Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

1

Freitag, 13. Februar 2009, 17:06

Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Am Samstag, dem 14. Februar 2009 bringt der Fernsehsender 3sat einen alten Spielfilm nach Motiven der Operette "Der Opernball" von Richard Heuberger:

Samstag, den 14.02.2009 - 10:15 Uhr - 3sat (105 min.)

Opernball
Komödie, Österreich 1956
Nach der gleichnamigen Operette von Richard Heuberger

Helene Sonja Ziemann
Georg Johannes Heesters
Elisabeth Hertha Feiler
Paul Josef Meinrad
Richard Adrian Hoven
u.a.
Regie: Ernst Marischka

Zitat

Die wohlhabende Wienerin Elisabeth möchte ihrer Freundin Helene die Untreue ihrer Ehemänner beweisen. Gemeinsam beschließen sie, ihren Ehemännern Georg und Paul auf dem Opernball eine Falle zu stellen, indem sie dem jeweils anderen Herrn auf den Zahn fühlen. Denn diesen Abend wollen die zwei Herren heimlich ohne ihre Angetrauten verbringen. Georg engagiert unterdessen das Dienstmädchen Hanni mit dem Auftrag, sich an Paul heranzumachen, aus Rache dafür, dass Paul Georg einmal mit einer Zirkusartistin verkuppelt hat. Auch Helene und Elisabeth haben untereinander noch "offene Rechnungen": Helene hat früher einmal den Komponisten Stelzer geliebt, und Elisabeth Paul, obwohl sie schließlich Georg geheiratet hat. Schon bald läuft alles nach Plan: Georg und Paul ahnen nicht, dass sich hinter den Masken ihrer reizenden Tischdamen die beiden rachsüchtigen Ehefrauen verbergen. Und die verkleideten Ehefrauen erleben die Annäherungsversuche des jeweils anderen Ehemanns, wobei sie mithilfe des Oberkellners Hatschek dafür sorgen, dass es nicht zu weit geht. Das ebenfalls verkleidet erschienene Dienstmädchen stiftet zusätzlich Verwirrung. Am Tag danach machen sich die Beteiligten zunächst gegenseitig Vorwürfe, bis sich alles aufklärt und der eheliche Friede wiederhergestellt ist.
Spielfilm mit Johannes Heesters, Sonja Ziemann, Hans Moser und Theo Lingen.


LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

2

Freitag, 13. Februar 2009, 20:02

Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Dieser Operettenfilm ist nicht die erste filmische Adaption des Stoffes. Bereits 1939 wurde das Thema verfilmt:



Regisseur: Géza von Bolváry.
Mit Paul Hörbiger, Marte Harell, Hans Moser, Heli Finkenzeller, Theo Lingen, Fita Benkhoff und Will Dohm (1939).
Die Operette "Der Opernball" war Richard Heubergers einziger bedeutender musikalischer Erfolg. Besonders populär wurde das Walzerduett "Komm mit mir ins Chambre séparée".

Kennt jemand eine aktuelle Inszenierung oder eine CD-Aufnahme?

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

oper337

Prägender Forenuser

  • »oper337« ist männlich
  • »oper337« wurde gesperrt

Beiträge: 2 474

Registrierungsdatum: 29. Februar 2008

3

Freitag, 13. Februar 2009, 20:14

RE: Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Lieber Harald!

In den Operettenverfilmungen die die UNITEL machte, gab es in den 1965 - 1970er Jahren, kann auch etas später gemacht worden sein eine Film-Fassung, der Operette "Der Opernball", recht gut gemacht, die ich auf VHS habe, aber da ich sie von VIDEO 2000 überspielte von nicht ganz so guter Qualität.

Ausführende: Ernst Stankovski, Heinz Erhardt, Tatjana Iwanov, Harald Serafin, Uwe Henrichsen, Maurice Besancon, Marai Tiboldi u.a.

Das war die Zeit wo Gräfin Mariza, Czardasfürstin, Der Zarewitsch, Land des Lächelns, Wiener Blut, Zigeunerbaron und auch die Fledermaus gebracht wurden,

zumeist Insznerierungen von Leopold Lindtberg und Texte von Hugo Wiener.

Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello: :hello: :hello:

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

4

Freitag, 13. Februar 2009, 20:44

Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Hallo Peter,
das scheint ja dann schon die dritte Verfilmung zu sein!
Ich habe mich mal erkundigt, das Video müßte noch existieren, hier ist die Besetzung:

Aufnahme: 1971, Video
Dirigent: Willy Mattes
Symphonie-Orchester Graunke
Inszenierung: Eugen York

Angèle Aubier: Helen Mané
Georges Duménil: Maurice Besançon
Marguérite Duménil: Maria Tiboldi
Paul Aubier: Harald Serafin
Toulouse-Lautrec: Ernst Stankovsky

Ich muß allerdings zugeben, dass ich den Film nicht kenne.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

oper337

Prägender Forenuser

  • »oper337« ist männlich
  • »oper337« wurde gesperrt

Beiträge: 2 474

Registrierungsdatum: 29. Februar 2008

5

Freitag, 13. Februar 2009, 20:52

RE: Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Lieber Harald!

Jam, das ist er , ich war mit dem Jahrgang nicht sicher, er ist schon sehr lange nicht im Fernsehen gelaufen.

AufVideo und VHS kam er,glaube ich, gar nicht heraus.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello: :hello: :hello:

xingwang

Anfänger

  • »xingwang« ist männlich

Beiträge: 53

Registrierungsdatum: 4. März 2009

6

Sonntag, 8. März 2009, 00:32

Mit meiner Lieblingsnummer (die allgemein bekannter Separee-Arie), die ich 2003 im Radio aus der Interpretation von Schwarzkopf (ein bisschen modifizierte Version, niedrigerer Schwierigkeitsgrad, nicht eine steil hochgehende Tonstufe im 4. Satz der 2. Abschnitt).

Von einem Freund erhalte ich doch eine Aufnahme (in mp3-Form), worauf diese Kammermädchen-Partie von einer Sopranistin namens Ute Mai (wenn ich mich nicht getäuscht habe, übrigens, über diese ist überall keine Information erhältlich) übernommen ist, und ihre Stimme sowohl im Dialog und als auch im Gesang ist gehört zu den mädchenhaftsten und lieblichsten, die nicht nur ich von Opernaufnahmen akustisch vernommen habe, sondern auch ich mir überhaupt vorstellen könnte. (Gott, wie ist dieser Nebensatz aufzupolieren, sieht zum Kotzen aus... :no:)
Soll er dir noch so viel Atem lassen, als 'en Altweiberfurz, soll ich?

oper337

Prägender Forenuser

  • »oper337« ist männlich
  • »oper337« wurde gesperrt

Beiträge: 2 474

Registrierungsdatum: 29. Februar 2008

7

Sonntag, 8. März 2009, 12:05

RE: Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Lieber Harald!

Ich habe da bei meinen 45er Langspielplatten einen Querschnitt gefunden,

Eurodisc P 5

Henri, Marinekadett - Magit Schramm
Paul Aubier - Ferry Gruber
Angèle - Heidi Klug
Georges Duménil - Reinhold Bartel
Marguérite - Margit Schramm
Hortense - Erika Köth

Das Rundfunkorchester München, Dir.: Werner Schmidt-Boelke

Ist halt ein Querschnitt, wo alles zusammengefügt wird, was nur einigermaßen zusammenpasst.

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

operettenfan

Anfänger

  • »operettenfan« ist weiblich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 11. Mai 2009

8

Freitag, 15. Mai 2009, 20:39

RE: Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Ich habe eine Gesamtaufnahme die mir ein lieber Freund gerade geschickt hat. Sie koennen mir gerne Emailen, und ich kann teilen. :-) Carola

Ich habe Sie wegen der Fluten an Aufnahmen noch gar nicht gehoert. Wenn ich mich recht erinnere ist sie eine Oesterreichischer Rundfunk Aufnahme aus den 50'ger Jahren.

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

9

Sonntag, 17. Mai 2009, 12:38

Richard Heuberger: DER OPERNBALL

Liebe Carola.

herzlichen Dank für das Angebot.
Es gibt ja von dieser Operette auf Tonträgern sehr wenig Auswahl.

Inzwischen habe ich ebenfalls eine Gesamtaufnahme von Richard Heubergers "Opernball" eine Rundfunkproduktion aus Köln:

Aufnahme: 19.6.1978, Westdeutscher Rundfunk, Köln
Dirigent: Leopold Hager
Chor und Orchester des WDR Köln
Regie: Arno Assmann

Angèle Aubier: Jeanette Scovotti
Beaubuisson: Benno Kusche
Féodora: Naemi Priegel
Georges Duménil: Hermann Winkler
Germain: Arno Görke
Henri: Trudeliese Schmidt
Hortense: Renate Holm
Marguérite Duménil: Grit van Jüten
Mdm. Beaubuisson: Tatjana Ivanova
Paul Aubier: Claudio Nicolai
Philippe: Josef Meinertzhagen

Eine rundum gelungene Aufnahme, die ein Wiederhören mit so beliebten Sängern wie Trudeliese Schmidt, Grit van Jüten oder Benno Kusche bringt!

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

operettenfan

Anfänger

  • »operettenfan« ist weiblich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 11. Mai 2009

10

Sonntag, 17. Mai 2009, 12:50

Die Holm-Jueten Aufnahme werde ich mir auch bald anhoeren koennen. Schoen zu wissen, dass sie gut ist--dann kann ich mich schon drauf freuen. Ich find es sowieso erstaunlich, dass es kommerziell keine Gesamtaufnahme der Operette gibt--dabei ist sie scheints haeufiger auf den Spielplaenen, selbst heute noch.

Carola

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

11

Mittwoch, 27. Januar 2010, 21:40

Hamburger Archiv für Gesangskunst

Diese Aufnahme wollte ich hier noch vorstellen:


Richard Heuberger - Der Opernball (2 CD)

Richard Heuberger Der Opernball
Gesamtaufnahme des ORF von 1964

* Wilhelm Schmidt
* Cilli Tögel
* Heinrich Friedl
* Toni Niessner
* Jetty Topitz-Feiler
* Fred Liewehr
* Waltraute Demmer
* Emmy Loose
* Fritz Puchstein
* Mario Porstner
* Großes Wiener Rundfunkorchester
* Max Schönherr

+ BONUS Aus Werken von Richard Heuberger

Der Opernball Zwischenspiel Großes Orchester der RAVAG / Max Schönherr

Der Opernball Domino-Walzer Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr

Die Abenteuer einer Neujahrsnacht Ballettmusik Großes Orchester der RAVAG / Max Schönherr

Eine entzückende Frau Ouvertüre Radio-Symphonieorchester Wien / Franz Bauer-Theussl

Alt-Wien (Walzer) Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr

Liebesgram Walzerintermezzo Kleines Wiener Rundfunkorchester / Charly Gaudriot

Suite: Aus dem Morgenland Op. 25

1. Mädchen beim Tanz (Andante - Allegretto)
2. Zwiegespräch am Brunnen (Andantino)
3. Ramadan-Fest (Vivace)
Großes Wiener Rundfunkorchester / Max Schönherr

Champagner-Galopp (arr. Walter Goldschmidt)
Großes Wiener Rundfunkorchester / Walter Goldschmidt

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

operettenfan

Anfänger

  • »operettenfan« ist weiblich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 11. Mai 2009

12

Mittwoch, 27. Januar 2010, 22:28

RE: Hamburger Archiv für Gesangskunst

Die Aufnahme kann ich empfehlen. Sie ist sehr nett gemacht.

musikwanderer

Prägender Forenuser

  • »musikwanderer« ist männlich

Beiträge: 4 320

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

13

Sonntag, 2. Mai 2010, 14:18

RE: Hamburger Archiv für Gesangskunst

Zitat

Original von operettenfan
Die Aufnahme kann ich empfehlen. Sie ist sehr nett gemacht.


Man verzeihe mir: Die Aufnahme finde ich leider überhaupt nicht gut. Sie krankt, nach meiner Meinung, an einer sehr schlechten Aufnahmequalität - kaum vorstellbar, daß sie 1964 vom ORF gemacht worden ist! Die Wiedergabe ist ständigen Lautstärke-Schwankungen unterworfen und - abermals mea culpa - Fred Liewehr ist ein schlechter Georges Duménil. Ich mag falsch liegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Liewehr eine sängererische Ausbildung gehabt hat. Als schauspielender Sänger wird er - zumindest meinem Ohr - dem Werk nicht gerecht.
.

MUSIKWANDERER

operettenfan

Anfänger

  • »operettenfan« ist weiblich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 11. Mai 2009

14

Montag, 3. Mai 2010, 15:38

Ueber die Aufnahmequalitaet der herausgekommenen CD kann ich nicht urteilen, da ich die Aufnahme nicht durch das Hamburger Archiv habe---allerdings bin ich bei alten Radioaufnahmen auch nicht ueber kritisch von wegen Qualitaet, da sie so rar sind, dass wir Glueck haben, dass wir sie ueberhaupt noch zu Gehoer bekommen.

Fred Liewehr mag ich riesig gerne als Tenor, da sind wir einfach verschiedener Meinung. Ich geniesse alle Operettenaufnahmen, die ich mit ihm habe sehr. Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »operettenfan« (3. Mai 2010, 15:54)


musikwanderer

Prägender Forenuser

  • »musikwanderer« ist männlich

Beiträge: 4 320

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

15

Dienstag, 4. Mai 2010, 12:54

Zitat

Original von operettenfan
Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.


...da scheiden sich unser beider Geister noch nicht mal so sehr. Auch ich ziehe die alten Rundfunk-Produktionen mit Marszalek und Stephan den jüngeren Studioproduktionen vor. Allerdings ist mir bezüglich der Aufnahmequalität (und 1964 konnte man es schon wesentlich besser) noch keine so schlechte Platte untergekommen, wie diese. Und was die Interpreten angeht, da gibt es - zugegeben - immer wieder Differenzen und gegenteilige Auffassungen. Was ja auch den Reiz des Diskutierens ausmacht...
.

MUSIKWANDERER

  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich

Beiträge: 470

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

16

Dienstag, 11. Mai 2010, 11:31

Zitat

Ich mag auch allgemeine die alten Rundfunkaufnahmen oftmals viel lieber als neuere Studio-aufnahmen, die vielleicht in Aufnahme-qualitaet besser scheinen, aber oft liebelos gemacht sind und nicht die Stimmung haben, die die alten Radioaufnahmen besitzen, von den Saengern (Sprechern) her und auch der liebevollen Produktion mit guter Tonfuehrung---Studiogeraeuschen etc... Ich bin sicher, dass sich auch dort die Geister scheiden, was ja auch ok ist.


Richtig ist, dass sich die Geister scheiden. Ich persönlich kann den alten Aufnahmen wenig abgewinnen, zumeist liegt es daran, dass der Orchesterklang wie ein einziger Brei klingt und man daher die Feinheiten einer Partitur überhaupt nicht mehr heraushören kann. Ich vermisse dieses Argument bei den Befürwortern der historischen Aufnahmen.

:no:

musikwanderer

Prägender Forenuser

  • »musikwanderer« ist männlich

Beiträge: 4 320

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

17

Dienstag, 11. Mai 2010, 15:19

Zitat

Original von Uwe Aisenpreis

Ich persönlich kann den alten Aufnahmen wenig abgewinnen, zumeist liegt es daran, dass der Orchesterklang wie ein einziger Brei klingt und man daher die Feinheiten einer Partitur überhaupt nicht mehr heraushören kann. Ich vermisse dieses Argument bei den Befürwortern der historischen Aufnahmen.



Auch Uwes Argumentation hat ihre Berechtigung, aber ich möchte doch einwerfen dürfen, daß die heutigen Standards sicherlich auch nur Teil einer Entwicklung sind, die noch kein Ende gefunden hat. Möglicherweise denkt man in 50 Jahren über unsere Technik ebenso.
Künstlerisch jedoch sind besagte Aufnahmen von neueren Produktionen nur selten, wenn überhaupt, überboten worden. Und in diesem Punkt waren "Operettenfan" und ich uns einig!
Was das Partiturlesen angeht, kann ich Uwe durchaus folgen - mit der Einschränkung des (bestimmt!) älteren Musikfreundes, daß ich auch schon zu Mono-Zeiten mitlesen konnte - wenn auch nicht bei Operetten. Aber die früheren Aufnahmen der DG im "Symphonischen" oder auch bei Opern hatten immer schon einen hohen Standard.
.

MUSIKWANDERER

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

18

Dienstag, 20. Juli 2010, 19:37

Richard Heuberger: DER OPERNBALL im ZDF-Theaterkanal

Operette des Monats August 2010 im ZDF Theaterkanal ist Heubergers "Opernball" in der Verfilmung, die ich vor eineinhalb Jahren erwähnt habe:

Zitat

Original von Harald Kral
Hallo Peter,
das scheint ja dann schon die dritte Verfilmung zu sein!
Ich habe mich mal erkundigt, das Video müßte noch existieren, hier ist die Besetzung:

Aufnahme: 1971, Video
Dirigent: Willy Mattes
Symphonie-Orchester Graunke
Inszenierung: Eugen York

Angèle Aubier: Helen Mané
Georges Duménil: Maurice Besançon
Marguérite Duménil: Maria Tiboldi
Paul Aubier: Harald Serafin
Toulouse-Lautrec: Ernst Stankovsky

Ich muß allerdings zugeben, dass ich den Film nicht kenne.

LG

:hello:


Eine gute Gelegenheit, diese Operetten-Verfilmung kennenzulernen.
Die genauen Sendedaten gebe ich noch bekannt.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

19

Dienstag, 9. November 2010, 18:16

ZDF-Theaterkanal August 2010

Tatsächlich ist diese Operetten-Verfilming im August mehrfach im ZDF-Theaterkanal gelaufen.

Die Diskussion hierüber scheint dank mangelnder Datensicherung verloren gegangen zu sein.

Die Besetzung des Films habe ich noch gespeichert:

Richard Heuberger
DER OPERNBALL

Film, 1970

Helen Mané (Angèle)
Harald Serafin (Paul)
Maria Tiboldi (Marguerite)
Maurice Besancon (Georges)
Tatjana Iwanowa (Palmira)
Heinz Erhardt (Cesare)
Christiane Schröder (Hortense)
Uwe Friedrichsen (Henri)
Beate Hasenau (Feodora)
Martin Jente (Phillip)
Benno Hoffmann (Jean)
Toxi (Claudine)
Ernst Stankovski (Toulouse-Lautrec)
Karin Heske (sein Modell)

Symphonieorchester Kurt Graunke
Musikalische Leitung: Willy Mattes

Inszenierung: Eugen York
Bühnenbild: Gerd Krauss
Kostüme: Helga Pinnow
Choreographie: William Milie

Mehr habe ich nicht.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

20

Mittwoch, 17. November 2010, 14:41

Richard Heuberger: DER OPERNBALL im TAMINO-Operettenführer

Ergänzend hierzu bleibt mir noch der Hinweis auf die Inhaltsangabe der Operette, nachzulesen im TAMINO-Operettenführer unserer musica:

Heuberger, Richard, Der Opernball

Einfach mal reinklicken!

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

21

Donnerstag, 5. Januar 2012, 09:37

Premiere heute vor 114 Jahren:

Der Opernball
Wiener Operette in drei Akten
von Richard Heuberger,
nach dem Lustspiel Die Rosa-Dominos von Alfred-Charlemagne Delacour und Alfred Hennequin aus dem Jahr 1876.
Das Libretto schrieben Victor Léon und Heinrich von Waldberg.
Uraufführung war am 5.1.1898 im Theater an der Wien in Wien,
mit Annie Dirkens • Lori Stubel • Johanna Frey • Therese Biedermann • Marie Ottmann • Karl Streitmann • Carl Blasel • Joseph Josephi • Hansi Reichsberg.



Die Operette Der Opernball war Richard Heubergers einziger bedeutender musikalischer Erfolg. Besonders populär wurde das Walzerduett Komm mit mir ins Chambre séparée.

Verfilmt wurde das Werk dreimal:

- 1939 von Regisseur Géza von Bolváry mit Paul Hörbiger, Marte Harell, Hans Moser, Heli Finkenzeller, Theo Lingen, Fita Benkhoff und Will Dohm, siehe Opernball
- 1956 von Regisseur Ernst Marischka mit Johannes Heesters, Hertha Feiler, Josef Meinrad, Sonja Ziemann, Adrian Hoven, Fita Benkhoff und erneut in seiner Rolle als Diener Theo Lingen.
- 1971 als ZDF-TV-Verfilmung von Regisseur Eugen York mit Maria Tiboldi, Christiane Schröder, Harald Serafin, Heinz Erhardt, Uwe Friedrichsen, Benno Hoffmann, Martin Jente, Ernst Stankowski.


LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich

Beiträge: 470

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

22

Sonntag, 8. Januar 2012, 16:15

Re Der Opernball

Hallo Harald,

ich finde es verwunderlich, dass es vom "Opernball", der schon drei Mal verfilmt wurde, sowohl bei Amazon wie bei jpc keine Gesamtaufnahme auf CD gibt. Zumal es sich ja um die letzte "gute" Operette aus der sog. klassischen Ära handeln soll.
Fündig bin ich bis jetzt nur bei HAG geworden mit einer Aufnahme von 1964.

Ich habe bis jetzt nur Radiomitschnitte von 6 Titeln. Diese sind fast alle von den gleichen Interpreten: Janette Skowoti, Tajana Ivanow, Benno Kursche, Renate Holm, Trudeliese Schmidt, Grit van Jüten. Man sollte doch meinen, dass es auch eine Gesamtaufnahme mit diesen Interpreten gibt.

Viele Grüße

Uwe

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

23

Sonntag, 8. Januar 2012, 16:45

WDR-Opernball

Einen neuen Operettenstil wollte der Komponist Richard Heuberger mit seinem "Opernball" entwickeln. Zwar schwingt alles wie gewohnt im Walzertakt, aber es gibt keine Chöre und Tanzeinlagen. Die Geschichte um drei Lebemänner auf der Suche nach erotischen Abenteuern und ihre patenten Ehefrauen erzählt Heuberger temporeich und pointengeladen wie im Schauspiel.

++++++++

Lieber Uwe,

die Gesamtaufnahme gibt es - zumindest im Archiv des WDR in Köln, wie schon weiter oben ausgeführt:

Richard Heuberger:
DER OPERNBALL

Aufnahme: 19.6.1978, live, konzertant, Köln, Funkhaus
Spieldauer: 113'18 min.
Dirigent: Leopold Hager
Rundfunk-Orchester des WDR Köln
Regie: Arno Assmann

Angèle Aubier: Jeanette Scovotti
Beaubuisson: Benno Kusche
Féodora: Naemi Priegel
Georges Duménil: Hermann Winkler
Germain: Arno Görke
Henri: Trudeliese Schmidt
Hortense: Renate Holm
Marguérite Duménil: Grit van Jüten
Mdm. Beaubuisson: Tatjana Ivanova
Paul Aubier: Claudio Nicolai
Philippe: Josef Meinertzhagen

Warum sich keine Plattenfirma gefunden hat, diese Aufnahme auf CD herauszubringen, ist mir schleierhaft.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich
  • »Harald Kral« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

24

Sonntag, 8. Januar 2012, 16:52

Auch in der damaligen DDR wurde die Operette aufgenommen:

Richard Heuberger:
DER OPERNBALL

Aufnahme: Februar 1973, Studio (?)
Dirigent: Adolf-Fritz Guhl
Rundfunk-Symphonie-Orchester Leipzig
Rundfunkchor Leipzig

Angèle Aubier: Anna Tomowa-Sintow
Beaubuisson: Klaus Buron
Georges Duménil: Walter Schmid
Henri: Helmut Klotz
Hortense: Ute Mai
Marguérite Duménil: Maria Croonen
Mdm. Beaubuisson: Katrin Wölzl
Paul Aubier: Hans Peter Schwarzbach

Das DRA hat die Aufnahme sicher ebenfalls irgendwo gespeichert.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich

Beiträge: 470

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

25

Samstag, 5. Oktober 2013, 17:50



Ich habe mir gestern per Dowonload diese Gesamtaufnahme des "Opernball" zugelegt. Es handelt sich dabei um die auch weiter oben beschriebene Gesamtaufnahme des ORF mit folgenden Interpreten:

Großes Wiener Rundfunkorchester, Max Schönherr, Wilhelm Schmidt, Cilli Tögel, Heinrich Friedl, Toni Niessner, Jetty Topitz-Feiler, Fred Liewehr, Waltraute Demmer, Emmy Loose, Fritz Puchstein

Was mir dabei im Vergleich mit dem bei Impressario zugänglichen Libretto auffällt: Es fehlt der Eingangschor des 2. Aktes (Nr. 7 Mazurka) und die Eingangsszene des 3. Aktes (Nr. 11 Spielszene). Diese Musikstücke sind mir bisher aber auch noch nicht im Radio begegnet.

Zum Ausgleich gibt es dann zwei Titel, die wiederum im Libretto fehlen:

Es war am Boulevard
Babuschka, Babuschka.

Wie Harald weiter oben schreibt, wollte Heuberger mit seinem "Opernball" einen neuen Operettenstil entwickeln. Ich finde diesen Stil für das Jahr 1898 sehr modern, wohl eher an die damalige zeitgenössische Oper angelehnt als andere Operetten. Dieser Stil kreirt eine z. T. ungewönliche Harmonik und geht m. E. auf Kosten einer eingängigen Melodik. Das bringt es dann mit sich, dass das berühmte Chambre Separé Duett alle weiteren Musiknummern, auch nochmal in der ohnehin feinsinnigen Instrumentation, weit überragt.

:) Uwe

9079wolfgang

Prägender Forenuser

  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 211

Registrierungsdatum: 15. April 2010

26

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 21:09

In meiner Sammlung gefunden: Einen Querschnitt des "Opernball" auf einer Seite einer 25 cm LP mit Erika Köth, Hedi Klug, Margot Schramm, Reinhold Bartel und Ferry Gruber. Es spielt das Rundfunkorchester München, unter der Ltg. von Werner Schmidt-Boelcke.

Auf der Rückseite: Ein Querschnitt durch "Glückliche Reise" mit Hedi Klug, Monika Dahlberg, Ferry Gruber und Harry Friedauer. Es spielt das Rundfunkorchester München, unter der Ltg. von Wolfram Röhrig.
W.S.

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

Beiträge: 17 633

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

27

Donnerstag, 18. Juni 2015, 00:00

Richard Heuberger, der am 18. Juni 1850 geboren wurde, starb am 28. Oktober 1914. Zu seinem Geburtstag habe ich dies ausgesucht:



Heute ist sein 165. Geburtstag.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).