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Pius

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1

Sonntag, 14. Oktober 2007, 21:20

Stabat Mater ohne Dvorak und Pergolesi

Hallo!

Es gibt tatsächlich noch keinen allgemeinen thread über Vertonungen des Stabat Mater.
Dabei gibt es hunderte Vertonungen, von Josquin bis Penderecki, und bislang nur vier speziellere threads zu den Werken folgender Komonisten:

Dvorak

J. Haydn

Pergolesi

D. Scarlatti

Wie es die gewählte Überschrift schon andeutet, stelle ich mir diesen thread so ähnlich vor wie den "Requiem ohne Brahms und Mozart"-thread, d.h. mit Empfehlungen von Werken und Aufnahmen.
Aber auch über die Geschichte des Stabat Mater oder über Textvarianten kann hier diskutiert werden.
Über den ursprünglichen Texter ist man sich ja im Unklaren, ob dies Iacopone da Todi oder Johannes Bonaventura war, jedenfalls aber ein Franziskaner im 13. Jahrhundert.
Ich bin sicher nicht der einzige, der Stabat Maters gerne hört und nicht nur am 15. September (Fest der sieben Schmerzen Mariä).

Ich hoffe, diesem Eröffnungsbeitrag werden sich interessante Werk- und/oder CD-Vorstellungen anschließen.
Ich werde hier sicher auch noch Werke vorstellen, allerdings sind meine favorisierten Vertonungen genau die vier, um die es hier nicht gehen soll, da bereits ein eigener thread vorhanden ist (s.o.).

Viele Grüße,
Pius.



Stabat mater dolorosa
Juxta crucem lacrimosa
Dum pendebat filius.

Cujus animam gementem
Contristatam et dolentem
Pertransivit gladius.

O quam tristis et afflicta
Fuit illa benedicta
Mater unigeniti.

Quae moerebat et dolebat
Pia Mater, dum videbat
Nati poenas incliti.

Quis est homo qui non fleret
Matrem Christi si videret
In tanto supplicio?

Quis non posset contristari
Piam matrem contemplari
Dolentem cum filio?

Pro peccatis suae gentis
Jesum vidit in tormentis
Et flagellis subditum.

Vidit suum dulcem natum
Morientem desolatum
Cum emisit spiritum.

Eja mater, fons amoris,
Me sentire vim doloris
Fac ut tecum lugeam.

Fac ut ardeat cor meum
In amando Christum Deum
Ut sibi complaceam.

Sancta mater, istud agas,
Crucifixi fige plagas
Cordi meo valide

Tui nati vulnerati
Iam dignati pro me pati
Poenas mecum divide!

Fac me vere tecum flere
Crucifixo condolere
Donec ego vixero.

Juxta crucem tecum stare
Te libenter sociare
In planctu desidero.

Virgo virginum praeclara
Mihi jam non sis amara
Fac me tecum plangere.

Fac ut portem Christi mortem
Passionis eius sortem
Et plagas recolere.

Fac me plagis vulnerari
Cruce hac inebriari
Ob amorem filii.

Inflammatus et accensus
Per te virgo sim defensus
In die judicii.

Fac me cruce custodiri
Morte Christi praemuniri
Confoveri gratia.

Quando corpus morietur
Fac ut animae donetur
Paradisi gloria.

Ulli

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2

Sonntag, 14. Oktober 2007, 21:34

RE: Stabat Mater ohne Dvorak und Pergolesi

Ja klar.

Mir fällt sofort das Stabat von Boccherini ein [Danke, dass Du es mir übrig gelassen hast].

Da besitze ich derweil diese Aufnahme, die mir eigentlich schon reicht:



Les Folies Françoises
Sophie Karthäuser

Mit enthalten ist noch das vorgeschaltete Quatuor g-moll op. 24 Nr. 6 [G194], das ich ebenfalls sehr mag.

Die charakteristische Stimme von Sophie Karthäuser ist genial - und die kammermusikalische Besetzung ist ideal. Eine Orgel vermisse ich da bestimmt nicht.

Haydns Stabat hat mich übrigens seinerzeit unerfüllt zurückgelassen [und ich jetzt Haydns Stabat - zum Ausgleich]. Seine "sieben letzen..." [ohne Text] gefallen mir da viel besser.

Weiß übrigens jemand, was der Pelikan [als Sinnbild?] mit dem Text zu tun haben könnte?

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Rosenkavalier

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3

Sonntag, 14. Oktober 2007, 21:52

Rossini

Obwohl sich Rossini bereits aus dem offiziellen Musikleben verabschiedet hatte, ließ er sich 1831 überreden, ein Stabat Mater zu vertonen. Die Entscheidung fiel ihm vor allem aus Respekt für das Pergolesi Stabat Mater nicht leicht, vielleicht scheute er auch den Vergleich.
Das Auftragswerk erklang 1833 das erste Mal in Madrid, die endgültige Fassung wurde jedoch erst 1841 fertig gestellt.

Rossinis Stabat Mater ist üppig orchestriert, die vier Solisten (S1/S2/T/B) sind reichlich gefordert (u.a. enthält das Stabat Mater eine Tenorarie bis zum hohen des).

In meinem Besitz befindet sich diese Aufnahme, die ist durchaus empfehlen kann:



LG
Rosenkavalier
Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man seine Stimme auf diesem Ton aufbaut, man muss zu ihm zurück kehren können, sonst ist es aus.
Agnes Baltsa

Pius

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4

Sonntag, 14. Oktober 2007, 22:01

RE: Stabat Mater ohne Dvorak und Pergolesi

Hallo!

Zitat

Original von Ulli
Weiß übrigens jemand, was der Pelikan [als Sinnbild?] mit dem Text zu tun haben könnte?


Das nur als kleiner Zwischeneinschub:

Zitat

Original von Wikipedia
Thomas von Aquin: Adoro te devote: "Gleich dem Pelikane starbst Du, Jesu mein"

Nach einem Volksglauben soll der Pelikan seine Jungen mit seinem eigenen Blut nähren. In einer dramatischeren Version dieser Legende öffnet sich der Pelikan, wenn er die (von der Mutter oder einer Schlange) getöteten Jungen im Nest auffindet, mit dem Schnabel die Brust, um sie mit seinem eigenen Blut wieder ins Leben zurückholen. Gerade letztere Version wurde in Bezug zum Opfertod Jesu Christi gesetzt, wodurch der Pelikan zu einem in der kirchlichen Heraldik und der gesamten religiösen Kunst häufig verwendeten Motiv wurde.


Wieder was gelernt...
Also nicht wundern, wenn ein Pelikan auf einem Stabat-Mater-CD-Cover erscheint...

Und nun gehts weiter mit Stabat Maters...

Klawirr

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5

Montag, 15. Oktober 2007, 09:53

Hallo Pius,
da fällt mir naklar das »Stabat Mater« von Domenico Scarlattis Vater Alessandro ein. Ein sehr zurückgenommenes, spirituelles, fast meditatives Werk. Es ist schlichter gehalten als etwa das »Stabat Mater« Pergolesis, weniger »farbig«, von tiefer Ernsthaftigkeit und sehr streng gearbeitet.

Ich habe zwei Einspielungen des Werks:



Mirella Freni, Teresa Berganza, Orchestre de Chambre Paul Kuentz,
Sir Charles Mackerras

Diese Aufnhame ist naklar nicht HIP - aber zeugt von der ungeheuren Qualität und Verständigkeit, die Charles Mackerras' Auseinandersetzung mit der Barockmusik bereits in den 1970er Jahren erreicht hatte. Die Solisten sind exorbitant - insbesondere Teresa Berganzas Gesang trifft unmittelbar ins Herz.




Emma Kirkby, Daniel Taylor, Theatre of Early Music, Francis Colpron

Diese zweite Aufnahme ist historisch informiert. Eine - im Vergleich zur oben angesprochenen Interetation - zügige, deutlich »objektivere« und für mein Gefühl kühlere Einspielung. Das Ensemble ist sehr gut, die Solisten musizieren sehr verständig. Der kanadische Counter-Tenor Daniel Taylor, der hier die Alt-Partie gestaltet, hat keineswegs ein dünnes Stimmchen - kann IMO aber mit Teresa Berganzas Interpretationskunst nicht Schritt halten.

Beide Einspielungen sind IMO sehr gelungen. Häufiger höre ich allerdings eindeutig die ältere Aufnahme mit M. Freni und T. Berganza.

Ganz herzlich,
Medard

MarcCologne

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6

Montag, 15. Oktober 2007, 13:19

Ich empfehle zwei Vertreter der "klassischen Moderne", die sich ebenfalls mit dem Stabat Mater-Text auseinandergesetzt haben:

Szymanowsky und Poulenc

Beide Vertonungen gehen sehr eigene, individuelle Wege - beide sind aber (auch für nicht ganz so große "Liebhaber" der Musik des 20. Jahrhunderts) absolut hörenswert und hinterlassen einen tiefen Eindruck.

Das Stabat Mater von Szymanowski habe ich bereits selber mitsingen dürfen und daher liegt es mir besonders am Herzen (man entwickelt zu selbst einstudierten Werken immer eine ganz besondere Beziehung, finde ich).
Es beeindruckt durch seine spröde Herbheit, die - ganz im Gegensatz zum Beispiel zu Rossinis Klangschwelgereien in seinem deshalb nicht minder schönen eigenen Stabat Mater - die Thematik des gesungenen Textes, der in der Hauptsache ja von Tod, Verlust, Schmerz und unendlichem Leid berichtet, sehr eindrücklich umsetzt.

Im Original übrigens auf polnisch gesungen, gibt es auch eine Version mit dem lateinischen Text.

"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

Pius

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7

Montag, 15. Oktober 2007, 20:30

Hallo!

Dann mach ich mal weiter...
Ich mache nun gerne Werbung für das Stabat Mater von Franz Ignaz Beck (1734-1809).
Das gabs lange billig als Eloquence-CD, diese scheint aber wie vom Erdboden verschwunden zu sein – ich fand im Netz nur noch das alte Koch-Schwann-Cover:



Das ca. einstündige Werk ist stark von den Gesangssolisten geprägt und weniger vom Chor. Es gibt einige wunderschöne Arien, u.a. die Sopranduette (Sandrine Pau, Heidrun Kordes). Zudem singt mein Lieblings-Counter Derek Lee Ragin mit.
Eine echte Alternative zu Haydn als klassisches (i.e.S.) Stabat Mater! :yes:

Noch eine Bemerkung zu Szymanowski:
Dieses Stabat Mater entfaltet eine ganz eigene, faszinierende Klangwelt, die mich sofort anzog, obwohl das musikalisches Terrain ist (klassische Moderne), auf das ich mich sonst eher selten wage.

Ich habe nachgezählt und insgesamt 13 Stabat Maters in meiner Sammlung entdecken können:
Beck
Boccherini
Dvorak
Haydn
Palestrina
Pergolesi
Poulenc
Rossini
D. Scarlatti
Schubert (deutsch)
Szymanowski (polnisch)
Verdi
Vivaldi

Bis auf Rossini, Schubert und Verdi mag ich alle gerne. Den Verdi hatte ich bislang nur einmal nebenbei gehört, den werde ich nochmal hervorkramen. Rossini und Schubert finde ich allerdings etwas daneben... :rolleyes:

Viele Grüße,
Pius.

Ulli

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8

Montag, 15. Oktober 2007, 22:34

Salut,

leider trägt der Thread auch den Untertitel "...und ohne Mozart!". Denn das 1766 vermutlich auf der Reise von Paris nach Salzburg komponierte kurze Stabat Mater à 4 Voci ohne Instrumenten [KV 33c] muß Mozart wohl in der Kutsche liegen gelassen haben.

:rolleyes:

Ein weiteres Stabat [à tre voci in canone] Mozarts entpuppte sich als eine teilweise Abschrift Mozarts eines Werkes von Marchese Eugenio Ligniville [1730-1778] und wurde in den Anhang A 17 verbannt. Der Fürst von Canca galt als "der stärkste Contrapunctist in ganz Italien". Vielleicht kennt jemand das Werk?

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

andythr

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9

Dienstag, 20. November 2007, 20:19

Stabat Mater

Vor wenigen Tagen habe ich das folgende Werk hier in Weimar live hören dürfen und war tief beeidruckt:

Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901)
Stabat Mater g-Moll op. 138
für Chor, Orgel und Streichorchester




Den krönenden Abschluss des Werkes bildet im vierten Satz über den Worten "Wenn der Leib stirbt, gib, dass meiner Seele der Ruhm des Paradieses zu Teil werde" eine großangelegte Schlussfuge, die einzige Fuge des Werkes!

Pylades

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10

Dienstag, 20. November 2007, 21:25

Stabat Mater

Hallo zusammen,

das Stabat mater aus den Quattro pezzi sacri von Giuseppe Verdi liebe ich ganz besonders.

Es wurde 1896 unmittelbar nach oder sogar teilweise parallel zum Te Deum komponiert. Drei der Pezzi sacri wurden am 7. April 1898 in Paris uraufgeführt (Verdi selbst wollte nicht, dass das Ave Maria gespielt wurde), die italienische Uraufführung fand am 26. Mai 1898 (unter der Stabführung von Toscanini) statt.

Verdi selbst hat keine Aufführung gehört, und er hat diese Musik auch nicht mit der Vorstellung einer Aufführung im Hinterkopf komponiert, sondern nur für sich selbst. Die Initiative zur Aufführung ging wesentlich von Arrigo Boito aus.
Die Pezzi sacri sind in gewisser Weise ein "musikalisches Testament" - der wehmütige Abschied von der Musik und auch der vom Leben ist nicht überhörbar, und er ist erschütternd.

Gruß
Pylades

P.S.: Zwei m.E. besonders empfehlenswerte Aufnahmen der Pezzi sacri:
1. die 1963 eingespielte des Philharmonia Orchestra und Chorus unter Giulini, Janet Baker singt den Solopart des Te Deum, und
2. die der Berliner Philharmoniker, dem Schwedischen Radio-Chor und dem Stockholmer Kammerchor unter Muti mit Arleen Auger als Solistin (aufgenommen 1983).

Pius

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11

Mittwoch, 26. Dezember 2007, 15:52

Analecta vs. Vatikan

Hallo!

Auf dieser Website kann man die beiden verschiedenen Textversionen, die "Analecta"- und die "Vatikan"-Version vergleichen, die sich durchaus unterscheiden.
Eine reine Analecta ist Becks Stabat Mater. Viele bekannte Stabat Maters (Dvorak, Pergolesi, Boccherini, D. Scarlatti) folgen auch der Analecta-Version, haben aber ein, zwei Zeilen von der Vatikan-Version übernommen.
Haydns Stabat Mater ist eine Mischung der beiden Versionen.
Verdis Stabat Mater folgt strikt der Vatikan-Version.

Viele Grüße,
Pius.

Davidoff

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12

Mittwoch, 26. Dezember 2007, 16:12

Charles Villiers Stanford (1852 - 1924)

Stabat mater op. 96



Davidoff
Verachtet mir die Meister nicht

raphaell

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13

Mittwoch, 26. Dezember 2007, 16:16

Hallo,

Das Poulenc Stabat-Mater kann ich auch nur empfehlen!
Habe es erst kürzlich kennen gelernt und bin von dem neoklassizistisch-postmodernem Tonfall recht angetan. Große Ruhepunkte wechseln mit starken, dramatischen Höhepunkten - immer liegt ein (für Poulenc typisches,) angemessen-tonales Verhältnis und eine eingägnige Melodik vor. Manch einer würde das Werk vielleicht als "kitschig" und "unzeitgemäß" abtun, doch für mich steht das Werk in etwa auf Augenhöhe mit Poulencs wesentlich bekannterem Gloria.

@andythr:
Ich halte Rheinberger ja immer noch für viel zu unbeachtet! Man mag ihn als ultra-konservativ abstempeln, aber eine unerhörte Meisterschaft in der Kunst des (polyphonen) Tonsatzes kann man ihm wohl unmöglich aberkennen!
Ich kenne das Stabat Mater leider nicht, werde es mir als Tip aber mal vormerken. Auf der CD ist erfreulicherweise auch die goßartige Es-Dur Messe, Op.109 für Chor a-capella! Ich bin ansonsten eher ein weniger begeisterter a-capella hörer - aber diese Messe ist einfach phänomenal gesetzt!!! :jubel:

LG
Raphael

Davidoff

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14

Mittwoch, 26. Dezember 2007, 16:24

Auch sehr schön:

Karol Szymanowski (1882 - 1937)

Stabat Mater op. 53



Davidoff
Verachtet mir die Meister nicht

andythr

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15

Montag, 7. Januar 2008, 20:42

Stabat Mater

und hier auch noch etwas Rares:


Franz Lachner (1803-1890)

Stabat Mater op. 154 für Soli & 2 Chöre


  • »pt_concours« ist männlich

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16

Mittwoch, 19. März 2008, 22:18

RE: Stabat Mater

Es wurde ja bereits erwähnt ich möchte jetzt noch meine Lieblingaufnahme hinzufügen:
Das "Stabat mater" von Poulenc bildet für mich den Höhepunkt dieser schönen CD:



Francis Poulenc

1. Gloria G-dur (25:53)
2. Stabat Mater (31:22)
3. Litanies a la Vierge noire (10 :00)

Catherine Dubosc , Westminster Singers,
City Of London Sinfonia / Richard Hickox (rec.1990)

die CD war mehrfach als Midprice-CD zu haben (s.o.), scheint aber im Moment nicht mehr im Handel erhältlich zu sein.
:(

Gruß pt_concours
Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

Reinhard

Moderator

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17

Donnerstag, 20. März 2008, 00:02

RE: Stabat Mater

Zitat

Original von pt_concours
die CD war mehrfach als Midprice-CD zu haben (s.o.), scheint aber im Moment nicht mehr im Handel erhältlich zu sein.


doch, ist sie noch:

[amx=B000F3T37I]300[/amx]
Leiste guten Menschen Gesellschaft, und du wirst einer von ihnen werden. Miguel de Cervantes

musicophil

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18

Dienstag, 25. März 2008, 19:24

G.S. (bzw. J.S.) Mayr hat, wenn ich JPC glauben darf, mindestens dreimal ein Stabat Mater komponiert.



Denn bei diesem Cover stand geschrieben "Stabat Mater Nr. 3".

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

andythr

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19

Dienstag, 25. März 2008, 19:54

Louis Theodore Gouvy (1819-1898) Stabat Mater

Lebenslauf von Louis Théodore Gouvy

Theodore Gouvy wurde 1819 als Spross einer französischen Industriellenfamilie im heutigen Saarbrücken geboren. Er begann mit Jura in Paris, wandte sich bald aber mehr und mehr der Musik zu. Er studierte u.a. bei Herz, Kalkbrenner und C. Eckert, einem Schüler von Mendelssohn. Reisen führten ihn nach Deutschland und Italien, und er begann die Konzertpodien in Leipzig und Berlin zu erobern. Seine 2. Sinfonie wurde im Gewandhaus uraufgeführt. Er traf Rossini und spielte mit Liszt vierhändig. Er kannte alle Größen der Musik seiner Zeit, mit vielen korrespondierte er, darunter mit Gounod, Saint-Saens, Bizet, Massenet, Chabrier, Pablo de Sarasate und anderen. Dem 50jährigen öffneten sich dann auch die renommierten Pariser Konservatoriumskonzerte. Er wurde 1894 Mitglied der Pariser Akademie der Künste, ein Jahr später auch der Berliner Akademie der Künste. Ab 1868 lebte er in Hombourg Haut in Lothringen. Seine Musik - Gouvy schrieb vor allem Sinfonisches und große Chorwerke - geriet im 20. Jahrhundert fast vollständig in Vergessenheit. Seit Anfang der 90er Jahre wurden Gouvys Werke wiederentdeckt und man fand einen beachtenswerten kreativen Kopf des 19. Jahrhunderts wieder.

(Quelle: Klassika.info)

Stabat Mater (1875)


oper337

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20

Dienstag, 25. März 2008, 20:02

RE: Rossini

Ja, die Stabat Mater von Rossini ist wirklich sehr effektvoll.

Ich schätze und liebe sie sehr, habe da noch ein LP der DG
mit
Katia Ricciarelli, Lucia Valentini Terrani,

Dalmacio Gonzalez und Ruggero Raimondi

Philharmonia Chor und Orchester, Dirigent: Carlo Maria Giulini,

ist eine Aufnahme aus dem Jahr 1982,

da sehe ich, dass ich auch nicht jünger geworden bin.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »oper337« (25. März 2008, 20:02)


thdeck

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21

Sonntag, 24. August 2008, 23:40

Die "besten" Stabat Mater ???

Hallo,

derzeit besitze ich nur 1 Stabat Mater, das von Dvorak. Welche brauche ich noch, oder anders gefragt:

Welches sind die besten/schönsten/wichtigsten/etc.?


Thomas Deck

Michael Schlechtriem

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22

Montag, 25. August 2008, 00:07

Wichtig oder das schönste und beste mag es nicht sein, aber ich schätze sehr das Stabat Mater von Herbert Howells.



Ein sehr lohnendes Werk.
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

der Lullist

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23

Montag, 25. August 2008, 00:17

Die wohl berühmtesten Vertonungen sind das von Pergolesi für 2 Stimmen und das große Chorwerk von Domenico Scarlatti (dazu gibt es übrigens auch einen eigenen Thread: Das "Wunder von Neapel"- Domenico Scarlattis "Stabat Mater" (1715) )

Aber aus dem Barock gibt es noch viele andere wunderschöne Vertonungen:


A.Vivaldi: Stabat Mater u.a.
Andreas Scholl / Ensemble 415 / Banchini


oder von Luigi Boccherini, das besondere ist die Begleitung durch ein Streichquartett:


Boccherini: Stabat Mater u.a.
Agnes Mellon / Ensemble 415 / Banchini



weniger berühmte Werke, aber dennoch sehr, sehr schöne Vertonungen gibt es noch z.B. von Johann Joseph Fux, Agostino Steffani oder von Sebastien Brossard



Brossard: Chorwerke
Les Pages et les Chantres de la Chapelle

Brossard Stabat Mater gehört zu meinen liebsten Vertonungen.
Der Chor wird nur von einem Continuo-Ensemble begleitet.
Vom Stil erinnern Brossards Chorwerke an Charpentiers geistliche Musik.

WolfgangZ

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24

Montag, 25. August 2008, 00:50



Poulencs "Stabat Mater" - ein durchaus ergreifendes Werk in seiner Mischung aus klassizistischer Distanz und Melancholie; altmeisterlich empfunden, eher episodisch als aus einem Guss.

Es gibt bemerkenswert viele Aufnahmen. Obige besitze ich auf CD; eine andere als Rundfunkmitschnitt.

Besten Gruß, Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

Guercoeur

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25

Montag, 25. August 2008, 01:55

RE: Die "besten" Stabat Mater ???

Hallo Thomas,

da es zum Thema 'Stabat Mater' bereits mehrere Threads gibt, nicht nur in bezug auf die berühmteren Vertonungen:

Antonín Dvorák: Stabat mater op.58 - Grandioser Auftritt in der Albert Hall

Joseph Haydn: Stabat mater [Hob. XXbis]

Stabat mater-Pergolesi

Das "Wunder von Neapel"- Domenico Scarlattis "Stabat Mater" (1715)

sondern auch einen, der Empfehlungen von unbekannteren, aber dennoch lohnenswerten Stabat Mater-Vertonungen thematisiert, möchte ich anregen, die bisherigen Beiträge dieses Threads an den folgenden anzuhängen:

Stabat Mater ohne Dvorak und Pergolesi

Ansonsten hätten wir mindestens zwei Stabat Mater-Threads mit identischer Thematik. ;)

:hello:
Johannes

BigBerlinBear

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

26

Montag, 25. August 2008, 06:59

Stabat Mater ? Es gibt nur EIN ultimatives, nämlich dieses ! :jubel: :jubel: :jubel:

Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

der Lullist

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Registrierungsdatum: 13. Januar 2005

27

Montag, 25. August 2008, 08:48

da hast du absolut Recht :D

Dreamhunter

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Registrierungsdatum: 21. Mai 2006

28

Montag, 25. August 2008, 09:54

Ich liebe das Stabat Mater von Rossini - meine Lieblingsaufnahme davon:

Riccardo Muti / Maggio Musical Fiorentino

Malfitano / Baltsa :jubel: / Gambill / Howell
Hear Me Roar!

salisburgensis

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Registrierungsdatum: 16. Februar 2005

29

Montag, 25. August 2008, 10:24

Zitat

Original von BigBerlinBear
Stabat Mater ? Es gibt nur EIN ultimatives, nämlich dieses ! :jubel: :jubel: :jubel:


Würde ich nicht unterschreiben wollen... :untertauch:

Und zwar deswegen:



Stabat Mater von Sances (u.a.)

Carlos Mena, Ricercar Consort
Philippe Pierlot


:hello:
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Bernhard

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30

Sonntag, 16. November 2008, 14:18

Guten Tag

der Komponist, Diplomat und geistliche Würdenträger Agostini Steffano ( 1654 - 1728 ) , der auch zeitweise im Dienste der Kurfürsten von der Pfalz stand, hat ebenfalls ein "Stabat Mater" für 6 Vokalstimmen, Streicher u. Bc. geschrieben.
Eingespielt auch auf dieser



CD mit dem Koor & Barockorkest van de Nederlandse Bachvereinigung .

A. Steffano ist mehr mit seinem musikalischen Schaffen von weltlichen Kantaten, Kammerduetten und Opern bekannt, sein Stabat Mater, im "Stile ecclesiatico" komponiert, trägt eher altertümliche Züge, zwischendurch aber verwandte er auch moderne barocke Kompositionsmittel. Ein durchaus interessantes Werk :yes:

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard