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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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ThomasBernhard

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1

Donnerstag, 5. Juni 2008, 18:52

TMOO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Bela Bartok: A Kékszakállú herceg vára / Herzog Blaubarts Burg op. 11 (1911)

Aufnahme EMI, 1996

Berliner Philharmoniker / Bernard Haitink - 4
Blaubart/Kékszakállú: John Tomlinson - 4
Judith: Anne Sofie von Otter - 4
Sprecher*: Sandor Elés - 5

Wertung (17/4) = 4,25

TQ - 5

Riesenbonus, weil in dieser Aufnahme endlich mal ein Sprecher den Prolog spricht. Teilweise verschmolzen mit den ersten Momenten der Einleitung, was somit also ein Melodram ergibt. Bookletausstattung auch sehr gut.



* optional

Links:
Bela Bartok: Herzog Blaubarts Burg
Frauen und Kinder zuerst

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Matthias Oberg

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2

Donnerstag, 5. Juni 2008, 19:20

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Bela Bartok: A Kékszakállú herceg vára / Herzog Blaubarts Burg op. 11 (1911)

Aufnahme EMI, 1996

Berliner Philharmoniker / Bernard Haitink - 3
Blaubart/Kékszakállú: John Tomlinson - 4
Judith: Anne Sofie von Otter - 5
Sprecher*: Sandor Elés - 5

Mit dieser Umstellung komme ich zur gleichen Wertung (17/4) = 4,25

TQ - 5

:hello: Matthias
"Freiheit, Weitergehen, ist in der Kunstwelt, wie in der ganzen, grossen Schöpfung, Zweck." Beethoven

ThomasBernhard

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3

Donnerstag, 5. Juni 2008, 19:50

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Bela Bartok: Herzog Blaubarts Burg op. 11 (1911)

Aufnahme DG

RSO Berlin / Ferenc Fricsay - 5
Blaubart: Dietrich Fischer-Dieskau - 5
Judith: Hertha Töpper - 3,5

Wertung (13,5/3) = 4,5

TQ - 4

Tonqualität und Abmischung gut, kleine Abwertung wegen des fehlenden Prologs, kleine Abwertung auch weil nicht in Orignalsprache gesungen. Die deutsche Übersetzung ist aber hervorragend.

Frauen und Kinder zuerst

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4

Donnerstag, 5. Juni 2008, 20:04

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg


Aufnahme: Decca, 1965

London Symphony Orchestra, Istvan Kertesz - 5
Blaubart: Walter Berry - 4,5
Judith: Christa Ludwig - 4

Wertung (14/3) = 4,5

TQ - 4



LG
B.
"Once you've seen your face on a bottle of salad dressing, it's hard to take yourself seriously."
Paul Newman

Matthias Oberg

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5

Donnerstag, 5. Juni 2008, 21:47

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Bela Bartok: Herzog Blaubarts Burg op. 11 (1911)


Aufnahme DG

RSO Berlin / Ferenc Fricsay - 5
Blaubart: Dietrich Fischer-Dieskau - 4,5
Judith: Hertha Töpper - 2,5


Wertung (12/3) = 4,0

TQ - 4



:hello: Matthias
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Matthias Oberg

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6

Donnerstag, 5. Juni 2008, 21:54

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg


Aufnahme: Decca, 1965

London Symphony Orchestra, Istvan Kertesz - 4,5
Blaubart: Walter Berry - 4
Judith: Christa Ludwig - 5

Wertung (13,5/3) = 4,5 (:D - Muß ich wieder nicht rechnen.)

TQ - 4



:hello: Matthias
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Jacques Rideamus

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7

Donnerstag, 5. Juni 2008, 22:06

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Zitat

Original von Matthias Oberg
Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg


Aufnahme: Decca, 1965

London Symphony Orchestra, Istvan Kertesz - 4,5
Blaubart: Walter Berry - 4
Judith: Christa Ludwig - 5

Wertung (14/3) = 4,5 ( :D - Muß ich wieder nicht rechnen.)

TQ - 4



:hello: Matthias


Dem schließe ich mich doch glatt an und verdopple

:hello: Jacques Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

Philhellene

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8

Freitag, 6. Juni 2008, 20:09

Aufnahme: Decca, 1965

London Symphony Orchestra, Istvan Kertesz - 5
Blaubart: Walter Berry - 5
Judith: Christa Ludwig - 4

Wertung (14/3) = 4,66

TQ - 4

Edwin Baumgartner

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9

Freitag, 6. Juni 2008, 22:40



Aufnahme: DG, 1998
Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez - 5
Judith: Jessye Norman - 3,5
Blaubart: László Polgár - 5

Gesamtwertung: 4,5


***


Aufnahme: CBS, 1975 / Wiederveröffentlichung: Sony, 1994
BBC Symphony Orchestra, Pierre Boulez - 5
Judith: Tatiana Troyanos - 5
Blaubart: Siegmund Nimsgern - 5

Gesamtwertung: 5 (aber leider Abzüge für die Aufnahmequalität, CBS halt...)

Die Aufnahmen sind beide absolute Spitze - und klingen, als wären sie von zwei verschiedenen Dirigenten dirigiert. In der früheren Aufnahme ist Boulez ganz Analytiker der Vorgänge, kristallklar kommen die Stimmführungen heraus, die Musik klingt aufregend modern, das berühmte C-Dur ist weniger prachtvoll als schneidend scharf, Troyanos und Nimsgern sind stimmlich ideal, ihr Ungarisch ist gut genug, daß ein Bekannter von mir, der Ungarisch als Muttersprache hat, zumindest anerkennend nickte.
In der späteren Aufnahme ist Boulez wesentlich geschmeidiger in den Tempi, der Klang ist weicher, romantischer, aber immer noch perfekt ausgehört, die Analytik tritt zugunsten der Vermittlung von Emotionen zurück, die sich in breiteren Spannungsbögen und sinnlicherem Musizieren niederschlagen. Einziger Schwachpunkt ist Jessye Norman, die sehr maniriert singt und die Diktion relativ vernuschelt, allerdings gute Intonation und natürlich eine Prachtstimme mitbringt.

:hello:
...

Matthias Oberg

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10

Samstag, 7. Juni 2008, 18:38

Bei Bartok bin ich ganz gut bestückt. Eigentlich wollte ich in meine Aufnahmen zur Bewertung gestern nur kurz zur Erinnerung hereinhören und konnte dann bei den Boulez-Aufnahmen nicht mehr aufhören. Deswegen diese jetzt nachgeliefert:

Aufnahme: DG, 1998
Chicago Symphony Orchestra, Pierre Boulez - 5
Judith: Jessye Norman - 5 (Dass sie nuschelt, ist mir gar nicht aufgefallen. Ich versteh ja eh kein Wort! :D Maniriert? Ja, jetzt, nachdem ich es bei Edwin gelesen habe, höre ich es an einigen Stellen auch, aber die "Prachtstimme" hat es mich bislang völlig überhören lassen. Deswegen bei mir kein Punktabzug.
Blaubart: László Polgár - 5

Gesamtwertung: 15/3 = 5


CBS, 1975 / Wiederveröffentlichung: Sony, 1994
BBC Symphony Orchestra, Pierre Boulez - 5
Judith: Tatiana Troyanos - 5
Blaubart: Siegmund Nimsgern - 5

Gesamtwertung:15/3 = 5

:hello: Matthias
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oper337

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11

Dienstag, 8. Juli 2008, 20:33

RE: TMO - A Kékszakállú herceg vára (Herzog Blaubarts Burg)

Zitat

Original von Barbirolli
Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg


Aufnahme: Decca, 1965

London Symphony Orchestra, Istvan Kertesz - 5
Blaubart: Walter Berry - 4,5
Judith: Christa Ludwig - 4

Wertung (14/3) = 4,5

TQ - 4



LG
B.



BITTE VERDOPPELN!!!

Diese Aufnahme mag ich besonders gern. Habe ich noch als LP Gesamtaufnahme daheim.

Liebe Grüße Peter, aus Wien. :hello: :hello:

SchallundWahn

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12

Sonntag, 10. Juni 2012, 20:29


Dirigent Ferenc Fricsay : 5, eine tolle Atmosphäre, die wunderbar schwingt

Dietrich Fischer-Dieskau als Blaubart: 5++, obwohl ich wahrlich kein Fan von ihm bin, hier finde ich ihn absolut grandios!

Hertha Töpper als Judith: 5, auch sie gefällt mir, besonders in ihren "zickigen" Momenten

Wertung: 15/3 = 5

Aufnahme DG 1958
"Die Glücklichen sind neugierig."
(Friedrich Nietzsche)

SchallundWahn

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13

Samstag, 16. Juni 2012, 15:50



BBC Symphony Orchester, Jukka-Pekka Saraste : 4 (grandios aufgestellt das Orchester, finde ich dass Saraste zu viel Feinheiten "verschlampt")

Jeanne-Michele Charbonnet (Judith) : 4 (kannte ich bis dahin nicht, aber hat einen guten Eindruck hinterlassen)
John Tomlinson (Blaubart) : 2,5 (einer der schlechtesten Blaubärte, den ich je hörte, arg gepresst werden die Töne quasi ausge-sp-uckt, Interpretation gleich Null)

Wertung : 10,5 / 3 = 3,5

TQ : 5+

Positiv ist noch anzumerken, dass dieser Live-Mitschnitt aus der Royal-Albert-Hall den oft weggelassenen gesprochenen Prolog der Oper enthält. Ansonsten ist sie vor allem orchestral interessant, etwas mit dem man es "mal so richtig krachen lassen" kann.
"Die Glücklichen sind neugierig."
(Friedrich Nietzsche)

Harald Kral

Erleuchteter

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14

Freitag, 24. Mai 2013, 12:22

Uraufführung vor 95 Jahren

24. Mai 1918:
Herzog Blaubarts Burg,
Béla Bartóks einzige Oper, wird am Königlichen Opernhaus in Budapest uraufgeführt.
Das Libretto von Béla Balázs basiert auf dem Märchen Blaubart.


Bela Bartok (1881–1945)
Herzog Blaubarts Burg

Gustav Belacek, Andrea Melath,
Bournemout So,
Marin Alsop
Naxos, DDD, 2007

LG
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

dr.pingel

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15

Freitag, 24. Mai 2013, 17:16

Lieber Harald, wie ist diese Naxos - Aufnahme?
Blaubart gehört zu meinen Lieblingsopern, aber nicht alle Sänger können das singen (wie hier richtig angemerkt, sind Jessye Norman und John Tomlinson reichlich schwach). Ansonsten ist von meinen Vorgängern alles gesagt. Wie so oft hier im Forum ist das ein thread, der seine Gültigkeit behält!
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).

Harald Kral

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16

Samstag, 25. Mai 2013, 16:08

Lieber Harald, wie ist diese Naxos - Aufnahme?

Keine Ahnung. Ist noch in Folie eingeschweißt. Ich schick sie Dir.
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

dr.pingel

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17

Dienstag, 28. Mai 2013, 11:58

Vielen Dank; ich habe sie sofort gehört, und sie ist ausgezeichnet. Ein Beweis dafür, dass in der Provinz (Bournemouth!) hervorragende Musik gemacht. Mein einziger Einwand: das Timbre der Sängerin sagt mir nicht so zu. Das aber ist rein subjektiv, denn ihr Gesang ist makellos.
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).

Don_Gaiferos

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18

Montag, 26. Mai 2014, 21:58

Meine Lieblings-Aufnahme dieses Werkes ist leider nur noch antiquarisch erhältlich, wie es scheint:



Ungarisches Staatsorchester, Adam Fischer: 5 detailreich, wuchtig, feinsinnig, alle Nuancen werden ausgekostet

Samuel Ramey: 5 eine Wucht, dieser Mann. Eine ungemein virile, machtvolle Stimme, kostbar im Piano, überwältigend, sinister und bedrohlich im forte, dass einem der Atem stockt.


Eva Marton: 5 eine dramatische, starke Stimme, die auch teilweise etwas gellend und grell klingt, was dieser Partie durchaus expressionistisch Züge verleiht; eine Stimmkraft ohne Limit, ein exquisites Timbre. Teilweise etwas starkes Vibrato. Harmoniert immens gut mit Ramey. Auch anrührende Momente gelingen, die ans Herz greifen.


TQ: 5 opulenter Klang.


Höchstwertung 5 ist absolut verdient.

Rheingold1876

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19

Montag, 26. Mai 2014, 23:06



Bei Amazon findest sich auch die CD-Ausgabe, zwar gebraucht. Aber immerhin. Lieder stellt sich das Cover nicht dar. :(

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Don_Gaiferos

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20

Dienstag, 27. Mai 2014, 07:26

Lieber Rheingold,

danke für den Hinweis. Da kann ich nur empfehlen, zuzugreifen, solange die Aufnahme noch erhältlich ist. In der Tat scheint das Cover nur gezeigt zu werden, wenn die CD noch auf normalem Wege erhältlich ist. Ansonsten kommt nur dieser kleine Punkt, der auf die Seite führt.

viele Grüße

musikwanderer

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21

Dienstag, 27. Mai 2014, 08:07

In der Tat scheint das Cover nur gezeigt zu werden, wenn die CD noch auf normalem Wege erhältlich ist. Ansonsten kommt nur dieser kleine Punkt, der auf die Seite führt.
Abseits vom Thema, hin zur Technik: Ich kenne ebenfalls das Problem - ohne es erklären zu können. Wenn ich aber auf jenen besagten Punkt klicke, sehe ich das Coverbild...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

Rheingold1876

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22

Dienstag, 27. Mai 2014, 21:34


Meine neue Entdeckung ist diese Aufnahme, der ich lange entgegengefiebert habe. Nun ist sie endlich da! Bekanntlich ist ja kein Mangel an Bartoks einziger Oper auf Tonträgern. Diesen Mitschnitt von 1962 aus Lucerne unter Leitung von Rafael Kubelik mit Irmgard Seefried als Judith und Dietrich Fischer Dieskau als Blaubart (es gibt bereits zwei andere Aufnahmen mit ihm) würde ich in der umfänglichen Diskographie ganz weit vorn einordnen. Es wird in deutscher Sprache gesungen, was auch ein Vorteil ist, wenn man zudem noch jedes Wort gut versteht. Das Libretto im Original und die verwendete Übersetzung kann man sich auf der Seite das Labels audite herunter laden. Die Ballade fehlt, ebenso die Orgel. Kubelik nimmt das Stück sehr diskret, wodurch das Psychodrama deutlicher hervortritt als sonst. Es kommt fast schon ein impressionistischer Zug hinein, eine Nähe zu Debussy. Die Seefried, als Mozartsängerin in Wien vergöttert, ist das glatte Gegenteil der hochdramatischen Tradition der Judith. Sie tastet sich zögerlich durch das Werk und ängstlich. Das ist konzeptionelle Absicht und nicht ihrer stimmlichen Grenzwertigkeit geschuldet. Nach Öffnung der fünften Tür kein richtiger Schrei mehr, stattdessen ein ängstliches Erstaunen wie ein "ach", das ihr im Halse stecken bleibt. Sie ist weniger beeindruckt als würde sie ein Stück von Blaubarts Macht über sich gebrochen haben. Ich merke schon, vor dieser Musik versagt die Feder, besser die Taste! Das muss man einfach hören. Der Klang ist rauschhaft als sei der Mitschnitt eben erst entstanden. Kann er schon deshalb nicht, weil niemand mehr so singen kann. Liebe Freund dieses Werkes! Zögert nicht mit der Anschaffung!
Höchste Punktzahl für alle!

Tief ergriffen grüßt Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."