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Alfred_Schmidt

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1

Samstag, 15. Januar 2005, 06:24

Wer fürchtet sich vorm Telemann? - Die Instrumentalkonzerte

Georg Philipp Telemann (14.3.1681-25.6.1767) war einer der beliebtesten Komponisten seiner Zeit. - Heute gilt er vielen als Vielschreiber. Das war er auch, aber das hatte, welch seltener Fall, keinen negativen Einfluß auf die Qualität.

Dennoch steht er heute (zu Unrecht, wie ich meine) im Schatten Bachs, ein Übelstand, den dieses Forum auch nicht beheben, wohl aber mildern kann

Dieser Thread war längst geplant, auch der Titel stand bereits fest, da wurde ein anderes Telemann-Thema gestartet, im Kammermusik-Forum mit dem Titel "Pariser Quartette".
Nun gut dachte ich, dann schreib ich meinen Thread eben im Sommer.
Der Zufall wollte es, daß die "Pariser Quartette, die ich anlässlich des anderen Threads kaufen wollte, gerade nicht lieferbar war.

So dirsponierte ich um und kaufte folgende CD:



Georg Philipp Telemann:

Sämtliche Violinkonzerte Folge 1
L´Orfeo Barockorchester
Elisabeth Wallfisch, Violine und Dirigent
cpo


Nach Abhören dieser CD stand mein Entschluß fest: Ein weiterer Telemann-Thread muß her.
Das Thema ist diesmal: Instrumentalkonzerte von Telemann.
Telemann hat uns auf diesem Gebiet über 100 Konzerte hinterlassen, die meisten sind Bläserkonzerte.
Dennoch gibt es über 20 überlieferte Violinkonzerte. CPO har sich die Aufgabe gestellt, alle für die CD einzuspielen, die erste ist bereits erschienen......

Wie beschreibt man dem Neueinsteiger den Stil Telemanns ?

Nun ja, ein wenig Vivaldi ist da schon Pate gestanden, zudem imitierte Telemann gern den französischen Stil.
Auf den Punkt gebracht: Es klingt nach allem und jenem, am wenigsten klingt es deutsch.....

Natürlich ist der Vergleich mit Vivaldi nur eine unzlängliche Krücke, Telemann hat seinen eigenen Stil.

Was ich hier sammeln möchte, sind Empfehlungen für KONZERTE,
Orchestersuiten und dergl. sind in diesem Thread nicvht gefragt...

Beste Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

BigBerlinBear

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2

Samstag, 15. Januar 2005, 11:35

Hallo Alfred,

die Violinkonzerte mit Elisabeth Wallfisch sind wirklich eine gute Wahl und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Folgen:

ebenfalls empfehlenswert sind:









(eine meiner liebsten Telemann-Cds überhaupt)

und zum Schluss noch diese hier:



Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

der Lullist

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3

Samstag, 15. Januar 2005, 20:40

Telemann ist ein ganz Großer

Hallo zusammen,

also wenn man Telemann noch nicht kennt, dann wahrscheinlich aber Bachs Orchestersuiten und Händels Wassermusik und die Feuerwerksmusik, diese Werke stehen ebenfalls in frz. Tradition und kommen dem Stil Telemanns sehr nahe.
Natürlich gibt es auch viele italienische Anklänge, doch durch sein Hofkapellmeisteramt in Sorau, hatte er die meiste Zeit damit zu tun Orchestersuiten von Lully, Campra und Destouches aufzuführen, bzw, eigene zu verfassen.

Unbedingt haben muß man Telemanns Tafelmusik, damit hat man schon eine nette Auswahl an einigen Orchester und Kammersachen.
Die Tafelmusik war seinerzeit übrigens Telemanns Verkaufsschlager und das mit Recht!
Es sind Orchestersuiten, Cóncertos, Quartette etc. enthalten und Telemann sagte selbst von seiner Sammlung: "Diß Werk wird hoffentlich mir einst zum Ruhm gedeien..."

Die Einspielung die ich empfehlen würde stammt von der
Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel

Telemann folgte dem neuen Musikideal indem man versuchte das beste aus dem französischen und italienischen Stil zusammenzuführen.
Man sollte sich aber auch mit den "Originalen" beschäftigen um den Wert Telemanns erst wirklich zu begreifen, d.h. mit den Franzosen denen er nacheiferte Lully, Campra und Delalande und natürlich auch die Werke Corellis, Vivaldis und Albinonis.

Ich breche hier jetzt mal eine Lanze für Telemann, ich halte ihn für eines der größten (musikalischen) Genies überhaupt.
Er schrieb im Alter von 12 Jahren seine erste Oper - als Autodidakt!
Er beherrschte alle damals gebräuchlichen Instrumente, er stach seine Werke selbst um sie Drucken zu lassen, brachte die erste deutsche Musikzeitung heraus (der getreue Musikmeister) , betätigte sich als Poet und steht Heute im Guines Buch der Rekorde als produktivster Komponist aller Zeiten.
Nimmt man die gesamten Werke Bachs und Händels so hat man etwa die Hälfte von dem was Telemann komponiert hat.
Ich schätze er hat aber noch wesentlich mehr geschrieben, allein über 1000! Orchestersuiten soll er verfasst haben.

Diese unglaubliche Kreativität dieses Mannes, seine angenehme Person und sein Humor machten ihn zum damaligen erfolgreichsten deutschen Komponisten, der vor allem in Frankreich zahlreiche Verehrer hatte.

Es gibt ein nettes kleines Büchlein, eine Autobiographie, schon etwas betagt, aber angenehm zu lesen:
Telemann von Karl Grebe
Rowohlts monographienISBN 3-499-50170-8

Sich mit Telemann zu beschäftigen ist eine absolute Bereicherung, er gehört zu den ganz Großen! :jubel:

petemonova

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4

Samstag, 15. Januar 2005, 20:50

@ Der Lullist:

Ich will ja nicht pingelig sein, aber:

Zitat

Was ich hier sammeln möchte, sind Empfehlungen für KONZERTE,
Orchestersuiten und dergl. sind in diesem Thread nicht gefragt...
:yes:


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

der Lullist

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5

Samstag, 15. Januar 2005, 21:20

Tschuldigung ich wills auch nicht wieder tun... ;(

ich dachte nur das gerade die Tafelmusik eine gute Zusammenstellung von Instrumentalen Werken ist, die Telemann auch noch besonders gut gelungen ist und immerhin sind ja nur 3 Orchestersuiten enthalten... :D

Aber was die Konzerte (sind auch Sonaten erlaubt?) betrifft so habe ich eine CD endeckt die absolut zu empfehlen ist:
"Viola da Gamba"
Eine Auswahl von Sonaten und Concertos für besagtes Instrument
interpretiert von Lorenz Duftschmid / Armonico Tributo Austria
erschienen bei Arcana

reklov29

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6

Sonntag, 16. Januar 2005, 20:52

Wer fürchtet sich vorm Telemann ? - Die Instrumentalkonzerte

Hallo,
dass nachstehende Trompetenkonzert von Telemann in es-Dur, Trompeter Maurice Andre hatte ich
bereits als LP von Archiv...





eine überragende Trompeteneinspielung - Telemanns Trompetenkonzert in Es-Dur - des französischen Startrompeters der 60-80 Jahre ,Maurice Andre...

Grüße
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Sonnensucher

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7

Montag, 15. Mai 2006, 08:05

Schnäppchen oder kultureller Ausverkauf?

Man ist sich immer nicht sicher, ob man sich nun darüber freuen oder sich dafür schämen soll?!
5,99 EUR (!) für eine 4-CD-Box mit sämtlichen Trompetenkonzerten Telemanns.
Schnäppchen oder Verramschung der abendländischen Kultur?



Georg Philipp Telemann
Sämtliche Trompetenkonzerte

Otto Sauter, Trompete
Franz Wagnermeyer, Trompete
Kenji Tamiya, Trompete
Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim
Ltg. Nicol Matt



Die solide musizierte und produzierte Edition wäre ihr Geld, selbst im höherpreisigen Segment, auf jeden Fall wert.

Nicht etwa, wie so oft bei Kompletteinspielungen von Werkgruppen, um der Vollständigkeit halber schnell und oberflächlich heruntergespielt, sondern überlegt und mit viel Gefühl für die Seele des Werkes intoniert, lassen Matt, sein Orchester und die Solisten kaum Wünsche offen.

Eine schöne kleine Box, welche für meinen Geschmack sogar an die exzellente Goebel-Einspielung heranreicht.

Ein Jammer, daß man im Lande Bachs und Beethovens solch herrliche Musik offenbar nur noch zu Ramschpreisen an die Frau und den Mann bringen kann.


Es grüßt Euch

Laurenz
`
Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

— Paul Watzlawick —

`

der Lullist

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8

Montag, 15. Mai 2006, 08:20

Also als "solide" würde ich diese Einspielung nicht einstufen, diese ganzen Einspielungen mit Matt sind nach meinem Empfinden nichtmehr zeitgemäß, ich frage mich jedesmal - was will der eigentlich ?

Es wird gespielt wie 1965 - und selbst da gab es bessere Aufnahmen.... also mir hat das ganze überhaupt nicht zugesagt und ich würde sogar behaupten, das man Telemann mit solchen Produktionen keinen Gefallen tut.

Besonders schade weil das Repertoire wirklich sehr schön ist - aber ich werde in Zukunft keine weiteren Einspielungen von Matt kaufen, das ist lieblose Massenware - zumindest wenn es so gespielt wird, egal ob Albinoni, Torelli oder eben Telemann.

Vergleicht man diese Einspielung mit Aufnahmen der Akademie für Alte Musik Berlin, oder selbst den Uralt-aufnahmen von Gustav Leonhardt dann wird, glaube ich, deutlich was ich meine.

So dermaßen langweilig hab ich Barockmusik selten gehört - daher paßt der Preis :stumm:
Aber letztendlich ist es immer eine Frage des persönlichen Geschmacks....

:hello:

9

Montag, 15. Mai 2006, 09:58

Hallo,

naturgemäß bin ich von Telemanns Oboenkonzerten ganz besonders begeistert. Das schönste von ihnen ist für meine Begriffe das Konzert in e-moll. Dazu heißt es auf einem alten Plattencover: "....daß hingegen die beiden Konzerte c-moll und e-moll deutlich weniger dem Vivaldischen Einfluß verpflichtet sind, verrät schon die viersätzige Anlage, die bei Vivaldi eine relativ untergeordnete Rolle spielt. Mehr aber noch entzieht sich hier die Binnenstruktur dem vivaldischen Vorbild. Der systematische Ritornell-Solo-Wechsel bei Vivalid macht einer diffizilen, vom Affekt bestimmten Gestaltungsweise Platz....die Satzgestaltug zielt nicht so sehr auf eine planmäßige, sinnerfüllte Struktur, sondern mehr auf ein Ensemble von Affektbereichen. Diese schöpferische Zerstörung der vivaldischen Satzstruktur, wie sie Telemann neben Bach und anderen deutschen Komponisten in seinen Konzerten vollzieht, sollte sich als ein musikgeschichtlich progressiver Prozess erweisen..."
Die 1978 auf der dazugehörigen Platte festgehaltene Interpretation (auf modernen Instrumenten) durch den Oboisten Burkhard Glaetzner und das Kammerorchester Berlin unter Hartmut Haenchen gefällt mir wegen ihrer Ausdrucksintensität besonders gut.

Einer meiner weiteren Favoriten ist das Tripelkonzert E-Dur für Flöte, Oboe d´amore, Viola d´amore und Streicher. Ich habe letztes Jahr bei einer Aufführung dieses Stücks im Rahmen einer Museumskonzertreihe mitgewirkt, und das hat überdurchschnittlich viel Freude gemacht. Alleine der erste Satz mit seinem schwebenden Beginn gehört sicherlich zu Telemanns besten Eingebungen.
Eine ausgezeichnete Aufnahme (diesmal mit barockem Instrumentarium) dieses Stücks liegt mit dem Ensemble "Il Gardellino" und Marcel Ponseele vor. Auf der gleichen CD findet man noch das ebenfalls sehr reizvolle Konzert für Oboe d´amore und Streicher in A-Dur.

Viele Grüße

Bernd

ulfk179

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10

Dienstag, 29. August 2006, 12:44

Frage an die Telemann-Experten:
Ich habe mir neulich die weiter oben angesprochene Aufnahme "Barocke Trompetenkonzerte" zugelegt, auf der sich auch Telemanns e-Moll-Konzert befindet. Aber irgendwoher kenne ich das Werk, zumindest ansatzweise. Leider habe ich z.Z. keinen Zugriff auf meine vollständige Plattensammlung, aber: kann es sein, dass Telemann Motive aus dem Trompetenkonzert in anderen Konzerten, eventuell für Oboe, "wiederverwertet" hat (oder auch umgekehrt) ? Oder hat ihn jemand gar plagiiert (oder auch umgekehrt) ?
Danke für jeden Hinweis - das Ganze treibt mich jetzt schon seit Tagen um....

salisburgensis

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11

Dienstag, 29. August 2006, 13:38

Hallo ulfk179,

es gibt kein orginales Trompetenkonzert in e-Moll von Telemann. Das was auf dieser CD ist, muß eine Bearbeitung sein, möglicherweise von André selber. Der hat ja alles mit seiner Trompete gespielt, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Gleiches gilt übrigens auch für das ebenfalls auf der CDs befindliche B-Dur Konzert von Händel. Auch das muß eine Bearbeitung sein. e-moll und B-Dur sind zudem zwei Tonarten, die im Barock für Trompete absolut ungebräuchlich waren.

Die Orginalstücke würde ich zuerst unter den Konzerten für Oboe oder Flöte suchen (z.B. Händels HWV 301 oder 302 als Vorlage für das B-Dur Konzert), aber vielleicht war´s auch ein Violinkonzert. Bei Telemann fiele mir als relativ bekanntes Konzert für Bläser in e-moll nur das für Blockflöte & Traversflöte aus der Tafelmusik ein.

Genaueres kann ich dazu nicht sagen, weil ich besagte CD mit Maurice André nicht besitze.

herzliche Grüße,
Thomas
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- H. Heine -

musicophil

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12

Dienstag, 29. August 2006, 13:45

Ich hatte dieses Violakonzert von Telemann bereits auf LP, aber als es auf CD kam, wurde es sofort gekauft.

[IMG]http://www.MyOnlineImages.com/Members/musicophil/images/Mozart%20- Hummel.jpg[/IMG]

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

13

Dienstag, 29. August 2006, 14:21

Hallo ulfk 179.

kannst du mal die Satzfolge des fraglichen e-moll-Konzertes posten? Dann könnte man vielleicht genauere Vermutungen anstellen.

André, dessen Töchterchen, wenn ich mich nicht irre, Oboe spielt, hat gerne Oboenkonzerte auf der Trompete verhackstückt (es gibt sogar eine Aufnahme mit dem Haydn zugeschriebenen und auf der Trompete sicherlich sehr schwer zu bewältigenden C-Dur-Konzert).

Viele Grüße

Bernd

ulfk179

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14

Dienstag, 29. August 2006, 14:38

Hallo Bernd und Thomas !

Ach du herrje, wollte soeben die Satzfolge niederschreiben, da entdecke ich doch den Zusatz "Original für Oboe", der sich aber nur im Booklet findet. Damit hätte sich die Angelegenheit wohl erledigt.
Hier dennoch die Satzfolge:
Andante - Allegro molto - Largo - Allegro
Manchmal sollte man vielleicht erst selber nachdenken als gleich um Hilfe zu rufen.... Genug der Selbstkritik - danke fürs Angebot !

Grüße,

Florian

salisburgensis

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15

Dienstag, 29. August 2006, 14:57

Zitat

Original von ulfk179
Ach du herrje, wollte soeben die Satzfolge niederschreiben, da entdecke ich doch den Zusatz "Original für Oboe", der sich aber nur im Booklet findet. Damit hätte sich die Angelegenheit wohl erledigt.
Hier dennoch die Satzfolge: Andante - Allegro molto - Largo - Allegro



Dann dürfte das Orginal das Oboenkonzert TWV 51: e1 sein.


:hello:
Thomas
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salisburgensis

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16

Sonntag, 3. September 2006, 14:44

Hallo,

neben den IMO etwas schwächeren, aber trotzdem schönen Gambenkonzerten von Johann Gottlieb Graun und Johann Pfeiffer findet sich auf folgender CD auch die göttliche Suite für Gambe, Streicher und Basso Continuo von Telemann, TWV 55: D6. Ich liebe das Stück sehr. Die spritzige Trompette, genauso wie die lyrische Sarabande und die tänzerische Gigue und die erhaben noble Ouvertüre sowieso.



Viola Da Gamba Concertata
Siegfried Pank, Gambe
Akademie für Alte Musik Berlin
erschienen bei Capriccio, aber die Orginalaufnahme stammt vom VEB Deutsche Schallplatten Berlin (Ich habe beide :D )


liebe Grüße,
Thomas
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Arietis

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17

Sonntag, 3. September 2006, 16:05

Hallo,

eine fantastische Einspielung mit Hornkonzerten und Horn-Ouverturen von Telemann.



Die Performance der 2 bzw. 3 (im D-Dur Concerto) Nauthorn-Solisten ist geradezu unglaublich. Genauso erstaunt die herrliche Erfindungsgabe von Telemann. In TWV55 kostet er die Spielearten der Overture mit Sätze wie 'Les Janissaires, Espagniole, Carillon oder A la Trompette' lustvoll aus (Telemann = Masse + Klasse).

Ohne Übertreibung eine der schönsten Platten mit Musik von Telemann.

Gruß
Jörg

SASIS

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18

Montag, 2. Oktober 2006, 20:21

Hallo,

ich wüsste eine CD mit ein paar Konzerten, Goebel wurde hier zwar schon einige Male erwähnt, ich glaube jedoch nicht mit dieser CD:



Chamber Concertos
Musica Antiqua Köln, Reinhard Goebel


Meiner Meinung nach jedenfalls sehr gut.
lG
Disco, oida ;)

Bernhard

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19

Samstag, 1. September 2007, 17:07

Guten Tag

wenn auch nicht alle Werke dieser



Einspielung mit den Konzerten:

"Konzert E-Dur für Violine, Viola da gamba, Bc;
Konzert A-dur für Viola da gamba, 2 Violinen, Bc;
Suite d-moll für Viola da gamba, Streicher, Bc;
Konzert G-Dur für Viola da gamba, Streicher, Bc;
Sonate h-moll für Violine, Viola da gamba, Bc"

orginale Gambenkonzerte sind, die Aufnahme mit dem
Freiburger Barockorchester und Hille Perl (Gambe) ist hörenswert :jubel: :jubel:

Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

Bernhard

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20

Samstag, 1. September 2007, 17:43

RE: Telemann ist ein ganz Großer

Guten Tag

Zitat

Original von der Lullist
Hallo zusammen,

Es gibt ein nettes kleines Büchlein, eine Autobiographie, schon etwas betagt, aber angenehm zu lesen:
Telemann von Karl Grebe
Rowohlts monographienISBN 3-499-50170-8



Da möchte ich noch auf ein neueres (2004), sehr gut lesbares Buch (140 S.) über Telemann hinweisen:



Eckard Klesmann "Georg Philipp Telemann"

Zitat

Sich mit Telemann zu beschäftigen ist eine absolute Bereicherung, er gehört zu den ganz Großen!


Auf jeden Fall :hello: :jubel:

Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

Carola

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21

Samstag, 10. November 2007, 15:42

Auch ich besitze seit kurzem die bereits erwähnte CD mit Hille Perl und dem Freiburger Barockorchester:



Meiner Neigung zur Kammmermusik folgend gefällt mir das erste Stück, eine Triosonate, am besten. Es ist einfach großartig, wie Hille Perl auf der Gambe und Petra Müllejans auf der Violine hier zusammenspielen.

Auch die danach folgenden Konzerte gefallen mir gut, allerdings fehlt mir hier doch ein wenig eine farbigere Instrumentierung. Es spielen bei sämtlichen Konzerten nur die Streichinstrumente eine Rolle, von Laute und Cembalo im Continuo abgesehen. Blech- und Holzblasinstrumente sind überhaupt nicht zu hören, was auf die Dauer ein wenig eintönig wird für meinen Geschmack. Hier hätte ich mir eine etwas buntere Auswahl an eingespielten Stücken gewünscht.

Dann habe ich noch eine sehr schöne CD mit Flötenkonzerten Telemanns:



Wer ein Faible für die Blockflöte hat, ist mit dieser Aufnahme mit Daniel Rothert als Flötist bestens bedient. Auch Müller-Brühl mit seinem Kölner Kammerorchester höre ich sehr gerne - auch wenn ich in diesem Forum damit wohl in der Minderheit bin. Zugegeben, sie spielen nicht auf Originalinstrumenten und haben auch nicht immer den Schmiss der HIP-Ensembles. Dafür klingt es aber auch nie ruppig oder überforciert. Auch wenn ich nicht alle der zahlreichen CDs von Müller-Brühl gelungen finde, manche sind in der Tat ein wenig gar zu brav und bieder - diese hier gehört zu den empfehlenswerten.

Mit Gruß von Carola
Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

Bernhard

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22

Samstag, 10. November 2007, 17:19

Guten Abend

eine frühe Bekanntschaft mit Telemans Instrumentalkonzerten machte ich um 1970 mit dieser



Aufnahme. Darauf spielt u.a. Frans Brüggen die Blockflöte.

Eine schöne Aufnahmen vom Konzert für zwei Chalumeaux in d-moll beinhaltet u.a. diese



mit dem Ensemble Collegium Musicum 90.

Gruß aus der Kurpfalz

Bernhard

buccinator

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23

Dienstag, 9. Juni 2009, 10:19

RE: Wer fürchtet sich vorm Telemann ? - Die Instrumentalkonzerte

Zitat

Original von reklov29
Hallo,
dass nachstehende Trompetenkonzert von Telemann in es-Dur, Trompeter Maurice Andre hatte ich
bereits als LP von Archiv...





eine überragende Trompeteneinspielung - Telemanns Trompetenkonzert in Es-Dur - des französischen Startrompeters der 60-80 Jahre ,Maurice Andre...

Grüße
reklov29



...Steht oben erwähntes Trompetenkonzert tatsächlich in Es-Dur ???? Ich kenne die Telemann Konzerte für Trompete eher in D-Dur ( besonders anstrengend der sog. "große" Telemann in Form einer sonata da chiesa, beginnend mit einem recht anstrengenden Adagio...)

allegro_assai

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Registrierungsdatum: 31. März 2005

24

Dienstag, 9. Juni 2009, 11:49

Bei dem Telemann Konzert handelt es sich um das Oboenkonzert e-moll,
in einer Bearbeitung für Trompete. Maurice Andre hat dieses Konzert
1966 mit Karl Richter aufgenommen zusammen weiteren Bearbeitungen von Telemann und Händel.

Diese Aufnahme bei DG bedeutete den Start der Weltkarriere von Andre,
und den Beginn einer Flut von Bearbeitungen für Trompete.

Manni

Schüler

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Registrierungsdatum: 23. März 2006

25

Samstag, 5. September 2009, 22:18

Die Musik von G.P. Telemann ist ganz großes Kino, um es mal salopp, umgangssprachlich auszudrücken. Fürchten muß man sich da nicht.
Da gibts noch so einiges zu entdecken.
Bisher befindet sich die Reihe der Overtures, Sonatas, Concertos Vol. 1-4, Musica Alta Ripa, MDG, in meiner Sammlung.
Telemanns Musik macht süchtig, ähnlich wie die von Händel. Hier muß ich unbedingt noch einiges zukaufen.
Liebe Grüße
der Manfred

tukan

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 5. Oktober 2008

26

Sonntag, 6. September 2009, 09:57

Ach, das freut mich ja, dass es hier doch einige Telemann-Fans gibt.
Dazu rechne ich mich auch!
Besondere Lieblinge sind mir die zwei folgenden Stücke und Aufnahmen:

Blockflötenkonzert in E -moll mit Frans Brüggen und Nicolaus Harnoncourt ( :hello: Bernhard), hörbar auf CD 12 der hervorragenden "Frans Brüggen Edition", aber auch einzeln erwerbbar, bitte ins Presto reinhören!



Suite "Don Quichotte" G-Dur TWV 55:G10, auf dieser Cd vom Heidelberger Barockorchester zu hören, leider nicht mit Cover-Abbildung, aber mit Hörproben(Track 21 bis 27).



Telemann muss aber auch sonst einfach ein angenehmer Zeitgenosse gewesen sein, wie man beim Blättern in dem oben bereits vom Lullisten erwähnten Rowohlt-Bändchen entnehmen kann.

Grüße
tukan

Ulli

Erleuchteter

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Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

27

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 13:04

Den seltenen Fall, daß ein berühmter Komponist genau an meinem Geburtstag Geburtstag hat, habe ich dann nun doch mal zum Anlass genommen, zu hören, was dieser Tagespatron so von sich gegeben hat:



Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Concerti per molti instrumenti

Concerto e-moll für Traversflöte, Oboe d'amore, Viola d'amore, Streicher und b.c.
Concerto e-moll für Fraversflöte, Violine, Streicher und b.c.
Concerto D-Dur für Traversflöte, Streicher und b.c.
Concerto Es-Dur für Streicher und b.c.
Concerto G-Dur für Traversflöte, Chalumeau, Oboe, 2 Kontrabässe, Streicher und b.c.

Masahiro Arita, Traversflöte
Hans-Peter Westermann, Oboe (d'amore)
Andrew Manze, Viola d'amore u. Violine
Eric Hoeprich, Chalumeau
Dane Roberts u. David Sinclair, Kontrabässe

La Stravaganza Köln
Andrew Manze


Sehr schöne Plätschermusik für einen sonnigen Herbstvormittag! Angetan hat es mir der 3. Satz (Andante) des Es-Dur-Concertos ;( Ansonsten hat natürlich das Concerto mit den beiden konzertierenden Kontrabässen und Chalumeau (und im Finale zusätzlich eine Piccoloflöte) einen gewissen Reiz und Seltenheitswert! Zudem sehr schön ausgewogen komponiert.

Die Interpretation ist natürlich großartig und verleiht dieser Art von Musik eine gewisse Räumlichkeit, dabei ist natürlich sehr transparent und privat musiziert.

Als Alternative zu den abgenudelten Brandenburgischen Konzerten Bachs sicher sehr zu empfehlen!

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

m-mueller

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28

Montag, 10. Mai 2010, 00:41

Irgendwie kann ich Telemann nichts abgewinnen - zu durchsichtig und unspannend: vulgo: langweilig.

Seicento

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29

Sonntag, 4. Juli 2010, 14:55

Zitat

m-mueller: Irgendwie kann ich Telemann nichts abgewinnen - zu durchsichtig und unspannend: vulgo: langweilig.

Hallo m-mueller - ich muss Deine Musikalität bewundern. Ich schaffe es nicht, Telemann zu durchschauen. :rolleyes:
Für mich stecken in Telemanns Musik immer noch viele Überraschungen. Ich mag zwar vor allem die Kammermusik. Aber

Vol. 2





der Wallfisch-Reihe mit Konzerten von Telemann (mit der das Thema mal gestartet wurde) gefällt mir außerordentlich.
Was mir dabei besonders gefällt, ist die Tatsache, dass die Konzerte ganz ohne diese Violin-Akrobatik auskommen, die mich bei Vivaldi, Tartini und Locatelli so nervt.

"Rienzi" hat in einem JS Bach-Violinkonzerte-Threat seine Vorliebe für Telemann versucht, mit seinen Schweinsohren zu erklären.
Ich hoffe, diese Diagnose bleibt mir erspart. ;)

Vol 3





gibt es übrigens auch. Die CD enthält aber hauptsächlich Suiten - darf hier also eigentlich gar nicht erwähnt werden :pfeif:

Alfred_Schmidt

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Montag, 5. Juli 2010, 00:58

Zitat

Vol 3





gibt es übrigens auch. Die CD enthält aber hauptsächlich Suiten - darf hier also eigentlich gar nicht erwähnt werden :pfeif:


Vol 3 steht bereits definitiv auf meiner Wunschliste.
Ich habe immer wieder nach dieser Folge Ausschau gehalten - aber allmählich kam ich zur Überzeugung, daß eine solche nie erscheine würde. Nund sehe ich daß sie doch erschioenen ist - vor einigen Wochen.

Ich halte diese Serie für eine wundervolle musikalische Aufnahme, die jeder Freund der Barockmusik besitzen sollte und kann nicht verstehen wie man Telemann unterschätzen kann. Aber ich glaube, dieses Schicksal teilt er mit vielen Barockkomponisten und vielen Vielschreibern - der er ja letztlich auch war....
Auch Vivaldi wurde nach seinem Ableben schon bald die Wertschätung versagt, die er verdient hat, Heinischen und Graupner sind bis heute nicht voll ins Bewußtsein der Hörer vorgedrungen....

Mfg aus Wien

Alfred

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