mit 24J.in der Wiener Erstaufführung von Turandot den
Kalaf sang(mit Maria Nemeth in der Titelrolle).Von einer Ton=
trägeraufnahme der Turandot ist mir nichts bekannt.
Es gibt aber eine Rigoletto-Aufnahme (1939)von der"Met"

Gruß Herbert.
Tutto nel mondo è burla.

musicophil

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15

Donnerstag, 4. Mai 2006, 14:22

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Hallo Herbert,

Du weißt vermutlich daß Jan Kiepura verheiratet war mit Martha Eggert.
Jan Kiepura sang in einem Film (auf einem Schiff) zu Martha Eggert "Mein Herz ruft immer nur nach Dir, O Marita". Meine Mutter sah diesen Film in September 1940, eine Monat bevor meine Schwester geboren wurde.
Als sie aus dem Kino kam, sagte sie meinem Vater "Wenn es ein Mädchen ist, soll sie Marita heißen". Und deshalb sind die Taufnamen meiner Schwester Marita Alice (nach meiner Mutter).

Darum habe ich zwei Fragen zu Dir:
1. Weißt Du eventuel die Name dieses Films.
2. Gibt es auch CDs/LPs mit der Kombination Kiepura/Eggert?

LG, Paul
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Theophilus

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16

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:06

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Ad 1.)

Marta Eggerth hat im Film "Immer wenn ich glücklich bin...!" eine Marietta Duval gespielt (1938 ).

Und wenn du sie beide haben willst:


Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

musicophil

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17

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:22

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Hallo Theophilus,

Entweder ist Dir einen Fehler unterlaufen, oder wir sprechen von verschiedene Films.
Meine Mutter kamm hustend, empört, aus dem Bett und ich mußte ins Internet suchen.

Schau mal bei diesen Beispiele:
und



Weil die Schule meiner Mutter noch eine Schule war "vom alten Gepräge", ist ihre Grammatik viel besser als bei mir.
Und sie bestand darauf "Es wurde MARITA gesungen". Aber ja, sie kamen aus Polen, und vielleicht deshalb...

LG, Paul
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Herbert Henn

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18

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:29

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Hallo Paul,
es gibt auch eine DVD mit Duetten(Eggerth/Kiepura)
Man kann sie über jpc beziehen (97 min.Spieldauer.)
Der Preis ist:22,99 € ,+ Versandkosten,Bestell-Nr.:7706981.

Gruß Herbert.
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musicophil

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19

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:33

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Danke Herbert,

Ich werde sofort diese DVD bestellen. Und die CD (Danke Theophilus).

Inzwischen habe ich auch den Film mit diesem "Mein Herz ruft immer nur nach Dir, O Marita" gefunden:
[IMG]http://www.MyOnlineImages.com/Members/musicophil/images/Mein%20herz ruft nach dir.jpg[/IMG]

Sieh mal da, Paul Hörbiger und Theo Lingen. Zwei Namen von mir auch bekannte Menschen.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Theophilus

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20

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:51

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Hi,

was soll ich machen? Wer kann auch ahnen, dass eine Carla als Marita besungen wird? :D

Ciao

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Johannes_Krakhofer

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21

Donnerstag, 4. Mai 2006, 17:51

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme

Zitat

Von einer Tonträgeraufnahme der Turandot ist mir nichts bekannt.


Sie ist auch nur auszugsweise aufgenommen worden, so weit ichweiß.

Habe die Ausschnitte auf der Great Voices of the Opera Edition hören können. Einfach großartig!!!!!!!!! :jubel: :jubel: :jubel:

PS: Über diese Edition hab ichschon einen Thread gestartet, falls es jemanden interssiert!!

LG joschi
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Jimi

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22

Donnerstag, 7. September 2006, 22:32

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Hallo zusammen,

viele meiner Lieblingsschellacksänger wurden hier schon genannt.
Zwei Anmerkungen möchte ich dazu noch machen:

Zitat


Orginal von Antracis

Aleksander Kipnis

Hat Alfred bereits hinreichend treffend beschrieben. Ich weise noch auf die Vielfalt seines Wirkens hin: Man höre nacheinander Schuberts Wanderer, König Heinrichs " Mein Herr und Gott" , Wotans Abschied und die "Heiligen Hallen".


Hallo Sascha,

was seine Vielseitigkeit angeht kann man noch erwähnen das Alexander Kipnis auch einige hervorragende Aufnahmen aus italienischen Opern gemacht z.B.:

- “A te l’estremo addio“ aus Simone Boccenegra.

- “La calunnia“ aus dem Barbier von Sevillia
(auf Deutsch gesungen, was die Arie sicher nicht einfacher macht).



Zitat


Orginal von nala

Sein größter 'Konkurrent' Ferdinando de Lucia starb auch noch weg.


Hallo nala,

wenn ich mich recht entsinne hat Fernando de Lucia auf Carusos Beerdigung das Lied “Pieta Signore“ gesungen(oder war’s doch umgekehrt ?(), und sollte so Caruso eigentlich überlebt haben. Ich weis aber nicht mehr wo ich das gelesen habe.
Falls ich da was verwechseln sollte: :stumm:


Nun noch 5 teilweise etwas weniger bekannte Sänger, die noch nicht genannt wurden(wenn ich sie nicht übersehen habe), aber für mich dennoch zu den bedeutendsten Stimmen der Schellackzeit zählen:

Jacques Urlus - Tenor
Neben seinen Wagneraufnahmen besonders eindrucksvoll mit welcher Leichtigkeit er “Unter blühenden Mandelbäumen“ aus Weber’s Eurianthe singt.

Paul Franz - Tenor
Ausgezeichneter Samson, Siegfried, Lohengrin aber auch erfolgreich in lyrischeren Partien wie Gounod’s Romeo.

Poll Plancon - Bass
Überaus virtuos in der Koloraturarie “Le Tambour Major“ von Thomas.

Edmond Clement – Tenor
Der franzosische lyrische Tenor mit der vielleicht besten Interpretation von “Instant charmant“ aus Manon.

Joseph Schwarz – Bariton
Einer der allerbesten Rigoletto’s: “Gleich sind wir beide“(Pari siamo)


So das war’s erst mal.



Viele Grüße von
Jimi

musicophil

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23

Donnerstag, 7. September 2006, 23:03

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Zitat

Original von Jimi
Jacques Urlus - Tenor
Neben seinen Wagneraufnahmen besonders eindrucksvoll mit welcher Leichtigkeit er “Unter blühenden Mandelbäumen“ aus Weber’s Eurianthe singt.

Der vermutlich beste niederländische Tenor je. Ich habe einige Aufnahmen von ihm, und kann nur bestätigen, daß er eine unglaubliche Fülle besaß und ein sehr schönes Timbre.
Bei uns ist er besonders geliebt wegen (puritanisches Land) der MP ;( :D. Mehere Jahre sang er diese Passion im Concertgebouw.

DonBasilio hat m.E. bereits einmal was über Urlus geschrieben. Wo, was und wann weiß ich wirklich nicht mehr.

LG, Paul
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Theophilus

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24

Freitag, 8. September 2006, 00:06

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Zitat

...wenn ich mich recht entsinne hat Fernando de Lucia auf Carusos Beerdigung das Lied “Pieta Signore“ gesungen (oder war’s doch umgekehrt ?( )

Genauso war es!

:hello:

Ciao

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Herbert Henn

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25

Freitag, 8. September 2006, 08:29

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Hallo Paul,
ich weiß nicht welche Aufnahmen Du von Urlus hast.
Die neun Aufnahmen die ich kenne sind von 1923.
Da war Urlus 56.Die Höhe ist deutlich schwach.
Töne über dem hohen A werden mit Falsett gesungen.
Faust,Ave Maria,Carmen und Aida.Das kann natürlich
eine Sache des Alters sein,obschon,so alt ist 56 ja auch
nicht.Vielleicht hast Du ja frühere Aunahmen mit ihm.

Leider habe ich keine Wagner-Aufnahme von ihm.Ich
glaube,Wagner war sein hauptsächliches Fach.Aber er
hat ja auch Mozart u. Matthäus-Passion gesungen.
Das gibt es heute nicht mehr.

:hello:Herbert.
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vitelozzo-tamare

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26

Freitag, 8. September 2006, 09:26

RE: Die unverzichtbare männliche Stimme der Schellack -Vergangenheit

Jacques Urlus halte ich neben Lauritz Melchior für den besten dokumentieren Wagnertenor. Er war ein wirklicher Tenor, kein hochgeschraubter Bariton, der anders als viele Zeitgenossen Wagner wirklich sang und nicht auf Tönen deklamierte (vergleiche z.B. Ernst Kraus mit ihm). In Bayreuth hat er (vielleicht deshalb?) auch nie gesungen. Seine früheren Aufnahmen zeigen ihn natürlich in deutlicher besserer stimmlicher Verfassung.

Gruß, Dieter

Holger66

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27

Montag, 12. März 2007, 16:27

Nur einmal genannt.....

....wurde hier bisher Fjodor Schaljapin. Ich habe eher wenig Ahnung vom Metier, dafür aber eine Kassette von 8 LP´s der russischen Melodija hier, die alle in der Sowjetunion erreichbaren Schaljapin-Aufnahmen zusammenfasst. Diese Kassette dürfte aus den 60er- oder 70er-Jahren sein. Leider habe ich ein Problem damit: die Beschriftung der Kassette und aller Platten ist ausschließlich in russischer Sprache.

Holger
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Wanderer

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28

Montag, 12. März 2007, 17:57

RE: Nur einmal genannt.....

Pertile hat wohl auch einen sehr noblen, lyrischen Lohengrin gesungen, wenn auch nicht auf Deutsch

Herbert Henn

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29

Montag, 12. März 2007, 18:45

RE: Nur einmal genannt.....

Hallo Holger,

diese 8 Schallplatten habe ich auch.

Aber es stehen die einzelnen Titel auch in englisch

auf dem Booklet.Es fängt an mit"Oh,bright sun" und

endet auf Record 8 mit "Ei ,ukhnem".

:hello:Herbert.
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Holger66

Schüler

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30

Montag, 12. März 2007, 20:31

Schaljapin

Hallo Herbert,

das ist ja mal interessant. Ein Booklet habe ich nämlich gar keines. Bei meiner Kassette sind deren Innenseiten eng bedruckt in Russisch ! Meine Kassette zeigt auf der Front ein Bild von FS in einem grünen Rahmen. Ist das wirklich dieselbe ?

Gruß
Holger
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