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Ulli

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31

Mittwoch, 7. September 2005, 15:13

RE: Requiem ohne Brahms und Mozart

Zitat

Mozart hat Gossec und sein Requiem gekannt und es hat ihn angeblich auch bei kv626 beeinflußt.

lg
d.minor


Salut, Monsieur de Mineur...

gehört habe ich davon auch bereits öfters, hast Du evtl. Quellenangaben zur Hand?

Sorry wegen des Schlenkers.

Trés amicalement
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

D.Minor

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32

Mittwoch, 14. September 2005, 10:10

amazon hat mich leider ziemlich lange warten lassen - aber gestern ist es eingetroffen.

nach einmaligem hören muss ich sagen, dass ich da eher eine nähe zu verdi's requiem als zu kv626 verspüre. aber eins ist klar von suppé würde man schon eher was anderes erwarten.
gut, ein bisschen dick aufgetragen ist es schon, aber alles in allem eine positive überraschung.
lg
d
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D.Minor

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33

Mittwoch, 14. September 2005, 10:17

RE: Requiem ohne Brahms und Mozart

lieber ulli

entschuldige die späte antwort - hab' dein posting übersehen.
hab' diese information eigentlich nur aus randbemerkungen im internet bzw. aus einem cd-booklet - werde mich aber jetzt mal in den weiten der wiener musikbücherei auf die suche nach quellen machen.
bis bald
d

by the way
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Mittwoch, 14. September 2005, 16:08

heute bin ich lästig
bin gerade bei meinen gossec recherchen über diese requiemsite gestolpert

http://www.requiemsurvey.org
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Ulli

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35

Mittwoch, 14. September 2005, 18:38

Zitat

Original von D.Minor
heute bin ich lästig
bin gerade bei meinen gossec recherchen über diese requiemsite gestolpert

http://www.requiemsurvey.org


Salut Requiator,

nett, dass Du für mich recherchierst und dabei eine Seite gefunden hast, die ich auch bereits gestreift hatte... Danke für den Link!

:hello:

Einer von denen... [observator erklärt's Dir]
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36

Donnerstag, 22. September 2005, 13:37

:hello:
kennt jemand von euch folgende aufnahme des Süßmayr'schen Requiems:


mein problem ist: amazon bietet es als sacd an, andere anbieter im netz als normale cd bzw. als hybrid-cd. da ich keinen sacd player habe würde ich gerne wissen ob amazon irrt oder ob es verschiedene versionen gibt und amazon nur sacd anbietet.
oder kennt jemand eine andere einspielung?
ein ratloser
d
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Ulli

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37

Donnerstag, 22. September 2005, 16:21

Salut, re-mineur,

die Aufnahme wird bei jpc wie bei amazon [de] als SACD geführt. Du kannst noch Dr. Erich Duda fragen, ob er eine weitere Aufzeichnung kennt: www.suessmayr.at

In der Discographie dieser Website ist das Requiem zwar nicht aufgeführt, aber der Bestand ist nach seiner Auskunft länger nicht aktualisiert worden.

Sollte die dortige eMail-Adresse nicht funktionieren, kannst Du mir eine PN schicken, ich habe weitere...

Beste Grüße
Ulli
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38

Donnerstag, 22. September 2005, 17:49

Salut Ulli
vielen Dank für den Tipp - die Seite hab' ich eh schon ein paar mal bewundert, da die Kritiken des Süßmayer Requiems so gut waren, wäre ich ja sooo schrecklich neugierig darauf es zu hören, aber einen SACD-Player kauf ich mir jetzt deswegen auch nicht - das geht zu weit.
schönen Abend wünsch ich noch
d.
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Ulli

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39

Donnerstag, 22. September 2005, 18:16

Salut,

Hier noch ein Hinweis für Dich...

...aber wahrsacheinlich bist Du bereits bestens informiert.

LG
Ulli
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Samstag, 8. Oktober 2005, 16:10

Hallo Ulli
jetzt liegt sie bei mir im Player - die Süßmayr - CD. Es ist eh eine Hybrid - CD.
Aber da kommt auch schon die Enttäuschung, Süßmayr's Requiem dauert nur 18 Minuten und klingt für mich eher enttäuschend. So ist das manchmal eben wenn die Erwartungshaltung zu hoch geschraubt ist.
Dafür ist die Aufnahme des KV626 recht gelungen und entschädigt ein wenig für die kleine Schmach mit Franz Xaver S.
lG
d.
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Ulli

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41

Samstag, 8. Oktober 2005, 16:31

Salut, re mineur,

ich wage eine vage Behauptung und verweise der Einfachheit halber auf meine Ausführungen betreffend der Süßmayr'schen Notentexte:

Musik und Politik - Schönbergs Begriff des vagierenden Akkords

Dort nachzulesen unter II.

Ich kenne [leider] das Requiem von Süßmayr noch nicht und hatte auch noch nicht Gelegenheit, mir den Notentext anzuschauen; das wird aber sicherlich beides bald nachgeholt.

Zudem ist mir derzeit nicht geläufig, wann Süßmayr das Requem komponierte. Auch das ist für eine definitive Beurteilung wichtig. Süßmayr hat ab etwa 1788 von Mozart "gezehrt", von ihm gelernt, seinen Stil übernommen. Einige der früheren Werke Süßmayrs, z.B. seine Sonate für Violine und Clavier, sind bei weitem nicht so weit entwickelt, wie sein Concert für Bassettklarinette, sein Ave Verum oder die Claviersonate B-Dur.

Schöne Grüße ins schöne Wien
Ulli
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der Lullist

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42

Samstag, 8. Oktober 2005, 17:26

Zwar schon mal im "Musik für Versailles" Threat erwähnt, aber den ließt ja nicht jeder :D



André Campra - Requiem

La Grande Ecurie et la Chambre du Roy / Les Pages du Chapelle / Malgoire




Charles d'Helfer Requiem - Messe de Funérailles des Duc's de Lorraine 1609 & 1624
A Sei Voci / Les Sacqueboutiers de Toulouse / La Psallette de Lorraine / Fabré-Garrus

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43

Samstag, 8. Oktober 2005, 19:42

salut ulli
vielen Dank für deine prompte Antwort.
Ich kann im Augenblick als Quelle nur das Booklet der cd verwenden, hier schreibt ein gewisser Malcolm Bruno,der Produzent der cd, dass er im Bendektinerkloster in Kremsmünter die Reinschrift des zweiten Süssmayr Requiems gefunden hat. Das Entstehungsdatum ist unklar aber, da das erste Requiem Süßmayr's 1786 entstanden ist, nimmt er an das dieses Requiem nach kv626 entstanden ist und jetzt das erste mal seit 200 jahren wieder zur Aufführung gebracht wurde.
Das Irritierende ist die "Schlichtheit" dieses Werkes im Vergleich zu Mozart's Requiem und natürlich der eher blumige deutsche Text. Die Besetzung wurde in dieser Aufnahme so gewählt, wie damals in der Wiener Kirchenmusik üblich:
Streicher ohne Bratschen, Orgelcontinuum und zwei Hörner. Die Naturhörner die Süßmayr ursprünglich für die Aufführung vorgesehen hat wurden hier durch "mozartsche" Bassetthörner ersetzt.
So, jetzt werde ichs mir noch mal in Ruhe anhören.
alles Liebe aus Wien
d.
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Ulli

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44

Samstag, 8. Oktober 2005, 19:47

Salut,

Danke für die Informationen, dann werde ich mir schleunigst die Kopie der Handschrift von Duda besorgen, um das zu eruieren. Ich könnte mir vorstellen, dass Süßmayr hier durch seine dt. Opern infiziert wurde...

LG und nochmals Danke
Ulli [evd]

P.S. Das Süßmayr'sche "Deutsche Requiem" [SmWV 104] ist lt. Duda vor der Vervollständigung des Mozartischen [SmWV 105] entstanden. Die missa solemnis [SmWV 106] ist übrigens ein grandioses Werk, Hörbeispiel auf www.suessmayr.at
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Ulli

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45

Donnerstag, 20. Oktober 2005, 23:26

RE: Requiem ohne Brahms und Mozart

Zitat

Original von D.Minor


Vielleicht kann man dieses forum mit einem kleinen vorschlag meinerseits wiederbeleben.
Mozart hat Gossec und sein Requiem gekannt und es hat ihn angeblich auch bei kv626 beeinflußt.

lg
d.minor


Salut,

ah! Jetzt habe ich doch den Thread wiederentdeckt. Meiner Meinung nach hat das Gossec-Requiem [Grand messe des morts], welches ich nunmehr minimum 30 mal gehört habe in den vergangenen Tagen recht wenig mit Mozart's Requiem zu tun, vielmehr jedoch mt der c-moll-Messe KV 427. Um mich dazu näher zu äußern [wo? hier darf ich ja nicht...], muss ich es aber noch ein paar mal hören.

:hello:

Ulli
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D.Minor

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46

Freitag, 21. Oktober 2005, 12:21

Also 30 mal hab' ich es glaub' ich noch nicht gehört, aber jetzt muß ich mir aber sofort KV 427 aus dem regal holen.
Trotzdem hab ich da eine gewisse Verwandtschaft zwischen Gossecs und Mozart's Requiem verspürt.
lg
d.
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romeo&julia

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47

Freitag, 21. Oktober 2005, 12:48

Hallo TaminoanerInnen

Wir haben kürzlich folgende CD erworben;



Francisco Guerrero 1528 - 1599 "Requiem 1582" von Glossa mit dem Orchestra of the Renaissance mit Michael Noone.

Die Musik Guerreros lässt uns in eine längst vergangene Zeit zurückversetzten.

Francisco Guerrero war die wahre musikalische Lichtgestalt in Spaniens goldenem Zeitalter. Sind wir heute auch mehr daran gewöhnt Victoria als den Koloss der spanischen Renaissancemusik anzusehen, so war es zu seiner Zeit Guerrero, dem die meiste Anerkennung zuteil wurde.
Von Guerrero, nicht von Victoria, ist ein Porträt erhalten.
1574 wurde er Kapellmeister von Sevilla. Ausser 19 Messen veröffentlichte er mehr als 150 liturgische Stücke und Motetten.
Guerrero hat seine Werke offenbar immer wieder überarbeitet. Die Version der vorliegende Aufnahme wurde 1582 in Rom überarbeitet.
Eine der bemerkenswerten Charakteristika der Musik in der Kathedarle von Sevilla war die Teilnahme von sogenannten ministriles,die Schalmei, Zink, Zugposaune und Dulzian spielten.

Beste Grüsse aus Basel

romeo&julia

Ulli

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48

Freitag, 21. Oktober 2005, 12:57

Zitat

Original von D.Minor
Also 30 mal hab' ich es glaub' ich noch nicht gehört, aber jetzt muß ich mir aber sofort KV 427 aus dem regal holen.
Trotzdem hab ich da eine gewisse Verwandtschaft zwischen Gossecs und Mozart's Requiem verspürt.
lg
d.


Salut,

dann vergleiche bitte einmal Gossecs Sopran-Aria "Inter oves" mit Mozarts Sopran-Solo-Einlage "Christe" im Kyrie sowie mit der Arie "Laudamus te" [Mzt.].

LG
Ulli
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49

Freitag, 21. Oktober 2005, 18:03

Chapeau !
hab's verglichen - sie haben wohl recht monsieur Ulli.
aber kv427 kenne ich bis jetzt nur eher rudimentär.
wiener grüße
d.
ps: ich hab' nur eine billigsdorfer-aufnahme von KV 427 - gibst du mir eine empfehlung.
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Ulli

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50

Freitag, 21. Oktober 2005, 20:17

Salut, re-mineur,

isch habe gar keine Aufnahme... :O

und zum Zwecke der Empfehlung fragst Du bestimmt den Falschen, aber - kuxstu hier:

Mozarts Große Messe in c-moll - ein gewaltiger Torso

:hello:

salutations alsaciennes
Ulli

P.S. Wenn es das gibt, würde ich eine Aufnahme mit Concerto Köln, einem guten Chor sowie phänomenalen Solisten wählen... vor allem: keine Rekonstruktion.
:angel:
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romeo&julia

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51

Dienstag, 25. Oktober 2005, 16:41

Servus liebe TamînoianerInnen

Gerne möchten wir auf golgende Aufnahme aufmerksam machen.

Jean Richafort Requiem



Uns war bis vor kurzem dieser Komponist gänzlich unbekannt.
Gemäss dem ausführlichen CD Textbeitrag von Paul Van Nevel wurde Richfort, der Frankflame (ca 1480-1547), von seinen Zeitgenossen geschätzt. Päpste, Musikerkollegen und Theoretiker, sie alle werden aufgeführt und zitiert.
Die Meisterschaft dieser Musik liege aber auch nicht in der motivischen Ereignisdichte, behauptet Paul van Nevel. Wie schwer das Wunder einer lang ausschwingenden modalen Melodielinie im Gegensatz zu Kanon oder Imitationstechniken auch zu beschreiben sein mag, das Huelgas Ensemble überzeugt.
Die Männerstimmen dominieren die Besetzung; die wunderbaren knabenhaften Frauenstimmen unterstreichen noch diese ganz eigene Färbung, die uns spontan angesprochen hat.

Salut

romeo&julia

Draugur

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52

Montag, 7. November 2005, 00:52

Wurde, wenn ich recht gesehen habe, noch nicht genannt:

Schumanns Requiem für Mignon, eine wunderschöne, etwa 13-minütige Goethe-Vertonung. Ist natürlich kein Requiem im liturgischen Sinne, sondern ein ausgesprochen weltliches Stück, was mir auch durchaus gelegen kommt, da ich das Christliche in der klassischen Musik oft als drückende Last empfinde (will diese Ansicht natürlich niemandem aufdrängen).

Ich hatte nämlich kürzlich das "Vergnügen", unter wenig erfreulichen Umständen, nämlich in einer Schulaula, mit schlechter Klavierbegleitung (immerhin war der Klavierauszug von Schumi selbst und damit autorisiert) und vor mehr schlecht als recht gefülltem Auditorium mit einem kleineren Chor dieses Stück zu singen. Bin auch im Besitz einer etwas halbgaren Aufnahme (nicht der abgebildeten). Das Werk hätte auf jeden Fall viel mehr Aufmerksamkeit verdient.
„People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

petemonova

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53

Montag, 14. November 2005, 20:41

Seit einigen Tagen kenne ich nun auch das Fauré-Requiem und ich bin begeistert ob der Schönheit, die von dieser Musik ausgeht.
Zuoft mag ich es nicht hören, da es dann vielleicht die Wirkung verliert.
Aber ich bin froh, dass ich dieses wunderbare Werk für mich entdeckt habe.



Die Aufnahme mit Ozawa gibt es günstig zu erwerben, ich bin damit auch sehr zufrieden.
Außerdem sind auf der CD noch einige Lieder, gesungen von Barbara Bonney und Hakan Hagegard.


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Siegfried

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54

Dienstag, 29. November 2005, 15:06

Requiem

Ein moderner Klassiker wurde noch nicht genannt:
Das Requiem von Sir Andrew Lloyd Webber.
Ich besitze die ECO-Aufnahme mit Lorin Maazel/Placido Domingo/Sarah Brightman u.a.,die mir sehr gut gefällt.
Webber hat dieses Werk seinem Vater gewidmet.
Freundliche Grüße Siegfried

C.Huth

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55

Freitag, 23. Dezember 2005, 20:07

Frage zum Gossec-Requiem an die zahlreichen Experten:

Ich hatte eben diese Aufnahme in der Hand:



WDR Rundfunkchor Köln, Capella Coloniensis/ Herbert Schernus; Solisten weiß ich gerade nicht auswendig, Alessandro Corbelli war glaube ich dabei. Geht da der Daumen eher hoch oder eher runter?

LG - C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Ulli

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56

Freitag, 23. Dezember 2005, 20:24

Salut,

Capella Coloniensis und Coverbild:

Die Aufnahme kenne ich allerdings nicht.

Vielleicht hilft's...

LG
Ulli
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Freitag, 23. Dezember 2005, 22:38

Hallo C.Huth,

ich kenne die Capriccio-Aufnahme auch nicht, kann aber das hier durchaus empfehlen, vielleicht mit ganz leichten Abstrichen beim Chor. Das liegt aber an meiner Abneigung gegen Vibrato bei Chorsängern. Es ist in diesem Falle nicht schlimm ausgeprägt, nur manchmal schlägt es durch.




Die Aufnahme ist zudem noch um die Hälfte günstiger.


Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

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58

Montag, 26. Dezember 2005, 03:15

Michael Haydn

...Ist es hier schon erwähnt worden?

Das Requiem für Erzbischof Siegmund von Michael Haydn

Ich habe es heute zum ersten Mal gehört, da ich mich zum Fest mit der Aufnahme durch Robert King und sein King's Cosort beschert habe - Toll!!!
Es ist ein wunderbares, sehr prachtvolles Werk, das durchaus Ähnlichkeiten mit dem später entstandenen Mozart-Requiem aufweist...

Hat das Wolferl da ein bisschen geklaut?

:hello:
Daniel

D.Minor

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59

Montag, 26. Dezember 2005, 09:51

re: haydn requiem

kann sein dass wolferl ein wenig geklaut hat - er hat ja angeblich mit seinem vater bei der uraufführung mitgespielt ( las ich zumindest mal in einem booklet).
aber nennt man das nicht einfach inspiration :yes:
lg
d.
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Montag, 26. Dezember 2005, 11:12

RE: haydn requiem

Zitat

Original von D.Minor
kann sein dass wolferl ein wenig geklaut hat - er hat ja angeblich mit seinem vater bei der uraufführung mitgespielt ( las ich zumindest mal in einem booklet).
aber nennt man das nicht einfach inspiration :yes:
lg
d.


Salut,

Vater und Sohn Mozart haben von Amts wegen bei der Aufführung des Requiems von Michael Haydn mitgewirkt. W. A. Mozart hat Zeit seines Lebens große Stücke auf das geistliche Werk seines Freundes und Kollegen gehalten. Das einzige jedoch, was man als unmittelbar übernommen gelten lassen kann ist die "Et lux perpetua"-Floskel. Inspiriert war Mozart auch durch M. Haydns Verwendung des 1. Psalmtones beim "Te decet..." - Mozart verwendete den 9. Psalmton. Das Motiv der Kyrie-Fuge [Bass] scheint mir eher eine Floskel zu sein, die Mozart in abgewandelter Form öfter benutzte: "Laudate Pueri" aus KV 339, Skizzen zum Streichquartett d-moll KV 417c. Auch Joseph Haydn benutzte das Kyrie-Motiv im Schlußsatz eines Streichquartettes als Fugenthema [leider weiß ich nicht, welches].

:hello:
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