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Pius

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1

Sonntag, 5. November 2006, 20:08

Die liebsten Requien der Taminos

Hallo, Taminos!

Ein weiterer der beliebten Lieblings...-threads soll Requiem-Vertonungen gewidmet sein. Das Requiem ist meine persönlich liebste vokale Musikgattung.
Lange Zeit kannte ich nur Mozart und Verdi, aber inzwischen habe ich etliche interessante, ergreifende Werke kennengelernt.
Mich interessiert daher auch sehr, welche Totenmessen Ihr persönlich am meisten schätzt.

Einschränken will ich nur die Zahl der nominierten Werke, und zwar auf höchstens fünf liebste Requien.

Ansonsten sind auch Totenmessen und vokale Trauermusiken zugelassen, die nicht der katholischen Liturgie folgen, z.B. die Musikalischen Exequien von Schütz, der Actus Tragicus von Bach oder das Deutsche Requiem von Brahms.

Ich persönlich mag es lieber lateinisch, was man auch an meiner Auswahl (in chronologischer Reihenfolge) sieht:

Gossec: Missa pro defunctis
Mozart: Requiem
Verdi: Missa da Requiem
Fauré: Requiem
Britten: War Requiem


Viele Grüße,
Pius.

Masetto

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2

Sonntag, 5. November 2006, 20:16

RE: Die liebsten Requien der Taminos

Bei mir gibt es bislang nur eine Top-One :P



Dieses Werk hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Es ist ein einziger schöner und sehr emotionaler Moment. Ich möchte es gar nicht auseinanderpflücken und erzählen, was mir am besten gefällt. Dieses Requiem rührt mich sehr :jubel:

Ich fürchte wenn ich den Thread jetzt weiter lese, wird es verdammt teuer für mich :wacky:
29.08.1958 - 25.06.2009
gone too soon

ThomasBernhard

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3

Sonntag, 5. November 2006, 20:43

RE: Die liebsten Requien der Taminos

Fünf.... hm... 10 wären mir lieber. naja, mal sehen:

(in gewichtender Reihenfolge)

Mozart
Verdi
Faure
Britten
Berlioz


hatte erst an fünfter Stelle:

Zitat


Rutter ( :O ) [Knapp vor Britten... wie unfair, gell!?]

aber das ist nicht haltbar
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

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petemonova

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4

Sonntag, 5. November 2006, 21:25

Hallo,

an erster Stelle steht ganz klar Fauré.
Danach folgen in beliebiger Rangfolge:

2. Brahms
3. Duruflé
4. Mozart
5. lasse ich noch offen, auf dem Gebiet besteht sowieso noch Nachholbedarf.


Gruß, Peter.


P.S.: Bei der Gelegenheit möchte ich auch auf meinen gestern Abend gestarteten "Lieblings"-Thread hinweisen.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Ulli

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5

Sonntag, 5. November 2006, 21:26

RE: Die liebsten Requien der Taminos

Salut,

dann will ich auch etwas zum Totenmessenranking beitun:

1. Mozart
1.1 Kraus: Begräbniskantate für Gustav III [gilt sowieso nicht, oder? Falls doch, entfällt 5.]
2. Gossec
3. Eybler
4. Pleyel
5. Vogler

Viele Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Caesar73

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6

Sonntag, 5. November 2006, 21:34

Lieber Pius,

das ist ja echt gemein .... nur fünf Requien? Das macht die Sache wirklich schwierig :D

Also, da wären:

1. Verdi
2. Faure
3. Mozart
4.Victoria
5. Brahms

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

Christian
Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

Thomas Pape

Moderator

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7

Sonntag, 5. November 2006, 21:43

Unverdrängbar auf Platz 1:

Durufle

dicht gefolgt von

Fauré

Sodann: da wird's schwierig. Brahms auf Platz 3, von Mozart würde ich mich auch noch beim letzten Gang begleiten lassen, danach muß ich passen. Aber Durufle, da ängstigt mich nix mehr.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

musicophil

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8

Sonntag, 5. November 2006, 22:00

Ich kann Ulli im Großen und Ganzen folgen.
Nur wundere ich mich, daß offenbar keiner das Requiem in C-Moll und in D-Moll von Cherubini kennt. Prächtige Chöre.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

ThomasBernhard

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9

Sonntag, 5. November 2006, 22:03

Zitat

Original von musicophil
Nur wundere ich mich, daß offenbar keiner das Requiem in C-Moll und in D-Moll von Cherubini kennt.


Wäre meine Nummer 6 & 7 gewesen.
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

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10

Sonntag, 5. November 2006, 22:08

Hallo Taminos,

Ich persönlich mag diese Rankings nicht und da hier auch keins gefordert ist, schreibe einfach nur fünf Requien auf, die ich sehr mag:


Schütz: Musikalische Exequien (jaja, kein Requiem im eigentlich Sinne, aber immerhin doch eine "Begräbnismesse")

Brahms: Ein Deutsches Requiem

Mozart: Requiem

Joseph Eybler: Requiem

Britten: War Requiem


Bei den Franzosen (Duruflé, Fauré, etc.) kenn ich mich - wie man vielleicht sieht - (noch) nicht gut aus und kenne diese Requien nicht besonders gut; daher hab ich jetzt hier auch erst einmal keins davon erwähnt.

Viele Grüße,
Benjamin

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11

Sonntag, 5. November 2006, 22:11

Ich muß gestehen, nur zwei Requiemvertonungen wirklich zu kennen, Mozart und Verdi. Und beide mag ich ketzerischerweise nichtmal besonders! Alle hier sonst genannten sind mir höchstens dem Namen nach bekannt :rolleyes: Eben habe ich gerade Schumanns eher unbekanntes spätes Requiem gehört, das sagte mir auch eher wenig (eins von Cherubini habe ich noch irgendwo).

Drei Favoriten (obwohl ich auch hier nicht so viel kenne) protestantischer Trauermusik sind:

Brahms: Ein Deutsches Requiem
Händel: Funeral Anthem for Queen Caroline "The ways of Zion do mourn"
Purcell: Funeral Sentences

Schützens Exequien sollte ich mir mal besorgen, die könnten mir wohl auch zusagen.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Pius

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12

Sonntag, 5. November 2006, 22:11

Hallo!

Ich bin erfreut über die schnelle große Resonanz! :yes:

@Markus: Das von Rutter kenne ich gar nicht. Das mußt Du mir mal demnächst vorführen!
Und für Berlioz schämst Du Dich nicht? ;)

@Ulli: Jaja, die Kraus-Kantate zählt auch, solche Werke hatte ich im Eröffnungsbeitrag doch miteingeschlossen. Damit ist der Vogler weg.
Die Eybler-Requiem-CD ist bei mir immer noch verpackt. Das hebe ich mir zu einer besonderen Stunde auf.

@Paul: Die Cherubini-Requien kenne ich beide, ich mag sie aber nicht sehr.

Das Duruflé-Requiem stand schon vorher auf meiner Wunschliste und jetzt ganz oben.

Viele Grüße,
Pius.

Ulli

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13

Sonntag, 5. November 2006, 22:19

Salut,

Zitat

Original von Pius
@Ulli: Jaja, die Kraus-Kantate zählt auch, solche Werke hatte ich im Eröffnungsbeitrag doch miteingeschlossen. Damit ist der Vogler weg.


Einverstanden. Nun kann ich ja beichten, dass es noch ein echtes Requiem von Kraus gibt, mit dem ich mich aber nicht so sehr angefreundet habe...

Zitat

Die Eybler-Requiem-CD ist bei mir immer noch verpackt. Das hebe ich mir zu einer besonderen Stunde auf.


Du kennst sie ja zumindest auszugsweise schon.

Zitat

@Paul: Die Cherubini-Requien kenne ich beide, ich mag sie aber nicht sehr.


So geht's mir auch.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Barockbassflo

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14

Sonntag, 5. November 2006, 22:40

Blick ich umher in diesem edlen Kreise -
fallen mir die folgenden Requien ein:

1. Verdi
2. Brahms
3. Cavalli
4. Schütz

Flo
"Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

alfons

Schüler

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15

Sonntag, 5. November 2006, 23:35

Wenn man den Begriff des Requiems nicht allzu eng fasst (es ist eine Kantate dazwischen), sind dies die mich ergreifendsten fünf Trauermusiken - an der Spitze steht ein zeitgenössisches Werk:

Leonardo Balada: No-res (An Agnostic Requiem)
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem
Johann Sebastian Bach: "Lass Fürstin, lass noch einen Strahl" BWV 198
Heinrich Biber: Requiem f-moll
Benjamin Britten: War Requiem

Fünf Komponisten, deren Name mit dem Buchstaben B beginnt - welch ein skurriler Zufall...

Alfons

Guercoeur

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16

Sonntag, 5. November 2006, 23:40

Immer diese furchtbaren Beschränkungen! :rolleyes: Diesmal nun auf fünf liebste Requien. Nach langem Überlegen und Nachhören habe ich mich entschieden: :]

Herbert Howells (1892-1983):
Hymnus Paradisi - Requiem
für Sopran, Tenor, gemischten Chor, Orgel und Orchester 1936-38

Maurice Duruflé (1902-1986):
Requiem
für Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor, Orgel und Orchester, opus 9 1947

Benjamin Britten (1913-1976):
War Requiem
für Sopran, Tenor, Bariton, Knabenchor, gemischten Chor, Orgel, Kammerorchester und Orchester, opus 66 1961

Hector Berlioz (1803-1869):
Grande Messe des Morts - Requiem
für Tenor, gemischten Chor und Orchester, opus 5 1837

Max Reger (1873-1916):
Requiem
für Alt / Bariton, gemischten Chor und Orchester, opus 144 b 1914/15
(Text nach Friedrich Hebbels Gedicht 'Seele, vergiß sie nicht, vergiß nicht die Toten')


Wären noch weitere Nennungen erlaubt gewesen, hätte ich auch das zweite, leider unvollendet gebliebene, 'Lateinische Requiem' von Max Reger aufgelistet, außerdem die Requien von Dvorák, Fauré und Delius.

Max Reger (1873-1916):
(Lateinisches) Requiem für S, A, T, B, gemischten Chor und Orchester, opus 145 1914
(1. Requiem Aeternam, vollendet; 2. Dies Irae unvollendet)

Antonín Dvorák (1841-1904):
Requiem - Missa pro Defunctis für S, A, T, B, gemischten Chor und Orchester, opus 89 1890

Gabriel Fauré (1845-1924):
Requiem für Sopran, Bariton, gemischten Chor, Orgel und Orchester, opus 48 1887-90

Frederick Delius (1862-1934):
Requiem für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester 1914-16

Johannes

salisburgensis

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17

Sonntag, 5. November 2006, 23:48

Hallo Pius,

ich bin - wie du auch - ein ausgesprochener Liebhaber von Requiem-Vertonungen und artverwandten Stücken (aber ich bin nicht lebensmüde o.ä. - nur zur Klarstellung :beatnik: ) Meine Datenbank, in der ich meine CDs erfasst habe, sagt, dass ich etwa 60 Werke dieser Art habe. Aber nur bei zweien fällt es mir leicht, sie anderen Werken vorzuziehen (naja, eigentlich nicht), nämlich:

Hector Berlioz: Grande Messe des Morts op.5
Joseph Martin Kraus: Bisättnigsmusik & Begravningskantat für Gustav III.

Weitere Kandidaten für dieses ranking sind momentan:

Tomas Luis de Victoria: Missa pro defunctis a 6
Cristobal de Morales: Officium & Missa pro defunctis
Henry Purcell: Funeral Sentences
Heinrich Schütz: Musicalische Exequien
Francois-Joseph Gossec: Missa Pro Defunctis
Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem
Johann Sebastian Bach: Actus tragicus BWV 106
Georg Philipp Telemann: Serenata eroica, Trauermusik für August den Starken

Such' dir aus denen was aus, um auf 5 zu kommen. :D

herzliche Grüße,
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

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18

Montag, 6. November 2006, 02:00

Hm, könnte man eigentlich auch den Actus Tragicus von Bach ("Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit") in dieser Liste aufzählen?? ;) Der wäre für mich ja auch absolut ein Kandidat. ;)

Viele Grüße

Ulli

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19

Montag, 6. November 2006, 07:03

Salut,

Zitat

Original von salisburgensis
Joseph Martin Kraus: Bisättnigsmusik & Begravningskantat für Gustav III.


in meinen kühnsten Träumen hätte ich nicht zu wagen gehofft, dass Du, werther freünd, diese letzte Composition meines Lieblingskomponisten //: wenn Mozart nicht wäre :// an solch hoher Position anzuführen Dich erfreust.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

alfons

Schüler

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Registrierungsdatum: 27. August 2006

20

Montag, 6. November 2006, 07:59

Zitat

Original von Benjamin_Müller
Hm, könnte man eigentlich auch den Actus Tragicus von Bach ("Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit") in dieser Liste aufzählen?? ;) Der wäre für mich ja auch absolut ein Kandidat. ;)

Viele Grüße


Natürlich. Pius hat BWV 106 sogar ausdrücklich in seinem Eröffnungsposting erwähnt. Ich habe auch lange geschwankt, ob ich diese Kantate mit in meine 5er-Auswahl nehme.

Alfons

Herbert Henn

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21

Montag, 6. November 2006, 08:30

Requiem

Hallo,

es gibt viele schöne Requien,aber es geht ja

hier um die liebsten,also :

Mozart/Süssmayer,

Verdi.

:hello:Herbert.
Tutto nel mondo è burla.

salisburgensis

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22

Montag, 6. November 2006, 11:57

Zitat

Original von Ulli
Salut,

Zitat

Original von salisburgensis
Joseph Martin Kraus: Bisättnigsmusik & Begravningskantat für Gustav III.


in meinen kühnsten Träumen hätte ich nicht zu wagen gehofft, dass Du, werther freünd, diese letzte Composition meines Lieblingskomponisten //: wenn Mozart nicht wäre :// an solch hoher Position anzuführen Dich erfreust.

:hello:

Ulli


Ja, ich kenne nicht viele Stücke, die so tieftraurig sind wie die Begräbnismusik. Aber es ist eine - wie soll ich schreiben - noble Trauer, eines hohen Fürsten würdig. Kein Herausschreien, eher ein stilles Vor-sich-hin-weinen. Ich bin auch so veranlagt, vielleicht geht mir das Stück deshalb so nahe.


:hello:
Thomas
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MarcCologne

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23

Montag, 6. November 2006, 12:01

Lieblings-Requien

Hallo,

das Thema "Requiem" passt ja ideal zum gerade stattfindenden Monat November, der ja gespickt ist mit Gedenktagen, die sich bestens für Requiem-Aufführungen eignen!

Irgendwo zwischen Allerheiligen und Totensonntag werde ich mir in dieser "Saison" hier in Köln noch das Deutsche Requiem von Monsieur Brahms reinziehen...

Zu meiner persönlichen Hitliste:

1. Dvorak (wurde bisher erstaunlich selten genannt!!)
2. Mozart
3. Suppé (auch noch nicht nominiert!)
4. Verdi
5. Brahms

Das Fauré-Requiem ist auch wunderschön, mich "stört" an diesem Werk allerdings die Tatsache, dass Fauré die gesamte Sequenz außen vorlässt, also die berühmten Textpassagen von Dies irae bis Lacrimosa, die die meisten komponierenden Kollegen zu den faszinierendsten musikalischen Weltuntergangs-Szenarien inspiriert haben und die für mich so etwas wie das Salz in der Suppe eines guten Requiems darstellen, auf die ich ungern verzichten möchte...
Gerade dieser reizvolle Wechsel zwischen Furcht vor Apokalypse und Jüngstem Gericht und der Gewissheit auf einen milden Richter am Ende aller Tage macht doch die Faszination von Requiem-Vertonungen aus - finde ich jedenfalls.

Unter dem Aspekt eines Chorwerks, das ohne Ausnahme wundervolle, meditativ-kontemplative Ruhe und unendlichen Trost verbreiten kann, würde ich allerdings Faurés Requiem ganz weit oben ansiedeln.

Aber wie gesagt: Für mich gehören beide Aspekte für ein vollständiges Requiem untrennbar zusammen.
"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

Draugur

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24

Montag, 6. November 2006, 14:16

Mich befremdet dieser seltsame Plural "Requien". Wollte man dem lateinischen Wort "requies"="Ruhe" folgen, das der Bezeichnung zugrundelegt, müsste es "requietes" heißen, aber am sinnvollsten scheint es mir, von "Requiems" zu sprechen, da man so wenigstens besagtes Wort in der originalen gebeugten Form in Frieden (ruhen) lässt.

Abgesehen davon wollte ich auf Robert Schumanns wunderbares "Requiem für Mignon" hinweisen. Die etwa dreizehnminütige Komposition ist mit vier Frauen- bzw. Knabenstimmen als Soli, Chor und Orchester besetzt. Es gibt aber auch einen Klavierauszug vom Komponisten, der in einer Aufführung, in der ich die Ehre hatte mitzusingen, als Orchesterersatz zum Einsatz kam. Zugrunde liegen dem Stück Verse Goethes aus dessen Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Der Text interpretiert den Tod weniger aus christlicher Sicht, sondern vornehmlich aus einer Perspektive humanistischer Weisheit. Brahms hat diesen Anspruch m. W. auch erhoben, aber die Textauswahl lässt andere Glaubensbekenntnisse als das christliche m. E. definitiv außen vor.

Demnächst werde ich nach Brahms und Schumann mein drittes Requiem mitsingen, das von Duruflé... Mozart und Verdi kommen bestimmt auch noch mal an die Reihe.
„People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

Ulli

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25

Montag, 6. November 2006, 16:17

Zitat

Original von Draugur
Mich befremdet dieser seltsame Plural "Requien". Wollte man dem lateinischen Wort "requies"="Ruhe" folgen, das der Bezeichnung zugrundelegt, müsste es "requietes" heißen, aber am sinnvollsten scheint es mir, von "Requiems" zu sprechen, da man so wenigstens besagtes Wort in der originalen gebeugten


Salut,

wie wäre es mit Requiem-Vertonungen?

:hello:

Ulli
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Herbert Henn

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26

Montag, 6. November 2006, 16:23

Requien

Hallo,
dieser seltsame Plural ist aus dem" Duden,"
der für unsere deutsche Sprache verbindlich ist. :D

:hello:Herbert.
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Pius

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27

Montag, 6. November 2006, 21:32

Hallo, Thomas!

Zitat

Original von salisburgensis
Hector Berlioz: Grande Messe des Morts op.5
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Such' dir aus denen was aus, um auf 5 zu kommen. :D


Das sehe ich als Aufforderung, Brahms, Gossec und Schütz zu wählen.

Du kannst es Dir noch bis zu meiner Auswertung in ein paar Monaten anders überlegen.

Sicher hast Du auch nichts dagegen, daß ich bei Dir Berlioz durch Mozart ersetze. :untertauch:

In Deiner Liste hätte ich das Requiem Deines Lieblings Biber erwartet. Das habe ich erst gestern gehört. Ist doch ein schönes Werk.

Viele Grüße,
Pluralus.

salisburgensis

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28

Montag, 6. November 2006, 21:47

Salut Pius,

gegen den Tausch Mozart-Berlioz habe ich allerdings einiges. Die beiden erstgenannten Werke meiner Liste sind unantastbar. :beatnik:

Bibers Reuqiem-Vertonungen - es gibt zwei, eines in A-Dur, das andere in f-Moll - gefallen mir schon, allerdings fehlt mir da etwas das Dramatische. Deswegen mußten die in dieser Auswahl zurückstehen.


liebe Grüße :hello:
Thomas
Da freute sich der Hase:
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Draugur

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29

Dienstag, 7. November 2006, 15:51

RE: Requien

Zitat

Original von Herbert Henn
Hallo,
dieser seltsame Plural ist aus dem" Duden,"
der für unsere deutsche Sprache verbindlich ist. :D

:hello:Herbert.


Ich habe es schon befürchtet... im Duden stehen ja auch schön sinnfreie Schreibungen wie "mithilfe", "zurzeit" usw. :kotz: :D Trotzdem danke für den Hinweis!

Ullis Vorschlag scheint mir sehr sinnvoll.

Die Frage passt hier vielleicht ganz gut:

Ist die Trauer-Ode von Bach ein weltliches oder geistliches Werk? Dürr fasst sie als weltlich auf, einem Professor von mir galt sie eindeutig als geistliche Kantate.
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Ulli

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30

Dienstag, 21. November 2006, 16:20

RE: Requien

Salut,

also, wenn ich mal eben dürfte... :D

So sähe mein Wunschrequiem aus:

I. Bisättningsmusik över Gustav III. [ = Symphonie funébre c-moll von J. M. Kraus]
II. Introduktion, Introitus, Te decet, Exaudi von F.-J. Gossec "Grand messe des Morts"
III. Requiem, Kyrie, Dies von W. A. Mozart
IV. Tuba mirum / Mors stupebit von Gossec
V. Recordare von Mozart
VI. Inter oves von Gossec
VII. Confutatis von Mozart
VIII. Lacrymosa von Mozart/Süßmayr
IX. Offertorium [Domine]/Hostias von Joseph Eybler [das 'Domine' ist eh sehr mozartisch]
X. Sanctus, von Ignaz Pleyel [schön leise]
XI. Benedictus von Joseph Eybler
XII. Cum Sanctis von Eybler [doppelt kann nicht schaden]
XIII. Agnus Dei - Lux aeterna von Pleyel [die Einfachheit ist kaum zu überbieten]

:hello:

Ulli
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