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  • »Johannes Roehl« ist männlich
  • »Johannes Roehl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 504

Registrierungsdatum: 12. August 2005

1

Dienstag, 27. Januar 2009, 22:37

Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 33 C-Dur

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 33 C-Dur

Wie das vorhergehende Werk (die Nr. 37 ist noch älter) ist diese Sinfonie um 1760 bereits vor Haydns Anstellung beim Fürsten Eszterhazy entstanden. Ähnlich wie Nr. 32 werden auch hier Pauken und Trompeten eingesetzt; es handelt sich, verglichen mit den anderen sehr frühen Sinfonien, nicht nur um ein festlich-repräsentatives, sondern auch um ein recht gewichtiges Werk in vier Sätzen.

Besetzung: je 2 Oboen, Hr, Trp., Pk. Streicher (Fagott spielt mit dem Baß)


1. Vivace(3/4)
Der Satz beginnt ohne Umschweife mit dem kontrastreichen Hauptthema, bei dem ein mehrfacher "Anlauf" nur zu einer knappen melodischen Passage führt
Zu Achtelläufen tritt in der Überleitung/Modulationsteil ein Vorschlagsmotiv und später Synkopen; nach einer weiteren witzigen Synkopenstelle folgt noch ein distinktes lyrisches Seitenthema (G-Dur) in den Violinen und eine knappe Schlußgruppe.
Die Durchführung beginnt mit dem Hauptthema, das durchaus dramatisch ausgestaltet wird. Es folgt das Vorschlagsmotiv, dann sogar das lyrische Thema in einer klagenden Mollvariante. Die Überleitung zur Reprise bilden dann die markigen Viertel des Themenbeginns. In der Reprise gibt es keine Überraschungen.


2. Andante (c-moll 2/4)
Wie in vielen der frühen Werke beschränkt sich Haydn hier auf die Streicher und überdies ist die Musik häufig nur zweistimmig (Violinen unisono, Viola und Baß parallel) gesetzt. die schlichte, klagende Melodie der Hauptstimme wird zunächst von marschierenden Achteln begleitet, später werden Seufzermotive hin- und hergeworfen.
Der Satz steht in der häufig auftretenden Form: /:A://:BA:/ Dabei gibt es im A-Teil schon eine Art kontrastierenden bewegteren, aber melodisch nicht sehr prägnanten Seitensatz (Es-Dur, ab T. 27). In der Reprise erscheint diese Passage dann auch in c-moll. Im durchführungsartigen Mittelabschnitt tauchen beide Themen variiert und transponiert wieder auf.


Menuett
Der Hauptteil wartet festlich mit Pauken und Trompeten und einer energisch-widerborstigen Bewegung in den tiefen Streichern auf.
Das sehr knappe, deutlich kontrastierende Trio (F-Dur, nur Streicher) durchweg pp setzt Synkopen in 1.+2. Violine gegen eine ganz einfache Begleitung.


Finale Allegro (2/4)
Keiner der schlichten Kehraus-Sätze, sondern ein vollständiger Sonatensatz
Das Thema besteht aus einen simplen Dreitonmotiv (Oktave hoch, Sext runter c-c-e) als "Tusch" mit einer piano-Antwort der Geigen in Achteln. Das Dreitonmotiv wird unmittelbar im Anschluß schon polternd-witzig verarbeitet. Als Seitensatz/Schlußgruppe fungiert eine Variante dieser "Antwort"
Die kurze Durchführung beginnt mit einer Version des Hauptthemas in g-moll, dann wandert das Dreitonmotiv im Baß zu gehalten Bläserakkorden und tremolierenden Streicher umher. Zur Reprise, die weitestgehend der Exposition entspricht, leitet dann ein Spiel mit dem Auftakt der "Antwort" bzw. des Seitensatzes.

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Pius

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Beiträge: 3 644

Registrierungsdatum: 11. Mai 2005

2

Donnerstag, 29. Januar 2009, 20:50

RE: Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 33 C-Dur

Zitat

Original von Johannes Roehl
Finale Allegro (2/4)
Das Thema besteht aus einen simplen Dreitonmotiv (Oktave hoch, Sext runter c-c-e) als "Tusch" mit einer piano-Antwort der Geigen in Achteln. Das Dreitonmotiv wird unmittelbar im Anschluß schon polternd-witzig verarbeitet.


Ich war beim ersten Hören davon sehr irritiert. Das klingt total schräg! 8o ?( :jubel:
Beim mehrfachen Nachhören normalisiert sich das ganze zwar, dennoch finde ich dieses Poltern bemerkenswert.
Da hat der olle Haydn sogar einem Vielhörer von heute wie mir einen Schrecken eingejagt...

Viele Grüße,
Pius.