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Thomas Pape

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1

Donnerstag, 5. Februar 2009, 23:33

Der ultimative Easy-Listening Thread

Dieser Thread hat hier gefehlt: ein Thread über die wundervolle Spezies "Easy Listening" -ein drolliger Terminus, der hierzulande mit "Unterhaltungsmusik" nicht ganz falsch umschrieben wäre.

Eine ganz zauberhafte Definition lausche ich einem Tonband ab, das mein Vater um 1960 vom Rundfunk mitgeschnitten hat; eine Ansagerin und ein Ansager (so hieß das damals, das dämliche Wort "Moderator" löste hier noch kein Verwendungsbedürfnis aus) leiteten eine Rundfunksendung ein.

Sie: "Wie schön, daß morgen Sonntag ist"
Er: "Eine bunte Melodienkette aus Tanz..."
Sie: "Tonfilm..."
Er:"Und Operette...".

Was dann folgte umfasste Lale Andersen, Mantovani, Vico Torriani, Freddy Quinn, diverse, von mir noch nicht identifizierte Tanzorchester, Hazy Osterwald kam auch vor. Und das Ganze hatte eine sehr deutsche Anmutung. Und die Ansager wirkten, als säßen sie im frisch gestärkten Sonntagsstaat vor dem Mikrophon. Ich wünschte, ich könnte so etwas auch heute noch hören.

Nun denn: Diese Musikrichtung ist nicht ganz einfach zu definieren. Ich zähle Platten wie "Like Love" von Andre Previn -der immerhin als Jazzer angefangen hat, dazu, wie das Werk von Annunzio Mantovani, Orchester wie die von Werner Müller (der sein Orchester sehr früh um Streichergruppen erweiterte und damit wunderbare Platten wie "Cascading Strings" aufgenommen hat), Erwin Lehn, Fritz Thon, Günter Fuhlisch, viele Platten von James Last, einiges von Svend Asmussen, den tollen Helmut Zacharias oder Caterina Valente und, und, und.

Dieser Thread gilt also dieser unglaublichen Musik, die "Begin the Beguine" nahezu unendlich multipliziert (und dem Stück immer wieder neue Facetten ablauscht).

Easy Listening ist wohl auch Zeitgeist: in einer Zeit wie der heutigen, in der jeder von allem eigentlich zu viel hat, ist der Erfolg von Mantovanis "Charmaine" vielleicht nicht mehr ganz nachzuvollziehen. In den 1950ern war so ein Stück ein Augenblick des Innehaltens und ein Blick in eine vielleicht gewünschte Lebenswelt jenseits der Entbehrungen des Wiederaufbaus.

Ein bekanntes Stück im Jahre 1962 war wohl "Them from A Summer Place", eingespielt vom Orchester Percy Faith. Das Stück habe ich vor Jahren einmal als Single erstanden. Und auf das schwarze Philips-Label hat ein Mädel als Widmung notiert "In der Hoffnung, das unser Sommer so schön wird wie diese Melodie. Deine Viola" (als Widmungsdatum lese ich März 1962). Das Stück ist hier nachzuhören:



So etwas ist ein wundervoller Einblick in die Welt des Easy Listening. Easy Listening ist Urlaub und Reichtum, Liebesglück, Entspannung, Feierabend, konzentriert im Dreiminutenformat. Manchmal kürzer, manchmal länger. Seine Interpreten sind wie ein Titel der "Compagnons de la Chanson": "Le Marchand de Bonheur".

Akademisch ist die Interpretation nun nicht, das gebe ich zu. Aber genau so, wie Easy listening Bilder erzeugt, versuche ich, ihn mit Bildern zu erklären.

Auslöser, dies nun gerade jetzt zu schreiben, war in der Tat "Begin the Beguine" bei mir gespielt vom Orchester Mantovani.



Angesteckt vom Rausch der schönen Bilder des Easy Listening läuft nun meine allerliebste Platte von James Last:



(wie ich sehe gibt es diese CD - bei mir natürlich die LP - recht wohlfeil zu erwerben)

Ist nun Michael Rother auch Easy Listening? Wer macht Easy Listening nach dem Ende der großen Tanzorchester? Und wenn denn Easy Listening den Zeitgeist spielgelt, ist dann wohl Rick Braun und seine Platte "Esperanto" (Anspielttip: "The Villa di Costa") ein Traumspiegel - mithin also Easy Listening - unserer Jetztzeit?



Und überhaupt: was vermag denn Easy Listening nicht alles? Mein Erstkontakt mit Tschaikowskys b-moll Konzert hieß "Dream Conerto of Tchaikovsky" und war eine Single. Von Ferrante and Teicher.

Benutzt nun diesen Thread wie Ihr wollt. Schreibt, was Ihr gerade hört, was Euch zu Easy Listening einfällt -philosophisch-tiefgründig oder Eurer Augenblickslaune folgend. Ich ende jetzt: aus den Lautsprechern tönt gleich das Stück, für das ich sofort ein James Last Konzert besuchen würde: "The Sandpiper"

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Harald Kral

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2

Freitag, 6. Februar 2009, 21:24

The Sandpiper

Zitat

Ich ende jetzt: aus den Lautsprechern tönt gleich das Stück, für das ich sofort ein James Last Konzert besuchen würde: "The Sandpiper"


Lieber Thomas,

was meintest Du mit "The Sandpiper"?

Vielleicht "The Shadow of Your Smile" (from the Sandpiper)
( Komponist: Mandel, Johnny)?

Der Film "The Sandpiper" wurde neulich im Fernsehen wiederholt - den kann man vergessen, wenn da nicht das "Love Theme" wäre....

LG

Easy-Listening-Fan :baeh01:

Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

petra

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3

Freitag, 6. Februar 2009, 23:53

Lale Andersen, Vico Torriani, Caterina Valente ... Wenn ich diese Namen lese, sehe ich ein Radio mit großen Drehknöpfen vor mir, das bei uns in der Küche stand. Mein Vater hatte es zu meinem vierten Geburtstag ins Haus gebracht: zum einen, weil ich für mein Leben gern im Schaukelpferd saß und sang und zum anderen, weil ich dies am liebsten in der Küche zu tun pflegte. Vielleicht versprach man sich davon auch ein wenig Abwechslung hinsichtlich meines Liederprogramms, das von den üblichen Kinderliedern („Kommt ein Vogel geflogen“) über allerlei Selbstgebasteltes ( „Katze, warum miaust du denn?“) bis hin zum „Heideröslein“ reichte.

Nun also ein Radio mit großen Knöpfen und in den nächsten Jahren jede Menge Musik meiner Wahl, ein buntes Gemisch aus Volksliedhaftem („Es löscht das Meer die Sonne aus“), Operette („Hast du dort oben vergessen auch mich?“) und alten („O Donna Clara“) und neueren („Das kannst du mir nicht verbieten“) Schlagern. Und Vico Torrianis „Azzuro“ gehörte ebenso in dieses bunte Programm wie Caterina Valentes „Ganz Paris träumt von der Liebe“ oder eben auch James Last und sein Orchester.

Englisches fällt mir aus meinen frühen Musikhörjahren weniger ein – wahrscheinlich weil ich diese Sprache noch nicht verstand und beim Mitsingen über „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ nicht hinaus kam. Aber zwei sind mir auch aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben: „His Latest Flame (der einzige Elvis-Song, den ich immer sehr gern gehört habe), und dann ein Stück, das ich in dieser Zeit auch zum ersten Mal hörte und das ich so schön fand, dass es mich meine ganze Kindheit lang begleitete. Von Anfang an mochte ich die sanfte Stimme, die Leichtigkeit des Singens, den unaufgeregten Rhythmus — es war das erste Lied, das mir einfiel, als ich den Titel dieses Threads hier las:

„Catch a falling star and put it in your pocket, never let it fade away,
catch a falling star and put it in your pocket, save it for a rainy day ...“



Perry Comos Hit aus dem Jahre 1958 ist noch heute eines meiner Lieblingslieder - und ich hoffe, er fällt noch unter Easy-Listening im weiteren Sinne?

Liebe Grüße
:hello: Petra
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Thomas Pape

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4

Samstag, 7. Februar 2009, 00:28

RE: The Sandpiper

Zitat

Original von Harald Kral

Lieber Thomas,

was meintest Du mit "The Sandpiper"?



Lieber Harald,

das Stück heißt so (komponiert von Ronald Last, lt. Plattencover). Es ist auf der im Thread genannten James Last Platte "Paradiesvogel".

Einen im Beitrag genannten Titel habe ich hier noch nicht -an anderer Stelle schon- als Cover gezeigt:



Und da muss ich auf die im Startbeitrag erwähnte Rundfunkansage zurückkommen. "Like love" gehörte in dieser Sendung mit zum Programm. Die einzelnen Titel sind allerdings nicht angesagt worden (daß ich's mittlerweile identifiziert habe ist eher Zufall und Liebe zur Materie). Es gab ja immer solche Rundfunksendungen, die aus einen solchen Melodienstrauß zusammengestellt wurden (bei WDR 4 gibt es heute noch so eine Sendung: sie nennt sich "Musik zum Träumen"). Ein interessanter Aspekt des "Easy Listening", nämlich, daß sich aus dem Zusammenfügen von Einzeltiteln unterschiedlichster Provenienz ein homogenes Gesamtbild erzeugen lässt.

Aber da sind wir auch schon in der Zeit der Allverfügbarkeit von Musik. In der Zeit des "Easy Listening", die mich interessiert, gab es die Single und die LP. Und den Rundfunkmitschnitt auf Tonband. Ein Orchesterleiter wie Werner Müller hatte allerlei Möglichkeiten, sich musikalisch auszudrücken. Da waren natürlich zunächst die Singles (Schellacks). Die auch Raum für Experimente boten, wie etwa bei Helmut Zacharias' die EP "Concerto for Twens" oder bei Werner Müller die Single "La belle rose", eine Quintett-Nummer, die lediglich als B-Seite der Coverversion von "Petite Fleur" erschienen ist. Was nun schon sehr ins Detail geht.

Bei den LP's scheint es so gewesen zu sein -so mein Höreindruck- daß die durchaus von einer durchgängigen musikalischen Grundstimmung gekennzeichnet waren. Bei den Polydor-Platten von Werner Müller ist mir das erstmals aufgefallen. Das Ergebnis war eine gehobene Form der Unterhaltung: Tanzorchester machten Musik, nach denen eigentlich nicht getanzt wurde. Das ging darüber hinaus. Ketzerisch formuliert haben diese Platten etwas vom barocken "Concerto", das eben für gehobene adlige Unterhaltung bestimmt war.

Die LP war auch ein zeitliches Begrenzungsformat. Ausgeschöpft wurden die zeitlichen Möglichkeiten allerdings nie. Sinatra's LP "Strangers in the night" dauert nicht länger als 30 min., Klasse statt Masse eben.

Mit der oben genannten Platte von Andre Previn habe ich auf eine Platte hingewiesen, die seit ihrem Erscheinen offensichtlich immer greifbar war. Nach den genannten Platten von Werner Müller muss schon aufwendiger gefahndet werden. Die Previn-Platte möchte ich in meiner Sammlung nicht missen und ich empfehle sie allen Interessierten.

Easy Listening siedle ich im Umfeld des Jazz an (deswegen dieser Thread in diesem Forum); hier scheinen mir die interessantesten Überschneidungen und auch Grenzbereiche vorzuliegen, etwa bei Croonern wie Bing Crosby, Frank Sinatra oder Dean Martin (der letzte für mich ganz klar EL).

Vielleicht mögen sich Gleichgesinnte zu diesem Thema zu Worte melden. Oder einfach Lieblingsplatten vorstellen.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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Thomas Pape

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5

Samstag, 7. Februar 2009, 00:44

Zitat

Original von petra

„Catch a falling star and put it in your pocket, never let it fade away,
catch a falling star and put it in your pocket, save it for a rainy day ...“



Perry Comos Hit aus dem Jahre 1958 ist noch heute eines meiner Lieblingslieder - und ich hoffe, er fällt noch unter Easy-Listening im weiteren Sinne?

Liebe Grüße
:hello: Petra


Liebe Petra,

wir haben wohl gleichzeitig geschrieben: "Catch a falling star" zählt auch zu meinen ältesten Musikerinnerungen. Bei mir wurde dias Stück von einem Spulentonband in Musik umgewandelt, Du weißt schon, eines dieser Geräte mit dem magischen Auge als Aussteuerungsinstrument.

Die Single hat auch einen schöne B-Seite. "Magic Moments" hieß sie. Aber "to Catch a falling star" ist auch heute noch eine wunderbare Vorstellung. Von Perry Como gibt es eine feine, leider sehr seltene und als CD (noch?) nicht greifbare Platte "Perry Como in Italy". Und da singt er eine sehr schöne Version von "Oh Marie". Natürlich, Perry Como darf im Easy Listening nicht fehlen.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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lohengrins

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6

Samstag, 7. Februar 2009, 07:33

Hallo.
Wenn schon easy listening, dann auch:




Diese 3-CD-Box habe ich mir vor Jahren gekauft, nachdem ich "Promise her anything" von Tom Jones gehört hatte. Natürlich sind hier viele weitere Perlen (raindrops keep falling on my head, walk on by, the look of love - leider auch: that's what friends are for) enthalten.

Sehr harmonisch, aber im Ganzen so schlicht aufgebaut, dass es schon gute Melodien braucht, um einen Song mit Bestand daraus zu bauen; das ist für mein Empfinden Bacharachs großes Können.

Und wenn ich schon mal dabei bin:



Als ich vor nunmehr mehr als zwei Jahrzehnten voller Hingabe Dexy's Midnight Runners (searching for the young soul rebels) hörte, wurde mir bewusst, dass ich Bläsersätze doch auch schon mal zuvor gehört hatte. Genau, beispielsweise bei Bert Kaempfert (und natürlich anderen Bandleadern, die damals noch zur ständigen Bevölkerung der Fernsehlandschaft zählten). Auffällig fand ich bei Kaempfert den E-Bass, bei dem Mitten und Tiefen am Verstärker offenbar völlig rausgedreht waren und der extrem knackig war, so habe ich meinen Bass damals dann auch eingestellt.

Für mich nach wie vor schöne, selbstverständliche Musik, die bei Autofahrten ein freundlicher Begleiter sein kann.

:hello:

Gruß, Ekkehard.

petra

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7

Samstag, 7. Februar 2009, 10:25

Lieber Thomas,

Zitat

Original von Thomas Pape:

Von Perry Como gibt es eine feine, leider sehr seltene und als CD (noch?) nicht greifbare Platte "Perry Como in Italy".


ich habe gerade nachgeschaut: Es gibt sie mittlerweile als CD. Und wieder wurde meine Tamino-Merkrolle um ein weiteres Stück verlängert :]. Danke für die Anregung - und für diese schöne Thread-Idee!



Liebe Grüße,
:hello: Petra
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zatopek

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8

Samstag, 7. Februar 2009, 11:33

Ennio Morricone

Bei Easy Listening darf ein Name - so glaube ich - nicht fehlen: Ennio Morricone hat fantastische Musiken geschrieben, die sich hervorragend zum - wie sagt man heute - chillen eignen. Meine Lieblings - CD sind:

Die "Anthology" mit den ganzen bekannten Film - Hits:



und zwei CD´s mit seltener Musik

"Mondo Morricone"



und "More Mondo Morricone"



Ich finde alleine die Cover sind schon völlig klasse.

VG, Bernd

P.S.: Es gibt sie übrigens noch als Vinyl, für echte Liebhaber.

Achim

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9

Samstag, 7. Februar 2009, 19:41

Ein Name sollte hier meines Erachtens nicht fehlen:

Horst Jankowski - a walk in the black forest



Bandleader und Komponist, der unter anderem als Begleiter von Catarina Valente, in eigenen Combos mit diversen Jazzgrößen und später als Leiter des RIAS Tanzochesters wirkte.

Weltweit bekannt und erfolgreich wurde er mit der "Schwarzwaldfahrt", auf englisch "a walk in the black forest".

Im Gegensatz zu den schönen Schilderungen von Thomas waren für mich die genannten Namen - Mantovani, Last etc.- beziehungsweise deren Musik immer mit sonntäglicher Langeweile während der unsäglichen Wunschkonzerte auf Radio Bremen und NDR verbunden :untertauch:.
Aus heutiger Sicht sehe ich das natürlich alles in einem milderen Licht :pfeif:.

Einen möchte ich jedoch aus der Langeweile ausnehmen - Burt Bacharach. Dessen Kompositionen wie zB walk on by oder I say a little prayer oder the look of love höre ich sehr gerne, wenn sie kompetent von zB Aretha Franklin vorgetragen werden.

Grüsse
Achim :hello:
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Thomas Pape

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10

Samstag, 7. Februar 2009, 20:28

Zitat

Original von Achim

Weltweit bekannt und erfolgreich wurde er mit der "Schwarzwaldfahrt", auf englisch "a walk in the black forest".

Achim :hello:


Lieber Achim,

nach der Nummer habe ich Ewigkeiten gesucht und nicht gewusst, was das ist. Danke für den Hinweis!

Zitat

Original von Achim
Im Gegensatz zu den schönen Schilderungen von Thomas waren für mich die genannten Namen - Mantovani, Last etc.- beziehungsweise deren Musik immer mit sonntäglicher Langeweile während der unsäglichen Wunschkonzerte auf Radio Bremen und NDR verbunden :untertauch:.
Aus heutiger Sicht sehe ich das natürlich alles in einem milderen Licht :pfeif:.


Ähem ja, das habe ich auch lange gedacht; mein mildes Alterswohlbehagen begann sich diesbezüglich bei mir aber schon mit Mitte 20 auszubreiten. Um genau zu sein, bei einer Autofahrt von der Uni Bochum heim nach Dortmund. Da hörte ich im Rundfunk ein Musikstück, was bei mir sofort den Habenkaufenwollenreflex ausgelöst hat. Mal wieder keine Ansage. Also umgehend den WDR angeschrieben. Und was war's? "The Sandpiper" von James Last. Da hatte ich nicht mit gerechnet, mir dennoch sofort die LP gekauft. Nicht, daß ich nun zu einem großen James Last Fan geworden wäre; tatsächlich aber ist auf dem riesigen Vinylberg, den dieser Mann erzeugt hat, so manches reizvolles Winkelchen zu entdecken. Was auch für Mantovani gilt (mit Abstrichen indes in der stero-Ära). Zwischen den Rundfunkprogrammen -die man tunlichst nicht eingeschaltet hatte, wenn man gerade auf Krawall gebürstet war- und dem, was Last und Co sonst noch gemacht haben, gab es durchaus Unterschiede.

Du hast natürlich völlig recht: anders als Jankowski, übrigens auch Helmut Zacharias und Werner Müller sind Last und Mantovani nie durch Jazz-Nähe aufgefallen, dafür aber durch sehr schöne Orchester-Arrangements. Mantovani war von Haus aus Geiger und hat in den 1930er Jahren auch in einem Trio gespielt.

Interessant ist es ja schon, daß der Begriff des "Easy Listening" -ich würde ihn ja gerne durch Unterhaltungsmusik ersetzen- keine Trennschärfe hat.

In einem anderen Jazz-Thread ist ja Glenn-Miller abgewatscht worden. Wohl als Jazzer, wenn ich das richtig verstanden habe. Wäre es zu bedenken, ihn der Easy-Listening Ecke zuzuordnen?

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Harald Kral

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11

Samstag, 7. Februar 2009, 20:57

Als professioneller Discjockey habe ich diese Musik viele Jahre lang in Bars, Nightclubs und Discotheken aufgelegt und besitze auch heute noch eine riesige Sammlung von Easy-Listening-Titeln.

In den letzten Jahren hat diese Art von Musik ein erstaunliches Revival erfahren.
WDR 4 sendet Abend für Abend an 7 Tagen pro Woche von 22 Uhr bis Mitternacht diesen Sound, da sind teilweise (neben dem üblichen, unvermeidbaren Schrott) die tollsten Sachen dabei.

Die Bandbreite ist riesig, wenn man ein paar Wochen jeweils ein Tonband mitlaufen läßt kann man ganz ausgefallene Schätzchen aufnehmen (die dazugehörige Playlist steht im Netz, allerdings immer erst hinterher).

LG

:hello:
Harald

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Achim

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12

Samstag, 7. Februar 2009, 21:25

Zitat

Original von Thomas Pape

In einem anderen Jazz-Thread ist ja Glenn-Miller abgewatscht worden. Wohl als Jazzer, wenn ich das richtig verstanden habe. Wäre es zu bedenken, ihn der Easy-Listening Ecke zuzuordnen?

Liebe Grüße vom Thomas :hello:


Ja, als Jazzer hat er keinen großen Stand. Das ist halt so, als wenn André Rieu für klassische Musik stehen sollte.
Aber, er spielte die Musik, wie zB auch die Andrew sisters, die in sehr trüben Zeiten für ein bißchen Sonnenschein sorgte (und den american way of live transportierte).
Insoweit darf er meinetwegen gerne in der Riege des easy listening mitmarschieren.

Grüsse

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Beryllo

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13

Samstag, 7. Februar 2009, 22:15

Hallo!

Wer Burt Bacharach bei Easy Listening einordnet, den sollte schnell Black Moses ins heilige Land führen! :yes:

Gruß, Beryllo
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Achim

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14

Samstag, 7. Februar 2009, 22:50

Zitat

Original von Beryllo
Hallo!

Wer Burt Bacharach bei Easy Listening einordnet, den sollte schnell Black Moses ins heilige Land führen! :yes:

Gruß, Beryllo


Jetzt mal nicht so kryptisch, junger Mann !

Grüsse

Achim :hello:
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lohengrins

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15

Samstag, 7. Februar 2009, 23:22

Hallo.

Zitat

Original von Achim

Zitat

Original von Beryllo
Hallo!

Wer Burt Bacharach bei Easy Listening einordnet, den sollte schnell Black Moses ins heilige Land führen!


Jetzt mal nicht so kryptisch, junger Mann !


Ich bin leider auch etwas ratlos.

Gruß, Ekkehard.

Thomas Pape

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16

Samstag, 7. Februar 2009, 23:27

Zitat

Original von Achim

Ja, als Jazzer hat er [Glenn Miller. TP.] keinen großen Stand. Das ist halt so, als wenn André Rieu für klassische Musik stehen sollte.
Aber, er spielte die Musik, wie zB auch die Andrew sisters, die in sehr trüben Zeiten für ein bißchen Sonnenschein sorgte (und den american way of live transportierte).
Insoweit darf er meinetwegen gerne in der Riege des easy listening mitmarschieren.

Grüsse

Achim :hello:


Lieber Achim,

ich glaube, daß wir uns da sehr einig sind (was meine Wertschätzung für Glenn Miller nicht mindert). Der Begriff "Jazz" wird (wurde?) wohl auch ganz gerne als Abgrenzungsbegriff gebraucht. Mir fällt z.B der Orchesterleiter Bert Ambrose (von Haus aus Geiger) ein, der einen jazzig angehauchten Tanzorchestersound lange vor Glenn Miller hatte (Lew Stone ist aus dem Ambrose-Orchester hervorgegangen). Oder Nat Gonella, James Kok uam. Tanzmusik auf recht hohem Niveau. Mit sehr viel Gespür für Dramaturgie.

Soeben läuft bei mir übrigens eine Platte des Orchesters von Bert Ambrose. Der gerade gespielte Titel "B'wanga" ist auf meiner aus dieser Richtung kommenden CD-Empfehlung enthalten; Anspieltips sind bei dieser DCD zudem "Hors d'oeuveres", "Embassy Stomp" oder "The Continetal"



Was Ambrose betrifft: dessen große Zeit waren die 1930er Jahre, in denen sein Orchester zu den britischen Top-Orchestern zählte. Bis 1947 nahm er Platten für die DECCA auf, dann war seine Zeit vorbei. Die von ihm entdeckte Sängerin Kathy Kirby sicherte ihm seinen Unterhalt als Promotor und Manager, der 1971 dennoch veramt verstarb.

Ist nun das Spectrum von Easy listening auf eine noch breitere Basis gestellt worden?

Zitat

Original von lohengrins
Auffällig fand ich bei Kaempfert den E-Bass, bei dem Mitten und Tiefen am Verstärker offenbar völlig rausgedreht waren und der extrem knackig war, so habe ich meinen Bass damals dann auch eingestellt.



Lieber Ekkehard,
das war der Gitarrist Ladi Geisler, der als Solist auch bei Günter Fuhlisch und Horst Wende gespielt hat.

Bear Family hat ihm einige CD's gewidmet, u.a. diese





Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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Beryllo

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17

Samstag, 7. Februar 2009, 23:54

Hallo Achim und Lohengrins,

Entschuldigt bitte die Verwirrung. Mein Hinweis galt einem meiner Lieblingsmusiker, Isaac Hayes, der die Lieder von Bacharach ganz wunderbar interpretiert hat. Eine seiner Platten hieß "Black Moses", wie man ihn selbst auch genannt hat. Auf dieser Platte ist zum Beispiel ganz fabelhaft "Close to you" zu hören. "The Look of Love" prächtig auf "to be continued" und "Windows of the world" auf "Live at the Sahara Tahoe". Am bekanntesten ist er für seine Filmmusik zu dem ersten Shaft-Film, wofür er damals den Academy Award bekam.

Gruß, Beryllo
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Achim

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18

Sonntag, 8. Februar 2009, 00:39

Zitat

Original von Beryllo
Hallo Achim und Lohengrins,

Entschuldigt bitte die Verwirrung. Mein Hinweis galt einem meiner Lieblingsmusiker, Isaac Hayes, der die Lieder von Bacharach ganz wunderbar interpretiert hat. Eine seiner Platten hieß "Black Moses", wie man ihn selbst auch genannt hat. Auf dieser Platte ist zum Beispiel ganz fabelhaft "Close to you" zu hören. "The Look of Love" prächtig auf "to be continued" und "Windows of the world" auf "Live at the Sahara Tahoe". Am bekanntesten ist er für seine Filmmusik zu dem ersten Shaft-Film, wofür er damals den Academy Award bekam.

Gruß, Beryllo


Danke für die Aufklärung !
Ich habs zwischendurch einfach mal ergoogelt und dachte mir schon meinen Teil.
Leider hat diese Exkursion nach Deinem Hinweis zur Folge, daß ich mir wieder eine nicht geplante Scheibe anschaffen werde :boese2:.

Grüsse
Achim :hello:
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lohengrins

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19

Sonntag, 8. Februar 2009, 08:32

Aha.

Ich habe bislang nur die Shaft-CD, die mir allerdings gut gefällt. Mal sehen, ob sie noch Zuwachs erhält. Danke für den Hinweis!

Gruß, Ekkehard.

Jacques Rideamus

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20

Sonntag, 8. Februar 2009, 10:11

Liebe Leute,

wegen des Bezuges lasse ich die Hinweise auf Morricone und SHAFT hier stehen, bitte aber zu berücksichtigen, dass wir auch ein Filmmusik-Forum haben, dessen Initiator sich über jeden Beitrag dort freut, und hier ohne konkreten Bezug auf Easy Listening keine Filmmusiken zu diskutieren. J. R. II

Um auch was zum Threadthema zu sagen, das ich erst einmal rein instrumental verstehe, und zwei hier noch nicht erwähnte Namen anzusprechen, die zu meinen Favoriten gehören und deren erster zwar in beide Foren, mit seinen Hitsammlungen aber eher hierher passt:

Henry Mancini

[am][/color]B0000248VB[/am]

Ich sage nur: THE PINK PANTHER, MOON RIVER, CHARADE, PETER GUNN, BABY ELEPHANT WALK ...

Ray Conniff


Mit seinen längst nicht mehr greifbaren Bearbeitungen von Musicalhits (z. B. SMOKE GETS IN YOUR EYES) begann mein Weg zu dieser Gattung.

Eigentlich gehören ja auch Jacques Loussier (PLAY BACH) und die Swingle Singers in diese Gattung,zumal im Jazz-Forum, aber die lasse ich erst einmal außen vor.

:hello: Jacques Rideamus
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

ThomasBernhard

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21

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:21

fällt auch unter die Rubrik "was höre ich gerade"

Roby Lakatos´CDs bei der DG kommen mirzwar alle irgendwie wie eine Kompromisslösung vor (er könnte bestimmt unkonventioneller) dennoch spende ich gerne ein paar easy-listening-Jubler:

:jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

Achim

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22

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:51

Zitat

Original von Jacques Rideamus

Eigentlich gehören ja auch Jacques Loussier (PLAY BACH) und die Swingle Singers in diese Gattung,zumal im Jazz-Forum, aber die lasse ich erst einmal außen vor.

Jacques Rideamus


Hallo Jacques,

wenn Du die Swingle-Singers nennst, ergänze ich mit den Singers Unlimited. Die passen mE in jede easy-listening Sendung hinein, während ich das bei Monsieur Loussier eher nicht so sehe, da er mE in den Stücken eher die Klassik und den Jazz in seinen speziellen Vordergrund stellt und nicht den typischen easy-listening Effekt.

Wenn ich jetzt wieder die "Schublade" definieren möchte (wohl wissend, daß Thomas Pape den thread betont offen halten wollte :hello:), die easy-listening charakterisiert, dann passt mE dieser wikipedia-Satz ganz gut:
Typisch für Easy Listening sind die Verwendung fließender Streicher-Arrangements und Instrumental-Interpretationen bekannter Songs (Evergreens).

Daß da auch einmal Filmusik untergemischt wird, ist kein Wunder, denn wie viele Evergreens haben wir den Filmmusikkomponisten zu verdanken.
Gleichzeitig befinden wir uns immer noch im Jazzforum und damit in den auszulotenden Grenzbereichen des Jazz, wo fliessende Übergänge u. a. zum Pop, Musical und Schlager typisch sind.
Als Beispiel seien hierbei zB. die Carpenters genannt, die garantiert keinen Jazz gemacht haben und dennoch gut als easy-listening durchgehen mögen.

Aber jetzt noch ein Jazzbezug mit Orchester:



Deodato - Prelude

mit u.a. einer völlig im 70er Jahre sound eingehüllten Fassung von
Also sprach Zarathustra und dem Prelude a làprès-midi d`un faune.

Grüsse

Achim :hello:
De nix hett, de nix tellt

Harald Kral

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23

Sonntag, 8. Februar 2009, 15:05

Mit Grover Washington jr. in der Oper

Bevor jetzt Andre Rieu hier an der Reihe sein wird möchte ich mein derzeit liebstes Easy-Listening-Album vorstellen.
Der Saxophonist Grover Washington Jr. wurde zwar für seinen Jazz und Rhythm-and-Blues berühmt, seine musikalische Laufbahn begann jedoch mit einem Klassikstudium an der Wurlitzer School of Music in Buffalo, New York.

Das Konzept für das hier von mir vorgestellte Album Aria, das angesichts seines Todes Weihnachten 1999 sein letztes musikalisches Vermächtnis wurde, ist eine Rückkehr zu seinen klassischen Wurzeln, sowie der romantischen Oper des 19. Jahrhunderts.



Gehört habe ich einzelne Titel zuerst im WDR, bin dann über die "Playlist" an die Musik und an die CD gekommen!

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Michael Schlechtriem

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24

Sonntag, 8. Februar 2009, 15:38

Hallo Achim,

Zitat

Horst Jankowski - a walk in the black forest

schön, daß Du auf Jankowski hinweißt!

Ich möchte noch ergänzen, daß Jankowski ein ungemein brillianter Pianist war und sein Album Jankowskinetik dies eindrucksvoll beweist.



Schade, es scheint bereits wieder gestrichen zu sein.
Auf diesem Album demonstrierte Jankowski, daß er durchaus in die pianistische Riege von Größen wie Oscar Peterson gehörte.

:hello:

Michael
"I should never have switched from Scotch to Martinis.“
Humphrey Bogarts letzte Worte.

Thomas Pape

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25

Montag, 9. Februar 2009, 10:34

Nachdem der Name von Burt Bacharach schon mehrfach gefallen ist, nun eine Empfehlung der Finacial Times Deutschland vom Heutigen. Sie gilt dieser CD:




Die CD nennt sich "Burt Bacharach Songbook" und das ist sehr inkonsequent, denn 1971 hat Marion Merz 12 Songs von Bacharach ins Deutsche übertragen lassen (auch die "Raindrops"). "Liederbuch" wäre wohl geeigneter gewesen, hätte aber wohl zu sehr an die "Liederbuch-Serie" damaliger Liedermacher aus Deutschland und Frankreich erinnert.

Ingfried Hoffmann (der Bruder von Ludwig, dem Dirigenten) zeichnete für die Arrangements verantwortlich und das Ergebnis - lag wie Blei in den Regalen. Was die Platte indes nicht daran hinderte, Kultstatus zu erlangen und in Kreisen von LP-Sammlern für teuer Geld zu kursieren.

Nun gibt es sie als CD und FTD-Rezensent Willy Theobal verpasst ihr vier von fünf möglichen Punkten. Bei jpc habe ich in die Tonschnipsel hineingehört. Und schließe mich der Meinung an.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Michael Schlechtriem

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26

Montag, 9. Februar 2009, 14:21

Lieber Thomas,
kuriose CD, sehr interessant.
Danke für die Infos.

Zitat

Ingfried Hoffmann (der Bruder von Ludwig, dem Dirigenten

Nur eine Frage:
Ludwig Hoffmann kenne ich als Pianist, nicht als Dirigent, habe ich da eine Wissenslücke?

Lieben Gruß,
Michael
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Thomas Pape

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27

Montag, 9. Februar 2009, 14:38

Du hast natürlich recht, lieber Michael,

Ludwig Hoffmann ist (war?) Pianist.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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Michael Schlechtriem

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28

Montag, 9. Februar 2009, 14:39

Er "war" Pianist..... :(

LG,
Michael
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Thomas Pape

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29

Dienstag, 24. Februar 2009, 21:55

Wo poste ich nur diese Platte:

Was hört Ihr gerade jetzt (was stimmt) oder
Heute in der Post (stimmt ebenfalls) oder
Diese Aufnahme geht aufs Tamino-Konto....

Gleichviel "The Genius of Jankowski" dreht sich gerade auf meinem Plattenteller.



Eine Platte mit Suchtfaktor. Von dem günstigen Preis indes habe ich mich blenden lassen und nicht darauf geachtet, daß es sich um die stereo-Version handelt. Ich muß nun nicht eigens erwähnen, daß mein Exemplar monaural ist. Nun, schadet nix. Ich freue mich dran (bis dann irgednwann vielleicht doch die stereo....)

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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musicophil

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30

Dienstag, 19. Mai 2009, 21:45

Als anerkannt Liebhaber von Easy Lis'nin' will ich hier einstellen, was ich in viele Jahre für mich zusammengestellt habe:

Easy Lis’nin’-1

01 Reinhard Mey (Frühlingslied) 2’40
02 Ralph McTell (Streets of London) 4’40
03 Frank Pourcel (Never on Sunday) 2’59
04 Boudewijn de Groot (Testament) 3’17
05 Nina + Frederick (Listen to the ocean) 3’07
06 Mantovani (Swedish Rhapsody) 2’39
07 Yves Duteil (Le mur de la prison d'en face) 2’55
08 Harry Belafonte (Hava Nageela) 3’42
09 Drummond Orchestra (Hernando's Hideaway) 2’30
10 Marlene Dietrich (Sag mir wo die Blumen sind) 3’36
11 Placido Domingo + John Denver (Perhaps Love) 2’59
12 Paraguayan Harp (Torrealbara) 6’41
13 Gerard Cox (Toen was geluk heel gewoon) 3’48
14 Frank Sinatra (Love's been good to me) 3’26
15 Pall Mall Jazz Band (Streetparade Now) 4’23
16 Yves Duteil (Tarentelle) 1’56
17 Rod McKuen (Soldiers who want to be heros) 2’58
18 Laurens van Rooijen (La chansons des vieux amants) 4’33
19 Reinhard Mey (Schade daß du gehen mußt) 4’24
20 Mike Batt (Railway Hotel) 3’20
21 Frank Pourcel (El Condor Pasa) 4’47

Easy Lis’nin’ - 2

01 Jules de Corte (Ik zou wel eens willen weten) 2’13
02 Vicky Brown (Stay with me till the morning) 3’49
03 Paraguayan Harp (El tren) 2’38
04 Charles Aznavour (La Mamma) 3’46
05 Browns (The three bells) 2’53
06 Leonard Slatkin (Typewriter) 1’49
07 Alessandro Safin (Luna) 4’27
08 The Allisons (Are you sure) 2’05
09 André Rieu (I donït know how to love him) 4’14
10 Reinhard Mey (Mein Testament) 4’37
11 Maywood (Mother how are you today) 2’38
12 Mantovani (Elizabethan serenade) 3’05
13 Herman van Veen (Cirkels) 2‘45
14 Kate + Anna McGarrigle (Talk to me of Mendecino) 3’01
15 The Diamond Orchestra (Lady of the dawn) 3’49
16 Yves Duteil (J'ai la guitare qui me démange) 2’46
17 Harry Belafonte (Jamaica Farewell) 4’14
18 James Last (La Bamba) 2’42
19 Reinhard Mey (Es gibt keine Maikäfer mehr) 4’15
20 The Johnston Brothers (Hernando's Hideaway) 2’32
21 Laurens van Rooijen (Just a simple love story) 3’29
22 Frans Halsema (Pools liedje) 2’28
23 Billy Joel (She's always a woman to me) 3’18
24 Berdien Sterberg (Un jour un enfant) 2’44

Easy Lis’nin’ - 3

01 Yves Duteil (Prendre un enfant) 4'15
02 Paul McCartney (Yesterday) 2'04
03 De la Tour (Maladie d'amour) 2'35
04 Reinhard Mey (Zeugnistag) 4'20
05 Eric Clapton (Tears of Heaven) 4'31
06 James Last (Tico tico) 3'14
07 Lenny Kuhr (De troubadour) 3'27
08 Mike Batt (Lady of the dawn) 4'05
09 Paraguayan Harp (Track 03) 4'19
10 Michel Sardou (Nous n'aurons pas d'enfants) 2'39
11 Kate + Anna McGarrigle (Walking song) 3'31
12 Studio Sound Orchestra (Barcarolla) 2'16
13 Reinhard Mey (Musikanten sind in der Stadt) 3'24
14 Anne Sophie von Otter (Like an angel) 4'59
15 Laurens van Rooijen (The gypsy) 3'52
16 Boudewijn de Groot (Vanmorgen vloog ze nog) 4'25
17 Tanita Tikaram (Twist In My Sobriety) 4'51
18 Pim + Ruud Jacobs (Carte postale) 2'34
19 Yves Duteil (Les p'tites casquettes) 2'50
20 Harry Belafonte (Come back Liza) 2'55
21 Alex Bollard (Nostalgia) 2'58

Easy Lis'nin'-4

01. Reinhard May (Klagelied eines Programmierers) 2'13
02. Debbie Reynolds (Tammy) 3'06
03. Boston Pops (Bugler's Holiday) 2'24
04. Jasperina de Jong (De minutenwals) 2'10
05. Art Garfunkel (Bright Eyes) 3'56
06. Raymond Guiot (Händel Allegro) 1'48
07. Yves Duteil (Les batignoles) 1'39
08. David McWilliams (Can I get there by candlelight) 3'08
09. Laurens van Rooyen (Blackbird) 3'16
10. Herbert Grönemeier (Halt Mich) 3'15
11. James Blunt(You are beautiful) 3'31
12. Chris Hinze (Menuet) 2'46
13. Robert Long (Thorbeckeplein) 3'37
14. Chris de Burgh (Lady in red) 3'58
15. Boston Pops (The Irish Washerwoman) 2'39
16. Joe Dassin (Aux Champs Elysees) 2'38
17. Jo Stafford (Thank you for calling) 2'31
18. Studio Sound Orchestra (La Matchiche) 2'02
19. Reinhard May (Ich liebe Dich) 3'20
20. Rufus Wainwright (Little Sister) 3'20
21. Boston Pops Orchestra (Colonel Bogey March) 3'29
22. Herman van Veen (Suzanne) 2'44
23. The Brothers Four (Come to my bedside, my darlin') 3'02
24. Thijs van Leer (Rondo 2) 2'44

Und ich habe inzwischen schon genügend für die Hälfte einer neuen CD. :]

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt