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Richard

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1

Donnerstag, 24. März 2005, 10:54

Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Hallo Taminoaner,

im Brendel Thread kam es zu gewissen Äußerungen, die in die Richtung gingen wer den von den Komponisten ein großer hinsichtlich Klaviermusik ist.

Daher starte ich heute mal diese Umfrage:

Wer sind die "größten" und "wichtigesten" Komponisten von Klaviermusik.

Natürlich sind auch Komponisten zugelassen, die noch für andere Tasteninstrumente komponiert haben, deren Werke aber heute auch auf dem Piano gespielt werden.

Max. 5 Komponisten sind zugelassen.
Eine Begründung ist wie immer gerne gesehen!

Gruß
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

Gerrit_Stolte

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2

Donnerstag, 24. März 2005, 11:09

Bach
Mozart
Chopin
Schumann
Scriabin
Gruß,
Gerrit

pianoflo

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3

Donnerstag, 24. März 2005, 11:14

Hallo

Beethoven
Brahms
Chopin
Schubert
Schumann

Gruß, Flo

P.S.: Wer sich mit unbekannterem Repertoire beschäftigen möchte: Dvorak, Poetische Stimmungsbilder op. 85, geniale Musik
"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"

Wise Guys 2000

Heinz

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4

Donnerstag, 24. März 2005, 11:29

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Die ersten 4 sind ja klar:


Bach
Beethoven
Schumann
Chopin

schwer zu entscheiden, wer dann als nächstes kommt

zur freien Auswahl: Brahms, Debussy, Ravel, Scriabin, Prokofieff


.

Theophilus

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5

Donnerstag, 24. März 2005, 11:31

Hi

1. Beethoven
1. Schubert
3. Bach
4. Mozart
5. Chopin

5¼. Liszt
5½. Schumann
5¾. Brahms

Dann Haydn, Debussy, Ravel, usw....

Dann analog zu pianoflo ein Tipp für unbekanntes Repertoire: Louis Moreau Gottschalk! Sicher nicht gerade bedeutende Klaviermusik, aber von einem unwiderstehlichem Charme.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Karsten

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6

Donnerstag, 24. März 2005, 12:22

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Naja, mit den Begründungen ist es bisher ja nicht weit her ;)

Ich bin etwas überrascht, dass bisher Domenico SCARLATTI noch nicht gelistet wurde. Er hat einmal ein vom Umfang her beträchtliches Clavier-Oeuvre hinterlassen, dass zudem einen Meilenstein in der Entwicklung des Klavierspiels darstellt, insbesondere, was das "Virtuose" angeht und bedeutenden Einfluß auf die Klaviermusik hatte.

Gruß
Karsten

pianoflo

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  • »pianoflo« ist männlich

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7

Donnerstag, 24. März 2005, 12:31

Begründungen

Okay, hier also die Begründungen zu meinen Favoriten:

Beethoven - begründet sich eigentlich von selbst, weil er mein All-Time-Favorite-Komponist ist. Dennoch hat er sowohl quantitativ als auch qualitativ Meilensteine der Klaviermusik geschrieben.

Brahms allererste und allerletzte musikalischen Aussagen sind jeweils für Klavier geschrieben, insofern gibt seine Klaviermusik einen sehr schönen Einblick in seine Entwicklung. (Ausserdem ist sie wunderschön)

Chopin ist wohl der Klavierspezialist schlechthin, immerhin gibt es kein Werk von ihm, wo kein Klavier mitspielt. Meister der kleinen Formen (Mazurken, Nocturnes etc.), aber auch die Balladen, Scherzi, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, ist alles so wunderbar. (Hört euch mal die Mozart-Variationen für Klavier und Orchester an)

Schubert vor allem wegen seiner letzten Klaviersonaten und der Wandererfantasie. Auch die vierhändige Literatur ist durch ihn sehr bereichert worden.

Schumann ist neben Chopin der andere Meister der Miniatur. Welch tiefgängige Musik dieser Mensch doch in den Kinderszenen und dem Album für die Jugend geschrieben hat, Wahnsinn. Auch die großen Brocken von ihm (als Pianist möchte ich ihn dafür verfluchen) wie die Symphonischen Etüden, das Konzert für Orchester oder die Sonaten sind durchaus hervorragende Musik.

zu meinem Geheimtipp Dvorak: Naxos bietet eine Gesamtaufnahme des Klavierwerks auf 5 Cds an, der Kennenlerntipp schlechthin.

Gruß, flo
"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"

Wise Guys 2000

Gerrit_Stolte

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8

Donnerstag, 24. März 2005, 12:40

Vielleicht etwas trivialere Begründungen:

Bach: Hat die Einflüsse deutscher, italienischer, französischer (und englischer?) Barockstile zusammengeführt und daraus einen universalen Barockstil geprägt.

Mozart: Hat die von Bach, Scarlatti und Haydn gelegten Fundamente in der klassischen Klaviersonate vereint.

Chopin: Hat die Möglichkeiten des Klavierspiels enorm erweitert (Technik), Klangmöglichkeiten entdeckt, die vorher nicht denkbar waren, alte Strukturen aufgebrochen (Sonatenform), neue Strukturen etabliert, harmonische Neuerungen eingeführt, die sogar auf Kompositionen ohne Klavier Einfluss hatten.

Schumann: Nur eine auf das reine Schaffen bezogene Begründung - Schumann hat die romantische Klavierkomposition im kleine wie im großen Werk auf die Spitze getrieben (manchmal sogar darüber hinweg). Was danach kam (Brahms etwa) ist ohne Schumann nicht denkbar.

Scriabin: Aufbruch in die Moderne. Hat den romantisch Pfad am Ende mit ausgetreten und dann Form und Inhalt der Klavierkomposition aufgebrochen. Rachmaninoff, Prokofiev, Schoenberg als Klavierkomponisten ohne ihn nicht denkbar.
Gruß,
Gerrit

Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

9

Donnerstag, 24. März 2005, 12:41

Hallo,

die Frage ist objektiv nicht beantwortbar.
Man könnte bestenfalls anführen, wessen Klaviermusik für einen selbst die unverzichtbarste ist.

Für mich wären Mozarts Klavierkonzerte, ex equo mit Beethoven und Schuberts Klaviersonaten der Kernpunkt in Sachen Klaviermusik, aber mir ist bewusst, das dies eine grobe Vernachlässigung zahlreicher Klavierwerke von Weltrang (Chopin, Field,Schumann,Tschaikowski etc) wäre. Wie man sieht habe ich hier kein 20. Jahrhundert dabei und kein spätes 19., jedoch bestreite ich nicht,daß die sehr wichtig sind.

Eine Wertung nach "Wichtigkeit" sagt im übrigen nichts über den Wert der Werke aus, vielmehr über den "Rezensenten" und über die Zeit, in der das Urteil gefällt wurde. So waren etliche Komponistgen, die heute verächtlich herablassend zu "Kleinmeistern" degradiert werden, für ihre Zeitgenossen wahre Giganten.

Wir sollten und immer, wenn wir ein Urteil fällen, über die Relativität und zeitliche Begrenzug seiner Gültigkeit im Klaren sein, dann werden wir vielleicht manches auch vorsichtiger formulieren.


Hier meine (sehr subjektiven ! ) "Klaviergötter"

Domenico Scarlatti

wertvoll als Typischer Vertreter seine Zeit

Wolfgang Amadeus Mozart

Seine Klavierkonzerte sind mein musikalisches Credo, für mich wichtiger als seine Sinfonien.....

Ludwig von Beethoven
Franz Schubert
Frederic Chopin


Ich glaube die drei müssen nicht kommentiert werden...


Freundliche Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

10

Donnerstag, 24. März 2005, 14:02

Warum Wertung?

Danke, Herr Schmidt, für die glasklare Feststellung!

als Tastenwolf habe ich einige Komponisten hinzuzufügen, die für das Klavier wesentliches geleistet haben (ohne wertende Reihenfolge):

Haydn (Verbindung zwischen Barock und Romantik),
Liszt (als beinahe vollkommener Pianist mit nicht so ausgeprägtem kompositorischem Talent..),
Leopold Godowski (ebenfalls kompositorisch nicht ganz, aber pianistisch unglaublich gut), (echte Klavierkenner dürfen daran nicht vorbei!)
Strawinski, Bartok (beide vollkommene Pianisten, haben einen neuen Klavierstil geschaffen)
Rachmaninow (gehört pianistisch zu den besten, kompositorisch... Ansichtssache)
Messiaen !!!

bin musikgeschichtlich noch nicht weiter vorgedrungen, die Boulez-Sonaten finde ich eindrucksvoll, kann sie aber nicht einschätzen..

Schuberts Klaviersonaten sind für mich eine umstrittene Sache - wären als Kammermusik besser gewesen

Chopin wird IMO überschätzt in seiner Bedeutung, obwohl Scrjabin nicht ohne ihn denkbar wäre...

Was Brahms betrifft, sind seine letzten Werke die 11 Orgelchoralvorspiele op.122, davor 4 ernste Gesänge, die 2 Klarinetten/Bratschensonaten und dann erst die 119 er Klavierstücke (Ordung muß sein!) _ UND seine frühen Werke hat er überarbeitet, daher können wir von den frühen Klaviersonaten vielleicht nur die Themen oder die formale Anlage ahnen.

oje , Ravel, Debussy hätte ich vergessen.

klar, auch Scarlatti, wie wäre es, auch Buxtehude als wichtigen Clavierkomponisten zu nennen (Bach hat einen Großteil seines Stils von Buxtehude gelernt), F.Couperin...ok, es ist schwer, Grenzen zu ziehen

hab vor kurzem Noten von William Bird in der Hand gehabt (My Ladye Nevells Booke)- wow für diese Zeit hatte der was drauf - ich finde es vor allem toll, wenn beide Hände gleichermaßen gefordert sind! (nicht bei Chopin...)
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
(frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

Richard

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11

Donnerstag, 24. März 2005, 15:19

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Hallo,

die Frage ist objektiv nicht beantwortbar.
Man könnte bestenfalls anführen, wessen Klaviermusik für einen selbst die unverzichtbarste ist.

Für mich wären Mozarts Klavierkonzerte, ex equo mit Beethoven und Schuberts Klaviersonaten der Kernpunkt in Sachen Klaviermusik, aber mir ist bewusst, das dies eine grobe Vernachlässigung zahlreicher Klavierwerke von Weltrang (Chopin, Field,Schumann,Tschaikowski etc) wäre. Wie man sieht habe ich hier kein 20. Jahrhundert dabei und kein spätes 19., jedoch bestreite ich nicht,daß die sehr wichtig sind.

Eine Wertung nach "Wichtigkeit" sagt im übrigen nichts über den Wert der Werke aus, vielmehr über den "Rezensenten" und über die Zeit, in der das Urteil gefällt wurde. So waren etliche Komponistgen, die heute verächtlich herablassend zu "Kleinmeistern" degradiert werden, für ihre Zeitgenossen wahre Giganten.

Wir sollten und immer, wenn wir ein Urteil fällen, über die Relativität und zeitliche Begrenzug seiner Gültigkeit im Klaren sein, dann werden wir vielleicht manches auch vorsichtiger formulieren.

Freundliche Grüße aus Wien

Alfred


Dann hätte man aber z.B. auc nie den Thread nach den "Lieblings Pianisten" starten dürfen ! oder ?
S. Rachmaninov:
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Alfred_Schmidt

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12

Donnerstag, 24. März 2005, 15:31

Hallo Richard,

Beginnen wir am Anfang:
Zunächst war mein Statement nicht gegen Deinen Thread gerichtet,
vielleicht ein wenig gegen die Antworten, aber sicher nicht gegen die Frage. Ma darf ja auch unbeantwortbare Fragen stellen .

Aber nun zum feinen Unterschied zwischen den beiden Threads (sorry ich jongliere gerne mit der Sprache :D ):

Die Frage nach den "Größten Komponiste" ist eine "absolute" Fragestellung. Hier wird nach der Formulierung einer Wahrheit,
nach einem "Ergebnis gesucht"

Bei "LieblingPianisten im Forum" ist die Frage aber nach "persönlichen Präferenzen" (ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit) zusätzlich auf Forumsebene regional eingegrenzt.

Ungeachtet dessen, werde ich die Frage so nehem wie sie wahrscheinlich gemeint war und werde noch heute meine " persönlichen Lieblingskomponisten für Klavier" für Klavier in meinem Beitrag nachtragen.

Beste Grüße aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Theophilus

Administrator

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13

Donnerstag, 24. März 2005, 15:38

Nun, es ist ein Unterschied, ob ich eine Liste meiner Lieblingspianisten erstelle, oder eine Liste der "besten Pianisten". Die erste ist per definitionem subjektiv, die zweite eigentlich auch, obwohl sie den Anschein einer objektiven Aussage erwecken will.

Ciao

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Richard

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14

Donnerstag, 24. März 2005, 15:57

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Hallo Richard,

Beginnen wir am Anfang:
Zunächst war mein Statement nicht gegen Deinen Thread gerichtet,
vielleicht ein wenig gegen die Antworten, aber sicher nicht gegen die Frage. Ma darf ja auch unbeantwortbare Fragen stellen .

Hatte ich auch nicht so aufgefaßt !

Zitat


Ungeachtet dessen, werde ich die Frage so nehem wie sie wahrscheinlich gemeint war und werde noch heute meine " persönlichen Lieblingskomponisten für Klavier" für Klavier in meinem Beitrag nachtragen.


So sei es :D
S. Rachmaninov:
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Heinz

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15

Donnerstag, 24. März 2005, 20:30

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Ungeachtet dessen, werde ich die Frage so nehem wie sie wahrscheinlich gemeint war und werde noch heute meine " persönlichen Lieblingskomponisten für Klavier" für Klavier in meinem Beitrag nachtragen.


Hallo Alfred,

in diesem Fall sähe meine Liste auch wieder ganz anders aus. Die wichtigsten Komponisten (musikgeschichtlich betrachtet) müssen ja nicht unbedingt jene sein, deren Musik mir am besten gefällt.

Meine liebsten "leichtgewichtigeren" Klavierkomponisten sind:

Scarlatti, Haydn, Schubert, Poulenc und Ernesto Nazareth

Gruß
Heinz

Pius

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16

Mittwoch, 8. Juni 2005, 13:34

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Hallo!

Zitat



Wer sind die "größten" und "wichtigesten" Komponisten von Klaviermusik.

Natürlich sind auch Komponisten zugelassen, die noch für andere Tasteninstrumente komponiert haben, deren Werke aber heute auch auf dem Piano gespielt werden.

Max. 5 Komponisten sind zugelassen.
Eine Begründung ist wie immer gerne gesehen!



Die fünf "größten" Klaviermusikkomponisten aus meiner Sicht sind (es sind auch meine "Lieblings-Klavierkomponisten"):

J.S.Bach
Allein das WTK und die Goldbergvariationen würden reichen, um seine Nominierung zu rechtfertigen, aber da ist noch so viel mehr...

L.v.Beethoven
War lange Zeit mein absoluter Favorit, wenns um Klavierkompositionen geht: Fünf tolle Klavierkonzerte und viele herausragende Sonaten (opp. 106, 111, 57, 53, 13, ...).

F.Chopin
Für mich der Meister der "kleinen" Stücke, aber auch z.B. seine 2. Klaviersonate begeistert mich immer wieder.

W.A.Mozart
Für mich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ der herausragende Klavierkonzert-Komponist: ein wunderschönes Meisterwerk nach dem anderen. Und seine Sonaten sind auch nicht zu verachten...

F.Schubert
Inzwischen sind Schuberts späte Klaviersonaten in meinem Ansehen über (fast) alle Beethoven-Sonaten gestiegen. Einfach phantastisch! Und kaum zu glauben, daß sich so lange kaum jemand mit ihnen beschäftigt hat.

Oh, jetzt ist kein Platz mehr für Schumann. Na ja, er wurde ja schon von anderen erwählt, da ist das nicht so schlimm...

Viele Grüße,
Pius.

Frank Georg Bechyna

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17

Mittwoch, 8. Juni 2005, 15:08

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Lieber Pius ,
liebe Taminoianer ,
die Begrenzung auf fünf Komponisten ist wie die Quadratur des Kreises . Ich gestehe es offen : Es ist auch stimmungsabhängig , w a s ich gerde hören möchte .
Rein rational kann man viles nicht begründen .
M e i n e Wah l :
1. ROBERT SCHUMANN
Er komponierte nicht nur als einziger Komponist Musik ü b e r , sondern auch f ü r Kinder . Was ihm einen ungeheueren Vorsprung einbringt ! (Alle Musikvorhaben , die ernst zu nehmen sind , über "Klassische Musik für Kinder" sind bislang leider bisher gescheitert )
Schumann war absolut d e r romantische Komponist überhaupt . Von seinen Abegg-Variationen , opus 1 , bis zu seinen "Drei Sonaten für die Jugend" opus 118 gibt es k e i n Werk , das nicht einen ausserordentlichen Rang für sich beanspruchen kann .
Ich habe hier eine lange Liste mit Werkbegründungen , aber dies würde zu weit führen .
Müsste ich e i n e n Komponisten wählen , wäre es Robert Schumann . Ohne Zweifel .

2. FRÉDÉRIC CHOPIN
Missverstand wie kaum ein anderer Komponist . Und missverstehend wie ebenfalls wohl kein anderer .
Der Liebling der Weltmusikszenen , was die Interpretationshäufigkeit anbelangt .
Er folgt bei mir seinem grossen , ehrlichen Verherer Schumann .
Seine Nocturnes sind "The passions ofthe Nights and the Nights of Passions" (F.G. Bechyna; 2000 / 2002 ) . Eines meiner fünf musikalischen Lieblingswerke . Seine Mazurken , seine d r e i Sonaten , seine "Valses" ( und nicht Walzer ! ) , seine Balladen , die Scherzi ( besonders Nr 1 , h-Moll ) , die melancholisch-sehnsüchtigen mittelsätze der beiden Klavierkonzerte . Seine Musik für Cello und Klavier .
Meiner Meinung nach war Chopin trotz seiner Rückwärtwendung zu Bach , Moazrt k e i n Klassiker ! Er blieb unter allen Komponisten ohne "Schüler" bzgl. seines Kompositionsstiles .

3. E i n Werk bringt ihn in die Spitzengruppe :
FRANZ LISZT
Klaviersonate , h Moll .
Ich bae darüber in den letzten knapp zehn Jahren so viel ausgeführt , dass ich nur sagen kann : Die Henle-Ausgabe nehmen , lernen und immer neu zuhören , was verschieden Pianisten-Persönlichkeiten aus diesem Sonatenwunder machen können .

4. Emil G i l e l s hat mit einer Interpretation der 32 Sonaten das "Neue Testament" der Klavierliteratur auf so aussergwöhnliche Weise belebt , dass nur noch Claudio A r r a u , ebenfalls , l i v e mit seiner Deutung der Sonaten opp. 109 bis 112 diese ganz innere Berührung in mir erreichen konnte :
LUDWIG VAN BEETHOVENS "Lebewohl-Sonate" , opus 81 a ,
alleine in den Interpretationen durch den "Giganten" ( Bryce Morrison ) bleibt auch 20 Jahre nach Gilels Tod singulär .

5. SERGEY RACHMANINOV
Seine persönliche Geschichte ist feselnd wie unser aller Leben sein kann . Seine beiden Klaviersonaten , seine "Préludes" und seine Klavierkonzerte haben der Musikwelt einen Stempel von sltener Eindringlichkeit und nachbebenhafter Bedeutung beigemessen .

Auf einer Stufe befinden sich J S Bach ( Goldberg-Variationen ; Partiten , und alle kleineren Werke von S Feinberg oder E Fischer interpretiert ) ; A Scriabin und J Brahms .
Beste Grüsse
Frank
PS.: Ich habe ganz beusst nur in einem Fall zwei Interpretn genannt . Es geht um die Frage nach der Musik . F.
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

Ulli

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18

Mittwoch, 8. Juni 2005, 15:22

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Salut,

ein Versuch, die Frage in Ihrer Ursprünglichkeit zu beantworten:

Die "größten Komponisten für Klaviermusik" können m. E. nur diejenigen sein, die das jeweilige Tasteninstrument mit dem zu Lebzeiten entsprechenden höchstmöglichen Perfektionismus beherrscht, die Facetten und Tongebungen sowie die Technik ausgereizt resp. passend eingesetzt haben.

Im Ergebnis für dies zu einer Auflistung der bereits genannten Komponisten.

Herzliche Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Frank Georg Bechyna

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19

Mittwoch, 8. Juni 2005, 15:25

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Cher Ulli ,
ich danke Dir für Deine zwingend-logische Analyse meiner sorgsamen Auswahl !
Herzliche Grüsse
Frank
Frank Georg Bechyna
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manuel.schiller

unregistriert

20

Mittwoch, 8. Juni 2005, 16:19

Frederic Chopin,
Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann

C.Huth

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21

Mittwoch, 8. Juni 2005, 21:07

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Hallo Frank Georg,

Zitat

Original von Frank Georg Bechyna
1. ROBERT SCHUMANN
Er komponierte nicht nur als einziger Komponist Musik ü b e r , sondern auch f ü r Kinder . Was ihm einen ungeheueren Vorsprung einbringt ! (Alle Musikvorhaben , die ernst zu nehmen sind , über "Klassische Musik für Kinder" sind bislang leider bisher gescheitert )


Wie meinen? Aber etwa Brittens Sachen in der Richtung (ich meine nicht nur den "Young persons guide") sind Dir schon bekannt, oder?

Verwunderte Grüsse,

C.
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Moritz

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22

Mittwoch, 8. Juni 2005, 21:47

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Hallo,

meine Wahl:

1)Beethoven
2)Chopin
3)Liszt
4)Schumann
5)Schubert


Grüsse, Moritz
"Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
Ludwig van Beethoven

Frank Georg Bechyna

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23

Mittwoch, 8. Juni 2005, 22:02

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Lieber C. ,
ja .
Und ich schätze Brittens Kunst seit vielen Jahren ausserordentlich .
Es war übrigens neben Maestro Giulini ein britischer Dirigent ( er lebt noch ) , der versucht ( hat ) auch ein ganz persönlich auf Kinder zugeschnittenses Klassikprogramm zu gestalten .
Leider ist nach ca. 6 Jahren alles am Geld gescheitert !
Es sieht auch für die Zukunft nicht gut aus . S e h r schade .
Du brauchst die allso nicht mit "verwunderten" Grüssen zu verabschieden .
Britten war im übrigen ein ausgezeichneter Pianist . Dies beweist seine Einspielung der "Arpeggione"-Sonate mit Rostropowitsch , die ganz einfach beginnt , um uns dann in die Welt Schuberts mit alllen Viel-seitigenkeiten in den Bann zu ziehen !
Grüsse
Frank
Frank Georg Bechyna
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C.Huth

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24

Mittwoch, 8. Juni 2005, 22:10

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Hallo Frank Georg,

machen wir es kurz: Ist nun Britten mit seiner "Musik für Kinder" gescheitert oder nicht? Sorry, aber das kann ich Deinem Beitrag nicht so recht entnehmen.

Ich muss sagen, dass ich "nein" sagen würde, denn ohne Brittens "let's make an opera/The little sweep" wäre ich ganz sicher nicht hier heute ;)

Beste Grüsse,

C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Frank Georg Bechyna

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25

Mittwoch, 8. Juni 2005, 22:30

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Lieber C. ,
ich denke - bei aller Hochachtung vor Britten - , dass seine Musik nicht an die Kompositionen für / über Kinder von Schumann herakommt .
Ich müsste auch seine eigenen Interpretation hören .
Ich werde mich um ein sbschliessendes "Urteil" bemühen .
Beste Grüsse
Frank
Frank Georg Bechyna
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C.Huth

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26

Mittwoch, 8. Juni 2005, 22:35

RE: Die "größten" Komponisten für Klaviermusik

Lieber Frank Georg,

auf ausführliche Darlegungen zum Thema bin ich ausdrücklich sehr gespannt!

Beste Grüsse,

C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Klassikliebhaber

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27

Donnerstag, 9. Juni 2005, 23:12

1.Bach,ist nicht in den Bach untergegangen,sondern machte den Anfang von allen, und das wirklich gut! (Toccaten/WTC)
2.Mozart,hat Bach verbessert (frühere Klavierkonzerte),einen neuen Zeitgeist mitgegeben und seinen Humor mit dazugegeben (Highlights: Klavierkonzerte (Nr.9,20,21) /Klaviersonaten (KV 331,332,333,576/Klaviervariationen "Morgen kommt der Weihnachtsmann") Desweiteren ebnete er den Weg für Beethoven.
3.Beethoven ließ oft seine Wut am Klavier aus und es kam dabei was schönes raus (Klaviersonaten; Mondschein,Les Adiuex,die späten Sonaten,Waldstein/Wuth über den verlorenen Groschen/Variationen über God save the king,Klavierkonzert Nr.3 und Nr.5)
4.Chopin trank wohl viel Red Bull...beflügelt, mit einem Hauch von polnischer Würze komponierte er wunderschöne,träumerische, leichte (damit meine ich nicht das technische!)und auch bedrückende Klavierstücke (Walzer,Etüden,Balladen und Scherzi; nicht zu vergessen die wunderschöne Romanze aus seinem Klavierkonzert und den Marche funebre aus seiner Klaviersonate).
5.Godowsky machte Chopin und andere Stücke noch schwieriger (Etüden).

Wenn ich dürfte,würde ich noch schostakowitsch erwähnen,aber zugelassen sind ja nun mal nur 5.


P.S.: Die Begründungen nicht allzu ernst nehmen! :hello:

Ulli

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28

Donnerstag, 9. Juni 2005, 23:24

Zitat

2.Mozart,hat Bach verbessert (frühere Klavierkonzerte),einen neuen Zeitgeist mitgegeben und seinen Humor mit dazugegeben


hm?

Ich habe schon registriert, dass Du kleine Späße machst [MkdW] - aber hier scheint eine Verwechslung vorzuliegen. Die "frühen" Klavierkonzerte Mozarts sind nicht originär von Joh. Seb. Bach, sondern u.a. von Joh. Chr. Bach sowie anderer Komponisten [ursprüngl. Klaviersonaten, deren thematisches Material Mozart verwendete].

Liebe Grüße
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)

Klassikliebhaber

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29

Donnerstag, 9. Juni 2005, 23:36

ha....da ist mein absichtlich eingebauter Fehler sehr schnell aufgeflogen.
Natürlich ist es nicht J.S.Bach den Mozart mit seinen früheren Klavierkonzerten "verbessert" hat, sondern einen seiner Söhne.

Aber im Ernst...ziemlich naiv von mir, zu glauben, daß das einer durchgehen lassen würde. Gerade hier unter uns Mozartfreunden; einem WAM-Fan kann man nichts vormachen,oder? ;)

Respekt Ulli...in paar Minuten den Fehler entdeckt! :jubel:

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Freitag, 10. Juni 2005, 15:42

ich hätte schwören können,daß nach meinem Beitrag ein weiterer folgte....und jetzt ist es weg? - why - ?

Ulli,was bedeutet MkdW ?( ?( ?(