Big P - der große Pavarotti

  • Liebe Forianer,


    Unzweifelhaft ist (war) Luciano Pavarotti einer der führenden Tenören (glücklicherweise gab es mehr als nur 3 !!) der letzten 40 Jahre.


    Geboren am 12.10.1935 in Modena , debütierte er 1961 in Reggio Emilia als Rudolfo in Puccinis "La Boheme", einer Rolle die er auch für die Schallplatte aufgenommen hat.
    Und für die Schallplatte hat er tatsächlich jede Menge Partien eingespiel, da fällt es schwer die Spreu vom Weizen zu sondern.


    Es war auch immer die Frage ob ihm, Pavarotti, oder seinen Konkurrenten Domingo und Carreras, der Ruf des "Grössten Tenors unserer Tage" (Hier sind vorzugsweise die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts gemeint) zuzusprechen sei ;)


    Hier können also Empfehlungen und Warnungen ausgesprochen werden, bzw allgemeine Bemerkungen über den Sänger.



    Um jüngeren Opernfreunden einen Eindruck zu geben, habe ich ein Bild aus dem Jahre 1963 gewählt. Der Künstler wirkt ohne Bart doch viel schlanker - findet Ihr nicht ?


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Um jüngeren Opernfreunden einen Eindruck zu geben, habe ich ein Bild aus dem Jahre 1963 gewählt. Der Künstler wirkt ohne Bart doch viel schlanker - findet Ihr nicht ?


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred


    Er wirkt nicht nur, er war es damals auch. ;)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Weiter geht's: Die Rolle, die Pavarottis Weltruhm begründete, hat Alfred bereits genannt.



    "La Bohème" zählt wahrlich nicht zu meinen favorisierten Opern (mir igs. zu süßlich-sentimental), aber fast alleine wegen "Che gelida manina" und dem danach folgenden Duett "O soave fanciulla" lohnt sich die Anschaffung dieser Aufnahme, die nicht ohne Grund über 30 Jahre nach Einspielung noch zum Hochpreis-Sektor zählt.


    Der Rodolfo kam Pavarottis damals noch strahlender Höhe sehr entgegen und wurde von ihm mit Leidenschaft verkörpert.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo,


    die Karajan-Bohème war bereits der absolute Höhepunkt, der nicht mehr übertroffen, sondern im günstigsten Fall nur mehr erreicht werden konnte. Aber der erste wirkliche Höhepunkt war die Regimentstochter 1968. Eine noch heute maßstäbliche Produktion.


  • Ich kenne die Oper zwar nicht, meine mich aber daran zu erinnern, daß der Tenor eine Arie hat, in der er sehr oft "mordsmäßige Höhen" (C oder gar noch höher) erklimmen muß.


    Big P erlebte in den 90ern einen großen Flop an der Met (oder Scala?) als er diese Höhen nicht mehr erreichen konnte und vom Publikum ausgebuht wurde.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Ja, die berühmten sieben (oder gar acht) hohen Cs in seiner großen Arie. Wurde in den letzten ca. fünfzig Jahren von niemandem so grandios gesungen wie von Luciano Pavarotti und Alfredo Kraus.

  • Hallo,


    ich habe noch eine Live-Aufnahme von den Holland-Festspielen 1966
    da singt Big P in der Oper "I Capuleti e i Montecchi" von Bellini neben Giacomo Aragall (Romeo) nur den 2. Tenor (Tebaldo).
    Aber man hört schon, dass er mal gross rauskommt.


    Das einzige was mir von Pavarotti wirklich richtig gut gefällt sind seine neapolitanischen Canzoni. Hiet teilt er seinen Ruf nur mit di Stefano.


    Ansonst kann mich seine helle Tenorstimme nicht begeistern. Ein bisschen ein wärmeres Timbre gefällt mir dann doch mehr.



    Gruss
    Christoph

  • Hallo Christoph,


    eine Frage an den Sänger - und damit an den Experten. Du bemängelst sein helles Timbre, das dir nicht so besonders gefällt.
    Ist es nicht eher die Technik, die etwas problematisch ist? Pavarotti bildet meines Erachtens die Höhe zuviel mit Druck, er singt nicht auf dem Atem. Das scheint eine Stimme nicht lange ohne Folgen auszuhalten. Die beiden oben genannten Aufnahmen sind eigentlich so gut wie makellos, aber schon wenig später kann man hören, dass seine hohen Töne recht gerade und ausdrucksarm daherkommen, und so mit Beispielen aus der weiteren Vergangenheit nicht mehr mithalten können. Diese Technik dürfte auch wohl der Grund sein, dass er keine verzierten Partien singt, es dürfte so wahrscheinlich gar nicht möglich sein, oder irre ich mich da?
    Für meine Begriffe gibt es sogar in einer seiner Paraderollen - der Herzog in Rigoletto - ein paar Stellen, die er technisch nicht sauber (= notengetreu) bewältigt, und er beispielsweise von einem Alfredo Kraus richtiggehend ausgesungen wird (obwohl ich mit meiner Kraus-Einschätzung in diesem Forum nicht unwidersprochen dastehe ;) ).

  • Hallo Theophilus


    Du fragst mich Sachen!?!


    Da die einzigen CD's, die ich von Pavarotti ab und zu höre, eben diese neapolitanischen Lieder sind, welche stimmlich keine grossen Ansprüche stellen, kann ich die Technik von Pav. nicht beurteilen. Wegen des hellen Timbres: er hat ja diese helle Klangfarbe nicht nur in den Höhen sondern im ganzen Stimmumfang.
    Es ist nur so, wenn ein Sänger die richtige Technik hat, die auch zu seinem Körper, zu seinem Instrument passt und er genug auf dieses Instrument acht gibt und nicht zuviel Mist singt, dann kann er bis ins hohe Alter problemlos singen (wenn Kraus nicht gestorben wäre, würde er heute noch seine Paraderollen zum Besten geben).
    Eine Gesangstechnik ist dann die Richtige, wenn man nach mehreren Stunden des Singens (inkl. vieler hohen Töne) nur körperlich aber nicht stimmlich ermüdet ist. Wenn der Hals schmerzt, dann macht man etwas falsch.


    Und was die Notentreue betrifft, weiss ich nur dies, dass einige Tenöre bestimmte grosse Arien (mit einem hohen C) transponiert singen oder wie ich andernorts schon gesagt habe, sie lassen sich in einer Studioaufnahme die hohen Töne von einem unbekannten Tenor einmischen.


    Es gibt natürlich auch Arien oder Partien, die heutzutage von keinem Sänger mehr original gesungen werden, weil z.B. das a' heute oftmals etwas höher gestimmt wird. Die "Calunnia"-Arie des Don Basilio wird von praktisch allen Bässen in der C-Dur Version (im Anhang des KA).


    Noch was anderes: Fettleibigkeit hat nichts mit Stimmvolumen, Resonanz oder anderen Nebeneffekten zu tun. Die meisten Sänger sind dann am besten, wenn sie einen normalen, gesunden Körper haben. Ebenso nur eine Ausrede der (Fr-)Ess- und Trinklust ist das Glässchen Wein, welches die Stimme ölen soll. Plumpes Zeug der Gesangsverein-Herren, um nach der Probe nicht gleich heimgehen zu müssen... :stumm:


    Ich hoffe, ich habe Dir wenigstens ein bisschen weiterhelfen können.



    Gruss
    Christoph


    PS und wenn jemand gar nicht einverstanden ist, nur zu über Geschmack kann man bekanntlich streiten :yes:

  • Hallo Alfred!


    Mit Bart gefällt er mir besser!!


    Pavarotti ist sicher einer der größten Tenöre dieses Jahrhunderts (ganz sicher aber der Schwerste :D :stumm: )gemeinsam mit Caruso, Gigli, Tauber, Wunderlich, Björling und di Stefano.


    Meine Pavarotti-Favoriten sind die Inszenierungen mit Mirella Freni als Partnerin (La Boheme Wien und San Francisco oder Die Puritaner (gemeinsam auch noch mit Bruscantini, Mailand 1969 ua)
    Meine Lieblingsarie von Pavarotti ist "Celeste Aida" aus (no na net) Aida.
    Ich weiß zwar nicht genau warum mir gerade seine Interpretation so gut gefällt, es ist halt so.


    Von den drei Tenören gefällt er mir am besten, da er die hellste Stimme der drei hat. (und dass er keine Operetten gesungen hat; Hab mal "Dein ist mein ganzes Herz" von Carerras gehört ;( ;( ;( einfach zum weinen furchtbar)


    Ich habe eine hohe Meinung von Pavarotti, aber er ist nihct mein Lieblingstenor


    Mfg Joschi

  • ;( ;( ;( ;( :(Lieber Joschi ,
    in Paris beginnt jetzt die Welt-Abschiedstournee von Maestro Pavarotti .


    Die Grande Nation ist voller Tristesse und hin- und hergerissen zwischen glanzvollen Erinnerungen und dem Abschied eines Mannes , der über 40 Jahre (!) herrlichste Aufnahmen eingespielt hat und ganze Opernabende alleine "retten" konnte .
    Möge er das zurückbekommen , was er uns geschenkt hat !
    Viele Grüsse
    Frank ;( ;( ;( ;( :( :( :(

  • Hallo Frank Georg


    Zitat

    ... , der über 40 Jahre (!) herrlichste Aufnahmen eingespielt hat...


    Ist das nicht etwas zu dick aufgetragen? Vielleicht ist mir etwas entgangen, aber welche herrlichste Aufnahme hat er in den letzten 10 Jahren gemacht?

  • Hallo zusammen,


    Pavarotti ist nach meinem Empfinden ohne Zweifel in den Augen der breiten Öffentlichkeit die dominierende Tenorpersönlichkeit der vergangenen 25 Jahre gewesen.
    Sein Engagement in Sportstadien kann dafür nicht allein verantwortlich gemacht werden, da haben ja einige gleichgezogen. Für diesen Erfolg mache ich deshalb in erster Linie sein sehr individuelles Timbre und seine gewinnende Persönlichkeit verantwortlich.


    Seine Hinterlassenschaft für den "ernsthaften" Musikfreund abseits der "wer-kann-am-längsten-und-lautesten-Singen"-Freiluftevents bewerte ich dagegen durchaus zwiespältig.
    Interessant sind die biographischen Informationen, die immer wieder die Ernsthaftigkeit und den Lerneifer des jungen Pavarotti betonen, was ja doch im krassen Gegensatz zum immens fettleibigen Sänger und seiner allzu phlegmatischen Erscheinung vor allem der letzten 15 Jahre steht, wo die künstlerische Ernsthaftigkeit praktisch nicht mehr nachvollziehbar war.


    Meine Bewunderung gilt wohl auch deshalb fast ausschließlich dem jungen Pavarotti. Ein "tenore di grazia", mit immenser ungemeine Leichtigkeit versprühender Höhensicherheit, ohne forcieren zu müssen (was immer ein Problem von Domingo war), strahlend jugendlich unbeschwert in der Höhe im wahrsten sinne des Wortes, technisch sehr stark, was vor allem Atmung und (daraus folgend) die Phrasierung betrifft, auch mit untadeliger Sprachverständlichkeit. Vor allem aber besaß die Stimme einen metallischen Anklang, wie er eigentlich eher bei Heldentenören vorkommt. Dies macht für mich vor allem den Reiz aus, auch wenn der Stimme die typische Wärme eines südländischen Tenors fehlt. Sie ist aber so vollkommen anders, wie sonst bei Tenören dieser Gattung.
    Die berühmtesten Rollen sind bereits genannt worden, bis zum Rigoletto gehe ich gerade noch mit, aber dann ist Schluss.


    Umso mehr sich Big. P. dem "Spinto"-Fach näherte, ging es abwärts. Hier reicht die strahlende Stimme alleine einfach nicht mehr aus, die Rollengestaltung ist nicht mehr ausschließlich mit der Verkörperung der jugendlichen Unbeschwertheit zu bewältigen, vor allem die darstellerischen Defizite treten unverhohlen zu Tage:
    Ob Manrico und Kalaf, vor allem aber Radames und Otello, alles ist interpretatorisch aber auch sängerisch erschreckend eindimensional gestaltet, verkommen zu stimmlicher Selbstdarstellung (diesbezüglich war auch Del Monaco noch eindrucksvoller ).
    Sein mangelndes Temperament, die wenigen gezeigten subtilen stimmlichen Schattierungs - und Differenzierungsmöglichkeiten reichen bei weitem nicht für die ernsthafteren Verdirollen aus. Man vergleiche hier nur mal mit Bergonzi oder Pertile, wie man mit weniger Forte und vor allem weit geringeren stimmlichen Mitteln entscheidend mehr Dramatik erzielen kann. Trauriger Höhepunkt ist der Otello unter Solti, aber mit dieser Rolle konnten sich eh nur wenige messen.


    Gerade habe ich nun nochmal in die Anfang der neunziger Jahre entstandene "Traviata" mit Levine reingehört, vergleicht man mit der Karajan-Boheme aus den Siebzigern, stellt man traurig fest, wie hart die Höhe geworden ist, das strahlend unbeschwerte der jungen Jahre ist schon lange verloren.


    Wie auch immer, selbst eine nur auf 10-15 Jahre zu begrenzende strimmliche Hochphase ist unter Tenören schon durchaus eine Leistung. Als "Tenore di grazia" reiht sich Big.P sicher in die Reihen der ganz großen ein, als Lirico-Spinto- oder gar Heldentenor ist er aber nie über das Mittelfeld hinausgekommen.


    Gruß
    Anti

  • Lieber Theophilus,
    es mag sein , dass Pvarotti in den letzten 10 Jahren keine Refernzeinspielung mehr geacht hat . Sein überragendes Engagement für die Kinder des Kosovokrieges ist auch in kultureller Hinsicht ( Spendenaufkommen ) ein enormer Beitrag .Dagegen ist das Spektakel des Lorin M;aazel und der Wiener Philharmoniker nach dem Neujahrskonzert 2005 in Wien eine höchstperinliche Veranstaltung gewesen . Besonders was die 15 000 Euro des hoch vermögenden Maazel anbelangt !!!
    Wer Pavarotti in seiner f r ü h e n Zeit live erlebt hat und bi setwa 1992 , der wird wohl bestätigen , wozu dieser Ausnahmetenor fähig war .
    Auch heute lesen wir in Le Figaro , Le Monde etc. umgangreiche Interwievs mit dem Maestro und auch sehr zurückhaltende Kritiken .
    Pavarottis Lebenswerk ist schon grossartig !
    Grüsse
    Frank

  • Die Süddeutsche vom 16.7.2005 hat auf Seite 2 als "Themen des Tages" den Titel "Publikumsmagnet Oper" mit Beiträgen von Wolfgang Schreiber und Reinhard Brembeck. Brembeck gehört auf der Seite auch das Aktuelle Lexikon (eine tägliche Rubrik) unter der Überschrift "Das hohe C". Und das erklärt er im auch mit Pavarotti:
    "... der Tenor setzte erst zögerlich zu seinem Siegeszug an. Während Mozarts Tenöre noch das Ideal des neuen bürgerlichen Mannes verkünden, während Bellini unerfüllbare Sehnsucht in solchen Spitzentönen suchte, hat sich das Profil des Tenors schon beim späten Donizetti bereits ins Sportive gewandelt. In der "Regimentstochter" (1840) fordert er acht hohe C`s hintereinander - kein Wunder, dass ausgerechnet Luciano Pavarotti mit dieser wahnwitzigen Partie weltberühmt wurde."


    Sophia

  • Schleppend zum Finale
    "Tenorissimo" Luciano Pavarotti wird heute 70 Jahre alt


    "Längst sind die guten Zeiten vorbei, das hohe C trifft er schon lange nicht mehr,
    aber der Maestro schleppt sich von Konzert zu Konzert."


    [Badische Neueste Nachrichten, Kulturteil, 12. Oktober 2005]


    Vielleicht doch mal wieder ein Anlass, über die "guten Zeiten" zu reden...


    Liebe Grüße
    Ulli

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Vielleicht ist mir etwas entgangen, aber welche herrlichste Aufnahme hat er in den letzten 10 Jahren gemacht?


    Ich besitze die DVD noch nicht (Pavarotti als Canio in Pagliacci), die Anschaffung ist allerdings geplant, seit ich in den Probeausschnitt auf der KA-Seite geschaut und gehört habe. Dürfte etwa 10 Jahre alt sein, die Aufnahme. Zudem atestiere ich Pavarotti auch ein durchaus vorhandenes schauspielerisches Vermögen.


    Kann sich bitte noch jemand zu dieser DVD äußern, so sie jemand gesehen hat..?


  • Das "Big P." mal eine große Zeit hatte, beweist er mit der "Bohème" unter Karajan. Ich hörte ihn 1985 in "Tosca", davor in einem Liederabend.
    Zu seiner Technik kann ich sagen, dass die Höhe zu offen angegangen wird und somit nicht frei strömen kann und eng klingt; störend auch, dass nach einem Wortabschluß mit "r" ein "e" folgt, z. B.: "riscaldar"
    wird zu "riscaldare" (Bohème").


    Gruß Heldenbariton

  • Kritisieren ist immer leicht,es besser machen ungleich schwerer.
    Wer selbst singt oder gesungen hat,weiß um die sehr unterschiedliche Tagesform.Deshalb haben auch die großen Stimmen etwas mehr Toleranz verdient.

  • Salut,


    Big P als Idomeneo in der gleichnamigen Mozartoper aus den 80ern ist für mich einfach umwerfend!



    Besonders die Arie 'Torna la pace' [Sekunden vor dem Schluß der Oper] habe ich so noch nicht gehört.


    Einfach großartig!


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ulli

  • Zitat

    Original von heldenbariton
    Mach es besser, da du ja alles besser weißt und kannst.
    Du solltest lernen, die Meinung derer, die nicht mit dir konform gehen, zu akzeptieren.


    Gruß Heldenbariton


    Das sollte aber ja wohl auch für dich gelten, oder?

  • Haust du nur in die Kerbe oder kannst auch du nicht verknusen, wenn mann anderer Meinung ist. Trotz der angesprochenen "Mängel" habe ich sehr schöne Aufnahmen von Big P., die ich immer wieder höre.


    Gruss Heldenbariton

  • Hallo


    Nein, wenn man aber derartige Formulierungen von sich gibt:


    Zitat

    Mach es besser, da du ja alles besser weißt und kannst.
    Du solltest lernen, die Meinung derer, die nicht mit dir konform gehen, zu akzeptieren.


    ..., dann signalisierst du, dass du selbst andere Meinungen einfach abwürgst!




    Davon abgesehen habe ich kein Problem mit deiner Meinung über Pavarotti. Sie ist fundiert, aber nicht jeder muss die Vor- und Nachteile in gleichem Masse gewichten.

  • Sind's wirklich die Stimmen- und Opernfreunde, denen ob ihrer Leidenschaft am ehesten der Gaul durchgeht? Vielleicht, weil Oper ja wohl auch die irrationalste und daher am meisten gefühlte Kunstform ist.


    Aber:
    "Vermeidet, Meister, Zwist und Streit!"


    Ich empfehle zu Pavarotti übrigens den essay von Kesting


    Kesting, der ja wirklich und zu Recht umstritten ist, besitzt die Kardinaltugend des Kritikers: Er hat einen klaren Standpunkt.

  • Hallo Siegfried,
    Toleranz hin,Toleranz her,ich denke;wer diese Gagen kassiert sollte
    schon mehr bieten,als ein eifacher solider Tenor.Pavarotti kassierte
    zum Beispiel bei einem "open-air" Konzert mit !5 Titeln anteilmäßig
    für "Nessun dorma"mehr;als der Komponist für die ganze Oper.


    Gruß Herbert.