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seicento

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211

Freitag, 11. Mai 2012, 21:29

de.kreutzers.com:
Immer mehr junge Musiker nutzen ein neues App für ihr iPhone. Zusammen mit einem Mini-Beamer erlaubt es ihnen, Noten an die Decke oder Wände von Konzertsälen zu projezieren, so dass das Publikum die Illusion erhält, sie würden auswendig spielen. Die damit einhergehende sehr begrenzte Blickrichtung (vgl. nebenstehendes CD-Cover) könnte allerdings dazu führen, dass sich in Zukunft Enzündungen der Augenmuskeln zu einer Berufskrankheit bei Musikern entwickeln.

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  • »seicento« ist männlich

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212

Sonntag, 13. Mai 2012, 12:28

Es wird mir sicher niemand glauben. Das Cover dieser CD ist mir ganz zufällig aufgefallen, d.h. nicht bei jpc durch absichtliche Suche nach "Naive" wie bei den vorigen Beiträgen). Man kann das Album auch erst ab dem 15. Mai kaufen. Der Inhalt ist allerdings auch kurios. Ein Libretto (Pietro Metastasio 1698-1782) und mindestens 17 Vertonungs-Beispiele alleine auf dieser CD! Entweder war das Thema sehr pupulär (wenn auch nicht ganz so populär wie Orpheus und Eurydike) oder das Libretto hatte die Tendenz, wie ein Tumor zu streuen. Das Pseudonym des Librettisten mag diese Annahme vielleicht nahelegen. ;)
Komponisten auf der Doppel-CD: Leo, Hasse, Galuppi, Sarti, Myslivecek, Paisiello, Pérez, Vivaldi, Gassmann, Caldara, Traetta, Jommelli, Cherubini, Pergolesi, Piccinni, Jommelli, Cimarosa.
Wikipedia listet zusätzlich noch folgende L'Olimpiade-Versionen auf: Domenico Alberti (1739), Egidio Romualdo Duni (1755), Vincenzo Manfredini (1762, Moskau), Antonio Sacchini, (1763, Padua), Gaetano Donizetti, (1817, unvollständig).
(Bei Wikipedia fehlen demnach Giuseppe Sarti (1778, Florenz, Teatro della Pergola), Davide Perez (1753, Lissabon, Teatro di Corte), Florian Leopold Gassmann (1764) und Luigi Cherubini (1783, unvollendet bzw. unvollständig ?))

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Sonntag, 13. Mai 2012, 13:19

... um doch wieder zum Thema "Cover zum Schießen" zurückzukommen, :D noch schnell dieses Beispiel.
Es passt zu diesem Cover von Beitrag --> 207. Die CD aus 208 hab ich gestern doch bei Jokers im Angebot für € 6,99 gefunden. Es gibt also genau diese Hexensabbat-CD zu kaufen und nicht nur die Download-Möglichkeit bei Amazon bzw. die Version, die Alfred bei seinem Beitrag 209 genannt hat.

Dank der lebhaften Beteiligung an diesem Threat ergibt sich inzwischen doch ein recht homogenes Erscheinungsbild dieser Seite. Sogar mein Dämpfer - ich meine: mein Avatar - passt sich irgendwie ein. :( :(

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  • »seicento« ist männlich

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Montag, 14. Mai 2012, 19:28

Alfred Schmidt: Warum manche Leute sich so gegen Streichquartette sperren: .. (wegen dem) geringfügig rauhen Ton dieser Instrumente

Alfreds vollständige Antwort mit Beweisvideo :D
und hier noch ein sowohl optischer als auch akustischer Beleg ;) :

La Poule au Pot Moléculaire von Barbouze de chez Fior

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Montag, 14. Mai 2012, 22:59

Il Barocco Strumentale Italiano
Eine gewisse Diskrepanz zwischen Inhalt und Cover besteht da doch. Ein netter kleiner Lapsus, wie ich finde. ;)
Die Musik auf der Doppel-CD stammt zwar von Vivaldi, Molinaro, Stradella, Bonporti, Frescobaldi, Corelli, Lanzetti, Castello, Geminiani, D. Scarlatti, Torelli, Popora, Pasquini und Platti. Auch die Musiker sind größtenteils Italiener (bis auf die Lautenspieler Paul Beier (USA) und Joachim Held). Unter anderem ist auch Il Giardino Armonico dabei. Eine schöne Sammlung.

Aber (!) für das Cover dieser CD vom Stiefel hat man sich Bewohner nördlicher Gefilde ausgesucht: Johann Adam Reincken (am Cembalo) und Dietrich Buxtehude (Gambe). Früher dachte man Johann Theile wäre auch auf dem Bild. Johannes Voorhout, der Maler, soll ganz links stehen.

Mir gefällt auf der CD die Sonate für Violoncello und Basso continuo Nr. 8 von Salvatore Lanzetti (1710-1780) ganz besonders (Track 7 auf CD 1).

(Die Vorlage - etwas heller und freundlicher: )

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  • »seicento« ist männlich

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Dienstag, 15. Mai 2012, 21:21



Joseph Karl Stieler (1820), Plakat der Berliner Philharmoniker (2004) und CD von Rick Voakes (2012, Blaswandler und Synthesizer)
Soll das Cover (ganz rechts) so gruselig sein wie die Musik ?

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  • »seicento« ist männlich

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217

Mittwoch, 16. Mai 2012, 19:47

Bach - einmal von hinten einmal von vorne - kaum zu verwechseln - :thumbup:



( 1. ) J. S. Bach, Violinkonzerte BWV 1043,1052,1056 - Elfa Run Kristinsdottir mit Solistenensemble Kaleidoskop
( 2. ) J. S. Bach, The Six Partitas for Clavier - Victoria Dondysh

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218

Donnerstag, 17. Mai 2012, 10:13

Cover, wo geschossen wird

und eine Kalaschnivari:


Die Musik soll wohl 'mitten ins Herz treffen'. :love: - wie schön !
Rechtes Bild: "Machine Gun Violin Brown #2, 2004" - Western Washington University

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 20:10

adagio - "Die letzte Kollektion" und "Die letzte Kollektion 2" :no:
Was wollen uns diese Tiere sagen? Etwa: „Es hat keinen Zweck, sich angesichts dieser Alben im Panzer oder im Haus zu verstecken. Das Einzige was wirklich hilft ist die Flucht - adagio ma non troppo"

Vielleicht sollte ich nicht ganz so böse sein. Immerhin ist Naxos zum Beispiel so seriös, dass sie als Komponisten des "Albinoni-Adagios" Remo Giazotto anzugeben. :)
Übrigens ist er nach Wikipedia durch diese "Fälschung" sehr reich geworden.

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220

Freitag, 18. Mai 2012, 20:16

Blasmusik

Das ist sicher nicht unbedingt witzig. Mir ist aber aufgefallen, dass es die Gestalter von CD-Covern scheinbar für einen gelungenen Gag halten, die Bedeutungsvielfalt des englischen Wortes Wind in die Gestaltung von CD-Hüllen einfließen zu lassen. Neben "wind" im Sinne von "Blas-" bzw. "Bläser-" gibt es noch eine dritte Bedeutung, die im Deutschen auch existiert. :pinch: Zum Glück ist noch keiner auf die Idee gekommen, diese für die Gestaltung eines CD-Covers einzusetzen. :hahahaha:


Ich habe heute festgestellt, dass es schon einmal einen Threat mit dem Titel Die skurrilsten, merkwürdigsten CD-Cover gab. Drei meiner Beiträge - die Wagner-CDs und der Hirsch im Parkhaus - sind wohl doppelt. :( Ich hoffe auch, es nimmt mir keiner übel, dass ich die Seite hier im Alleingang fülle. Es macht mir ziemlich Spaß, wie Ihr vielleicht gemerkt habt. Ich finde einige CD-Hüllen sehr reizvoll. Die Carlo Zuccari CD mit der netten Plamena Nikitassova hat es mir besonders angetan...auch musikalisch. ;) Aber vielleicht kennt ja doch noch jemand anders noch ein wirklich witziges CD-Cover. :hello:

seicento

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221

Freitag, 18. Mai 2012, 20:31


Was macht der mit der Oboe?
Nimmt da einer 'das mit dem wind instrument' ganz wörtlich oder haut er wirklich auf die Trommel ?

Die CD hatte gestern Accuphan in seinem Spieler.

Zum Anhören besser hier klicken.

Klaus 2

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  • »Klaus 2« ist männlich

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222

Freitag, 18. Mai 2012, 21:04

LIeber Seicento!
Bitte weitermachen!
Danke
Klaus
ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

Reinhard

Moderator

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223

Freitag, 18. Mai 2012, 21:10

Es macht mir ziemlich Spaß, wie Ihr vielleicht gemerkt habt.

Mir auch!!!!!
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

seicento

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224

Freitag, 18. Mai 2012, 22:36

Lieber Klaus, lieber Reinhard,
danke für den Rückenwind -|- das gibt einem die nötige Leichtigkeit -|- dann lasst es uns anpacken :jubel: *

Franco Ambrosetti: The Wind
Martin Wind Quartet: Get It?
Brian McCree: Changes In The Wind
(Jazz)
* hoffentlich find ich noch mehr ;)

seicento

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225

Samstag, 19. Mai 2012, 15:30

to feel or not to feel ... (deutsch: zu viel oder nicht zu viel .... Testosteron u.s.w.)

-


Ich überlege schon lange, wie man Alben der Wiener Philharmoniker (vor allem die von vor 1997) so gestalten könnte, dass der Tatbestand der fast völligen Abwesenheit weiblicher Elemente im Klangkörper vorteilhaft zur Geltung kommt. Vielleicht könnten die Designer Anleihen bei Rammstein machen. Einfach mehr "machismo"!

:thumbup:

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226

Samstag, 19. Mai 2012, 21:01

Ich hab' im vorigen Beitrag die Links zu den Amazon-Seiten vergessen, auf denen man sich das Damenorchester (All Female Symphonic Orchestra von Rachel Porter) anhören kann. Hier sind sie: Beethoven und Mozart.

So ... jetzt muss ich an meinen eigenen Stapel CDs auf dem Nachttisch ran, um doch noch was halbwegs Witziges zu finden. :(
Die linke CD mit dem lipstick-red Sofa befindet sich in meinem Besitz: Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704): Harmonia artificioso-ariosa / Sonatae tam aris quam aulis servientes
Die CD von Michel Polnareff enthält Filmusik zum Film Lipstick von 1976. Die Biber-CD ist in den 90igern aufgenommen worden und kam 2003 raus - ist also neuer.
Ob Manfredo Kraemer ein Fan von Michel Polnareff ist, und ob das die Entscheidung für dieses Cover beeinflusst hat, weiß ich leider nicht.
Als ich die Musik von Biber das erste mal gehört habe, hab ich den Mund allerdings nicht mehr zugekriegt. Insofern passt das Cover nicht zu meiner ersten Reaktion auf die Musik. Dass diese Musik jemand geschrieben haben soll, der gut 40 Jahre älter war als Bach, konnte ich zunächst nicht glauben. Wie die 'Rare Fruits Council' CD zu diesem Cover kam, ist mir schleierhaft.
Zum Probehören bitte das letzte Cover anklicken - leider gibt es die Rare-Fruits Council CD nur noch sehr überteuert. (Kremer ging soweit ich weiß bei Goebel in die Lehre - deshalb müsste die CD am ähnlichsten klingen).


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Sonntag, 20. Mai 2012, 13:07

Vielleicht ein optischer Trost nach der CL-Niederlage von gestern. Es sei aber darauf hingewiesen, dass auf dieser Seite auch schon ein spärlich bekleideter Mann abgebildet wurde (Beistrag 217). Was entfernt "witzig" oder wenigstens kurios ist, ist die Tatsache, dass die Entwicklung dieses Cover-Typs dazu führte, dass am Ende die Rückseite des "Korpus" besaitet wurde. Da muss also technisch noch nachgebessert werden. ;)


Link zu Sarakina


Ein Nachtrag zum vorigen Beitrag:
Bei dem Album handelt es sich um eine Doppel-CD. Die Harmonia artificioso-ariosa gab es früher auf einer einzelnen CD mit weniger "knalligem" Cover. Vielleicht hat man sich beim Entwurf des neuen Covers von dem berühmten Logo der Stones (die Zunge von John Pasche) beeinflussen lassen. (Es schmückte zuerst die Innenhülle des Albums Sticky Fingers). Die Musik von Biber war durchaus etwas "rockig".

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »seicento« (20. Mai 2012, 15:06)


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Sonntag, 20. Mai 2012, 20:50

Auch nicht wirklich witzig - oder doch ?
Das Reich der Liebe heißt das erste Album von 2010 mit dem neuen Design des Label Ricercar. Im Falle des Kunstwerkes, das dabei als Vorlage diente, war die Liebe aber eher einseitig. Die kräftig zupackenden Hände, die man sieht, gehören dem von Amors Pfeilen getroffenen Pluto, während sich Proserpina doch heftig zur Wehr setzt, wie man erkennt, wenn man das Werk von Gian Lorenzo Bernini aus anderer Perspektive sieht. Das Kunstwerk stellt also eher einen Akt der Gewalt als der Liebe dar. So können Album-Cover "lügen". (Das Werk heißt "der Raub der Proserpina", 1620/21, Villa Borghese in Rom). Es könnte allerdings sein, dass in einem der Lieder auf den Proserpina-Mythos eingegangen wird. Das konnte ich jetzt nicht erkennen. Das alles würde mich aber nicht davon abhalten, die CD zu kaufen. ;)

.

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  • »seicento« ist männlich

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Montag, 21. Mai 2012, 09:56

Noch schnell einen Nachtrag zum vorigen Beitrag:
Es gibt doch eine Verbindung zwischen Frescobaldi und Bernini. Es ist sogar wahrscheinlich, dass sie sich kannten, denn es existiert eine Karikatur von Bernini, die Frescobaldi ähnlich ist. Beide Künstler waren wohl für die Barberini-Familie tätig. Also geh' ich mal davon aus, dass die Cover-Gestalter beim Label Ricercar diese Beziehung im Auge hatten, als sie das Cover entwarfen. ;)
Der Kupferstich ist von Claude Mellan.


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Montag, 21. Mai 2012, 18:22

Hier soll wohl die Post abgehen

"Was hört Ihr gerade jetzt ?" ist eine gute Quelle für originelle Cover. ;) . Lynkeus hat gestern die erste der folgenden drei CDs gehört.
Die Sinfonien von Beethoven ein geschäftliches Schreiben, die Streichquartette ein Paket, die Streichquartette von Mozart Luftpost - was will man uns damit sagen ?


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Montag, 21. Mai 2012, 22:34

"Das mit den Briefen" ist ja geradezu 'ne Masche der DG. Da bin ich drauf reingefallen. :(
Da gibt es auch Briefe mit Telemann, Vivaldi, Rossini und Bach. Die muss man jetzt hier nicht zeigen.

Auch von Deutsche Grammophon:


Diese CD wurde hier bei Tamino vorgestellt, wo ich sie auch gefunden habe. :)
Johannes Roehl zumindest meinte, das Cover wäre sehr hübsch.

Es ist ja auch eine nette Verfremdung des Cellos.
Der Bücherstapel bezieht sich wohl auf den Titel der Sinfonie Nr 22 "Der Philosoph".


Gute Nacht Taminos.

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Dienstag, 22. Mai 2012, 18:35

Antonia war sehr zufrieden. Der mächtige Zauberer Francesco hatte der kleinen Bänderschnecke ein großes Geschenk gemacht. Sie brauchte nur an einem Löwenzahnstängel zu raspeln und wunderschöne Musik erklang, während kleine Löwenzahnsamen langsam herabschwebten. Die Musik war so besonders schön, weil der Engel Arcangelo sie komponiert hatte. Und alle Tiere auf der Wiese beneideten die kleine Antonia, weil sie so schöne Musik machen konnte - auch Bruno, die große Weinbergschnecke. Also bat Bruno eines Tages Francesco, ihm auch so eine schöne Musik zu zaubern. Antonia war damit aber gar nicht einverstanden und schmollte. Der Zauberer hatte jedoch eine Idee. Er zauberte für Bruno eine Musik nicht für Löwenzahn- sondern Rhabarberstängel. Antonia war zufrieden, denn Brunos Rhabarber-Musik klang lange nicht so hell und rein wie ihre. Alles war gut, bis eines Tages die Zickade Carlo der kleinen Antonia erzählte, dass Francesco sich nicht - wie in ihrem Falle - einfach Musik von Arcangelo besorgt hatte, sondern dass er für Bruno eigens eine neue Musik erfunden hatte. Da wurde Antonia sehr neidisch. Sie beschloss, solange keine Musik mehr zu machen, bis auch sie die neue Musik spielen durfte. Das wiederum wollte Bruno nicht einsehen - er hatte doch schon einmal nachgegeben - und er rührte fortan ebenfalls keinen Rhabarberstängel mehr an. Alle Tiere auf der Wiese waren nun sehr traurig, denn inzwischen hatten sie von Carlos Dauer-Gezirpe mehr als genug. Der Zauberer Francesco ärgerte sich jedoch so sehr über diese eigenwilligen Schnecken, dass er sich zunächst weigerte, etwas zu unternehmen. Schließlich bat er aber – wenn auch widerwillig – seinen Freund Arcangelo um Rat. Der wollte gerne helfen und meinte, er würde Bruno einen Wunsch erfüllen, wenn der denn einwillgte, seine Musik für Antonia bearbeiten zu lassen. Also fragte der Engel die große Schnecke, was denn deren sehnlichster Wunsch sei. Bruno zögerte lange bis er seinen Wunsch preisgab. Arcangelo war ob der Antwort tief gerührt. Niemand durfte sie kennen, aber man kann sie erahnen, wenn man sich das nebenstehende Album-Cover ansieht. ;)

(Die CD mit Anton Steck enthält die Opus 5/II Sonaten für Cello, die Francesco Geminiani viele Jahre später für Violine (Löwenzahn) umschrieb. Es gibt das Original für Cello (Rhabarber) u.a in einer Einspielung mit Bruno Cocset. Opus 5 von Geminiani sind die Concerti grossi nach Arcangelo Corelli).
Nachtrag an Reinhard: Das freut mich sehr ! :hello:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »seicento« (22. Mai 2012, 20:12)


Reinhard

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Dienstag, 22. Mai 2012, 19:13

Danke, Seicento. Du hast meinen Abend gerettet. :jubel: :jubel:
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

seicento

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Mittwoch, 23. Mai 2012, 18:34

. Teil II: „Wie Tartini in den Besitz einer Violine von Jakob Stainer kam“

Antonia und Bruno musizierten den ganzen Sommer. Carlo, die Zikade, sang nur dann, wenn beide kurz pausierten, und das Glück auf der einsamen Wiese schien vollkommen. Der Zauberer Francesco konnte sich ganz seinem neuen Hobby, dem Komponieren, widmen. Arcangelo war darüber keineswegs böse, denn seit dem er zum Erzengel befördert worden war, hatte er keine Zeit mehr für seine frühere Lieblingstätigkeit. Das kleine Glück auf der Wiese konnte natürlich der Aufmerksamkeit des bösen Zauberers Girolamo nicht entgehen. Doch er konnte nicht viel bewirken, denn die ganze Wiese stande unter Arcangelos besonderem Schutz. Also musste sich Girolamo etwas Besonderes einfallen lassen. Er plante, Bruno in ein anderes Tier zu verzaubern, um dem Musizieren auf der Wiese ein Ende zu bereiten. Aber er durfte sich Bruno nicht nähern. Das würde der Zauberer Francesco sofort verhindern. So musste er einen ganz heimtückigen Plan entwerfen. Dazu besuchte Girolamo zunächst den berühmten Geigenbauer Jacobus in seiner Werkstatt und trug ihm einen ungewöhnlichen Wunsch vor. Jacobus sollte ihm eine Geige bauen, bei der die Schnecke durch das Abbild eines anderen Tieres ersetzt werden sollte. Jacobus war nicht sehr erfreut, denn er fürchtete, dass die Geige stumm bleiben würde. Das hatte jedoch für den Zauberer wenig Bedeutung, denn er brauchte das Instrument nur als Zauber für die Verwandlung von Bruno. Auf die Frage, welches Tier er sich wünschte, antwortete Girolamo sofort: „ein Löwe“, und dachte dabei an seinen berühmten Namensvetter. Als Jacobus stutzte, fügte er schnell hinzu „es genügt der Kopf des Löwen“. Girolamo versprach dem Geigenbauer als Lohn für seine Mühen viel Gold und Jacobus begann sofort mit der Arbeit an der Zaubergeige.
Bevor Jacobus sein Werk noch prüfen konnte, war Girolamo zur Stelle und entriss ihm das Instrument. Er hielt aber sein Versprechen, Jacobus reich zu entlohnen. Auf der Wiese angekommen stellte sich der Zauberer auf einen Felsvorsprung und hielt die Geige so, dass die Augen des Löwen auf Bruno schauten. Es war Abend und der Mond stieg am Horizont als große helle Scheibe auf. Bruno, der den Zauberer bemerkt hatte, blicke zu ihm hinüber und es schien ihm, als ob der Löwenkopf die Strahlen des Mondes mit seinen Augen bündeln würden. In wenigen Augenblicken verwandelte sich Bruno nun in einen Löwen. Als Bruno begriff, was passiert war, sprang er mit einem riesigen Satz in den dunklen Wald, um seine Freunde auf der Wiese nicht in die Gefahr zu bringen, von ihm zertrampelt zu werden. Auch Carlo, die geschwätzige Zikade, wusste sofort was zu tun war, und berichtete Francesco von dem Unheil. Es dauerte nicht lange und auch Arcangelo wusste bescheid. Aber es war zu spät, um sofort etwas zu unternehmen. Die untröstliche Antonia hatte die Zaubergeige gesehen und konnte den Augenblick, in dem sich der böse Zauber zutrug, unter Tränen beschrieben.

Trotzdem wusste keiner, wie man den Zauber so bald wie möglich wieder brechen könnte. Schließlich musste Archangelo andere Engel um Rat fragen. Tomaso, ein Engel aus Venedig, hatte einen Einfall. Er kannte einen jungen rothaarigen Priester. Der konnte so schön Geige spielen, dass sich alles um ihn herum verzaubern ließ. Er würde ihn besuchen und ihm versprechen, dass er die Zaubergeige behalten dürfe, wenn es ihm wie auch immer gelingen würde, die Zaubergeige zum Klingen zu bringen. Er glaubte fest daran, dass sich so der Bann brechen ließe. Tomaso hatte Glück und der junge Priester willigte ein.
Die Aussichten für das Unternehmen der Freunde waren recht günstig, denn Girolamo achtete nicht auf seine Zaubergeige. Sie hatte ihre Dienste getan und er hatte sie achtlos neben dem Felsvorsprung über der Wiese abgelegt. Franceso und Arcangelo empfingen den jungen Priester, der von Tomaso begleitetet wurde. Der junge Mann spielte wie versprochen seine schönste Melodie. Es war wieder Abend und die Saiten der stummen Geige begannen behutsam zu schwingen. Nach einiger Zeit schien es, als ob die Geige des Priesters ein wunderschönes leises Echo bekommen hätte. Die Zaubergeige wurde langsam immer lauter, sie brachte die Bäume am Waldrand zum Rauschen und plötzlich verwandelte sich ihr Löwenkopf in eine Schnecke - der Zauber, der Bruno in ein wildes Raubtier verwandelt hatte, war gebrochen. Franscesco konnte die überglückliche Schnecke aus dem Wald holen und zu der ebenfalls freudestrahlenden Antonia bringen.

Die Freude war allenthalben riesengroß und alle hofften, dass der junge Virtuose nun dankbar die Zaubergeige annehmen würde. Doch er entschuldigte sich mit dem Hinweis, dass er als Priester keine Zaubergeige besitzen dürfe. So kam es, dass die Zaubergeige viele Jahre auf der Wiese bleiben musste, bis eines Tages ein flüchtender junger Mann an der einsamen Wiese vorbeikam. Er hieß Giuseppe und war auf der Flucht, weil er sich dem Wunsch seiner Eltern widersetzen und kein Priester werden wollte. Nachdem Francesco den jungen Mann nach seinem Absichten gefragt hatte, erkannte er schnell, dass die Zaubergeige, die der rote Priester verschmäht hatte, wie geschaffen war für ihn. Der Flüchtling war sofort von dem zauberhaften Instrument angetan, das fast wie von selbst spielte. Er nahm die Geige voller Freude an sich und der weitere Gang der Geschichte ist bekannt. Er ist unten auf dem rechten CD- Cover abgebildet.



. Die Geschichte stammt nicht von der 2. CD :hello:

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Donnerstag, 24. Mai 2012, 20:27

Hörschnecke

Nachdem ich es mir in den letzten beiden Beiträgen mit allen Hobbygärtners verdorben habe, habe ich darüber nachgedacht, was Schnecken wohl mit Musik zu tun haben. Nicht viel oder doch?

Mir ist zum Glück heute eingefallen, dass "Schnecken" doch sehr wichtig sind. ;) Unsere Cochlea ist - wie der Name schon sagt (κοχλίας = Schnecke) - aufgewickelt. Dadurch kann sie viel länger sein als in vielen Tieren (Vögel, Reptilien, Amphibien ...). Wir hätten ohne diese Wicklungen ein anderes Hörempfinden. (Wikipedia)
Ob die Geigenbauer, die die Schnecke entworfen haben, das geahnt haben? ;)
Aber auch sonst scheint alles Spiralartige uns zu faszinieren, wie man an den übrigen CD-Covern hier sehen kann. Ich hoffe also, dass mir die Taminos, die sich hierher verirren, den Schneckenfimmel verzeihen. :hello:


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Donnerstag, 24. Mai 2012, 23:01

„Der Gemüsegärtner“ ein Umkehrbild von Arcimboldo (* um 1526 in Mailand; † 11. Juli 1593 ebenda)



Das Bild ist Spätrenaissance - die Musik (Biber, Schmelzer und Walther (Johann Jakob)) Hochbarock

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237

Freitag, 25. Mai 2012, 18:12

die reine Verführung

The Gift of Music: barocke Sweets . :hahahaha: . . und Schmankerl aus Salzburg und Wien


allegro_assai

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238

Freitag, 25. Mai 2012, 18:51

Die drei Girlies aus Rheingold ....


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Freitag, 25. Mai 2012, 20:05

Musik ist eine ernste Sache.
Die Erziehung eines Cellos stellt jeden Musiker vor große Herausforderungen. Wenn das Cello brav ist, darf es durchaus mal ohne besondere Vorrichtungen Gassi gehen. Wenn es aber anfängt zu sprechen ("Le Violoncelle parle"," The Cello Speaks"), muss es eingesperrt werden - zumindest in Frankreich wird das so gemacht. Gamben brauchen dagegen etwas mehr Liebe - wie Friederike Heumann ganz rechts zeigt.


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Freitag, 25. Mai 2012, 21:32

1, 2 ... viele

Die linke CD-Hülle zeigt, das heute ein eher nüchternes und sachliches Verhältnis die Beziehung zwischen dem Künstler und seinem Werkzeug prägt. Sogar promiskuitiv zu nennendes Verhalten in Bezug auf Musikinstrumente ist kein Tabu mehr (CDs 2 und 3). Es ist auch hinlänglich bekannt, dass Ann-Sophie Mutter über zwei Staridivairs verfügt (Emiliani und Lord Dunn-Raven). Wenn man die CD-Hüllen hier betrachtet, kann man sich kaum der Erkenntnis entziehen, dass die Tatsache, dass Frau Mutter meistens nur mit einem der beiden in der Öffentlichkeit erscheint, ein Beleg für ihre große Bescheidenheit ist. ;)


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