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William B.A.

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151

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 01:15

Ich möchte hier eine Aufnahme einstellen, lieber zweiterbass, die ich noch nicht mitgesungen habe und auch wohl nie mitsingen werde, aus dem einfachen Grunde, weil sie einfach für uns chorales Fußvolk viel zu schwer ist, womit selbst dem letzten Chorsänger klar sein müsste, welche ich meine, aber als Aufnahme finde ich sie einmal von Seiten der ausführenden Sänegerinnen und Sänger, des Orchesters, der Solisten und des Dirienten sehr empfehlenswert (ich werde mich später im entssprechenden Thread noch genauer äußern), und als Werk an sich steht es singulär dar. Ich kenne kein Werk, dass man mit ihm vergleichen kann bzw. es auf die gleiche Stufe stellen kann:


Beethoven: Missa solemnis D-dur op. 123,
Chor der Drresdner Staatsoper,
Staatskapelle Dresden,
Krassimira Stoyanova, Sopran,
Elina Garanca, Mezzosopran,
Michael Schade, Tenor,
Franz-Josef Selig, Bass,
Ltg. Christian Thielemann;
AD: 13. Februar 2010, live aus der Semperoper (Gedächtniskonzert);

Liebe Grüße

Willi :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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152

Donnerstag, 23. Oktober 2014, 01:57

Mit der nächsten Aufnahme wird es mir genauso ergehen, auch zu schwer:


Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem op. 45
Chor des Bayerischen Rundfunks,
Münchener Philharmoniker,
Christine Schäfer, Sopran,
Christian Gerhaher, Bariton,
Ltg. Christian Thielmann,
AD: April 2007

Auch diese Aufnahme endete ohne Applaus, obwohl sie den reichlich verdient hätte. Alle, die damals im Konzert saßen, fragen sich sicher heute noch, wie man diesen Mann hat gehen lassen können, Sei's drum, die Dresdner sind heute froh darüber.
Ähnlich wie mein Live-Erlebnis Anfang Oktober in Köln, hat mich auch diese Aufnahme des Deutschen Requiem stark ergriffen, weil es einen deutschen Spitzenchor, ein deutsches Spitzenorchester, einen deutschen Spitzendirigenten und zwei deutsche Spitzensänger zu einem singulären Konzert zusammengeführt hat- großartig!!

Liebe Grüße

Willi :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

moderato

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153

Donnerstag, 30. April 2015, 21:11

Es ist Zeit diesen wichtigen, abseits stehenden Thread wieder einmal ins Blickfeld zu rücken.

Bob Chilcott (*1955) ist einer der meist aufgeführten lebenden Komponisten von Chormusik. Er war einmal Mitglied der King's Singers. Er weiss wie man ansprechende, singbare, gehaltvolle Chormusik komponiert, die Konzertbesucher wie Chorsänger berühren.

Kürzere Chorwerke, die über einen Zeitraum von 13 Jahren entstanden sind, teilweise mit Klavierbegleitung, singt der polnische NFM Wroclaw Philharmonic Choir unter der Leitung des Komponisten.

Das Booklets ist in englischer Sprache geschrieben. Furusato, fünf Lieder mit japanischen Texten, gefallen mir besonders.
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Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

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dr.pingel

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154

Freitag, 1. Mai 2015, 12:10

Von diesen modernen englischen und amerikanischen Komponisten schätze ich nicht alles. Gefallen hat mir das "Allelujah" des Amerikaners Eric Whitacre (2014 gesungen), aber mit John Rutter und Bob Chilcott kann ich nicht viel anfangen, obwohl es zweifellos gut gemachte Musik ist. In unserem letzten Konzert haben wir das "Gloria" von Bob Chilcott gesungen; zum Glück war es für Frauenchor und Orgel, da musste ich nicht mitsingen. In diesem Konzert hat unser Dirigent etwas Seltenes gewagt: nämlich Musikstücke mit dem gleichen Text hintereinander zu singen. Das war einmal ein "Cantate Domino" von Schütz und dem 1954 geborenen Esten Vytautas Miskinis (auch gut gemacht, aber wenig inspiriert, kein Vergleich zu Schütz). Zum anderen der Psalm 116 ("Das ist mir lieb") von Demantius (1567-1643) und Johann Hermann Schein (1586-1630), wobei der Vergleich sehr zugunsten von Schein ausfiel.
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

moderato

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155

Donnerstag, 3. September 2015, 17:45

Zwei Frauen, zwei Männer, Sopran, Alt, Tenor und Bass bilden das aus Österreich stammende Ensemble Lalá (mit Akzent auf dem letzten a) A Capella Gesang vom Feinsten! Ein homogener Klang, die Stimmen passen zueinander, nichts ist forciert, wo Timbre eingesetzt werden soll, machen die Vier es mit Geschmack. Hohes musikalisches Können gepaart mit Liebe zum Gesang machen diese CD zu einem besonderen Hörgenuss. Dass das Ensemble Lalá Preise erhalten hat, verwundert mich nicht. Das klug aufgebaute Programm kreist um das Motto "Alles hat seine Zeit" Kohelet Buch (3, 1-8).

Reger: Nachtlied
Schubert: Die Nacht; Heilig; Dem dunklen Schoß der Erde; Das Grab
Mendelssohn: Im Grünen erwacht; Ruhetal; Abschied vom Walde; Jagdlied
Brahms: Erlaube mir; Wach auf; Da unten im Tale; Abschiedslied; In stiler Nacht
Bruckner: Tantum ergo
Preissegger: Gern hobn tuat guat; In Gedanken
Maierl: Da Adler LALA: LALA-Jodler; Fawada
The New York Voices: Come Home
Paich: Rosanna
Mraz: I'm Yours
Earth, Wind And Fire: September

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Igor Strawinsky

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zweiterbass

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156

Donnerstag, 17. September 2015, 19:22

Hallo moderato,

ich frage mich, zu wie viel % die Toningenieure an diesem "homogenen Klang" beteiligt sind?

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

moderato

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157

Freitag, 18. September 2015, 00:45

Lieber zweiterbass

Welchen Anteil die Tontechniker an einer Aufnahme haben, kann man sich wohl bei jeder CD fragen. Das Ergebnis kann auf die eine wie andere Seite ausschlagen. Bei zwei Sängern und zwei Sängerinnen ist im Falle der vorliegenden Einspielung dies die kleinstmögliche Besetzung für vierstimmige Chor-Musik. Da kann man nicht mogeln und sich hinter der Leistung anderer Mitsänger verstecken. Man kann wohl Unzulänglichkeiten mit den Reglern am Mischpult kaschieren und einen satten Sound erzeugen. Eine CD ist eine Konserve und Live-Gesang ist eine andere Sache.

Im Falle des Ensembles Lalá habe ich mir erlaubt, die vier jungen Leute im Konzert zu erleben, nachdem ich ihre CD gehört hatte. Ich darf dir versichern, sie klingen perfekt, die Stimmcharakterik jedes einzelnen Mitgliedes ist auf die Gruppe bezogen und in der Konzertsituation aufeinander abgestimmt. Den Spass und die Hingabe für den Gesang und das Zusammenklingen konnte ich spüren. Musikalisch gibt es nichts zu mäkeln. Dass die Sänger und Sängerinnen des Ensembles Lalá Preise und Auszeichnungen einheimsen, hat seinen Grund.

lg moderato
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moderato

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158

Freitag, 18. September 2015, 00:59

Noch eine Scheibe, die bei mir Gänsehaut ausgelöst hat: Preisung

Zum Ensemble Sjaella gehören sechs Frauen, die auf ihrer neuesten CD nur zeitgenössische Kompositionen zu Gehör bringen, die eigens für das Ensemble komponiert wurden. Mutig eine CD mit diesem anspruchsvollem Programm herauszugeben.
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moderato

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159

Freitag, 18. September 2015, 01:17

Eine weitere Aufnahme des Frauen-Ensembles Sjaella, das es mit dem Männer-Ensemble Nobiles herausgebracht hat: Selten genug geschieht es, dass die Kirchenmusik von Hugo Distler (1908-1942) aufgenommen wird. Ich habe diese CD schon länger in meiner Sammlung und kann sie (beinahe) uneingeschränkt empfehlen. Auf den Sprecher hätte ich verzichten können.

Schlanker, vibratoloser Klang, die Intonation ist ohne Makel
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zweiterbass

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Freitag, 18. September 2015, 07:29

Diese CD ist auf meinem Merkzettel, wenn ich sie habe, melde ich mich.

Viele Grüße
zweiterbass
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timmiju

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161

Montag, 19. Oktober 2015, 19:27

Von Gardiner und seinem wunderbaren Monteverdi Choir gibt es zwei Aufnahmen der Missa Solemnis. War schon die erste überragend mit einem kleinen aber um so mehr stimmgewaltigen Chor, so fasziniert mich die neuere noch mehr. Gardiner ist im Allter noch energiegeladener als zuvor und gibt das an die Ausführenden weiter, mir gefällt der in diesem Werk sehr geforderte Chor einfach großartig:

:hello:
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

Theophilus

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162

Mittwoch, 21. Oktober 2015, 17:32

ich frage mich, zu wie viel % die Toningenieure an diesem "homogenen Klang" beteiligt sind?

Der Toningenieur kann nichts herbeizaubern, was die Sänger nicht liefern. An diesem perfekten Ensemblegesang hat er also einen gegen Null gehenden Anteil. Er kann und wird aber die klangliche Präsentation gestalten. Die vier Sänger haben ja eine Vorstellung davon, wie sie wirken wollen, und dies kann durch die Aufnahmetechnik herausgearbeitet und prononciert werden. Theoretisch könnte sie sogar völlig verändert werden - zu einem charakteristischen "Studio-Sound" des Ensembles. So etwas gibt es, aber praktisch nicht bei Ensembles, die auch live auftreten. Die wollen ja wiedererkannt werden ...

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

zweiterbass

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Mittwoch, 21. Oktober 2015, 21:55

Bei zwei Sängern und zwei Sängerinnen ist im Falle der vorliegenden Einspielung dies die kleinstmögliche Besetzung für vierstimmige Chor-Musik

Hallo,

Verzeihung, aber Chormusik ist das nun wirklich nicht - sogar JPC spricht von "Bearbeitungen für Vokalensemble" - und die entsprechen, vom Klang her, den Originalkompositionen kaum.

Viele Grüße
zweiterbass
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moderato

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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 09:08

Lieber zweiterbass

Ab welcher Besetzung würdest du von Chor sprechen? Ich bitte um eine Erklärung. Wenn man davon ausgeht, dass einem Chor (bei einer SATB Zusammensetzung) jede Stimme mehrfach besetzt ist, wäre die kleinstmögliche Besetzung acht Personen.

Ich sehe dies nicht so eng. In meinem Verständnis entsteht schon mit einer Besetzung jeder Stimme mit einem Sänger bzw. Sängerin ein Chorklang. Das wäre ein Vokalensemble. Die Palette reicht für mich von einem Quartett mit vier Einzelstimmen bis zum Riesenchor mit mehreren Personen in jeder Stimme. Dass der entstehende Klang ein anderer wird, versteht sich von selbst.

Diesem Thread dürfte mehr Beachtung geschenkt werden. Chormusik ist eine der lebendigsten und unmittelbarsten Arten Töne zum Klingen zu bringen. Kein Instrument ist nötig. Man kann zu jeder Zeit loslegen und musizieren. Jeder und jede, die in einem Chor zusammenkommen und gemeinsam singen, wird mir dies bestätigen.

Bereits im ersten Beitrag des Threaderöffners sind Aufnahmen mit kleinsten Zusammensetzungen der Stimmen erwähnt. Wenn ich die erwähnten Aufnahmen in diesem Thread überblicke, reicht die Palette von kleinsten Ensembles bis zu grossen Chören.

Die Freude am Hören mehrstimmiger, unbegleiteter Musik bleibt, ob mir wenige oder viele Sänger und Sängerinnen sie vortragen.

lg moderato
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zweiterbass

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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 23:02

Hallo moderato,

es gibt eine erkleckliche Anzahl von Chorwerken mit Stimmgruppen 1. Sopran, 2. Sopran, ebenso Alt, Tenor und Bass (jede Stimmgruppe mit separater Melodie und von Fall zu Fall auch mit unterschiedlicher Textverteilung), dann hat dieses Vokalensemble – und es ist eben noch kein Chor - schon 8 Sänger/innen; und wenn jede Stimmgruppe mit 5 Sängern/innen besetzt sind, sind wir schon bei 40 Sänger/innen. Ist jede Stimmgruppe nur mit einem/r Sänger/in besetzt ist, bezweifle ich sehr stark, dass ein homogener Chorklang entstehen kann. (Wie soll z. B. das „chorische Atmen“ funktionieren bei einer mehr-taktigen Largo-Passage, die ohne Atempause zu singen ist?)

Die grobe Einteilung wie ich sie kenne:

Bis zu 16 Sängern/innen = Vokalensemble, bis zu 30 Sängern/innen = Kammerchor, bis zu 60 Sänger/innen = normaler gem. Chor, darüber Konzertchor; das hängt aber von der Größe und Art des Werkes ab und wie der Chorleiter bzw. der Dirigent (für Orchester und Chor) das Werk interpretiert. Ich habe schon Bachkantaten gehört mit einem Chor von 80 – 100 Sängern/innen, was nat. ein Unding ist, aber u. U. scheut der Chorleiter Sänger/innen für diese Aufführung auszuschließen, weil es zu Enttäuschungen führen kann. Große Kantoreien haben innerhalb dieser Chorgemeinschaft noch einen Extrachor und lösen damit das Problem. Andererseits können sich Kammerchöre und normale gem. Chöre für die Aufführung entspr. dimensionierter Werke von befreundeten Chören Sänger/innen ausleihen oder das Werk in Kooperation gemeinsam aufführen.

Viele Grüße
zweiterbass
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zweiterbass

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Sonntag, 28. Februar 2016, 21:09

Hallo,

in der 482. Motette des Windsbacher Knabenchores am 27.02. in St. Lorenz, Nürnberg gab es u. a. zu hören:

Max Baumann, 1917 - 1999, "Pater noster"
https://www.youtube.com/watch?v=ZjGZH3sntkY Leider nicht die Windsbacher, aber ein beeindruckender Chorsatz


William Byrd, 1545 - 1623, "Miserere mei", Text Psalm 51, 1
https://www.youtube.com/watch?v=AiL8i8vAPds Leider auch nicht die Windsbacher.


Vytautas Miskinis, *1954, "Miserere mei Deus", Text Psalm 51, 3-6
https://www.youtube.com/watch?v=pPxUoYwQ-h4 Diesmal die Windsbache - leider eine Laienaufnahme, aber auch bei einer Motette in St. Lorenz.

Ein interessanter Vergleich einer Vertonung mit gut 400 Jahren zeitlichem Unterschied.

Viele Grüße
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Traubi

Fortgeschrittener

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167

Mittwoch, 21. Dezember 2016, 22:09

Einer meiner Lieblingschöre :-)

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen
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