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mucaxel

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Mittwoch, 31. Juli 2013, 16:41

KRIMI sehr zu empfehlen

mucaxel

moderato

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Mittwoch, 14. August 2013, 16:55

Fjodor Dostojewskij (1821-1881)

Ein grüner Junge


in der Neuübersetzung von Swetlana Geier
Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
.

William B.A.

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Mittwoch, 14. August 2013, 17:06


Ich lese gerade den Erlöser von Jo Nesbo, einen Band aus der "Harry Hole"-Reihe. Spannung garantiert.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Misha

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Mittwoch, 14. August 2013, 17:20


Ich bin Literaturkritikern ggü. eher misstrauisch. Aber der MDR hat da einen ganz vernünftigen Mann, der das Buch in einer Besprechung hymnisch gelobt hat. Eine Liebesgeschichte sei es, die aber - spätestens seit Tristan und Romeo etc. sei ja zu diesem Thema alles gesagt - durch etliche stilistisch unterschiedliche Binnenerzählungen unterbrochen/ergänzt werde und daher neue Perspektiven eröffne. Mich hat das neugierig gemacht, auch, weil die Autorin noch sehr jung ist (obschon nicht ganz unbekannt) und gleich einen 600seiter vorlegt.
res severa verum gaudium

Herzliche Grüße aus Sachsen
Misha

JLang

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Donnerstag, 15. August 2013, 00:00

P. Härtling: Waiblingers Augen

Nicht mehr ganz aktuell, aber m. E. dennoch sehr empfehlenswert:
Mit Wilhelm Waiblinger (1804-1830) hat sich Peter Härtling einem weiteren Dichter der Romantik gewidmet und zeichnet ein literarisches Bild Waiblingers, einem Freund und Bewunderer Hölderlins. Als Leitmotiv hat Härtling einmal mehr die vergebliche Liebe eines Dichters gewählt und schafft es ein bewegendes Bild zu zeichnen, das mit dem an damaligen Maßstäben gemessen ungehörigen Verhältnis mit Julie Michaelis beginnt und mit den später offenen Ausschweifungen des Dichters endet. Da er diese auch in seinen Werken verarbeitete, mußte er das Tübinger Stift verlassen und begab sich auf eine Italienreise. Da mir Härtlings Art zu erzählen sehr zusagt, habe ich es mit großem Genuß gelesen.

Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

m-mueller

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Freitag, 20. September 2013, 00:35

A Song of Ice and Fire, G.R.R. Martin (vulgo: Game of Thrones, das eigentlich nur das erste Buch in dem als (voraussichtlich) 7-bändigen Zyklus angelegten Oeuvre darstellt))

Nach ungefähr 3500 gelesenen Seiten (wahrscheinlich werden nochmal 3500 dazukommen, Martin schreibt noch...) kann ich nur außerordentliche Bewunderung und Hochachtung konstatieren.

Was Martin da bisher abgeliefert hat, ist wohl das beste, was Science Fiction und Fantasy überhaupt aufzubieten haben, inklusive der von mir sehr geschätzten Perry Rhodan Serie und Tolkiens Herr der Ringe oder Harry Potter.

Wenn ich mich hier weniger beteilige als üblicherweise, so hat das vor allem den Grund, daß ich keine Zeit zum Schreiben (oder Musik hören) habe, weil gelesen werden muß.


  • »Johannes Roehl« ist männlich

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2 317

Freitag, 20. September 2013, 10:55

Wie weit bist Du denn?
Bände 4 und (teilweise) 5 fallen leider deutlich ab und hätten einen strengen Lektor benötigt. In Fankreisen wird mitunter bezweifelt, dass Martin die Kurve noch kriegt und in zwei weiteren Bänden zu einem befriedigenden Abschluss gelangt.... Jedenfalls hat er meinem Eindruck nach am Ende des 5. mehr Bälle in der Luft als am Ende des 4. ... Und stilistisch fällt das fehlende (bzw. unzureichende, denn das Zeug verkauft sich ja eh wie geschnitten Brot und der typische Fantasy-Leser ist sprachlich-stilistisch weit schwächeres gewohnt) Lektorat im 5. Band erheblich auf.

Ingesamt kann ich die Faszination aber durchaus teilen. Ich war Mitte der 1990er relativ Fantasy interessiert und wusste im Prinzip von dieser Serie seit ihrem Erscheinen. Seltsamerweise hatte ich sie aber komplett aus den Augen verloren und bin erst Anfang 2011 wieder auf sie gestoßen, habe dann in wenigen Wochen die ersten vier Bände verschlungen und musste zum Glück nur ein paar Monate auf den 5. warten... Um mir das Warten nicht noch schwerer zu machen, habe ich in den letzten zwei Jahren wieder etwas Distanz gewahrt und die Fernsehserie auch lange ignoriert. Seit Frühjahr habe ich dann aber doch auch die Serie geschaut, mir fehlen nun noch ca. die drei letzten Folgen der 3. Staffel. Freilich vergröbert die Serie sehr häufig die meist weit raffiniertere Vorlage, aber insgesamt ist es eine weitgehend zufriedenstellende Umsetzung.

Spradow

Profi

  • »Spradow« ist männlich

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2 318

Freitag, 20. September 2013, 12:04

Ich habe die ersten fünf Bände letztes Jahr mit großem Eifer verschlungen. Fantasyliteratur hatte ich zuvor gemieden, aber "A song of ice and fire" hat mich ganz schön in seinen Bann gezogen. Mich beeindruckt vor allem, wie Martin mit den unzähligen Handlungssträngen derart jongliert, dass es fast nie unlogisch wird (das Erscheinen dieses "Cold Rangers", der Sam vor Wildlingen rettet, ist eigentlich der einzige wichtigere unlogische Moment in den fünf Büchern), und wie er durch geschicktes Spiel mit Information und Desinformation alle Handlungsstränge spannend hält.

Beispielsweise hört man über den "Onion Knight" Davos Seaworth im vierten und fünften Band lange nur Gerüchte, denen man andererseits auch wieder geneigt ist, keinen Glauben zu schenken, weil man Grund hat anzunehmen, dass das damit verknüpfte Adelshaus weiterhin den Starks treu ist.
Ich fand Band 4 und 5 ebenso stark wie die vorhergehenden und vermeine stilistisch eher eine sukzessive Verbesserung zu erkennen, gerade von Band eins auf die Folgenden (allerdings ist mein Englisch nicht so gut, dass ich da eine wirklich fundierte Einschätzung liefern könnte). Eventuell ist das aber die langsam wechselnde Perspektive, denn die Kinder, aus deren Sicht Martin zu einem guten Teil schreibt, werden langsam erwachsen, und mit ihnen eben auch der Inhalt und evtl. auch Stil ihrer Kapitel (ich bin da sehr gespannt, ob Martin es schafft, dieses erwachsen Werden überzeugend darzustellen).

Band 4 und 5 retardieren gewaltig, im Prinzip liegt ja schon am Ende von Band 3 fast alles in Scherben. Ich denke, das ist einfach die Funktion, die Martin dem Herbst zugedacht hat. Ich bin sicher, dass, mit Eintritt des Winters, Band 6 die Handlungsstränge sukzessive wieder zusammenführen wird. Das ist ja durchaus schon angelegt (Vorsicht: Ab jetzt wird Handlung verraten! ;) ): Der Onion Knight ist auf der Suche nach Rickon Stark, Jaime trifft auf Brienne und Catelyn, Jon Snow wird sich vermutlich endlich von den Pflichten eines "Black Cloaks" befreien können (weil es bald keine Black Cloaks mehr geben wird ;) ) und hat Zugriff auf eine Armee von einigen tausend Wilden, mit denen er sich z.B. auf die Suche nach Onkel Benjen machen kann, Bran nimmt über Theon Kontakt mit der Welt auf, Daenerys tut endlich das, was ihr geweissagt wurde, dass sie es tun müsse, etc.

Das, was ich von der TV-Serie gesehen habe, fand ich äußerst enttäuschend. So vieles, was im Buch nur angedeutet wird, wird in der Serie ganz direkt und platt gesagt, und das nimmt für mich einfach einen Hauptreiz der Bücher.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Freitag, 20. September 2013, 20:21

Band 4 ist viel zu langatmig, um als planvolle Retardierung durchgehen zu können. (War er entstehungsgeschichtlich auch nicht....)
Briennes Fool's Errand (was der Leser VORHER weiß!) und Cerseis Verfall hätte man auf die Hälfte reduzieren können. Sämtliche Ironborn-Stränge (nachdem Theon von der Bildfläche weg ist) sind VIEL zu lang, in 4 und in 5.
5 ist erheblich besser, aber viel zu lang und meinem Eindruck nach sprachlich/stilistisch der schludrigste. Die klischierten Textbausteine häufen sich, Martin schafft es nicht, Nebensächliches zu kondensieren und ich meine, dass die Figuren, die mal eine eigenen Sprache hatten, diese eher verlieren. Erotische Szenen sind eh nicht seine Stärke, aber vergleiche mal die Sprache, mit der Danaerys' entsprechende Erlebnisse im 1. und im 5. Band geschildert werden. Das könnte man zwar auch als "Reifung" verstehen, aber m.E. macht er sich einfach nicht mehr die Mühe zwischen zB Tyrions (der über Sex spricht wie ein Söldner) und Jons oder Danys Sprache zu unterscheiden.
Und die ewigen Beschreibungen irgendwelcher Speisen, die sich ständig wiederholen; Brot ist immer "fresh from the oven", Fleisch außen verbrannt und innen halb roh, irgendwelches Gemüse in Butter getränkt usw.
Dann haben, was nie vorher eingeführt oder verwendet wurde, im 5. Band die Nachtstunden plötzlich Namen wie "hour of the owl/wolf etc."
etc. pp.

Wenn ich fünf Jahre auf Bd. 5 gewartet hätte (statt knapp 5 Monate) wäre ich ziemlich enttäuscht gewesen.

Wie gesagt, sprachlich ist das immer noch leicht überdurchschnittlich ggü. vieler anderer Unterhaltungsliteratur, aber m.E. ein Abfall gegenüber den doch konziseren früheren Bänden. Auch wenn dort seine Steckenpferde (zB die Obsession mit Heraldik) auch schon manchmal zu sehr in den Vordergrund treten.

moderato

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Freitag, 20. September 2013, 21:00


Peter Härtling

Hölderlin


Schön JLang, dass dir dieser Autor ebenfalls zusagt, wie ich deinem Beitrag 2315 entnehme. Ich habe jedes Buch, dass er geschrieben hat, in meiner Sammlung.
Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

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m-mueller

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Freitag, 20. September 2013, 23:28

Ich bin jetzt mitten im vierten Band, ungefähr S.530.

Dieser Band fällt schon leicht ab im Vergleich zu den ersten dreien, hat aber andererseits auch Sternstunden, wo z.B. die Prinzessin von Dorne den Whitecloak dazu überredet, Myrcella zu entführen, um sie zur Königin auszurufen - der arme Kerl wird so wunderbar nachvollziehbar umgarnt und umstrickt, seine Welt und seine Werte (Honour !!) werden so geschickt gegen ihn eingesetzt, daß er am Ende keine Chance hat.

Andererseits: Cersei sollte vielleicht auch mal eine helle Stunde haben, aber ihre Pläne sind eigentlich NUR finster, Mace Tyrell ist ziemlich blöd, etc..., aber das ist Jammern auf hohem Niveau, insgesamt sind die Charaktere immer noch bunt und schillernd und changieren zwischen weiß und schwarz. Ich lese auch diesen vierten Band mit viel Genuß.

Die Fernsehserie ist ebenfalls sehr gut und wird vermutlich noch besser, da das Filmteam mit dem großen Erfolg im Rücken wohl nicht mehr 10, sondern 20 Folgen pro Band plant. Mir ist´s recht.

Was ich allerdings ziemlich mies finde, ist das Geschäftsmodell des deutschen Verlags, der aus jedem englischsprachigen Band zwei deutschsprachige Bände macht und jeden einzelnen fast so teuer verkauft wie alle 5 Originalbände zusammen. Kann man nur boykottieren.

mucaxel

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Samstag, 21. September 2013, 08:14

Neuerscheinung


Wolfgang Hattinger
DER DIRIGENT


Bärenreiter bei JPC 29.95 €
mucaxel

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Samstag, 21. September 2013, 10:08

Dieses Geschäftsmodell wird von deutschen Verlagen seit über 20 Jahren praktiziert. Damals wurden zB die beiden Staffeln der "Dragonlance" Saga in je 6 statt je drei Bänden herausgebracht (und da ist eine Trilogie so lang wie ein Band bei G. Martin). Da so etwas in Übersetzung meistens nicht besser wird und die englischsprachigen Originale keine allzu großen Ansprüche stellen, sollte man gerade heute, wo man problemlos günstige englische Bücher kriegen kann, lieber gleich zum Original greifen.

Der Thorne-Subplot im 4. Band ist ganz nett, der Ironborn-Strang auch nicht per se schlecht, aber sie sind verglichen an ihrer Relevanz viel zu breit ausgeführt.
Obwohl ihm zumindest in den ersten drei Bänden die langen Bögen durchaus gelungen sind, ist Martin eigentlich am besten in kleineren Episoden. Das weiß er vermutlich selbst, aber es führt ihn eben zu Vignetten (wie den "Prologen"), die die Bücher noch länger machen und nur sehr bedingt plotrelevant sind.

m-mueller

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Donnerstag, 3. Oktober 2013, 23:55

Ich bin jetzt ca. 100 Seiten im fünften Band und kann nun den vierten Band komplett beurteilen - er fällt nur leicht gegenüber den ersten dreien ab, zum Schluß werden doch viele zunächst separat laufende Handlungsstränge wieder verwoben, manche Lösungen sind genial einfach (und für den Leser doch so überraschend), z.B. die Art und Weise, wie Jaime Riverrun kassiert, es ist nach wie vor Fantasy auf höchstem Niveau und der fünfte Band beginnt auch alles andere als schlecht.

ich lese inzwischen schon sehr langsam - wie traurig, wenn der fünfte Band zu Ende ist, und der sechste erst in 2 Jahren erscheint (bisheriges Gemunkel).

JLang

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Freitag, 4. Oktober 2013, 18:55

Zitat von »moderato«

Peter Härtling, Hölderlin

Schön JLang, dass dir dieser Autor ebenfalls zusagt, wie ich deinem Beitrag 2315 entnehme. Ich habe jedes Buch, dass er geschrieben hat, in meiner Sammlung.
Lieber moderato,

abwesenheitsbedingt bin ich erst jetzt zu dieser Abteilung vorgedrungen und sehe erst jetzt Deinen Beitrag. Bei mir steht Hölderlin ganz oben auf der Lesewunschliste. Ich hoffe, ich habe bald wieder mehr Zeit, neben den beruflichen Dingen auch anderes zu lesen. Härtling ist wirklich ein phantastischer Autor, wie ich finde. Die biograhischen Werke sind auch seine große Stärke. Alles habe ich zwar noch nicht von ihm, aber es kommt jedes Jahr immer mehr dazu. Den "Hölderlin" Roman kannst Du sicher empfehlen, oder?

Herzlich
JLang
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moderato

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Freitag, 4. Oktober 2013, 21:15

Lieber JLang

Ich kann dir den Hölderlin-Roman Peter Härtlings uneingeschränkt empfehlen. Ich habe das Buch vier Mal gelesen. Bei seinem Erscheinen vor 38 Jahren hatte mich dieses Buch der Dichtkunst Hölderlins nahe gebracht.


Zur Zeit lese ich von Eduard Mörike

Maler Nolten
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JLang

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Montag, 7. Oktober 2013, 23:16

Lieber moderato,

hab vielen Dank für die Empfehlung. Es wird also eine meiner nächsten Buchanschaffungen werden.
Mit Härtling kann man ja auch eigentlich nie etwas falsch machen.
Herzliche Grüße
JLang
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William B.A.

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Dienstag, 8. Oktober 2013, 01:48

Ich entspanne mich derzeit mit dem hochspannenden Thriller "Kalte Asche" von Simon Beckett, dem zweiten Band der Reihe mit dem Forensiker Dr. David Hunter.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Lynkeus

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Sonntag, 13. Oktober 2013, 14:09

Gestern zuende gelesen:
Fjodor M. Dostojewski
Die Brüder Karamasoff (in der Übersetzung von E. K. Rahsin)


Nachdem ich vor einigen Jahren Schuld und Sühne gelesen habe und - ehrlich gesagt - dem Buch nichts abgewinnen konnte, habe ich nun die als Höhepunkt Dostojewskis apostrophierten Brüder Karamasoff gelesen. Der Russe bleibt auch nach der Lektüre des Werkes einer der Autoren, dessen Weltruhm ich nicht so recht nachvollziehen kann. Insbesondere im sechsten Buch des Romans verstand es Dostojewski mit m.E. reliogiös-naivem Palaver a la Fußgängerzonenprediger zu langweilen, dass ich kurz vor Abbruch der Lektüre stand. Glücklicherweise nimmt das Werk aber dann Fahrt auf und gewinnt an Intensität. Da ich vollkommen uninformiert an den Roman herantratt, wurde die Frage um den Vatermord bzw. ob Dmitrij der Täter ist zunehmend zum Nervenkrimi. Und auch als längst Klarheit bezüglich dieser Frage bestand, machte die Schilderung des Prozesses und die unterschiedlichen Auslegungen der Indizien die letzten Seiten zum wahren Pageturner.

Ich muss schon gestehen, wie Dostojewski hier die Puzzleteile streut und unterschiedlich zusammenzusetzen versteht, ist wirklich beeindruckend. Somit wurde Die Brüder Karamasoff doch noch zu einer lohnenden Lektüre, gleichwohl die Schwächen des Werkes unübersehbar sind. Wenn einige Zeit verstrichen ist, werde ich ein weiteres seiner Bücher lesen. Empfehlungen sind willkommen.
"Geduld und Gelassenheit des Gemüts tragen mehr zur Heilung unserer Krankheiten bei, als alle Kunst der Medizin." (W.A. Mozart)

T con brio

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Sonntag, 13. Oktober 2013, 14:18

Nach der gefühlt 3000-seitigen Richard Wagner-Biografie nun ein wenig leichterer Stoff:



Und manches ist tatsächlich ganz interessant, z. B. hatte ich noch nie was von dem Oper-Librettisten Metastasio gehört, der ja scheinbar für eine Unzahl von Bühnenstücken verantwortlich gewesen sein muß. Allerdings dachte ich immer, Beethovens Zehnte stamme von ihm selbst (bzw. sei zumindest von ihm angefangen worden) und von Johannes Brahms, aber gut...
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Accuphan

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Dienstag, 19. November 2013, 21:51

The Leonard Bernstein Letters

Heute abgeholt:


Bin gespannt. Vor allem, wann ich das Werk von knapp 600 Seiten lese... ;)
"mit Bravour"

T con brio

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Dienstag, 19. November 2013, 22:45


Robert Graves - The White Goddess
A Historical Grammar of Poetic Myth


So eine Art europäische Geschichte von Poesie, Kultur und Religion.
Ob ich Buch dem Thread-Titel ("Empfehlungen...") allerdings Ehre macht, da bin ich mir noch nicht so sicher.
Prima con brio || Plattenschrank

LaneMerlun

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Mittwoch, 20. November 2013, 11:37

Erzähl mal mehr zu dem Buch, T con brio, der Titel hört sich spannend an!

Ich hole gerade diverse "Klassiker" nach und bin gerade bei On the Road von Jack Kerouac. Ich finde es faszinierend, wie aktuell sich dieser Roman von 1957 sich anfühlt.

Rheingold1876

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Mittwoch, 20. November 2013, 12:06

Fjodor M. Dostojewski
Die Brüder Karamasoff (in der Übersetzung von E. K. Rahsin)

Nachdem ich vor einigen Jahren Schuld und Sühne gelesen habe und - ehrlich gesagt - dem Buch nichts abgewinnen konnte, habe ich nun die als Höhepunkt Dostojewskis apostrophierten Brüder Karamasoff gelesen. Der Russe bleibt auch nach der Lektüre des Werkes einer der Autoren, dessen Weltruhm ich nicht so recht nachvollziehen kann. Insbesondere im sechsten Buch des Romans verstand es Dostojewski mit m.E. reliogiös-naivem Palaver a la Fußgängerzonenprediger zu langweilen, dass ich kurz vor Abbruch der Lektüre stand. Glücklicherweise nimmt das Werk aber dann Fahrt auf und gewinnt an Intensität. Da ich vollkommen uninformiert an den Roman herantratt, wurde die Frage um den Vatermord bzw. ob Dmitrij der Täter ist zunehmend zum Nervenkrimi. Und auch als längst Klarheit bezüglich dieser Frage bestand, machte die Schilderung des Prozesses und die unterschiedlichen Auslegungen der Indizien die letzten Seiten zum wahren Pageturner.

Ich muss schon gestehen, wie Dostojewski hier die Puzzleteile streut und unterschiedlich zusammenzusetzen versteht, ist wirklich beeindruckend. Somit wurde Die Brüder Karamasoff doch noch zu einer lohnenden Lektüre, gleichwohl die Schwächen des Werkes unübersehbar sind. Wenn einige Zeit verstrichen ist, werde ich ein weiteres seiner Bücher lesen. Empfehlungen sind willkommen.

Lieber Lynkeus, ich habe immer Respekt vor Menschen, die sich heute noch an Dostojewski machen. So mal eben einen Roman lesen, das geht ja bei diesem Schriftsteller nicht. Wie ich sehe, nennst Du ja eine schöne Ausgabe Dein Eigen. Die ist etwas fürs Leben. "Schuld und Sühne" finde ich nach wie vor den Roman, der mich im Gegensatz zu Dir am meisten fasziniert. Dieser Student Raskolnikow, nach dem das Buch manchmal auch getitelt wird, ist doch eine gewaltige Schöpfung. An ihm wird deutlich, wohin sich Begabung entwickeln kann, wenn sie sich mit keiner menschlichen Aufgabe verbindet. Das Problem sind immer die Übersetzungen, die gern das dokumentarische Element aus dieser Literatur filtern. Sie sind sehr ausschmückend so wie der im deutschen Sprachraum am weitesten verbreitete Titel "Schuld und Sühne". Ich habe Dostojewski auch durch derlei Übersetzungen kennen und schätzen gelernt und war zunächst enttäuscht, als mir die neueste Übersetzung von der inzwischen gestorbenen Swetlana Geier in die Hände bekam, die mit dem Titel "Verbrechen und Strafe" dem Autor am nächsten sein soll. Der Stil ist plötzlich fast lapidar und reportagenhaft, nicht mehr so ausschmückend und schwelgend. Dadurch um so gnadenloser. Das war plötzlich ein ganz neuer Dostojewski.

Ich glaube, dieser Schriftsteller mit diesem erschütternden Leben hat wie kein anderer vor ihm in die Tiefen der menschlichen Seele, wo sich auch Abgründe auftuen können, geblickt. Deshalb war er in seiner Zeit so ein Ereignis. Alle anderen Schriftsteller kamen nicht an ihm vorbei. Zum Beispiel Thomas Mann und Anna Seghers haben sehr feinsinnige Essays über ihn und seine elementare Wirkung geschrieben. Aus diesen Arbeiten erfährt man sehr viele Anregungen für die eigene Hinwendung zu Dostojewski.

Wünschen wir uns beide auch künftig eine an Erkenntnissen reiche Lektüre.

Dich grüßt Rheingold


P.S. Ich lese übrigens seit über einem Jahr wieder Charles Dickens, endlich auch die großen späten Romane, für die ich als junger Mensch nicht die Geduld und Konzentration aufbrachte. Der hat es auf eine ganz andere Art auch in sich. Die Fülle der Figuren ist atemberaubend. :)
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

hasiewicz

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Mittwoch, 20. November 2013, 13:57

P.S. Ich lese übrigens seit über einem Jahr wieder Charles Dickens, endlich auch die großen späten Romane, für die ich als junger Mensch nicht die Geduld und Konzentration aufbrachte. Der hat es auf eine ganz andere Art auch in sich. Die Fülle der Figuren ist atemberaubend.
Lieber Rheingold,

hast du schon "Bleakhouse" gelesen? Definitiv ein Lieblingsroman. Nabokov hat in seinen Vorlesungen sehr bewundernd über dieses Werk gesprochen, und auch sehr erhellend.

Ich wünsche dir bei Dickens viel Vergnügen. Immer noch ein hierzulande unterschätzter Autor.


Herzliche Grüße

Christian

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Mittwoch, 20. November 2013, 14:17

Von den "großen" Romanen Dostojewskijs (also Verbrechen und Strafe, Der Idiot, Die Dämonen, Der Jüngling, Die Brüder Karamasov) sind die "Brüder Karamasov" sicher weniger geschlossen als die ersten drei (Den "Jüngling" habe ich nur einmal vor langer Zeit gelesen und fand ihn deutlich schwächer). Geschlossenheit, Tempo und Intensität von "Verbrechen und Strafe" und (besonders der erste Teil von) "Der Idiot" sind für mich unübertroffen.
Vielleicht hat er bei den "Brüdern" zu viel in ein Buch gepackt (es sollte noch ein zweiter Band folgen, in dem dann die eigentliche Hauptperson Aljoscha sein würde). Der Autor hatte eigenartige und (nicht nur aus heutiger Sicht) reaktionäre Ansichten, aber religiös-naiver Prediger trifft es m.E. nicht. (Und selbst wenn seine "Alternative", das heilige Russland und die Orthodoxie als Rettung für das liberale Abendland, zu bizarr klingt, um ernst genommen werden zu können, so muss man doch einräumen, dass er die Katastrophen, in die der die politischen Strömungen seiner Zeit gipfelten, beinahe hellsichtig vorweggenommen hat.)
Die Parabel vom Großinquisitor ist nicht nur literarisch brillant, sondern auch politisch-philosophisch-theologisch hellsichtig. Kommentatoren, die meinen, das Aljoschas Kompendium der Lehren des Starez Sosima diese Attacke Iwans auf die Religion nicht kontern kann, haben sicher einen Punkt. Und dass beide Abschnitte zu lange Exkurse für das Gesamtwerk sind, mag man ebenfalls mit Recht vertreten.
Dennoch finde ich (wobei die Lektüre vermutlich um die 20 Jahre zurückliegt) auch die Brüder Karamasov insgesamt einen packenden, erschütternden und tiefgründigen Roman.

Ich kenne von den kürzeren Romanen und Erzählungen noch nicht alle. Empfehlenswert ist jedenfalls "Der Spieler" (kürzer) und "Der Idiot" (lang). Beide vielleicht mehr als die "Krimis" um Raskolnikov und die Karamasovs auch Gesellschaftsromane ihrer Zeit. "Die Dämonen" bringt einerseits noch mehr Zeitbezogenes (Revolutionäre, Nihilisten etc.), andererseits auch einige der getriebensten Gestalten und düstersten Szenen der Weltliteratur.

Felix Meritis

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Mittwoch, 20. November 2013, 14:54

Ich persönlich bin ja Tolstoj-Fan, leider aber sind seine Romane etwas kurz geraten. Bei Tolstoj beeindruckt mich die bis ins kleinste hellsichtige Psychologie seiner Figuren. Seine gesellschaftlichen Theorien finde ich zwar teilweise etwas befremdlich, allerdings ist er nie so menschenfeindlich wie Dostojewskij. Von letzterem habe ich bisher nur die Brüder Karamsov durchgehalten und war wenig begeistert.

La Roche

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2 338

Mittwoch, 20. November 2013, 15:55

Bei mir droht ein Rückfall in die Kindheit. Ich habe wieder einmal mit Karl May angefangen, natürlich Band 1 "Durch die Wüste". Es wird etwas dauern, bis ich zu Band 65 durchgedrungen bin.

La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


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Mittwoch, 20. November 2013, 16:37

Dostojewskij ist doch nicht menschenfeindlich! Er schildert halt weit extremere (und für mich meistens interessantere, wenn auch wohl weniger abgerundete und weniger realistische Charaktere als Tolstoi. (Von den Ausnahmen wie "Kreutzersonate" mal abgesehen. DER Typ ist ein schlimmerer Psychopath als der durchschnittliche Dostojewskijsche Neurotiker.) Und man findet oft tiefes Mitleid(en) selbst in der Darstellung des "Schurken", in "Verbrechen und Strafe" etwa nicht nur bei der Hauptperson Raskolnikov, sondern auch bei dem versoffenen Versager Marmeladov und dem zynischen Verführer Swidrigailow.
Der "Feind" für Dostojewskij sind die westliche Zivilisation, Wissenschaft und politische Philosophie.
Deren positivistische Wissenschaft, Liberalismus und Utilitarismus führen zu Gottlosigkeit, totalitärem Sozialismus, Anarchismus o.ä. (In den Dämonen sind die Söhne der "Aufklärer" anarchistische Verschwörer und skrupellose Mörder.)
Nur ist das Gegenmodell Dostojewskijs kein christlich angehauchter Humanismus a la Tolstoi oder Schweitzer, sondern das archaische heilige Mütterchen Russland und die Orthodoxie mit Mystikern, Gottesnarren usw. Selbst wenn dieser Konflikt in den "Dämonen" und den Brüdern Karamasov ziemlich wichtig ist, so leben die Romane doch weit mehr von den meist an der Grenze zum psychotischen agierenden Charakteren. Als zum Tode Verurteilter, Verbannter in Sibirien, Epileptiker und Spielsüchtiger hatte der Autor hier Erfahrungen aus erster Hand und die Darstellung solcher Charaktere und der entsprechenden Grenzsituationen finde ich außerordentlich faszinierend. (Das fadeste Buch Tolstois ist vermutlich nicht zufällig "Auferstehung", weil er sich hier an einem Dostojewkij-Thema versucht, das ihm im Grunde fern steht.)

Rheingold1876

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Mittwoch, 20. November 2013, 18:16

Lieber Rheingold,

hast du schon "Bleakhouse" gelesen? Definitiv ein Lieblingsroman. Nabokov hat in seinen Vorlesungen sehr bewundernd über dieses Werk gesprochen, und auch sehr erhellend.

Ich wünsche dir bei Dickens viel Vergnügen. Immer noch ein hierzulande unterschätzter Autor.

Lieber Christian, ja, "Bleakhouse" kenne ich auch. Das ist auch so ein wunderbarer Roman aus der mittleren Schaffenszeit, mit gut 1200 Seiten sehr groß angelegt. Das ist Epik! Wobei es auch Längen gibt. Wir vergessen aber immer gern, dass diese Romane in Fortsetzungsheften geschrieben wurden und nicht in einem Ritt. Während die ersten Kapitel schon unter den Leuten waren, hat es den Schluss noch gar nicht gegeben. Was Du von Nabokov schreibst, wusste ich nicht. Danke! Ich glaube, es ist heutzutage nicht die Zeit für Dickens. Er verlangt wirklich viel Konzentration. Wenngleich die Fabel für sich genommen immer spannend ist, sind die für mein Empfinden eigentlichen Stärken die starken Charaktere und Situationen in immer wiederkehrenden Topoi, nicht zuletzt die beißende Ironie. Dickens ist natürlich auch problematisch durch einen latenten Antisemitismus. Obwohl ich immer skeptisch bin gegen verfilmte Literatur - Ausnahmen gibt es natürlich in Fülle - schätze ich die BBC-Serien einiger Dickens-Romane sehr. Sie sind äußerst genau in der Erfassung der Fabel und aller Details. Die Ausstattung ist traumhaft, nur selten etwas geschönt. Aus den Dickens-Büchern riecht es ja gern mal. Meine Empfehlung also:



Ich freue mich, dass wir den Dickens schätzen und auch lesen.

Liebe Grüße von Rüdiger
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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