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Johannes_Krakhofer

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Beiträge: 3 419

Registrierungsdatum: 24. Februar 2005

1

Dienstag, 28. November 2006, 19:25

STRAUß, Johann (Sohn) - DIE FLEDERMAUS

JOHANN STRAUß Jun.
DIE FLEDERMAUS

_____________________________________________________

Operette in 3 Akten

Libretto von Richard Genée & Carl Haffner (nach Meilhac und Halevy)

Uraufführung am 5.4.1874 Wien (Theater an der Wien)



Ort der Handlung: ein Badeort nahe einer großen Stadt
Zeit der Handlung: um 1875

Personen:
Gabriel von Eisenstein Bariton/Tenor
Rosalinde, seine Frau Sopran
Adele, deren Kammerzofe Sopran
Ida, ihre Schwester Sopran
Alfred, ehemaliger Liebhaber Rosalindes Tenor
Prinz Orlowsky Mezzosopran/Alt/Bass/Countertenor
Frank, Gefängnisdirektor Bass/Bariton
Frosch, sein Diener und Gefängniswärter Sprechrolle
Falke, ein guter Freund Eisensteins Bariton
Dr. Blind, Advokat Tenor
Chor

Vorgeschichte:
Die beiden Freunde Eisenstein und Falke waren einstmals auf einem rauschenden Fest, einem Maskenball. Dort wurde getrunken, nicht wenig, wohlgemerkt. Als es auf den Heimweg ging, ließ Eisenstein Falke in seinem Fledermauskostüm auf einer Bank nahe des Rathauses liegen. Der blunznfette Falke schlief dort bis zur Mittagszeit und wurde zum Gespött der ganzen Stadt. Falke hat sich geschworen, sich zu rächen!, während Eisenstein ganz selbstbewusst davon überzeugt ist, dass ihm nie ein derartiger Streich gespielt werden könnte.


1.AKT
Ein Zimmer in Eisensteins Haus

Das Zimmer ist leer, doch man hört jemanden ein Liebeslied singen. Der Sänger ist Alfred, ein ehemaliger Liebhaber Rosalindes, an die das Ständchen auch gerichtet ist. Doch nicht Rosalinde betritt das Zimmer, sondern ihre Kammerzofe Adele. Sie liest einen Brief ihrer Schwester, die sie zu einem Ball bei Prinz Orlowsky einlädt. Adele braucht daher den Abend frei, und „haut“ ihre Herrin, die gerade eintritt, darauf an. Diese gibt ihr aber nicht frei, da sie nicht alleine sein will, wenn ihr Mann im Gefängnis ist. Der muss am heutigen Abend seine 5-tägige Arreststrafe antreten, die er wegen Beamtenbeleidigung erhalten hat.
Nun hört man erneut Alfreds Stimme. Er klettert durch das Fenster und flirtet mit Rosalinde, die ihm klarmacht, dass er bei ihr keine Chance hat, da sie verheiratet sei. Er geht erst, als sie ihm versprochen hat, dass er am Abend wiederkommen darf. Als er weg ist, gibt Rosalinde zu, dass sie seiner Stimme nicht widerstehen kann.

Nun stürzt der wütende Eisenstein herein, gemeinsam mit seinem Advokaten Dr. Blind. Der hat seine Fähigkeiten so gut eingesetzt, dass Eisensteins Arreststrafe um 3 Tage VERLÄNGERT worden war. Klar, dass Eisenstein sauer ist. Rosalinde kann ihn aber beruhigen, schickt Blind weg und bittet Adele Essen zuzubereiten, um ihm den Abschied zu versüßen. Rosalinde selbst geht mit, um ihr zu helfen.
Inzwischen kommt Falke herein. Er lädt Eisenstein auf den Ball des Prinzen Orlowsky ein. Er versichert ihm, dass er mit dem Gefängnisdirektor gesprochen hat und Aufschub der Arreststrafe erwirkte. Eisenstein stimmt zu, denn schließlich hat er noch keine Gelegenheit ausgelassen um Frauen mit seiner Uhr zu verführen. Er legt seinen Frack an, sehr zur Verwunderung seiner Frau. Er redet ihr ein, dass er sofort ins Gefängnis muss und dass der Frack als Zeichen seines Protestes zu verstehen ist. Nun geht er „in den Arrest“.

Rosalinde gibt Adele nun doch frei, da sie auf ein Stelldichein mit Alfred wartet. Adele „annektiert“ sich ein Ballkleid ihrer Herrin und geht von dannen.
Endlich alleine wartet Rosalinde auf Alfred, der sogleich erscheint. Alfred ist übermütig genug sich den Schlafrock des Hausherren anzuziehen und mit diesem mit Rosalinde zu dinieren.
Als es gerade richtig gemütlich wird, platzt der Gefängnisdirektor herein, um Eisenstein in den Arrest zu führen. Rosalinde - zuerst perplex - bittet Alfred, sich als ihren Gemahl auszugeben. Da sich Alfred zuerst ziert, zwingt ihn Frank zur Eile, da er selbst noch eingeladen ist. Alfred genießt seine Rolle, da er Rosalinde einen Abschiedskuss abtrotzen kann. Danach wird er abgeführt.


2.AKT
Festsaal in Orlowskys Villa

Das Fest des Prinzen ist in vollem Gange. Allerdings langweilt sich der Gastgeber. Er bittet Falke ihn zu unterhalten. Falke verspricht ihm einen Spaß, der „Die Rache der Fledermaus“ heißen wird, indem alle Protagonisten nichts von ihrer Teilnahme am Stück wissen. Da tritt auch schon die erste Akteurin auf: Adele. Sie wurde nicht von ihrer Schwester eingeladen, sondern von Falke, der ihr im Namen der ahnungslosen Ida schrieb. Sie tritt in dem Ballkleid ihrer Hausherrin auf und wird dem Prinzen als Schauspielerin Olga vorgestellt. Falke erklärt dem Prinzen heimlich, dass sie allerdings nur die Zofe des nächsten Gastes sei: Eisenstein.
Der tritt ein und wird dem Prinzen als Marquis Renard vorgestellt. Eisenstein ist begeistert, da ihm das Fest, aber vor allem die vielen hübschen Frauen gefallen.
Kurz darauf stellt Falke den nächsten Akteur vor: Frank alias Chevalier Chagrin. Er stellt ihm seinen „Landsmann“ Renard vor und die beiden beginnen ein Gespräch, nichts ahnend vor der wirklichen Identität des anderen.
Kurz darauf stellt sich die letzte Akteurin vor: Rosalinde, die von Falke informiert wurde, wo sich ihr Gatte wirklich rumtreibt. Die kommt maskiert und wird als ungarische Gräfin vorgestellt.
Eisenstein ist begeistert von dieser geheimnisvollen Schönen und macht sich an sie ran. Er setzt seine Uhr ein um sie zu verführen. Doch Rosalinde gelingt es ihm die Uhr abzuluchsen. Das Fest geht ausgelassen weiter bis in den Morgengrauen. Renard und Chagrin taumeln gemeinsam von dannen.


3.AKT
Das Büro des Gefängnisdirektors

Frosch, der alte Gefängniswärter, hat die Abwesenheit seines Chefs sinnvoll genutzt und sich zugesoffen. Er ist gut drauf (no na net), nur das andauernde Singen des Insassen der Zelle 12 (Alfred/Eisenstein) nervt ihn.
Sein Chef, mächtig verkatert, kommt herein und geht dem gesunden Büroschlaf nach.
Doch Frosch führt zwei Damen herein: Ida und Adele. Sie gibt zu gelogen zu haben, und bittet Frank dennoch ihre Schauspielkarriere zu unterstützen. Als die Damen wieder gehen kommt der Marquis Renard herein und stellt sich als Eisenstein vor, der bereit ist seinen Arrest anzutreten. Noch mehr staunt er als er dort seinen Kameraden Chagrin alias Frank sitzen sieht. Frank stellt sich als solcher vor und erzählt, dass er Eisenstein gestern Abend aus seinem Haus abgeführt hat.
Eisenstein wittert einen heimlichen Liebhaber seiner Frau und verlangt den falschen Eisenstein zu sehen. Frank geht ab, um ihn zu holen.
Nun kommt Dr. Blind, der von Alfred als Anwalt verpflichtet wurde. Eisenstein nimmt Blind seinen Mantel und seine Perücke weg und gibt sich als Blind aus. Als Alfred und Rosalinde hereinkommen, versucht er von beiden herauszufinden, ob sie eine Affäre haben. Rosalinde beschimpft ihren Mann und zeigt die Uhr her, mit der er immer die Frauen verführt. Eisenstein demaskiert sich und droht Alfred umzubringen und will sich scheiden lassen.

Da schreitet Falke ein und erklärt, dass alles nur ein Scherz war, mit dem er sich für den „Fledermaus-Scherz“ rächen wollte. Alle sind glücklich, besonders Adele, deren Karriere von Orlowsky gefördert werden wird.
Mit einem Hohelied auf den Champagner fällt der Vorhang.

ENDE
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

2

Samstag, 5. April 2014, 10:52

Premiere vor 140 Jahren

Die Fledermaus,
Operette in 3 Akten von Johann Strauß.
Text von Carl Haffner und Richard Genée nach dem Vaudeville Le réveillon von Henri Meilhac und Ludovic Halévy (1872), das auf die Komödie Das Gefängnis von Roderich Benedix (Berlin 1851) zurückgeht.
Uraufführung: 5.4.1874 Wien, Theater an der Wien,
mit:
Gabriel von Eisenstein: Jani Szika
Rosalinde: Marie Geistinger
Adele: Caroline Charles-Hirsch
Ida, Adeles Schwester: Jules
Alfred: Hans Rüdiger
Dr. Falke: Ferdinand Lebrecht
Dr. Blind: Carl Matthias Rott
Frank: Carl Adolf Friese
Prinz Orlofsky: Irma Nittinger
Frosch: Alfred Schreiber
Dirig. J. Strauß.



LG
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)