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9079wolfgang

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1

Montag, 28. März 2011, 20:37

Eduard Haken, ein großer Baß aus Tschechien

Hallo! Aus gegebenem Anlaß:

Eduard Haken, tschech. Baß; geb. 28.3.1910 in Sklin, gest. 1996. Nach abgeschlossenem Medizinstudium nahm er Gesangsunterricht und trat in kleinen Partien am Prager Nationaltheater auf. 1938/41 hatte er in Olmütz ein Engegement als Solist und kehrte dann erneut nach Prag zurück, wo er bald zu den beliebtesten tschechischen Sängern gehörte. War ein in komischen und ernsten Rollen versierter Sänger, glänzender Kezal, Basilio, Lenski und Wassermann in RUSALKA.

Ich habe von ihm eine CD von SUPRAPHON mit Arien aus "Rusalka", "Die verkaufte Braut", "Eugen Onegin", "Der Postillon von Lonjumeau", "Die Hugenotten", "Der Barbier von Sevilla", "Zar und Zimmermann", "Svätopluk", "Nabucco" und "Don Giovanni".





Gruß Wolfgang
W.S.

Norbert

Moderator

  • »Norbert« ist männlich

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2

Montag, 28. März 2011, 23:06

Nicht nur mit Arien aus "Rusalka", sondern auch in einer vorzüglichen Gesamtaufnahme ist Eduard Haken zu hören:

Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Harald Kral

Erleuchteter

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3

Mittwoch, 30. März 2011, 15:34

der "Wassermann" in Dvoraks "Rusalka"

Diese Rolle scheint Eduard Haken tatsächlich auf den Leib geschrieben zu sein.

Das ist die Besetzung der oben von Norbert vorgestellten Gesamtaufnahme (in tschechischer Sprache):

Antonin Dvorak (1841-1904)
Rusalka


Aufnahme: 15.11.–2.12. 1961, Studio
Spieldauer: 147'17
Dirigent: Zdenek Chalabala
Orchestra of the Prague National Theatre
Chorus of the Prague National Theatre

Fremde Fürstin: Alena Mikova
Heger: Jiri Joran
Jäger: Václav Bednár
Jezibaba: Marie Ovcacikova
Küchenjunge: Ivana Mixová
Prinz: Ivo Zidek
Rusalka: Milada Subrtová
Wassermann: Eduard Haken
Wassernymphe: Eva Hlobilova
Wassernymphe: Vera Krilova
Wassernymphe: Jadwiga Wysazariska

12 Jahre nach dieser Gesamtaufnahme aus Prag wurde die Geschichte der Rusalka für einer Film verwendet, wobei diese Einspielung als "Soundtrack" verwendet wurde. Die Dreharbeiten fanden weniger im Filmstudio statt, sondern in der freien Natur - im oder am Wasser!


(Eine Produktion für das tschechische TV)
Sound: stereo, Bild: 4:3
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch

Die Rollen werden von Schauspielern und Tänzern gespielt, nur Eduard Haken, der bei der Tonaufnahme den Wassermann sang, ist auch im Film in dieser Rolle persönlich wieder dabei.

Dabei hat er diese Rolle schon viel früher - 1952 - in einer Gesamtaufnahme der Oper gesungen:



Antonin Dvorak (1841-1904)
Rusalka

Künstler: Ludmila Cervinkova, Eduard Haken, Marta Krasova, Beno Blachut, Marie Podvalova, Miloslava Fidlerova,
Orchester des Nationaltheaters Prag,
Dirigent: Jaroslav Krombholc

Label: Line , AAD/m, 1952

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Joseph II.

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4

Mittwoch, 30. März 2011, 15:47

Ich will noch ein Photo des Sängers beisteuern:



LG
Joseph
:hello:
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Caruso41

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5

Mittwoch, 30. März 2011, 17:29

Und wer sagt mal was über die Stimme? Hat ihn vielleicht jemand noch gehört?

Wer würdigt die hinreißenden Aufnahmen?
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

9079wolfgang

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6

Mittwoch, 30. März 2011, 17:51

Hallo, Caruso41!

Ich habe doch anfangs auf die CD mit Arien von Haken hingewiesen. Die Stimme sagt mir sehr zu. In der Prager Oper war ich leider noch nie.


Gruß Wolfgang
W.S.

Norbert

Moderator

  • »Norbert« ist männlich

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7

Mittwoch, 30. März 2011, 21:04

Und wer sagt mal was über die Stimme? Hat ihn vielleicht jemand noch gehört?

Wer würdigt die hinreißenden Aufnahmen?


Ich bin fast geneigt zu sagen, mach Dir das Vergnügen, investiere acht Euro und gönne Dir die von mir genannte "Rusalka"-Aufnahme. Sie lohnt sich.

Sie ist mit einer hinreißenden Milada Subrtova als Ruslaka besetzt, mit einem strahlenden Ivo Zidek als Prinz und mit einem Eduard Haken als Wassermann, der über einen recht dunkel timbrierten, "slawischen" Bass verfügt. Er ist sehr angenehm zu hören, befindet sich, um mit anderen "slawischen Bässen" zu vergleichen, in der "guten Mitte" zwischen Boris Christoffs eher "körnigem" und Nicolai Ghiaurovs eher "elegantem" Organ.

Nebenbei klingt die Aufnahme für das Aufnahmejahr 1961 ausgezeichnet. Sie ist eine Stereoeinspielung, die so gut wie verzerrungs- und rauschfrei ist und sowohl Gesangs- als auch Orchesterstimmen gut abbildet.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Caruso41

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8

Donnerstag, 31. März 2011, 10:17

Ich bin fast geneigt zu sagen, mach Dir das Vergnügen, investiere acht Euro und gönne Dir die von mir genannte "Rusalka"-Aufnahme.



Die Aufnahme besitze ich seit Jahrzehnten. Ich habe sie seinerzeit im "Haus der Tschechoslowakischen Kultur " in der Friedrichstraße gekauft. Da habe ich auch viele andere Gesamtaufnahmen erstanden, auf denen Haken mitwirkt! Sie alle sind mir lieb und teuer und ich höre sie noch heute gern. Zumal die Rusalka ziehe ich jeder neueren Gesamtaufnahme entschieden vor! Es gibt nur eine, die ich noch besser finde: wieder singt Haken den Wassermann - diesmal neben Blachut, Cervinkova, Podvalova unter Krombholc!

Hinreißend ist Eduard Haken natürlich als Kecal in der Verkauften Braut unter Vogel (mit Zidek und Musilova) - hat setzt er Massstäbe, die keiner wieder erreicht hat!



Ich denke, dass Du die Stimme sehr zutreffend charakterisierst. Was an ihr so begeistert, ist die Mühelosigkeit mit der sie sich entfaltet - und das in jder Lage!
Selten hört man einen Bass, bei dem die Register so vorzüglich verblendet sind! Und: das ist wirklich eine Stimme, die ohne alle aufgesetzen Effekte auskommt und sehr natürlich Emotionen und Stimmungen transportiert! Ich habe ihn nur einmal live gehört: im Requiem von Dvorak. Da konnte ich erfahren, wie groß und raumfüllend die Stimme war und wie wundervoll ihr Timbre! Das geben die Aufnahmen nicht voll wieder.
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!