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MStauch

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1

Samstag, 18. Dezember 2004, 18:16

Bach Violine solo

Liebe Forianer,

vor etwa einem Jahr habe ich im Rahmen eines Spätkonzertes im Gewandhaus Christian Tetzlaff mit einigen der Bachschen Sonaten und Partitas für Violine solo gehört, darunter war auch die Partita No 2.

Dieser Eindruck hat bei mir das dringende Bedürfnis einer weiteren eingehenden Auseinandersetzung mit diesen Stücken begründet. Ich hatte schon längere Zeit die Aufnahmen mit Arthur Grumiaux (1961), die ich sehr schätze, und die mit Gidon Kremer (1980) und habe mir auch die etwas ältere von Christian Tetzlaff zugelegt. Dringend erwarte ich die neuere Einspielung von Tetzlaff; das Konzert hat gezeigt, dass er sich intensiv weiter mit diesen Stücken beschäftigt und dass von ihm gewiss Bedeutendes zu erwarten ist.

Welche Aufnahmen bevorzugt ihr Forianer von diesen Bachschen Großstücken und wie wichtig sind sie Euch?

Mich bewegen gerade die Solostücke, auch die für das Violoncello solo, die vielleicht auch noch des Austausches unter uns wert sind.

Mit der Hoffnung auf weitere Stärkung des Kammermusik-Forums und besten Grüssen

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

Gerrit_Stolte

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2

Samstag, 18. Dezember 2004, 18:35

RE: Bach Violine solo

Hallo Matthias,

also ich bevorzuge mehr die Cello-Suiten und bei den Violinstücken sind mir die Partiten lieber als die Sonaten - warum auch immer, ich kann's nicht erklären, aber vielleicht ändert sich das.

Einspielungen gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer. Die Tetzlaff-Aufnahmen auf Virgin liegen mir besonders am Herzen. Schnörkellos, voller Ton, die Melodiebögen spielend. Eine Aufnahme reicht mir aber in der Regel nicht. Und das ist auch hier so. Eine andere, sehr empfehlenswerte ist die zweite Milstein-Aufnahme (DG, in der Serie The Originals). Eine dritte Nomierung ist historisch: Menuhin auf EMI reference, gibt es aber mittlerweile auf Naxos. Die drei höre ich immer wieder gern. Dazu aber Aufnahmen von Szeryng (DG), Grumiaux (Philps). Heifetz, Mintz und Perlman hauen mich nicht so vom Hocker.
Gruß,
Gerrit

MStauch

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3

Samstag, 18. Dezember 2004, 20:00

RE: Bach Violine solo

Lieber Thorsten,

große Übereinstimmung. Ich liebe im Besonderen die Cello-Suiten und bei den Violin-Sonaten und Partiten vor allem die letzteren. Auch bei Tetzlaff scheinen wir übereinzustimmen Die Cello-Suiten habe ich hier nur für einen thread zurück gestellt, weil ich davon doch eine ziemlich hohe Zahl von Aufnahmen habe. Aber auch dort sollten wir uns unbedingt noch austauschen.

Vielen Dank schon einmal für Deine Anregungen. Und ich bin gespannt, wie die anderen die Sonaten und Partiten sehen.

Gruss

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

sagitt

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4

Samstag, 18. Dezember 2004, 20:06

RE: Bach Violine solo

Hallo Matthias,

die Cello-Suiten hatten ja durch Casals immer einen gewissen Kultcharakter, denn die Violinstücke nicht erreicht haben. Aber wenn man live oder von einem Spitzengeiger die Violinstücke hört, ist das auch sehr beeindruckend, denke nur an Chaconne aus BWV 1004.

So richtig leidenschaftlich hat die- damals sehr jung- Thomas Zehtmair gegeigt ( die Aufnahme war von der Teldec) und ich glaube, der war so um die 20 herum. Wenn die Musik nicht " Feuer" bekommt, ist ja immer ein wenig die Gefahr, dass sie akademisch wirkt. Dieser Gefahr ist Zehtmair entronnen. Ich hörte auch Josef Suk einmal sehr eindrucksvoll mit diesen Stücken, kann mich aber an den Tonträger nicht erinnern. Wenn ich ihn finden sollte, höre ich ihn, und schreibe eine kleine Anmerkung dazu.

Liebe Grüße

Sagitt

petemonova

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5

Samstag, 18. Dezember 2004, 21:45

Die Sololiteratur Bachs findet sich bei mir unter den unbeliebten Objekten wieder.
Ich kann mit den Suiten und Partiten überhaupt nichts anfangen, mir fehlt da immer die Begleitung zu.
Es hört sich für mich einfach unvollständig an.

Ich glaube, irgendjemand hat mal zu den Solostücken eine Begleitung geschrieben.
Weiß da einer mehr?
Dann wird es nämlich auch für mich interessant.


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Richard

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6

Sonntag, 19. Dezember 2004, 09:53

@Matthias,

zu meinen Favoriten gehören die Partias für Violine auch nicht unbedingt.
Wenn man sie hört, dann verlangen sie aber ungemeine Konzentration.
Finde sie interessant, da sie den "Geigenklang" des Solisten in seiner "Reinform" darstellen.

Mir bekannt ist die unter EMI red line erhältliche Aufnahme(n) von Menuhin, die ich als einfach nur schrecklich empfinde.

Was die Partia No.2 angeht solltest Du Dir ggf. einmal diese CD anhören.



sehr interessante, klanglich und interpretatorisch sehr gute Aufnahme.
Von Bach ist aber "nur" die Partia No.2 auf der CD.

Bin gespannt was man von Skride hören wird in der Zukunft.

Desweiteren, ebenfalls sehr gut und "nur" mit Bach Solo:



Quasi die "Vorgängerin" bei SONY von Skride.:stumm:
Günstig für 9 € bei Amazon zu bekommen und enthält die Partia N0.2 & 3, sowie die Sonata No 3.
__________________

Nachtrag:
Die Tetzlaff Aufnahme ist so weit ich es sehen kann von Virgin.
Virgin hat viel CD's im Programm, die mit "Copy control" versehen sind.
Solche CD's kaufe ich nicht! Egal wie gut die Aufnahme auch sein sollte.


Gruss
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

Gerrit_Stolte

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7

Sonntag, 19. Dezember 2004, 10:55

Zitat

Nachtrag:
Die Tetzlaff Aufnahme ist so weit ich es sehen kann von Virgin.
Virgin hat viel CD's im Programm, die mit "Copy control" versehen sind.
Solche CD's kaufe ich nicht! Egal wie gut die Aufnahme auch sein sollte.


Die CD ist von 1994. Kein Copy control.
Gruß,
Gerrit

MStauch

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8

Sonntag, 19. Dezember 2004, 12:58

Lieber Richard,

die Aufnahme von Skride habe ich (u.a. auch wegen der weiteren Stücke auf der CD). Ich finde sie sowohl vom vollen Ton wie von der Interpretation her ganz vorzüglich. Diese Anschaffung hat sich wirklich gelohnt.

Ich schätze diese Stücke und vor allem die Cello-Suiten tatsächlich wegen der enormen Konzentration, die sie von den Musikern und natürlich auch den Hörern abverlangen. Christian Tetzlaff allein mit seiner Geige auf der Bühne zu sehen und diese energiegeladenen und auch sehr expressiven Stücke von einem Instrument zu hören, das ist schon einzig. Da gibt es keine Ablenkung, kein Schweifen zwischen Instrumenten oder Instrumentengruppen. Die Solostücke in der Kammermusik sind für mich radikal und existentiell. Das gilt für alte wie für neue Musik. Wenn es uns hier gelingt, die besten Aufnahmen dieser Stücke einzukreisen und Interesse zu wecken, bei denen, die noch Vorbehalte haben, wäre das wunderbar. Wie immer, wenn es einem gelingt, ein neues Türchen zu öffnen. Zur Moderne, zur Kammermusik, gar zu den Solostücken, zur historischen Aufführungspraxis oder wohin auch immer. Vielleicht sogar zu Bruckner!

Hilary Hahn ist für mich ein guter Tipp. Habe ich noch nicht.

Herzliche Grüsse

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

Oliver

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9

Montag, 20. Dezember 2004, 21:42

RE: Bach Violine solo

Hallo,

@MStauch: Danke, das Du den Thread eröffnet hast! Komischerweise beschäftige ich mich auch grade mit den Violin- und Cello-Solowerken Bachs. Das mag an der Jahreszeit liegen, oder auch am Bedürfnis den 'echten' Bach kennenzulernen....

Von den Cello-Suiten höre ich grade die Starker-Aufnahme. Ich muß ganz ehrlich sagen, daß ich die Musik als monoton empfinde.

Zu den Violin-Sonaten und Partiten: Verglichen mit der Cello-Musik sind die auf einem bedeutend höheren Level (zumindest für mich ;)) Ich habe mir nach langem Überlegen die Aufnahme mit Henryk Szeryng gekauft. Ich liebe dessen Beethovensches Violinkonzert. Da kann Menuhin nicht mithalten ;)

Auf die Solo-Violinen-Musik von Bach kann man sich richtig freuen, da kribbelts im Bauch...

Manchmal möchte man aber auch nur ganz einfache Melodien hören...

Gruß,
Oliver

Albus

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10

Dienstag, 28. Dezember 2004, 13:51

Tag,

meine überkommene Kassette stammt vom kleinen Label Christopherus, Wolfgang Marschner, Violine; Marschner lehrte an der Musikhochschule Hannover. Die Chaconne hat das Gewicht einer Großform. Saftiger Violinton. Schön!

Anschließend dann Bach/Busoni mit der Chaconne, Arturo Benedetti-Michelangeli, Klavier (Japanische Pressung). Da: Die Chaconne hat das Gewicht einer Großform. Sehr gut! (Historische LP).

MfG
Albus

BigBerlinBear

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11

Dienstag, 28. Dezember 2004, 14:24

Oliver schrieb :

Zitat

Das mag an der Jahreszeit liegen, oder auch am Bedürfnis den 'echten' Bach kennenzulernen....


Ja aber nun wüsste ich sehr gerne, was neben dem "echten" nun der "unechte" Bach ist ? :beatnik:
Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

MStauch

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12

Dienstag, 28. Dezember 2004, 23:35

Kleiner Hinweis:

Die sehr gute Aufnahme von Christian Tetzlaff habe ich gerade (mit einer wenig bekannten Aufnahme der Cello-Suiten) in einer äußerst günstigen Box im Angebot gesehen.

Im übrigen:

Was bedeutet Euch die Chaconne?

Einer der bedeutendsten und zugleich schwerst erklärbaren Sätze in Bachs Schaffen. Ein Mythos. Es hilft nur: immer wieder hören.

Schon deshalb lohnt die Auseinandersetzung mit den Sonaten und Partiten für Violine solo.

Herzlichst

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

BigBerlinBear

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13

Mittwoch, 29. Dezember 2004, 01:32

MStauch schrieb:

Zitat

Was bedeutet Euch die Chaconne? Einer der bedeutendsten und zugleich schwerst erklärbaren Sätze in Bachs Schaffen. Ein Mythos. Es hilft nur: immer wieder hören.



Die Chaconne bedeutet mir sehr viel. Der Satz von seiner Struktur her
ist eher einfach und ohne große Mühen nachvollziehbar. Er wird noch besser verständlich, wenn man sich vorher mit den "Schwesterwerken" Buxtehudes, Pachelbels und Purcells vertraut gemacht hat, die in gewisser Weise der "Nährboden" oder der "Humus" für die bachsche
Sicht der Welt sind. Das "Wunder" daran ist, daß alles, was Bach da zum klingen bringt, aus der reinen Form erwächst, die ihm da "Mittel zum Zweck" ist und die niemals ihn, sondern immer er souverän sie beherrscht. Selbst eine Interpretation durch Justus Franz auf einem Kinderklavier oder auch die Bearbeitung Stokowskis für Wagner-Orchester können der Komposition im Grunde nichts anhaben und das ist vielleicht das größte Wunder daran.
Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

Andrea41

unregistriert

14

Donnerstag, 30. Dezember 2004, 18:34

Zitat

Original von petemonova
Die Sololiteratur Bachs findet sich bei mir unter den unbeliebten Objekten wieder.
Ich kann mit den Suiten und Partiten überhaupt nichts anfangen, mir fehlt da immer die Begleitung zu.
Es hört sich für mich einfach unvollständig an...
ich muß zugeben, daß ich eine weiel gebraucht habe, diese musik wirklich zu verstehen. wollte sie aber keinesfalls mehr missen!

  • »Walter.T« ist männlich

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15

Samstag, 9. April 2005, 20:04

Als ich die Sonaten und Partiten in der Aufnahme mit Heifetz hörte, war ich sehr enttäuscht, und fand dann auch andere Aufnahmen nicht überzeugend. Jetzt habe ich mir aber eine 3er CD Heifetz vom Verlag TIM Cz gekauft, weil sie bei jpc für praktisch umsonst angeboten wurde, und die enthält eine Aufnahme der Partita Nr 2 d mit der Charconne von 1935-1937, die wahrhaft hinreißend ist. Allein wegen dieses Stückes lohnt es schon, dieses Sonderangebot wahrzunehmen.

Viele Grüße,

Walter

MStauch

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16

Dienstag, 3. Mai 2005, 00:00

Liebe Forianer,

ein kleiner Bericht über ein selektives Vergleichshören aus den Gesamtaufnahmen der Sonaten und Partiten am vergangenen Wochenende:

Ich habe die Chaconne aus der Partita No. 2 aus verschiedenen Gesamtaufnahmen nacheinander im Vergleich gehört (und habe wieder einmal gemerkt wie wichtig diese Stücke mir sind, neben den Cello-Sonaten). Ein Auffrischen und Verifizieren älterer Hörerfahrungen, das mit Zeitabstand doch manchmal Überraschungen bringt.

Also in folgender Reihenfolge

Milstein 1973

Heifetz 1952

Grumiaux 1961

Kremer 1980

Tetzlaff 1994

und zum Schluß noch die Einzelaufnahme von Baiba Skride.

Milstein voller romantischer Ton, teilweise vibirierend, gute Aufnahmequalität.

Heifetz zupackend, jeder Ton klar artikuliert - fast mit einer gewissen Ausdruckhärte gespielt. Technisch noch erstaunlich ordentliche Aufnahme, lediglich nicht ganz so brilliant wie die heutigen Aufnahmen, was mir angesichts der Qualität der Interpretation allerdings völlig egal war.

Grumiaux - hochgelobte - Aufnahme hat mich gerade im Verhältnis zu Heifetz deutlich weniger angesprochen.

Dann Gidon Kremer, eigener ausdrucksstarker Interpretationsansatz, ungemein spannend.

Christian Tetzlaff sehr ausgeglichene, beständige, musikalisch sehr überzeugende Aufnahme - es fehlen etwas die Zuspitzungen. ich habe Christian Tetzlaff vor einiger Zeit auch mit der Partita No 2 im Gewandhaus gehört. Er plant dem Vernehmen nach eine Neuaufnahme der Sonaten und Partiten, auf die ich äußerst gespannt bin und die ich ohne Anhören kaufen werde.

Nach diesem Vorlauf hat Baiba Skride dann deutlich weniger Eindruck bei mir hinterlassen.

Also wenn ich nur eine dieser CDs behalten dürfte:

Heifetz, bei zweien würde ich Gideon Kremer hinzu nehmen.

Allerdings möchte ich auch die anderen drei keinesfalls missen - von keiner war ich enttäuscht oder auch nur gelangweilt.

Soweit ein völlig subjektiver und äußerst selektiver Hörbericht.

Mit herzlichen Grüßen

Matthias
Tobe Welt, und springe,
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Richard

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17

Mittwoch, 4. Mai 2005, 17:17

Zitat

Original von MStauch

Heifetz 1952



Label, oder aktuelles Cover oder noch besser passender Amazon link ?

:D
S. Rachmaninov:
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Oliver

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18

Mittwoch, 4. Mai 2005, 22:33

Zitat

Original von BigBerlinBear
....Ja aber nun wüsste ich sehr gerne, was neben dem "echten" nun der "unechte" Bach ist ? :beatnik:


Hallo BigBerlinBear,

Danke für Deinen Einwand!

Ich zerbreche mir grade den Kopf, versuche Bachs Musik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Um eine Begründung für den 'echten' Bach zu finden.
Es läuft darauf hinaus, daß ich die komplexere Musik Bachs lieber mag als seine andere.

Gruß,
Oliver

Heinz

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19

Mittwoch, 4. Mai 2005, 23:10



Shlomo Mintz ist mein absoluter Favorit, was die Sonaten & Partiten für Violine solo angeht. Er spielt diese Musik nicht wie Konzertmusik, sondern wie ein Musiker, der allein im Raum ist und über Bach philosophiert. Sehr nachdenklich, die Schönheit entsteht scheinbar nebenbei, die Interpretation will nicht überzeugen, und gerade deshalb überzeugt sie mich. Mauerblümchenmusik.

MStauch

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20

Mittwoch, 4. Mai 2005, 23:17

@Richard

Hier ist das Cover meiner Heifetz-Aufnahme



Gibt es leider nicht in Vergrößerung. Das Cover ist von amazon.uk - Titel der CD "Bach Sonatas & Partitas" - The Heifetz Collection Volume 17.

Ich bin gerade von einem Freund darauf hingewiesen worden, dass unbedingt Zehetmair noch gehört werden muß (was mir sofort eingeleuchtet hat) und auch Szeryng.

Vielleicht kann da jemand schon Hörerfahrungen beisteuern.

Mit besten Grüßen

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MStauch« (4. Mai 2005, 23:18)


Richard

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21

Donnerstag, 5. Mai 2005, 13:42

@Matthias,

danke!

Hast Du Hilary Hahn schon gehört ?
S. Rachmaninov:
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MStauch

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22

Donnerstag, 5. Mai 2005, 17:22

@Richard

Von Hilary Hahn habe ich bisher die Brahms und Strawinsky sowie Mendelssohn und Schostakowitsch (1.) Violinkonzerte. Also noch nichts von den Sonaten und Partiten. Ist das lohnenswert im Vergleich zu anderen Einspielungen?

Mit bestem Gruß

Matthias

P.S.:

Habe gerade gemerkt, dass ich BWV 1004 bis 1006 von Hilary Hahn bereits auf meiner Vormerkliste bei ..... hatte. Konnte mich offenbar noch nicht entschließen.
@Richard und dann habe ich auch Deinen Beitrag vom 19.12. oben im thread auch noch einmal gelesen.
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Michael_Flaschberger

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23

Donnerstag, 5. Mai 2005, 22:48

Hab mir gerade vorhin die Partiten, und jetzt gerade die Sonaten, mit Heifetz angehört und muss sagen das ich wirklich positiv überrascht bin. Sowohl von der Klang-Qualtität ( hat er sich mal durchgerungen mehr als 1m vom Mikrofon entfernt zu stehen?? ) als auch von seinen Tempi. Bis jetzt war ich von Heifetz immer überzogene bis wahnsinnige Tempi, in denen er zwar technisch alles herausholte was nur ging, wo bei den großen Konzerten aber ein bisschen vom Inhalt verloren ging. Die werd ich mir vielleich tkaufen.

Ulli

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24

Donnerstag, 5. Mai 2005, 23:02

Zitat

Original von petemonova

Die Sololiteratur Bachs findet sich bei mir unter den unbeliebten Objekten wieder.
Ich kann mit den Suiten und Partiten überhaupt nichts anfangen, mir fehlt da immer die Begleitung zu.
Es hört sich für mich einfach unvollständig an...


Salut,

diese ungewohnte Leere mag ich besonders gerne, wenn man sie mit Bachs ansonsten so üppig und blumig instrumentierten Werken vergleicht. Ich finde diese Werke dadurch sehr inspirativ, was eine sehr gute Interpretation [von denen hier bereits einige genannt wurden] noch viel schwieriger und unerlässlicher macht.

Hast Du mal die Fugen für Solo-Violine versucht?

Cordialement,
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

petemonova

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25

Samstag, 7. Mai 2005, 12:15

Salut, Ulli.

Zitat

Hast Du mal die Fugen für Solo-Violine versucht?


Nein, noch gar nichts großartig in dieser Richtung.
Auch im weiteren musikgeschichtlichen Verlauf findet die Sololiteratur keinen besonderen Anklang bei mir.
Aber irgendwann wird auch das mal werden.


Gruß, Peter.
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Michael_Flaschberger

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26

Samstag, 7. Mai 2005, 15:54

Zitat

Original von petemonova
Salut, Ulli.

Zitat

Hast Du mal die Fugen für Solo-Violine versucht?


Nein, noch gar nichts großartig in dieser Richtung.
Auch im weiteren musikgeschichtlichen Verlauf findet die Sololiteratur keinen besonderen Anklang bei mir.
Aber irgendwann wird auch das mal werden.


Gruß, Peter.


Hör dir die Ysaye-Violinsonaten oder die Suiten für Viola von Max Reger an, ich glaube dann änderst du deine Meinung :yes:

Richard

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27

Sonntag, 8. Mai 2005, 16:23

am WE konnte ich kurz in diese Aufnahme reinhören.

Sweit es mit die jeweils nur 30 Sek vermittelt haben durchaus nicht uninteressant:



Kennt jemand diese Aufnahme ?

Gruß
S. Rachmaninov:
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Ulli

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28

Sonntag, 8. Mai 2005, 22:13

Zitat

Hör dir die Ysaye-Violinsonaten oder die Suiten für Viola von Max Reger an, ich glaube dann änderst du deine Meinung


Salut,

Ysaye- und Reger-Sololiteratur ist wirklich wunderbar! Aber ich glaube nicht, dass petemonova derzeit seine Meinung ändert. Klingt vielleicht lustig: Aber ich musste auch erst meine Frau [Geigerin] kennenlernen, um die Sololiteratur von Bach, Ysaye & Co. kennen und lieben zu lernen. So kam ich dann auch zu den Cello-Soli, ganz phantastisch...

Cordialement,
Ulli
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sagitt

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29

Mittwoch, 18. Mai 2005, 06:48

Baiba Skride

Sagitt meint:

Wenn man diese junge Geigerin mit Bach hört,muss ich mich erinnern, nicht Manieren zu vergessen. Im besten Falle ist die Interpretation langweilig, und man fragt sich, warum eine solche Aufnahme. Es gibt so hervorragende Aufnahmen der Partiten und Sontaten, warum eine so mittelmäßige Einspielung. Frau Skride ist noch jung, wird sich sicher weiter entwickeln. Aber warum jetzt Bach ? Wer immer die Idee hatte, sie war nicht gut.

Ulli

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30

Donnerstag, 26. Mai 2005, 22:27

fehlende Stimmen?

Salut, Peter und die anderen,

Matt Haimovitz hat einmal gesagt: „Man muss Bach’s Cello-Suiten so spielen, dass das Publikum sich die fehlenden Stimmen vorstellen kann.“ Ich denke dies ist auch aufs Bach Werke für Solo-Violine zu übertragen.

Liegt’s also am Interpreten?

Liebe Grüße
Ulli
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