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Schneewittchen

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91

Dienstag, 29. Dezember 2009, 20:13



Pärt zitiert Bach.
Helene Grimaud spielt den Beginn des wohltemperierten Klaviers von J.S.Bach,das bekannte Präludium. Der Komponist des 15 minütigen Werkes ist Arvo Pärt.
Es handelt sich um das "Credo" für Klavier,gemischten Chor und Orchester.




Daugherty zitiert Berlioz.
Der Traum eines Hexensabbats aus der "Fantastischen Symphonie" von Berlioz findet sich in Daughertys Symphonie "Metropolis" wieder,zwar nicht komplett aber doch deutlich erkennbar.
mfG
Michael

MFP

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92

Freitag, 1. Januar 2010, 19:39

Verdi - Mozart

es passt vielleicht nicht zum Thema "Symphonische Werke",

aber es ist interessant:

Der Anfang von Verdis berühmter Arie "La Donna e Mobile"
aus Rigoletto findet sich
bereits bei Mozart -

und zwar in der berühmten F-dur Klaviersonate KV 332

1.Satz - Seitenthema .... und zwar genau der Melodieteil "La Donna e Mobile" !


....seitdem kann ich diese Sonate nicht mehr spielen, ohne an Rigoletto zu
denken !
Gruß,

Michael

Travinius

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93

Freitag, 1. Januar 2010, 22:39

Zitat

Original von raphaell
Kann es sein, dass Stravinsky in "Jeu de Cartes" im "3. Deal" was aus der Ouvertüre zum "Babrier von Sevilla" zitiert?


Ja, macht er. Ich habe gelesen, es gebe auch noch Zitate aus der Fledermaus von Strauß, aus La Valse von Ravel und aus Beethovens V. Habe ich aber noch nicht entdeckt.

In diesem Text stehen auch die Stellen; muss ich noch mal genauer analysieren. Irgendwo habe ich eine Taschenpartitur, allerdings habe ich die noch nicht wiedergefunden. :(
LuciusTravinius Potellus

Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)

Alfred_Schmidt

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94

Freitag, 1. Januar 2010, 22:48

Das Gute an Strawinskys Musik ist ja, daß sie meistens von anderen Komponisten stammt.......

SCNR :baeh01:

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

MFP

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95

Freitag, 1. Januar 2010, 23:24

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Das Gute an Strawinskys Musik ist ja, daß sie meistens von anderen Komponisten stammt.......

SCNR :baeh01:

Alfred



Le Sacre Du Printemps ??

Geschichte vom Soldaten ??

Symphonie in drei Sätzen ??

Orpheus ??

usw....
Gruß,

Michael

Travinius

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96

Samstag, 2. Januar 2010, 13:00

Das kleine Bonmot sei ihm gestattet... :hahahaha:

Du führst sehr orignelle und originäre Werke von ihm an, MFP. Aber er verwendet doch nun wirklich gerne mindestens Stiladaptationen und bisweilen Zitate und Versatzstücke.

Nur: was Strawinski daraus macht, das ist immer wieder etwas Geniales und unerreichtes - meiner Ansicht nach.

Und deshalb kann ich Alfreds Provokation nur mit einem Augenzwinkern quittieren. ;)
LuciusTravinius Potellus

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Alfred_Schmidt

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97

Samstag, 2. Januar 2010, 14:00

Ich darfs wohl sagen, weil Strawinsky einer der wenigen Komponisten des 20. Jahrhunderts ist, die ich schätze und zudem weil Strawinsky mit seinen Sagern gelegentlich auch ins fettnäpfchen stieg - ich erinnere nur an das Verdikt über Antonio Vivaldi.... :baeh01:

Zudem schadet ein wenig Humor dem Forum sicher nicht..

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

MFP

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98

Samstag, 2. Januar 2010, 15:50

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Ich darfs wohl sagen, weil Strawinsky einer der wenigen Komponisten des 20. Jahrhunderts ist, die ich schätze und zudem weil Strawinsky mit seinen Sagern gelegentlich auch ins fettnäpfchen stieg - ich erinnere nur an das Verdikt über Antonio Vivaldi.... :baeh01:

Zudem schadet ein wenig Humor dem Forum sicher nicht..

Mit freundlichen Grüßen aus Wien

Alfred



Humor schadet dem Forum ganz bestimmt nicht -
und ich bin der letzte, der dafür nicht zu haben ist :D

dennoch: Strawinsky bleibt immer Strawinsky - egal, welche Stile er verwendet

und das Zitieren hat schon JS Bach sehr häufig und überzeugend
vorgeführt !
Gruß,

Michael

MFP

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99

Samstag, 2. Januar 2010, 15:57

Zitat

Original von Travinius
Das kleine Bonmot sei ihm gestattet... :hahahaha:

Du führst sehr orignelle und originäre Werke von ihm an, MFP. Aber er verwendet doch nun wirklich gerne mindestens Stiladaptationen und bisweilen Zitate und Versatzstücke.

Nur: was Strawinski daraus macht, das ist immer wieder etwas Geniales und unerreichtes - meiner Ansicht nach.

Und deshalb kann ich Alfreds Provokation nur mit einem Augenzwinkern quittieren. ;)



Auch Mozart verwendet Stiladaptionen, Zitate und Versatzstücke -

und macht Geniales und Unerreichtes daraus!

(man erinnere sich nur an das Thema der Zauberflöten-Ouverture...
---> Muzio Clementi - Klaviersonate in B-dur.... aber was macht Mozart daraus!)

In Zeiten des Urheberrechts wurden solche "Diebstähle"
allerdings etwas mehr beachtet und verachtet...
:boese2:
Gruß,

Michael

John Doe

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100

Samstag, 2. Januar 2010, 16:01

Pippi Langstrumpf und Rosetti

Es passt zwar nicht genau zum Thema, nichtsdestotrotz möchte ich es mal erwähnen:



In Antonio Rosettis Sinfonie in C-Dur (Kaul I.21; Murray A9) kommt im 1. Satz Vivace non presto ein Thema vor, das auch im Titellied zu den Pippi Lanpstrumpf Filmen drin ist.
Ob der Komponist dieses Liedes Konrad Elfers 1969 da Rosetti zitiert hat oder ob er zufällig die gleiche Idee gehabt hat? Keine Ahnung, jedoch ist die Ähnlichkeit stark genug, dass ich diese Sinfonie für mich als Pippi Langstrumpf Sinfonie bezeichne.

Viele Grüße
John Doe

Ulli

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101

Samstag, 2. Januar 2010, 16:22

RE: Pippi Langstrumpf und Rosetti

Du wechselst das mit MADITA :D :P
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

John Doe

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102

Samstag, 2. Januar 2010, 18:31

Hallo Ulli,

jetzt hab ich mir die Madita-Sequenz angehört: frapierend, klingt ja direkt wie eine 1 zu 1 Adaption und scheucht mir auch noch gleich die arme Pippi weg.

Frage:
Wird da in Madita Rosetti zitiert oder greift Rosetti und der Komponist der Madita-Musik auf eine Volksmusik-Quelle o.ä. zurück?

John Doe 8o

Ulli

Erleuchteter

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103

Samstag, 2. Januar 2010, 18:38

Hm, keine Ahnung. Komponist der Filmmusik ist ein gewisser Bengt Hallberg. Da er noch lebt, könnte man ihn fragen...

Schwedisches Volksliedgut fand ja des Öfteren den Weg in die Klassische Musik, z.B. Joseph Martin Kraus' Svensk Dansk oder Se solen sjunker von Isaak Albert Berg in Schuberts Es-Dur-Trio (2. Satz resp. Wiederaufnahme im 4. Satz).

:hello:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
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John Doe

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104

Sonntag, 3. Januar 2010, 09:38

Mich wunderts, denn zum einen verbinde ich Rosetti nicht unbedingt mit Skandinavien, zum anderen ist sein Bekanntheitsgrad auch nicht besonders groß.
Aber wenn man bedenkt, dass Kraus in schwedischen Diensten auch in Süddeutschland war, kann es durchaus sein, dass da ein kleiner Austausch stattgefunden hat. Vom Zeitlichen her würde es sogar passen.

Viele Grüße
John Doe

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105

Sonntag, 3. Januar 2010, 10:35

Es würde mich eher wundern, wenn es sich bei der Filmmusik um ein Zitat handelte. (Man müßte mal sehen, was von Rossetti vor 30 Jahren überhaupt gedruckt gewesen ist, oder ob nur Spezialisten und Gelehrte das Stück kennen konnten.)
Es ist ein solches Allerweltsmotiv, dass man freilich nicht ausschließen kann, dass es auch in einem Volkslied vorkommt. Ich meine mich überdies zu erinnern, dem "Madita-Thema" so ähnlich schon woanders begegnet zu sein, bei Schubert? oder wo auch immer... oder man vergleiche Bizets C-Dur-Sinfonie...

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Joseph II.

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106

Sonntag, 3. Januar 2010, 22:31

Es kann sein, daß ich mich irre, aber irgendwie kommt mir das Hauptthema im II. Satz von Bruckners Fünfter (so um 3. Minute herum) sehr bekannt vor (oder aber ich hörte genau selbiges schon früher mal).
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Ulli

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107

Freitag, 15. Januar 2010, 15:03

Zitat

Original von John Doe
Aber wenn man bedenkt, dass Kraus in schwedischen Diensten auch in Süddeutschland war, kann es durchaus sein, dass da ein kleiner Austausch stattgefunden hat. Vom Zeitlichen her würde es sogar passen.


Aber der kannte MADITA doch noch gar nicht :D

Mein Lindgren-Ranking:

  • MADITA (original: Madicken)
  • MICHEL (das Original 'EMIL' mußte zugunsten des Titels von Kästner weichen)
  • BULLERBÜ (Bullerbyn)
  • PIPI


Mio, mein Mio sowie Ronja Räubertochter und Karlsson fand ich weniger beeindruckend. An Kalle Blomquist erinnere ich mich nicht wirklich...

:hello:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

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108

Freitag, 15. Januar 2010, 19:24

Zitat

Original von Ulli

Zitat

Original von John Doe
Aber wenn man bedenkt, dass Kraus in schwedischen Diensten auch in Süddeutschland war, kann es durchaus sein, dass da ein kleiner Austausch stattgefunden hat. Vom Zeitlichen her würde es sogar passen.


Aber der kannte MADITA doch noch gar nicht :D

Mein Lindgren-Ranking:

  • MADITA (original: Madicken)
  • MICHEL (das Original 'EMIL' mußte zugunsten des Titels von Kästner weichen)
  • BULLERBÜ (Bullerbyn)
  • PIPI


Mio, mein Mio sowie Ronja Räubertochter und Karlsson fand ich weniger beeindruckend. An Kalle Blomquist erinnere ich mich nicht wirklich...


Ich aber! Das Erstaunliche ist außerdem, daß die Verfilmungen fast alle ziemlich kongenial sind. Von Madita kannte ich die Filme jedenfalls eher als die Bücher, beim Rest teils, teils, ich weiß es nicht mehr genau.
Ronja ist m.E. das klar beste von den "Phantastischen" Büchern, Löwenherz und Mio sind poetisch, aber manchmal ein bißchen zu rührselig.
Karlsson war auch nie so mein Ding; meine Favoriten waren Michel (sowohl ich selbst als auch mein kleiner Bruder sahen überdies Michel recht ähnlich, so von 4-8 :D) und Pippi und später Kalle Blomquist. Und - jedenfalls als Buch - der nie endende Sommer auf Saltkrokan, wobei es dann irgendwann zu viele zu alberne Filme davon gab.

:hello:

JR
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kopiroska

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109

Samstag, 16. Januar 2010, 22:56

S.O.S.

Joseph Wölfl - Piano Concerto No.6 in D-major "The cuckoo" - Zweiter Satz: Andante

Das höre ich gerade und suche verzweifelt danach, woher der Anfang dieses Satzes für mich so bekannt ist. Oder bilde ich mir da nur was ein? Kann mir jemand helfen?

:hello: KP

dr.pingel

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110

Donnerstag, 6. Mai 2010, 16:52

das kenn ich doch...

Scherz: Prokofiew, 6. Sinfonie, 3. Satz, Minute 2:54 bei Ozawa (Berliner Philharmoniker): "In München steht ein Hofbräuhaus" ohne den letzten Ton.
Kein Scherz: Engelbert Humperdinck zitiert in seinen "Königskindern" im ersten Akt (Szene der Hexe und der Gänsemagd) das Besenmotiv aus "Hänsel und Gretel", das dort der Vater ständig hat ("Der Besen, der Besen, was macht man damit..?).
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

dr.pingel

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111

Freitag, 14. Mai 2010, 12:09

RE: das kenn ich doch...

Noch einmal Prokofiew: Seine 1. Sinfonie, die sog. "klassische", ist eine Hommage an Joseph Haydn, uraufgeführt 1918. Ihr dritter Satz ist ein gemessener Tanz, "Gavotta" überschrieben.
Dieses Stück zitiert der Komponist im 1. Akt (Nr. 16) des Balletts "Romeo und Julia" (1938). Dort heißt es "Gavotte, Abschied der Gäste".
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

Schneewittchen

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112

Sonntag, 27. Juni 2010, 11:13



Berio zitiert in dem 3.Satz seiner "Sinfonia" den 3.Satz von Mahlers 2. Sinfonie.
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Michael

Accuphan

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113

Sonntag, 27. Juni 2010, 13:05

RE: das kenn ich doch...

Zitat

Original von dr.pingel
Scherz: Prokofiew, 6. Sinfonie, 3. Satz, Minute 2:54 bei Ozawa (Berliner Philharmoniker): "In München steht ein Hofbräuhaus" ohne den letzten Ton.…


Stimmt! Der letzte Ton geht eine kleine Terz hoch - zum Schmunzeln! :)
(gut stimmen!!)

Accuphan

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114

Sonntag, 27. Juni 2010, 13:21

So, nun bin ich in die Tiefgarage gegangen, weil ich es genau wissen wollte, was mir neulich im Auto auffiel. Hier ist die Parallele, warum ich bei Bach an Händel denken musste und spontan einen anderen Text sang:

Bach, "Ein feste Burg ist unser Gott", Gardiner, ab 3:30, "mit Ernst er's jetzt meint" passt auf "for the Lord God Omnipotent" aus dem Hallelujah im Messias.

Vorher eingestreut im Chor und den Bläsern übrigens noch ein paar Mal "vom Himmel hoch"...
(gut stimmen!!)

William B.A.

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115

Freitag, 29. Oktober 2010, 23:43

Das kenn ich doch

Die ersten sieben Noten des Hauptthemas aus dem Allegro Maestoso aus dem Klavierkonzert Nr. 25 C-dur KV 503 von Wolfgang Amadeus Mozart entsprechen genau den ersten sieben Noten der "Marseillaise".

Liebe Grüße

Willi ^^
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Travinius

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116

Samstag, 30. Oktober 2010, 10:19




Daugherty zitiert Berlioz.
Der Traum eines Hexensabbats aus der "Fantastischen Symphonie" von Berlioz findet sich in Daughertys Symphonie "Metropolis" wieder,zwar nicht komplett aber doch deutlich erkennbar.

Hallo Schneewittchen. Spät kommt die Antwort, doch sie kommt.

Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, das interessante Werk auch einmal durchzuhören.

Du sprichst vom 'Red Cape Tango', dem letzten Satz, denke ich. Nicht Berlioz wird zitiert, weil Berlioz seinerseits zitiert. Es geht um das gregorianische 'Dies Irae' (aus dem Requiem), das von zahlreichen Komponisten zitiert wird (gibt es da nicht sogar einen eigenen Thread zu?).
Ich muss allerdings sagen: das Dies Irae als Tango hat mich auch beeindruckt: interessante Idee, gekonnt umgesetzt.
LuciusTravinius Potellus

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Byron

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117

Samstag, 30. Oktober 2010, 20:03

Berio zitiert in dem 3.Satz seiner "Sinfonia" den 3.Satz von Mahlers 2. Sinfonie.


Das ist richtig aber leicht untertrieben! Der 3. Satz von Berios Sinfonia besteht so gut wie nur aus Zitaten, oft führen Assoziationen von einem Zitat zum anderen. Das Scherzo aus Mahlers 2. Sinfonie bildet sozusagen den roten Faden und formt den Gesamtverlauf des Satzes, in den dann die anderen Zitate eingebettet sind. Der Mahler Satz zitiert ja seinerseits das Mahler Lied "Des Antonius von Padua Fischpredigt". Antonius "geht zu den Flüssen und predigt den Fischen." In Assoziation zu den Flüssen kommen beispielsweise Zitate vor, die mit Wasser zu tun haben wie Debussy La mer, oder die Szene aus Bergs Wozzeck, in der sich Wozzeck im See ertränkt; auch im gesprochenen Text dazu aus der Oper die Stelle erst auf English "Heaven there was a sound", dann auf Deutsch "Jesus, da war ein Ton" und "da ertrinkt jemand". etc. etc. An Zitaten gibt es z.B. noch Ravel Daphne und Chloe, Ravel Valses Noble et sentimentales, Beethoven Pastorale, Strawinsky Le sacre du printemps und viele mehr, man entdeckt bei jedem Hören neue. Das tolle ist, das die Zitate nicht einfach aneinander geklatscht, sondern kunstvoll zu einem Ganzen verwoben sind. Es macht Spaß da auf Entdeckungsreise zu gehen!

Gruß aus Freiburg
Byron
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Accuphan

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118

Montag, 29. November 2010, 14:27

Bach-Kantate mit Vorspielstelle aus Beethovens Fünfter

Guten Tag zusammen,

mal wieder was frappierendes, zutage gefördert beim Anhören von Vol. 18 der "Gardiner-Kantaten":

Die (Cello-)Melodie der Arie "Entziehe dich eilends, mein Herze, der Welt" entspricht fast genau der Notenlinie des Kontrabass-Solos im dritten Satz Beethovens Fünfter.
Bei Bach geht es von der zweiten zur dritten Noten noch nach unten, bei Beethoven geht es wieder nach oben, ein Detail, das man ohne Noten eher nicht mitkriegt, wenn man die Stelle nicht auswendig kennt.

Die Beethoven-Passage ist auch Vorspielstelle für Kontrabassisten, ein Standard. Bei YouTube findet sich eine "Master Class" der Berliner Philharmoniker, in der auch diese Stelle behandelt wird. Und das nicht ganz soo dolle, wie ich finde. Aber das können Bassisten sicherlich besser beurteilen...

Beste Grüße
Accuphan
(gut stimmen!!)

Accuphan

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Registrierungsdatum: 7. Februar 2007

119

Sonntag, 9. Januar 2011, 12:51

"Schlaf, Kindlein schlaf!" im Nussknacker

Oder ist es "Maikäfer flieg!"?

Die Flöte singt diese(s) Kinderlied(er), in der Nr. 6, Großvaters Tanz. Bei den Kirovs unter Gergiev ab 3:21, in Rattles wunderbarer Neueinspielung ab 3:45.

Viel Vergnügen - habe ich lange nicht gehört und es ist einfach tolle Musik.
(gut stimmen!!)

moderato

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120

Dienstag, 8. März 2011, 20:35

Im 1. Satz der 7. Sinfonie "Leningrader" von Dmitri Schostakowitsch wird aus Franz Lehars "Lustige Witwe" zitiert. Es war die Lieblingsoperette Hitlers. Das gleiche Zitat findet sich im "Konzert für Orchester" von Bela Bartok.

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Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

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