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seicento

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  • »seicento« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

781

Freitag, 12. April 2013, 22:08



Carl Spitzweg (1808–1885)
Ständchen im Mondschein (1840)
(leider immer noch kein Cover) ;)

Ein Solo-Serenadenmann
klopft hier des Nachts am Fenster an.
Man weiß nicht, was ihn dazu treibt,
dass er auf fremden Mauern geigt.

Macht er Musik aus freien Stücken,
um irgendjemand zu beglücken?
Ist er bestellt von einem Kunden
für dessen kleine Schäferstunden?

Vielleicht kennt Spitzweg sein Motiv.
Doch der vor langem schon entschlief.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

Beiträge: 1 980

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

782

Dienstag, 16. April 2013, 19:43

Den Künstler nervt an vielen Läufen,
dass sich die Noten ziemlich häufen:
pro Takt bis hin zu vierundsechzig.
Ein strammes Tempo hierbei rächt sich.
Drum lohnt es sich für die, die‘s ahnen,
das Tempo - so wie hier - zu planen.


Reinhard

Moderator

  • »Reinhard« ist männlich

Beiträge: 2 123

Registrierungsdatum: 11. August 2004

783

Dienstag, 16. April 2013, 20:01

Das ist wieder ein seicento allererster Güte. :thumbsup:



 
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

  • »I-like-Rosetti« ist männlich

Beiträge: 78

Registrierungsdatum: 11. März 2013

784

Dienstag, 16. April 2013, 23:28

@seicento

Genial! Danke für den heiteren Sechszeiler. :hahahaha:

seicento

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  • »seicento« ist männlich

Beiträge: 1 980

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

785

Mittwoch, 17. April 2013, 20:29

Da jetzt der Winter von einem zum andern Tag zum Sommer wurde: ;)


Man 'sommernachts' an Teichen klagt:
'der Frosch quakt stets im gleichen Takt'.
Die Melodie - wie soll ich sagen -
wird, da sie fehlt, nicht gut vertragen.
Wie kann man solche Qualen lindern ?
Man muss der Molche Zahl vermindern !

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 038

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

786

Donnerstag, 18. April 2013, 00:39

Das openair-Konzert wie fein,
da lad' ich mir doch Gäste ein;
da wird geschwätzt, gefressen, gsoffen
wofür sind da die Ohr'n noch offen?
Der Frosch gleich klagt neben'm Teich,
ich nicht vertrag die Likörleich.
(Reimt sich's nicht, dann dichtet's wenigstens)
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

787

Donnerstag, 18. April 2013, 20:00

Hallo zweiterbass, das ist aber eine perfide Art sich an den Fröschen zu rächen ! ;)




Carl Spitzweg (1808-1885)
Musizierender Einsiedler vor seiner Felsenklause
(1856 / 1858)

Man kann der Welt durchaus entsagen
und auf sich nehmen viele Plagen.
Doch ein Bedürfnis immer bleibt
auch in der größten Einsamkeit.
Musik zu machen oder hören,
dies zu vermissen würd' mich stören.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

788

Freitag, 19. April 2013, 20:08



Der Neuling im Konzert ist scharf
auf Info, wann er klatschen darf.
Zum Beispiel so: sehr elegant
hebt hier Frau Son die rechte Hand.
Jetzt ist gewiss: beim Applaudieren
ist kaum Gefahr, sich zu blamieren.

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

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789

Samstag, 20. April 2013, 00:10

Doch welch ein Schreck, wer außer mir,
begleitet mich zum Beifall hier?
Des Rätsels Lösung ist allein,
nicht der 3. der 4.Satz muß' sein!
Drum, lieber Mensch, befolg' den Rat,
beklatsche nie zuerst die Tat.
Wart' ab - bis Andre applaudieren,
dann brauchst du dich nie zu genieren.


Wer diese Weisheit nicht gebraucht?
Forianer sind's - jetzt klatschen's laut!!!
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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790

Samstag, 20. April 2013, 22:24

Schein und Wirklichkeit :yes:



zum Beweis:



seicento

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  • »seicento« ist männlich

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791

Montag, 22. April 2013, 20:15

Synkope“, klagte jüngst Fermate,
„mein Einsatz kommt zum Schluss – wie schade!“



Doch jene sprach, sie ständig litte
da man sie braucht nur in der Mitte.



Die Pause tat die zwei belauschen.
Ihr Vorschlag war, doch mal zu tauschen.



Jetzt fehlt nur eins zu beider Glück:
wo gibt es ein geeignet' Stück?

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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792

Dienstag, 23. April 2013, 19:50


Wer wirklich seine Geige liebt,
ihr Schutz mit seinem Leibe gibt.

Doch allzu großer Klammerdrang
lässt wenig Schönes dran am Klang.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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793

Mittwoch, 24. April 2013, 19:52

Auch wenn’s - wie hier - mal Tücher regnet,
die Kunst ist kaum mit Geld gesegnet
und selten endet gut betucht,
wer mit Musik sein Glück versucht.


seicento

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  • »seicento« ist männlich

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794

Donnerstag, 25. April 2013, 19:08

Jetzt ist er da, es ist so weit:
mit zweiunddreißig Gigabyte
der ganze Bach auf einem Stick -
am Schlüsselbund so richtig schick !

Wie sagt man heute? „Bach to go.“
Man steckt ihn rein, ich weiß nicht wo.
Dann ist das Oeuvre Bachs zur Hand
in Sauna und in Kletterwand.

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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795

Freitag, 26. April 2013, 19:28

peinlich: Ich hab' gerade gesehen, dass der "Bach to go"-Gag ziemlich alt ist. Andererseits bin ich beruhigt, weil er wohl doch nicht zu weit hergeholt ist.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob man die folgende Betrachtung über das Wort gefallen nachvollziehen kann. :S Meine Ausrede: die zwei Cover unten waren der Auslöser. ;)


Musik ist wie ein Hochseilakt
und nichts für den, der Eile hat.
Das rechte Tempo - die Balance -
zu halten, hat man kaum die Chance.
Der Künstler fällt auch leider tief,
wenn seine Töne klingen schief.

Nur komisch ist: es uns gefällt,
wenn sich der Künster "oben hält".


seicento

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  • »seicento« ist männlich

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796

Sonntag, 28. April 2013, 19:40



Canaletto (1697-1768)
London: Interior of the Rotunda at Ranelagh (1754)
1754

Man hat sich früher eingefunden
für Konzerte in Rotunden.
Die Musiker voll Disziplin
sitzen unterm Baldachin,
das hochgeschätzte Publikum
läuft im Saale frei herum.

Es wird flaniert, es wird geschwatzt,
und in den Nischen wird geschmatzt!
Das war zu dieser Zeit so üblich,
wenn auch für Musiker betrüblich.

:S


Zitat von Simon McVeigh aus "Concert Life in London from Mozart to Haydn": In öffentlichen Konzerten 'serious attention to the music was a rarity.' In der Rotunda soll der sehr junge Mozart 1765 die Orgel gespielt haben, die hinter den Musikern auf dem Bild zu sehen ist. In den 1770ern kam die Rotunde aus der Mode, aber Haydn hat sie am 22. Mai 1792 (13 Jahre vor ihrem Abriss) noch besucht. Er hörte sich ein Konzert von Felice Giardini an. Sein privates Urteil lautete: „Er spielte wie ein schwein.“ Giardini war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 76 Jahre alt. Haydn hat sich bezüglich der Disziplin des Londoner Konzertpublikums besonders über dessen verspätetes Eintreffen zum Konzert geärgert.
Wie man auf den beiden linken Covern sieht, hat Canaletto das Innere der Rotonda aus zwei unterschiedlichen Perspektiven gemalt. Es gab in London auch noch die Vauxhall und die Pantheon Rotunden.

dr.pingel

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  • »dr.pingel« ist männlich

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797

Sonntag, 28. April 2013, 20:59

Jetzt ist er da, es ist so weit:
mit zweiunddreißig Gigabyte
der ganze Bach auf einem Stick -
am Schlüsselbund so richtig schick !

Wie sagt man heute? „Bach to go.“
Man steckt ihn rein, ich weiß nicht wo.
Dann ist das Oeuvre Bachs zur Hand
in Sauna und in Kletterwand.


Ach was, ich kannte den Gag nicht und dafür hat es sich doch schon gelohnt, oder?
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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798

Sonntag, 28. April 2013, 22:49

Hallo dr.pingel, danke für die aufmunternden Worte. Ich hatte nur Angst, dass ich bei Zeus Alfred in den Verdacht geraten könnte, bei einem "befreundeten" Forum abzuschreiben. Im ersten Moment ging es mir wie der Dame hier auf dem Cover. ;) Aber dann hab' ich gesehen, dass der Gag wirklich noch älter ist. Wahrscheinlich hat der Kammerchor Hannover das copyright.


Mit dem Seufzerhauche: U!
Stößt ihr eine Ohnmacht zu.


Wilhelm Busch: Plisch und Plum - Kapitel 14

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

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Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

799

Sonntag, 28. April 2013, 23:26

Welches zu fragen mir kaum frommt,
was für Angst über die Dame kommt?


Zu 796:
Heute sitzt man, ach wie fein,
hübsch gesittet in den Reih'n.
Darf man wohl fragen, nicht zu dumm,
wie sich geändert hat das Publikum?

Mit vielen Grüßen an seicento
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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800

Montag, 29. April 2013, 22:56

Welches zu fragen mir kaum frommt,
was für Angst über die Dame kommt?

Wer wird aus dem Cover klug ?
Soll es zeigen: „sie hat genug" ?


.... Ach! wäre doch mein Abschied hier,
Mit Freuden sagt ich, Welt, zu dir:
Ich habe genug ....




Darf man wohl fragen, nicht zu dumm,
wie sich geändert hat das Publikum?
In einem Artikel, der sich mit dem Canaletto-Bild der Rotunda in den Ranelagh Gardens auseinandersetzt, wird bedauert, dass dem Klassikbetrieb von heute die Ungezwungenheit der damaligen Zeit fehlt .... gemeint ist: damals als diese Musik noch nicht klassisch war, sondern zeitgenössisch. Die Krise der klassischen Musik hat nach Meinung des Autors Greg Sandow etwas damit zu tun, dass sie ihre Nähe zum „normalen“ Publikum verloren hat. Der Autor gibt noch einige andere Beispiele dafür, wie selbstverständlich und unkompliziert der Umgang mit Musik früher angeblich war: Mozart, der den Applaus mitten im Stück geradezu provozieren wollte, oder die Begeisterung der Italiener für Verdi, dessen Musik auf riesigen Drehorgeln überall in den Gassen zu hören war.

Liebe Grüße seicanto

seicento

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  • »seicento« ist männlich

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801

Dienstag, 30. April 2013, 23:08


Nicolaes Maes (1634–1693)
Der unartige Trommler
Der Mensch, dem an Musik was liegt,
bisweilen deshalb Ärger kriegt.
Die Fähigkeiten diesbezüglich
muss man erwerben – darum übt sich
im Musizier'n ein kleiner Mann
bis er die Notenwerte kann.

Wenn er dazu die Trommel haut
wird’s in der Wohnung nun mal laut.
Er braucht ein echtes Instrument!
Kann sein, er wird mal Dirigent.
Dann braucht er nur noch seinen Stock
und es ist Ruh im Häuserblock.

;)

Reinhard

Moderator

  • »Reinhard« ist männlich

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802

Dienstag, 30. April 2013, 23:14

:jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Spitzenplatz in meiner persönlichen seicento-Hitliste!

:jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

seicento

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803

Mittwoch, 1. Mai 2013, 16:11

Lieber Reinhard, du schätzt also "Willibald Heckes" Poesie mehr als die gestalterischen Ergüsse von "Frédéric Photo-Chopin"? Dann tut es mir sehr leid, dass dieser Beitrag wieder mal aus des letzteren Hand (Maus) stammt. Beides sind sie allerdings ausgemachte Fälscher und Plagiateure! Also aufpassen!


Jan Brueghel der Ältere (1568-1625)
Der Gesichtsinn (Detail)


Ein kleines Detail im Original fiel mir hier auf.
Der Sohn des sogenannten Bauernbrueghel
war doch seiner Zeit weit voraus ! :D

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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804

Mittwoch, 1. Mai 2013, 16:23

Der Sohn des sogenannten Bauernbrueghel
war doch seiner Zeit weit voraus ! :D

Der Schlingel, er!
:hahahaha:

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

seicento

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805

Samstag, 4. Mai 2013, 11:26

Jean und die Wunschflöte

An der Loire im Ufersand
nebst Flöte Jean 'nen Vogel fand.
„Jetzt spiel die Flöte !“ sprach das Tier,
„sie ist verzaubert, glaube mir.“



Da sieht - kaum war der Wunsch verklungen -
er vor sich den Marquis, den jungen.
Es stellten sich dazu noch ein
die Eltern und das Schwesterlein.



François-Hubert Drouais (1727-1775)
Louis de Bouchet, le marquis de Sourches et sa famille,
(1756)


Und Jean - nun selbst ein Fischer bloß -
tatsächlich spielte virtuos.
Er freute sich: „Wie schön das ist !
Jetzt werd' ich beim Marquis Flötist.




Da meinte Jean zum Papagei.
„Auch du hast einen Wunsch jetzt frei.“
Der sagte nur: „Spiel anders 'rum.
Du bist so laut, nimm mir’s nicht krumm.“



„Ist dies dein Wunsch - er soll gescheh´n.
Für diese Flöte kein Problem.

seicento

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806

Sonntag, 5. Mai 2013, 22:53


Beim Mopedfahr'n löscht Carmignola
den Durst seit vielen Jahr'n mit Cola.

seicento

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807

Dienstag, 7. Mai 2013, 20:13


Jan van Bijlert oder Bylert (1603-71)
Venus bestraft Amor

crudele amore … amor cruel … cruel love

Das Überschreiten klarer Grenzen
hat allenthalben Konsequenzen.
Und so zum Beispiel setzt es Hiebe
bei Fehlverhalten in der Liebe.

Auch Gesualdo nahm‘s genau
einst mit der Treue seiner Frau.
Dieselbe drum ihr Ende fand
durch einen Dolch in Carlos Hand.

Und auch ihr Lover und ein Kind
in jener Nacht verblichen sind.
Er tat sie in die Falle treiben. :no:
.... und später Madrigale schreiben. :yes:

seicento

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808

Donnerstag, 9. Mai 2013, 19:38



Lionello Spada (1576-1622)
Das Konzert (1615)

geschüttelt:

Wer so blasiert auf Noten zeigt
vielleicht auch sonst zu Zoten neigt.


oder gerührt:

Die Notenkenntnis ist an sich
beim Musizier’n nicht hinderlich.
Im Gegenteil, denn im Konzert
das Publikum sich sonst beschwert
und protestiert, da ihm missfalle
die Zahl der schrägen Intervalle.

seicento

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809

Sonntag, 12. Mai 2013, 13:57

Jan Sandström - The Singing Apes of Khao Yai (1991) (Text: onomatopoetic verse)
Benjamin Britten - The Ballad of Little Musgrave and Lady Barnard (Text: The Oxford Book of Ballads)
Traditional/arr. Gustav Holst - The Song of the Blacksmith.
Traditional/arr. Ralf Vaughan Williams - The Turtle Dove
Samuel Barber - A Stopwatch and an Ordnance Map, Op.15. Text: Stephen Spender)
Ildebrando Pizzetti - Per un morto (1931) (Text: Greek Poetry)
Johann Nepomuk David - Wir zogen in das Feld (Text: Georg Forster)
Peter Cornelius - Der alte Soldat (Text: Joseph von Eichendorff)
Hugo Distler - Der Tambour (Text: Eduard Mörike)
Robert Schumann - Die Rose stand im Tau, Op.65 No.1 (Text: Friedrich Rückert)
Franz Schubert - Ständchen, Op.135 (Text: Franz Grillparzer) 5'42
Arnold Schönberg - Verbundenheit, Op.35 No.6 (Text: Arnold Schönberg)
Kurt Weill - Das Berliner Requiem. Kleine Kantate für Tenor, Baritone, Männerchor und Blasorchester (Text: Bertolt Brecht)


Bei den folgenden zwei CDs hat man die Affen leider weggelassen. Schade !


Anthonie Palamedesz (1601-1673)
Jahrmarktszene mit Vorführung
eines musizierenden Affen
(um 1650)


David Teniers de Jüngere (1610-1690)
Katzenkonzert




... und doch noch ein dummer Spruch
;) :
Man tut mit großer Freude Affen
als echte Musiker begaffen.
Musik wird eben stets banaler.
Trompeter, blase zum Fanal er !

seicento

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810

Montag, 13. Mai 2013, 22:27

Die wundersame und traurige Geschichte wie Vivaldis Concerti con molti strumenti ( per Violino, 2 Oboi, 2 Corni , Fagotto Ed Archi ) nach Dresden kamen ;)



Pieter Mulier II (1637–1701)
A ship wrecked in a storm off a rocky coast


Adrian Ludwig Richter (1803–1884)
Überfahrt am Schreckenstein (1837)

Kein Wind - seit Tagen schon dasselbe
- und hundert Meilen noch zur Elbe !
Da ließ der Kapitän verlauten:
„Jetzt hat’s ein Ende mit den Flauten.
Macht Wind, blast Hörner und Trompeten !
Wir wollen uns doch nicht verspäten !“

Wir bliesen und der Wind hub an.
Doch der geriet bald zum Orkan
und jagte uns aus Nordnordwesten
die Elbe hoch vorbei an Dresden,
zum Schreckenstein trieb's die Karacke
- sie wurde dort am Fels zum Wracke.

Wir retteten in größter Not
uns und die Ladung in ein Boot.
Da waren Noten aus Venedig
für Friedrich August, unsern König.
Wir ruderten zur Hofkapelle.
Sie waren fristgemäß zur Stelle.

Was war das Schluss von diesem allen ?
Dem König hat‘s Konzert gefallen.
Der Kapitän im Fluss noch trieb
bis er bei Meißen hängen bleib.
Man hat den Leib an Land gezerrt,
als grad zu End ging das Konzert.

clc 65820

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