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musica

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Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

1

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:21

SULLIVAN, Arthur: DER MIKADO

Arthur Sullivan
Der Mikado

___________________________________________
Operette in zwei Akten

Libretto: W.S. Gilbert

Uraufführung: 14. März 1885, Savoy-Theater, London.


Personen:
Der Mikado - Baß
Nanki-Poo, sein Sohn - Tenor;
Ko-Ko, Oberscharfrichter von Titipu - Bariton;
Pooh-Bah, Oberster Beamter für alle sonstigen Angelegenheiten - Bariton;
Pish-Tush, Adeliger - Bariton;
Katisha - Alt; Mündel von Ko-Ko, drei Schwestern: Yum-Yum, Pitti-Sing, Peep-Bo - Sopran;
Edelleute, Wachen, Kulis u. a.


1. Akt

Hof im Hause Ko-Kos in Titipu. Der Mikado, der japanische Kaiser, hat die Hofdame Katisha seinem Sohn Nanki-Poo zur Frau bestimmt. Dieser aber hat sich in die reizende Yum-Yum verliebt, als diese mit ihrem Vormund Ko-Ko bei Hofe weilte. Um der Hochzeit mit Katisha zu entgehen, flieht Nanki-Poo aus dem Palast und begibt sich, als fahrender Sänger getarnt, nach Titipu, um Yum-Yum wiederzutreffen (Lied "A wandering minstrel I"). Diese erscheint mit ihren Freundinnen (Terzett "Three little maids from school") und erkennt seine wirkliche Identität, allerdings gibt es ein Problem: Ko-Ko hat beschlossen, sein Mündel selbst zu heiraten und betreibt bereits die Vorbereitungen dazu. Nanki-Poo ist verzweifelt.
Ko-Ko, früher ein Schneider, war bei Hofe in Ungnade gefallen und wegen Flirtens zum Tode verurteilt worden, jedoch begnadigte man ihn und 'belohnte' ihn nun mit dem (undankbaren) Amt des Oberscharfrichters (Lied "As some day it may happen that a victim must be found, I've got a little list"). Ko-Ko, der Nanki-Poo nicht wiedererkennt und ihn für einen fahrenden Sänger hält, ist nicht minder aufgebracht wie dieser: Soeben erhielt er die Botschaft des Mikado, daß er gefälligst auch seinem Amte genüge tun und gelegentlich jemanden köpfen solle. Wenn er nicht binnen vier Wochen eine Hinrichtung vorweisen kann, soll es ihm selbst an den Kragen gehen. Doch woher so schnell einen Delinquenten hernehmen? Nanki-Poo weiß einen Ausweg: Da er ohne seine Liebste, Yum-Yum, nicht mehr leben mag und diese doch Ko-Ko ehelichen muß, bietet er an, sich freiwillig köpfen zu lassen. Nanki-Poo stellt nur eine Bedingung: Ko-Ko habe ihm für die vier Wochen, die der Mikado als Frist gesetzt hat, Yum-Yum zur Frau zu geben. Ko-Ko willigt ein und man organisiert kurzerhand eine Hochzeitsfeier für die geplante Kurzehe. In den Trubel platzt Katisha hinein, jene Hofdame, deren Hand Nanki-Poo verschmähte. Sie ist dem Sohn des Mikado gefolgt, aber sie kommt nicht dazu, allen zu sagen, wen sie dort wirklich vor sich haben, denn sie wird ständig übertönt, weil Nanki-Poo die anderen so laut singen läßt, wie sie nur können. Rachsüchtig eilt Katisha fort, um dem Mikado zu melden, was geschehen ist.

2. Akt

Garten beim Hause Ko-Kos. Yum-Yum schmückt sich für die Hochzeit; sie freut sich, selbst wenn die ganze Herrlichkeit nur ein paar Wochen dauern soll (Arie "The sun whose rays are all ablaze"). Doch Ko-Ko eilt mit einer neuen Hiobsbotschaft herbei: Er ist noch recht unerfahren in seinem Amt und hat gerade erst den Hinweis erhalten, daß die Hinrichtung eines verheirateten Mannes automatisch den Tod seiner Frau nach sich ziehen muß. Was hat er also von seiner Abmachung mit Nanki-Poo, wenn seine Zukünftige sterben muß? Zu allem Unglück erscheint auch noch der Mikado höchstpersönlich (Chor "Miya sama" und Lied "A more humane Mikado never did in Japan exist"). Katisha hat ihn geholt, um die geplante Hochzeit zu verhindern, Ko-Ko denkt indes, er wolle sich davon überzeugen, welche 'Arbeitsergebnisse' sein Oberscharfrichter vorzuweisen hat. In seiner Angst fälscht Ko-Ko in Absprache mit seinen Freunden, den Beamten Pish-Tush und Pooh-Bah, ein Hinrichtungsprotokoll. So kann er dem Mikado schwarz auf weiß die Vollstreckung seines Befehls vorlegen, und seine Freunde bestätigen die ordnungsgemäße Ausführung. Als Katisha liest, daß das Opfer Nanki-Poo heißt, klärt sie alle entsetzt auf: Man hat den Sohn des Mikado geköpft! Der Herrscher klärt Ko-Ko auf, darauf stehe Tod durch siedendes Öl oder geschmolzenes Blei und er solle gefälligst - ganz nach eigenem Wunsch - alle Vorbereitungen treffen. Ko-Ko eilt zu Nanki-Poo, um ihn dazu zu bewegen, sich seinem Vater zu zeigen. Doch dieser weigert sich, solange ihm droht, dann Katisha heiraten zu müssen. Diese Gefahr besteht eben, solange Katisha noch ledig ist. Ko-Ko geht zu Katisha, die um Nanki-Poo trauert, und hält selbst um ihre Hand an. (Lied "On a tree by a river a little tom-tit sang 'Willow, titwillow, titwillow!'") Katisha willigt ein, denn ein lebender Ko-Ko ist immer noch besser als ein toter Kaisersohn, und man beschließt, rasch zu heiraten.
Der Mikado will nun den Henker seines Sohnes büßen sehen, aber Katisha bittet um Gnade für den ihr frischangetrauten Ko-Ko. Nun erscheint auch Nanki-Poo mit Yum-Yum, und der Mikado hat nichts mehr dagegen, eine Doppelhochzeit zu feiern.
musica

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden.
Dalai Lama