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hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

Beiträge: 3 438

Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

211

Montag, 23. Dezember 2013, 21:21

Einen Elefanten schlägt man doch auch mit einer Maus in die Flucht.

Das muss ich bei meine Recherchen übersehen haben. Wie peinlich!

Noch peinlicher allerdings ist Deine unglaubliche Ignoranz bezüglich des schwedischen Wetters. Schneeflockenlichterglanz wird hier nur aus Hollywood importiert.
Sechs Grad im Schatten (nicht Kelvin!) und kein bisschen weiß.

Trotzdem: auch Dir ein frohes Weihnachtsfest!

m-mueller

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  • »m-mueller« ist männlich

Beiträge: 3 452

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

212

Montag, 23. Dezember 2013, 21:36

Noch peinlicher allerdings ist Deine unglaubliche Ignoranz bezüglich des schwedischen Wetters. Schneeflockenlichterglanz wird hier nur aus Hollywood importiert.
Sechs Grad im Schatten (nicht Kelvin!) und kein bisschen weiß.

Oh jeeeeeh, die Asche, die wir ja nun nicht zum Streuen verwenden müssen, werde ich mir über mein Haupt schütten. Das ist dann wenigstens auch nicht mehr weiß.

213

Donnerstag, 23. Januar 2014, 21:25

Hier meine Lieblingsfilme, die ich am liebsten mit in die Ewigkeit nehmen würde....


1. Ein Mann zu jeder Jahreszeit
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Auseinandersetzung zwischen König Henry VIII (Robert Shaw in herausragender Form) und Sir Thomas More (Paul Scofield mit einer oscar-prämierten Leistung). Henry will, dass More offiziell in des Königs Scheidung einwilligt, aber Mores strikte ethische und religiöse Ansichten lassen dies nicht zu. Mores Rechtschaffenheit verärgert Kardinal Wolsey (Orson Welles in einer Gastrolle), und er schimpft: "Sie sollten die klaren Fakten sehen, ohne sich in moralische Bedenken zu verstricken."

Zinnemanns Umsetzung ist sehr einfach gehalten, und die prosaische Inszenierung verschafft dem Zuschauer keine sonderlich interessante cineastische Erfahrung. Die sprachliche Umsetzung ist jedoch eine wahre Freude, und die ethischen Diskussionen werden mit all der Ruhe und
Erhabenheit einer faszinierenden Partie Schach geführt.




2. Licht im Dunkel
Wenn jemand so wie Helen Keller taub und blind zugleich ist, dann ist ihm das Tor zur Wirklichkeit fast ganz verschlossen. Gut dass es eine einfühlsame Lehrerin (Anne Sullivan - oscar prämiert) gibt, die dem Kind Helen auch gegen Widerstände von seiten seiner unmittelbaren Umgebung zutraut, eine Art von Fingersprache lernen zu können. Hochdramatisch wird aufgezeigt, wie Hindernisse überwunden werden, dann aber auch Rückschläge kommen und schließlich doch auf Dauer "Licht im Dunkel" des Lebens von Helen sichtbar wird: zwar nicht für ihre Augen, denn das Kind bleibt blind, doch für ihr Herz, da Helen es nun mithilfe ihrer Lehrerin gelernt hat, sich menschlich verständlich auszudrücken. Da der Film einen historischen Hintergrund hat, sei nur erwähnt, dass es besagte Helen Keller bis zum universitären "Bacheler of Arts"-Abschluss summa cum laude gebracht hat. Der Film vermag echte Hoffnung zu vermitteln!


3. Bruder Sonne, Schwester Mond

Der junge Franz von Assisi (Graham Faulkner) wendet sich von allen Besitz- und Reichtümern seiner Familie ab, um fortan im spirituellen Einklang mit Gott und der Natur zu leben. Der reichen römischen Kirche ist der Prediger schon bald ein Dorn im Auge. Doch der unbeirrbare Mönch findet immer mehr Anhänger und erreicht sogar eine Audienz beim Papst (Alec Guiness)...
Der Italiener Franco Zeffirelli ist in erster Linie für seine opulenten Shakespeare-Verfilmungen (Romeo und Julia, Hamlet) bekannt. In dem zu Beginn der 70er Jahre entstandenen Bruder Sonne, Schwester Mond nähert sich der Regisseur dem heiligen Franz von Assisi, der im 12. Jahrhundert den Orden der Franziskaner gründete. Der Film lebt vor allem von seinen extravaganten Sets (die sogar für den Oscar nominiert wurden) und den farbenprächtigen Kostümen.

Gruß

Bernard :hello:
Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die MUSIK,
eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt so tief und unmittelbar erkennen lässt



Arthur Schopenhauer

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 614

Registrierungsdatum: 29. März 2005

214

Freitag, 14. Juli 2017, 02:15

"... denn sie wissen nicht, was sie tun" (1955)



Ich hatte den Film (Regie: Nicholas Ray) irgendwann bereits vor vielen Jahren an der Schwelle von der Kindheit zum Teenager gesehen (mit vielleicht 14). Er hinterließ seinerzeit schon den stärksten Eindruck. Von den nur drei James-Dean-Filmen ist "... denn sie wissen nicht, was sie tun" in meinen Augen der beste. Im englischen Original heißt er "Rebel Without a Cause", also Rebell ohne Grund, doch ist der deutsche Filmtitel in diesem Fall genauso zutreffend (nach Lukas 23,34 aus der Bibel).

Der Inhalt ist den meisten hier vermutlich bekannt, handelt es sich doch um einen der prägendsten Filme der 1950er Jahre. Müsste ich einen Film dieses Jahrzehnts benennen, meine Wahl fiele fraglos auf diesen. "... denn sie wissen nicht, was sie tun" darf als vielleicht erster hörbarer Aufschrei der jungen Nachkriegsgeneration bezeichnet werden. Familiäre und gesellschaftliche Probleme werden schonungslos thematisiert. Man fragt sich beinahe, wie ein solch brisanter Film im prüden Amerika der 50er (noch während der McCarthy-Ära) zugelassen werden konnte. James Dean (Jim Stark) in seiner prägnantesten Rolle als Außenseiter mit überdominanter Mutter und schwächlichem Vater (großartig Ann Doran und Jim Backus), ziellos und ohne Vorbilder. Natalie Wood (Judy) als zwischen den Fronten stehend zwischen ihm und der Jugendgang, bei der er sich beweisen will. Am genialsten womöglich (und Oscar-nominiert) aber Sal Mineo als der introvertierte und von fast allen gemiedene intellektuelle Plato, der in Jim und Judy eine Art Ersatzeltern erblickt. Die homoerotischen Untertöne entgingen der strengen Zensur kurioserweise. Das fiel mir beim Wiedersehen noch weit stärker auf als zuvor. Findet man in Filmen vor den späten 1960ern ja sonst fast nie. Leider gibt es kein Happy End. Lange her, dass ich bei einem Film zu Tränen gerührt war.



Tragisch das Schicksal der drei Hauptdarsteller. James Dean starb noch im selben Jahr 1955 bei einem Verkehrsunfall, Sal Mineo wurde 1976 ermordet und Natalie Wood kam 1981 unter mysteriösen Umständen ums Leben (vermutlich ertrunken). Auch das mag zur Legendenbildung beigetragen haben.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Karl

Fortgeschrittener

  • »Karl« ist männlich

Beiträge: 255

Registrierungsdatum: 16. August 2016

215

Freitag, 14. Juli 2017, 09:37


Mit Bezug zur klassischen Musik



Erst beim zweiten Anschauen ist man von der ersten Minute an im Bilde, was Lars von Trier sich da ausgedacht hat.
Ein außergewöhnliches Thema, eingerahmt mit nachdrücklich wirkender Musik von Wagner.



Als nächstes ein Film mit einem Soundtrack von Mark Knopfler



Ein zeitloses Werk mit Burt Lancaster am Abend seiner langen Karriere. Das Thema Umweltschutz ist mit großartigen Bildern und Musik verschmolzen.



Der dritte Film (in Schwarzweiß) stammt von Carl Dreyer



und ist noch nicht lange auch in deutscher Sprache auf DVD erhältlich. Für mich ein stilles Meisterwerk.


Freunde des britischen Humors sollten den kennen:



Lief leider nur einmal im Fernsehen, ein kleines Juwel.


Und zum Abschluß ein recht unbekanntes Werk von Polanski



Schwer zu beschreiben, was mir daran gefällt. Atmosphärisch dicht angelegt.