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Joseph II.

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61

Samstag, 31. März 2012, 17:35

Je mehr Aufnahmen man kennt, desto öfter müßte man in TMOO-Threads einst vergebene Bewertungen eigentlich anpassen und nicht selten auch nach unten korrigieren. Dies nur am Rande.

R. Wagner: Parsifal — Mitschnitt Salzburger Osterfestspiele 11.04.1981

Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker: 4 ("Parsifal" als Symphonie, tlw. auf Kosten der Sänger; die letzte Ausgefeiltheit fehlt mir)

Peter Hofmann (Parsifal): 4- (er hat seine Schwächen, aber er überzeugt irgendwie trotzdem)
Kurt Moll (Gurnemanz): 4,5
José van Dam (Amfortas): 4- (nicht mein Fall, aber objektiv gesehen gut)
Gottfried Hornik (Klingsor): 4
Dunja Vejzovic (Kundry): 3,5

Restbesetzung: 4

Gesamtwertung: 28 / 7 = 4

Tonqualität: 4,5

Interessante Alternative zur offiziellen DG-Studio-Aufnahme mit fast identischer Besetzung. Aus heutiger Sicht m. E. besser als im Studio.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

SchallundWahn

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62

Donnerstag, 14. Juni 2012, 21:54

R. Wagner: Parsifal - CD DG 2006



Christian Thielemann, Orchester der Wiener Staatsoper: 5 (überragend)

Parsifal (Plácido Domingo): 2,5 (fürchterlich; stimmlich angeschlagen und man versteht kein Wort)
Gurnemanz (Franz-Josef Selig): 3,5 (nicht übel)
Amfortas (Falk Struckmann): 4,5 (sehr gut)
Klingsor (Wolfgang Bankl): 3,5 (O.K.)
Kundry (Waltraud Meier): 4 (immer noch gut)

Restbesetzung: 4

Gesamtwertung: 27 / 7 = 3,86

Tonqualität: 3 (furchtbar schlecht für 2006)

Eine Aufnahme, die von der Orchesterleistung unter Thielemann lebt. Die Meier hat ihre Glanzzeiten hinter sich, aber immer noch ansprechend. Überraschend gut Struckmann. Der stimmliche Niedergang Domingos wird noch überboten von seinem furchtbaren Deutsch (eigtl. bin ich ein Domingo-Fan, aber wir müssen objektiv bleiben). Die restliche Besetzung ist in Ordnung, weder besonders toll, noch besonders schlecht. – Die Deutsche Grammophon Gesellschaft täte gut daran, Thielemann den "Parsifal" nochmal im Studio aufnehmen zu lassen, mit einem passenderen Parsifal-Sänger und ohne die furchtbaren Live-Geräusche, gegen die selbst die alten Knappertsbusch-Aufnahmen geräuscharm sind.

Sehe ich ähnlich, allerdings mit kleinen Abweichungen

Thielemann : 4 (ist mir vom Tempo her teilweise etwas zu zügig)
Struckmann : 3 (ich konnte ihm noch nie was abgewinnen)

Daher bei mir Gesamtbewertung 24 / 7 = 3, 43
"Die Glücklichen sind neugierig."
(Friedrich Nietzsche)

SchallundWahn

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63

Dienstag, 19. Juni 2012, 18:11



Orchester der Bayreuther Festspiele, Hans Knappertsbusch : 5 (trotz gewisser Langsamkeit hält Kna immer die Innenspannung, hier fühle ich mich wirklich wie in einer anderen Welt)

Wolfgang Windgassen (Parsifal) : 4
Ludwig Weber (Gurnemanz) : 4
Martha Mödl (Kundry) : 5 (was für ein Weib!)
George London (Amfortas) : 4 (eine der wenigen Aufnahmen in der er mir gefällt)
Hermann Uhde (Klingsor) : 5 (man werfe mir Subjektivität vor...man hat Recht)

Rest : 4

TQ : 3

Wertung : 31 / 7 = 4,43




Orchester der Bayreuther Festspiele, James Levine : 4 - (da nenn noch jemand Kna langsam...Levine verliert sich hier einige Male, hat aber auch tolle Momente zB Verwandlungsmusik, Vorspiel 2. Akt)

Peter Hofmann (Parsifal) : 3
Hans Sotin (Gurnemanz) : 5 (für mich einer der Besten, gesanglich wunderbar)
Waltraud Meier (Kundry) : 4 (auch sie hat fabelhafte Momente, Klingsor-Szenen)
Simon Estes (Amfortas) : 2 (für mich DER Schwachpunkt der Aufnahme)
Franz Mazura (Klingsor) : 4 (ein richtiges Ekel)

Rest : 4

Wertung : 26 / 7 = 3,71

TQ : 5




MET-Orchester, Erich Leinsdorf : 4+ (zügig, aber immer stimmig)

Karl Liebl (Parsifal) : 4 (sehr helles, schönes Timbre, auch gesanglich sehr gut)
Jerome Hines (Gurnemanz) : 4 (sehr verständlich, toll gesungen, klingt aber für mich ein wenig zu jung-markig für die Rolle)
Margaret Harshaw (Kundry) : 4 (eine echte Überraschung, sehr gute Darstellung)
Hermann Uhde (Amfortas) : 5 (siehe oben)
Georg Pechner (Klingsor) : 3 (nicht schlecht gesungen, aber das ist kein Klingsor, darstellerisch mau)

Rest : 4 (aber ich möchte die Blumenmädchen hervorgehoben wissen...grandios, darunter Teresa Stratas, Heidi Krall und Mignon Dunn)

Wertung : 28 / 7 = 4

TQ : 4 (für einen Live-Mitschnitt)

Für mich ist dieser Parsifal eine echte Entdeckung!
"Die Glücklichen sind neugierig."
(Friedrich Nietzsche)

Joseph II.

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64

Dienstag, 19. Juni 2012, 18:22

R. Wagner: Parsifal - CD DG 2006



Christian Thielemann, Orchester der Wiener Staatsoper: 5 (überragend)

Parsifal (Plácido Domingo): 2,5 (fürchterlich; stimmlich angeschlagen und man versteht kein Wort)
Gurnemanz (Franz-Josef Selig): 3,5 (nicht übel)
Amfortas (Falk Struckmann): 4,5 (sehr gut)
Klingsor (Wolfgang Bankl): 3,5 (O.K.)
Kundry (Waltraud Meier): 4 (immer noch gut)

Restbesetzung: 4

Gesamtwertung: 27 / 7 = 3,86

Tonqualität: 3 (furchtbar schlecht für 2006)

Eine Aufnahme, die von der Orchesterleistung unter Thielemann lebt. Die Meier hat ihre Glanzzeiten hinter sich, aber immer noch ansprechend. Überraschend gut Struckmann. Der stimmliche Niedergang Domingos wird noch überboten von seinem furchtbaren Deutsch (eigtl. bin ich ein Domingo-Fan, aber wir müssen objektiv bleiben). Die restliche Besetzung ist in Ordnung, weder besonders toll, noch besonders schlecht. – Die Deutsche Grammophon Gesellschaft täte gut daran, Thielemann den "Parsifal" nochmal im Studio aufnehmen zu lassen, mit einem passenderen Parsifal-Sänger und ohne die furchtbaren Live-Geräusche, gegen die selbst die alten Knappertsbusch-Aufnahmen geräuscharm sind.

Sehe ich ähnlich, allerdings mit kleinen Abweichungen

Thielemann : 4 (ist mir vom Tempo her teilweise etwas zu zügig)
Struckmann : 3 (ich konnte ihm noch nie was abgewinnen)

Daher bei mir Gesamtbewertung 24 / 7 = 3, 43

Da sieht man, wie sehr sich doch die Meinung ändern kann.
Thieleman bekäme heute von mir bestimmt keine 5 mehr. 3,5 oder maximal 4 eher.
Den Rest unterschreibe ich aber auch heute noch.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Caruso41

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65

Mittwoch, 20. Juni 2012, 15:34

So ein Beitrag gehört vielleicht gar nicht in diesen Thread.
Ich weiss aber nicht, wo ich ihn sonst so posten kann, dass er die erreicht, an die er gerichtet ist!

@ Wolfram

@Joseph II

Euch beiden möchte ich herzlich danken für Eure Kurzbewertungen der verschiedenen Aufnahmen des Parsifal - sowie der Aufnahmen anderer Wagner-Werke in anderen Threads.
Mir gefällt sehr gut, dass Ihr Euch doch immer die Mühe macht, mit wenigenWorten oder sogar Zeilen zu erläutern, welche Höreindrücke für Euch entschiedend waren, diese oder jene Note zu geben.
Das ist sehr hilfreich und wirklich vorbildlich!
Soweit mir die Aufnahmen bekannt sind, kann ich Eure Wertungen bestens nachvollziehen - selbst wenn ich an der einen oder anderen Stelle vielleicht anders werten würde.



Bisher noch nicht bewertet wurde - wenn ich das nicht übersehen habe - ein Mitschnitt, den ich immer wieder gern höre:

<IMG alt="Cluytens, Andre - Wagner: Parsifal CD Cover Art" align="center" src="http://c3.cduniverse.ws/MuzeAudioArt/Large/48/681448.jpg" />

MELODRAM [noch nicht auf CD]:

("live," La Scala, 1960);

Das ist der bel canto Parsifal schlechthin!
(Leider gibt es etliche - noch dazu schlecht gesetzte Striche);

Sandor Konya - 5 (schlichtweg hinreißend schön gesungen und wohl auch absolut ideal gestaltet!)

Rita Gorr - 5 (Eine Alternative zu Mödl! Sinnlich, verführerisch und mit herrlich blühendem Ton)

Boris Christoff - 4 (Nicht mehr immer in bester stimmlicher Verfassung! Mit den kurzen Notenwerten geht er arg sorglos um und die großen Bögen spannt er oft sinnwidrig gegen den Text! Und doch: Was für ein Charakter!! Welche majestätische Aura hat dieser Gurnemanz!!)

Gustav Neidlinger - 3,5 (Da ich Neidlinger immer - und oft - als Klingsor gehört habe, kann ich mich mit seinem Amfortas nicht recht anfreunden. Das ist mir denn doch alles zu vordergründig und zupackend geradlinig gesungen. Aber rein stimmlich gibt es nichts zu bemängeln)

Georg Stern - 2,5 (ein braver Provinzler auf Montsalvat)

Unter den Blumenmädchen ist Montserrat Caballé

André Cluytens (leider oft etwas unkonzentriert und es gelingt auch oft nicht ganz, den riesigen Apparat immer sicher zusammen zu halten. Aber die Sinnlichkeit des Klanges kann man sogar in der begrenzten Klabgqualität des Mitschnittes noch genießen! Und ihm gelingen Würde, Feierlichkeit und eine schön entfaltete Spiritualität ohne jedes Pathos)



Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Caruso41

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Registrierungsdatum: 19. November 2010

66

Donnerstag, 21. Juni 2012, 08:52

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