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klingsor

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Beiträge: 2 496

Registrierungsdatum: 26. April 2005

31

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 17:23

hallo, saliburgensis, auch ich bin nun im besitz der sandström-messe ... habe schon ein wenig hineingehört: erster eindruck, der sich durchaus noch gewaltig ändern kann, sehr gemäßigte moderne, ein wenig bach natürlich, ein wenig penderecki ... mit durchaus beeindruckenden elementen; insgesamt aber doch eher 'konglomerat' . noch aber hat es mich nicht zum weiterhören getrieben, obwohl ich die cd bereits einige wochen habe ... aber das geht nicht nur dieser aufnhame so ..(bei meinem kaufrausch...:-))

gerne später mehr ... :hello:
--- alles ein traum? ---

klingsor

C.Huth

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Beiträge: 1 312

Registrierungsdatum: 17. August 2004

32

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 18:56

Hi Thomas,

Zitat

Original von salisburgensis

Zitat

Original von C.Huth

Dieter SCHNEBEL - MISSA ("Dahlemmer Messe"), für vier Solostimmen, zwei Chöre, Orgel und Orchester (1984-87)

Sven-David SANDSTRÖM - The high Mass (1993/94)

Näheres gerne, wenn ich die CDs habe und besser kenne....

Beste Grüsse,

C.



Hallo C. Huth,

haben diese beiden Aufnahmen schon deine imaginäre Einkaufsliste verlassen und sind realer Besitz geworden?

Der an ein paar Sätzen dazu interresierte
Thomas


Leider weder noch - Sandström habe ich bei 2001 verpasst (oder gibt es sie noch? Ich hoffe irgendwie, dass sie mal auf dem Restetisch in FFM auftaucht), Schnebel vielleicht zu Weihnachten....Jedenfalls ganz oben auf meiner Wunschliste. Wenn jemand einspringen will? ;)

LIebe Grüsse,

C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

salisburgensis

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Beiträge: 2 305

Registrierungsdatum: 16. Februar 2005

33

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 19:26

@klingsor

Ich nehme das als Versprechen! :yes: :angel:


@ C.Huth
Den Sandström gibt es bei 2001, kostet aber trotzdem noch 30 Euronen. Das ist also nicht so viel günstiger als anderswo. :rolleyes:

Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Ulli

Erleuchteter

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Beiträge: 17 130

Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

34

Mittwoch, 12. Juli 2006, 06:36

Salut,

da bleibt noch unbedingt einer zu erwähnen:

BENEDEK ISTVÁNFFY [1733-1778]



mit seiner "kleinen" [links] und "großen" [rechts] Messe.

Ich habe darüber bereits hier ausgiebig berichtet:

Mozart und seine Zeitgenossen: Benedek ISTVÁNFFY [1733-1778] MGG deest

Hat sich außer mir schon mal jemand die beiden Messen zu Gemüthe geführt?

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

  • »Kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

35

Freitag, 29. Juni 2007, 15:19

Schweinitz

Dann möchte ich einmal einen alten Beitrag recyclieren:

Zitat

Original von Kurzstueckmeister
Wolfgang von Schweinitz hatte offenbar in den frühen 80er Jahren erheblichen Erfolg (Aufführung der Messe mit Cheryll Studer, Veröffentlichungen in namhaften Verlagen), heute scheint er ein bereits zu Lebzeiten (und er ist kaum über 50!) Vergessener zu sein (mag sein, dass ich mich da irre, jedenfalls kann man kaum von einem Star auf internationaler Ebene sprechen).

Dabei ist seine Messe auch nach über 20 Jahren überaus interessant und hörenswert und ein sehr eigenständiger Beitrag zum Bemühen seiner Generation deutscher Komponisten, wieder unmittelbaren Ausdruck befruchtet durch eine neue Annäherung an die Romantik und den Expressionismus zu erreichen.

Kurz gesagt, könnte man die Messe als eine eigenwillige Kreuzung aus Neoromantik und Ligeti sehen. Die Melodik klingt dabei immer romantisch (nicht expressionistisch), keine "Webern-Sprünge", selbt wenn sie als Zwölftonfuge daherkommt. Womit wir schon beim Umgang mit diesen romantischen Linien sind: sie treten gern asynchron überlagert als Orchesterschlieren auf, oder als Fragmente zerstückt zwar miteinander kommunizierend, aber stets irgendwie den Eindruck erweckend, von außen gebrochen zu sein. Richtiggehend zerbrochen wird das üppige Klanggemälde durch ruppige Geräuschpassagen, besonders im Kyrie. Dennoch wirkt das Ganze homogen und schlüssig, selbst wenn auf erstaunliche Weise aus den clusterähnlichen Orchesterflächen Anklänge an tonale Harmonien hervorleuchten. Auffällig sind unter den erwähnten orchestralen dichten Überlagerungen die Streicherpassagen im höchsten Diskant (das haben die deutschen Postmodernen geboren in den 50er Jahren irgendwie alle gern) und die "Teufelsmusik" nach Kafka (der Verschollene) gesetzt für Blech und Schlagzeug.

Sehr empfehlenswert der wergo-Uraufführungsmitschnitt mit hervorragenden Sängern:


Gerald

Fortgeschrittener

  • »Gerald« ist männlich

Beiträge: 223

Registrierungsdatum: 6. Juli 2007

36

Montag, 9. Juli 2007, 19:23

In meinem ersten Beitrag in diesem Forum möchte ich die „Messe solennelle“ von Hector Berlioz vorstellen. Die Uraufführung der Messe fand im Jahr 1825 in einer Pariser Kirche unter der Leitung von Henri Valentino statt. Berlioz spielte dabei den Gong und brachte die zwei Schläge im gewaltigen „Resurrexit“ mit solcher Wucht, dass die ganze Kirche erbebte. Berlioz’ Lehrer prophezeite ihm nach der Aufführung: „Sie werden ein großer Komponist; sie haben eine geniale Begabung – ich sage Ihnen das, weil es wahr ist.“
Dieses Frühwerk des Komponisten galt lange als verschollen und wurde erst 1992 (!) von Frans Moors in der Kirche Saint-Charles-Borromeé in Antwerpen unter einer alten Manuskript-Sammlung entdeckt. Die Messe ist für drei Solisten (Sopran, Tenor, Bass), gemischten Chor und Orchester geschrieben. Außer den üblichen Teilen fügte Berlioz eine Introduction, eine „Motet pour l’offertoire“, das „O salutaris“ und den Schlusssatz „Domine salvum“ ein. Die Kompostition orientiert sich noch sehr an Cherubini und seinen Zeitgenossen, weist jedoch bereits alle Merkmale des späteren genialen Erneuerers Berlioz auf. Dieser verwendete auch einige Teile (v.a. das „Resurrexit“) für spätere Kompositionen („Benvenuto Cellini“, „Symphonie fantastique“), befand das Werk an sich aber für misslungen.
Was mich an der Messe so fasziniert? Nun ja, einerseits die Dramatik, mit der Berlioz den Text ausdeutet, andererseits die vorbereitende Rolle des Werks für Berlioz’ Meisterschaft. Obwohl ein Frühwerk, zeigt die Komposition nämlich bereits alle Merkmale des späteren Berlioz auf: Instrumentation, Ausdrucksstärke...
Ich besitze von diesem Werk die CD-Neuauflage der grandiosen Ersteinspielung unter J.E. Gardiner mit D. Brown (Sopran), J.-L. Viala (Tenor), B. Cachemaille (Bass-Bariton), dem Monteverdi Choir und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Die Informationen dieses Beitrags habe ich dem Booklet (Hugh Macdonald) entnommen.

[JPC]6953379 [/JPC]
"Das Höchste in der Kunst - vor Gott besagt's nicht viel.
Hat doch die Welt zuletzt nur ein moralisch Ziel."
(Hans Pfitzner)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Gerald« (9. Juli 2007, 20:36)


Pius

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Beiträge: 3 644

Registrierungsdatum: 11. Mai 2005

37

Donnerstag, 2. April 2009, 21:13

Hallo!

Ich habe festgestellt, daß in meiner Messen-Sammlung ein zeitliches Loch klafft, nämlich zwischen Palestrina und Biber.
Daher meine Frage: Was sind denn die herausragenden Messen der Spätrenaissance und des Frühbarock, die diese Lücke in meiner Sammlung füllen sollten?
Oder gibts da nichts, das es mit den Messen Josquins, Palestrinas, Bibers und Charpentiers aufnehmen kann?
Die Anschaffung der Byrd-Messen ist bei mir geplant, aber eine frühbarocke Messe würde dann immer noch fehlen. [Mir fällt gerade ein, in der Selva Morale Monteverdis gibts ja eine kleine Messe, aber die ist doch etwas unscheinbar.]

Viele Grüße,
Pius.

Bernhard

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Beiträge: 3 511

Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

38

Freitag, 3. April 2009, 23:05

Zitat

Original von Pius
Hallo!

, aber eine frühbarocke Messe würde dann immer noch fehlen. [Mir fällt gerade ein, in der Selva Morale Monteverdis gibts ja eine kleine Messe, aber die ist doch etwas unscheinbar.]

Viele Grüße,
Pius.


Von Monteverdi stammt noch die berühmte Missa da cappella a sei voci "im illo tempore",
z.B. von Ph. Herreweghe



mit dem Ensemble Vocal Europeen de la Chapelle Royale,
zusammen der Messe a quattro voci da cappella , veröffentlicht 1650, hervorragend eingespielt.
Monteverdi hat die missa in illo tempore , ein Meisterwerk,
1610 gemeinsam mit seiner "Marienvesper" Papst Paul V: gewidmet.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

William B.A.

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Beiträge: 13 833

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

39

Sonntag, 23. Mai 2010, 01:19

Hallo, liebe Messfreunde,

mir gefallen besonders die Messen Haydns, deren sechs späte Exemplare, die Paukenmesse, die "Heiligmesse", die Nelon-Messe, die Theresienmesse, die Schöpfungsmesse und die Harmoniemesse in ihrer geballten Breite m.E. die Spitze der Messkompositionen darstellen, auch wenn Einzelwerke wie die Hohe Messe in h-moll von Bach und die Missa Solemnis von Beethoven aus allen herauszuragen scheinen. In der Breite scheinen mir mit ihrem Landsmann nur Mozart und Schubert einigermaßen mithalten zu können.
Von den Haydn-Mess-Vertonungen möchte ich aus meiner Sammlung besonders die Aufnahmen Bernsteins hervorheben, in denen die ganze Pracht der späten Haydn-Messen zum Vorschein kommt, sowie die etwas kleiner besetzten, sehr gut durchhörbaren Aufnahmen von Bruno Weil und Nikolaus Harnoncourt. Aber auch die Gesamtaufnahme aus England mit den Dirigenten Simon Preston, George Guest und sir David Willcocks ist hervorzuheben.
Am besten gefällt mir die Harmonie-Messe mit ihrer genialen Kyrie-Eröffnung- so etwas habe ich vor Haydn und nach Haydn nicht wieder gehört. Ähnlich gut finde ich die Theresienmesse sowie die Nelsonmesse.

Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

musikwanderer

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Beiträge: 4 015

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

40

Sonntag, 23. Mai 2010, 14:23

"Warum soll der Teufel alle diese schönen Melodien für sich behalten?" Das Luther-Wort bedeutet nichts anderes, als daß man auch "weltliche" Melodien in den Kirchengesang übernehmen sollte. Ein wichtiges musikalisches Beispiel
ist in diesem Zusammenhang das Lied "L'homme armé" (Der Mann in Waffen), ein "Schlager" der damaligen Zeit, der viele Komponisten zu Messen anregte,
damit Luthers Wort wörtlich nehmend:






Es lohnt sich, die Musik innerhalb der verschiedendsten Messe-Vertonungen zu verfolgen...
.

MUSIKWANDERER

John Doe

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Beiträge: 825

Registrierungsdatum: 27. Juni 2009

41

Sonntag, 23. Mai 2010, 17:22

Zwei Messen, die ich besonders schätze sind

Haydns Nelson-Messe in der Erstfassung für Streicher, Trompeten, Pauken und Orgel, die in dieser Besetzung äußerst dramatisch daherkommt.



und

Ariel Ramirez Misa Criolla unter der Leitung des Komponisten selbst.
Der Text ist nicht mehr lateinisch, entspricht aber zur Gänze den Anforderungen des II. vatikanischen Konzils.



Viele Grüße
John Doe