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oper337

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1

Freitag, 2. Januar 2009, 21:31

Jarmila Novotna, war nicht nur die "Giuditta"!

In der Erinnerung am Jarmila Novotna, die am 23.9.1907 in Prag geboren wurde und auch dort ihren Gesangsunterricht nahm, fällt einem vielleicht nur

ihre Giuditta ein, in der gleichnamigen Operette von Franz Lehár, die am 20.1.1934 in der Wiener Staatsoper, mit Richard Tauber unter der Leitung von Franz Lehár ihre Welturaufführung hatte ein.



Auf dieser CD singt sie aus "Giuditta" das Duett "Schön wie die blaue Sommernacht", mit Richard Tauber.

War sie doch bis 1933 in Reinardts Offenbach Inszenierungen, als "Schöne Helena" und in den vier Frauenrollen in "Hoffmannns Erzählungen" in Berlin schon aufgetreten.
Jedoch gastierte sie ab 1927 schon mit der Königin der Nacht in der "Zauberflöte" und der Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" an der Wiener Staatsoper, an der sie ab 1934 fix engagiert wurde.

Meine Tante, die eine begeistere Anhängerin ihrer Stimme war, hat mir von ihrer Königin der Nacht erzählt, und natürlich von ihrer Giuditta.

1937 debütierte sie in der Toscanini "Zauberflöte" bei den Salzburger Festspielen als Pamina in der "Zauberflöte", mit Helge Rosvaenge als Tamino, sowie Willi Domgraf-Fassbaender als Papageno.

Sie erzählte später einmal, bei einem Interview im ORF, dass sie bei einer Aufführung der "Zauberflöte", in der sie die Pamina nun sang, bei der Feuer- und Wasserprobe, durch einen sehr naturgetreuen Regisseur beinahe abgebrannt wäre.



Ihre Gastspiele, 1937, an der Scala Milano als Cherubino in "Figaros Hochzeit" und als Violetta in "La Traviata" machten sie zu einem der gefragtesten Sängerinnen, speziell im Mozart Fach, in Brüssel, Berlin, München und Paris.



Diese Partien sang sie dann nach 1938 an der MET, da sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Wien verließ, und an der MET Karriere machte, sie wurde auch zu einem der besonderen Lieblinge der doch sehr kritischen MET Besucher, wo sie 1939 als Mimi debütierte, und wo sie bis 1957 in vierzehn Partien Erfolge hatte.

Auch da sang sie weiterhin ihre Mozart- Partien, aber auch die Mimi in "La Bohéme" und die Violetta in "La Traviata" und gerade diese Partie brachte ihr den Ruf als beste Sängerin der Welt ein.



Nach dem Krieg kehrte Jarmila Novotna nach Europa zurück, aber nur um Gastspiele zu geben, wo sie in Prag die Tatjana in "Eugen Onegin", im Jahr 1946 sang, und 1957 an der Volksoper in Wien ihr letztes Auftreten, auf der Bühne, in Wien hatte. Sie lebte jedoch bis etwa 1980 in Wien.

Jedoch kehrte sie, später, zu ihren zwei Kindern in die USA zurück wo sie am 9.2.1994 in New York starb.

oper337

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2

Montag, 19. Januar 2009, 18:28

RE: Jarmila Novotna, war nicht nur die "Giuditta"!

Wie ich sehe, hat man Jarmila Novotna, doch vergessen.

Dabei ist sie eine blendende Pamina gewesen, in der etwas verunglückten Toscanini - Zauberflöte von 1937.



Liebe Grüße sendet Euch Peter aus Wien. :hello: :hello:

oper337

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3

Dienstag, 20. Januar 2009, 06:00

RE: Jarmila Novotna, war nicht nur die "Giuditta"!

Zitat

Original von oper337
In der Erinnerung am Jarmila Novotna, die am 23.9.1907 in Prag geboren wurde und auch dort ihren Gesangsunterricht nahm, fällt einem vielleicht nur

ihre Giuditta ein, in der gleichnamigen Operette von Franz Lehár, die am 20.1.1934 in der Wiener Staatsoper, mit Richard Tauber unter der Leitung von Franz Lehár ihre Welturaufführung hatte ein.



Auf dieser CD singt sie aus "Giuditta" das Duett "Schön wie die blaue Sommernacht", mit Richard Tauber.

War sie doch bis 1933 in Reinardts Offenbach Inszenierungen, als "Schöne Helena" und in den vier Frauenrollen in "Hoffmannns Erzählungen" in Berlin schon aufgetreten.
Jedoch gastierte sie ab 1927 schon mit der Königin der Nacht in der "Zauberflöte" und der Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" an der Wiener Staatsoper, an der sie ab 1934 fix engagiert wurde.

Meine Tante, die eine begeistere Anhängerin ihrer Stimme war, hat mir von ihrer Königin der Nacht erzählt, und natürlich von ihrer Giuditta.

1937 debütierte sie in der Toscanini "Zauberflöte" bei den Salzburger Festspielen als Pamina in der "Zauberflöte", mit Helge Rosvaenge als Tamino, sowie Willi Domgraf-Fassbaender als Papageno.

Sie erzählte später einmal, bei einem Interview im ORF, dass sie bei einer Aufführung der "Zauberflöte", in der sie die Pamina nun sang, bei der Feuer- und Wasserprobe, durch einen sehr naturgetreuen Regisseur beinahe abgebrannt wäre.



Ihre Gastspiele, 1937, an der Scala Milano als Cherubino in "Figaros Hochzeit" und als Violetta in "La Traviata" machten sie zu einem der gefragtesten Sängerinnen, speziell im Mozart Fach, in Brüssel, Berlin, München und Paris.



Diese Partien sang sie dann nach 1938 an der MET, da sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Wien verließ, und an der MET Karriere machte, sie wurde auch zu einem der besonderen Lieblinge der doch sehr kritischen MET Besucher, wo sie 1939 als Mimi debütierte, und wo sie bis 1957 in vierzehn Partien Erfolge hatte.

Auch da sang sie weiterhin ihre Mozart- Partien, aber auch die Mimi in "La Bohéme" und die Violetta in "La Traviata" und gerade diese Partie brachte ihr den Ruf als beste Sängerin der Welt ein.



Nach dem Krieg kehrte Jarmila Novotna nach Europa zurück, aber nur um Gastspiele zu geben, wo sie in Prag die Tatjana in "Eugen Onegin", im Jahr 1946 sang, und 1957 an der Volksoper in Wien ihr letztes Auftreten, auf der Bühne, in Wien hatte. Sie lebte jedoch bis etwa 1980 in Wien.

Jedoch kehrte sie, später, zu ihren zwei Kindern in die USA zurück wo sie am 9.2.1994 in New York starb.

Herbert Henn

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4

Dienstag, 20. Januar 2009, 09:43

RE: Jarmila Novotna, war nicht nur die "Giuditta"!

Lieber Peter,
was soll man denn da noch schreiben? Du hast ja schon alles über Jarmila Novotna geschrieben und alle CDs mit ihr aufgeführt.

:hello:Herbert.
Tutto nel mondo è burla.

Harald Kral

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5

Dienstag, 20. Januar 2009, 15:42

Jarmila Novotna, war die "Giuditta"!

Ihr Lieben,

vielleicht sollten wir alle unsere (Champagner-)Gläser heben:

Genau heute vor 75 Jahren,

am 20. Januar 1934 -

wurde in Wien Franz Lehars Oper(ette) "Giuditta" mit Jarmila Novotna und Richard Tauber in den Hauptrollen uraufgeführt!


Wenn das kein Grund zu feiern ist!

LG

:hello: :hello: :hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

La Gioconda

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6

Dienstag, 23. Juni 2009, 16:10

Mit Novotna und Peerce (wer ist der Bariton?) gibt es auch einen "Traviata" live-Mitschnitt aus der Met - Anfang vierziger Jahre?
Novotna ist großartig - habe vor dem hören etwas bedenken gehabt ob das etwas für sie ist, aber sie nimmt einen mit ihrem Charme gefangen.
"Man muß nicht fliegen können um ein guter Ornithologe zu sein."

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"WIRKLICH gut singt man vielleicht EIN MAL im Jahr." Fernando De Lucia

Herbert Henn

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7

Dienstag, 16. Februar 2010, 14:39

Wer war der Bariton?

Hallo Gioconda,

hier eine sehr späte Antwort auf Deine Frage:

Wer war der Bariton?

Lawrence Tibbett sang den Giorgo Germont.

:hello:Herbert.
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Grillparzer

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8

Dienstag, 16. Februar 2010, 15:10

RE: Jarmila Novotna, war nicht nur die "Giuditta"!

Frau Novotna war tatsächlich nicht nur die Giuditta und die Pamina und die Mimi und die Elvira (die hier schon zu recht gewürdigt worden sind), sie war auch eine hervorragende Filmschauspielerin, und zwar keinesfalls in Opernfilmen! Der Höhepunkt ihrer Karriere hier war wohl "Die Gezeichneten" von Fred Zinnemann. Novotna spielt eine verzweifelte Frau im zerstörten Berlin (oder war es Wien? Sorry, ist etwas her, seit ich ihn sah) neben dem GI Montgomery Clift, als hätte sie nie etwas anderes gemacht!!
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William B.A.

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9

Mittwoch, 23. September 2015, 14:50

Ich möchte heute an Jarmila Novotnas Geburtstag erinnern, und zwar mit einem Strauss:



Heute vor 108 Jahren wurde sie geboren.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

La Gioconda

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10

Freitag, 15. Januar 2016, 13:22

sie war auch eine hervorragende Filmschauspielerin, und zwar keinesfalls in Opernfilmen! Der Höhepunkt ihrer Karriere hier war wohl "Die Gezeichneten" von Fred Zinnemann. Novotna spielt eine verzweifelte Frau im zerstörten Berlin (oder war es Wien? Sorry, ist etwas her, seit ich ihn sah) neben dem GI Montgomery Clift, als hätte sie nie etwas anderes gemacht!!

Ich glaube mich zu erinnern, dass ich gelesen habe, dass sie eigentlich vom Schauspiel zur Oper gekommen ist. Kontakte / Auftritte mit Max Reinhardt - daher also...
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