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Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Sonntag, 28. November 2004, 14:46

Labelvorstellung: OEHMS CLASSICS

Liebe Taminoianer,

Ein wenig vernachlässigt, werde ich die Rubrik "Labelvorstellung" wieder aktivieren.
Heute will ich mich einem relativ jungen, jedoch sehr aktiven Label widmen:

OEHMS CLASSICS

Das Gründungsdatum ist mir leider unbekannt, es muß gegen Ende 2002 oder Anfangs 2003 gewesen sein, wobei ich eher ersteres vermute. Entstanden ist das Label, als sich BMG von der treibenden Kraft bei arte nova, Dieter OEHMS trennte, "im besten Einvernehmen" natürlich, und mit ihm auch gleichzeitig von etlichen Künstlern.

Dieter OEHMS wagte den Schritt in die Selbständigkeit als Produzent mit eigenem Klassiklabel, allerdings mit einem breitgefächerten Angebot an Künstlern und Backkatalog im Hintergrund. Natütlich weiß er als "Alter Hase", daß das nicht rteicht, weil immer wieder nach Nauaufnahmen verlangt wird, die die Majors heute mehrheitlich nicht bieten wollen oder können.

Solche Neugründungen sind immer problematisch, wenn man nur mit (bisher) unbekannten Künstlern operieren muß.
Das ist aber hier nicht der Fall. Zahlreiche Namen sind schon bekannt durch ihre bishereigen Aufnahmen. Spontan fallen mir hier Michael Endres, Eva Kupiec, Noemi Nadelmann, Alfredo Perl, Guidi Schiefen, Benjamin Schmid,Stanislaw Skrowiczewski, Roman Trekel,Torsten Kerl ein, um nur einige zu nenne, aber selbst Namen wie Pascal Pogé und James Levine findet man bereits im Katalog. In Zeiten wo andere Labels ihre Produktion drosseln (ein irrsinniger Managementfehler !!!, man produziert schließlich für die Zukunft !!) startet Dieter OEHMS erst richtig durch. Viele Künstler, die heute noch bezahlbar sind, werden morgen die Weltspitze sein. Diese hat dann OEHMS bereits im Back-katatalog, eine gute Taktik jedenfalls. Kein Wunder, Dieter OEHMS hat ja jahrzehntelange Erfahrung im Klassikbereich einiger Majors, wo er in leitender Position tätig war. (und er scheint noch immer beste Verbindungen zu haben, wie manche seiner Neuerscheinungen zeigen)

.....

Afanassiefs Einspielungen der Beethoven Klavierkonzerte mit dem Mozarteum-Orchester unter Hubert Soudant polarisierten Kritiker und Publikum von Anbeginn: Neben großem Jubel, gab es auch arge Verrisse. Was besseres kann kar nicht passieren um passionierte Sammler auf eine Veröffentlichung aufmerksam zu machen. Was mich stört ist, daß man die CDs nicht einzeln erwerben kann !!

...

Wer gefürchtet hat, die Ära Levine mit den Münchner Philharmonikern wäre undokumentiert geblieben hat nicht mit OEHMS gerechnet. Auch das Repertoire ist nicht nur Mainstream. Persönlich mag ich allerdings keinen "Komponisten-Mix", aber das ist Geschmackssache.

So und nun wollen wir eine Tradition fortsetzen: Die weiteren Vorstellungen sollten von Mitgiedern des Forums kommen. Selbstverständlich sind auch CDs erlaubt, die ursprünglich für arte-nova eingespielt wurden, nun aber bei OEHMS Classics im Katalog sind.

Weil um einem inovativem neuen (Midprice-) Label das Überleben zu sichern, hilft eigentlich nur eines: deren Produkte, so sie einem zusagen auch zu kaufen. Dazu muß man die Aufnahmen jedoch erst kennen. Meine Erfahrung lehrt mich, daß viel Plattenläden nicht unbedingt OEHMS-freundlich agieren, dessen CDs sind ein wenig schwer zu finden, und ausserden sind zumeist grade jene nicht auf Lager die eine echte Konkurrenz für die Aufnahmen der etablierten Labels darstellen würden.

Ich bin jedoch überzeugt, daß OEHMS-CLASSICS schon in Kürze einen Spitzenrang unter den europäischen Labeln einnehmen wird und das Attribut "unverzichtbar" ist ihm schon heute sicher

Beste Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Gerrit_Stolte

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2

Montag, 20. Dezember 2004, 19:55

RE: Labelvorstellung: OEHMS CLASSICS

Zu Oehms Classics ist zu ergänzen: Wir können mglw. auf Konzertmitschnitte der Salzburger Festspiele hoffen, das Label ist nämlich in den erlauchten Kreis der Sponsoren des Festivals aufgestiegen.
Gruß,
Gerrit

C.Huth

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Beiträge: 1 312

Registrierungsdatum: 17. August 2004

3

Dienstag, 21. Dezember 2004, 10:36

Hallo Thorsten,

einen solchen Mitschnitt von den Salzburger Festspielen gibt es seit diesem Jahr schon bei OEHMS:



Zusammengeschnitten aus mehreren Konzerten (8.8.1999 und 29.8.2002) spielt das Mozarteum Orchester Salzburg unter Hubert Soudant Luciano Berios "Rendering" nach Schuberts Skizzen D 936a, Mozarts Sinfonia concertante Es-Dur KV 297 b in der von R.D.Levin rekonstruierten Originalfassung für Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester und die Sinfonie D-Dur KV 385 "Haffner" von Mozart. Die Interpretationen sind solide (Haffner-Sinfonie) bis sehr gut ("Rendering") - und für den Preis sicher wegen des Berios und der Sinfonia concertante durchaus empfehlenswert.

Beste Grüsse,

Claus
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Parsif

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Beiträge: 100

Registrierungsdatum: 11. August 2004

4

Dienstag, 21. Dezember 2004, 22:10

RE: Labelvorstellung: OEHMS CLASSICS

Hallo Alfred,

ich bin froh, daß dieses Label hier gewürdigt wird.
Ich bin hier auch schon mit sehr guten Aufnahmen fündig
geworden.

So z.B. die Reihe mit Liszt Aufnahmen von Alfredo Perl.



Und dies zu einem sehr günstigen Preis bei hervorragender Klangqualität.

Gruß
Rüdiger
Gruß
Rüdiger

________________________
Lärm ist ... nur eines der Übel unserer Zeit, wenn auch vielleicht das auffälligste. Die anderen sind Grammophon, Radio und neuerdings die verheerende Television.

C.G. Jung

Pius

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5

Sonntag, 30. Oktober 2005, 21:27

Hallo!

Gestern habe ich die ersten CDs dieses Labels erworben:

Und sie gefallen mir sehr.

Außer den CDs und dem booklet fand ich im Hülleninneren den Katalog für 2003 des Labels (dazu muß ich sagen, daß ich die CDs bei Zweitausendeins gekauft habe, die bekanntlicherweise Restposten verscherbeln) - das finde ich eine kreative und angenehme (auch effektive ? )Art der Eigenwerbung, zumal es nicht auf Lasten des booklets geht.

Einige Künstlernamen hat Alfred ja schon genannt, ergänzen möchte ich, daß das Mozarteum Orchester Salzburg, die Lucerne Festival Strings und die Operetten Festspiele Mörbisch Aufnahmen für OEHMS machen.

Die Aufnahmen der Beethoven-Klaviersonaten und der Diabelli-Variationen von Alfredo Perl dürften wohl identisch sein mit denen von Arte Nova, die bei mir im Regal stehen.

Viele Grüße,
Pius.

Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

6

Sonntag, 30. Oktober 2005, 22:08

Pius schrieb:

Zitat

Die Aufnahmen der Beethoven-Klaviersonaten und der Diabelli-Variationen von Alfredo Perl dürften wohl identisch sein mit denen von Arte Nova, die bei mir im Regal stehen
.

Ja ganz richtig.

Als sich Herr OEHMS von Arte nova trennte - nahm er nicht nur ein Gutteil der Künstler mit sich , nein auch etwa 60 % (persönlich geschätzt - ohne Gewähr) der bereits für arte Nova eingespielten Aufnahmen wechselten zu OEHMS-Classik.

Eigentlich dacxhte ich, dies wäre das Ende von Arte-nova.
Aber inzwischen scheint man ber BMG auch draufgekommen zu sein, daß eine Billigschien unverzichtbar ist. So haben wir jetzt ZWEI miteinander stehend Billiglabel, die mal eines waren....

Michael Endres uns eine Gesamtaufnahme aller Mozart- Klaviersonaten ist jetzt auch bei OEHMS gelandet.

Freundliche Grüße

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

ThomasBernhard

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Beiträge: 4 310

Registrierungsdatum: 21. Januar 2005

7

Dienstag, 16. September 2008, 13:13

Die künftige Kooperation von Oehms Classics und der Oper Frankfurt scheint nun vertraglich perfekt zu sein. Künftig wird Oehms pro Spielzeit zwei Opern in Frankfurt aufnehmen.

Begonnen wird mit Aribert Reimanns Lear und Pfitzners Palestrina.


"http://www.oehmsclassics.de/index.php?newsid=98
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

KH Günst

Anfänger

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Beiträge: 36

Registrierungsdatum: 12. Juni 2009

8

Dienstag, 16. Juni 2009, 14:21

Das aktuelle Highlight bei Oehms ist die laufende Einspielung der Beethoven-Klaviersonaten durch Michael Korstick (aktuell erschienen Vol 6).

Ein Pianist, der - obwohl Träger diverser Preise und Liebling des Feuilletons - kaum live zu hören ist. Wäre mal interessant, ob er die perfekten, durchdachten, brillant aufgenommenen Sonaten auch live zustande bringt. Die Aufnahmen jedenfalls sind zu empfehlen.

Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 18 193

Registrierungsdatum: 9. August 2004

9

Samstag, 23. Januar 2016, 17:19

Eine Menge Wasser ist seit dem letzten Eintrag in diesem Forum schon die Donau hinuntergelaufen - und es sind inzwischen zahlreiche CD erschienen. Ich begnüge mich hier einige vorzustellen, die speziell für meine Sammlung eine Bereicherung darstellen:
Für Freunde der Opern des dpäten 18. bzw frühen 19. Jahrhunderts ein MUSS sind die Opern des deutschen Komponisten Giovanni Somone Mayr.




Aber auch andere Opern-Wiederentdeckungen verdanken wir Oehms


Wie man weiss, bin ich der festen Überzeugung, daß es nicht gleichgültig ist, welche Label sich am Mark behaupten können, sondern, dass das jeweilige Management über Programmauswahl und eingesetzte Künstler entscheidet und so über das verfügbare Angebot bestimmt aus welchem wir auswählen dürfen. Daher ist es wichtig über Labelphilosophie, Programm und verfügbare Künstler, regelmäßige Zusammenarbeit mit Festivals, Opernhäusern und Rundfunkanstalten Bescheid zu wissen....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

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Registrierungsdatum: 12. August 2005

10

Samstag, 23. Januar 2016, 18:26

Michael Endres Mozart-Sonaten sind bei Oehms gelandet, ebenso drei Schumann- und zwei Ravel-CDs (teils ebenfalls schon bei Arte Nova) und insbesondere die Weber-Klaviersonaten (+ ein paar Füller), die wohl beste GA dieser Musik (vollständig nur bzgl. der Sonaten, an "leichterem" Füllwerk gibt es noch einiges von Weber, was hier nicht dabei ist), zumal wenn man auch den Klang berücksichtigt. Mendelssohns Lieder ohne Worte gibt es auch noch.

Der junge Pianist Herbert Schuch hat Oehms anscheinend vor einiger Zeit verlassen und 2014 seine erste CD bei Warner herausgebracht, daher sind seine Oehms-Aufnahmen nun in einem sehr günstigen Set zusammengefasst (aber auch einzeln nicht teuer, wenn man etwas rumsucht). Es sind durchweg gemischte Programme (was einige faszinieren, andere irritieren wird), sowie je eine CD mit Violine-Klavier-Stücken und eine mit Konzerten. Darunter Kreisleriana, Carnaval, Gaspard de la nuit, Wandererfantasie, drei Schubert-Sonaten, sowie zeitgenössische Stücke von Holliger und Lachenmann.



An orchestralem Repertoire gibt es einen frischen Mahlerzyklus, sowie den wohl ersten von einer DirigentIN geleiteten Brucknerzyklus (einschl. 0 und f-moll-Sinfonie)