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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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seicento

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  • »seicento« ist männlich

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601

Montag, 19. November 2012, 20:18



Marcus Larson (1825-1864)
Vattenfall i Småland
- r - a - u - s - c - h -

Das Wort ‚Geräusch‘ das kommt von ‚Rauschen‘
und diesem Rauschen kann man lauschen
zum Beispiel dort am Meeresstrand,
und Wasserfällen tief im Land.

Geräusche können peinigen
und sich zu Lärm vereinigen.
Die allerschlimmste Art von Schall
- denn sie tut weh - das ist der Knall.

Musik jedoch besteht aus Tönen
- im Idealfall aus sehr schönen.
Die Töne fügen sich zum Klang.
Wenn’s Stimmen sind, nennt man‘s Gesang.

Musik ist - nach viel Lärm zuvor -
wie Balsam für´s gequälte Ohr.
Mit Melodien sie uns betört
und einen Rausch in uns beschwört.

Jetzt sind wir wieder angekommen,
wo diese Reime hab´n begonnen.

;)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

Beiträge: 2 251

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

602

Dienstag, 20. November 2012, 19:49


Carl Spitzweg (1808 – 1885)
Keine Rose ohne Dornen

Das Liebchen möchte man entzücken
und denkt daher an's Rosen-pflücken.
Doch dieser Mann hier kennt die Not,
die bei Kontakt mit Rosen droht.
Die Hände hält er drum verboren
- doch seine Nase macht mir Sorgen.
Befällt ihn jetzt die Duftnarkose
sticht ihn die Rose in die nose.

Was hat das mit Musik zu tun?
Ich fürchte nichts – es ist nur fun.


Aus reimtechnischen Gründen waren hier zwei Anglizismen leider unumgänglich. ;)

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

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603

Mittwoch, 21. November 2012, 17:38



Irgendwie vermisst man diese Brillen und Frisuren heute fast schon wieder.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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604

Mittwoch, 21. November 2012, 21:13


Autograph der Chaconne
aus der Partita Nr. 2 d-Moll
für Violine solo

*angelehnt an:
"Nicht BACH – Meer sollt er heißen!”
(Ludwig van Beethoven; deutscher Komponist)
Sie ist bekannt als die Chaconne
man hört sie und hat Trost davon.
Das Werk ist einfach so grandios
dass man sich fragt, warum denn bloß
ein so unglaublich großer Mann
nur Bach hieß und nicht Ozean.*

Doch sei erwähnt an dieser Stelle -
zum Bach gehört auch eine Quelle.
Er ist der Ursprung - wird zum Fluss,
der dann als Strom zur Mündung muss.

Es ist Musik und Bach gemein
in wandelbarem Fluss zu sein.
Dem Meer sieht man nicht immer an,
dass es in Strömen fließen kann.

Und so geseh´n – gebt ihr mir recht? -
ist Bach als Name gar nicht schlecht.
Am Anfang steht nun mal der Bach
das meiste andre kommt danach.
Und nebenbei, was nützt das Meer?
Erquicken tut ein Bach viel mehr.
:)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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605

Donnerstag, 22. November 2012, 20:15

Wer schneller fiedelt als der Rest,
beizeiten man nach Haus ihn lässt. :)
Wer langsam ist und geigt als letzter,
sortiert die Noten vom Orchester
und packt die Notenständer ein.
Danach darf auch der Letzte heim. :(

Doch jene hier in diesem Bild
ist dazu wohl nicht mehr gewillt.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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606

Freitag, 23. November 2012, 17:54




Die Flöte ist besonders klein,
sie passt in jedes Täschchen rein.
Auch Geigen sind noch klein zu nennen.
Man kann sie unter’s Kinn sich klemmen.
Die Bratsche ist ein bisschen größer
und klingt darum auch viel seriöser.
Die Celli sind recht große Kisten.
Um sie zu spielen, muss man sitzen.
Des Basses riesige Statur,
erlaubt das Spiel im Stehen nur.
Ein Piano wiegt nun wirklich viel.
Es kommt auf Rollen nur an's Ziel.
Die Orgel ist der Größe wegen
sehr schwer vom Platze zu bewegen.
In Kleinanzeigen findet man
sie bei den Immobilien an.
Ein Instrument, das ich bestaune
das ist fürwahr nun die Posaune.
Beim Spielen ändert sie die Größe
und macht dabei recht viel Getöse.
Der Dudelsack ist auch flexibel.
Sein Dauerton klingt manchmal ü**l.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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607

Samstag, 24. November 2012, 17:07



Albert Gustaf Aristides Edelfelt (1854 – 1905)
At the Piano


Wer gern sich mit Musik vergnügt,
der weiß, das geht nur, wenn man übt.


Wer sehr sich um ´ne Frau bemüht,
der nutzt es aus, wenn sie grad übt.


Wer seine Frau gar innig liebt,
der hilft ihr gerne, wenn sie übt.


Link zum ganzen Bild ;)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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608

Sonntag, 25. November 2012, 19:07

Original und Fälschung



:hello:

Reinhard

Moderator

  • »Reinhard« ist männlich

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

609

Sonntag, 25. November 2012, 19:44

Das rechte Cover muß das Original sein. Ist doch sehr deutlich zu sehen, wie eindrucksvoll die Fuge herausgearbeitet ist... :hahahaha: :jubel:


 
Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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610

Montag, 26. November 2012, 18:19

„live“

Es muss schon starke Nerven haben,
wer am Applaus sich wünscht zu laben.
Ich würde sterben vorm Konzert,
wenn’s Lampenfiber an mir zerrt.
Drum wird mich niemand live erleben.
(Ich spiel im Keller nur deswegen).

;)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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611

Dienstag, 27. November 2012, 19:13

Original und Fälschung


seicento

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  • »seicento« ist männlich

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612

Mittwoch, 28. November 2012, 19:18

Original und Variation ;)


seicento

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  • »seicento« ist männlich

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613

Donnerstag, 29. November 2012, 18:30

Original und Fälschung


seicento

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  • »seicento« ist männlich

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614

Freitag, 30. November 2012, 19:47

Stacheln an des Corpus Enden
bei Tieren und bei Instrumenten




Ein Cello, wenn man’s streicht, dann brummt’s.
Wenn eine Biene fliegt, dann summt’s.
Ihr Panzer ist von außen hart
und irgendwie sind sie auch zart.
Doch aufgepasst: Sie wehren sich !
Ihr Stachel ist bereit zum Stich.
:yes:

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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615

Samstag, 1. Dezember 2012, 20:01



Carl Spitzweg (1808-1885)
Die Dachstube

‚Der gute Mann den Kasten gießt,
damit die bunte Pracht schön sprießt,

.. so denkt man, sieht man dieses Bild.
Doch was der Ausschnitt uns verhüllt,
ist, dass er späht genau dorthin
wo seine schöne Nachbarin,
sich aus der Stube Fenster beugt
und gar nicht ahnt: sie wird beäugt.




seicento

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  • »seicento« ist männlich

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616

Sonntag, 2. Dezember 2012, 18:46









Sie dienen als recht schöne Zier
die Schnecken auf dem Cover hier.
So schön gedrechselte Spiralen
gefallen nun mal wirklich allen.

Die Schnecke kommt daneben vor
in unser aller Innenohr.
Sie wickelt sich im Felsenbein
und kann deshalb sehr lange sein.

Dass sie sich mehr als zweimal windet
ist gut, wenn man Musik empfindet.
So hör’n wir, dass es anders klingt,
wenn einer streicht, bläst oder singt.

Denn Obertöne bei Gesang
sind anders als beim Flötenklang.
;)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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617

Montag, 3. Dezember 2012, 19:50




Zu äußerst hohen Preisen neigen
die alten Stradivari-Geigen.
Um Guarneris zu erwerben,
musst du ´nen Milliardär beerben.
Auch der Besitz einer Amati,
der setzt voraus ´nen reichen Vati.
Auf Guadagninis auszuweichen
das hilft nur den nicht ganz so Reichen.

Drum muss man sich was Neues kaufen
und sich den Klang dann schöner saufen.
:hello:

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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618

Dienstag, 4. Dezember 2012, 19:34


Man kann sich leider leicht verheddern
versucht man Noten umzublättern.
Wer lange übt, am Ende kann`s
- wie hier gezeigt - mit Eleganz.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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619

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 18:49



Carl Spitzweg (1808-1885)
"Spanisches Ständchen"





Was wir als Abendständchen kennen,
tun andre Serenade .nennen.
Zum Spielen findet man sich ein,
vor eines Liebchens Kämmerlein,
um zu betören ihr Gemüt,
so dass in Liebe sie erblüht.

Der Spitzweg malte viele Ständchen -
und nicht nur die im eignen Ländchen (!)
Auf diesem Bild nun sind zu finden:
Graf Almaviva weiter hinten;
im Hause hinter der Gardine
sieht man sein Herz, genannt Rosine.
Kennt ihr den Schauplatz dieser Oper?
Sie spielt im Süden von Europa. ;)

(Es ist tatsächlich ein Morgenständchen.
Man kann im Hintergrund sogar die Giralda erkennen)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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620

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 21:00

Zitat

Einige Zitate von Taminos mit dem Stichwort Zielgerade:
  • Die 5. Sinfonie beginnt ganz ausgezeichnet. Der Kopfsatz steuert gerade in großer Steigerung auf die Zielgerade zu ...
  • Eben mit majestätischer Wucht in die Zielgerade eingebogen und zu Ende gegangen: Anton Bruckner, Symphonie Nr. 5 B-dur ...
  • Tschaikowskys "1812" biegt auf die Zielgerade ein ...











Der Endspurt ist ein Phänomen,
das die, die in Konzerte gehen,
genauso gut wie Sportler kennen.
Man kann es auch Finale nennen.
. . .Tritt ein Konzert in diese Phase,
. . .erfasst den Dirigent Extase.
. . .Die Spannung - sorgsam aufgebaut -
. . .bricht jetzt heraus und es wird laut.
Es gibt kein Halten, kein Zurück,
man rast zum Ziel das letzte Stück.
Ist dann der Zieleinlauf gelungen,
wird von den Sitzen aufgesprungen.
. . .Man klatscht und ist ganz aus dem Häuschen,
. . .der Dirigent bekommt ein Sträußchen.
Bis über´n Schlussakkord hinaus
sieht’s also wie im Stadion aus.
:hello:

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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621

Freitag, 7. Dezember 2012, 20:00



View of the 'Grossglockner' mountain
(The Great Bellringer)
by Marcus Pernhart (1824-1871)


View of Mount Brocken (1829)
by Christian Ernst Bernhard Morgenstern
(1805-1867)

Auf der Internetseite von Hyperion werden der höchste Berg Österreichs und der höchste Berg Norddeutschlands etwas unterschiedlich behandelt. Dabei hätte man 'Brocken' doch auch übersetzen können. ;)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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622

Samstag, 8. Dezember 2012, 11:21

The Bach Dynasty

Der Ruhm des Adels ist verblasst,
Dynasten sind schon längst geschasst,
der Feldherrn Taten sind Geschichte,
Despoten kommen vor Gerichte.

Man schätzt heut mehr die großen Taten
von Künstlern und von Literaten.
Bei ihnen blieb auch meistens aus
die Vorherrschaft von einem Haus.
Ein Sonderfall sind v'lleicht die Bachs
als Hort von Meistern ihres Fachs.
Doch Herrschen niemals war ihr Ding -
sie hatten nur Musik im Sinn.

Nicht Habsburg. oder Wittelsbach
mein Leitbild sind die Herrn ‚von Bach´.
Da fließt nur Freude und kein Blut
Musik, die so viel Gutes tut.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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623

Dienstag, 11. Dezember 2012, 18:24




Was wir so lange Zeit vermissten,
war der Kontakt zum Komponisten.
Doch dieser Mangel ist behoben
seitdem man skypt. im Himmel droben.

:angel:

seicento

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624

Mittwoch, 12. Dezember 2012, 19:59


The Swing (c1777)
by Hubert Robert (1733-1808)


The Swing (1768/9)
by Jean-Honoré Fragonard (1732-1806)

Der Morgen (1821/2)
Caspar David Friedrich (1774-1840)



Der Morgen (1813)
by Karl Friedrich Schinkel (1781-1841)


Die Schaukeln von Hyperion
sie passen gut zu Mendelssohn.

Auch Morgenbilder eignen sich
als Cover außerordentlich;

denn Frische sowie Leichtigkeit
sind Mendelssohns Besonderheit.

;)

(siehe unter anderem das Zitat
von Daniel Hope hier)

moderato

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  • »moderato« ist männlich

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625

Mittwoch, 12. Dezember 2012, 21:37

Lieber seicento

Wieder einmal mehr erfreust du uns mit deinem Humor, deinem kunsthistorischen Wissen und der Gabe Verborgenes sichtbar zu machen und überraschende Bezüge zu entdecken.

Danke, danke, danke!

Hast du Schokolade gerne? Oder gibst du einer Fruchttorte den Vorzug? Du darfst eine dieser musikalischen Torten auswählen!

Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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626

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 17:08









Lieber moderato,

dein Angebot ist wundervoll.
Ich weiß nicht, was ich nehmen soll.

Sie sollen uns Vergnügen machen
die vielen bunten süßen Sachen.
Sie reizen uns mit ihren Düften
und lagern sich auf unsre Hüften.
Und leider mag ich Haribo
ach ja - und Katjes ebenso.

nun gut ....
da Früchte nicht so sehr beschwer'n
nehm ich den Sammartini gern.

seicento

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627

Freitag, 14. Dezember 2012, 20:13

Zum Hören nutzt der Mensch das Ohr.
Auf Covern kommt es selten vor.
Doch sagt man nicht - vielleicht im Scherz:
Musik, die geht vom Ohr ins Herz ?
Mir scheint, das Ohr wird unterschätzt.
Doch sieht man’s hier in Stein gesetzt (!)
Ein Denkmal für das Hörorgan -
auf dass man mit ihm hören kann
Musik bis zur Unendlichkeit
mit Leidenschaft und Heiterkeit.


;)
Heinrich Heine

Mit zwei Ohren hat versehn
Uns der Herr. Vorzüglich schön
Ist dabei die Symmetrie.
Sind nicht ganz so lang wie die,
So er unsern grauen braven
Kameraden anerschaffen.
Ohren gab uns Gott die beiden,
Um von Mozart, Gluck und Hayden
Meisterstücke anzuhören – ...

Diese Verse hat Stimmenliebhaber im
Thread Zum 215. Geburtstag
von Heinrich Heine
, zitiert. Link

seicento

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628

Samstag, 15. Dezember 2012, 18:32

Gustav Klimt (1862-1918)
Schubert am Klavier
(1899)

Da Klimt den Schubert sehr verehrte,
er einen .‚ Auftritt´. ihm .bescherte
in Wien zum Ende des Jahrhunderts.
Dass der sich fremd fühlt - na wen wundert’s ?

.. ja .. Schubert schaut verlegen drein.
Ein Grund dafür mag wohl auch sein,
dass Mizzi - Freundin von Herrn Klimt -
in Augenschein ihn grade nimmt.

( Es meinte einst ein Hermann Bahr,
dass dieses Bild das schönste war *,
das je in jenem Alpenland
durch eines Malers Hand entstand. )

* das Original ist leider verbrannt. :(

seicento

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629

Sonntag, 16. Dezember 2012, 19:03


Carl Spitzweg (1808-1885)
Der Sonntagsspaziergang (1841)

:hello:

* Nach dem Essen sollst du ruhn
oder tausend Schritte tun.







Am Sonntag nach dem Sauerbraten
wird zum Spaziergang uns geraten.*
Mit mehr und minder großer Lust
- bei Kindern sicher auch mit Frust -
zieht man die guten Sachen an,
den Weg bestimmt dann meist der Mann.
Er geht voraus - er kennt das Ziel -
weil er ein Bier dort trinken will.
Die Frau sie bleibt ein Stück zurück,
behält die Kinder stets im Blick,
verspricht, dass an besagtem Orte
ein jeder kriegt ein Stückchen Torte.
So findet jeder dann Gefallen
an einem Teil von diesem allen.

Genauso ist das im Konzert,
wo man dieselben Stücke hört.
Der eine mag die leisen Stellen
- nur Blech und Pauken ihn verprellen.
Ein andrer sehnt herbei das Forte.
Am Ende ist Musik die Pforte
zu einem Ausflug in ein Land,
wo jeder bislang Schönes fand.

seicento

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630

Montag, 17. Dezember 2012, 19:58


Marie Antoinette am Clavichord,
kurz vor ihrer Heirat
(Franz Xaver Wagenschön
zugeschrieben, 1770)

Marie Antoinette
(* 2. November 1755 in Wien;
† 16. Oktober 1793 in Paris)

Ein hübsches Bildchen packt man drauf,
so steigt dann der CD-Verkauf.

Ist es ein schönes Konterfei,
dann ist’s egal, von wem es sei.

Zum Beispiel hier - sie schaut so nett
- es war Maria-Antoinette.
Sie hatte sehr viel Geld verschwendet.
Drum hat ihr Leben schlimm geendet.

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