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Joseph II.

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Beiträge: 11 045

Registrierungsdatum: 29. März 2005

1

Montag, 12. Mai 2008, 14:32

Bayreuther Barock

Zitat

www.bayreuther-barock.bayreuth.de
Seit dem Jahr 2000 findet das Festival "Bayreuther Barock" im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth statt. Ganz im Sinne seiner berühmten Bauherrin, Markgräfin Wilhelmine, wird das großartige barocke Opernhaus immer im September zur Aufführung barocken Musiktheaters genutzt. In den letzten Jahren konnten hier viele, zu Unrecht in Vergessenheit geratene Opern einem begeisterten Publikum zugänglich gemacht werden.


Link zur offiziellen Seite: http://www.bayreuther-barock.bayreuth.de/


Im Jahre 2008 stehen auf dem Programm:

[list]"La Rosinda"
Drama per musica in 3 Akten (Venedig 1651)
von Francesco Cavalli (1602 - 1676)
Nach einem Libretto von Giovanni Faustini (1619 - 1651)

Eine gemeinsame Produktion der Musikfestspiele
Potsdam Sanssouci und des Festivals Bayreuther Barock

Musikalische Leitung: Mike Fentross
Regie: Alexander Schulin
Ausstattung: Bettina Meyer
Dramaturgie: Micaela von Marcard
Werkstätten: Hans Otto Theater Potsdam

Emanuela Galli, Nerea
Francesca Lombardi Mazzulli, Rosinda
Makoto Sakurada, Clitofonte
N.N., Thisandro
Fulvio Bettini, Rudione
Roberto Romagnino, Vafrillo
Milena Storti, Cillena
N.N., Aurilla/Proserpina
Mirko Palazzi, Meandro/Plutone

Es spielt das Ensemble für Alte Musik La Sfera Armoniosa, Niederlande


"Les Fêtes d'Hébé ou Les Talents lyriques"
Opéra-ballet in drei Akten (1739)
Komposition: Jean-Philippe Rameau (1683 - 1764)
Libretto: Antoine Gautier de Montdorge

Compagnie Opéra Baroque

Solisten und Vokalensemble:
Constanze Backes, Julla Schmidt - Sopran
Theodora Baka, Martina Schänzle - Mezzo-Sopran
Jan Kobow - Tenor
Henning Kaiser, Johannes Weiss - Haute Contre/ Tenor
Ralf Grobe, Markus Flaig - Bass-Bariton
sowie Gesangsstudenten der Musikhochschule Stuttgart

Barockorchester des United Continuo Service
United Continuo Ensemble
Cracovia Danza, Ardente Sole (Polen)

Choreographie: Romana Agnel
Regie und Inszenierung: Olga Motta
Musikalische Leitung: Prof. Bernhard Epstein
Konzertmeisterin: Elin Eriksson
Ausstattung und Bühnenbild: Olga Motta
Produktionsleitung: Jörg Meder


"Cephale et Procris"
Oper (1694) von Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre (1665 - 1729)
Nach einem Libretto von Joseph-Francois Duché de Vancy

Musikalische Leitung: Daniela Dolci
Regie: Sergio Pelacani
Kostüme und Masken: Sergio Pelacani
Organisarion: Daniel Ganum
Werkstätten: Hans Otto Theater Potsdam

Graciela Oddone, Procris (Sopran)
Gonzalo Quadra, Cephale (Countertenor)
Camilla de Falleiro, Dorine
Mariana Flores, L'Aurore
Gry Elisabeth Knudsen, Volupté
Flavio Benedetti, Une Athénienne
Daniel Issa Goncalves, Le Démon
Lissandro Abadie, Arcas
Raitis Grigalis, Borée

Tanzensemble Il Ballarino

Es spielt das Ensemble Musica Fiorita, Schweiz[/list]

Wer war in einem der vergangenem Jahre bei diesem Barock-Festival und könnte kurz etwas darüber berichten?

:hello:
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

bachiana

Schüler

  • »bachiana« ist weiblich

Beiträge: 100

Registrierungsdatum: 6. April 2008

2

Dienstag, 13. Mai 2008, 21:49

Als ich noch in Bayreuth wohnte, hatte ich dreimal die Ehre, bei diesem Festival selber mitwirken zu dürfen. Ich sang damals im dortigen Kammerchor der Schlosskirche, deren engagierter Organist Christoph Krückl regelmäßig als Vertreter der gastgebenden Stadt beim Bayreuther Barock die Aufführung eines Händelschen Oratoriums leitete. 2008 scheint nichts derartiges auf dem Programm zu stehen, aber 2009 findet wohl wieder eine Aufführung statt. Als Orchester wurden verschiedene bewährte Ensembles der historischen Aufführungspraxis engagiert. Auch die Solisten habe ich größtenteils in sehr guter Erinnerung. Für mich waren das damals die ersten Begegnungen mit alter Musik etwas abseits der ausgetretenen Pfade (meinen Bach kannte ich damals natürlich schon).

Heute, wo die alte Musik zu meinem Steckenpferd geworden ist, bedaure ich, dass ich damals nicht die Gelegenheit wahrgenommen habe, eine Opernaufführung im unvergleichlichen Bayreuther Markgräflichen Opernhaus besucht zu haben. Das Gebäude, bekannt auch aus dem "Farinelli"-Film, steht unter Denkmalschutz, und mehr als 50 Vorstellungen pro Jahr meine ich dürfen dort nicht stattfinden. Eine Barockoper dort zu sehen, ist also schon ein Schmankerl. Einen schöneren Rahmen für eine Barockoper kann man sich kaum vorstellen, von Schwetzingen und Drottningholm vielleicht einmal abgesehen.

Wer mal einen kurzen Blick riskieren möchte, findet zum Beispiel hier ein schönes Bild des Zuschauerraums:
wewewe.bayreuth.de/sehenswuerdigkeiten/markgraefliches_opernhaus_778.html

Daher kann ich leider auch nichts über die Qualität der dortigen Opernaufführungen sagen. Angesichts des Rahmens würde ich konservative, möglicherweise sogar annähernd historisch rekonstruierte, Inszenierungen erwarten (ich bilde mir ein, es wäre sogar ein Teil der originalen Bühnenmaschinerie erhalten, aber möglicherweise dann nicht mehr funktionstüchtig), weiß aber nichts näheres. Ich würde mich auch freuen, wenn jemand, der schon mal dort war, berichten könnte! :yes: